Die jungen Wölfe feierten Mittwoch Abend den Derby-Hattrick gegen die Schwenninger Wild Wings. 7:2 konnten sie die Partie für sich entscheiden, mit dem 13. Sieg im 13. Spiel wurde der Spitzenplatz in der Regionalliga gefestigt. Der Nightlife-Guru war zum ersten Mal beim Eishockey - und ließ sich vor allem vom Design der Pissoirs begeistern.



Auch zum ersten Mal da gewesen, auch für geil befunden.
Kannte Eishockey vorher nur ausm TV. Daselbst immer gerne geschaut. Ist aber - natürlich - komplett was anderes live, im Stadion.
Full House, super Atmo - was will man mehr?
Und das Großartige all dieser körperlichen Mannes-Sportarten: Irgendwann, sehr schnell, bricht die dünne Eisdecke der Zivilisation und man bricht hinab in den finsteren Abgrund dunkler Archaik.
Hach!
Warum man sich dabei so wohl fühlt?
Auch mein Fazit: wieder. Und mein Appell: hingehen!
PS: Ohne Probleme mehrere Biere bekommen ...
PPS: Dann erträgt man auch ohne Probleme Scooter.
Auch das erste Mal beim Eishockey gewesen, sehr viel Spaß gehabt, ich mag ja auch Scooter sehr gerne. Festgestellt, dass Eishockey ja ein wirklich unterhaltsames, beizeiten auch elegantes schnelles Spiel ist.
Mein persönliches Aufregerle allerdings: die Bezeichnung der Gegner als 'Schwul' von der gesamte Nordkurve. Die - statistisch gesehen - vier jungen schwulen Spieler auf dem Feld und die 380 Schwulen und lesbischen Fans in der Halle werden diese Momente nicht genossen haben. Ich auch nicht.
Wenn man im Dreisamstadion auf Nord sowas ruft, wird man von den Umstehenden deutlich darauf hingewiesen, dass das in Freiburg nicht erwünscht ist.
Ihr müsst offensichtlich noch was lernen, Eishockeyfans: Homophobie ist scheisse. Richtig, richtig scheisse.
Und lieber Verein: tut da doch bitte was gegen. Danke.
Ich erweitere im Allgemeinen um "Hurensohn, Arschloch, Drecksack, Asoziale, Wichser etc etc"
Es geht mir jedes Mal auf die Nerven, wenn ich das in Stadien oder Hallen höre. Sei das jetzt beim EHC, beim SC oder wo auch immer.
Zum Sport gehören Emotionen, auch von der Tribüne aus. Da kann wegen mir schon mal eine Beleidigung rausrutschen. Aber mich stört einfach, dass so was anscheinend inzwischen zum "guten" Ton gehört..
Fangesänge sollen kreativ sein.
Die SC-Fans haben das mit ihrem Idrissou-Playstation-Lied super gemacht.
Auch beim EHC hab ich gestern ein Lied gehört mit "Vierte Liga tut so weh / Scheissegal / EHC"... Das hatte auch was eigenes und war kreativ..
Meine Meinung.
Caro, das wird sich nicht mehr ändern...ist leider so eingefahren seit über 30 Jahren...
Wobei die allgmeine Kreativität der Gesänge in den letzten Jahren stark nachlies.
Doch, Tatoocheck, ich glaube: das kann sich ändern, und das muss sich ändern.
Unter anderem indem Fans - aber vor allem der Verein Stellung beziehen.
Ganz allgemein: So ist es leider in jedem Eisstadion in Deutschland.... egal ob jetzt auf Natureis in Apfeldorf oder im Nobeldome O2-Arena in Berlin.
Ich will die Sache nicht beschönigen.
Ein Mitarbeiter von mir ist homosexuell und der war früher auch öfters mit im Stadion, der meinte nur grinsend: Soviele sportliche Schwule? Das wäre ja toll...
Die Gangart ist härter auf jeden Fall, da gibts nix zu beschönigen. Krass waren die Gesänge der Gegner zu Bundesligazeiten als der EHC ein erhöhtes Kontingend an Spieler aus der CSSR hatte (alle mit Deutschem Pass) und bei Auswärtsspielen beim Einspielen immer: Asylanten! Asylanten! runterprasselte...
Wobei auch die Selbstironie unter Fans sehr verbreitet war: Vor Jahren kamen immer Schüler von der Sehbehinderten Schule Stegen... die haben am lautesten den Schiri Blinde S.. geheißen und im Fragebogen Berufswunsch Schiedsrichter angegeben.
Wie gesagt, Caro, ich habe Zweifel an der Lernfähigkeit und der Einsicht. Der EHC war diesbezüglich auch nie Untätig. Es gab früher einige Initiativen von Vereinsseite.
Zahlreiche Miniaturausgaben in den Trikots der beiden Teams wuseln über das Eis.
Das ist falsch, die kleinen Cracks hatten nur die Trickots des EHC Freiburg an.
Eines für Heimspiele, eine andere Farbe für Auswärtsspiele.
Danke Caro! Das denk ich mir jedes Mal aufs Neue.
Aber ich finds super, dass so viele Frischlinge da waren und ihren Besuch scheinbar nicht bereut haben.
Am 13.01. gehts weiter ;)
ne geile Sause war´s. Kann mich nicht erinnern, wann der Laden das letzte Mal so gut besucht war.
Ich persönlich hör mir lieber 60 min lang solche Gesänge oder Sprüche an, sing auch mit und trinke dann mit den gegenerischen Fans n Bierchen, als mich etikette-konform zu verhalten und danach sich die Schädel einzuschlagen, wie das beim Fussball auch mal vorkommt. (siehe SC-"Fans" in Kaiserslautern vor Jahren, oder auch aktueller DFB-Pokal die lieben Dresdner)
Ich mag kein weichgespültes Eishockey-"Event" in kuscheliger Sesselstimmung. Beim Hockey muss es kalt sein, die Halle muss nach Eishockey riechen und die Gesänge dürfen für mich auch unter die Gürtellinie gehen, solange man hinterher wieder eins zusammen trinken kann.
ich frage mich was es mit den schlägereien auf sich hat. wird das insgeheim von den verantwortlichen gewollt oder gar gefördert um die fans bei laune zu halten? oder sind unter eishockeyspielern tatsächlich menschen mit kommunikationsdefizit überrepresentiert?
zum thema fangesänge fällt mir wieder ein was ich schon irgendwann mal in nem anderen ehc artikel erwähnt habe: in der zeit in der ich regelmäßig mit regionalzügen unterwegs war mussten meine armen ohren mehrfach ertragen wie eishockey fans in ebensolchen regionalzügen brüllten "wir bauen eine u-bahn, von schwenningen nach auschwitz". sicher ist das nur ein ganz kleiner teil der ehc fans gewesen, aber meine lust auf eishockey hat mir das gründlich verdorben.
