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M1-Gelände: Bagger angezündet

Vier Wochen, nachdem die Wagenburg auf dem M1-Areal im Vauban geräumt wurde, haben Unbekannte ein auf dem Gelände stehendes Baugerät in Brand gesetzt. Zuvor hatten sich am Areal laut Augenzeugen 50 Menschen versammelt.



Auf dem Gelände riecht es auch am Donnerstagmorgen noch leicht verkohlt. Das Führerhaus des Baggers – genau genommen handelt es sich um ein so genanntes Großbohrgerät – ist ausgebrannt, die Scheiben sind zerborsten, Kabel sehen verkohlt aus. Am Vormittag war die Polizei zur Spurensicherung vor Ort und nahm Brandschutt sowie herumliegende Bierflaschen in Augenschein. Zur genauen Brandursache machte die Polizei noch keine Angaben, auch der Sachschaden steht noch nicht fest, dürfte laut Polizei aber im sechsstelligen Bereich liegen.

Seit zwei Wochen ist der Bohrer auf dem M1-Gelände im Einsatz, um dort das Fundament für das geplante Wohn- und Geschäftshaus samt Hotel vorzubereiten. "Heut Mittag wären wir fertig gewesen", sagt ein Bauarbeiter. Noch am Donnerstag hätte die Maschine zu einer anderen Baustelle gebracht werden sollen. "Wo ist Rhino?" und "Viva Wagenleben!" ist in roter Farbe auf den Bagger gesprüht, das Graffito ist allerdings schon zehn Tage alt: "Wir habe das extra stehen lassen, weil wir dachten, dann passiert nichts…", sagt der Bauarbeiter.

Laut einer Anwohnerin des Quartiers hatten sich am Mittwoch an der Kreuzung der Vaubanallee zur Merzhauser Straße rund 50 Menschen versammelt, in einer Tonne habe ein Feuer gebrannt – via @kntrllvrlst auf Twitter hatte die linke Szene Freiburgs anonym zu dem als "Straßenfest" apostrophierten Treffen aufgerufen und indirekt selbst die Verbindung zur Räumung der Wagenburg vor exakt vier Wochen hergestellt.

Die Anwohnerin sagte weiter, sie habe ab 20 Uhr mehrfach die Polizei angerufen. Gegen 22 Uhr habe sie dann hohe Flammen aus der Führerkabine des Baugeräts lodern sehen. Laut Polizei war bereits eine halbe Stunde zuvor die Scheibe eines Radlader auf dem Baugelände eingeworfen worden. Die Polizei hat nach eigenen Angaben dafür gesorgt, dass die Feuerwehr den Brand ungehindert löschen konnte.


Alles weitere bei den Kollegen der Badischen Zeitung:






 



[Foto: Dominic Rock]




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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 46
Donnerstag, 01.09.11 13:18
 

Immer diese sinnlose, linke Gewalt.

Donnerstag, 01.09.11 14:01
 

Und als Dank sollten wir ihnen ein Gelände direkt in der Innenstadt schenken, das Pack benimmt sich ja so gut.

Donnerstag, 01.09.11 14:26
 

Hoffentlich wird endlich mal ernsthaft diesen Linksterroristen entgegengetreten, die Personalien ermittelt und Anklage erhoben.

Wenn der erste Vaubanfreiheitskämpfer mal eine fünfstellige Summe für ein zerstörtes Baugerät wirklich abzahlen muss, suchen die sich hoffentlich einen neuen Sandkasten.

mza
Donnerstag, 01.09.11 14:49
 

Aber auf den Spielplätzen resp. in den Sandkästen ist jetzt ja Rauchfrei angesagt...wird also auch wieder nix, oder gerade doch - Hauptstache ANTIANTI


*quahaha_wegwerf

Donnerstag, 01.09.11 15:44
 

was das genau bringt, kann ich bisher noch nicht verstehen. verzögerung und ärger, mehr nicht. aufhalten werdet ihr die bauarbeiten und sonstiges ja eh nicht. benehmt euch lieber dann bekommt ihr vielleicht 10km weiter weg von FR eine kleine (schotter)wiese.

finde das einfach nur traurig - wir sind in freiburg, da geht sowas mal garnich.

nachtrag: und freiburg tut genug, was andere stadtverwaltungen nicht tun würden.


yummy hat den Kommentar am 01.09.2011 um 15:46 bearbeitet
+om
Donnerstag, 01.09.11 16:51
 

Immer diese sinnlose Gewalt!

