zur Startseite
Passwort vergessen?
 

 

Benedikt wartet auf Benedikt

Der Papst ist noch auf dem Weg von Erfurt nach Freiburg, aber die KaJo füllt sich schon jetzt mit Menschen, die bei der Papamobilfahrt von Benedikt XVI. in der ersten Reihe stehen wollen. Einer der Wartenden ist Benedikt Nagel, 22, der extra aus Bayern angereist ist, um seinem Namensvetter zu begegnen.



Kaiser-Joseph-Straße, kurz vor 11 Uhr. Mindestens ein Benedikt ist schon da. Benedikt Nagel, 22 Jahre alt, ist aus Regensburg angereist und freut sich riesig, endlich den Papst zu treffen. „Als er nach Regensburg gekommen ist, hatte ich keine Zeit. Und als ich in Rom war, war der Heilige Vater nicht da.“ Diesmal hat er die Chance genutzt. Und steht jetzt schon seit halbzehn an der Absperrung, um den besten Platz zu bekommen. „Als feststand, dass der Papst kommt, habe ich mir sofort alle Tickets besorgt.“

Schon bei der Wahl des Papstes im April 2005 war in seiner Familie die Freude groß, als sie den Namen des neuen Pontifex’ erfahren haben. Denn: Nicht nur der Name stimmte, auch die Nummer. 16, genauso alt wie Benedikt eben zu diesem Zeitpunkt war. Und in Regensburg hat der Heilige Vater auch noch gelehrt.

Doch nicht nur die Äußerlichkeiten stimmen für den 22-jährigen Katholiken. Auch inhaltlich stimmt er mit seinem Namensvetter überein. „Von der Ökumene halte ich nichts. Die Protestanten sind aus der Kirche ausgetreten, deswegen können sie jetzt auch wieder auf uns zugehen.“  Reformen innerhalb der Kirche hält er nicht für nötig. Benedikt ist überzeugt, dass die harte Linie des Papstes nicht der Insititution schadet. „Deutschland ist eine relativ kleine Gemeinde verglichen mit dem Rest der Welt. Es gibt viel mehr Eintritte weltweit, als Austritte. Nach 2000 Jahren wird die Kirche nicht untergehen.“

Seine Haltung ist fest. „Ich bin klar konservativ eingestellt“, sagt er. Diese Haltung zu verteidigen, fällt ihm nicht schwer. „Man wird schon ein bisschen blöd angeschaut für seine Sicht, und ich muss dann halt oft von Neuem argumentieren.“

Von den kommenden zwei Tagen erhofft Benedikt sich eine weitere Stärkung seines Glaubens; nach der Papamobilfahrt durch die Stadt will er die Jugendvigil an der Messe besuchen und am Sonntagmorgen natürlich auch zur Messe am Flugplatz. Seine Familie ist heute nicht da, wird aber vor dem Fernseher aus die Veranstaltung verfolgen. „Ich habe ihnen gesagt, wenn einer wild winkt, dann bin das ich.“ Dann können sie vielleicht auch das erste Souvenir sehen, dass ihr Sohn gekauft hat: ein weißes Plastikarmband mit dem Logo des Papstbesuchs - und dem Namen 'Benedikt'.





 




Artikel als E-Mail verschicken Artikel auf Facebook weiterempfehlen Artikel twittern Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen Diesen Artikel bei del.icio.us bookmarken
 



Kommentare
Anzahl der Kommentare: 8
Samstag, 24.09.11 12:13
 

Schade- so jung und schon so alt....

Samstag, 24.09.11 14:32
 

„Von der Ökumene halte ich nichts. Die Protestanten sind aus der Kirche ausgetreten, deswegen können sie jetzt auch wieder auf uns zugehen.“

Das ist die Botschaft der Liebe...Gottes Gnade für alle!

Vor 80 Jahren hätte der einen prima "Jugendgruppenführer" abgegeben!


Da Dude hat den Kommentar am 24.09.2011 um 14:32 bearbeitet
Samstag, 24.09.11 17:23
 

Soso, dann hatte der Gute bestimmt noch kein selbstgemachtes Erlebnis geschweige denn eines mit Frau. Durfte der überhaupt mit der Zeitung reden oder habt ihr gesagt ihr schreibt fürs Konradsblatt?
Ja gut er kommt aus Regensburg. Die haben auch jüdische Grabsteine für ihre Häuser verwendet...

Samstag, 24.09.11 17:35
 

@tatoocheck:

nee. wir ham ihm gesagt, wir schreiben für fudder.de. sehr wahrscheinlich wird das konradsblatt uns aber nach diesem wochenende einige autoren abwerben ...

Samstag, 24.09.11 17:41
 

Ich frage mich sowieso, was Fudder noch schreiben will, wenn die ganze Pastgeschichte samt Nachbetrachtung durch ist....

Samstag, 24.09.11 18:27
 

das fragen wir uns auch.

Samstag, 24.09.11 20:12
 

Wir werden wochenlang unsere Trauer schriftstellerisch mit wirren, inneren Monologen verarbeiten müssen, die eine deutliche Anlehungen an die Großen der Postmoderne aufzeigen und höchstwahrsheinlich absolut keinen Sinn ergeben werden.

Samstag, 24.09.11 20:15
 

Wie wärs, eine(r) aus der Redaktionsmitte sammelt 12 Jünger um sich und Gründet eine neue Religion? Durchs Land wandeln und predigen, Hände auflegen, Brüste bestasten...
Ich weiß, 99 von 100 Religionen scheitern in den ersten 3 Jahren scheitern, aber ein Versuch wärs doch wert.

Um einen Kommentar zu verfassen, benötigst du ein fudder-Profil. Registriere dich kostenlos oben rechts auf fudder.






Diese Funktion steht nur für eingeloggte fudder-User zur Verfügung.

» fudder-Netiquette





» EK

re: Hochzeitslocation 15 Leute
"draußen gestuhlt&qu...

» Abnoba

re: Hochzeitslocation 15 Leute
Adlerburg in Au

» stger

re: Hochzeitslocation 15 Leute
schlosscafe auf dem Loret...

» s'vögele

re: Hochzeitslocation 15 Leute
Also ich kann nur nochmal...

» verena_maren

Kleiderschrank und Sideboard
Hallo zusammen, ich ve...

» Lena18041987

re: re: Hochzeitslocation 15 Leute
@Stiflers Mom: nein, mei...

» Lena18041987

re: re: Hochzeitslocation 15 Leute
@Laz:Wieso sind 100 € pP ...

» Lena18041987

re: Hochzeitslocation 15 Leute
danke, das waren echt ein...