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Was macht eigentlich der Vorstand des U-Asta?

De Vorstand des unabhängigen allgemeinen Studierendenausschusses (U-Asta) der Uni Freiburg besteht aus Laura Maylein (23), Lennart Lein (22) und Till Oßwald (23, Foto von links nach rechts). Das neu gewählte Trio sieht einer Amtszeit voller Veränderungen entgegen. Warum das so ist:

Laura Maylein, Lennart Lein, Till Oßwald

Seit dem Oktober läuft die Amtsperiode des neuen Vorstands des unabhängigen allgemeinen Studierendenausschusses (U-Asta). Das Vorstands-Trio besteht aus Laura Maylein (23), Till Oßwald (23) und Lennart Lein (22). Der Sitz des U-Asta befindet sich im Studierendenhaus in der Belfortstraße 24. Hier bekommen Studenten Antworten auf allerlei Fragen, die ihr Studium betreffen.

Keiner der drei neuen Vorstandsmitglieder ist ein Frischling im hochschulpolitischen Treiben. Alle haben sich bereits in Fachschaften oder verschiedenen Gremien betätigt. Dahinter stecke das Interesse, Studierende innerhalb der Hochschulpolitik zu vertreten, sagt Lennart Lein.

Was macht der Vorstand?

Der 23-Jährige studiert im siebten Semester Geschichte, Politikwissenschaft und Anglistik auf Staatsexamen und hat für seine Arbeit im U-Asta-Vorstand eigens einen Blog gegründet. Darin beschreibt er seine Tätigkeiten als Vorstandsmitglied. Der Titel des Blogs lautet: „Was macht eigentlich der Vorstand?“. „Ich will unserer Arbeit mehr Transparenz verleihen. Wir erreichen bei weitem nicht alle Studierende, was sich an der Wahlbeteiligung von 16 Prozent ablesen lässt“, erklärt der Lehramtsstudent.

Woraus besteht denn nun die Arbeit des U-Asta-Vorstands? Laura Maylein erklärt: „Wir stehen Studierenden bei Fragen zur Seite, die das Studium betreffen – und falls wir diese nicht beantworten können, haben wir zumindest den richtigen Ansprechpartner parat.“ So bietet der U-Asta unter anderem eine wöchentliche kostenlose Rechtsberatung mit einem Anwalt an, der aus den Mitteln der unabhängigen Studierendenvertretung finanziert wird. Auch eine unabhängige Bafög-Beratung ist Teil des Angebots.

„Konkret vertreten wir als Vorstand die Interessen der Studierenden vor dem Rektorat, delegieren die Raumvergabe und sind für die bundesweite Vernetzung der Studierendenvertretung zuständig“, ergänzt die Bachelorstudentin der Philosophie und Südslawistik. Im Klartext heißt das wohl: Reden halten. So stellt sich das zumindest in Lennart Leins Blog dar. Da erzählt das Vorstandsmitglied vom obligatorischen Empfang mit Schnittchen, Händeschütteln mit der Uni-Prominenz und der Selbstbeweihräucherung der Universitäten.

Die Rückkehr der Verfassten Studierendenschaft

In dieser Amtsperiode des Vorstands stehen jedoch zwei große Veränderungen an: So soll den Studiengebühren ein Ende bereitet werden. „Bis Februar soll das Gesetz verabschiedet sein, pünktlich zum Beginn des Sommersemesters“, erklärt Laura Maylein.

Und: Mit der neuen Landesregierung steht die Wiedereinführung der 1977 abgeschafften Verfassten Studierendenschaft (VS) an. Spätestens im Herbst 2012 soll es die VS auch an der Uni Freiburg wieder geben. Denn der U-Asta ist zwar eine offizielle Studierendenvertretung, in seinen Handlungsmöglichkeiten und Mitspracherecht aber beschränkt, da er über kein gesetzliches Mandat verfügt, als Vertreter der Studenten aufzutreten. Die VS kann außerdem Gebühren erheben, die jeder Studierende zahlen muss. „Das wären aber maximal zehn bis 15 Euro“, erklärt Lennart.

Die Finanzierung – ein weiteres Thema, welches den Vorstand beschäftigt. Die 23-jährige Laura sagt: „Aus dem Uni-Topf kriegt der U-Asta eine verschwindend geringe Summe: Wir müssen mit zehn bis 20 Prozent des Kostenrahmens von verfassten Uni-Asten arbeiten. Das ist bei uns eine Grundzuweisung von 30 000 Euro mit jährlichen Sonderzuweisungen von bis zu 18 000 Euro.“

Soziologie- und Philosophiestudent Till Oßwald sagt: „Daraus finanzieren wir unter anderem die Beratung und unterstützen studentische Initiativen.“ Ob eine verfasste Studierendenvertretung nach Abschaffung der Gebühren auch über die Streichung von Stellen mitentscheiden könnte, sei noch ein umstrittenes Thema, so der U-Asta-Vorstand.

„Wenn der Gesetzesentwurf bleibt, wie er ist, dann werden wir über Stellen, die aus Gebühren oder deren Kompensation entstehen, mitentscheiden dürfen“, so Laura Maylein. Das Hauptproblem, da ist sich das Trio einig, liegt wie eh und je in der Unterfinanzierung des Bildungssystems. Studiengebühren und Kompensationszahlungen blieben da reine Löcherflickerei.

[Foto: Thomas Kunz; dieser Artikel ist heute auch in der gedruckten Ausgabe der Badischen Zeitung erschienen]


Mehr dazu  
  • Der unabhängige allgemeine Studierendenausschuss (U-Asta) hat sich 1978 als Reaktion auf das Verbot der bis dahin bestehenden Verfassten Studierendenschaft durch die Landesregierung gegründet. Dem offiziellen Asta, der sich nur zu sportlichen, musischen und kulturellen Dingen äußern darf, steht der Rektor vor. Zum U-Asta,  der politischen Stimme der Studierenden, gehören neben den ausführenden Organen, dem Vorstand und den Referaten, auch die Fachschaften. Bei den Uniwahlen tritt der U-Asta mit den Buf-Listen an, das ist das Bündnis unabhängiger Fachschaften, um eine Mehrheit im Asta zu erlangen.
  • Kontakt: u-asta.uni-freiburg.de, Sprechzeiten des Vorstands: Montag bis Donnerstag 10 bis 13 Uhr,  0761/203-2033, Rechtsberatung: Mittwoch, 14 bis 16 Uhr, BAfög-Beratung (anmeldefrei): Donnerstag, 12 bis 14 Uhr.
  • Blog: Was macht eigentlich der Vorstand?
 




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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 6
Freitag, 18.11.11 15:27
 

was macht der U-Asta, wer böses will könnte behaupte zu nicht angemeldeten Demos aufrufen, aber so einfach ist es ja dann auch nicht :)

Freitag, 18.11.11 16:17
 

Nee, so einfach ist das tatsächlich nich.

Samstag, 19.11.11 10:09
 

Du lieber Himmel, beim Bild dachte ich erst, dass sei die neueste und angesagteste Indiepop-Band!
Was für Poser!

k_c
Samstag, 19.11.11 13:38
 

das eine schließt das andere nicht aus.

Samstag, 19.11.11 13:41
 

Süße Kerlchen auf jedenfall, richtig harmonische Familien ähhh Gruppenbild

Sonntag, 20.11.11 15:29
 

die spartaner der uni. da fühlt man sich sicher...

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