Freiburg ist eine Fahrradstadt, klar. Doch was tun, wenn das Fahrrad einmal nicht mehr fährt oder man nicht mehr Fahrrad fahren kann? Wie kommt man dann nach Hause? fudder-Leserin Katharina ist am Dienstagabend - nachdem sie auf der spiegelglatten Straße gestürzt war - mit dem Rad in die Straßenbahn gestiegen. Und wurde rausgeworfen.
"Kann ich mein Fahrrad bei der VAG in Bussen & Bahnen mitnehmen?
Nein, Fahrräder dürfen bei der VAG nicht mitgenommen werden. Eine Fahrradmitnahme ist auch bei allen anderen Busunternehmen im Regio-Verkehrsverbund Freiburg ausgeschlossen."
[Foto: Symbolbild/Caro]

ich finde, man sollte das verbot einerseits tolerieren, andererseits ausnahmen machen. zu dieser zeit ist es ohnehin unwahrscheinlich, dass eine straßenbahn sehr ausgelastet ist.
die vag verhält sich in solchen situationen schon immer etwas stur. wenn etwas passiert, sollte doch im grunde genommen die eigene haftpflichtversicherung greifen und nicht die vag zur kasse gebeten werden. oder irre ich mich?
ja natürlich sollte das erlaubt werden!
man könnte ja - wie z.b. in der berliner u uder s - ausnahmen von 7 bis 9 und 4 bis 6 machen wenn alle pendeln und die bahnen voll sind
ein bedauerlicher fall, der allerdings nichts an der tatsache ändert, dass die freiburger bahnen viel zu klein und somit ungeignet sind für den transport von fahrrädern sind. Ausnahmen zu machen halte ich für schwierig, da somit die entscheidung im einzelfall auf den straßenbahnfahrer abgewälzt wird, der dann wahrscheinlich täglich (zumindest im winter) endlosen diskussionen/ pöbeleien ausgesetzt ist, der sich dann nicht mal auf eine höhere Instanz, hier die Beförderungsbedingungen, berufen kann sondern eigenverantwortlich abwägen muss....
Ich war neulich in Düsseldorf und habe dort gesehen, dass Fahrräder sogar in Bussen mitgenommen wurden.
Es ist für Fahrräder ja einfach kein Platz, Rollstuhlfahrer, Kinderwagen und dann noch Fahrräder ... ich denke da muss man als Radfahrer halt einfach zurück stecken und im winter ganz auf ÖPNV umsteigen
Bloß keine Räder zulassen. Ist für Eltern mit Kinderwägen schon schlimm und eng genug hier. Abschließen und in die Bahn.
Entweder ist nu der Knöchel futsch - dann kann sie das Rad stehen lassen, hat ja eh schon genug Gepäck dabei, und der Freund holts noch ab, oder der Knöchel ist ned futsch und sie hat bloß Angst, dass sie schlecht radelt und dafür ist die StraBa ned jedacht.
in minneapolis hatten viele busse nen fahrradtraeger und platz fuer 2/3 fahrraeder, die idee fand ich ganz gut, aber in der strassenbahnen/bussen ist wirklich kein platz fuer fahrraeder.
Klappraeder vllt ok, aber sonst schliess ich mich der meinung von das ding an.
Selbst ein Klappradl wird nicht akzeptiert in Freiburg: die Strassenbahnfahrer reagieren da SEHR allergisch. Erst als das Radl mit nem Stoff unkenntlich gemacht wurde konnte ich mitfahren.
Meiner Ansicht nach würde es der VAG gut zu Gesicht stehen wenn sie ausserhalb der Stosszeiten (morgens ab 9.00h bis ca. 16.30h und ab 20.00h) Fahrräder mitnehmen würde. Hat mich schon immer wahnsinnig genervt: von ner ausgiebigen Tour zurück gekommen, kleine Panne und dann nicht mal mit der VAG mitfahren dürfen? Große Taxen gibts nicht immer (bzw. zeitnah) und so habe ich schon mehrfach das geliebte Radl nach Hause geschoben.
Und im Vergleich mit den oft noch wesentlich sperrigeren Kinderwägen hat die VAG einfach die falsche Einstellung gegenüber Radlern. Als ob so ein Zwillingswagen mit Schleppgefährten für fussläufige Kinder (die Teile die an den Kinderwagen angehängt werden für etwas ältere Kinder) wesentlich handlicher und leichter in die Bahn reinzutragen wäre.... DIE Dinger halten den Verkehr stärker auf wie ein Radler!
