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Nightlife-Guru: Âme im Waldsee

Seit Wochen fieberte unser Nightlife-Guru auf jenen Abend hin: Âme im Waldsee - jedenfalls Frank Wiedemann, eine Hälfte des Karlsruher Produzenten-Duos. Als Âme dann um halb eins nicht auftrat, wurde unser Nightlife-Guru ziemlich nervös. [Mit Foto-Galerie!]



Die Jungs an der Tür

Eigentlich betrete ich einen Club nicht vor Mitternacht. Aber eigentlich kommt Âme auch nicht nach Freiburg - jenes glorreiche Produzenten-Duo aus Karlsruhe, das 2005 diesen Wahnsinns-Hit namens 'Rej' in die Welt gesetzt hat. Okay. Heute kommt 'nur' einer von beiden, nämlich Frank Wiedemann. Aber zieht man von 'super geil' fünfzig Prozent ab, bleibt immer noch wahlweise 'super' oder 'geil' übrig.

Also schon um elf vor Ort, weil Angst, dass die Schlange zu lang ist, man nicht mehr reinkommt und all der Käse. Käse, weil: noch kaum einer da, nur ein paar Hanseln und ich, die auf Insider machen, sich verschwörerische Blicke zuwerfen, so von wegen: 'Ah, du auch schon so früh hier? Âme, wa?' Die Freude ist groß, die Spannung ebenfalls, das Wetter ist gut, die Laune auch. Beste Voraussetzungen also, dass der Abend 'super' wird - oder zumindest 'geil'.

Inneneinrichtung & Deko

Mir fällt  nichts übermäßig Besonderes oder Innovatives auf. Irgendwo steht 'Âme' geschrieben, und zwei Pfeile weisen den Weg Richtung DJ-Pult - als ob man nicht wüsste, dass der Typ nachher da vorne seine Sounds produzieren wird und nicht hinter der Bar. Vorne werden Visuals an die Wand gestrahlt, die noch mal in Erinnerung rufen, wie die Veranstaltungsreihe heißt: O[h]rbital.

Wer war da?

Was ist mit dieser Stadt nur los? Da kommt Jesus himself ins Waldsee, um Freiburg von seiner Schuld zu erlösen, nicht Berlin zu sein, und keiner geht hin. Na ja, nicht keiner. Aber halt auch nicht jeder. Der Laden ist gut gefüllt, aber eben nicht bumsvoll. An einem handelsüblichen tageins ist mehr los. Zumal bei so 'nem Wetter.

Vielleicht liegt's an den Acts, mit denen Âme zusammengewürfelt wurde: Gebrüder Teichmann? Chris Milla? Vielleicht fehlt aber auch die Masse an Abiturienten, die am Montag halt ran muss und ein paar Tage vorher dann doch noch mal auf 'ne Party verzichtet. Vielleicht fehlen die Studenten, die ebenfalls sogenannten Prüfungsstress haben - oder die vorlesungsfreie Zeit in ihren Heimatstädten verbringen. Vielleicht isses der Preis: 14 Euro. Das ist happig - jedenfalls für Freiburg. Da kommt wahrscheinlich nur, wer wirklich Bock auf Âme hat.

Konkurrenzveranstaltungen gibt es heute eigentlich keine. Es sei denn, man versteht 'I Love Bravo Beats' in der Nachtschicht als Konkurrenz.

Ansonsten: Angenehmes Publikum, Szene, DJs, Nachtmacher.



Catering und Getränke

Getränk der Stunde: Puffbrause. Auf Eis.

Klangwaren-TÜV und Partyatmosphäre

Die Running Order des Abends sorgt für Verwunderung, denn Frank Wiedemann von Âme soll schon um halb eins spielen. Was hat sich der Veranstalter dabei nur gedacht? Wahrscheinlich nicht viel, denn die Spielzeiten der einzelnen Acts werden kurz nach Beginn der Clubnacht durcheinander gewirbelt. Nur Hendrik Vogel behält sein Zeitfenster und darf den Abend eröffnen.

Der Karlsruher tut dies mit einer angenehmen Mische aus herzwärmenden Electronica-Songs, Dubstep und House mit Tiefgang. Wer das Waldsee betritt, hält sich deshalb auch nicht lange an der Bar oder im Vorraum auf, sondern betritt zielstrebig die Tanzfläche, schließt die Augen und gleitet in die Schwerelosigkeit.

