Übersehene Sehenswürdigkeiten
Für Montréal-Besucher ist es ein Muss, den nahe der Altstadt gelegenen „Vieux-Port“ zu besichtigen. Der von Parkanlagen umgebene Hafen bietet einen
traumhaften Ausblick auf den Lorenz-Strom. Von hier aus kann man bis zum Freizeitpark „La Ronde“ rüberschauen und hat hinter sich die beeindruckende Skyline Montréals.
Ein Spaziergang durch die angrenzenden Parkanlagen lohnt sich insbesondere während des „
Indian Summer“, also zwischen September und Oktober. Zu dieser Zeit haben die Baumkronen eine wunderschöne rostrote Farbe.
Kaffeepause

Was die Kaffeepause angeht, führt kein Weg an „Tim Hortons“ vorbei. Zu günstigen Preisen gibt es leckeren Kaffee und hervorragendes Gebäck, wie zum Beispiel einen
Maple-Donut - ein Donut mit Ahornsirup-Glasur also.
Für Leute, die sich etwas mehr Zeit nehmen wollen und bereit sind, etwas tiefer in die Tasche zu greifen, gibt es in Montréals Altstadt viele gemütliche Cafés im
französischen Stil.
Magengrummeln

Wer die Provinz Québec besucht, muss zwangsläufig auch die dortige
Spezialität „Poutine“ probieren. Es mag zunächst etwas komisch klingen, schmeckt aber doch erstaunlich gut. Und zwar handelt es sich hierbei um mit Käse und „Gravy“, einer Art Bratensauce, überbackene Pommes.
Wer eine wirklich gute „Poutine“ essen möchte, sollte eine Filiale der Franchise-Kette „La belle Province“ aufsuchen.
Außerdem ist die
kanadische Fast-Food Kette „A&W“ zu empfehlen.
Ein weiteres kulinarisches Muss ist „Smoked Meat with Cole Slaw“, was man in vielen Restaurants der Metropole findet. "Smoked Meat", also geräuchertes Fleisch, wird üblicherweise in einem mit Senf bestrichenen Toast serviert und ist stark gewürzt mit Koriander und Pfeffer.
Fine Art
Etwas auf die Ohren bekommt man beim alljährlichen „Festival International de Jazz de Montréal“ oder kurz „FIJM“. Hierbei handelt es sich um
das größte Jazz-Festival der Welt. Zwischen Ende Juni und Mitte Juli finden über 650 Konzerte in Downtown-Montreal statt. Neben Konzerten in Kaufhäusern, Bars, Pubs oder Konzerthäusern finden auch zahlreiche Open-Air-Konzerte statt. Dafür werden Großteile der Innenstadt für Autos abgeriegelt. Das „FIJM“ wird jährlich von mehr als zwei Millionen Menschen besucht, darunter etwa eine Viertelmillion Touristen.
Nachtlager
Wer Montréal besichtigen möchte, ohne das ganz große Geld für die Unterkunft auszugeben, sollte sich nach einem Hotel in
Montréals Vorstadt Laval umschauen. Laval ist mit rund 375.000 Einwohnern wohl eine der größten Vorstädte der Welt. Laval selbst jedoch hat außer der großen Shoppingmall „Carrefour“ nicht viel zu bieten. Der Großteil der Einwohner Lavals arbeitet dementsprechend auch in Montréal. Montréal ist von Laval bequem mit der Metro zu erreichen. Der sehr gut ausgebaute Linienverkehr bringt einen schnell in die Innenstadt.
Für Romantiker

Ein traumhafter Ausblick bietet sich vom Stadtberg, dem „Mont-Royal“. Gerade in klaren Sommernächten lässt sich von dort aus die ganze Stadt überblicken. Es gibt eine sehr schön ausgebaute Aussichtsplattform, die zum schießen von Fotos oder zum picknicken einlädt. Auch hierhin kommt man problemlos mit Bus und Bahn. Mit etwas Glück sieht man hier auch den ein oder anderen Waschbären. Auf dem
Gipfel des Mont-Royal ist ein riesiges, leuchtendes Kreuz aufgestellt. Der Weg dorthin lohnt sich jedoch eher bedingt, da hier keine Aussichtsplattform mehr eingerichtet ist.
Für Sportbegeisterte

Wer sich für Sport und Sportgeschichte interessiert, sollte natürlich auch mal im
Olympia-Park vorbeischauen. Auch eine Fahrt auf den direkt am Stadion angebrachten „Montreal-Tower“ lohnt sich. Von hier aus hat man einen schönen Ausblick auf das olympische Dorf und Umgebung. Der Preis beläuft sich auf 16 kanadische Dollar für Erwachsene und 12 kanadische Dollar für Schüler und Studenten.
Shop 'til you drop
Wie es sich für eine Metropole gehört, gibt es hier natürlich auch eine bestechende Haupteinkaufsstraße. Diese nennt sich „Rue Ste. Catherine“ und bietet jede Menge Shoppingmöglichkeiten. Wodurch sich Montréal jedoch auzeichnet, ist die weltgrößte Untergrundstadt. Das
32 Kilometer lange Tunnelsystem führt durch Großteile der Innenstadt und bietet hunderte Geschäfte, Restaurants, Kinos, Cafés.
Die Untergrundstadt ist ebenfalls an das U-Bahnnetz gekoppelt und dadurch leicht zu erreichen. Gerade während des langen und kalten kanadischen Winter kann man in der gut klimatisierten Untergrundstadt gut shoppen.
Meet the locals

Wer in den Genuss des typisch nordamerikanischen Multi-Kulti-Feelings kommen möchte, sollte mal in
Chinatown oder Little Italy vorbeischauen. Im klassischen Chinatown bekommt man für wenig Geld echtes chinesisches Essen, ohne das beklemmende Gefühl zu haben, sich nicht sicher sein zu können, was da gerade auf dem Teller liegt.
Typisch italienisch besticht Little Italy durch hervorragende „cucina alla mamma". Das im Vergleich zu Chinatown, moderne Little Italy ist zwar etwas teurer, aber auf jedem Fall einen Besuch wert.
Geheimtipp

Wie sollte es auch anders sein? Das erfolgreichste Eishockeyteam Nordamerikas ist in Kanada beheimatet. Genauer gesagt in Montréal. Die Rede ist von den
Montréal Canadiens. Sie holten bereits 24-mal den Stanley-Cup und begeistern die Massen. Sie tragen ihre Heimspiele in der High-Tech-Arena „Centre Bell“ aus. Es ist sehr schwierig, Tickets zu ergattern, da diese meist innerhalb weniger Stunden ausverkauft sind. Wer unbedingt ein Spiel der Canadiens sehen möchte, muss sich beeilen und bereit sein, viel Geld zu zahlen.
Wer dazu nicht bereit ist, sollte ein Spiel in einer Sportsbar verfolgen. Auch hier ist jedoch angesagt: früh kommen, sonst gibt es keine Plätze mehr.
Der Tippgeber
Tim Wiencek hat 2010 fünf Monate als Austauschschüler in Montréal verbracht. Momentan arbeitet er im Rahmen eines Schülerpraktikums bei fudder.de.
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