In anderen Städten wie Hamburg, München oder Wien gibts keine Probleme mit Rädern, selbst im stark frequentierten Londoner Nahverkehr sind Klappräder zur Rushhour erlaubt.
ganz ehrlich, die trams hier in freiburg sind auch katastrophale dinger...was haben die sich nur dabei gedacht so miserabel konzipierte waggons zu kaufen...totale grütze die dinger und auch noch mega hässlich!!!
Ärgerlich: JA
Ausnahme: Nein
Räder in Zukunft erlauben. Eigentlich JA, aber da dann jede Tram einen Extra Radwagen bräuchte, hat sich das Thema erledigt. Und eine klare Linie bei dem Thema ist die beste Lösung.
Freiburg ist keine Großstadt und bei dem RAdaufkommen in der Stadt kann man da auch keine Räder erlauben. Und mit der VAG haben wir hier einen der besten ÖPNV´s, macht weiter so!!!
Ach, ein Kinderwagen ist kein RAd, da sitzen Kinder drin und die sollten absoluten Vorrang bekommen!
"Und im Vergleich mit den oft noch wesentlich sperrigeren Kinderwägen hat die VAG einfach die falsche Einstellung gegenüber Radlern."
der vergleich ist unsinn. ein rad ist genau so sperrig, es kann umkippen und vor allem ist freiburg so groß, dass es einen fahrrad-transport in der regel gar nicht braucht.
wenn jemand sich entschließt, diese woche rad zu fahren, dann ist das auf seine eigene gefahr hin. die kaltfront kam jetzt wirklich nicht überraschend und mit eis hätte sie rechnen müssen.
Slow news day? Das ist keine 'Debatte', denn es gibt nichts zu diskutieren, so albern mitleidig das Ganze hier auch aufgezogen wird. Der Hildebrandt hat alles wichtige gesagt. Oder sollte ich auch meine kleinen Unannehmlichkeiten-des-Alltags in Artikelform veröffentlichen? (Sollten laut atmende Leute aus Bibliotheken ausgeschlossen werden?)
Die VAG hat die Fahrradmitnahme übrigens in den 90ern (?) mal probeweise erlaubt; es war ne einzige Katastrophe und das jetztige Verbot ist eine Konsequenz dieser Erfahrung.
In einigen Städten kann man für das Fahhrad eine extra Fahrkarte kaufen. Bei dem Bsp., an das ich denke, ist das Fahrradticket sogar etwas teuerer als ein Einzelfahrschein (den man natürlich auch noch dazu kaufen muss). Aber für solche "Notfälle" ist das mMn eine gute Lösung. Dann hält sich die Fahrradmitnahme in Grenzen, ist aber möglich da manchmal eben echt nötig. Hatte das Problem auch schon (Reifen platt).
Den oben beschriebenen Fall kann ich trotzdem nicht nachvollziehen - Fahrrad an der Okenstraße abstellen und stressfrei Heim kommen. Verstehe gar nicht, wie man bei dem Wetter/den Straßenverhältnissen überhaupt noch mit dem Rad losgehen kann. (Muss ich aber auch nicht verstehen.)
Grundsätzlich wärs aber zu begrüßen, wenn Menschen freundlicher miteinander umgingen.
Und zu den schlecht geplanten Bahnen stehe ich wie Don A*.
Ganz ehrlich seh ich das wie DerHalbe. Man kann doch ungefähr abschätzen, was passiert, wenn man vollbepackt auf nem Rad unterwegs ist bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt ....
In den Zügen find ich's ok, dass Fahrräder mit Fahrradkarte mitdürfen, aber die Straßenbahnen sind einfach nicht für Fahrräder konzipiert ...
"Sie will das geliehene Rad nicht über Nacht in der Stadt stehen lassen, aus Angst, dass es geklaut wird."
Das ist durchaus ein Argument, warum man sein Rad, z.B. nach einem Sturz oder bei einer Panne, mit nach Hause nehmen will.
Warum also nicht die Fahrradmitnahme ausserhalb der Stosszeiten erlauben? Gegen ein Extra-Beförderungsgeld dürften die Radler in diesem Fall nichts einzuwenden haben.
Und wenn die Sache gut läuft, könnte die VAG sich beim nächsten Einkauf überlegen, ob sie sich nicht besser dafür geeignete Fahrzeuge zulegt. Zumal ja auch die Kinderwägen immer grösser und umfangreicher werden, siehe z.B. dass von vdp1100 erwähnte Schleppgefährt.
@ Tatoocheck: Ja, je nach Strecke schon, wenn sie nicht zu lange ist. Und wenn Du ein total verbeultest Rad hast, geht das mit dem Schieben auch nicht mehr!
Klares Nein zu Fahrrädern.