Abgelöst wird Hendrik Vogel von Andi und Hannes Teichmann. Die Regensburger Clubspatzen überraschen in mehrerer Hinsicht: Erstens setzen sie behutsam am Groove ihres Vorgängers an. Mit trocken-reduziertem House aus den ersten Playhouse-Tagen verstärken sie den Druck auf die Hüften und schaukeln sich und die Tanzenden mit Rave-Klassikern à la G Man's "Quo Vadis" hoch.

Zweitens spielen sie nahezu ausschließlich Vinyl - hervorhebenswert, da die Genre Minimal/Techno nahezu unwiderruflich Traktor-verseucht sind. Drittens übergeben sie an Frank Wiedemann mit Fuse vs. LFO, einer Techno-Nummer, die sowohl für das Schroffe, Kalte, Unbarmherzige, als auch für das Gefühlvolle, Melancholische und Träumerische dieser Musik steht. Den kurzen Applaus haben sie sich wirklich verdient.

Nun zu Âme. Frank Wiedemanns Finger flitzen flink über seinen Hardware-Controller. Er lässt die Synthesizer zwitschern, die Bässe blubbern und die Drum Pattern klopfen, bevor er sie zu seinem ersten Stück, "Rrose Selavy", zusammenfügt. In der Folge spielt er sich durch eine Auswahl so bekannter Âme-Tracks wie "Zuckerzeit" oder "Setsa", und auch der Sommerhit "Osunlade - Envision - Âme Remix" wird neu arrangiert und frisch serviert.

Âme (live) at Waldsee / Freiburg (03/16/12)
Quelle: YouTube


Den Abschluss macht Chris Milla, in diesem Frühjahr der wohl meistgebuchte Techno-DJ Freiburgs. Wie schön wäre es gewesen,, hätte er die Atmosphäre, aufgebaut von Hendrik Vogel, den Gebrüdern Teichmann und Âme, vertieft oder wenigstens aufrecht erhalten. Doch er peitscht die Geschwindigkeit hoch und knüppelt unbarmherzig auf den Nervensträngen vieler Gäste rum. Schade.  

Auf dem Klo um halb vier

Ich freue mich immer, wenn noch 'ne Kabine frei ist, in die ich mich verziehen kann. (Ich glaub, ich erwähnte schon mal, dass ich Ladehemmungen hab', wenn jemand beim Pinkeln neben mir steht.) Auf dem Weg nach draußen der obligatorische Blick in den Spiegel. Und das obligatorische Erschrecken. So wie jeden Morgen im Bad: Mann, siehst du heute wieder scheiße aus.  

Aufregerle

Wie gesagt: Um halb eins soll Frank Wiedemann von Âme loslegen. So war das im Vorhinein lang und breit kommuniziert worden. Und: playtime is holy time.

Als dann um halb eins die Gebrüder Teichmann den Sound übernehmen, macht sich Verwirrung, Ratlosigkeit und ein wenig Ärger in der Feiergemeinde breit. Zwei Freundinnen von mir sind extra und nur für Âme gekommen - wer nicht? -, haben den satten Eintritt bezahlt und sich darauf eingestellt, den Laden um drei wieder verlassen zu können. Der Grund: nicht etwa Feierunwilligkeit - darauf steht heute Abend die Todesstrafe -, sondern die Tatsache, dass sie am Samstag früh aufstehen und arbeiten müssen.

Irgendwann wird klar, dass Âme jetzt doch nicht um halb eins, sondern erst um drei auftreten wird. Und: Die Info macht per Buschfunk die Runde. Offiziell, von vorne, wird nichts verlautbart. Weder 'dass', noch 'warum'.  

Aufheiterle

Eigentlich tragisch, statt komisch: Immer wieder setzt die Anlage aus. Mal fallen die Mitten, mal die Bässe, mal die Höhen aus. Liebes Waldsee-Team, das nervt! Doch wenn selbst Gott, in diesem Fall Frank Wiedemann, darüber lacht, kann auch ich nicht anders, als in dieses Lachen Gottes einzustimmen.  