Hoff mal nicht , die Mutter der Baggersaurus an der UB war, sonst geht da die nächsten Tage, wegen Trauer nix.

Donnerstag, 01.09.11 17:47
 

sinnlos & bescheuert.

Donnerstag, 01.09.11 18:02
 

@ +om: sehr richtig auch Baumaschinen haben Gefühle ... genau wie Schnecken und Insekten ähhh oder so ähnlich

Donnerstag, 01.09.11 18:03
 

Hm ... das bestärkt mich in meiner negativen Meinung über dieses Milieu.

... und ja, ich weiss, dass es nicht zu beweisen ist, ob das Rhinos selbst waren. Sicher scheint aber, dass es "Aktivisten" waren, die sich durch diese "Aktionsform" (s. Rhino-Bewohner im BZ-Interview nach der Räumung) mit Rhino solidarisieren. Das reicht für mich schon aus, damit diese Gruppierung weiter in meiner Bewertung sinkt. Eine angeblich friedliche Gruppe schafft es nicht, sich klar von autonomen Linksextremisten zu distanzieren (was sich aufgrund der dieser politischen Denkrichtung immanenten Hierachie- und Autoritäsablehung ergibt). Dies steht für mich im Kontrast zum ständigen Gejammer über die Stadtverwaltung und die "Repression" durch die Polizei. Doppelmoral? Ja.

Donnerstag, 01.09.11 18:15
 

Naja der Krug geht so lange zum Brunnen bis er bricht, man kann mit solchen vielen kleinen Aktionen Aufmerksamkeit erreichen, aber irgendwann kommt der große Gong. Mal sehen wann Polizei und Stadt so richtig in die repressive Trickkiste greifen.
R.I.P. Kommando Rhino
R.I.P. Gartenstraße 19

was kommt wohl als nächstes ...

Donnerstag, 01.09.11 18:24
 

noch mehr personenkontrollen in freiburg!?

Donnerstag, 01.09.11 18:34
 

11 kommentare und es wurde noch kein einziges mal geschrieben das der bagger alleine durch seine anwesenheit provoziert hat und als sinnbild der städtischen repressionen deswegen verständlicherweise brennen musste ?
tststs...

Donnerstag, 01.09.11 18:45
 

@Wolke - doch, Du hasts geschrieben.
Aber im Ernst: auch Leute ( wie ich ) die entweder wegen prinzipieller Berfürwortung, oder wegen Extremtoleranz die Rhinos gut finden werden kaum ein Argument pro Baggermord haben. Mir kommt es eher wie eine kindische Übersprungshandlung vor, wütend, hilflos, trotzig.

Donnerstag, 01.09.11 19:00
 

selbst ich als online-quälgeist und dummschwätzer kann nicht erkennen in wie fern eine verzögerung der bauarbeiten "der sache" dienlich wäre.
vermutetes tatmotiv: frustration und blinde wut aufgrund der radikalen veränderung der lebenssituation durch die räumung. oder ein pathologischer hass auf bagger.

MJ
Donnerstag, 01.09.11 19:05
 

Ich sehe das sehr ähnlich wie Christianhauck; Diese Reaktion ist absolut trotzig, wie ein kleines Kind, das seinen Lolli in den Dreck wirft und dann heult, weil er doch nicht nach Erdbeere schmeckt.
Werdet erwachsen. So macht man nicht auf Missstände aufmerksam, so funktionierts einfach nicht; jetzt denkt die Stadt ja erst recht, dass da vorher leute gewohnt haben, die "A-sozial" waren, was ja nicht so war - ich habe mich gern dort aufgehalten und ich hoffe, dass ein neuer Platz gefunden wird, weshalb sie von ihrem Platz wegmussten, kann ich immernoch nicht nachvollziehen, aber der Staat sitzt am längeren Hebel - ist leider so.
Aber eben mit Trotzreaktionen hat man noch nie was erreicht.

