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Hilfe für Obdachlose: Wen kann ich anrufen, wenn ich jetzt jemanden draußen schlafen sehe?

Es ist kalt draußen, verdammt kalt, und in den nächsten Tagen und Nächten soll es noch kälter werden. Für Menschen ohne Wohnung kann das Übernachten im Freien dann lebensgefährlich sein. Welche Stellen weiterhelfen können, wenn man jemanden jetzt draußen schlafen sieht:



Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach bittet Freiburgerinnen und Freiburger in den anstehenden kalten Tagen und Nächsten um verstärkte Aufmerksamkeit, ob Obdachlose Hilfe brauchen.

Die Stadt Freiburg empfiehlt drei Stellen, die weiterhelfen können, wenn Hilfe akut notwendig ist:

  • Tagsüber: das Amt für Statistik und Einwohnerwesen, 0761.201 3201;
  • Nachts: das Übergangshaus für wohnungslose Menschen, Haslacher Straße 11, 0761.896 4160; oder
  • jederzeit jede Polizeidienststelle.

Nach Angaben der Stadt sind in der Notschlafstelle Haslacher Straße 11 genügend Plätze für wohnungslose Menschen frei. Dort stehen Menschen ohne Wohnung 60 reguläre Plätze in Mehrbettzimmern zur Verfügung, darunter acht geschützte Plätze für Frauen, acht Plätze für Menschen mit Hund, ein Zimmer für Rollstuhlfahrer und ein Krankenzimmer. Außerdem gibt es zwölf  Plätze in Räumen für Notsituationen.

Zum Angebot gehören Teeküchen mit Kochgelegenheit zur Selbstversorgung, Tagesaufenthalt für die Übernachtungsgäste, Duschen, Waschmaschine und Schließfächer. Übernachtungsgäste können sich ganztägig in den Teeküchen aufhalten und werden dort, wenn gewünscht, mit einer Anschlussunterkunft versorgt, etwa im Wohnheim an der Wonnhalde.

„Wir gehen davon aus, dass die Zahl der Plätze im Übergangshaus für wohnungslose Menschen auch in diesem Winter reichen wird", sagt von Kirchbach. "Das Haus war noch nie voll ausgelastet, auch nicht während der eiskalten Wochen im vorletzten Winter.“


Weitere Hilfsangebote für obdachlose Menschen in Freiburg:
 
  • Straßensozialarbeit „KontaktNetz“
    0761.201 3638, -3738 und -3838 sowie  0160.9635 5574 und -5575
  • Für individuelle Rechte und die Belange wohnungsloser Menschen setzt sich auch die Ombudsstelle ein. Die Ombudsleute Dieter Purschke, Marlen Schmidt und Andrea Fleischauer sind ehrenamtlich in Freiburg tätig und tagsüber unter 0761.216 8733 erreichbar. Persönliche Kontakte sind jeden Donnerstag von 14 bis 16 Uhr in der Schwarzwaldstraße 78d (ZO, Zentrum Oberwiehre) oder bei vereinbarten Treffen möglich.











[Symbolbild: © Jean-Michel LECLERCQ - Fotolia.com]




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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 17
Mittwoch, 01.02.12 19:08
 

+

Mittwoch, 01.02.12 19:10
 

ich denke die allermeisten obdachlosen sind gut über übernachtungsmöglichkeiten informiert, wenn sie trozdem draussen schlafen hat das dann idr nen grund (auch wenn der für andere nicht nachvollziehbar sein könnte). die bullen rufen wenn einer draußen schläft macht in meinen augen wenig sinn.

Mittwoch, 01.02.12 19:15
 

+ plus + für nyhcs kommentar.

ergänzend viell noch die anregung, sich lieber mal um die hintermänner der (erzwungenen!?) bettlerkolonne in der city zu kümmern.

Mittwoch, 01.02.12 19:31
 

in anderen städten gibt's für solche situationen ja nen kältebus. in freiburg nicht. obwohl man die finanzierung hinbekommen hätte.

Mittwoch, 01.02.12 20:17
 

Ich kenn mich da leider zu wenig aus, finde die Kältebusse aber an sich eine gute Sache. Die Frage ist - hätte man die Finanzierung tatsächlich hinbekommen und wenn ja - oder auch wenn nein - warum tut die Stadt nichts? Ökologisch Müll trennen ist das eine, aber sollte man sich nicht erstmal um die Mitmenschen vor Ort kümmern, denen es nicht so gut geht, wie uns? Vielleicht kann sich Fudder mal des Kältbus-Themas annehmen?

Mittwoch, 01.02.12 22:53
 

keiner muss draussen in der Kälte frieren.

Wer sich nicht helfen lassen will, dem ist nicht mehr zu helfen.
Die Möglichkeiten der Stadt sind da, man muss sie halt auch annehmen.

Zum Thema "Popele" rufen. Bei -10 Grad kann man das Nachts Ruhig machen. Wenn sich einer im Suff draussen ablegt verfriert er ohne das er es merkt, da isser besser in Obhut der grünen Männchen.