NYHC, wenn wir wüßten wer die sind, wäre vieles einfacher wegen der Handhabe. Mitte der 90er gabs mal verstärkt Probleme, die aber durch rigoroses Einschreiten seitens des jetztigen Vorstandes Karlin gleich mal in die Schranken verwiesen wurde. Im Stadion selbst ist mir dieses Liedgut noch nicht zu Ohren gekommen...
Schlägereien der Spieler: Teils teils...
Teilweise gibts echte Fehden unter den Spielern, die sie mit jedem Vereinswechsel mitschleppen, weil sich die 2 nicht leiden können... und dann gibts noch die Funboxer, die sich während des Spiels suchen, absprechen und dann mal loslegen...
Ob jetzt das von Clubseite gefördert wird?
@Tatoocheck und Teninger Maid:
hams verbessert. unser guru war so überwältigt von all den neuen eindrücken, dass er das nicht mehr so richtig auf die reihe kriegte ;)
Hier gibt's noch feinen BZ-Content zum Spiel:
Text: http://fudr.fr/bgw
Fotos: http://fudr.fr/4x9x
""Ich mag kein weichgespültes Eishockey-"Event" in kuscheliger Sesselstimmung. Beim Hockey muss es kalt sein, die Halle muss nach Eishockey riechen und die Gesänge dürfen für mich auch unter die Gürtellinie gehen, solange man hinterher wieder eins zusammen trinken kann.""
so siehts aus !!!
eishockey in freiburg war jahrelang mein "ventil".
unter der woche "danke, gerne, schönen tag noch, schönes wochenende usw." am spieltag aber, habe ich alle regeln vergessen. du beleidigst gegner und schiedsrichter aufs übelste - also wirklich unterste schublade .... nach 60 min war ich selig.
heute mache ich das mit ausdauersport aber falle gerne mal wieder ins alte muster zurück - besonders beim derby :-)))))
LIEBER TOT ALS EIN BAUCHENBERG-IDIOT :D
@Daywalker: Genau SO siehts aus ;-) Und für uns stellt sich die Frage: Ist der Schlachtruf "Ein Baum ein Strick..." (ihr wisst schon, wie es weitergeht..) eigentlich Anstiftung zum Mord???? ;-)
Eishockey ist nun mal eben ein harter, grober und schneller Mannschaftssport, bei dem die Emotionen auch im Publikum mal hoschlagen. Das ist sicherlich nicht jedermanns Sache und auch nicht immer politisch korrekt, aber ersatzweise kann man ja immer noch zum Dressurreiten gehen ;-)
und noch was zu den fights ....
die zwei spieler die sich prügeln wollen - sollen es auch tun.
mir ist ein ehrlicher eishockeyfight hundert mal lieber, wie ein verdeckter stockstich o.ä.
WE LOVE OLDTIME HOCKEY !!!! :-) :-)
Hallo liebe Caro,
von den von dir angesprochenen Beleidigungen halte ich auch nicht viel; jedoch sehe ich es eher umgekehrt: die Fussballfans können noch viel von den Eishockey-Fans lernen.
Der Eindruck von über 500 Spielen in meinem 25jährigen Fandasein beim Eishockey ist der, dass sich die Fangruppierungen, insbesondere bei den Derbys, gerne durch Schmähgesänge gegenseitig anstacheln, und danach aber friedlich ein Bierchen zusammen trinken !
U.a. wurde auch der unter allen Fans in Deutschland bekannte Song "Wir sind alle Eishockeyfans" geboren.
Beim Fußball sieht das leider anderst aus; oftmals benötigt es 100-schaften von Polizisten, um die Grupperiungen zu trennen.
Dann bekommen solche Beleidigungen eine ganz andere Dimension, weil die Randale meistens damit beginnen. Gehe da immer mit einem gemischten Gefühl hin.
Ich gebe dir recht, wenn du sagst, dass sich daran was ändern kann. Und zwar indem verstärkt Menschen wie du solche Veranstaltungen besuchen.
Wie pree freue ich mich über jeden "Frischling", der die FSH besucht und für frischen Wind sorgt.
New York Times
Derek Boogaard: A Boy Learns to Braw
http://tinyurl.com/7vdvru5
@Legosteniker: Und genau DESWEGEN lieben wir Eishockey...ich will keine Fussball-Bübchen sehen, die sich schreiend vor Schmerzen aufm Rase wälzen, weil jemand zu nah an ihnen vorbeigerannt ist.
Tatsächlich gibt es für die Psychohygiene nichts besseres, als 60 min auf die gegnerische Mannschaft und den Schiri zu schimpfen (und zwar laut) und sich hinterher anzugrinsen und noch ein Bier oder nen Glühwein zu trinken.
Nur mal nebenbei: Speziell die Feindschaft Freiburg/Schwenningen hat ihre ganz eigene Geschichte und es gibt wohl kaum zwei Mannschaften im Sport, die sich inbrünstiger hassen. Das schlägt sich eben auch in den Fangesängen nieder, die dann besonders "nett" sind ;-) Ich versteh aber, dass das für jemanden, der das erste mal dabei ist, reichlich befremdlich wirken kann... ;-)
@supermanuel
derek boogaard war ein goon. goon´s sind die kämpfer im team - in europa hat kein team einen spieler der sich nur auf den faustkampf spezialisiert hat. geht auch überhaupt nicht weil kämpfe ohne handschuhe sofort eine mehrwöchige sperre verursachen - in kanada und den staaten bekommst du für einen faustkampf lediglich eine 5 min strafe. :-)))))
aufgrund seiner spielerischen fähigkeiten hätte es boogaard niemals in die nhl geschafft. er hatte eben andere qualitäten :-)))
wer drauf steht:
http://insidemovies.ew.com/2011/09/13/official-goon-trailer/
;-) :D
Deswegen:
http://www.youtube.com/watch?v=uk3tNlCYTZc &feature=youtu.be
;-)
ich kann dir deine frage an misssunshine mit einem video beantworten:
http://youtu.be/MInF9k0Z0jk
:-)
das war eigentlich der letzte große aufreger zwischen freiburg und schwenningen.
Noch mal genauer: mir geht es nicht darum, das in der Eishalle der Gegner ausführlich und leidenschaftlich beschimpft wird das finde ich nicht befremdlich und natürlich ist es sehr schön, dass ihr danach alle zusammen Bier trinken geht: mir geht es darum, wie er beschimpft wird. Als schwul.
Mir ist schon klar, warum das gemacht wird: schwul, das heißt für euch schwach, unmännlich, peinlich, weichei-ig, und das wollen Eishockeyspieler, die harten Säue, natürlich nicht sein, das ist die ultimative Beleidigung.
Aber Homophobie ist diskriminierend, ekelhaft und uncool. Und hat nirgendwo in unserer Gesellschaft etwas verloren. Auch nicht in der Eishalle. Und erst recht nicht, "weil das schon immer so war". Das ist ohnehin die dümmste Ausrede, sein Verhalten nicht zu hinterfragen und zu ändern, ever.
@Supermanuel: Jetzt dürft klar sein, warum das mit der Freundschaft mit Schwenningen in diesem Leben wahrscheinlich eher schwierig wird ;-)
@supermanuel
Es ist eher eine jahrzentelange Hass-Liebe.
