
Bislang hatte ich das Kuchenbacken weitgehend vermeiden können. Alle Geburtstage und sonstigen Anlässe zum Feiern fielen in Ferien- oder Krankeitszeiten. So stand ich bei Magdalenas Krippenaustritt erstmals vor der Aufgabe,
rund 20 Kleinkinder zu verköstigen. Gut, dachte ich, da nehme ich ein Kochbuch zu Hilfe. Und da ich neben Stubers Küchen-Klassiker „Ich helf Dir kochen“ auch noch „Funky Lunch“ besitze, fiel meine Wahl auf das Schnitzen lustiger Toastfratzen.
Um es vorwegzunehmen: Ich würde es nicht unbedingt wieder tun. Ein Toast für ein Kind ist schnell in Form gebracht – doch am Morgen der Abschiedsfeier stand ich um 6 Uhr in der Küche und
toastete zwei Stunden lang. Das Ergebnis waren fünf Hasen, sechs Monster, eine Raupe, drei Schweinchen, sechs Eistüten und eine Salatschüssel voller Toast-Reste, von denen ich noch zwei Tage lang zehrte. Dann mussten wir los. Dank eines zusätzlichen Sacks voller Obst wurden Magdalenas Ex-Krabbelkollegen dann auch satt.
Für eine größere Zahl von Kindern also eher ungeeignet, doch um das tägliche Abendessen aufzupeppen ist „Funky Lunch“ eine
gute Anregung. „Komm, du kriegst einen Hasen / ein Eis / eine Lok!“ - diese Aufforderung zum Abendessen macht aus einem schlecht gelaunten Zweieinhalbjährigen rasch ein in Vorfreude brav Hände waschendes Kind.
Aber auch einfach nur so zum Durchblättern gefällt mir das Buch. Die abgefahrenste Toastform ist ein Konzertflügel aus Käse, Brot, Karotte und Gurke. Etwas einfacher sind dagegen die Kinderklassiker wie Krokodil oder Marsmännchen. Als Werkzeug benötigt man lediglich einen
Gurkenschäler, scharfe Messer und etwas Rundes zum Ausstechen. Was im Buch ein wenig fehlt, sind Anregungen für den Belag. Uns reichen allerdings Frischkäse, Butter, Tomate und Gurke zum Toast-Glück.
Funky LunchMark Northeast
9,99 Euro
Absolute PR
ISBN: 1906650306