Fazit

Die O(h)rbital funktioniert im Waldsee - natürlich und zum Glück - besser als im Jazzhaus. Mit Âme hat sie es geschafft, einen überaus tollen Act nach Freiburg zu holen - dafür gebührt ihr Dank und Anerkennung. Jetzt noch ein schlüssigeres Line-up, eine vertrauenswürdige Playtime und ein paar Euro weniger Eintritt und das Freiburger Nachtleben hat einen neuen Hochkaräter. Da verzeiht man dann sogar solche Daneben-Bookings wie Markus Kavka.





 
Foto-Galerie: Raffael Armbruster

Tipp: Wartet einen Augenblick, bis die Galerie komplett geladen ist. Ihr könnt euch dann ganz bequem jeweils das nächste Foto anzeigen lassen, indem ihr auf eurer Tastatur die Taste "N" (für "next") drückt.




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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 36
Montag, 19.03.12 14:47
 

naja nur um unsern lieben kollegen in schutzt zu nehmen:

die playtime wurde auf persönlichen wunsch von "GoTT" so erstellt und dann auch auf ebenso persönlichen Wunsch geändert. Wenn Gott sich etwas wünscht, dann tut man das auch ;-)

Was den eintritt angeht, hat fudder vorkurzen erst selbst einen artikel veröffentlich warum das so viel kostet:

http://fudder.de/artikel/2011/05/20/warum-partys-und-konzerte-kosten-was-sie-kosten/

I[..] denke das Obergott,guru, Jesus Himself nicht für ein paar schlappe Drinks ,Freiburg von der Unschuld befreit nicht berlin zu sein, liegt auf der hand.

vielleicht hätte Freiburg das subventionieren sollen :)


Deniz Binay hat den Kommentar am 19.03.2012 um 14:49 bearbeitet
Montag, 19.03.12 15:04
 

ich find/fand den preis auch ok. gute dinge kosten eben gutes geld.

hab den guru aber auch eher so verstanden, dass er sich versucht hat, zu erklären, warum der laden nicht - zitat - "bumsvoll" war. in freiburg scheint sich die erkenntnis noch nicht durchgesetzt zu haben, dass qualität seinen preis hat. und natürlich kann man als veranstalter versuchen, darauf pädagogisch einzuwirken, indem man diesen tatbestand ignoriert. ob das sinnvoll ist, keine ahnung. vielleicht ist es aber sogar nötig!

Montag, 19.03.12 15:06
 

bisher einer der schönsten, wenn nicht der schönste abend des jahres...


super soaker hat den Kommentar am 19.03.2012 um 15:07 bearbeitet
Montag, 19.03.12 15:07
 

ps: aus ganz persönlichem interesse und weil du, deniz, da ja aus großer erfahrung heraus sprechen kannst: spricht man die playtime nicht mit den djs/produzenten des abends ab? oder macht man das vor ort mit ihnen aus?

Montag, 19.03.12 15:26
 

Genz nette Photos, immerhin sind Gäste gut erkennbar und das trotz der verwirbelten Lichter. Gelungen.

Montag, 19.03.12 15:28
 

ich kann mich super soaker insoweit anschliessen, dass der abend sehr schön war. auf den superlativ "der schönste" möchte ich mich noch nicht festlegen, das jahr ist noch keine drei monate alt. die gebrüder teichmann kannte ich bisher nicht als djs, konnten mich jedoch mit einer sehr guten trackauswahl überzeugen. gar nicht überzeugt hat mich chris milla. ich kann es beim besten willen nicht verstehen, wie man als dj so wenig feingefühl für seinen vorgänger aufweisen kann, um dessen tempel der deepness (danke, koze!) innerhalb weniger minuten einreissen kann. mir wäre lieber gewesen, hendrik vogel hätte den abend noch einmal abgerundet. hätte auch tausendmal besser zu âme gepasst. period!

Montag, 19.03.12 15:43
 

manuel: liest es sich nicht so, als hätte eben er das so gewünscht, vor ort seine meinung dann aber doch geändert?

soaker: ja, auch für mich war es einer der schönsten abende dieses jungen jahres.. what a night.

danke âme - danke ohrbital. und last but not least der soaker.. ;)

Montag, 19.03.12 15:53
 

keep: daher das "bisher"...ich hoffe ja auf viele ähnlich oder genauso gute in diesem jahr...:)

t^t^p: dito!