Es ist ein regionales Derby; in den 80er Jahren war es sogar DAS Derby schlechthin, sogar noch vor Düsseldorf-Köln.
Immer volle Hallen, (meistens) viele Gäste-Fans, Gänsehaut-Atmosphäre, sportliche Rivalität und viel Lokalpatriotismus.
Zu Bundesliga-Zeiten waren die Derbys schon Wochen vorher ausverkauft; erste Frage bei Veröffentlichung des Spielplans zu einer neuen Saison war immer: "Wann spiele ma gege Schwenninge?"
Seinen Höhepunkt erreichte die Derby-Geschichte, als es 92/93 zum Abstiegsduell Schwenningen-Freiburg kam; der EHC gewann alle drei Spiele, Schwenningen war sportlich abgestiegen. Leider war die SERC Schatzmeisterin (Lotte Sütterlin) damals beim DEB im Gremium für die Lizenzvergabe.
Als Ergebnis wurde dem EHC die Bundesliga-Lizenz unter fadenscheiningen Gründen aberkannt, der SERC durfte wieder nachrücken. Freiburg spielte jahrelang unterklassig, Schwenningen DEL, und es gab keine Derbies mehr, bis sich das Blatt wendete, Freiburg in die DEL aufstieg und Schwenningen pleite war. In der Saison 2004/2005 traf man sich endlich wieder in der Buli2 zum Derby und die alte Rivalität lebte wieder auf. Bis Heute!
An Derby-Spieltagen ist das Höllental voll von Eishockey-Fans.
von wegen homophobie ....
bei der wm habe ich alle in arm genommen ;-)
http://s14.directupload.net/file/d/2754/zgeznbyk_jpg.htm
:-D :-D :-D :-D
Und noch mal: ganz egal, wie die Beziehung der beiden Vereine und seiner Fans zueinander ist, und wie leidenschaftlich die Hassliebe betrieben wird: sie ist keine Entschuldigung für Homophobie.
Geht's ja auch. Und ich fand es dort ziemlich super - bis auf die offensichtliche Homophobie der halben Halle.
Noch mal: herunterspielen und ignorieren ist auch uncool und scheisse.
recht hast du caro, bezweifelt ja auch niemand von den kommentatoren hier. oder habe ich was verpasst ?
die härtere gangart wird angesprochen - aber niemand hier verteidigt die von dir angeprangerten "liedtexte" usw.
es ist aber kein ehc-typisches phänomen .... homophobie zieht sich durch alle sportarten, nein, durch unser ganzes land.
das jetzt als ehc-problem darzustellen, finde ich etwas übertrieben.
hier das beste beispiel:
http://s7.directupload.net/file/d/2754/p6sw8jk5_jpg.htm
@Caro: Aber nur noch drauf rumreiten machts auch nicht viel besser, auch wenn Du Recht hast ;-)
@Legosteniker: Danke.....konzentrieren wir uns lieber auf den tollen Sport :-)
Aber Leute, das ist doch der Verein, bei dem ihr zum Spiel geht! Denn (und ich wiederhole mich schon wieder): "es ist aber kein ehc-typisches phänomen .... homophobie zieht sich durch alle sportarten, nein, durch unser ganzes land." ist KEINE Entschuldigung. Im Gegenteil! Warum zur Hölle gröhlt ihr mit oder steht daneben?
Verstehe ich nicht.
Und Tatoo: das mag sein, aber mir ist es bei keinem Sport bisher so aufgefallen wie bei meinem ersten Besuch eines Regionalliga-Eishockeyspiels. Und -ich werde der Wiederholung nicht müde- das entschuldigt gar nichts. Absolut gar nichts.
@caro:
weil ich nicht als homosexuellenbeauftragter zum eishockey gehe, sondern um luft abzulassen.
ich könnte mir aber super vorstellen, dass der user pree, der sich in einem vorgegangenen kommentar ebenfalls gegen die von dir angesprochenen liedtexte ausgeprochen hat, bestens für diesen posten eignen würde.
Es ist schön, Caro, wenn Du Dich in jeder Sekunde Deines Lebens politisch korrekt verhältst, Sportfans scheint es nicht immer zu gelingen. Das ist sicher nicht schön, nicht korrekt, aber man muss jetzt auch keine Staatsaffäre draus machen.
viel wichtiger ist für mich die tatsache, dass es kein ehc-typisches phänomen ist. es kommt hier rüber, als wäre die fsh voller schwulenhasser .... dem ist nicht so.
ich freue mich über alle zuschauer, ob schwul, hetero, lesbisch, objektophilie, schwarz, weis, gelb, grün, blau usw. mir völlig egal ......
Liebe Caro,
es kann jetzt aber auch nicht sein, dass du hier den Vorwurf erhebst, dass wir hier "daneben stehen" oder hier die Probelmatik ignorieren wollen, während du behauptest, dass dir dies noch nirgends so aufgefallen sei, wie vergangenen Mittwoch in der Eishalle.
Es kann nicht sein, dass dir bei diversen Sportveranstaltungen die Problematik nicht aufgefallen ist - schon gar nicht in Zeiten von multi-media !
Nix für ungut, aber das nehm ich dir nicht ab ;)
Übrigens, schon gewusst, dass in unserem weltoffenen Land Schwule nicht mal Blut spenden dürfen, weil sie schwul sind??? DAS ist ein Problem und homophob und hat überhaupt nichts mit Eishockey zu tun..
http://www.schwulesblut.de/
Also ernsthaft Caro, mach dich mal locker ;-)
Mir ist politische Korrektheit auch wichtig, aber wie alles im Leben kann man es damit auch übertreiben. Es geht hier immer noch um Eishockey, du tust ja so als ob sich Woche für Woche 1200 Schwulenfeindliche Leute in der FSH treffen um ihren Agressionen freien Lauf zu lassen!
Eishockey ist ein harter Sport, da geht es sowohl auf als auch neben dem Eis mal etwas rauer zu, aber es ist auch ein faier Sport, anschließend ist wieder gut und, wie schon ausgiebig beschrieben, geht man zusammen ein Bier trinken. Da nimmt niemand von den Spielern oder (Stamm)- Fans die Sprüche allzu ernst oder gar persönlich!
Aber, auch da schließe ich mich an, neue Fans sind immer willkommen, also einfach wieder kommen und davon überzeugen lassen dass wir nicht so schlimm sind wie du uns gerade darstellst :-)
Nein, Alexis, ich habe so Gesänge wie am Mittwoch in der Eishalle noch bei keiner Sportveranstaltung erlebt. Nicht beim Fußball (auch außerhalb von Freiburg), nicht beim Boxen, bei Kampfsportveranstaltungen, nicht beim Rugby, nicht beim australischen Fußball und auch nicht beim Schwimmen. Und mir schmälert das den Genuß eines solchen Abends ungemein.
