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Meine Meinung: Zwölftklässlerin Jana findet, Schüler brauchen mehr Freizeit

„Die Schulzeit ist ein Lotterleben! Du wirst erst merken, wie toll sie ist, wenn du irgendwann richtig arbeiten musst.“ Wer kennt diese Behauptung nicht? Aber ist das Schulleben heutzutage wirklich so ein Klacks? fudder-Praktikantin Jana sagt als Betroffene: Nein! Und fordert mehr Freizeit für Schüler.



Den Tagesablauf kennt wahrscheinlich jeder. Um 6 Uhr klingelt der Wecker, es wird sich fertig gemacht, ein schneller Kaffee getrunken und ab geht’s zum Bus. In der Schule angekommen, geht es auch schon los. 90 Minuten Frontalunterricht mit einer extrem motivierten aber wenig motivierenden Lehrerin. Zurück gibt es die Klausur, die mal wieder „ein bisschen enttäuschend“ ausgefallen ist. Dann wird sich abgerackert, beim Schreiben oder Rechnen.

Und so geht der Tag weiter, mit ein paar Pausen, in denen man aber zu kaputt ist, um irgendetwas Sinnvolles zu tun. Am späten Nachmittag endlich der erlösende Gong. Eine gute halbe Stunde Heimweg und zu Hause erstmal Hausaufgaben machen. Hobbys? Keine Zeit. Um halb sieben gibt es Abendessen, dann wird geduscht, 30 Vokabeln gelernt, eventuell noch ein Stündchen Fern geschaut und ab ins Bett.

Klingt nach einem gut strukturierten Tag. Aber was fällt auf? Ganz klar: keine Freizeit. Sicher, wir haben viele Pausen, aber mit Freizeit kann man das keinesfalls vergleichen. Und die Ferien hat man sich nach diesem Stress wirklich verdient. Natürlich könnte man mir jetzt vorwerfen, ich sei eine faule Schülerin, die sich mit nichts zufrieden gibt. Aber bedenkt man die Probleme, die mit dem Tagesablauf verbunden sind, versteht man mich vielleicht besser.

Schüler, besonders Gymnasiasten kurz vor dem Abi, stehen täglich unter großem Druck. Das wirkt sich auf die Laune aus. Die Eltern reden ungern mit ihren Kindern, weil diese nur patzige Antworten geben und ständig jammern. Auf der anderen Seite wünschen sie sich, mehr Zeit mit ihnen zu verbringen. Denn nach der Schule verlassen viele ‚Kinder’ das „Hotel Mama“ und sind dann vielleicht weiter weg von zu Hause. Aus diesem Grund esse ich beispielsweise nicht in der Schulmensa. Das klingt banal, aber abgesehen davon, dass das Essen dort nicht schmeckt, möchte ich Abends auch mal Zeit mit meinen Eltern verbringen.

Leider machen diese zusätzlichen Druck, in dem sie uns bei jeder Beschwerde über die Schule predigen, wie früh sie damals ihre Ausbildung begonnen haben und dass sie in unserem Alter bereits vier Jahre gearbeitet haben. Aber: Kann man damals noch mit heute vergleichen? Ich finde nicht. Die Ansprüche sind heute viel höher und die Einstiegschancen viel geringer. Es ist wichtig, den bestmöglichen Notenschnitt zu haben. An Spitzen-Unis wie der unseren kommt man nicht weit, wenn man nicht mindestens 1,3 hat. Wenn ich aber trotzdem gerne Medizin oder Jura studieren will, habe ich schlechte Karten. Da hat man also ein super Abi, auf das man sich jahrelang vorbereitet hat, und es bringt nichts.

Die wichtigste Zeit verbringen wir mit Lernen. Und wenn alles vorbei ist, merken wir, dass wir eigentlich gar nicht richtig gelebt haben. Natürlich machen wir das, um später den größtmöglichen Erfolg im Beruf zu haben und eine Familie versorgen zu können. Aber ist das notwendig? Müssen wir wirklich all unsere Freizeit aufgeben? Und damit sind nicht Partys und Saufgelage gemeint, sondern selbstverständliche Dinge wie Hobbys und Familie. Wenn es den Schulsport nicht gäbe, würden sich viele junge Menschen gar nicht mehr bewegen. Viele Schulen bieten zwar Freizeitangebote an, aber man will ja auch mal Abstand haben vom Alltag.