Donnerstag, 01.09.11 19:17
 

@christian:

Ich weiss nicht, ob das etwas mit kindischer Übersprungshandlung zu tun hat. Es mag eine Komponente sein, aber vielmehr ist es wohl prinzipieller Hass auf das bestehende System. Zumal solche Ausprägungen von Sachbeschädigung und auch Gewalt gegen Personen (s. Räumung) für mich den Rahmen kindischen Verhaltens sprengt. Letztenendes ist es Gewalttaten, die gegen die politische Ordnung gerichtet sind. Dabei geht es nicht nur gegen Privateigentum, wie z.B. das genannte Baufahrzeug, sondern auch häufig gegen staatliches Eigentum, wie die Molotovcocktailwürfe auf ein Fahrzeug der Bundespolizei vom 07.08.11. Nochmals: ich weiss, dass das nur Teile des linken Milieus sind und viele diese Aktionen nicht befürworten. Für mich geht das langsam, aber sicher in eine gefährliche Richtung ...

+om
Donnerstag, 01.09.11 19:22
 

naja, kommentar bearbeiten funkt irgendwie nicht bei mir heut nicht ,
dann eben so>

gut...Immer diese sinnlose Gewalt!

Ich hoff mal nicht, dass das die Mutter des Baggersaurus an der UB war, sonst geht da die nächsten Tage, wegen Trauer, nix.

Donnerstag, 01.09.11 19:51
 

es war nicht im 5-stelligen,sondern im 6-stelligen bereich.bitte also erst lesen - dann schreiben.

aber es ist ok mein sohn.daddy ist hier.

Donnerstag, 01.09.11 20:15
 

@Jass: meinste es bleibt bei Personenkontrollen ... ich glaube so langsam aber sicher schaffen sich die extremen Linken in Freiburg ab, keine sinnvollen Aktionen nur Gewalt, das lässt sich eine Gesellschaft auf Dauer nicht gefallen. Entweder es gibt einen Sytemwechsel wie in Nordafrika oder es entwickelt sich ein geächtetes Gebilde am Rande... nach Systemsturz riechts zumindest mal nicht

Donnerstag, 01.09.11 21:21
 

Kann man nun als Hühnerstall verwenden.

Donnerstag, 01.09.11 21:41
 

@ ding: die grüne revolution wird hier wohl ausbleiben. bzw. ich hoffe mal, dass sich gewisse gruppierungen an alte stärken und tugenden besinnen und intern mal nägel mit köpfen machen. und nicht an wunschdenken, fernab der realität, aufgerieben werden. da scheint bei vielen gemäßigten wohl einfach die luft raus zu sein...

Donnerstag, 01.09.11 22:38
 

es ist doch wohl mehr als offensichtlich, dass es sich hier nur um eine false flag operation handeln kann, die wahlweise von der repressiven stadtverwaltung, der prügelnden polizei, den geifernden, grünen vauban spießern oder der extrem umtriebigen freien kameradschaft südbaden initiiert worden ist. alles andere wäre wilde spekulation und dieser kommentarfunktion unwürdig.


doppelhorst hat den Kommentar am 01.09.2011 um 22:43 bearbeitet
Freitag, 02.09.11 06:57
 

Jetzt haben sich Rhino und Konsorten (Umfeld, Fans) endgültig disqualifiziert - wie unerzogene Kinder die sich nicht benehmen wollen (noch gar wissen WIE das geht)

Noch verbliebenes Restverständnis ist komplett verloren, soll die Stadt jetzt endlich mal zeigen das sie sich sowas nicht gefallen läßt! Reperessive Kontrollen (unter denen auch Normalbürger zu leiden haben) werden folgen - und ich hoffe das endlich ein fähiger Bürgermeister und Stadtrat gewählt wird. Unverständliche Haltung der Stadtverwaltung, Rhino tanzt denen doch auf der Nase rum - was brennt demnächst?