Ich bin nicht überempfindlich, und ich übertreibe nicht, weil ich es unangenehm finde, wenn viele hundert Leute ein Sportteam als "schwul" beschimpfen, und sorry, Leute, ihr müsst euch gefallen lassen, dass ich euch als Danebensteher bezeichne, wenn ihr das bei den Veranstaltungen Eures liebsten Vereins toleriert. Ihr steht nun mal daneben. Ihr findet das Scheisse? Bezieht doch Stellung, und zwar nicht nur hier.
Und bitte: was ist so schlimm daran, dass ich nicht will, dass 10% unserer Bevölkerung wegen etwas, das sie nicht beeinflussen können, beleidigt werden? Was ist so schlimm an political correctness? Wollt ihr keine Gesellschaft haben, in der alle gleichberechtigt und willkommen sind?
Und noch einmal: ich bin nicht der Ansicht, dass das ein reines EHC oder ein Eishockeyproblem ist. Aber mir ist das als erstmalige Besucherin einfach aufgefallen - und zwar sehr sehr unangenehm.
Wenn ihr die Gesänge okay findet: Eure Sache. Aber mir das recht absprechen, sie als das zu bezeichnen was sie sind - ein Ausdruck von Homophobie - nein, das könnt ihr nicht
P.S. Schwule Eishockey-Pornos sind übrigens ein eigenes kleines Genre.
(Gibt's auch mit Fußball-Hooligans und anderen gerne mal homophob auftretenden Gruppen.)
*kopfkratz*
Eishockeyspieler machen eigentlich nur in Montur was her, das was drunter steckt ist 08/15....sind das dann Angezogenen-Pornos? :-D
Ok, ich werde albern :-D
Im übrigen habe ich keinen Spieler jemals homphob auftreten sehen liebe Caro....
Aber diese Diskussion ist müßig, ich ziehe jetzt meinen Nachmittagsschlaf vor...
ich war schon öfter mit homosexuellen Freunden beim eishockey. Interessanterweise fanden diese die sprechchöre zwar prollig und witzig, fühlten sich aber in keinster weise diskriminiert. Wir konnten im gegenzug ganz gut zusammen über die vollpfosten lachen, die es geschaffft haben über 60min hinweg die interessantesten beschimpfungen von sich zu geben. Mich beschleicht immer mehr das gefühl, dass viel gutmenschen wesentlich verkrampfter an die sache rangehen, als die eigentlich "Betroffenen".
Btw.: anders gelagert wäre der Fall, wenn sich ein Profi outen würde und dann gezielt beschimpft würde. Das wäre meiner Meinung nach nicht zu vertreten. In der Verwendung die hier angesprochen ist, wird das Wort schwul meiner Meinung nach auf merkwürdig dümmlich abstrakte Weise als Ausdruck für unmännlich verwendet, was zwar suboptimal ist, aber, wie schon witer oben geschrieben keine Staatsaffäre.
Dass du liebe Caro am Mittwoch zum ersten Mal in deiner "Sportfankarriere" mit der Homophobie von Sportfans konfrontiert wurdest möge dir als Frau verziehen werden, da du dich wahrscheinlich nicht so intensiv mit der männlichsten aller Sportarten, Fussball, auseinadersetzt. Der scheidende DFB-Präsident Theo Zwanziger hat sich den Kampf gegen Homophobie im Fussball ebenfalls auf die Fahnen geschrieben und das Thema in den letzten zwei Jahren immer wieder in die Medien gebracht....
Wegen des Vorwurfs des Unterlassens: Was genau wäre die Alternative für den Einzelnen in der konkreten Situation, neben Mitgröhlen oder Danebenstehen?
@Freiheit: Ein sehr guter, schwuler Freund von mir ist regelmäßig beim EHC dabei und gröhlt sowas auch ganz gerne mal mit ;-) Der sieht das locker und augenzwinkernd, weil ihm alle freundlich und offen begegnen....und darauf kommt es schließlich an...
Freiheit?
Die Metaebene mal vorweg genommen: Schöner Move, und sehr üblich, in so Debatten, Anekdoten von "Betroffenen" anzubringen, die sich durch Diskriminierung gar nicht diskriminiert gefühlt haben. Ich bin kein "Gutmensch", und auch nicht verkrampft. Aber, wie gesagt: ich bin öfter beim Fußball, und auch schon auf vielen Sportveranstaltungen gewesen, aber so etwas wie am Mittwoch habe ich eben noch nicht erlebt, obwohl mir das Thema Homophobie im Sport natürlich sehr bewusst ist, und mich auch nicht verwundert.
Je maskuliner der Sport, desto größer die Angst vor der Entmaskulinisierung.
Was tun, dagegen?
Nicht mitgröhlen.
Bessere Sachen gröhlen.
Mit denen, die solche Gesänge koordinieren, sprechen.
Den Verein bitten, Stellung zu beziehen, dass solche Gesänge nicht erwünscht sind.
Im DFB gibt es ja wie gesagt eine Initiative gegen Homophobie im Sport - die haben sicher haufenweise Infomaterial für Vereine mit Tipps, wie man mit Homophobie (und Rassismus, Sexismus etc.) in der Fankultur umgehen kann.
homphober wie theo zwanziger geht ja wohl kaum ..... der hat doch gleich den amerell (?) hingerichtet ... ohne zuvor mit ihm geredet zu haben.
warum steht arne friedrich und philipp lahm vor die presse:
"mimimi ich bin nicht schwul"
warum strafen sie die thematik nicht mit einem lächeln ab ?
WEIL SIE NICHT ALS SCHWULE HINGESTELLT WERDEN WOLLEN.
die labern doch nur "ich habe keine probleme mit homosexuellen" - aber eine minute später muß klargestellt werden, dass sie im leben nicht homosexuell sind. warum ? weil sie einfach ANGST haben.
so, mich ödet die thematik an ....
nen guten rutsch !!! :-)
Legoschatz, das ist ja auch kein Contest. Nur weil jemand anderes noch schlimmere Dinge macht, heißt ja nicht, dass die Gesänge in der Eishalle nicht schlimm sind!
Warum stehen Fußballer nicht zu ihrer Homosexualität? Warum müssen sich homosexuelle Sportler von der Bild erpressen lassen? Warum gehen manche Schein-Ehen ein? Weil unsere Gesellschaft eben immer noch homophob ist, trotz eingetragener Partnerschaft und schwulen Politikern (über die die abscheulichsten Witze gerissen werden, wissen wir ja alle). Und weil die Homophobie an Orten wie Fußballstadien oder Eishallen herausplatzt. Und deswegen muss auch genau dort eine Änderung eintreten. Und da ist jeder gefragt, der dort hingeht.
Okay, ich werde mal einen der Eismeister beauftragen, im Falle von verbalen Entgleisungen mit sexuellem Hintergrund einen unangenehmen Pfeiffton über die Nord zu legen... gleich mal mit Hoffenheim telefonieren.
Erika Holst und Ylva Lindberg haben mal in einem Interview nach einem verlorenen Spiel gegen Russland gesagt: Hätten wir Männer im Team, statt Frauen....