Außerdem ist es wichtig, Freunde zu haben. „Soziale Kontakte pflegen“, wie es so schön heißt. Dafür sollte eigentlich am Wochenende Zeit sein. Da muss ich meine Freunde dann aber vertrösten. Entweder muss ich eine sogenannte Gleichwertige Feststellung von Schülerleistungen (GFS) zu Ende bringen oder ich bin zu müde, um die ganze Nacht lang zu tanzen. Oder ich kann es mir ganz einfach nicht leisten. Denn: Zeit für einen Nebenjob habe ich keine.

Wenn ich dann mal Zeit für meine Freunde finde, kann ich sie trotzdem nicht genießen. Im Hinterkopf ist immer etwas, das meine Laune abkühlen lässt. Zum Beispiel die anstehende Mathe-Klausur, für die ich eigentlich Nachhilfe bräuchte - aber durch den vollen Stundenplan ist das nicht machbar. Auch dafür geht das Wochenende drauf. Aber dann frag ich mich, ob es gesund ist, nur noch zu lernen. Ich bin meinen Eltern und Freunden jedenfalls sehr dankbar dafür, dass sie meine Launen ertragen.

Es gibt beinahe nichts mehr, was man wirklich als Freizeit bezeichnen kann, und allmählich vergessen Schüler, dass sie das Abi eigentlich nur für sich selbst machen. Natürlich gibt es während der Schulzeit auch besondere und schöne Erfahrungen. Man lernt viele neue Leute kennen und wird um einige Erfahrungen reicher. Würde mich allerdings in 30 Jahren jemand fragen, ob ich die Schulzeit vermisse, wäre die Antwort nicht direkt ein Ja. Denn: Es ist nicht die Schule, die man vermisst, es sind die Menschen, mit denen man dort ist.

Ich will mehr Freizeit! Und das im Sinne vom Vermeiden von Stress innerhalb der Schule durch weniger anspruchsvolle Lehrpläne, kleinere Klassen und mehr Verständnis für die Schüler. Übt die Schule keinen großen Druck mehr auf uns aus, sind wir zu Hause weniger gestresst und können uns voll und ganz um unsere Familie und Freunde kümmern. Und ganz besonders auch mal um uns selbst.


Zur Person

Jana (18) hat im März ein BOGY-Praktikum bei fudder absolviert. Sie ist Schülerin an einem Gymnasium in Freiburg und besucht die zwölfte Klasse.

"Meine Meinung"

Mit "Meine Meinung" will fudder Menschen eine Plattform bieten, um ihre Meinung zu einem Thema, das in Freiburg debattiert wird, dazulegen. Es handelt sich bei dem Beitrag um die Meinung des jeweiligen Autors, nicht um die der Redaktion.

Mehr dazu



[Bild: © Pixelbliss - Fotolia.com]




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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 32
Freitag, 30.03.12 18:35
 

einen exemplarischen stundenplan, bitte:)

Freitag, 30.03.12 19:02
 

Willkommen in der Welt von G8, Bachelor- und Mastersysthem. Im Schnitt werden die Absolventen akademischer Ausbildung um zwei Jahre schneller für den Arbeitsmarkt verfügbar.

Aber irgend jemand muss die Zeche dafür ja auch zahlen.
Und ein Tipp: Die künftigen Arbeitgeber sind es nicht.

edit:
Und Zufall ist es übrigens auch keiner.


Mikey hat den Kommentar am 30.03.2012 um 19:04 bearbeitet
Freitag, 30.03.12 19:34
 

immer diese rumjammerei.....

es wird keiner gezwungen aufs gymnasium zu gehen. Es gibt auch eine Realschule. Und die Leute, die studieren wollen gehen dann einfach 3 weitere Jahre auf ein berufliches Gymnasium.