Freitag, 02.09.11 08:48
 

Ganze Strassenzüge! Herrje.....

Lustig zu beobachten,wie immer das gleiche fudder-Klientel "reperessive"(sic!) Kontrollen fordert,wenn etwas aus dem linken Spektrum gemeldet wird.
Das an den Wochenenden am Bermudadreieck Leute grundlos von der testosterongeschwängerten Dorfjugend zusammengestiefelt werden,Müllcontainer in der KaJo in Brand gesetzt werden,Holocaustleugner per Demo durch die Innenstadt ziehen dürfen etc. pp wird sorgsam verschwiegen bzw. geduldet. Hauptsache ich pflege mein Feindbild und betätige meine unreflektierten law-and-order-Reflex.


KeithMoon hat den Kommentar am 02.09.2011 um 08:49 bearbeitet
Freitag, 02.09.11 10:14
 

Haha..die BZ nimmt die Vorlage auch dankend auf und garniert den Baggerbrand mal -völlig unvoreigenommen natürlich!- mit einem martialischen Internet-Kommentar(Quelle wird nicht genannt!) wie "Scheiß Bullenschwein!Hoffentlich ist deine Hand gebrochen und beim nächsten Mal brechen wir Dich!". Der gemeine BZ-Leser wird sich daraufhin eine Gutedel-Schorle eingiessen und sagen:"Alles Terroristen,diese Rhinos!"
Und nun wird auch erwähnt, dass auf dem ehemaligen Rhinogelände doch ein INTEGRATIVES Hotel gebaut werden soll. Dort sollen sogar BEHINDERTE Menschen einen Ausbildungsplatz erhalten. Dieses Vorhaben wird nun durch den Baggerbrand selbstverständlich um Jahre zurückgeworfen. Was für ein Schmierblatt.

Freitag, 02.09.11 10:43
 

Wander doch zu deinen Genossen nach Nordkorea oder Cuba aus. Da gibt es kein Gutedel saufendes Spießbürgertum und Du kannst dein krankes linkes Weltbild voll ausleben.

Gegen integrative Maßnahmen und Behinderte zu hetzen ist echt unterste Schublade.

Freitag, 02.09.11 11:08
 

wieso nordkorea und cuba?

Freitag, 02.09.11 11:14
 

na ja weils die DDR nicht mehr gibt muss halt was anderes herhalten.
http://is.gd/cNDvrD


christianhauck hat den Kommentar am 02.09.2011 um 11:17 bearbeitet
Freitag, 02.09.11 11:29
 

oha,da hat der Informator aber was völlig falsch verstanden:es liegt mir mehr als fern, gegen Menschen mit Behinderung zu hetzen. Ich habe nur darauf hingewiesen,wie die BZ diesen Umstand,nämlich dass es sich bei dem Neubau des Hotel um ein Hotel inkl. integrativer Massnahmen handelt, für Ihre Hetze instumentalisiert. Das muss Dir doch auch auffallen, daß nun noch diese Ass gegen Rhino (a la "Rhino verhindert integrative Arbeitsplätze") in den Ring geworfen wird.

Im übrigen habe ich-welcher politischer Coleur auch immer- kein krankes Weltbild. Mir geht es um einen fairen und unabhängigen Journalismus. Und davon ist die BZ spätestens seit ihrer Berichterstattung über die Rhino-Geschehnisse meilenweit entfernt.
Got it?

Freitag, 02.09.11 11:59
 

@christianhauck, danke für diesen link!
ein meisterwerk des großen johnny bottrop aus meinem geburtsjahr..