Montag, 19.03.12 16:08
 

ohje, hab ich den freiburgern mit meiner fragerei im vorfeld âme wirklich so vergrault? âme kennt man als laie der elektronischen musik (im vergleich zu kavka) halt auch wirklich nicht. dieser gott fällt dann wohl unter das heidentum.

was lief eigentlich im jazzhaus so schlecht, dass die location gewechselt wurde? mal ehrlich, waldsee is alles andere als ne coole location und lebt eher vom guten ruf der parties tageins, rootdown und schwulesdance...

noch was: habe ich immernoch was falsch verstanden, oder ist âme jetzt doch nicht live aufgetreten? ich lese im bericht weder von percussion, gitarre oder was von piano...

Montag, 19.03.12 16:09
 

@tanz: das kann natürlich auch sein ...

Montag, 19.03.12 16:37
 

nimm dich mal nicht so wichtig, placebo, was deine 'fragerei im vorfeld' betrifft. und wenn du als 'laie der elektronischen musik' âme nicht kennst, solltest du dich mal kritisch hinterfragen, ob und wo du in den letzten zehn jahren ausgegangen bist. karma? kagan? nachtschicht?

Montag, 19.03.12 17:10
 

je, ich dachte das wäre offensichtlich als ironisch zu verstehen. als ob ganz freiburg fudder lesen würde :) schätze die meisten kennen das nichtmal.

danke für die ausgehtips, aber da gibts schon noch mehr...im übrigen ist es ja auch nicht so, dass dj's die namen der sachen die sie auflegen irgendwohin projezieren noch dass man sie mit mordernen tools wie shazam taggen könnte. wie sollte ich es also kennen, da muß ich mir wirklich keinen vorwurf machen lassen, ich lerne ja auch gerne neues kennen und mittlerweile habe ich mir auf der (übrigens recht mäßigen) internetpräsenz von âme auch ein paar sachen angehört.

weiß jemand auch was hilfreiches zu meinen fragen zu beantworten?


Placebos_Muse hat den Kommentar am 19.03.2012 um 17:15 bearbeitet
Montag, 19.03.12 17:18
 

So so muss man sich dafür schon kritisch hinterfragen, wenn man einen Künstler nicht kennt.

Ich habe mich gerade kritisch hinterfragt, bin aber zu einem Ergebnis gekommen, dass ich mir seine Musik mal anhören will. Was soll ich sonst meinen Kinder in 20-30 Jahren erzählen? ;)

Montag, 19.03.12 17:42
 

@placebos: freundlich gemeinter hinweis: du redest dich gerade um kopf und kragen ;)

Montag, 19.03.12 17:58
 

@ T^t^p - Genau ;-)

@ Manu

ja klar spricht man das ab... aber Künstler schmeißen gerne mal wieder was über den haufen :) Aber man muss bedenken die Jungs spielen 2-3 mal in einem Wochenende irgendwo auf der welt. Dazwischen sitzen sie in Flugzeugen, ab Bahnhöfen in irgendwelchen autos in irgendwelchen Hotelzimmer. Und ausschlafen ist da nicht! Trotzdem aber bitte Abend wieder Fröhlich sein.

Wie die Zeit vor oder nach dem Gig verläuft sprich in welcher stimmung man sich befindet kann man nicht planen.
Aber da muss man als Veranstalter flexibel sein und die Wünsche der Künstler akzepieren.

Montag, 19.03.12 18:10
 

„Da kommt Jesus himself ins Waldsee, um Freiburg von seiner Schuld zu erlösen, nicht Berlin zu sein“

Like

Montag, 19.03.12 18:26
 

Naja also man muss sich vielleicht auf die Bedeutung der Vokabel „Hit“ einigen. Gerade habe ich mir Rej gekauft um zu hören, ob es mir bekannt vorkommt.

Nope.

