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Geek Girl Dinner in Freiburg: Networking für weibliche Geeks

Ein Stammtisch für Frauen in Computerberufen: das ist das Girl Geek Dinner. 2005 in England gestartet, gibt es die Networking Treffen für weibliche Geeks mittlerweile auf der ganzen Welt. Und ab kommenden Donnerstag auch in Freiburg.



Noch immer nutzen deulich mehr Männer als Frauen das Internet und wählen öfter technische Berufe. Dementsprechend dominieren Männer Veranstaltungen rund um das Thema Internet. Bei genau so einer männerdominierten Veranstaltung lernten sich Ines Pfannenschmidt und Lisa Laing kenne, die Initiatorinnen des Freiburger Geek Girl Dinners. "Wir saßen bei einem Meet-up vom Smashing Magazine nebeneinander. Da waren ungefähr 30 Männer und sechs Frauen, eine absolut typische Situation", sagt Ines Pfannenschmidt.

Die Ratio 80/20 Männer zu Frauen ist nach Erfahrungen der Webdesignerin bei Internet- und Technik-orientierten Meet-ups und Konferenzen typisch. "Selbst wenn das bei solchen Veranstaltungen alles ganz nette Menschen sind, ist es doch anders, weil da dieser Männerüberhang ist. Männer kommunizieren anders als Frauen, socialisen anders, reden anders."

Deshalb seien typische Treffen für Frauen langfristig nicht interessant, meint Pfannenschmidt: "Frauen die da sind, gehen ein paar Mal auf so ein Meeting und merken, dass es zwar ganz okay ist, aber nicht wirklich juicy. Männer connecten bei solchen Veranstaltungen über ihr Know-how, über das, was sie machen und über ihre Wichtigkeit. Frauen sind so nicht. Frauen haben meist keine Lust, so zurück zu kommunizieren, weil es nicht wirklich befriedigend ist, sondern letztendlich einseitig."

Das soll beim Geek Girl Dinner (GGD) anders sein. Die Zielgruppe: Frauen, die den größten Teil ihres Arbeitstages vor einem Computerbildschirm verbringen, also Programmiererinnen, Designerinnen, Grafikerinnen, IT-lerinnen, Frauen die in Online-Redaktionen arbeiten oder Online-Marketing machen.

"Grundsätzlich ist jede Frau willkommen, die ein verstärktes Interesse an Online-Medien und -Technik hat, selbst wenn sie in einem ganz anderen Bereich arbeitet und zum Beispiel Ingenieurin, Architektin oder im pädagogischen Bereich tätig ist", sagt Ines Pfannenschmidt. Und wessen liebstes Hobby Coden ist, der ist natürlich auch willkommen - niemand wird weggeschickt, weil er nicht "Geek Girl" genug ist.

Initiatorin Lisa Laing, kürzlich aus Australien nach Freiburg gezogene Redakteurin des Smashing Magazine, hat bereits in Melbourne das Girl Geek Dinner etabliert. Beide glauben an den Erfolg des Stammtisches auch in Freiburg. "Meine innere Teilnehmerinnenzahl für das erste Treffen liegt bei 15 bis 20 Frauen, das wäre schon super", sagt Ines Pfannenschmidt. "Langfristig sehe ich aber keine Grenze nach oben. In Freiburg und der Region ist eine enorm große Zielgruppe vorhanden, auch durch die Uni und die ansässigen Unternehmen." Sie hofft, langfristig auch Frauen aus Karlsruhe oder Basel zum Stammtisch nach Freiburg locken zu können.

Nach dem Start in der kommenden Woche soll es nach Wunsch der Macherinnen allmonatlich, zur Mitte des Monats hin, ein Girl Geek Dinner in Freiburg geben. Der Ort wird dabei wechseln - neben Kneipen und Restaurants finden GGD häufig auch in Unternehmen und Redaktionen oder bei Events statt. Auch Veranstaltungen mit Gastrednerinnen und vorbereiteten Vortägen können sich die Macherinnen vorstellen.