Es gibt eigentlich sehr viele Sportler, die zu ihrer Homosexualität stehen.
http://diepresse.com/home/sport/mehrsport/489604/index?gal=489604 &index=1&direct=&_vl_backl[..]
zunächst, schöner move, fakten, welche einem nicht in den kram passen als taktisches manöver darzustellen :-)
ich wollte mit dem beispiel nur zeigen, dass, meiner Erfahrung nach, das Problem für die Betroffenen nicht derart brisant ist, wie es hier diskutiert wird.
Zur Thematik was kann/sollte der Einzelne tun:
"Nicht mitgröhlen."- das wirfst du doch den meisten hier als Unterlassung von Widerstand vor, kann also keine Lösung sein.
"Bessere Sachen gröhlen." - bleiben wir realistisch, das kann man zwar machen, wenn allerding wirklich die ganze Kurve geschlossen was anderes brüllt, werden die rufe ungehört verhallen
"Mit denen, die solche Gesänge koordinieren, sprechen." - und was haben die gesagt, als du sie am Mittwoch angesprochen hst?
"Den Verein bitten, Stellung zu beziehen, dass solche Gesänge nicht erwünscht sind." - um dem Ganzen auch die nötige Öffentlichkeit zu geben, wärst du als Journalistin doch geradzu prädestiniert sowas zu machen. Du hättest nämlich auch die Möglichkeit, das Ganze zu veröffentlichen und so einer breiteren Masse die Möglichkeit zu geben in einen Diskurs zu treten...- genau das ist meiner Meinung nach auch die einzige Möglichkeit eine gesellschaftliche Veränderung herbeizuführen. Über Diskussion, welche im Bestfall dazu führt, dass sich manche Menschen Gedanken darüber machen, ob man "Scheiß Schwuchtel" nicht durch "Dreckswichser" ersetzen könnte :-) Verbote, Appelle, öffentliche Empörung von Funktionären sind da meiner Meinung nach eher kontraproduktiv, gerade wenn die Moralkeule ausgepackt wird. Das führt bei manchen nur zu einer "Jetzt erst Recht"- Haltung. Veränderung muss von dem Einzelnen gewollt sein und kann nicht von außen oktroyiert werden. Zudem führt massenhafte öffentlich vorgetragene Empörung meiner Meinung nach auch zu einer Überhöhung des Problems.
Ich wollte es eigentlich nicht in die Richtung ziehen, aber mich nervt mehr dieses Gutmenschentum ungefragt "Minderheiten" "beschützen" zu wollen die doch eigentlich für sich selbst eintreten können wenn es sie denn tatsächlich stören würde... DAS ist für mich wesentlich diskriminierender als ein paar Sprüche während einer Sportveranstaltung.
es sind ja eigentich zwei Themen:
1. warum jubeln Fans nicht nur über Erfolge Ihrer Mannschaft, sondern beschimpfen auch noch die anderen.
und ganz unabhängig davon:
2. wieso funktioniert "schwul" als Schimpfwort?
@Freiheit: Sehr schönes Statement, Chapeau :-))))
Zitat:
"Mit denen, die solche Gesänge koordinieren, sprechen." - und was haben die gesagt, als du sie am Mittwoch angesprochen hst?
Interessiert mich auch :-)
@ all: der EHC hat sich mit Vorstand und Trainer vor 6 Wochen an einer qualitativen Forschungsarbeit zum Thema "Homosexualität im Sport/Eishockey" beteiligt, dabei klare Statements gegen Homophobie abgegeben und arbeitet u.a. aktuell an einer Initiative gegen Homophobie im eigenen Stadion. Das Thema ist schon seit Amtsbeginn des neuen Vorstands auf der Agenda. Beste Grüße.
WIR SIND STOLZ AUF UNSER TEAM - (und dazu gehört auch unser neuer Vorstand mit allen seinen neuen Beiräten) !!!!
SUPER ARBEIT !!! DANKE FÜR ALLES !!!
@Dirk
Sehr gut!
@Stuff, Freiheit, Misssunshine: Eure Kommentare sind klassische, wirklich klassische Beispiele, wie mit berechtigter Kritik an homophoben (aber auch rassistischen oder sexistischen) Verhalten umgegangen wird:
* Verneinung, das Problem besteht
* Verleugnung, das Änderung möglich ist
* Verneinung, das Kritik berechtig ist
* Behauptung, dass Kritiker/in nicht zur Kritik berechtigt ist
* Beleidigung der Kritikerin/des Kritikers als Gutmensch
* Forderung nach Vorschlägen zur Veränderung der Situation
* Ablehnung aller gemachten Vorschläge
Wahnsinnig langweilig. Ich maße mich nicht an, für irgendwen zu sprechen, außer für mich selbst. Auch wenn ich nicht homosexuell bin, habe ich das recht, etwas als homophob zu befinden. Meine Meinung. Nur meine Meinung. Und da die euch so sehr nervt, scheine ich da ja genau richtig zu liegen.
@Christian: Wie immer die Stimme der Vernunft.
Nochmal:
"Mit denen, die solche Gesänge koordinieren, sprechen." - und was haben die gesagt, als du sie am Mittwoch angesprochen hast?
Christian Hauck, das hat bestimmt was mit Herrenmenschentum zu tun... die Herabsetzung des Kontrahenten dem mans nochmal ordentlich gibt auch wenn die Sache schon längst entschieden ist.
Damit der eigene graue Alltag in einem besseren Lich dasteht, gibt dem Triumph des eigenen Teams noch das Sahnehäubchen auf den Apfestrudel....
2. Möglichkeit: Das eigene Team verliert (Die Versager!!!!!). Um der Niederlage den Geschmack der Bitternis zu nehmen, versucht man durch Herbasetzung des Gegners die Sache als weniger schlimm dastehen zu lassen. Eigentlich unlogisch, weil: Wenn die so schlecht sind, warum gewinnen die dann gegen uns??????? Aber soweit gehen die Gedankengänge in der Masse nicht und es kommt oft zu solchem Singsang:
Lieber ein Verlieren sein, als ein schwules (hier Herkunftsland / Ort / Landstrich einfügen) Schwein....
Schwul funktioniert nur bedingt als Schimpfwort, weil Einstellungssache. Mich würde es härter treffen, wenn man mich z. B. als Sportclubfan titulieren würde... da würde ich ausrasten, sorry...
Und da kommt Konfuzius zum Einsatz: Die Beleidigung trifft nur den, der sie ausspricht....
Ach Caro, mir drängt sich hier immer mehr der Eindruck auf dass es dir schon lange nicht mehr ums Thema geht sondern darum endlich von irgendjemandan zu hören das du hier die einzige bist die durchblickt und endlich den Mut hat es auszusprechen... ich tu dir hiermit den Gefallen!
Du bist toll, du wirst die Welt verbessern, viel Spass dabei!
