Aron Lederer und Deniz Binay haben Freiburgs Clubszene einen neuen Kick gegeben: Bei ihren Techno-Partys erlebt man häufig den totalen Freak-out mit kreischenden Menschen und einem hohen Ausrastfaktor. Am Wochenende feiert ihre Partyorganisation "Sinnestäuschung" ihren dritten Geburtstag. Bernhard Amelung fragt die beiden Partymacher, was war - und was wird:


Eines muss man neidlos anerkennen: Die Sinnestäuscher haben in der Freiburger Techno-Szene ein Feierfeuer entfacht, dass kaum mehr heller brennen kann. Ausgewähltes Booking, straff durchorganisierte Veranstaltung, und dennoch genug Freiraum für Selbstexperimente jeglicher Art. Wer’s minimal und technoid mag, gehe hin.



Bodzin & Romboy in Freiburg war schon geil. Wünsch' den beiden auf jeden Fall weiterhin alles Gute für ihr Projekt.
Super sympathische jungs, und sehr viel wahres. Definitiv eine der sehr wenigen, besten Veranstaltungsreihen in Freiburg.
Aber dass durch sie die anderen Veranstalter nun mehr auf Lineups mit professionellen DJs achten finde ich dann doch etwas zu hoch angemaßt ;) In Freiburg hat sich einfach sehr viel getan in der letzten Zeit was elektronische Musik angeht, langsam breitet sich auch eine richtige Fusion Szene hier aus.
Dennoch fehlen einfach noch Clubs wie der Hinterhof, das erst frisch entstandene Lokal oder die Kuppel in Basel. Clubs die sich regelmäßig auf elektronische Veranstaltungen spezialisieren mit Lineups die ein wirkliches Hintergrundwissen der Mainbooker vorraussetzen. Große Namen liest man neben den Güterbahnhofveranstaltungen (die aber zum Großteil eben aus Tiefschwarz, Monika Kruse oder Lexy & K-Paul bestehen) momentan in regelmäßigen Abständen eben nur bei Sinnestäuschung.
@stay at home: gute bookings hast du u.a. auch bei somebody scream,levon vincent mal als beispiel. was aber viele davon abschreckt, künstler zu buchen, ist sicher die rip-off mentalität vieler clubbetreiber, die sich so einen unfug wie "clubmiete" ausdenken... so etwas kenne ich nur aus FR. dass man einen prozentsatz der abendeinnahmen abführt, ist ja okay, aber clubmiete?! und ja, viele haben auch keine ahnung...in sachen programmgestaltung...
@ keep it deep
denke genauso...aber mich faszinierd das die werbung einen vierstelligen bereich ausmacht....hut ab jungs...
was sagst du keep? ich denke grade die etwas alternativeren locations bieten doch sehr regelmäßige insider headliner? u.a. die von dir genannten VA´s!
lg
Die Partys von den Jungs wären soweit in Ordnung wegen den Acts und so, wenn diese Partys nicht immer soviele Vollidioten und assoziales Pack anziehen würde.
Ich wünsche "Sinnestäuschung" aber trotzdem viel Glück für fie Zukunft! Für die Leute, die sie anziehen, können sie ja nur bedingt was...
@keep-it-deep
Ja natürlich, somebody scream, root down und ohrbital sind Veranstaltungen die für gute Musik garantieren. Trotzdem würde ich auch mal gerne "kommerziellere" Bookings aus dem Underground Bereich haben.
Aber ich denke neben Clubmiete werden potentielle Veranstalter auch von der Eintrittspreis Mentalität die sich bei den Freiburgern eingestellt hat zurückgehalten etwas auszuprobieren.
Die Leute haben kein Problem damit für dj [irgendein regio typ], der jedes Wochenende dieselbe Musik im selben Club auflegt 5 Euro zu zahlen, sobald dann aber ein Booking da ist bei dem man rechnerisch einfach 6 oder 7 Euro Eintritt verlangen muss heulen die Leute rum.
Die Clubs selbst hätten die Möglichkeit durch ihre Getränkeeinnahmen sich gute Bookings ins Haus zu holen, aber nein, da wird lieber eine neue 5 Euro Eintritt Veranstaltung von semi-professionellen externen Veranstaltern geholt, bei der dieselbe Musik und die selben Leute nur unter anderem Namen aufzufinden sind und dazu noch Miete abgezwackt wird. Und dann hast du noch nichtmal eine gute PA gesichert...
finanziert sich ein laden nicht rein technisch gesehen über die getränkeeinnahmen? wo da noch spielraum für die xhundert/tausend euro für die gage sein soll erschließt sich mir nicht. also muss es in aller regel über den eintritt laufen. haste aber x tausend an bookinggagen (plus unterkunft, koka, nutten etcpp.) musste dann auch abstriche bei der qualität des publikums in kauf nehmen um deine ausgaben wieder reinzuholen. quadratur des kreises und so. und nur weil *setzehierirgendeintrendein* draufsteht, seh ich als veranstalter nicht ein, warum ich n haufen kohle für nichts riskieren soll. dann doch lieber den lieben kollegen von um die ecke, der zwar regional ist, aber zumindest qualitaitv bzw. muikalisch das vertritt, was ich mit meiner veranstaltung erreichen will. und mir finanziell den spielraum lässt, gezielt nach "meinem" publikum zu suchen und nicht jede nase "ansprechen" zu müssen. dann kommt dann noch sowas dämliches wie ein (manchmal utopischer) mindestthekenumsatz, den man garantieren muss, um veranstalten zu dürfen und und und...quadratur des kreises...