Folgende Begebenheit:
Radfahrer kommt an der Munzingerstrasse an, lässt in einer stillen Ecke an seinem Rad die Luft ab und setzt sein mitleidigstes Mitleidsgesicht auf und geht zum Busfahrer und frägt ober ihn denn mitnehmen würde, da ja das Rad platt sei.
Und jetzt kommt die Pointe, der Busfahrer hat ihn dabei gesehen wie er die Luft abliess. Dieser wünschte ihm noch viel Spass beim Pumpen.
PS:
Wer Kinderwägen mit Fahrrädern vergleicht hat nichts begriffen.
Von verbeultem Rad lese ich nix. Dann muß man halt auf die Zähne beissen, das Ding heimschieben, wie sie es ja auch gemacht hat....
Colombipark- Wildtaler Straße (Spekulation), 4 km laut Iphone... also machbar.
Tatoocheck: Das mit dem verbeulten Rad war ein Beispiel von mir. Und ich denke an längere Strecken als obiges Beispiel.
Stonecutter: Klar, sowas ist unfair. Aber erledigt sich vielleicht mit einem erhöhten Beförderungsgeld für Räder? Und wenn die Radmitnahme erlaubt ist, sollte sie prinzipiell erlaubt sein. Ohne Diskussion warum man es mitnehmen will. In anderen Städten geht es doch auch. Und keiner stösst sich dran.
1.manchmal fährt man mit dem rad auch mal ne weitere strecke. an den opfinger baggersee zb.
manchmal ist jemand verletzt und ab und zu sind räder kaputt.
2.arbeitslose sind nur faul und radfahrerInnen in bahnen sind verlogene schmarotzer, die einfach zu doof sind, den rückweg mit einzukalkuieren.
ironie/ist so = 50/50
Es gibt gerade in Freiburg überdurchschnittliche viele, große und stattliche Kinderwagen im alltäglichen Strassenbild zu bewundern.
Oft genug wird sogar nachdrücklich um Hilfe nachgefordert wenn die Benutzerin ihr Gefährt nicht durch einen engen Gang/Türe/Treppe etc. alleine durchkommt.
Als höflicher Mensch wird gerne geholfen - mich stört nur die Nachdrücklichkeit und wenig freundliche Anfrage vorher. Es entsteht automatisch der unterschwellige Eindruck das nur sie allein Hilfe bedürfe (in der Regel ist die Nutzerin weiblich) und man doch bitte schnellstens und schleunigst ihren Wünschen nachkommen zu habe!
Und da platzt mir die Galle - wenn ich die Kinderwagenmonstergefährte in der Tram sehe versuche ich möglichst einen anderen Eingang zu benutzen.... Die Vehemenz mit der Hilfe fast schon barsch eingefordert wird stört einfach!
In anderen Städten mit ungefähr gleich viel Einwohnern wie Freiburg können Räder ohne weitere Probleme ausserhalb der Kerntransportzeiten mitgenommen werden - natürlich mit Fahrschein fürs Radl! Und warum das in Freiburg nicht gehen soll ist mir noch immer nicht klar - scheint so als ob Radler hier zur Minderheitengruppe dazu gehören und eigentlich nicht anders behandelt werden dürfen wie der Rest der Allgemeinheit.
Wenn selbst ein zusammengeklapptes Radl den Unmut des Trambahnführers auslöst - da wird der Eindruck verstärkt das Radler benachteiligt sind.
Achtung, Opa erzählt vom Krieg!
"Verletzte" lies ich schon zurück, aber mein Bike schleppte ich schon 15 km durch die Alpen, als es nur noch ein Schraubenhaufen war....
Schon ein wenig arm, dass gerade in der "Fahrradstadt Freiburg" die Stadt so restriktiv mit Mitnahme in den Öffis abgeht.
Verstehen kann ich es teilweise, da ich mir einfach vorstelle, dass viele Leute sich einfach unglaublich blöd anstellen beim ein- und aussteigen, bzw. "parken" der Räder, dass es auch in den erlaubten Zeiten zu starker Überfüllung kommen kann, inklusive Endlosdiskussionen und hitzigen Debatten mit dem Bahnführer, usw... Kurz: Viele Verzögerungen und Stress!
Andererseits gibt es durchaus Alternativen: In den USA (z.B. in Minneapolis wie Maddis schon angesprochen hat, wie auch in D.C.) haben viele Busse vorne Fahrradträger angebaut. Nachteil hier: Es ist nur Platz für 2 Bikes und auch wieder relativ zeitaufwändig (vor allem bei trotteligen Benutzern).
