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Umfrage: Was sagen die Freiburger zur Rhino-Räumung?

Am Mittwochmorgen wurde das Kommando-Rhino entgültig von der Polizei geräumt. Die Wagenburgler müssen sich jetzt eine neue Bleibe suchen. Was die Freibruger von der Rhino-Räumung halten und ob dadurch ein Stück Freiburger Kultur verloren geht, hat fudder auf der Straße nachgefragt.

Kommando RhinoSusi, 19 (Bild rechts)

„Ich verstehe nicht, warum man die Wagenburg räumen musste. Es war doch alles gut. Irgendwelche Sachen anzuzünden ist natürlich weniger cool, aber ich verstehe trotzdem nicht, warum so viel Geschiss darum gemacht wird. Natürlich ist es nicht gut, wie sie sich am Ende zur Wehr gesetzt haben. Aber wenn alles andere davor nichts geholfen hat, dann ist es doch eigentlich klar, dass es irgendwann extremer wird. Ob dem Stadtbild durch die Räumung etwas fehlen wird, weiß ich nicht. Den Leuten fehlt allerdings ein Zuhause und das sagt doch alles.“


Karl, 23 (Bild links)

„Ich hatte vorher keine Meinung zur Wagenburg, da ich sie gar nicht kannte. Aber dass man Straßenbarrikaden anzündet und Molotowcocktails schmeißt, kann ich in der Form nicht unterstützen.“


Tobias, 21

„Ich finde, dass die Stimme des Volkes in einer Demokratie immer über der des Staates stehen sollte. Und eigentlich hätte die Meinung der Rhinos einfach noch von mehr Menschen vertreten werden sollen. Dann hätte die Polizei nichts dagegen ausrichten können. Die Barrikaden der vergangenen Nacht finde ich zwar in Ordnung, aber Gewalt ist natürlich keine Lösung.

Ich stehe kritisch der Polizei gegenüber. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich etwas voreingenommen bin, da ich aus München komme und dort schon schlechte Erfahrungen mit Polizeieinsätzen gemacht habe. In München wurde oft gegen friedliche Sitzblockaden massiv vorgegangen. Freiburg fehlt auf jedenfall ein Stück Kultur, wenn Rhino weg ist. Das Vauban hat durch das Kommando Rhino einen ganz anderen Bekanntheitsgrad erlangt.“


Fritz, 27  (Bild rechts)Kommando Rhino

„Ich wohne in der Vauban, direkt am Fuß der Wagenburg und habe daher die ganze Räumung miterlebt. Man muss gleich vorweg sagen, dass hier rein gar nichts eskaliert ist, so wie es in den Freiburger Medien beschrieben wurde. Die Meinung des Polizeisprechers Schmid kann ich daher überhaupt nicht nachvollziehen.

Die Eskalation beschränkte sich auf zwei oder drei Feuern die gelegt wurden, aber es kam zu keinerlei Flaschenwürfen. Die massive Polizeipräsenz war weitaus gewalthaltiger als alles andere. Ob die Wagenburg kulturell wertvoll war, ist schwer zu sagen. Es war zumindest eine kulturelle Vielfalt für die Stadt, die jetzt mit der Räumung ein Stück abhanden gekommen ist.“


Arved, 18

„Ich bin froh, dass das Kommando Rhino weg ist. Ich finde, es war eigentlich alles nur ideologisches Geschwätz. Klar, zu Beginn wurde Rhino als angeblicher Freiraum gegründet. Aber im Endeffekt war es doch nur Wohnraum für die Mitglieder, mit denen ich persönlich nicht gerade positive Erfahrungen gemacht habe. Ich wurde dort einmal grundlos rausgeschickt. Das kann natürlich auch ein Einzelfall gewesen sein. Trotzdem finde ich, dass dem Freiburger Stadtbild mit der Räumung des Kommando Rhinos nichts fehlt. Mir kam das Kommando Rhino letzten Endes viel mehr wie eine winzige DDR vor, statt ein Ort für Freiräume.“


Sophie, 27

„Generell ist es keine korrekte Lösung, wenn man gewalttätig wird. Sobald es von einer Seite zu einer Radikalisierung kommt, kann ich weniger Verständnis aufbringen. Ich habe die ganze Rhino-Sache ein bisschen verfolgt und konnte nie ganz verstehen, warum sie dort nicht bleiben können.

Ich dachte immer, dass es ein friedliches Miteinanderleben, eigentlich fast schon ein bürgerliches Leben, war. Dass mir ohne die Wagenburg jetzt was fehlen wird, kann ich von mir nicht behaupten. Dafür habe ich das ganze Thema zu wenig verfolgt. Aber es gehört für viele Freiburger sicherlich schon zum Bild der Vauban.“

Kommando Rhino
Fabian, 25 (Bild links)

„Beide Seiten haben in den letzten Tagen Fehler gemacht. Aber man muss auch sagen, dass die Wagenburgler kein Recht haben da zu sein. Ihnen wurde von einem Stadtrat angeboten, auf seiner Wiese ihr Camp aufzumachen – das wurde abgelehnt. Also wollten sie wirklich auf Konfrontationskurs gehen. Die Stadt musste Härte zeigen.

Freiburg ist zwar eine tolerante Stadt, das ist auch gut so, aber irgendwann müssen die Grenzen eben da sein. Diese waren dann überschritten, als das Angebot von Herrn von Gayling abgelehnt wurde. Ich wusste lange gar nicht, dass es diese Wagenburg in der Vauban gibt. Mir persönlich fehlt durch die Räumung gar nichts.“

[Anmerkung der Redaktion: Fabian scheint einen Sachverhalt mißverstanden zu haben. Nikolaus von Gayling hatte den Rhinos mehrere Grundstücke angeboten, darunter auch eines in Kappel, das für die Gruppe interessant war. „Doch die Stadt hat am Dienstag gleich alle Gründe vorgebracht, warum auf dem Geländeplatz keine Bauwägen stehen dürfen,“ sagt Nikolaus von Gayling. Das Gelände ist als Landschaftsschutz-Gebiet und hätte für die Wagenburg umgewidmet werden müssen, was der Gemeinderat abgelehnt hat.]