Schon hat man wieder G9 und ein Gymnasium, welches eher seinen Neigungen entspricht.

Freitag, 30.03.12 19:36
 

Bitte erstmal einen genauen Stundenplan beibringen und dann wäre es möglich über die vermeintliche zu geringe Freizeitphase eines Schülers/Schülerin genauer zu diskutieren.

So allein ohne genaue Belege empfinde ich das Gejammer einer verwöhnten Schülerin als der Sache nicht zuträglich.

Alternative wäre eine gute Privatschule wie Salem, Zuoz oder Louisenlund. Auch das Landschulheim am Solling ist gut - aber da wird die Autorin wahrscheinlich Zustände bekommen weil sie sich freiwillig in Arbeitsgemeinschaften organisieren darf - nöliges Gejammere einer in sich selbst unzufriedenen Schülerin.

Freitag, 30.03.12 19:55
 

"Außerdem ist es wichtig, Freunde zu haben. „Soziale Kontakte pflegen“, wie es so schön heißt."

Wozu gibts die Pinnwand bei Facebook :D

Freitag, 30.03.12 20:56
 

Ich hab den Artikel zwar nicht gelesen, aber Schüler die jammern haben einfach noch nicht richtig gearbeitet. Ich bezweifle dass die nette Praktikantin im Monat 230 Stunden mit Schulsachen zu tun hat. So viel arbeitet ein mancher und mehr!!

Freitag, 30.03.12 21:14
 

Mein Tagesablauf zur Schulzeit war eher so:

- 7 Uhr aufstehen (Wozu um 6 Uhr aufstehen, wenn die Schule um 7:50 Uhr anfängt? Es sei denn, man hat einen Anfahrtsweg von 90 Minuten)
- Frühstück
- Zum Bus rennen
- Alle Freunde in der Schule treffen und eine verdammt gute Zeit erleben. Ab und zu mal strecken und irgendwas halbwegs sinnvolles sagen, damit die mündliche Note auch passt. Ansonsten 50% zuhören/50% mit Banknachbarn rumblödeln.
- Bis auf einen Tag in der Woche an dem Mittagsschule ist, um 13 Uhr Schulende.
- Zuhause zu Mittag essen
- 1-2 Stunden Mittagsschlaf
- Freunde treffen/Fußballtraining/whatever
- Abendessen
- Fernseh schauen/Was mit der Freundin unternehmen
- Schlafen

Sollte man morgens mal keine Lust mehr auf Schule gehabt haben, geht man halt nach Hause und sagt am nächsten Tag es wäre einem schlecht gegangen. Hausaufgaben grundsätzlich nur, wenn es absolut unumgänglich war.

Vielleicht ist meiner nicht der absolute Musterentwurf, aber dennoch hab ich mich so im Jahr 2006 auf ein 2,1er Abi gerettet, hatte eine tolle Jugend und bin jetzt am Ende meines Studiums an unserer schönen Freiburger Uni.

Das alles ist heute ganz bestimmt nicht großartig anders, da braucht ihr mir nix erzählen!! Ich hab genug Freunde in dem Alter...

Fazit: Cool bleiben!

Freitag, 30.03.12 21:57
 

Wenn ich als Schüler eins hatte, dann war das Freizeit. Was für ein Geheule. Nicht nur wird sich die Dame umschauen, wenn sie dann mal mit dem Studium anfängt, sie hat auch einfach nicht verstanden, dass das Freizeit-Problem sich von selbst erledigt, wenn sie kein 1.0-Abi anpeilt und statt fünf Stunden am Tag nur noch eine halbe lernt. Wenn sie meint, Jura studieren zu müssen, dann hat sie's eh nicht besser verdient. Wie oben schon erwähnt wäre vielleicht die Realschule besser für sie gewesen.