Gründe für die Mitnahme gibt es doch einige, vor allem würden noch mehr Leute mit dem Rad in die Stadt fahren, wenn sie wenigstens die Möglichkeit hätten, bei eventuellem Schlechtwetter, Panne, Grosseinkauf die Bahn nach Hause zu nehmen - mit dem Fahrrad.
In München nennt kein Mensch die Strassenbahn beim richtigen Namen - das ist einfach die Tram oder Trambahn.
Ein Zugezogener bittet um Nachsicht ;-)
Ich plädier für nen BufDi der die Katarina bei logistischen Fragen berät(Transport des Equipments,sich selbst,Kaffee), Anfeindungen von vag-Mitarbeitern weglächelt und ihr abends während Sie wahlweise Freund bzw. fudder/facebook ihr Leid klagt fein die Radmuttern nachzieht. Fänd ich doof wenns jetzt dann Frühjahr wird und ihr passiert das nochmal weil die Felge eiert oder so...
Mir reichen die Räder im Zug schon. Furchtbar wenn die Teile auch abseits der Fahrradwagen im Gang stehen. Also bitte ned in der Tram.
ABER: Nachts ne Frau mit Rad stehen lassen, geht gar ned.
Wäre ich in der Bahn gewesen hätte ich den Fahrer an der Weiterfahrt gehindert bis die Frau samt Rad mitgekommen wäre oder die Bullen hätten kommen müssen, fertig.
@vdp1010
in Freiburg sind so viele mit dem Rad unterwegs, im gegensatz zu vergleichbaren Städten, das einfach zuviele das Rad im "Trämle" / Busle nutzen würden. Und 2 Plätzle wie in den Usa (und auch down under) würde nie ausreichen hier in Freiburg.
ich hoffe zum verständnis beitragen zu können
vdp: "tram" kannst du in freiburg problemlos sagen. mir gings um die doppelung "trambahn" - ist nach meinem verständnis sowas wie fahrradvelo oder zugehfrauhausmädchen. aber wenn man das irgendwo sagt, dann entschuldige einfach meine wissenslücke :)
@freiheit: ich bezweifle stark, dass viele ihr rad in der bahn transportieren würden, wenn sie ne extra fahrkarte kaufen müssten. (schwarzfahren ist kein argument, weil das den systemfehler gleich mit einrechnet.)
hmmm, ja nein weiß nicht,
aber dann kann das mädel auch en fahrpreis für taxi zahlen
Gute nacht
und das Bier im Bächle mach ich mal irgendwann
je nach dem, von wo man wo hin fahren will, wär der bus/die bahn günstiger als ein taxi. aber klar: wenn ein taxi in geeigneter größe verfügbar ist, dann würde ich mir den oben beschrieben stress sicher sparen und so eins rufen. will der autorin aber nicht unterstellen, dass sie genug geld (dabei) hat(te). ich kenn leute, die kreichen eher heim als dass sie überhaupt auf die idee kommen, sich fahren zu lassen. bei denen (die ich kenne) ist es wohl die erziehung. aber andere müssen sparen.
ist vermutlich ne andere debatte, die man gar nicht führen muss.
prost! :)
Hat Katharina keine Freunde? Ich kenne zig Leute, bei denen ich abends anrufen und Hilfe erbitten könnte - und wenn es nur eine Unterkunft zum Aufwärmen ist, bis ich den Heimweg auf die Reihe kriege. Dabei würde ich diese Personen nicht mal Freunde nennen. Sind Informatiker sozialer als Geisteswissenschaftler?
Mich würde ja mal die Seite des Fahrers interessieren. Hat der was zu befürchten, wenn er trotzdem wen mit Rad mitnimmt? Und was ist, wenn die Fahrgäste meutern und er erst zwanzig Minuten später im Ziel ankommt?
Ansonsten gehen mir die Fahrräder im Zug schon immer auf den Sack, wenn Leute zu Stoßzeiten, wo sich eh schon gestapelt wird, auch noch mit Fahrrad einsteigen müssen. Also:
[x] Zusätzlich zum Fahhradverbot in Straßenbahnen auch eine Verschärfung der Mitnahmeregelungen in der BSB!
"Plötzlicher Kälteeinbruch überrascht Freiburger"
Ein ungewöhnliches und überaus seltenes Wetterphänomen konnte gestern in Freiburg im Breisgau beobachtet werden.
Kälte und Eis - und das mitten im Winter.
Wer bei diesem Wetter Fahrrad fährt und halbwegs bei klarem Verstand ist, sollte auch mit Glätte rechnen.