NYHC hat den Kommentar am 02.09.2011 um 12:00 bearbeitet
Freitag, 02.09.11 12:46
 

Der Bagger hat gebrannt; das lässt sich auch mit Gutedelschorlenpolemik nicht wegreden. Und dass rechte Gewalt und die Bermuda-Problematik etc. nicht thematisiert würden, stimmt schlichtweg nicht, man erinnere sich nur beispielsweise an die Diskussionen zum Alkoholverbot oder die aktuelle Geschichte mit dem Schneerot.


skully hat den Kommentar am 02.09.2011 um 12:47 bearbeitet
Freitag, 02.09.11 13:44
 

@KeithMoon:

Ich erlebe das eigentlich eher umgekehrt. Bei Straftaten mit politisch rechtem Hintergrund geht - zu recht - ein Aufschrei durch Gesellschaft und Medien, linke Straftaten scheinen mir gesellschaftlich aber eher akzeptiert zu sein. Ich bin froh, dass die im Artikel genannten Straftaten in den Medien nicht verharmlost werden. Ich verabscheue jede Art von Extremismus zutiefst.

Was mich aber am ehesten stört ist diese ständige Polemik und der Pathos, mit dem immer argumentiert wird, wenn es um die Erklärung solch hirnrissiger Aktionen geht. Da wird von Gutedelschorle trinkenden Spießbürgern geschrieben, von law-and-order, von testosterongeschwängerter Dorfjugend etc. Wie wäre es denn, zurück zu einer sachlicheren Diskussion zu kommen?

a) Es ist illegal, auf ein fremdes Gelände einzudringen.
b) Es ist illegal, fremdes Eigentum durch Besprayen zu beschädigen.
c) Es ist illegal, fremdes Eigentum in Brand zu setzen.

Und zur Besetzung von Geländen an sich:

a) Ich weiss, dass die bestehende, rechtstaatliche Ordnung vom Gros der Besetzer als eher lästig empfunden wird.
b) Ein Gelände einfach zu besetzen, ist dennoch ungesetzlich und zieht bestimmte Konsequenzen nach sich.
c) Ein Gelände nach Aufforderung nicht zu verlassen genauso.
d) Barrikaden (von mir aus auch "nur" von Sympathisanten errichtet, vielleicht nicht von allen Besetzern selbst, aber durch sie toleriert) auf einer Strasse zu errichten und anzuzünden sowieso

... und was Du von fairem und unabhängigem Journalismus schreibst: Das gibt es in beiden Richtungen. Auf der einen Seite die "taz", auf der anderne Seite "Die Welt". Im genannten Fall von mir aus "Radio Dreyeckland" und auf der anderen Seite die "BZ". Das wird es immer geben, weil Journalisten als Menschen immer eine eigene Meinung haben und letztenendes immer irgendwie mit einfliesen lassen werden. Das ist mir persönlich auch lieber, als das Einstellen von Unmengen ungefilterter und unbewerteter Daten ins Internet, s. Wikileaks.

Freitag, 02.09.11 14:14
 

zu den Punkten a)-c) und a)-d)gebe ich Dir absolut recht.

Was ich als problematisch empfinde, ist die nunmal die Berichterstattung der BZ und deren Derivaten. Das eigentliche Problem ist aber wohl eher,daß es hier nur den BZ-Verlag gibt und die BZ diese Monopolstellung für ihre einseitige Berichterstattung (scheinbar) benutzt. Und sie schrecken ja nun auch nicht vor solchen Mitteln zurück, wie sie sie heute in dem Kommentar Münstereck benutzt haben: aus irgendwelchen linken/autonem Foren wahllos Kommentare zu zitieren und dann auch noch die Stimmungsmache a la die Arbeitsplätze für die Menschen mit Behinderung in dem zukünftigen Hotel seien durch den Baggerbrand gefährdet. Das in Brand stecken des Baggers verurteile ich auch,aber daraus herzuleiten, daß nun der Bau des Hotels erstmal gefährdet ist bzw. unterbrochen werden müsste,ist doch grober Unfug.

Der Beissreflex des "Informators",daß wenn man gegen solche Mißstände etwas hat,man direkt ein "krankes Weltbild" hat und am besten "nach Cuba oder Nordkorea" auswandern solle, bestätigt doch,wie die Scheuklappen gesetzt sind. Manche würde so ein Verhalten einfach nur als stumpf und intelligenzbefreit bewerten.
Und das linke Gewalttaten gesellschaftlich eher akzeptiert sind...nun ja, das fudder-forum ist wohl das beste Gegenbeispiel für diese These.