Freitag, 30.03.12 22:03
 

erstmal Grass fressen,
wer das Tempo mitgeht ist selbst schuld

Samstag, 31.03.12 09:42
 

als ich noch zur schule ging war das anders, eher so wie mono das beschrieben hat. aber das war bis 04, ich kann mir vorstellen dass sich da einiges geändert hat mittlerweile.
allerdings finde ich die forderung nach mehr zeit mit den eltern ziemlich teenager untypisch..

literaturempfehlung zur thematik (mindestens der titel passt):
http://tinyurl.com/c52pq8s

Samstag, 31.03.12 12:20
 

Ich muss an dieser Stelle der Autorin einmal Recht geben und euch wiedersprechen.
Ich gehe ebenfalls in die K1 eines Freiburger Gymnasiums und kann absolut bestätigen was Jana oben darstellt.
Das ohne den Schulsport sich noch kaum jemand bewegen würde ist richtig, und liegt bestimmt nicht daran das "unsere" Generation so faul ist.

Es gibt sicher welche die die Zeit auch als "sehr chillig" empfinden (siehe Mono und seinen Freunden in "dem" Alter), aber das sind dann eben solche die mit Ach und Krach durchkommen. Das ist eigentlich nicht das interesse der Schule, die uns in keinem Fall zu Menschen erziehen sollte die immer nur das allternötigste erledigen.
Ich habe glück mit meinem Stundenplan und nur zwei mal Nachmittags unterricht aber in meiner Stufe sind viele die bis zu vier mal Nachmittags noch in die Schule müssen und das zum Teil bis 17.10 Uhr. Danach noch für Klausuren lernen, Referate, Test oder eine GFS vorbereiten müssen. Was dann unter der Woche liegenbleibt muss am Wochenende erledigt werden und da ist oft Abends der einzige Zeitpunkt an dem man was mit Freunden unternehmen kann, da dort der Punkt erreicht ist andem man sich auf keinen Fall mehr irgendwie auf Schulsachen konzentrieren kann.

Samstag, 31.03.12 14:17
 

Die Zeiten haben sich nun mal geändert und da ist es eigentlich nur angebracht, dass die gelangweilten Mitt-20er, wenn nicht sogar Ü-30er Fudderkommentatoren nicht jeden Artikel, der sich mit der Überbelastung der Schüler von heute befasst, großväterlich als Gejammer abtun.

Natürlich bereitet einen dieser Druck auf die zukünftige Arbeitswelt und das Studium nach Bologna vor. Wirklich begrüßenswert ist es trotzdem nicht, dass die Haltung, die Mono & Friends damals zu einem Schnitt von 2,1 verholfen hat (mit dem man in Zeiten von Magister und Diplom auch noch so einiges lockerflockig studieren konnte), heutige Schüler mit viel Glück und Nachhilfeausgaben von lass es 100 € / Monat sein allenfalls auf eine 3,0 bringt - damit können sie dann vielleicht Germanistik oder Kulturwissenschaft auf BA studieren und ein paar Jahre später Hartz IV beantragen.

Samstag, 31.03.12 14:32
 

nur weil manche "früher" wenig getan haben und ordentliche resultate erzielt haben, während heute manche mit riesen aufwand nur ne 3,0 schaffen, heißt noch lange nicht das es früher einfacher war.
gerne lass ich mich überzeugen das heute ein höherer aufwand nötig ist als "früher", aber ohne empirische belege ist es halt nur gejammer

Samstag, 31.03.12 14:50
 

Es reicht dir als Beleg nicht, dass die Zeit am Gymnasium um ein Jahr verkürzt wurde und die gleiche Stoffmenge in weniger Zeit bewältigt werden muss. Daraus resultiert für mich ein höherer Arbeitsaufwand für die Schüler, da die Anforderungen im Abitur nicht gesunken sind. Hinzu kommen ständige Erweiterungen, was die Leistungsanforderungen betrifft: Als Beispiel kann ich dir nennen, dass im Jahre 2014 Abiturienten zusätzliche mündliche Kommunikationsprüfungen in den Fremdsprachen, in denen sie ins Abitur gehen, bestehen müssen. Es geht hier nicht darum, diese Beschlüsse hinsichtlich ihres Zweckes zu bewerten (meine Meinung zu Kommunikationsprüfungen also gänzlich außen vor gelassen). Vielmehr ist zu beobachten, dass sowohl die Prüfungsmenge als auch die Stoffmenge relativ zur verfügbaren Zeit gestiegen sind. Dies werden dir, neben den jammernden Schülern, sicherlich nicht wenige Pädagogen und Eltern bestätigen.