Und dann noch rumheulen und beleidigt sein, weil die Bahn einen zu Recht nich mitnimmt.. Ne ne..
ich bin für fahrräder in der straba aber nur unter bestimmten vorraussetzungen:
ein 2 sitziger kinderwagenanhänger muss angehängt sein und nur zw. 7.00-9.00 uhr und 16.00-18.00 uhr, damit die ganzen vereinsamten berufstätigen es schön kuschelig ahben wenn sie von und zur arbeit wollen/müssen....
im ernst, sollte eine einzelfallentscheidung des strabafahrers sein dürfen und können.( es gibt übrigens auch jetzt schon fälle wo der fahrer auf eigene verantwortung eine ausnahme macht, aber darüber berichtet dann keine sau, weil man es ja als slebstverständlich erachtet )
denn wenn es grundsätzl. erlaubt ist, wen lässt man dann stehen wenn die bahn voll ist ? die mutter mit dem kinderwagen, den älteren menschen mit rollator, oder den fahrradfahrer ?
oder andersrum gefragt, wer wartet freiwillig auf die nächste bahn in der gelebten "toleranzhauptstadt" freiburg.
Naked Cat, 8 Uhr abends, an einer Hauptverkehrsstraße... warum soll das nicht gehen? Sie läuft ja nicht durch den Central Park, oder?
Die Frage wird nicht das erste mal diskutiert. D.h., es ist durchaus Bedarf für die Mitnahmemöglichkeit von Fahrrädern in Tram und Bus. Warum nicht doch mal ein Probelauf? Mit wirklich festen Spielregeln: Bestimmte Zeiten, erhöhtes Beförderungsgeld und absolute Rücksichtnahme auf Kinderwägen (auch wenn es sich hier mitunter schon mal um Riesenteile handelt) und Rollstühle! Und wenn es funktioniert, dann sollte die VAG beim nächsten Einkauf geeignetere Fahrzeuge kaufen.
Eine Ausnahmeregelung halte ich für eine Belastung für den Fahrer, ich denke, da muss eine allgemeine Regelung getroffen werden.
Aber dafür müsste man ja konstruktiv überlegen, was wir (vermeiden) wollen, und wie wir es erreichen können.
Will man verhindern, dass Fahrräder in den Stoßzeiten den Wagen überfüllen, kann man eben dafür ja Zeiten einrichten, in denen die Fahrradmitnahme nicht erlaubt ist. Solche Regelungen gibt es ja schon in anderen Städten.
Und ein sehr teures Fahrradticket würde auch dafür sorgen, dass Fahrräder nicht mitgenommen werden, weil man eben gerade mit dem Kumpel der ohne Fahrrad da ist mitmöchte oder keine Lust mehr zu fahren hat, sondern eben wenn der Reifen platt ist, es eisglatt ist, man sich verletzt hat oder Ähnliches.
Ich denke das würde den Fahrradfahrern sehr helfen, ohne die anderen Mitfahrer zu stark zu belasten.
viell haben die trambahnfahrer (schönes wort) angesichts der videoüberwachung in den bahnen (wobei aber ja glaub auch nicht alle bahnen) einfach nur schiss mal ein auge zuzudrücken. könnte ja sein, dass man später auf den deckel bzw ne verwarnung kriegt und so. was weiß ich. laufe gerne, fahrräder machen mir angst.
Grundsätzlich finde ich Fahrradmitnahme in öffentlichen Verkehrsmitteln sinnvoll. Denn kombiniert ergeben Fahrrad und Bahn eine sehr effiziente Mobilitätslösung.
Ich nehme das Fahrrad z.B. öfters mal in der BSB und in der DB mit. Dort ist Fahrradmitnahme ausdrücklich erlaubt und es gibt (mehr oder weniger) extra Platz dafür in den Zügen. Und trotzdem funktioniert das oft nicht besonders gut. Da ist zum Beispiel die oft fehlende Akzeptanz der fahrradlosen Mitfahrer und noch häufiger ein fehlendes Bewusstsein auf beiden Seiten, wie Fahrradmitnahme am besten funktioniert und die beiden Gruppen am Besten miteinander klarkommen. Fahrradfahrer stellen ihr Gefährt in den DB Zügen oft sehr gedankenlos und platzverschwenderisch ab. Fahrradlose haben oft kein Auge dafür, dass sie an einem potentiell günstigen Fahrradabstellplatz stehen und bewegen sich oft nur ungern, und es geht nicht mal darum, einen Sitzplatz aufzugeben, sondern einfach nur einen anderen Stehplatz einzunehmen.
An Fahrradmitnahme in den Freiburger Straßenbahnen, so wie sie jetzt sind, ist überhaupt nicht zu denken. Das gäbe Mord und Totschlag.
Wenn man das einführen will, dann richtig. Mit extra Fahrradabteilen, klaren Regeln und mit günstigen Fahrradtickets. Und vorher wäre zu klären, ob es überhaupt den Bedarf gibt oder ob Freiburg dafür schlicht zu klein ist.
