"In Freiburg gibt's ja keine guten Konzerte!" Wer das sagt, hat keine Ahnung - oder einfach große Freude daran, die fleißige Arbeit der Konzert- und Festivalveranstalter in Freiburg abzuwerten. Denn auch in diesem Jahr gab's wieder reichlich gute Musik zu entdecken. Hier sind zehn Konzerte des Jahres 2011, die wir nicht vergessen werden:
Manisch, wohlgeformt, aggressiv und schüchtern sind Jamie Stewart und Freddie Rupert bei ihrem Konzert im Slow Club. Konzentriert ballert Stewart auf die Drums ein, als würde er jemanden (wahrscheinlich sich selbst) bestrafen wollen, währen Ruppert zögerlich Sehnsuchtssätze rezitiert. Eine Band wie eine Therapiegruppe, die sich nach jedem Konzert noch zur Entspannung im Fight Club austobt. [Caro]









Ólafur Arnalds war schon herausragend dieses Jahr in Freiburg. Agnes Obel im Jazzhaus war auch noch sehr schön. Von den Obigen fand ich The Wave Pictures (zu viel Gitarrengewichse) und PeterLicht (viel zu lang) ziemlich enttäuschend.
Auch sonst gab es schon bessere Konzertjahre in Freiburg. Das liegt insbesondere auch daran, dass sich die etablierten Konzertveranstalter (insbesondere das Jazzhaus!) mehr und mehr auf ihren Zugpferden ausruhen und das extrem zu Kosten der Abwechslung geht. Wenn ich noch ein mal Friska Viljor auf nem Plakat sehe, muss ich echt brechen.
Vielen Dank an der Stelle mal ganz besonders an den Chico vom Swamp, das White Rabbit Team und die Footloose Crew. Ohne die müsste ich hier den konzerttechnischen Tod sterben.
hatte musikalisch ein paar richtig schoene abende bei der bluerabbit-jazzreihe...
und: danke vom team zurueck:)
"Vielen Dank an der Stelle mal ganz besonders an den Chico vom Swamp, das White Rabbit Team und die Footloose Crew."
das möchte ich erstmal sofort mit unterschreiben!
ansonsten wunder ich mich schon, dass bei euch niemand das konzert von janelle monae auf dem zmf auf der liste hat. da steh ich musikalisch eigentlich gar nicht drauf, aber das war bei mir dennoch mit weitem abstand das ergreifendste (freiburger) konzert des jahres. unfassbare präsenz, die frau. eine bessere performerin hab ich dieses jahr nicht gesehen. hatte mir jemand mit den worten empfohlen "schau dir die im club an, bevor sie demnächst nur noch in stadien spielt". und da hat er vermutlich recht.
bryan ferry hab ich leider leider verpasst, sonst wär der bestimmt auch auf meiner liste :-)
und von daher auch ein dank an marc von koko - die beiden hat nämlich jeweils er gebucht. und die muss man auch erstmal nach freiburg locken!
@surfling:
monae fand ich auch unfassbar. nehmen wir hiermit nachträglich mit auf die liste:
http://fudr.fr/sw3mf
lach. janelle war so gut, dass ich glatt vergessen hatte, dass joy denalane an dem abend ja auch noch im zelt gespielt hatte...
aber respekt immerhin für ihre (joy) entscheidung, janelle den vortritt als headlinerin zu lassen, der rein kommerziell betrachtet da noch ihr zugestanden hätte.
und danke fürs mit auf die liste nehmen supermanuel. der link geht nur leider nicht...
Ich geh lieber auf die kleinen Events - die es dann aber kaum in die Top X schaffen.
Meine Highlights in Freiburg 2011:
Phoebe Killdeer und die short straws im Teng. Unaffektiert, trotzdem die Frau mit Glamour und die Jungs virtuos.
Kestekop 2 im Slow Club. Kaum zu glauben wieviel Energie 2 Mann haben können.
Saties Vexations im Peterhofkeller. Kategorie einmalimleben. Extrem. 20 Pianisten 20 Stunden.
Seltsam, alles hat was mit Frankreich zu tun.