Samstag, 31.03.12 15:01
 

Darkmage Abiturnote 3,0? Da gibt es Möglichkeiten, ein Arbeitgeber ist sogar ganz heiß auf solche Kandidaten ihnen ein Studium zu ermöglichen, man zahlt nicht mal Gebühren dafür, sondern bekommt sogar Geld, Trimester statt Semester, Auslandsaufenthalt garantiert...


Als Roman Herzog in BW Kultusminister war (78-80), gabs auch Schülerproteste, von wegen Abitur zu schwer, keine Zeit für gar nix....
Herzog hats nicht geglaubt und ein paar Abiprüfungen mitgeschrieben, neben seinen Amtsgeschäften... er fand es machbar.

Samstag, 31.03.12 15:11
 

Ich gebe dir Recht, Roman Herzog würde vermutlich auch heute die Abiturprüfungen machbar finden. Und sicherlich: Ich sage nicht, dass sie nicht machbar sind und dass das "Gejammer" von Schülern etwas Neues ist. Es geht darum, dass die Anforderungen gestiegen sind und Jana tut in ihrem Artikel den Wunsch nach weniger Druck und mehr Freizeit kund. Mir geht es hier um Aussagen von Menschen, deren Überheblichkeit m.E. unangebracht ist, da ich vermute, dass sie - wie ich - ihre Schulkarriere unter anderen Bedingungen absolviert haben als Jana.

Nun, trotz allem stünde Roman Herzogs Wort nach wie vor gegen meines und dessen Abiturschnitt von 1,0 kann ich leider nicht toppen - was soll ich dazu sagen.

Samstag, 31.03.12 17:36
 

Ich habe 2003 G8-Abi gemacht, aber die gut organisierte Sorte. Fast ohne Löcher/Freistunden im Tagesablauf, daher an fast allen Tagen vor 15:00 Uhr zu Hause.

Nachmittags Hausaufgaben machen ist Tageslichtverschwendung. Wozu hat das Fernsehprogramm am Abend bitte Werbepausen? Man kann doch nicht alle 20 Minuten pullern gehen.

Ich musste allerdings um sieben aufstehen und erinnere mich an die Schultage mit brennenden Augen, bleierner Schwere und Unwillen zu denken. Das lag an dem viel zu frühen Aufstehen.

Ach so, vielleicht ist es tatsächlich was anderes, wenn man einen 1-a-Durchschnitt braucht um Medizin zu studieren. Mit gammeligeren Ambitionen (Laberfach studieren, dann irgendwas mit Medien) war das aber zu meistern und mein einziger Vorwurf in der Rückschau wäre: zu viel schlechtes Gewissen gemacht. Ich hätte wirklich nicht so viele Gedanken darauf verschwenden sollen, ob ich genug für die Schule mache.

Samstag, 31.03.12 17:39
 

Sind denn die Abiturprüfungen nicht mehr machbar? Ist die Durchfallquote schon bei 70%?
Wenn Jana nicht mit dem Druck klarkommt und ihr Freizeit lieber als Allgemeine Hochschulreife ist, dann kann sie es ja ändern. Es ist niemand verpflichtet diese Schulart zu besuchen. Was glaubt denn Jana wie es in Zukunft aussieht? Die Kohle soll aufs Konto, aber doch bitte ohne Anstrengung...
Sorgenfrei ist leider nur ein Name, kann dennoch auch Lebenseinstellung sein, dann sollte sie sich aber nicht beschweren, sondern ihren Status ändern.