Für mich schwingt als Voraussetzung für den Gebrauch des Wortes „Hit“ eine Rezeption im musikalischen Mainstream mit. Ein Hit in einer Subkultur ist auf den ersten Blick ein Widerspruch in sich selbst. Außer man macht eben den Zusatz: „Ein Hit in hippen puristischen Clubs.“

Ohne jede weitere Qualifizierung als Hit bezeichnen würde ich Faithless’ »God is a DJ« oder Rednex’ »Cotton Eye Joe« (letzteres übrigens ein viel zu vernachlässigter Oldtimer der Technokunst).

Montag, 19.03.12 19:16
 

Apropos Hit: http://www.youtube.com/watch?v=fJGNL3KuI5A

Montag, 19.03.12 19:42
 

@martinjost.eu: "rej" hat durchaus eine rezeption im clubmusikalischen mainstream erfahren, genauso wie der letztes jahr von âme veröffentlichte remix zu osunlades stück "envision", das in freiburg sowohl von den gralshütern der elektronischen clubmusik zelebriert als auch von den mainstream-djs und ibiza-adlati gedudelt wurde.

Montag, 19.03.12 19:51
 

an dir, placebo, sind nicht nur die letzten zehn jahre clubkultur auswirkungslos vorübergezogen, sondern zudem auch die gesamte technische entwicklung auf dem gebiet der smartphones. mit shazam kann man sehr wohl auch stücke identifizieren, die sogar unter dem wahrnehmungsradar derer vorbeigeschwirrt sind, die sich tagtäglich mit musik auseinandersetzen. dieses tool ist wirklich genial.

und was heisst da "recht mäßige internetpräsenz"? du kannst so ziemlich jede einzelne produktion von âme dir auf soundcloud/youtube/spotify/... anhören, zudem gibt es auf soundcloud & co. ein gutes dutzend mitschnitte von dj-sets der beiden. und wenn dir das nicht ausreicht, kannst du dir die mix-compilations (coast 2 coast, fabric, ...mixing, primary structures, the grandfather paradox) kaufen, um etwas über den "sound of âme" wenigstens ausschnittsweise etwas zu erfahren. aber...

...wissen setzt interesse voraus.

Montag, 19.03.12 20:58
 

nun, in einem punkt muss man jetzt aber den gut geschriebenen guru mal kritisch hinterfragen, einerseits gegen traktor (= digital = schlechterer sound!?) kotzen, andererseits einen liveact loben der letztlich auch nur im rechner (vermutlich ableton, also digital = nadürlisch vieeeel besser als ein optimal gemastertes mp3!?) passiert, controllerfeeling hin oder her. na, herr guru?

das der livebegriff natürlich auch schwammig ist, das n anderes kapitel...

Montag, 19.03.12 22:00
 

"du redest dich gerade um kopf und kragen ;) " - warum hilft ihm nicht einfach mal jemand weiter? hier wimmelts doch nur so von "kennern" - wissen teilen ist ne feine sache. arroganz ist bei einem solchen thema wirklich fehl am platz.

Montag, 19.03.12 22:08
 

was ich dann noch zu sagen habe, wäre, dass ich die bilder nicht schön finde. es muss nicht immer dunkel und endlos belichtet sein, aber diese hier finde ich dann doch zu "klar". allerdings gestehe ich, dass für meinen geschmack die gesamte atmosphäre im waldsee etwas diffuser hätte sein dürfen.

und jetzt mal im ernst: was redet ihr an pm von clubkultur und technischer entwicklung heran? ...

pm: http://de.wikipedia.org/wiki/Liveact wiki hilft!

Montag, 19.03.12 22:24
 

@ja/nein: macht der herr k-i-d doch. #helfen

Montag, 19.03.12 22:26
 

nein.

Dienstag, 20.03.12 09:56
 

also ich muse placebos muse doch mal beispringen, ich finde es merkwürdig, wie jemand der sich selbst als "laie der elektronischen musik" bezeichnet wir hier für ein angebliches unwissen von den selbsternannten experten runtergemacht wird..
Zum Hitcharakter von rej. Ich habe mir als musikalisch sehr interessierter Mensch (wenn auch nicht vorrangig in der elektronischen Musik) das lied grad mal angehört und kann auch sagen, tut mir leid, habe ich noch nie gehört. Auch der name ame war mir bis zu der fudderberichterstatung völlig unbekannt. Da ich regelmäßig musikmagazine (zu nichelektronischer Musik) lese, scheint es, dass ame außerhalb der genregrenzen nicht oder nur wenig rezipiert wurden. Auch konnte ich weder bei wiki noch bei einer schnellen googlesuche eine chartplatzierung des songs in deutschland rausfinden. Auch dass spricht nicht unbedingt dafür, dass der song einem breiteren publikum bekannt sein müsste.
Als elektronischen Hit würde ich als Laie jetzt mal sky and sand bezeichnen (oder ist das ein superhit? :-)).