Wir anderen sind ja so klassisch in dem was wir hier schreiben und ganz schlimme, schlechte Menschen... *lol*
Und zurück zur Objektivität, von dir kommen auch keine Argumente, sondern nur "das ist so klassisch", "das ist so typisch"... Von andere Meinungen respektieren auch keine Spur, du packst auch nur Beleidigungen aus, wenn auch geschickt hinter verbalen Spitzfindigkeiten verborgen.
Ich geh zum EHC um mein Team anzufeuern, egal wie es läuft, egal in welcher Liga. Da kommen auch mal solche Sprüche auf, mich stört das nicht, dich stört es, dein gutes Recht. Ich kann damit leben. Ich weiß das ich weder homophob noch rassistisch noch sonst was bin, das reicht mir. Man muss nicht immer alles so hochpuschen, manche Dinge werden auch erst dann zum Problem weil jemand wie du es zu einem macht...
Übrigends, mal zum Reinlesen: http://www.hockeyisdiversity.de/
Es gibt Probleme, die werden auch intensiv angegangen, aber, auf dem Boden bleiben, nicht überall nur das schlechte Sehen und die Leute nicht über einen Kamm scheren. Ein bischen Gelassenheit und über den Dingen stehen kann das Leben auch leichter machen.
@misssunshine
Oh! Noch ein Unterpunkt für meine Liste oben:
* Das eigene Fehlverhalten auf den Kritiker spiegeln und anprangern.
Ich war zum ersten Mal da. Und ich habe - sehr ungläubig - zumindest die Menschen um mich herum gefragt, ob ich das Gegröhle richtig verstehe, und ob sie das gut fänden.
Du warst nicht zum ersten Mal da. Warum tolerierst Du das? Oder, schwächer formuliert: warum macht Dir das nichts aus? Ich verstehe Dich und den Rest nicht, echt nicht. Homophobie ist doch scheisse, damit will man doch nichts zu tun haben, auch nicht im Spaß.
Ah, und noch was: mir macht es nichts aus weil ich weiß dass da keine Homophobie dahinter steckt, es ist nur ein Spruch.
Ich weiß, das wirst du jetzt oberflächlich finden und erst Recht blöd, weil dadurch ändert sich ja nie etwas, aber es ist meine ehrliche Antwort ;-)
Einfach mal drüber stehen und deine (durchaus löbliche Energie) in echte Probleme stecken!
@Stuff: es geht mir nicht um beleidigungen und auch nicht darum, mich toll darzustelllen oder irgendwas hochzupushen und ich sehe nicht *überall das schlechte*.
ich hatte einen wirklich sehr unterhaltsamen abend am mittwoch, im beisein vielervieler freunde. das spiel hat großen spass gemacht. aber diese eine sache, die fand ich wirklich sehr befremdlich und hässlich, und sie hat mir das gesamte erlebnis schon vermiest. ich fand das spiel klasse, ich hatte großen spass, aber ob ich regelmäßig irgendwohin gehen würde, wo homophobe scheisse gebrüllt wird? eher nicht, egal wie groß der spass ist. das ist eine kultur, die ich nicht durch regelmäßige teilhabe unterstützen will. aber das ist ja meine sache. wenn du das anders siehst und dir das einfach nicht so wichtig ist? deine sache.
aber dir bewusst sein, dass du dieses verhalten durch deine teilhabe unterstützt, dass solltest du trotzdem.
@tatoo dem spiel vorhergegangene freundliche hinweise von freunden und bekannten: "alles prolls" "danach findest du fussballfans harmlos" "total unzivilisiert"
Zitat:
"Ah, und noch was: mir macht es nichts aus weil ich weiß dass da keine Homophobie dahinter steckt, es ist nur ein Spruch.
Ich weiß, das wirst du jetzt oberflächlich finden und erst Recht blöd, weil dadurch ändert sich ja nie etwas, aber es ist meine ehrliche Antwort ;-)
Einfach mal drüber stehen und deine (durchaus löbliche Energie) in echte Probleme stecken!"
Dem habe ich nichts hinzuzufügen :-)
Ich habe auch durchaus kein Problem das zu unterstüzen, weil, wie gesagt, da steckt nichts weiter dahinter (auch wenn es vielleicht unglaubwürdig klingt).
Wenn Personen direkt angegriffen werden ist das was ganz anderes, bin ich eine der Ersten die dagegen redet (hab ich auch schon getan), aber sich ständig wegen Bagatellen das Leben schwer zu machen ist doch völlig unnötig. Lass die "Betroffenen" doch für sich selbst reden, wenn es wirklich jemanden stört sieht das schon wieder ganz anders aus. Oder traust du ihnen das nicht zu?
Ich hoffe du bleibst weiter dabei (ganz ehrlich gemeint :-)) Aber wenn du es nicht etwas lockerer sehen kannst vermiest du dir den Spass doch selbst.
Ich verstehe gar nicht, Stuff, warum Du meinst, dass ich verbissen sei, bzw. Dinge nicht locker sehe. Ich sehe sehr viele Dinge sehr locker. Aber Sexismus, Rassismus und Homophobie eben nicht.
Ich wiederhole mich (heute den ganzen Tag ja schon) aber ich war sehr überrascht über die Rufe, weil ich soetwas eben noch nicht erlebt habe.
Und - oben auch schon geschrieben - ich spreche nur für mich. Nicht für irgendwen sonst. Auch Nicht-Homosexuelle dürfen Homophobie deklarieren und sie ablehnen.
Dein Rat "Lass die "Betroffenen" doch für sich selbst reden, wenn es wirklich jemanden stört sieht das schon wieder ganz anders aus." ist ein sehr einfacher, mit dem man es sich als 'Nicht-Betroffener' schön einfach macht.
"Ach, die Schwulen sagen nix, gegen unsere Sprüche? Dann sind die offensichtlich nicht schlimm!" Auf die Idee, dass Betroffene nichts dagegen sagen oder vielleicht sogar mitmachen, weil sie eben in der Minderheit sind, oder Angst haben, uncool zu sein, oder höchstpersönlich schlecht angemacht zu werden, weil sie sich von 'harmlosen Sprüchen die zum Sport dazugehören' angegriffen zu fühlen, bist Du noch nicht gekommen?
Zum Glück dreht Sky den Regler runter, wenn entsprechende Gesänge aufkommen, nicht war? So wird einem erst im Stadion bewußt was gesungen wird. Und wie gesagt, sowas passiert auch im Fußball, sogar in Freiburg. Es kann nicht sein, daß nur politisch Korrekte zum SC gehen...
Da wäre ich mal gespannt, wer mich da anspricht...
Wird eigentlich beim SC auch Blinde Sau gegrölt, wenn der Schiri was nicht sieht oder wird dann politisch korrekt gerufen: Sie anders Sehender! ?
Ich kanns nur von anderen Bundesligastandorten sagen, speziell KSC, Mannheim, München... da gehts genauso ans Eingemachte.
http://www.stupidedia.org/stupi/Politische_Korrektheit
Noch was aus dem Jugendfußball:
http://www.youtube.com/watch?v=1WQj-BvIHZI
Höre Dir den Kommentar der Zuschauer an....
