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Tanzen statt Tatort: Parov Stelar im E-Werk

800 Menschen ließen sich Sonntagabend statt vor den heimischen Fernseher ins E-Werk locken. Das war schon seit Wochen ausverkauft. Der Grund: Parov Stelar und Band spielten auf und baten zum Tanz. fudder-Autor Julian sagt uns, wie's so war. [Mit Foto-Galerie!]

Parov Stelar

Plötzlich ist er da. Ein massiver Bassschwall, der jedem ungeduldig Wartenden unmissverständlich zu verstehen gibt: Jetzt geht's los! Es ist 20:40 Uhr im großen Saal des E-Werks, und der Support-DJ hat seine Arbeit verrichtet. Parov Stelar betritt gemeinsam mit seiner Band die Bühne - begleitet von frenetischem Jubel und stilecht ruckligen Filmsequenzen, projiziert auf eine riesige Leinwand. Natürlich in schwarz-weiß - eine Reminiszenz an die Zeit vor dem Farbfernsehen.

Nicht nur die visuelle Gestaltung schlägt einen weiten Bogen zwischen Vergangenheit und State of the Art, auch musikalisch vereinigt der gebürtige Wiener Parov Stelar Omas Plattensammlung mit aktuellem Bumm-Tschack: Jazz der 20er und 30er Jahre trifft auf knarzende Synthie-Basslines und Discobeats des 21. Jahrhunderts: Electroswing, eine äußerst tanzbare Mixtur.

Schlagzeug, Bass, Saxophon, Trompete und eine Sängerin grooven zu Samples und Synthesizerschnippseln. Abgefeuert werden diese vom Namensgeber der Band: Parov Stelar. Mit zwei MacBooks bewaffnet auf seinem DJ-Pult thronend, reckt dieser dann und wann die Faust euphorisch in die Luft. Trotz seiner exponierten Lage bleibt Stelar live eher im Hintergrund: virtuose Bläser-Soli und tighte Drums - die musikalischen Höhepunkte des Abends setzt seine Band.

Eine Aufforderung zum Tanz braucht das Publikum im E-Werk nicht: Schon nach den ersten Takten werden wilde Moves auf das Parkett gelegt. Während in den ersten Reihen die vornehmlich jüngeren Konzertgäste zeitgenössische Schwof-Kunst an den Tag legen, bewegen sich die etwas älteren Semester weiter hinten im Paartanz zur Musik. Stimmung und Schweißfluss sind in beiden Fällen auf höchstem Niveau.

22:10 Uhr. Nach vier gespielten Zugaben und ähnlich frenetischem Jubel wie zu Beginn, ist Schluss. Schnell leert sich der Saal, viele scheinen es eilig zu haben. Morgen ist Montag.


Foto-Galerie: David Cibis

Tipp: Wartet einen Augenblick, bis die Galerie komplett geladen ist. Ihr könnt euch dann ganz bequem jeweils das nächste Foto anzeigen lassen, indem ihr auf eurer Tastatur die Taste "N" (für "next") drückt.




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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 2
Montag, 05.03.12 19:35
 

Es war genial... nur leider die Sache mit Sonntag/Montag.

Montag, 05.03.12 19:40
 

Nach der Afterhour in den Schwarzwald und danach zu Parov Stelar. Was für ein schöner Sonntag das war!

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