Die Kinostarts am Donnerstag, 2. Februar 2012:
Irgendwas dabei, das ihr unbedingt sehen wollt?
Dame, König, As, Spion
Inmitten des
Kalten Kriegs, 1973, wird Top-Spion George Smiley plötzlich reaktiviert: Er soll einen Maulwurf ausfindig machen in den Reihen des britischen Secret Service. Eine hochgefährliche Mission, und Smiley darf niemandem erzählen, weshalb er zurückgekommen ist.
Mit Darstellern wie Gary Oldman („Das fünfte Element“), John Hurt („Der Elefantenmensch“), Colin Firth („A Single Man“) und Tom Hardy („Inception“) ist der Spionage-Thriller nach einem Roman von John le Carré stark besetzt. Die Regie kommt vom Schweden Tomas Alfredson, der 2008 mit seinem gelobten Vampir-Drama „So finster die Nacht“ auf sich aufmerksam machte. „Dame, König, As, Spion“ ist für drei Oscars nominiert.
Underworld Awakening
Im vierten Teil der
„Underworld“-Vampirsaga spielt Kate Beckinsale wieder die Kriegerin Selene, die es diesmal mit einem bösartigen Wissenschaftler (Stephen Rea) und mutierten Werwölfen zu tun hat. Zwischendurch entdeckt Selene, die jahrelang tiefgekühlt im Labor lag, dass sie eine zwölfjährige Tochter hat.
Die Fortsetzung der „Underworld“-Serie bietet solides Action-Kino ohne Überraschungen. An den Kinokassen war die Vampirsaga bislang ein Hit. Die ersten drei Teile spielten rund 300 Millionen Dollar ein.
Zettl
Mehr als ein Vierteljahrhundert hat
Helmut Dietl sich Zeit gelassen für die Fortsetzung seines Klassikers „Kir Royal“, entsprechend hoch sind die Erwartungen. Viele davon dürften allerdings enttäuscht werden – trotz hochkarätigen Schauspielensembles. Denn „Zettl“, die Geschichte des Promi-Chauffeurs Max Zettl (Michael „Bully“ Herbig), der mit Skandal-Geschichten aus der Politik zum gefeierten Chefredakteur aufsteigt, ist reichlich unausgegoren und unübersichtlich.
Der Höhepunkt des Films sind „Kir Royal“-Urgestein Dieter Hildebrandt und Senta Berger und die Erinnerungen an ihre wilden Zeiten.
Die Kunst zu gewinnen - Moneyball
Man muss von Baseball nicht viel verstehen, um bei dem Tatsachen-Sport-Drama „Die Kunst zu gewinnen – Moneyball“ am Ball zu bleiben.
Brad Pitt läuft als unkonventioneller Manager des gebeutelten Teams der Oakland A„s zu Hochform auf, was mit Nominierungen für den Golden Globe und für den Oscar als bester Drama-Schauspieler honoriert wurde. Mit Tiefgang spielt er den echten Billy Beane, der mit einem riskanten Manöver seine Mannschaft wieder in Schwung bringen will
„Capote“-Regisseur Bennett Miller führt die Zuschauer hinter die Kulissen des Baseball-Geschäfts und zugleich in den Kopf eines Mannes, der sich selbst infrage stellt und alles auf eine Karte setzt.
Die Summe meiner einzelnen Teile
Job weg, Freundin weg, Wohnung weg: Als der Mathematiker Martin nach einem
Burnout wieder aus der Psychiatrie entlassen wird, hat sich sein früheres Leben in alle Einzelteile aufgelöst. Er wird obdachlos, beginnt zu trinken. Aber dann befreundet er sich mit dem Straßenstreuner Viktor, der nur russisch spricht – und dessen Mutter am Alkoholmissbrauch starb.
Martin besiegt seine Sucht und klammert sich an die Verantwortung für den Jungen. Die beiden bauen sich eine Hütte in einem Waldstück nahe der Stadt, in ihrem Alltag sammeln sie Pfandflaschen. Doch plötzlich verschwindet Viktor, und Martins Psychologin zweifelt an seinem Verstand. Wieder gerät seine Welt ins Wanken.
My Reincarnation
Sich vom eigenen Vater und dessen Erwartungen zu lösen ist für viele Männer schwer. Für Yeshi ist es besonders schwer: sein Vater ist einer der letzten in Tibet ausgebildeten Ringpoche. 20 Jahre wurden Vater und Sohn mit der Kamera für die einmalige
Dokumentation begleitet.
Yeshi wuchs in Italien auf und wollte nichts mit dem Vermächtnis seines Vaters zu tun haben und weder ein Lehrer sein, noch nach Tibet und in das Kloster seines Onkels zurückkehren, um seine Schüler zu treffen, die seit seiner Geburt dort auf ihn warteten. Stattdessen träumte er von einem normalen Leben, weit weg von den Massen ergebener Schüler, die seinen Vater ständig umgaben.
Sex on the Beach
Die Begeisterung in England war riesig: Die britische Komödie
„Sex on the Beach“ brach an der Kinokasse und beim DVD-Verkaufsstart Rekorde. Will (Simon Bird), Simon (Joe Thomas), Jay (James Buckley) und Neil (Blake Harrison) fliegen nach Kreta um dort endlich das zu haben, wovon sie schon so lange träumen: Frauen, Sex und wilde Partys. Auf der Insel stellt sich den Jungs dann dieselbe Frage, wie zu Hause: Wie lernt man überhaupt Mädchen kennen?
Der Kinofilm basiert auf der britischen Sitcom „The Inbetweeners“ – und hat es daher etwas schwer, ohne die ganzen Hintergründe und Vorgeschichten aus den drei Staffeln zu punkten.

[Bild: Michael Bully Herbig als Max Zettl und Karoline Herfurth als seine Geliebte Verena in "Zettl - Unschlagbar charakterlos" von Regisseurs Helmut Dietl/dpa/Warner Bros.]