Kinder, Freiburg ist ja ne Großstadt wie Berlin, da brauchste hiere ja 10 Minuten mit dem Rad vom einen Ende zum anderen der Stadt!
Und es gibt so ne Erfindung: nennt sich "Fahrradschloß". Damit kann man das Fahrrad dann abstellen und bei besserem Wetter bequem wieder mit der Bahn anreisen und das Fahrrad dann wieder abholen.
Bin mal gespannt, wenns erlaubt wäre, wievielen Kinderwägen und Senioren der feiste Durchschnittstudent dann trompetet: ich darf das mitnehmen! Gleich kommt doch ne noch ne Bahn. Ist doch nich so kalt!
Oder er rammt einem den Fahrradlenker bei den Kurven in die Nierengegend: Oh sorri, der [meint den Straßenbahnfahrer] der fährt so schnell - aber das Rad darf ich ja mitnehmen.
Fahrradstadt: In einer Fahrradstadt fährt man Fahrrad und in Ausnahmen Bahn, aber nicht das Fahrrad mit der Bahn.
Könnte man denn theoretisch Räder transportieren, wenn die in irgendetwas "verpackt" sind und somit als "Paket" zählen? :o
mein motorrad ist gestern nach der arbeit nicht mehr angesprungen. ich wollte es auf dem heimweg in der straßenbahn mitnehmen, aber der fahrer hatte etwas dagegen.
:(
Weiß nimmer, von wem ich die Story hab, aber es war mal einer, der wollte mal früh morgens nach dem Feiern aus irgendeinem triftigen Grund sein Fahrrad mit in die Bahn nehmen. Fahrer weigert sich selbstverständlich weiterzufahren und ruft kurzentschlossen unsere Freunde und Helfer, die ohne großen Stress zu machen Mensch und Fahrrad ins Auto packen und bis vor die Haustür fahren.
Im Notfall hilft die Polizei und alles andere ist kein Notfall.
Das mit dem Motorrad fand ich gut.
Aber angenommen Räder werden erlaubt, ist dann ein E-bike auch erlaubt?
Und wenn ich mit dem Auto einen Unfall hab, schleppt das der Autoabschlepper ab, gibts sowas auch für Räder. Hört sich nach ner Marktlücke an!!!
Zitat:
"Mir reichen die Räder im Zug schon. Furchtbar wenn die Teile auch abseits der Fahrradwagen im Gang stehen."
Und mir reichen Bahnfahrer, die aus Bequemlichkeit/Gedankenlosigkeit oder beidem im Fahrradwagen sitzen obwohl sie gar kein Rad haben, weshalb ich dann eben auch mal abseits der Fahrradwagen im Gang stehe.
Aber was soll ich überhaupt mit dem Rad in der "Grünen Ökohauptstadt" Freiburg, wenn hier doch sogar das Parken verboten ist ? Na ja, verständlich, sonst würde man ja schliesslich all die (gebührenpflichtigen !!!) Werbetafeln und Verkaufsgondeln garnicht mehr sehen.
Übrigens: Ein Kinderwagen hat keine schmutzige Kette - nur einen meist plärrenden Inhalt, aber ein Brompton mit dem zugehörigen"Überzieher" ist Handgepäck - da kann sich der Fahrer auf den Kopf stellen !
Und Vorschriften sind selbstverständlich dazu da strikt eingehalten zu werden.
Ich ärgere mich auch jedesmal, wenn die Feuerwehr das Halteverbot mißachtet ...
NB: Es ist durchaus denkbar, daß mir da ungewollt etwas Sarkasmus reingeraten ist
"Warum nicht doch mal ein Probelauf? "
@Yachia
Den gab es schon, ging dermassen schief, dass auf Mitwirken des Fahrgastbeirates die Fahrradmitnahme untersagt wurde.
"Und es gibt so ne Erfindung: nennt sich "Fahrradschloß". Damit kann man das Fahrrad dann abstellen und bei besserem Wetter bequem wieder mit der Bahn anreisen und das Fahrrad dann wieder abholen. "
Von einem Schloss habe ich auch schon gehört, bei "unglaublich aber wahr." Wobei das mit dem anreisen ist bei den hier üblichen Entfernungen schon etwas hoch gestapelt.
Mann ist das ein Gejammer. Nehmt es wie Männer, Fahrrad oder Bahn fahren. Beides zusammen geht nunmal nicht.
Es gibt keine Männer mehr.....
dasfür sensible, mitfühlende Haushälter die gerne mal heulen und klassische Musik hören. Aber das ist ein anderes Thema....