Freitag, 02.09.11 14:43
 

Ja klar, jetzt ist die BZ das Hetzblatt und alle anderen haben Scheuklappen auf, sind stumpf und intelligenzbefreit. Vielleicht wären Nordkorea oder Cuba doch gute Auswanderungsziele für Dich, da stört dann auch dieses vermeintliche "Hetzblatt" Badische Zeitung nicht mehr und Du kannst mit deinen Genossen für die Weltrevolution und Wagenburgen kämpfen.

Manche könnten Dich auch für ein ganz armseliges, kleines und komplexbehaftetes Licht halten?

Freitag, 02.09.11 15:00
 

(ich wohne übrigens ganz normal zur Miete,habe einen fulltime-Job,Familie und habe keinen Kontakt zu den Rhino-Leuten.)
Kritische Auseinandersetzung mit dem, was uns von den Medien tagtäglich vorgesetzt wird, halte ich für wichtig. Und hier vor Ort ist es nun mal die BZ,die die Meinung den Menschen vorgibt,die sich nicht eingehender und selbstständig mit der Rhino-Geschichte beschäftigen wollen. Wenn das für Dich bedeutet, dass ich ein "Genosse" bin und ich für Wagenburgen und Weltrevolution(was soll das eigentlich sein???Weltrevolution!) kämpfe und Nordkorea und Kuba für mich gute Auswnderungsziele wären, kann ich nur zu o.g. Schluß kommen.

Freitag, 02.09.11 15:05
 

Vielleicht sollte man ein altes Motto in Erinnerung rufen: Nicht das Zerstören von Produktionsmitteln kann das Ziel sein, sondern die selektive Kollektivierung.

Auch nach dem Revoluzzerle kann man den Bagger zum Aufbau gebrauchen!

Freitag, 02.09.11 15:19
 

und es ist durchaus hilfreich, sich der jeweils eigenen Voreingenommenheit so bewusst wie möglich zu sein http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Revoluzzer

Freitag, 02.09.11 16:07
 

@KeithMoon:

Danke für die ausführliche Antwort und die Klarstellung Deiner Meinung zu diesen dummen Aktionen.

Foren sind ja nun eher weniger ein Spiegelbild der Gesellschaft. Bei diesem Artikel gebe ich Dir bzgl. des Meinungsdurchschnitts recht, wobei das bei anderen Artikeln schon ganz anders aussah.

Die BZ in einer Monopolstellung zu sehen, finde ich etwas überzogen. Heute ist der Mensch dazu in der Lage, seine Informationen aus verschiedenen Quellen zu beziehen. Ich selbst lese, trotz meiner eher konservativen Einstellung, auch gerne mal einen Artikel aus der "taz". Auch drot habe ich schon sehr gut reflektierte Meinungen lesen könne, obwohl ich, wie gesagt, die politische Grundeinstellnug der "taz" nun wirklich nicht teile.

Lass den BZ-Redakteuren doch ihre persönliche Bewertung von Ereignissen. Journalismus ist kein reiner Tatsachenbericht - "Radio Dreyeckland" betreibt das ganze meiner Meninung nach noch auf einem ganz anderen Niveau. Wenn Rhino auf ihrer Website Unterstützerschreiben veröffentlicht, wo von "friedlich brennenden Baumaschinen und Barrikaden" die Rede ist, dann muss sich Rhino eben auch gefallen lassen, in eine bestimmte Ecke gestellt zu werden.


menti hat den Kommentar am 02.09.2011 um 16:08 bearbeitet
Freitag, 02.09.11 18:11
 

jo wer Sachschäden als Mittel der politischen Auseinandersetzung unterstützt, darf meiner Meinung nach nicht nach jeder Polizeikontrolle in Tränen ausbrechen. Schließlich herrscht doch Klassenkampf und nicht rumgeheule.

Ich hoffe, dass auf Seiten der Linksextremen die Einsicht Einzug hält, das man mit solchen tollen Autonomen keinen Systemwechsel schafft und das bis dahin niemand ernsthaft verletzt wird. Radio Dreyeckland ist ja genauso ernst zunehmen wie die beiden standhaften Gemeinderäte der GAF oder bald nur noch AF ...