Caro, dann hatten ja Deine Freunde recht... Ich würde gerne mal jene Leute kennen lernen, damit ich was dagegen sagen kann, da will ich mich wehren. Prolls, sowas, wie beleidigend. Unzivilisiert, aha und uns dann noch unter die Stufe von Fußballfans stellen... *g*
Das Argument: "Das ist gar nicht so gemeint" gilt meiner Meinung nach auch nicht. Es geht um den Empfängerhorizont. (Vgl. Bushidos Behauptung, Bitch wäre ja auch kein Schimpfwort, sondern einfach eine Bezeichnung für 'Frau').
Und wenn nichts dahintersteckt: warum nicht was anderes rufen? Geht es nicht gerade doch um genau diese spezielle Beleidigung? Ich glaube: ja. (Wie oben schon gesagt: Entmännlichung in einem sehr männlichen Sport.)
Und hey, wenn ich gucke, wir allein ihr drei sicherlich netten Menschen mich heute schon deklariert habt (Gutmensch, verbissen, unlocker, verkrampft, etc.pp): Yeah! Warum sagen die Schwulen eigentlich nix?
Arbeitet mal an eurer Konfliktkompetenz.
Ich werde jetzt gleich mal Matt Groenning, Trey Parker und Matt Stone anschreiben... und Quentin Tarantino bekommts auch knüppeldick für die schwulenfeindlichen Illustrationen in den Medien.
Danke, ich seh keinen Konflikt ;-) Deine Meinung ist eben eine andere als meine/unsere. Ich geh zum EHC um abzuladen, nicht um die Welt zu verbessern. Das tu ich im normalen Leben dann wieder :-)
@caro
deine Freunde (und vielleicht auch du) können mich gern für prollig oder unzivilisiert halten. Ich werde weiter zum EHC gehen und sie anfeuern. Ob die Gesänge immer allen gefallen is mir dabei offengestanden ziemlich egal. Ich habe keine Lust immer jedes Wort auf die Goldwaage zu legen und mir zu überlegen ob sich dadurch irgendwer auf den Schlips getreten fühlt. Denn das vermiest mir die Freude an den Spielen (oder allgemein am Leben). Wer mich kennt weiß, dass ich deswegen weder homophob noch irgendwas anderes bin. Und das reicht mir...
ich hoffe das eine Lied hat dir nicht komplett die Freude an dem Spiel verhagelt und du schaust dir mal ein Spiel an was nich so emotional aufgeladen ist wie die Spiele gegen Schwenningen. Vielleicht hast du dann auch die Chance den ein oder anderen EHC Fan kennzulernen und bist nicht nur mit Leuten da, die die anderen Fans für unzvilisiert und prollig halten.
in dem Sinne... guten Rutsch euch Allen!
Caro:
Warum ich dich für verbissen und unlocker halte? Weil jeder deiner Kommentare so rüber kommt denn du ziehst dich hier wirklich an Kleinigkeiten hoch die im Übrigen den ganzen Verein und alle Fans ungerechtfertigterweise wegen ein paar Sprüchen in sehr schlechtem Bild dastehen lassen.
Von den ganzen positiven Anfeuerungen, der Unterstützung für unsere Jungs usw. kommt gar nichts rüber! Das ist äußerst traurig und schadet letzlich dem Verein der gerade mit sehr viel Leidenschaft aus der Krise geführt wird.
Und zum letzten Absatz: nein wirklich, bin ich ja noch nieee drauf gekommen (Vorsicht, Ironie!). Und klar ist das Schade, aber gerade hier könnte man ja auch nicht öffentlich und ohne sich zu outen Stellung beziehen. Ich wollte damit auch nicht ausdrücken das man nicht für Minderheiten eintreten soll, aber erstaunlicherweise sind es doch meistens die die es eben nicht persönlich betrifft, sollte einem auch erstmal zu denken geben. Homosexuelle sind heutzutage sicher schon deutlich besser vertreten und werden besser gehört als früher, aber aus der Richtung kommt hier keine Aufregung (und noch mal, ich spreche hier nicht von echten Problemen und Ausgrenzungen, sondern von EINEM Fangesang!). Daher mein Aufruf: Locker bleiben und die Energie sinnvoll dort rein stecken wo es echte Probleme gibt!
So, und nun bin ich weg für heute und wünsch euch allen trotz unterschiedlicher Ansichten einen schönen Abend :-)
auch wenn die "diskussion" schon ein gutes stück weiter abgerutscht ist, wollte ich doch nochmal auf die "klassischen Beispiele" eingehen, soweit ich sie auf meine posts interpretiert habe
* Verneinung, das Problem besteht
- Verneint habe ich das Problem nicht, lediglich darauf hingewiesen, dass man über die Wertigkeit des Problems streiten kann.
* Verleugnung, das Änderung möglich ist
- habe ich hier in keinem Kommentar gelesen
* Verneinung, das Kritik berechtig ist
- ist es nicht oft so in Diskussionen, dass die eine Seite Dinge für gerechtfertigt hält, welche die andere Seite abstreitet....
* Behauptung, dass Kritiker/in nicht zur Kritik berechtigt ist
- ich spreche niemandem das recht ab seine Meinung kundzutun
* Beleidigung der Kritikerin/des Kritikers als Gutmensch
- zugegeben eine übespitzte Formulierung, falls du dich persönlich beleidigt fühlst, tuts mir leid, ich würde über sowas stehen...
* Forderung nach Vorschlägen zur Veränderung der Situation
- was ist daran falsch? Du hast Kritik an den bestehenden Zuständen geübt. Meiner meinung nach ist es Teil konstruktiver Kritik, Alternativen aufzuzeigen
* Ablehnung aller gemachten Vorschläge
- fühle ich mich nicht angesprochen: ich habe Widersprüche in deiner Argumentation aufgezeigt (Vorwurf der Unterlassung vs. Unterlassung als Lösung), die reale Umsetzbarkeit eines Vorschlages angezweifelt (was anderes schreien) und den Vorschlag auf den Verein zuzugehen aufgenommen und weiterentwickelt ;-). Es muss doch zumindest die Möglichkeit geben, sachlich über Lösungsvorschläge zu diskutieren
* Das eigene Fehlverhalten auf den Kritiker spiegeln und anprangern.
- das regt mich schon ein bißchen auf: du forderst in deinen Posts explizit den Einzelnen auf, sich aktiv gegen homophobe Äusserungen zu stellen:
" sorry, Leute, ihr müsst euch gefallen lassen, dass ich euch als Danebensteher bezeichne, wenn ihr das bei den Veranstaltungen Eures liebsten Vereins toleriert. Ihr steht nun mal daneben. Ihr findet das Scheisse? Bezieht doch Stellung, und zwar nicht nur hier."
auf die Frage, was du dagegen getan hast, kommt nur
"Ich war zum ersten Mal da. [...]
Du warst nicht zum ersten Mal da. Warum tolerierst Du das?"
Sorry, aber wird Homophobie erst verurteilenswert wenn man sich regelmäßig an ihr stört?