Das ist der Unterschied, man kann stundenlang über die Situation lamentieren, sich bemitleiden oder die nächstliegende Lösung ergreifen und umsetzen...
Schmerz wärmt, Wut treibt an, somit dürfte Katharina keine Probleme gehabt haben.
@Yachia
Das was hier so gerne geschrieben wird, ala:
-Bei gegenseitiger Rücksichtnahme sollte das kein Problem sein
-In Schwachlastzeiten als Ausnahme
Das gegenseitige geht schon mal nicht, das ist kein Vorurteil sondern Erfahrungswert.
Und wer definiert Schwachlastzeit?
Und wer verlässt die Bahn wenn alles voller Fahrräder ist und ein Rollstuhlfahrer rein will?
Fragen über Fragen.
Wer kennt den Spruch, man gibt ihnen den Finger und sie nahmen den ganzen Arm?
Das Beispiel mit dem Motorrad ist garnicht soweit her geholt.
Schon dreimal wollten bei mir welche mit Mopeds in die Strassenbahn rein, kein Witz.
Sowas lässt einen am gesunden Menschenverstand zweifeln.
@ Stonecutter: An ein paar Leuten, die versuchen, ein Moped mitzunehmen, darf man Radfahrer nicht scheitern lassen!
Wurden bei dem Probelauf feste Zeiten vereinbart und feste Regeln, z.B. dass eben Kinderwägen und Rollstühle Vorrecht haben?
Wie bitte, von der Okenstraße bis nach Zähringen schieben, da macht die so ein Gschiss und wendet sich auch noch an die Presse anstatt sich zu schämen. In der BZ ist auch noch von „tränenüberströmt“ undso die Rede, mein Gott wär mir das peinlich! Was ist denn das für eine lebensuntaugliche Trulla...
Der Hildebrandt hat natürlich völlig recht!
Was noch gar niemand angesprochen hat: diese Regel war Katharina aber schon klar, als sie sich, ohne mit dem Fahrer zu kommunizieren, mit dem Rad einfach in die Bahn gestellt hat?
Nach dem Motto: ist ja ein Notfall, da brauch ich nicht zu fragen?
Und bei der nächsten Bahn, als sie es dann wissen musste, gleich nochmal?
Wahrscheinlich hätte es an dem Rausschmiss nichts geändert, aber wenn sie zuerst den Fahrer über den Unfall informiert und nett gefragt hätte, wäre dieser wohl zumindest etwas verständnisvoller gewesen.
Diese egozentrische Weltsicht teil sie wohl aber leider mit vielen Studenten, wie ich in der Uni rregelmäßig beobachten kann.
Blacksheepboy, sich solange eine Sache einreden, bis man selbst daran glaubt, daß es erlaubt ist....*g*
Zitat: "Und es gibt so ne Erfindung: nennt sich "Fahrradschloß".
Ja. Ich habe Samstag auf dem Weg vom Bahnhof zur Luisenstraße 5 eingetretene Räder gesehen - komischerweise waren alle abgeschlossen ...
Auch wenn dude wahrscheinlich jetzt wieder der Meinung ist es sei spiessig sich darüber aufzuregen und die Täter bräuchten das einfach zur Seelenhygiene angesichts unserer sozialen Kälte: Würde ich das beobachten würde ich sicher auch mal ausprobieren ob mich das Zutreten emotional befreit - nur das Zielobjekt würde etwas variieren ...
"An ein paar Leuten, die versuchen, ein Moped mitzunehmen, darf man Radfahrer nicht scheitern lassen!"
@Yachia
Das sollte nur zeigen, dass die Menschen immer das haben wollen was sie nicht haben dürfen.
Die Äpfel in Nachbars Garten sehen immer leckerer aus. (Dies ist eine Metapher und nicht wörtlich zu nehmen.)
Bezüglich der genauen Bedingungen des Probelaufs kann ich nichts sagen, das war vor meiner Zeit bei der VAG.
Diese Diskussion erinnert mich an den letzten streng investigativen Versuch mit dem angeschossenen Kind mit dem gebrochenen Arm, das am Mittag am Bertoldsbrunnen einmal mit zuwenig und das andere mal mit zuviel Geld von den herzlosen Fahrern nicht mitgenommen wurde. Wir sind ja hier nicht in Beirut. Da sollen die Fahrer von sich aus Geld drauflegen, jeden mitnehmen wenn nur die Geschichte stimmt.
Wenn jemand verletzt ist dann ruft man ihm einen RTW und dann bekommt er die Versorgung die ihm zusteht.