Samstag, 31.03.12 19:07
 

arme jana, warum hast du dir das angetan? aber nett auch von fudder, dass sie dich anscheinend nicht darauf hingewiesen haben was so ein artikel jedesmal auslöst. da wartet die gesamte forum-flamer-community doch drauf: erstmal wird gewohnheitsmässig derjenige zerpflückt, der sich, zum eigenen nachteil, von den stilfrage machern diese völlig absurden formulierungen in den mund legen lässt, denn man hat ja schliesslich die modische weisheit mit dem ganz grossen löffel gefressen. danach-ach schau her ne schülerin, die sich beschwert? na der besorgen wirs mal richtig. denn sie weiss ja nicht was auf sie zukommt wenn sie mal unser hartes leben in der wirklich bösen welt führen muss. alternativ kann man ja auch einfach auf ne teure privatschule gehen.lol.
da hört man dann immer zur hälfte den neid auf die jüngeren und zur anderen hälfte wird dann sentimental in erinnerungen geschwelgt und noch damit kokettiert bzw provoziert wie toll man damals nachmittags pennen konnte, gegönnt wirds aber nur sich selbst.
wenn jana das fordern würde, würde ichs trotzdem verstehen, denn wir habens auch gemacht. was sie aber will ist mehr zeit für hobbies und familie/freunde, was völlig legitim ist. dass viele vereine schon probleme mit ihrer jugendarbeit( dank mangel an mit zeit ausgestatteten jugendlichen) haben ist ein offenes geheimnis. und ich lehn mich jetzt mal ganz weit ausm fenster und behaupte, dass der grossteil der "arbeitenden" bevölkerung abends nicht noch zuhause arbeiten oder seminarvorträge vorbereiten muss und daher völlig entspannt ins training gehen kann. vor allem gibts in diesem fall auch noch geld dafür...
und dann zu sagen " wenn du halt nicht hart genug bist, dann geh halt auf die realschule" ist quasi der gipfel der frechheit.
mach dir nix draus jana und mach nachm abi ein jahr einfach mal extra nix. ich würd mich über nen bericht a la " nachm abi mach ich jetzt extra gar nix und finds geil" freuen, da werden die herren kommentatoren zwar völlig amok laufen, aber das kann man ja dann auch einfach mal als gejammer abtun...


fops hat den Kommentar am 31.03.2012 um 19:21 bearbeitet
Samstag, 31.03.12 20:21
 

Jetzt fühle ich mich so schmutzig.





Aber die mit der Stilfrage hatte doch echt komische Schuhe. Sach domma ehrlich.


martinjost.eu hat den Kommentar am 31.03.2012 um 20:22 bearbeitet
Samstag, 31.03.12 21:34
 

naja hab schon schlimmere gesehen. ob du dich über komische schuhe mockieren solltest wage ich zu bezweifeln. oh gott jetzt fühl ich mich auch schmutzig...

Samstag, 31.03.12 22:06
 

HA! In die Falle gegangen …




… Moment. Wieviel weißt du über meine Schuhe?


martinjost.eu hat den Kommentar am 31.03.2012 um 22:14 bearbeitet
Samstag, 31.03.12 22:38
 

Dr. Martens 1460Z DMC SM-CR, sehr lange schon...?


fops hat den Kommentar am 31.03.2012 um 22:39 bearbeitet
Sonntag, 01.04.12 10:07
 

um das thema mal noch von einer anderen seite zu betrachten, die ich die meiner meinung nach auch eine rolle spielt folgende frage.
ist der stoff so viel schwehrer geworden, oder sind die schüler so viel "dümmer" geworden,das kein kein freiraum mehr bleibt ?
ich glaube nicht.
wenn ich mir aber anschaue wieviel eltern heutzutage ihre kinder nötigen aufs gymnasium zu gehen, weil " das kind der nachbarn ja auch da ist", dann wunder mich es nicht mehr.

wer sich heute mal den arbeitsmarkt anschaut, sollte aber fetsstellen können das die jobaussichten mit einer abgeschlossenen ausbildung mit dem werdegang schule,ausbildung, abi nachmachen und dann studium nicht unbedingt schlechter sondern teiweise sogar besser sind....