Ich werde das Gefühl nicht los, dass hier Anspruch und Wirklichkeit doch sehr weit auseinanderklaffen...
es gehört halt doch courage dazu, sich vor eine Horde besoffener Prolls zu stellen und zu sagen: "hey, Homophobie ist scheiße, würdet ihr bitte damit aufhören." Ich geb ehrlich zu, ich habe die Eier nicht. Wie siehts bei dir aus Caro? [im bildlichen Sinne :-) ]
Btw:
"Wenn man im Dreisamstadion auf Nord sowas ruft, wird man von den Umstehenden deutlich darauf hingewiesen, dass das in Freiburg nicht erwünscht ist."
"Schöner Move, und sehr üblich, in so Debatten, Anekdoten von "Betroffenen" anzubringen,"
;-)
Caro Superstar. Unglaublich wie man hier so ein Fass aufmachen muss! Super Stimmung wars, 13 Spiele 13 Siege! Klasse Jungs! Blau Weiss Rot ein Leben lang!
Hey, immerhin ne Diskussion.
Ohne Ironie - für mich sehr interessant die Argumente, Argumentationsarten und Argumentationsebenen zu beobachten. Es gibt viele Dinge, die ich irgendwie rational nachvollziehen kann, aber nicht empfinde, und wenn dann so wie hier darum gestritten wird kann ich mich unter verschiedenen Perspektiven besser zurechtfinden.
Danke - an alle hier.
So und hier mal eine Textpassage von von Harald Martenstein über "Schwul" und die Sprache.
http://www.youtube.com/watch?v=bFx6EFyOXkk
@all: vorrangig geht es hier, wenn ich es richtig verstanden habe, um ein Sportereignis. Ergo, ich war begeistert von 3800 Zuschauern! Das sind genau die Signale die die Stadt braucht, um wahrzunehmen das nicht nur der Sport Eishockey lebt, sondern auch die Zuschauer daran weiterhin Interesse haben.
Nach dem Lesen der ganzen Kommentare kann ich mich durch aus dem letzten Kommentar von ´christianhauk´anschließen, erstaunlich wie unterschiedlich Dinge wahrgenommen werden.
Mir/Uns ist komischerweise auch eine gewisse Schwulenfeindlichkeit aufgefallen, die wir so vorher noch nicht wahrgenommen haben. Wir haben das kurz in der Gruppe diskutiert. Ja, wir haben nichts dazu gesagt und sind auch nicht verbal aktiv geworden, sind wir deshalb schlechte Menschen ;-( ?
@Caro: ich finde es ja toll, was du hier für einen Energie aufbringst. Ich kann auch deine Argumentation nachvollziehen und bin bei vielen Dingen deiner Meinung.
Ich denke aber, dass du dich über die Reaktionen nicht beschweren darfst. Du vertrittst hier unaufgefordert eine Minderheit, vlt. sind die Fans die sich schwulenfeindlich äußern ja auch eine Minderheit? Ich konnte jedenfalls nur wenige ausmachen.
How ever es ist glaube ich deine Art, die hier einigen auf den Wecker geht. Du kommst hier tatsächlich verbissen, zeitweise arrogant und zu einem großen Maß als "Klugscheisser" rüber.
Versuchst du hier dein psychologisches Basiswissen auszuprobieren, oder probst du für einen Didaktik- Workshop, oder ist einfach die Rote Zora zu Besuch?
Eine Meinung zu vertreten ist das Eine, alle die mit diskutieren von seiner Meinung überzeugen zu wollen das Andere!
-> "Arbeitet mal an eurer Konfliktkompetenz." aja!
btw. wie bereits in einigen Threads zum Thema "EHC" in fudder diskutiert und für richtig befunden. Eishockey-Fans sind Proleten, keine Akademiker! Wir sind in unserem Sozialverhalten unterentwickelt und nehmen solche Dinge wie Homophobie einfach nicht wahr, weil wir gar nicht verstehen was das ist^^
Schade das du uns bei diesem Thema nicht zur Seite gesprungen bist. Da hättest du auch Minderheiten vertreten können;0)
Ich respektiere ich deine Meinung, kann aber mit der Wehementz andere davon zu überzeugen nichts anfangen.
Was sagt eigentlich dein Chef bei Fudder zu dem Thema? Der ist doch etwas öfter beim Hockey...
#Caro - sie tritt hier als Privatmensch auf, nicht als Angestellte. Diese Schere im Kopf ist nicht einfach zu praktizieren (na gut, Journalisten müssen sowas halt können) aber es ist klar deklariert.
#Akademiker . ist nicht das Gegenteil von Prolet. Wenn man die Leute schon in Schubladen steckt dann jeden in viele. Mit anderen Worten: es gibt alle Kombinationen.
Und noch ein outing - als Jugendlicher hab ich jahrelang Eishockey in einem Provinzverein gespielt, mir ist die Atmosphäre (allerdings nicht in dieser verbalen Heftigkeit) nicht fremd.
@ ch: ich habe Caro auch nicht bzgl. ihres Angestelltenverhältnisses angesprochen, sondern auf dem Hintergrund, dass bei fudder doch der Ein oder Andere regelmäßiger zum Hockey geht und demnach sicher auch eine Meinung zu der Thematik hat.
Das Akademiker nicht das Gegenteil von Prolet ist, ist mir durchaus bewusst. Diesen Vergleich habe ich ja selbst, in einer anderen Diskussion zu Thema Eishockey gezogen. Mir geht es genauso um das Vermeiden von Schubladendenken. Leider ist eine Schublade nun mal, dass zum Hockey hauptsächlich Prolls gehen! Wäre es tatsächlich so, wäre ich/wir ja aber gar nicht beim Eishockey? sind wir jetzt eine Minderheit, die besondere Unterstützung braucht? na dann los...
Letztendlich sind es doch immer Grundsatzdiskussionen. Man sollte allerdings vermeiden, alle über einen Kamm zu scheren und dieser Eindruck ist leider entstanden. Wie du selbst sagst, kennst du so eine Atmosphäre - ich auch. Ergo ist ein kein alleiniges Phänomen des Freiburger Eishockeys.
"Letztendlich sind es doch immer Grundsatzdiskussionen. Man sollte allerdings vermeiden, alle über einen Kamm zu scheren und dieser Eindruck ist leider entstanden."
!!!
http://wolow.de/system/application/uploads/inserat/flat/Daumen-hoch.jpg
@ loop'nreim:
Vielen Dank für diesen großartigen Beitrag! Inhaltlich nichts beizutragen aber trotzdem mal mitreden wollen oder was? Offensichtlich haben mich ja sonst alle Verstanden, also lies es doch einfach nicht wenn es dir Schmerzen bereitet. Ich bin ja nur ein prolliger und unzivilisierter Eishockeyfan, also wozu korrekte Kommasetzung *lach*.
Ich fand das hier bisher eine erfreulich "erwachsene" Diskussion (ist man ja nicht aus allen Foren usw. gewohnt), aber solche Klugscheißerei völlig am Thema vorbei ist lächerlich.