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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 152
Mittwoch, 03.08.11 18:21
 

Da scheinen ein paar Leute die Randalle letzte Nacht, etwas zu verharmlosen.

Susi billigt die Gewalt gegen Menschen ( Autofahrer verprügeln, Brandsätze auf Polizisten (die auch noch Menschen sind)), als verständliches und letztes Mittel.

Fritz meint es wurden zwei, drei Feuer gelegt und dann war aber die massive Polizeipräsens viel viel schlimmer. Hat er ne Phobie gegen Polizei und hat jetzt Angstzustände???

Manche Leute haben eine Realitätsverschiebung, das reicht nicht mal für die Twilight Zone ...

Mittwoch, 03.08.11 18:39
 

Unfassbar, wie man das so verharmlosen kann.
Mit dem Wurf eines Molotovcocktails auf einen Menschen, nimmt man im Extremfall dessen Tod in Kauf!!
Das sollten sich einige Menschen mal durch den Kopf gehen lassen.
Selbstverständlich muss der Staat die Eigentumsrechte des Besitzers des Geländes durchsetzen. Das ist schließlich einer der Hauptgründe der Existenz eines Staates.
Ich verstehe nicht, wie man hierzu eine andere Meinung haben kann...

Mittwoch, 03.08.11 18:46
 

Kritik an Staat, Kapitalismus und Eigentumsverteilung alles wichtig und richtig, aber Molis und Drahtseile scheint nicht so die Diskussion positiv voran zu treiben.

Mittwoch, 03.08.11 18:50
 

Ich glaub Du verstehst nichteinmal den real-latenten Gegensatz zwischen Kapitalismus und Menschenrechten.

Mittwoch, 03.08.11 19:16
 

Ne is klar, aber real-latent ist ein tolles Wort, da scheitert selbst google und mein Fremdwörterbuch, einfach TOLL

Mittwoch, 03.08.11 19:19
 

es sind zwei wörter. aber auch für mein empfinden nicht ideal kombiniert...

Mittwoch, 03.08.11 19:25
 

Tatsächlich ist Kapitalismus aber ein extrem schwammiger Begriff. Siehe auch - behilfsweise - Wikipedia:

"Die zentralen Merkmale [des Kapitalismus] sind in Anbetracht des historischen Wandels und der zahlreichen Kapitalismusdefinitionen sowie weltanschaulicher Unterschiede umstritten."

Mittwoch, 03.08.11 19:33
 

Auch überhaupt nicht verständlich, was Kapitalismus jetzt plötzlich mit diesen Vorfällen zu tun hat.

Mittwoch, 03.08.11 19:34
 

ja ist ja gut ich werde mich etwas genauer Ausdrücken, aber ich freu mich grad immer noch über real-latent ...

Mensch Mono macht nichts die real-existente Erleuchtung wird kommen ...


Das Ding hat den Kommentar am 03.08.2011 um 19:35 bearbeitet
Mittwoch, 03.08.11 19:38
 

(Wenn ich "real-latent" googel, kommt bei mir auf Platz eins folgende Website: http://tinyurl.com/3hhxlsv )

Mittwoch, 03.08.11 19:48
 

ein bischen abgewandelt:
annabell ach annabell, was bist du heute wieder so intellektuell....

Mittwoch, 03.08.11 19:57
 

In Wirklichkeit sieht die Realität ganz anders aus...

Mittwoch, 03.08.11 20:43
 

wie kommen eigentlich immer so viele leute darauf das freiburg toleranter wäre als andere städte? ist das so ein urban myth wie das gute wetter in freiburg? oder gibt es belastbare daten dazu?

Mittwoch, 03.08.11 20:46
 

nunja das scheint wohl an der dichte von linksalternativen zu liegen, damit scheint man wohl toleranz zu verbinden. scheint wirklich eine urban myth zu sein.

Mittwoch, 03.08.11 21:01
 

@ NYHC: "ist das so ein urban myth wie das gute wetter in freiburg?"

Guckst Du hier, so ab ca. 1 min 30 ("Deutscher Tropenmeister ist Freiburg im Breisgau.")

http://tinyurl.com/3kwyq4v

Mittwoch, 03.08.11 21:53
 

Ich will die Gewalttaten nicht schön reden. Geht auch gar nicht, so was ist vollkommen daneben.
Aber dass diese nicht von den Rhinos, sondern von Linksradikalen ausgingen, scheint den Verfassern der zuvor geposteten Kommentare recht egal zu sein.

Und eben durch genau solche Missverständnisse wird auf friedliche Besetzer, mit denen ich nur gute Erfahrungen gemacht habe, ein falsches, schlechtes Bild geworfen.
Aber Rhino wird wieder kommen, da bin ich mir sicher und vor allem froh drüber!

Mittwoch, 03.08.11 21:54
 

Ich will die Gewalttaten nicht schön reden. Geht auch gar nicht, so was ist vollkommen daneben.
Aber dass diese nicht von den Rhinos, sondern von Linksradikalen ausgingen, scheint den Verfassern der zuvor geposteten Kommentare recht egal zu sein.

Und eben durch genau solche Missverständnisse wird auf friedliche Besetzer, mit denen ich nur gute Erfahrungen gemacht habe, ein falsches, schlechtes Bild geworfen.
Aber Rhino wird wieder kommen, da bin ich mir sicher und vor allem froh drüber!