Die Fahrradmitnahme ist untersagt, nicht vom Fahrer, sondern vom Unternehmen. Es steht euch frei euch darüber zu beschweren (beim Unternehmen/Fahrgastbeirat und nicht beim Fahrer) aber der Fahrer muss das Hausrecht durchsetzen.
@ stonecutter
Im Falle der Fahrräder - klar, keine Frage !
Ansonsten werden die Regeln auch schon mal vom Fahrer "flexibel" interpretiert.
Ich hatte noch nie Probleme, aber es sind mir persönlich (einige wenige !) Fälle aus anderen Städten bekannt, wo Barfüssern die Mitnahme verweigert wurde. Davon steht nichts in den Beförderungsbedingungungen, und die Betroffenen bekamen hinterher in allen Fällen (!) auch recht.
Trotz - du scheinst ja "vom Fach" - wie ist denn die Rechtslage, wenn ich auf der Mitnahme mangels entsprechender Grundlage beharre ? Hat der Fahrer hier quasi stellvertretend das Hausrecht ?
In allen Fällen sind die Betroffenen dann letztlich wieder ausgestiegen, um die Weiterfahrt der anderen Fahrgäste nicht zu verzögern.
@ vdp:
Auch ein zusammengeklapptes Rad hat eine (hoffentlich) geschmierte Kette und schmutzige Reifen.
Bei meinem Brompton in der zugehörigen Überwurfhülle (!) gabs noch nie Probleme
in unseren bahnen ist doch gar kein vernünftiger platz für fahrräder. in den alten schon mal gar nicht und auch in den neuen isses schon problematisch nen kinderwagen abzustellen bzw, den wieder rauszukriegen, wenn die bahn voll ist. was würden da fahrräder erst für ein chaos auslösen?
mich regen immer die rücksichtlosen menschen auf, die mit nem riesen rucksack auf dem rücken in ne vollbesetzte bahn steigen und das ding nicht abnehmen. die brauchen platz für 2 und jedes mal, wenn sie sich bewegen, bekommen alle umstehenden den rucksack in die fresse.
rucksäcke nimmt man vor dem einsteigen ab und stellt sie vor sich auf dem boden ab! zumindest wenn voll ist.
Fahrrad im Nahverkehrszug - sinnvoll: es gibt passende Wägen, zeitliche Regelungen, es funktioniert (gut genug) und die Entfernungen sind wirklich gross.
Fahrrad in der Strassenbahn - wenig sinnvoll: Platzprobleme, und die Strecken die man mit der Strassenbahn fährt kann man durchaus im Notfall (keine Luft mehr) auch laufen oder das Rad schieben - ist wohl höchstens eine Stunde oder eineinhalb.
Dann gibt es spezielle Ausnahmeprobleme (verletzt aber nicht so dass ein Krankentransport nötig wäre, in Kombination mit Diebstahlparanoia) - ja in dem Fall wäre es schön, aber das wiegt die Nachteile nicht auf.
Bin dafür das es so bleibt wie es ist.
Ausnahme der Regel hebelt die Regel nur langsam aus.
Bessere Lösung: garkein Fahrrad fahren im Winter!
Und wer seinen Esel liebt der schiebt.
@Biber
Zu Barfüssern ansich gibts keine Ausschlussregeln. Zumindest nicht bei uns. Vermutlich war da noch was anderes im argen als die Füsse.
"Hat der Fahrer hier quasi stellvertretend das Hausrecht ?"
So richtig.
http://www.rvf.de/PDF/Befoerderungsbedingungen.pdf
Dort unter §3 Von der Beförderung ausgeschlossene Personen
Das Klapprad in der Tasche geht als Handgepäck allerdings auch nur so.
"Wie ist das eigentlich mit Pferden????"
Beförderungsbedingungen §11+§12
Das Pferd fällt wohl flach, weil man es nicht so sichern kann, dass es niemanden gefährdet.
Und, Tiere dürfen nicht auf den Sitzplätzen untergebracht werden.
Grüsse :-)
"Fahrrad in den Fahrradkoffer, dann klappts auch mit der Tram. "
Sag' ich doch !
Ebenso wie beim Speiseeis ...
Aber ich habe noch Aufklärungsbedarf: Laut Beförderungsbedingungen wird einem im Automat der Straba ein bereits entwerteter Fahrschein verkauft.
Ja, ist denn der Verkauf eines wertlosen Scheins nicht Betrug ?
;-)
Na, dann werde ich mich auf dich berufen, wenn mir der Kontrolleur mal sagt "Ihr Fahrberechtigungsausweis :-)
ist leider wertlos
Aber am Sonntag hat man mir mein 12 Euro teures (!) Ticket beim Reingehen ins Konzerthaus so einfach eingerissen - dürfen die das denn ?
;-)))