Sonntag, 01.04.12 12:07
 

Wolke, streiche teilweise....
Schule, Ausbildung, Abi nachholen, Studium....
Zeigt dem Arbeitgeber, daß der Bewerber nicht nur Schulräume kennt, er sich durch zu beissen weiß, vor Schwierigkeiten nicht gleich kapituliert.
Dabei ist es völlig gleichgültig, ob Ausbildung mit späteren Studium Gemeinsamkeiten aufweißt.

Sonntag, 01.04.12 12:30
 

@fops knappe halbes Jahr.

Montag, 02.04.12 11:46
 

Was mich wundert ist, dass man dem vorgeblichen Ziel, nämlich die Gymnasiasten aufs Studium vorzubereiten, offenbar immer weniger nahekommt. Heute wollen die Leute Geologen werden und müssen erst mal im Grundstudium lernen wie das Periodensystem der Elemente funktioniert, wollen Philosophie studieren und sind, wenn überhaupt, mäßig fit in Altgriechisch usw. (Ich nehme mich da nicht aus, ich habe auch eine sehr lückenhafte Schulbildung, was aber auch damit zusammenhängt, dass ich die 11. ausgelassen habe) Ich kann nicht sagen, woran das liegt, aber ich glaube es ist nicht förderlich, wenn man echte Neugier durch einen Kanon ersetzt, der funktionierendes Mittelmaß produzieren soll.


Björn hat den Kommentar am 02.04.2012 um 11:47 bearbeitet
Montag, 02.04.12 12:07
 

Jeder Tag hat 24 Stunden, für jeden, immer und überall.

Also: das wichtigste Lernziel ist: wann und wozu "nein" sagen, oder "gut genug".

Freitag, 06.04.12 22:15
 

pc ausschalten, lebenspartner schnappen, kinder zeugen und in ein paar jahren den stundenplan der eigenen kinder studieren und ausdiskutieren. wem der aspekt der erniedrigung fehlen sollte, kann dem lebenspartner während dem akt schmutzige dinge an den kopf werfen!! win win situation!!

Donnerstag, 12.04.12 14:55
 

Das ist der größte Schwachsinn, den ich je gelesen habe

Donnerstag, 12.04.12 16:12
 

Meine Tochter hatte schon am Anfang ihrer Gymnasialzeit einen vollen Tagesplan, der meine Arbeitszeit tlw. deutlich übertraf.

Später dann bei den Besten - und dann der Zusammenbruch.

Prima - wenn das das erstrebenswerte Ziel der "neuen Gesellschaft" sein soll.

Glückliche Kindheit zu ermöglichen scheint ja heute schon fast unanständig zu sein - die in jeder Beziehung oft verhaltensauffälligen Jugendlichen nimmt man wohl als unvermeidlichen Kollateralschaden in Kauf...

Donnerstag, 12.04.12 17:51
 

Also Leute Bitte!
Ihr nehmt das ernst? Sie hat das bestimmt nicht ernst gemeint! Wie sollte eine 11. Klässlerinn von sich behaupten können das sie Ahnung hätte was stress ist? Mit dem Satz:" oder ich bin zu müde, um die ganze Nacht lang zu tanzen" zeigt sie uns die große Kunst der Ironie! Als Schüler/in, und etwas danach, ist DIE Zeit des Lebens um zu Feiern! Das euch Jana's Ironie nicht auffällt ist schon Beschämend! Klasse Artikel Jana du bedienst dich echt den Besten Mitteln um die große Kunst der Ironie zu verdeutlichen! Der Fudder redaktion ist lediglich ein Fehler unterlaufen sie wollten den Artikel erst am 1.April veröffentlichen hatte aber zuviel Zeit und haben wohl die ganze Zeit durchgetanzt und so wurde der Artikel versehentlich zu früh ins Netz gestellt! Sowas ist doch kein Problem wir verstehen das! Und was das Problemkind Jana angeht, Kopf hoch du hast bestimmt eine harte Jugend!

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