Dienstag, 20.03.12 10:20
 

@freiheit: ich glaube, es geht in der 'hit'-diskussion tatsächlich um einen 'hit' innerhalb einer subkultur. 'sky and sand' würd' ich eher in die kategorie pop stecken.

Dienstag, 20.03.12 10:33
 

oder zeitgeist.

Dienstag, 20.03.12 10:40
 

'subkultur' würde ich so nicht sagen. "rej" wurde '05/'06 so ziemlich in allen clubs, sämtlichen festivals, auf denen auch elektronische musik ein programmpunkt bildet, sowie auf der mainstream-feierinsel ibiza hoch- und runtergespielt; mit "rej" wurden passagen des films "feiern" musikalisch unterlegt"; "rej" wurde vom britischen mainstream-clubmusiklabel defected records lizensiert und in zahlreichen remix-versionen noch einmal auf die tanzflächen der welt abgefeuert (meine meinung dazu: hat kein mensch gebraucht), fand eingang in wohl so ziemlich jede clubmusik-compilation, die zwischen '05 und '07 veröffentlicht wurde. allerdings: zu dieser zeit waren die sozialen netzwerke noch nicht so gesellschaftspräsent, dass ein musikstück auch darüber noch durchgenudelt werden konnte.

anyway. mir ist hier ein kragenknopf geplatzt, weil placebos muse bereits im rahmen des interviews mit den âme-jungs herumgenölt hat, dass der preis überzogen sei, dass man die nicht kenne, und so weiter. dabei hatte er gerade mit dem interview eine gute gelegenheit, ein wenig hinter die kulissen von âme zu blicken, da im rahmen des interviews nicht die üblichen "do you still buy vinyl"-fragen gestellt wurden.

Dienstag, 20.03.12 10:45
 

und 'sky and sand' ist eine ausgesprochen gute techno-pop-nummer, die mir persönlich zwar zu 'cheesy' ist, wie es zu dem hype darum gekommen ist, kann ich auch nur ansatzweise nachvollziehen, über die jedoch einige leute aus meinem bekanntenkreis, die bei erscheinen so ca. 17/18 jahre jung waren, den weg zur elektronischen clubmusik gefunden haben und heute hunderte von kilometern auf sich nehmen, nur um djs aus detroit oder so, die gerade einmal ein, zwei gigs in deutschland spielen, live erleben zu können.

Dienstag, 20.03.12 10:50
 

@ manuel: auf die antwort habe ich gewartet :-) das beispiel zeigt nämlich genau auf, was einen hit ausmacht, nämlich massenverträglichkeit, die möglichkeit, airplay im radio zu bekommen etc. Trotz des großen Erfolges von sky and sand wurde keine zweite single aus dem album veröffentlicht. Und das eben aus dem Grund, dass bei allen anderen songs die oben genannten merkmale fehlen, sie kein hitpotential haben, weil sie zu genrespezifisch sind...
Hit bedeutet für mich dagegen gerade die tatsache das etwas über genregrenzen hinweg bekannt/ erfolgreich ist (aber vielleicht ist meine definition von hit da auch nur zu hochgegriffen, aber sonst wird der begriff halt sehr schnell beliebig)

Zudem wollte ich manchen nur aufzeigen, dass es ein musikuniversum ausserhalb des ihrigen gibt, denn ich habe das gefühl, manchmal gehen hier die relationen ein bißchen verloren....