Donnerstag, 02.02.12 08:50
 

omg

Donnerstag, 02.02.12 13:19
 

Argument Pro-Polizei rufen:

Polizei-Meldung von heute vormittag:

"Hinterzarten: Alkoholisiert und unterkühlt im Schnee - Person gerettet

Am 01.02.2012 teilte gegen 17:00 Uhr ein Anrufer mit, dass am Bahnhof in Hinterzarten, beim Gleis 2, eine Person liegen würde. Beim Eintreffen der Streife konnte festgestellt werden, dass ein 61-jähriger Mann in stark alkoholisiertem Zustand schlafend auf einem Schneehaufen lag. Der Mann war zwar noch ansprechbar, konnte sich jedoch nicht mehr selbständig auf den Beinen halten. Aufgrund der Alkoholisierung und der Minustemperaturen wurde er nach einer Untersuchung in der Klinik in Polizeigewahrsam genommen. "


caro hat den Kommentar am 02.02.2012 um 13:20 bearbeitet
Donnerstag, 02.02.12 13:33
 

Absolut...ich würde zwar eher die Rettung rufen, aber Hauptsache es wird geholfen!!

Es ist mir unverständlich, wie man in diesem Zusammenhang postings wie "Wer sich nicht helfen lassen will, dem ist nicht mehr zu helfen." ablassen kann. Es gibt auch Obdachlose, die nicht mehr Herr ihrer Sinne sind....soll man die dann elendig erfrieren lassen?!

Donnerstag, 02.02.12 14:39
 

Ich habe mich letztens länger mit einem Obdachlosen unterhalten, der meinte, er ginge nicht in Obdachlosenheime, dort wären fast alle Personen stark alkoholisert, entsprechend gefährlich und gewaltätig wäre die Situation dort.

Er selbst wäre einmal fast erwürgt worden, seitdem hat er neben verständlichen Ängsten auch Probleme mit dem schlucken und mit dem Kehlkopf.

Dies ein Betrag zur Frage "warum schlafen Obdachlose bei dem Wetter nicht in Obdachlosenheimen"

Donnerstag, 02.02.12 15:12
 

@ stiflers mom, genau sowas mein ich. ein weiteres problem sind hunde, es gibt zwar schlafplätze wo hunde erlaubt sind, aber die sind deutlich in der unterzahl und für viele menschen auf der straße sind ihre hunde extrem wichtig.
man stellt es sich so einfach vor in so eine unterkunft zu gehen, aber das ist es nicht. gerade wenn man schon jahrelang auf der straße lebt ist es schwierig sich auf einmal wieder an regeln und strukturen anpassen zu müssen und mit anderen leuten auf engem raum zu leben.

ich wollte noch klarstellen das ich mit meiner aussage weiter oben nicht situationen wie die von caro dargestellte (hilflose person im schnee liegen) meine, sondern "eher mensch im schlafsack unter der brücke" situationen.

Donnerstag, 02.02.12 15:41
 

@NYHC ich gehe mit dir d'accord, dass man nicht grds. menschen, die ohne wohnung sind, ihrer autonomie berauben bzw. sie bevormunden soll (den ton der neverending kältebus-postings auf fb finde ich einigermaßen weird), auch nicht bei diesem wetter. die gründe, warum menschen nicht in heime gehen sind meines wissens nach auch genau die, die du und stiflers mom beschreiben.

aber: man sollte halt im gegenzug auch nicht einfach annehmen, dass jemand, der bei diesem wetter draussen liegt, weiss, was er oder sie tut. natürlich sollte man erst mal jemanden direkt ansprechen, bevor man irgendwen anruft (egal ob amt, krankenwagen oder polizei), aber viele menschen trauen sich das nicht, und das kann ich auch gut verstehen - meine ansicht: err on the side of caution und lieber einmal zu viel jemanden alarmieren.

vergangenen winter haben mein partner und ich mal beim amt angerufen, weil wir uns um einen obdachlosen in der innenstadt konkret gesorgt haben (weil er in sehr schlechten zustand war), und uns wurde gesagt, dass er vom kontaktnetz betreut werde (und dass wir nicht die ersten waren, die angerufen haben) aber nicht mehr hilfe wollte. so there.

Donnerstag, 02.02.12 16:47
 

"Die Stadt Freiburg empfiehlt ...

•Tagsüber: das Amt für Statistik..."

Aha !!!

Nicht, daß noch jemand erfriert, ohne ordnungsgemäß in der Statistik erfasst worden zu sein !


Biber hat den Kommentar am 02.02.2012 um 16:48 bearbeitet
Donnerstag, 02.02.12 18:27
 

Das Hundeproblem ist altbekannt und führte im Dreikönigshaus immer wieder zu Querelen. Bis angeblich so um 2000 ein Bekannter den Aufstand probte, seitdem sollen im Dreikönigshaus extra Hunderäumlichkeiten eingerichtet worden sein.

Freitag, 03.02.12 15:05
 

Polizei rufen, haha!
Situation im letzten Jahr gehabt.
Mitten in der Nacht, Obdachlosenheim bzw. Schlafstellen hatten wohl nur Aufnahme bis 23 Uhr (laut Aussage von Bekannten und der Polizei)
Die einzige Möglichkeit die uns bzw. dem Betroffenen angeboten wurde war ihn für !90 Euro! die Nacht in die Ausnüchterungszelle mitzunehmen...


Tinka1 hat den Kommentar am 03.02.2012 um 15:05 bearbeitet
Samstag, 04.02.12 21:50
 

Brünstige Kreaturen laden ein.

Es müssen nicht unbedingt Frauen sein!

Samstag, 04.02.12 22:06
 

Kann nicht editieren und habe keinen Nerv herauszufinden, warum.

Darum nochmal:

Haslacher 11

Brünstige Kreaturen laden ein.

Es müssen nicht unbedingt Frauen sein!

Man darf Menschen keine Macht über andere Menschen geben!

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