Mittwoch, 03.08.11 22:15
 

Aber wer hat den die "Linksradikalen" angelockt? Wohl kaum das tolle Wetter!

Die Aufrufe/Hilferufe bundesweit nach Unterstützung durch die Rhinos wurden erhört, nette gewaltbereite Linksautonome sind gefolgt.
Ich kann nur hoffen, dass die Rhinos sich im Eselwinkel anschließen und die Füße still halten, so was wie letzte Nacht braucht Freiburg nicht, auch wenn das mancher/e als Subkultur wieder verkaufen würde.


Andere Frage wie würdest du den die Rhinos bezeichnen ? Linksgemäßigte? Oder nur nette Onkels und Tanten die im Wagen wohnen wollen?


Das Ding hat den Kommentar am 03.08.2011 um 22:17 bearbeitet
Mittwoch, 03.08.11 22:23
 

selbst die CDU und FDP sind vorsichtiger als manche leut die hier kommentieren.
http://www.badische-zeitung.de/politiker-verurteilen-die-gewalt-und-kritisieren-komma[..]

Mittwoch, 03.08.11 22:27
 

ich hab kein verständnis für den lebensstil der rhinos. allerdings war die wagenburg schon ein teil des vaubans und wird dort fehlen.

Mittwoch, 03.08.11 23:00
 

@Placebos_Muse
meinst du kein verständnis im sinne von du findest es uncool/schlecht oder im sinne von du könntest so selber nicht leben? ist mir grad nicht so ganz klar

Mittwoch, 03.08.11 23:07
 

auf jeden fall fehlt nun ein stückchen freiraum (auf dem auch einiges kulturelle wachsen, gedeihen und sein durfte). und : das ding: das sind nette onkels und tanten. oder wolltest du sie jetzt als linkestlinke terrorristen abstempeln, nur weil ein paar (vllt sogar nicht-freiburger) deppen ausgeschert oder gar auf die möglichkeit des moments aufgesprungen sind.

ach ja: LOL @ real-latent.. latent real, damit komm ich klar, aber das? hard stuff :)

Mittwoch, 03.08.11 23:09
 

Hier gibts einen spannendne Artikel zum Thema "Gewalttaten" in der Nacht der Räumung!! Da wird in der Sache eben auch ganz schön gehetzt...... Also die BZ hat bei der ganzen Geschichte um Rhino auch eine sehr wichtige und außschlaggebende Rolle gespielt und keinfalls eine rühmliche.
Was die Badische Zeitung teilweise übder dieses Thema geschrieben hat und jetzt wieder tut erscheint mir einfach nur als Hetze pur!

Hier der Link:

http://linksunten.indymedia.org/de/node/44479


Dont Belive The Truth

Mittwoch, 03.08.11 23:35
 

@DontBeliveTheTruth
ich seh den profilnamen jetzt einfach mal NICHT als dislike ;-)

danke für den link. wird sich zeigen ob es einen derartigen angriff gab, aber wäre mal wieder schade. das nächste schade heute. auch schade dass die BZ einfach was von molli auf feuerwehr schreibt - wo natürlich jeder berechtigt denkt OH MEIN GOTT.

schade: rhino wurde geräumt
schade: es gab unnötige barikaden
schade: die freiburger denken rhino hätte damit was zu tun
schade: personen wurden verletzt (falls es so ist)
schade: es gibt keinen raum für wagenburgen
schade: die BZ schreibt irgendwas von mollis und hetzt unnötig

Mittwoch, 03.08.11 23:50
 

danke für den link.

auch bemerkenswert: der "polizeiwagen", das zuvor ein "feuerwehrauto" war, waren ganz zu beginn "wehrleute". wehrleute. ungemein viel verletzlicher und größer in der anzahl als so ein gemeines feuerwehrauto. wie war das mit der dreistigkeit?

Donnerstag, 04.08.11 06:53
 

Leider sehr bezeichnend wenn ein Artikel der Linksextremen von linksunten.indymedia.org als spannender Artikel tituliert wird.
Auf dieser Internetseite wurde noch nie objektiv über derartige Geschehnisse berichtet, also braucht man das auch gar nicht aufführen.

Donnerstag, 04.08.11 08:24
 

Tobias, 21

„Ich finde, dass die Stimme des Volkes in einer Demokratie immer über der des Staates stehen sollte."

Himmel hilf, sowas blödes hab ich ja schon lange nicht mehr gehört!

Donnerstag, 04.08.11 09:00
 

@ ding, es gibt keine objektiven medien. hat es nie, wird es nie.
der trick ist sich aus den verschiedensten quellen seine eigne wahrheit zu basteln.
bz + indymedia / 2 = irgendwo nahe der wahrheit(?)

@ schnoog, ist das nicht das prinzip einer demokratie?

Coa
Donnerstag, 04.08.11 09:13
 

http://www.youtube.com/watch?v=GNRaMPsu4Vw

Donnerstag, 04.08.11 10:06
 

Interessanterweise wird nur das Thema "Molotvcocktail" heraus gegriffen und unter Beschuss genommen. Wenn sich das als Falschmeldung entpuppt, wie soll es dann weiter gehen?

Wird dann der Versuch unternommen, andere begangene Straftaten, die jetzt schon nicht mehr Thematisiert werden zu verharmlosen?
Oder wird der Übergriff auf einen Autofahrer und die über die Strasse gespannten Drahtseile dann automatisch auch als unwahr deklariert?