Dienstag, 20.03.12 13:10
 

danke @ ja/nein undFreiheit?: ich kann mit der kritik von anderen gut leben, solange ich darin eher arroganz und überheblichkeit als konstruktivität rauslese. ist ja auch immer ne frage der art und weise wie man einen kommentar lesen möchte. bei gewissen leuten herrscht da schon vorweg eine gewisse antipathie zu mir. hab mich damit abgefunden.

rej ist und war außerhalb des elektronischen genres kein hit. schon garnicht, nur weil der song in ibiza gespielt wurde oder auf mehrere sampler gemixt wurde. da gäbs ja ne menge hits ^^ das ist nur meine meinung. wenn andere anders denken solls so sein.

14 euro finde ich - um nur mal reinzuschnuppern - für MICH teuer, wers zahlen möchte soll hingehen. live wars wohl auch eher nicht, wenn ich das richtig rauslese.

und abschließend: shazam ging bei mir noch nie, wenn zuviele nebengeräusche wie in clubs oder kneipen anfallen. dass anderenfalls so ziemlich jeder remix erkannt wird, ist mir klar. und cotton eye joe war ein superhit :D

Dienstag, 20.03.12 13:28
 

aber es geht hier doch gerade um das genre der elektronischen clubmusik. und doch, es war live: http://de.wikipedia.org/wiki/Liveact

Dienstag, 20.03.12 15:45
 

Danke für den link. Krass. Bin davon ausgegangen dass da schon auch "echte" Instrumente genutzt werden müssen um das Prädikat live zu erhalten. Ich denke da an Acts wie Booka Shade oder die in Wiki besagten Prodigy.

Dienstag, 20.03.12 23:49
 

Sagen wir mal: Rej war eine Art "Hit" für sowohl House- als auch techno-DJs und in vielen DJ-Charts der Song des Jahres damals. Sozusagen eine Konsensnummer. Spannend ist, dass die Szene die erfolgreichen Ame-Jungs nicht einfach danach fallen gelassen haben, nur weil sie erfolgreich waren.
Das geht mir bei all dem Szene und underground-Gelaber häufig auf die Nerven.

Ich kann mich noch gut erinnern wie damals bei den After-hours im Emmendiger Point die "ach so krassen" Underground-Techno-DJs am Anfang Marusha´s "Somewhere over the rainbow" abgefeiert haben. Bis es dann in die Charts einstieg und die Nummer für genau die gleichen DJs zum ekligsten Techno mutiert ist. Alles innerhalb von Wochen (es geht um den Song damals und nicht die Begleitphänomene wie Bravo-Starschnitt ;-)

Aber sei´s drum: alles schon lange her und auch Rej ist ja schon ca. 7 Jahre alt.

Aber dieses Gelaber über "Gott" im Artikel ist das blödste, was ich auf fudder in den letzten Jahren gelesen habe.
Hier geht´s um 2 talentierte Produzenten und DJs mit etlichen guten Songs (Checkt mal "Mifune" oder "Hydrolic dog") und um nix mehr.
Ame waren früher häufig im Waldsee - als normale Gäste bei Root Down oder als Gast-DJs bei tageins. Also haben sie bzw. Frank sich nicht auf die Freiburger Niederungen am Freitag herab gelassen - wie es hier suggeriert wird. Sondern es gab halt auch mal wieder die Gelegenheit nach Freiburg zu kommen (und Gage gab´s auch).
Schade nur, dass ich es nicht erlebt habe.

Mittwoch, 21.03.12 09:02
 

kurzes Statement zum Abschluss noch vom O(h)rbital-Team:

1) Änderung Timetable
Der Timetable wurde kurzfristig geändert, da Frank von Âme um 6 Uhr früh auf den Flieger musste, und sich kurzfristig entschieden hat, die Nacht komplett mit uns zu verbringen anstatt 3 Stunden zu schlafen.
2) Eintrittspreis
Der Eintrittspreis war für das Line-up durchaus gerechtfertigt.
Da bräuchten wir eher mal Rückendeckung vom Guru anstatt ewige Schelte wegen zu hohen Preisen.
3) technische Probleme
Die hatten wir leider, sind aber bis zur nächste Veranstaltung am Ostersonntag 8.4. abgestellt.
4) Kritik am Guru
Kommentare wie Daneben-Bookings sind total überflüssig und zeugen nicht von Respekt und Achtung der Arbeit anderer (beziehen wir auf Markus Kavka nicht auf unser Booking!). Sollte der Guru ehrlich mal in sich gehen!!!

Peace!

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