Sonntag, 04.09.11 15:04
 

Word

Sonntag, 04.09.11 19:56
 

Was bleibt den Ausgeschlossenen denn, außer den Kampf in einen Bereich zu führen, der wirklich Kopfzerbrechen bereitet.


Rhino macht genau das, was die Stadt trifft:
Kosten verursachen.

Da Appelle an die Menschlichkeit sowieso niemanden mehr berühren (wie man an den Lügen (siehe angeblicher Gemeinderatsbeschluß 96, Treffen der Stadt mit Rhino ausschließlich für die Öffentlichkeit, Verhinderung des Angebotes Gaylings) sehen kann, geht es nicht um die eigentliche Sache, nämlich die in der Leitzielerklärung der Stadt Freiburg verfasste Menschlichkeit (im pos.humanistischen Sinne)!).

Der Herbst wird teuer. Für Freiburg. Das habt ihr euch verdient!

Sonntag, 04.09.11 20:02
 

Die RAF war nach Ohnesorg in derselben Situation:
Ausgeschlossen von der Tätergesellschaft (Altnazis) und ignoriert von der Bürgerlichkeit als Extreme, forderten sie vieles, das heute als Norm gilt (Gleichberechtigung zB.).

Rhino ist in einer vergleichbaren Position.

Die vom Dude und mir vorhergesagte Eskalation findet längst statt, durch das Fehlverhalten der Stadt.
Ich sehe Rhino im moralischen Recht Widerstand zu üben, auch über die Vernunft hinaus, solange keine Menschenleben gefährdet werden.

Denn immerhin war Rhino willkommen, als es gegen das Green Business Center ging, nun aber, da die Stadtlobbyisten kurz vor Ladenschluß ein bürgerfähiges Konzept vorlegen, soll Rhino vertrieben werden.

Nein, Rhino, weiter so, bin gespannt, wann die 7. Stelle überschritten wird.
Das hätte nämlich viel billiger verlaufen können:
Einfach einen Wagenplatz verpachten und Frieden wäre gewesen.

Aber soviel Vernunft ist nun wirklich zuviel verlangt.

Sonntag, 04.09.11 20:16
 

Systemwechsel?

Hier wird das Anliegen Rhinos doch völlig verklärt.

Diese Menschen suchen Obdach, eine Wohnung, einen Platz um friedlich selbstgestaltet leben zu können.

Es sind Menschen. Die benutzt wurden und nun weggeworfen werden.

Laura Gemser
----------------------
Stand-Alone-Complex zur Wahrung der Menschenrechte

Sonntag, 04.09.11 20:35
 

@Da Dude

Natürlich muss es einem Rhino so vorkommen, als hätte man keine andere Wahl mehr als zu Mitteln zu greifen die jenseits aller demokratisch-legitimen Handlungsspielräume liegen.
Aber wir befinden uns nicht mehr in den späten sechzigern, die Möglichkeiten demokratischer Handlungsspielräume haben sich zum besseren gewandelt.

Was ich bei den Rhinos schon immer ein wenig vermisst habe, ist eine positive Öffnung in Richtung der Gesellschaft. Das freundliche und offensive Werben für ihre Idee und ihr Lebenskonzept. Eine Art Charmoffensive gegenüber allen Bürgern dieser Stadt. Und somit die Geglegenheit zu schaffen eine Lobby für sich aufzubauen die weit über die Grenzen der Vauban hinaus reicht.

Ich gebe hier mal wieder wie Menschen ohne besonderen Hang sich politisch aktiv, differenziert zu informieren, das ganze aufgefasst haben müssen. (Ich hatte Jahre lang in der Innenstadt einen Nebenjob und konnte nach jeder Demo eine entsprechende Diskussion mit Kollegen führen):

Erlebt haben die Bürger eine Besetzung (da sehen die meisten erst mal den Straftatbestand), dann agressiv wirkende Demos ohne adäquaten Transfer inhaltlicher Ideen und damit einhergehend Forderungen die nur hochpolitisch begründet waren. Und nun, letztendlich Gewalt.