Eine andere Frage betrifft in diesem Zusammenhang die Beteiligung der Rhinos.
Derzeit wird der Versuch unternommen, sich von den nächtlichen Straftaten derart abzugrenzen, dass man am Ende sagen kann, man habe damit nichts zu tun gehabt.
Aber kann man das einfach so stehen lassen vor dem Hintergrund, dass man sich diese Verbrecher zur Unterstützung ins Haus geholt hat und sie gewähren lies?

Nach meinem Geschmack machen es sich die Rhinos auf der einen und die Initiatoren der Linksunten-Seite etwas zu einfach.






Mikey hat den Kommentar am 04.08.2011 um 10:08 bearbeitet
Donnerstag, 04.08.11 10:17
 

ist es eigentlich nicht egal auf wen oder was der molli fliegt ?
die tatsache als solche ist doch scheisse.

und schade ist das man leute nach freiburg ruft,die man dann nicht mehr im griff hat.
sich dann hinzustellen und den unbeteiligten zu spielen ist höflich ausgedrückt einfach nur naiv.

von welcher seite man es auch immer betrachten mag, in einem können wir uns glaube ich einig sein.
damit hat man sich eine "bärendienst" erwiesen

Donnerstag, 04.08.11 11:00
 

@Wolke:

Nimm mal deinen Kopf aus deiner Wolke ;)
Du scheinst den Artikel wohl nicht gelesen zu haben oder es war zu viel Text für dein Geschmack ;]



Hausaufgaben für dich --> Nochmal lesen !!

http://linksunten.indymedia.org/de/node/44479

Es sind GARKEINE mollies geflogen.... es gab nie einen Molli!
Das war reine Stimmungsmache der "Badischen Zeitung"


DIE BZ HAT DUCH IHRE HETZE MITGEZÜNDELT !!!

Donnerstag, 04.08.11 11:04
 

arved, 18:"Ich wurde dort einmal grundlos rausgeschickt."

weiss ja jetzt nicht, was er da gemacht hat oder warum er da war, aber wenn er auf meinem balkon hocken würd, würd ich ihn auch wegschicken. :D

Donnerstag, 04.08.11 11:04
 

Zum Grund der Räumung des Areals:
Im Fernsehen kam die Meldung, dass auf dem besetzten Grundstück ab September ein Hotel gebaut werden soll.
Stimmt diese Info?

Falls ja, finde ich es völlig legitim das Gelände räumen zu lassen. Schließlich wurden die Leute dann nicht nur aus Jux und Tollerei vertrieben sondern weil ein Inhaber sein Eigentum nutzen möchte.

Donnerstag, 04.08.11 11:10
 

@ DontBeliveTheTruth: "DIE BZ HAT DUCH IHRE HETZE MITGEZÜNDELT !!!"

Gibt es auf dieser Seite noch andere Artikel? Gibt es dort nicht auch einen Aufruf zur Kreativität, geschrieben VOR dem 03.08.11?

Willst Du da noch fragen, wer sonst noch durch Hetze mitgenzündelt hat?


yachia hat den Kommentar am 04.08.2011 um 11:19 bearbeitet
Donnerstag, 04.08.11 11:13
 

@Don't ....

was erwartest Du denn in einer dynamischen Situation von der Berichterstattung? Dein Anspruch, dass die Zeitung nur die reine Wahrheit schreiben soll ist unrealistisch. Und der Vorwurf der absichtlich verfälschenden irreführenden Stimmungsmache (zum Beispiel: irgend ein Anti-Rhino Redakteur oder ein höheres Tier im Verlag verlangt: um die Rhinos in ein schlechtes Licht zu rücken sagen wir jetzt: sie werfen Mollies, verprügeln Porschefahrer, und reisen kleinen Kindern die Augen heraus. Ach ne, lasst das mit den kleinen Kindern weg, aber den Rest schreiben wir") ist - ausser der Nicht-Unmöglichkeit - zunächst nur eine Unterstellung

Genau so unrealistisch ist natürlich auch der Anspruch der anderen Seite, die Rhinos sollten gewaltätigere Sympathisanten kontrollieren.

Donnerstag, 04.08.11 11:19
 

ich glaube nicht, dass da jedesmal erst ein brainstorming stattfindet, was die politisch andersdenkenden diesmal wieder angestellt haben könnten. die richtung der bz ist bekannt, es reicht wohl, wenn redakteurInnen das ein mal drin haben.

Donnerstag, 04.08.11 11:22
 

vielleicht hätte man auch mal die von der LpB vorbeischicken sollen (die: http://fudder.de/artikel/2011/07/18/demokratie-in-der-fruehstueckstuete/ )

Donnerstag, 04.08.11 11:29
 

@ dont: lies mal was ny geschrieben hat,das zum thema linksunten und bz, da wird sich nichts geschenkt

es wurde also nichts geschmissen
nichts hat gebrannt
keine seile gespannt
keine körperliche gewalt gg unbeteiligte.
alles in allem ein freidlicher abend.

und @ ch. natürlich kann man gewalttätige sympathisanten nicht kontrollieren und dieser anspruch ist unrealistisch.
das wissen aber alle auch rhino,somit ist es ein billigend in kauf nehmen für den "guten" zweck.

"die geister die ich rief"

Donnerstag, 04.08.11 12:21
 

Hätte Rhino nicht einfach sagen können: ok, wir haben 2 Jahre umsonst gewohnt, danke. Wir räumen jetzt das Feld und suchen uns schnell einen anderen Platz.
Dann hätte Rhino selbst den Platz aufgeräumt und alles "besenrein" übergeben.
Vor einem Jahr hätte man eine neue (private) Fläche suchen können und wäre irgendwann umgezogen.

Aber ein Grundstück zu besetzen und dann zu wundern, dass man rausgeschmissen wird ist weltfremd und naiv.
Die Gewalt gegen Porsche-Fahrer und Feuerwehr zu billigen (oder sogar mitzumachen ???) ist unverantwortlich.

