zur Startseite
Passwort vergessen?
 

 

Die WTF-Demo: Eine Außenansicht

Am Freitagabend zogen etwa 400 Papstgegner durch Freiburg. Die Demonstranten wurden von etwa genausovielen Polizisten begleitet und von vereinzelten Schaulustigen beobachtet. Konstantin hat eingefangen, was bei den Außenstehenden von der Demo ankam.



Kurz nach 19 Uhr. Friedrichring.
Rund um die Demo des Bündnisses „What the fuck“ gegen den Papstbesuch findet man vor allem eines: Gleichgültigkeit. Reisenden, die Freiburg wegen des Papstbesuchs verlassen, ist der Heilige Vater genauso egal wie die unheilige Demonstration mit der unheimlichen Polizeibegleitung, einzelne halten die Veranstaltung gar für „Kindergarten“.

Andere wiederum wissen von nichts, weder von der Demo, noch davon, daß morgen der Papst nach Freiburg kommt. So auch der 31-jährige Jussuf (Bild unten), der gemütlich vor dem Café Istanbul  mit seinen Freunden eine Wasserpfeife genießt, als aus heiterem Himmel die Demonstranten und die sie begleitenden Polizisten an ihnen vorbeiziehen. Das gesamte Geschehen filmt er erstaunt mit seinem iPhone.



„Die viele Polizei war sehr beängstigend,“ gibt er zu. Sowas habe er in seinen jetzt 8 Monaten in Deutschland noch nicht gesehen. „Es ist unglaublich, daß Christen gegen den Papst demonstrieren, aber andererseits wäre es auch merkwürdig, wenn alle nur für ihn wären. Es ist doch normal, daß einige dafür und einige dagegen sind.“ Daß überhaupt demonstriert wird findet er gut: „Schön, daß das möglich ist, schön, daß sie sich bemerkbar machen können.“

Es treffen auch schon etliche Papstpilger in Freiburg ein. Ihr Weg kreuzt sich vor dem Hauptbahnhof mit der gut 400 Personen starken Demonstration, die dort eine von der AC/DC-Hymne „highway to hell“ eingeleitete Zwischenkundgebung abhält.

Birgit (26), Sandra (18), Carmen (21) und Fabian (19) (Bild unten, von links nach rechts) sind gerade aus Schnackenburg in der Oberpfalz angereist und auf der Suche nach ihrer Unterkunft im St. Ursula Gymnasium. Für einige von ihnen ist es die erste Demo überhaupt, die sie sehen. „Wir haben schon auch unsere Kritikpunkte am Papst, aber insgesamt passt es,“ sagt Fabian und ergänzt: „Natürlich können sie demonstrieren, wenn sie wollen, das ist legitim, das sieht unsere Demokratie so vor.“



Es bleibt der Eindruck einer typischen Freiburger Gegendemonstration. Die Karawane zieht weiter, morgen kommt der Sultan. Papstfollower und Papstflüchtlinge gehen wortlos am Bahnhof aneinander vorbei. Dazwischen zieht ein mittelgroßes Häufchen Demonstranten seiner Wege, begleitet von einem kleinen Vorgeschmack auf das morgige Verkehrschaos.

 




Artikel als E-Mail verschicken Artikel auf Facebook weiterempfehlen Artikel twittern Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen Diesen Artikel bei del.icio.us bookmarken
 



Kommentare
Keine Kommentare
Um einen Kommentar zu verfassen, benötigst du ein fudder-Profil. Registriere dich kostenlos oben rechts auf fudder.






Diese Funktion steht nur für eingeloggte fudder-User zur Verfügung.

» fudder-Netiquette





» bak

re: Mahnwache für Frieden in Freiburg und Offenburg
mit diesen Reaktionen mus...

» fred0815

re: Mahnwache für Frieden in Freiburg und Offenburg
War ja klar, dass gleich ...

» esther87

re: Mahnwache für Frieden in Freiburg und Offenburg
OMFS, du bist so‘n Wahnwi...

» Loki

re: Blaulichtmeldungen (auf fudder)
19 von 20 finden Schwaben...

» PC_Ente

re: Mahnwache für Frieden in Freiburg und Offenburg
Als besonderer Gast kommt...

» Biber

re: Blaulichtmeldungen (auf fudder)
Zitat: "Dass wir in...

» bak

re: Demo für bessere Medien
hier interessantes zum Th...

» Lurchi

re: Aus Easy Sports wurden Sportpark City Club´s
"Ich wünsche euch we...

» Jan86

re: Aus Easy Sports wurden Sportpark City Club´s
Liebe Fudder user und Cit...

» retikulum

re: Blaulichtmeldungen (auf fudder)
@caro: ""südlä...