Meine Erfahrung war, das viele Menschen das Thema Wagensiedlung sehr viel entspannter gesehen haben, nachdem ich ihnen mal die Vorteile für die Gesellschaft aufgezeigt habe. Das waren aber Argumente die mir selbst eingefallen sind, nicht den Rhinos. Und da liegt eben der Hund begraben.
Die hochpolitische Argumentation mag ja stimmig und richtig sein, sie hilft aber nix wenn die Mehrheit der Menschen das sprachlich und thematisch nicht verstehen kann. Frag einen Schlosser mal, ob er Gentrifizierung für sozial hält.
(Den gleichen Fehler hat Dutschke gemacht als er der Arbeiterschicht klar machen wollte dass sie ein Recht auf "mehr" haben. Denn in der Sache hatte er vollkommen recht nur haben jene, denen er das klar machen wollte, seine Sprache nicht verstanden).





Mikey hat den Kommentar am 04.09.2011 um 20:37 bearbeitet
Montag, 05.09.11 01:06
 

Da stimme ich Dir unentwunden zu, Mikey.
Exakt jenes erfolgreiche Suchen nach Nähe zum Bürger habe ich bei Rhino ebenso vermisst, wie ich derartige Methoden immer angemahnt habe.
Ich musste aber erkennen, daß die vielen Versuche Rhinos selten wahrgenommen und wenn dann belächelt wurden.
Rhino hat sich organisiert, hat versucht über Gespräche mit Stadt und rundem Tisch, über den Stadtrat McCabe die 2006 versprochene Arbeitsgruppe Alternativ Wohnen Leben wahrzunehmen.
Erfolglos.

Die Stadt hat jeden Kompromißvorschlag abgelehnt - zB. von Gaylings Privatgrundstück als Stellplatz.

Vielmehr eskaliert eine Spirale der Ablehnung besonders von städtischer und bürgerlicher Seite, die von verdeckter zu offener Häme umschlug, die das eigentliche politische Thema untergräbt:

Einen integrativen Gesellschaftsentwurf, in unserem Fall eine Stadtplanung, die aller Bedürfnisse - auch die der grünen Oberschicht - berücksichtigt.

Aufgrund dieser unverhohlenen und ganz klar demütigenden Ablehnung werde ich wütend (siehe BZ).

Mit diesem Vorfall erlebe ich einen Bruch mit der Stadt, in der ich mich einst zuhause fühlte.

Insofern also muss die emotionale Situation der Rhinos noch viel heftiger sein als meine.

Montag, 05.09.11 04:39
 

Rhino mangelnde Publikumswirksamkeit vorzuwerfen, ist zumindest nicht ganz zutreffend.
Denn immerhin hat Rhino 2 Jahre lang mit den Bewohnern der Vauban gemeinsam gegen das GBC demonstriert und war mehrheitlich in der Vauban willkommen.
Sicherlich einer der Gründe für die Gründung des runden Tisches durch hauptsächlich Vauban-Bewohner.

Die Geschichte zeigt doch mehrfach das Toleranz hart erkämpft werden muss.
Nehmen wir doch einmal die Abtreibung.
Dieses Thema ist klassenübergreifend, es betrifft alle Frauen und (auch) Männer.

Das Thema Gentrifizierung ist eigentlich auch klassenübergreifend, weil auch eine Ghettoisierung der Reichen für diese einen Verlust an Vielfalt bedeutet.

Leider aber sind Klassen nur nach oben offen, nach unten ablehnend. (Siehe Bourdieu zB.)
Integration funktioniert aber umgekehrt.
Warum funktioniert Integration umgekehrt?
Weil die Armen nicht die Reichen integrieren müssen, sondern umgekehrt.
Eine Integration bedarf sicherlich Forderungen und Förderungen gleichermaßen, darf aber niemals die Individualvorstellung der zu Integrierenden vernachlässigen, schließlich bedeutet integration nicht Gleichschaltung.
Sondern Einbeziehung, Teilnahmeermöglichung, Zugehörigkeit, Gleichstellung etc.

Ich hoffe das ist einfach genug formuliert :)

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