Nach diesen Tagen verdient Rhino keine Untestützung und Forderungen zu stellen ist lächerlich.
Meiner Meinung wäre Rhino auch gar nicht in der Lage gewesen, das Grundstück selbst vom eigenen Müll zu befreien, daher war friedlicher Abzug schon deshalb keine Option.

pd
Donnerstag, 04.08.11 12:51
 

@ Dont believe the truth, Wolke, ja/nein:

Bevor hier die Legendenbildung weiter geht. In einer Pressemitteilung der Stadt Freiburg werden die Brandsatzwürfe auf Polizeiautos ausdrücklich erwähnt.

Die Pressemitteilung wurde am Dienstag, 11.30 Uhr, veröffentlicht, siehe hier: http://www.freiburg.de/servlet/PB/menu/1247543_l1/index.html


Mit freundlichen Grüßen
Peter Disch
Online Redaktion
Badische Zeitung


pd hat den Kommentar am 04.08.2011 um 12:53 bearbeitet
Donnerstag, 04.08.11 13:00
 

Polizeiauto mit Leuchtmunition beschossen

http://www.badische-zeitung.de/freiburg/polizeiauto-mit-leuchtmunition-beschossen


supermanuel hat den Kommentar am 04.08.2011 um 13:21 bearbeitet
Donnerstag, 04.08.11 13:05
 

Die Drahtseilaktion ist ja mein persönlicher Alptraum.
Als begeisterer Radler ist mir in den vergangenen Jahren immer mal wieder der Gedanke durch den Kopf geschossen, was passiert, wenn irgend ein Irrer mal auf diese perverse Idee kommt.
Ich hatte aber noch nie gehört, dass das mal getan wurde. Und jetzt muss sich der erste Fall von dem ich erfahre ausgerechnet in Freiburg ereignen.

Donnerstag, 04.08.11 13:38
 

@ Mikey:

"Ich hatte aber noch nie gehört, dass das mal getan wurde. Und jetzt muss sich der erste Fall von dem ich erfahre ausgerechnet in Freiburg ereignen."

Beliebte Nummer der Provos in Nordirland, um die MG-Schützen auf Fahrzeugen der RUC oder der britischen Armee zu bekämpfen. Im Falle der Rhino-Räumung allerdings tatsächlich etwas übertrieben...

Zur Thematik allgemein: Zum Kotzen, wie die bürgerliche Presse, angeführt von der BZ, mal wieder Öl ins Feuer gießt...

Donnerstag, 04.08.11 13:43
 

@claas:

wo/wie gießt die "bürgerliche presse" - was auch immer das sein soll - öl ins feuer?

Donnerstag, 04.08.11 13:45
 

"etwas übertrieben" ist nicht nur "etwas untertrieben" sondern menschenverachtend.

Donnerstag, 04.08.11 13:57
 

@supermanuel:

ich finde der Post von "tanz^terra^pi" von gestern, 23:50 Uhr, bringt es ganz gut auf den Punkt. Aktuell findet in der Berichterstattung über die Vorfälle an der KTS auf badische-zeitung.de auch eine wundersame Metamorphose von Leuchtspurmunition zu Signalmunition statt. Aber Hauptsache erstmal möglichst reißerisch Sachverhalte verfälschen ...

Donnerstag, 04.08.11 14:06
 

@ Peter Disch - Online Redaktion

Auf Anfrage wurde mitgeteilt, dass sich die Informationen der Pressemitteilung über die angeblichen Brandsatzwürfe auf die BZ Berichterstattung beziehen.

Bis zum jetztigen Zeitpunkt hat weder Feuerwehr, Polizei oder Anwohner irgendeine Information über Brandsätze die auf Fahrzeuge oder schlimmeres geworfen wurden.

Nur die BZ ist da scheinbar 'bestens' informiert ;)

Der Molli flog aus der Hand eine BZ Redakteurs und zwar am Schreibtisch aus der Feder in seiner Hand.

BZ HAT MITGEZÜNDELT

Donnerstag, 04.08.11 14:08
 

@claas:

ich glaube, du überschätzt das. ich kenne die redakteure persönlich und weiß, dass sie sachverhalte nicht extra verfälschen. so funktioniert journalismus nicht. weder "bürgerlicher" noch irgendein wie auch immer gearteter anderer.

hast du schon einmal 24/7 9to9 bei einer tageszeitung gearbeitet? wenn nicht, wirst du schwer nachvollziehen können, unter welchem zeitdruck die redakteure da arbeiten. da verwundert mich oft, wie genau dennoch berichtet wird.

Donnerstag, 04.08.11 14:27
 

naja, einen gewissen anspruch sollte man schon haben dürfen.
wenn es einem zu gut ins bild passt, glaubt man falsche information gern (ungeprüft). zuerst als redakteurIn, dann auch auf konsumentInnenseite, wenn die falsche information das haus verlässt.
ärztInnen arbeiten zb auch häufig unter stress, trotzdem wunder ich mich nicht "dass so selten ein falsches körperteil amputiert wird".
im idealfall macht man den job, den man kann.

Donnerstag, 04.08.11 14:27
 

@Das Ding: Polizeiphobie! Wie genial ist das denn. Genau nach diesem Wort habe ich gesucht - DANKE :)

Donnerstag, 04.08.11 14:28
 

das mit den drahtseilen ist wirklich unter aller sau. heimtückischer gehts nicht mehr. wurde bis jetzt ja auch noch nicht abgestritten.

sehe das als radler wie mikey.

Donnerstag, 04.08.11 14:32
 

Wieso meinen den alle, nur weil die Polizei nichts von Brandsätzen verlauten lässt, dass es die nicht gab?