Männer können übrigens nur ausnahmsweise an den Girl Geek Dinners teilnehmen: auf Einladung einer weiblichen Teilnehmerin. Das erste GGD soll allerdings ohne Gast-Männer stattfinden: "We are testing the waters and want to find our footing amongst ourselves" schreiben die Veranstalterinnen auf der Meet-up-Seite des Girl Geek Dinner. Die ist übrigens ganz in Englisch gehalten. Eine festgelegte Sprache für das erste Treffen gibt es allerdings nicht: "The meeting language will be German, English and whatever else is spoken around the table."



  Was: 1. Girl Geek Dinner Freiburg
Wann: Donnerstag, 16. Februar 2012, 18 Uhr
Wo: tbd
Danach: monatlich




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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 13
Donnerstag, 09.02.12 18:53
 

"Frauen die da sind, gehen ein paar Mal auf so ein Meeting und merken, dass es zwar ganz okay ist, aber nicht wirklich juicy. Männer connecten bei solchen Veranstaltungen über ihr Know-how..."

Anglizismus-Alarm!!!!!!

Donnerstag, 09.02.12 19:11
 

Ines Pfannenschmidt hat lange im englischsprachigen Ausland gelebt und ist - wenn ich mich richtig erinnere - mit einem Briten verheiratet. Mir hat sie im Gespräch gesagt, dass sie eigentlich mehr Englisch als Deutsch redet.

Top-Veranstaltung, natürlich - ich freu mich 'drauf!


caro hat den Kommentar am 09.02.2012 um 19:13 bearbeitet
Donnerstag, 09.02.12 19:29
 

oder smalltalk?
http://is.gd/oM6jhW

Donnerstag, 09.02.12 19:38
 

@Christian

willst du irgendwann mein männliches plus eins sein? :)

Donnerstag, 09.02.12 20:40
 

@reimkoch
Das stimmt mit dem Anglizismus-Alarm. Es war mir nicht ganz klar, dass meine Ansage eins zu eins übernommen wird, sonst hätte ich mich mehr um meinen deutschen Ausdruck bemüht - habe ja auch mal Germanistik studiert. Es enstand eher aus dem Gespräch heraus und der Redefluss ist bei mir leider sehr verdenglisht.

awfully sorry ;)

Donnerstag, 09.02.12 20:41
 

1. ja klar
2. keine Ahnung was das bedeutet
3. no risk no fun ;-)

Freitag, 10.02.12 00:16
 

Oh weibliche Geeks, Klasse müsste man sich ja angucken :)

Freitag, 10.02.12 10:38
 

Was soll das dämliche Smiley, NC?


Glitz hat den Kommentar am 10.02.2012 um 10:39 bearbeitet
Freitag, 10.02.12 19:14
 

"Frauen die da sind, gehen ein paar Mal auf so ein Meeting und merken, dass es zwar ganz okay ist, aber nicht wirklich juicy. Männer connecten bei solchen Veranstaltungen über ihr Know-how..."


Frauen die da sind, gehen ein paar Mal auf so ein Treffen und merken, dass es zwar ganz in Ordnung ist ist, aber nicht wirklich saftig. Männer verbinden bei solchen Veranstaltungen über ihr Gewusst wie.

Freitag, 10.02.12 20:43
 

"... bei Internet- und Technik-orientierten Meet-ups und Konferenzen ..." und "... Männer connecten bei solchen Veranstaltungen über ihr Know-how, über das, was sie machen ..."

Über was sonst soll es nach Meinung von Ines Pfannenschmidt bei solchen Meetings gehen?

Freitag, 10.02.12 22:15
 

@yachia: ich vermute, die "kritik" richtet sich nicht gegen die inhalte, sondern die art der kommunikation darüber.

Samstag, 11.02.12 09:53
 

@yachia: es geht nicht um richtig oder falsch, es ist keine krititk - weder an mann noch an frau. meine erfahrung ist, dass frauen anders im bereich technik&computer kommunizieren. das anliegen vom GGD ist einen raum zu schaffen, in dem dies möglich ist - es ist auch kein männerfreier raum, sonder ein raum, in dem die quote ausbalanciert ist. http://girlgeekdinner.de/faq ist eine gute zusammenfassung.

Samstag, 11.02.12 10:04
 

ein guter artikel zum thema:
http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/437676/

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