Das kleine Einmaleins der Polizeitaktik gebietet es, dass man wohl mit Infos hinterm Berg halten muss, Tatverdächtige sollen ja nicht alles aus der Zeitung erfahren (Täterwissen)

Donnerstag, 04.08.11 15:33
 

Ich find es wichtig, nochmal drauf hinzuweisen, dass die Feuer und die Angriffe NICHT von den Wagenburglern ausgingen. Sondern von Leuten, die zur Unterstützung angereist sind... Das macht die Sache zwar nicht besser, aber trotzdem ist es etwas anderes. Die Wagenburgler an sich sind nicht aggressiv.

Donnerstag, 04.08.11 15:38
 

Der erste Abschnitt ist in dem Zusammenhang interessant, ist lange her und soll keine Mutmaßung darstellen aber dem unkritischen Geiste mal vor Augen führen zu was die Politik / Staat bereit ist um gewisse Dinge in einem gewissen Bild darzustellen. Das ist auch kein Phänomen aus den 60er und 70er Jahren, wer sich informiert wird schnell merken, dass dies auch eine gängige Praxis der Gegenwart ist.


http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Urbach

Donnerstag, 04.08.11 15:49
 

An dieser Stelle möchte ich zur Entspannung der Lage noch einmal an eine überaus raffinierte und beeindruckende Formulierung erinnern, die das Kunst-, Kultur- und Wagenkollektiv "Kommando Rhino" in den vergangenen Tagen erschuf und gestern früh ja auch eifrig gesungen hat:

"FREIBURG OHNE RHINO IST WIE POPCORN OHNE KINO!"

Solch eindrucksvolle künstlerische (und dazu noch unkommerzielle!) Kreativität wird uns im Vauban in Zukunft fehlen - leider.

Donnerstag, 04.08.11 15:50
 

"die Politik / Staat" ist aber nicht ein bewusst handelndes Subjekt dem man Absichten und individuelle Entscheidungen unterstellen kann.

Genau so wenig wie "Rhino". Ist nicht eins sondern viele.

Unterschied Soziologie / Psychologie. Personifizierung von MenschunGRUPPEN führt in die Irre.

Donnerstag, 04.08.11 16:51
 

Zum Thema gewollte oder tolerierte Gewalt und was von wem ausgeht, noch mal zur Erinnerung : Ein von den Rhinos aufgehängtes Banner beschrieb "Schade, dass Beton nicht brennt".
Ob jetzt ein Rhino den Molotow- Cocktail warf, Drahtseile spannte oder Barrikaden anzündete, es gibt immer noch den Tatbestand "Anstiftung einer Straftat". Und dem müssen sich die Wagenburgler mindestens schuldig bekennen.
Alles in allem ein Schuss ins eigene Knie und keine Werbung für Toleranz und friedliches Miteinander, was so selbstgerecht verkündet wurde/wird...
Und nebenbei, linksunten als neutrales Medium oder als "Truth" hinzustellen ist auch meilenweit daneben...

Donnerstag, 04.08.11 17:10
 

@Der Koch:

Ich bin mir sicher niemand hat oder würde hier Linksunten als neutrales Medium titulieren. Es ist nur eine andere Sicht der Dinge und als Kritischer Mensch sollte man sich mit unterschiedlichen Positionen auseinandersetzen. Persönlich habe ich mich intensiv mit den Geschehnissen auseinander gesetzt, habe Quellen verglichen, war vor Ort und habe mir Meinungen der Rhino's wie auch der Demonstranten eingeholt. Und kann mit 100% Sicherheit sagen das seitens Polizeileitung (vll. aufgrund mangelnder oder fehlerhaften Informationen) reichlich gelogen bzw. gehetzt wird. Sehr viele Dinge an dem Abend kann und will ich hier nicht schön reden aber man würde doch auch nie auf die Idee kommen einen ganze Fußballfan-Gemeinschaft als Gewalttäter zu bezeichnen nur weil unter vielen Fans 20 Hooligans Ärger machen!? Aber im Fall "Rhino" passt das eben der Presse sowie der Stadt und dem rechtsgelagertem Mittelständler einfach sehr gut in das kleine Weltbild.


DontBeliveTheTruth hat den Kommentar am 04.08.2011 um 17:11 bearbeitet
Donnerstag, 04.08.11 17:14
 

Word!

Donnerstag, 04.08.11 17:19
 

@ truth: damit meinte ich, dass ich
1. so niemals leben wollte und
2. kein verständnis dafür habe, dass es sich jemand aussucht, in solchen umständen zu hausen - im ständigen kreuzfeuer, vom gros der gesellschaft als bazille bezeichnet zu werden.

ich gehe lieber arbeiten, habe einen nutzen in der gesellschaft, und kann mir mit meinem verdienten geld kaufen was ich will.

das ist die andere und sicher sehr viel angenehmere form von freiheitsgefühl.

Donnerstag, 04.08.11 17:23
 

LOL@dein freiheitsgefühl

von nicht-arbeiten-gehen war aber nie die rede, dein weltbild würde eine korrektur vertragen.

Donnerstag, 04.08.11 17:26
 

@ DontBeliveTheTruth: "DIE BZ HAT DUCH IHRE HETZE MITGEZÜNDELT !!!"

Gibt es auf der von Dir genannten Seite noch andere Artikel? Gibt es dort nicht auch einen Aufruf zur Kreativität, geschrieben VOR dem 03.08.11?

Willst Du da noch fragen, wer hier aufgehetzt und gezündelt hat?

Donnerstag, 04.08.11 17:35
 

@Der Koch:

"Schade, dass Beton nicht brennt" ist der Titel eines Liedes.
Mit einem ansprechenden Text u.a. zum Thema Polizeigewalt, sehr zu empfehlen.
Das sich irgendjemand zu irgendeinem Tatbestand bekennen _muss_, ist in unserem Justizsystem nicht vorgesehen. Zur Feststellung einer (Mit)Schuld gibt es Gerichte.

Die BZ als neutral hinzustellen ist übrigens ebenfalls meilenweit daneben, auch wenn es zugegebenermaßen Lichtblicke gibt...


@ja/nein: Unterschreibe ich :) !

@yachia: Link ?


Claas N. Kampf hat den Kommentar am 04.08.2011 um 17:40 bearbeitet
Donnerstag, 04.08.11 17:53
 

@yachia:

Danke, das mit dem lesen bekomme ich seit geraumer Zeit ganz gut alleine hin.

Ich vermisse im genannten Artikel bloß die Aufforderung zu Gewaltaten etc.

Dass manche Menschen leider ziemlich unkreativ beim Behindern des Grün-Weißen Trachtenvereins sind, hat ja das Rumgekokele etc. gezeigt....

Man beachte weiterhin den Autor des Aufrufs... [sic]


Claas N. Kampf hat den Kommentar am 04.08.2011 um 17:55 bearbeitet
Donnerstag, 04.08.11 18:23
 

egal welche seite man auch immer vertritt und welche lektüre man als die einzig wahre bezeichnet, die tatsache das rhino die wochenddemo laut radio abgesagt hat um eine eskalation zu verhindern nötigt mir respekt ab und zeigt eine gewisse einsicht, das vielleicht doch nicht alles so super war an der aktion...



und class: "antifaschistischer abwehrkampf" ist auch üüüberhaupt nicht reisserich ?

hört doch endlich mal auf mit zweierlei maß zu messen

Donnerstag, 04.08.11 18:36
 

wolke,

"antifaschistischer abwehrkampf" ist definitiv "reisserisch".
ich habe aber auch nie behauptet dass die Artikel auf Indymedia objektiv sind. Siehe dazu auch die letzte Zeile meines letzten Posts... Der Meinung scheint, wenn ich das richtig sehe, ohnehin keiner hier zu sein.

wie hier bereits erwähnt wurde: wenn man nicht die Möglichkeit hat selbst vor Ort zu sein, sollte man möglichst viele Quellen heran ziehen.




Donnerstag, 04.08.11 18:59
 

@Claas

Ich hatte es versucht, aber ich seh wohl zu verdächtig nach "Feind" aus :-D

Donnerstag, 04.08.11 19:24
 

och, iwo ;) ...
wollte mit der Antwort auf deinen Kommentar bloß feststellen dass die Drahtseilnummer nicht neu und somit absolut nicht "kreativ" (von gerechtfertigt/angemessen/[hier diskussion über ethische Grundsätze einfügen] mal ganz abgesehen) ist... nichts für ungut.

Donnerstag, 04.08.11 19:34
 

Hier gibts die Pressemitteilung von Kommando Rhino:

Zur Berichtserstattung:

http://rhino.blogsport.de/2011/08/04/gegen-die-hetzt-fuer-mehr-wagenplaetze/
[..] Räumung:

http://rhino.blogsport.de/2011/08/04/pressemitteilung-vom-04-07-11/



DontBeliveTheTruth hat den Kommentar am 04.08.2011 um 19:34 bearbeitet
Donnerstag, 04.08.11 19:39
 

stimmt das mit den drähten nu?

Donnerstag, 04.08.11 20:00
 

Die Drahtseile wurden gespannt, Autofahrer verprügelt, Molis standen bereit und Barrikaden brannten.

Ach auch ein Highlight wohl die Pressekonferenz der Rhinos heute im Rathausinnenhof

Donnerstag, 04.08.11 20:06
 

yep du bist eine zuverlässige quelle für das thema und kein bißchen voreingenommen mr. killtdiehippies

Donnerstag, 04.08.11 20:31
 

@Claas

Ich bin froh, dass ich bisher noch nie davon gehört hab. Es ist tatsächlich so, dass mir das grad Nachts schon öffters durch den Kopf gegangen ist wenn ich mal richtig schnell unterwegs war.

Mit "Ich hatte es versucht" meine ich, mich vor Ort (Vauban) zu informieren. Bin aber sehr sehr komisch beäugt und observiert worden :-D

Donnerstag, 04.08.11 20:37
 

*editiert*

Donnerstag, 04.08.11 21:57
 

Ich frage mich gerade was für einen landesweiten Aufschrei inklusive Massendemonstrationen es gegeben hätte, wenn ein paar rechtsgesinnte Menschen ein fremdes Gelände okkupieren und bei der Räumung von ein paar Hundert Nazis unterstützt worden wären, die dann Drahtseile gespannt hätten, Barrikaden angezündet und Rastalockenträger vermöbelt hätten.

Think about it!

Donnerstag, 04.08.11 22:01
 

Was das die Pressekonferenz/Stellungnahme (Video, Link unten) betrifft:

Da wird von den beiden auf die Problematik hingewiesen, dass es viele Flächen gibt die nutzbar wären und dass sich die Stadtverwaltung auch bei mindestens einer privaten Fläche auch quer gestellt hat.
Über diesen Punkt muss auch noch (möglichst auch im Stadtrat) geredet werden.

Da verstehe ich die sture Haltung des Stadtrats (teilen davon) nicht. Das Beispiel des Angebots durch von Gayling, die Ablehung des Stadtrates das Areal umzuwidmen, damit es genutzt werden kann und der Gemeinderatsbeschluss von 1996, der weitere Wagenburgen in Freiburg ablehnt.

Es passt halt schon ins Bild, wenn von Seiten der Stadt einerseits behauptet wird dass eine Wagenburg auf Privatgelände möglich sei, dann aber im eintretenden Fall irgendwelche Nutzungsverordnungen zur Verinderung heranzuziehen. Und das vor dem Hintergrund des GR Beschlusses von 1996

Link zur Pressekonferenz:
http://www.badische-zeitung.de/diskussionen-um-die-rhino-raeumung-dauern-an


Mikey hat den Kommentar am 04.08.2011 um 22:17 bearbeitet
Donnerstag, 04.08.11 22:09
 

@Mono:

Das ist doch völlig was anderes. Birnen und Äpfel und so weiter... Die Rhinos bzw. alternative Gruppen und auch ein großer Teil der Linken Szene strebt eine Gesellschaft der solidarischen gemeinschaftlichkeit an und setzt sich intensiv mit den Möglichkeiten zur Veränderung auseinander. Oft sehr theoretisch weil die Praxis (siehe Rhino usw.) nicht toleriert werden. Aber dennoch liegt der alternative Szene eine fast durchweg friedliche und pazifistische ideologische Grundlage zu Fuße aber es ist eben genau dieser Rückschluss wie auch bei Rhino, ALLE Krawallmacher und ALLE gemeingefährlich.

Und der vergleich mit den rechten, der hinkt ja dermaßen das ich da nur sagen kann:

Think about it!




PS: Und jetzt komm mir nicht mit 'ja, aber die linkextremen sind ja nicht besser wie die rechtsextremen' blablabla.... klar gibts die, aber es ist ein BRUCHTEIL der SZENE.

Donnerstag, 04.08.11 22:25
 

@ Mikey: Danke für den Link. Beide Videos vom 18.06.2011??? Steht zumindest am Ende der Videos.


yachia hat den Kommentar am 04.08.2011 um 22:29 bearbeitet
Donnerstag, 04.08.11 23:00
 

@Yachia
Wenn es das Video mit den beiden Wagenburglerinnen ist, dann ist das von heute.

Edit: Auf der Artikelseite ist es das zweite Video von oben.


Mikey hat den Kommentar am 04.08.2011 um 23:02 bearbeitet
+om
Donnerstag, 04.08.11 23:21
 

80 kommentare, da lohnt sichs doch noch einen artikel darüber zu schreiben.

Freitag, 05.08.11 00:29
 

@ +om
Da haste recht.
Und ich muss bei der Gelegenheit auch mal "sagen", dass ich hier gerne diskutiere weil die Leute klasse sind. Genauso wie ich die Arbeit der Redakteure und Journalisten von Fudder sehr schätze.

Freitag, 05.08.11 06:54
 

Finde die Diskussionen auch immer sehr unterhaltsam und informativ.
@fudder: aber wieso wurde denn mein Beitrag oben editiert?


Falls ich einen Autonomen beleidigt habe tut mir das wahnsinnig leid. Hätte ich das gewusst, meine letzte Nacht wäre schlaflos verlaufen und bittere Krokodilstränen hätten meinen schwarzen Kapuzenpulli getränkt.

Freitag, 05.08.11 08:12
 

@DontBeliveTheTruth

"Die Rhinos bzw. alternative Gruppen und auch ein großer Teil der Linken Szene strebt eine Gesellschaft der solidarischen gemeinschaftlichkeit an und setzt sich intensiv mit den Möglichkeiten zur Veränderung auseinander."

Auch wenn ich durchaus dem Vergleich mit Rechtsextremen nichts abgewinnen kann, das, was Du da schreibst kann ich auch nicht unterschreiben. Was, bitteschön, beim Verhalten von Rhino deutete auf eine "Gesellschaft der solidarischen gemeinschaftlichkeit" hin? Das ist/war eine kleine Minderheit die sich dem Willen der Gemeinschaft eben nicht beugen wollte und sich mit teils schon skurrilen und auch noch die letzten Sympathisanten vergraulenden Ansprüchen lächerlich gemacht haben.

Freitag, 05.08.11 09:03
 

@ Schnoog
Das ist/war eine kleine Minderheit die sich dem Willen der Gemeinschaft eben nicht beugen wollte "

Das alleine muß ja nicht per se verkehrt sein. Auch Widerstandskämpfer oder Ghandi wollten das nicht.

"ein großer Teil der Linken Szene strebt eine Gesellschaft der solidarischen gemeinschaftlichkeit an"

Ja, ich fürchte nach deren Äusserungen und Verhalten nur, die meinen eine "one-way-Solidarität" - von den anderen zu ihnen. Da hast du mit deinem letzten Satz schon recht...


Biber hat den Kommentar am 05.08.2011 um 09:04 bearbeitet
Freitag, 05.08.11 09:08
 

Ich hab die Rhinos nicht mit "Rechtsextremen" verglichen, sondern mit Rechtsgesinnten. Die Autonomen hab ich dann mit Nazis verglichen.
Wo der Vergleich hinkt, muss mir erst noch mit Argumenten belegt werden.
So eine realitätsferne Werbebotschaft wie sie "DontBeliveTheTruth" geschrieben hat, könnte man auch für das rechte Pendant schreiben. Genauso wie man auf anderer Seite ebenfalls von einem "Bruchteil" der Szene reden könnte, wenn man das wollte.

Freitag, 05.08.11 09:09
 

"wie kommen eigentlich immer so viele leute darauf das freiburg toleranter wäre als andere städte?
...
gibt es belastbare daten dazu?"

Aber klar doch !

z. B. ist Alkohol in der Innenstadt nicht generell verboten, die Gastwirte geniessen da unbedingte Toleranz

und auch Fahrräder werden in der selbsternannten Ökohauptstadt schon toleriert, nur eben nicht in der Innenstadt...


Biber hat den Kommentar am 05.08.2011 um 09:10 bearbeitet
Freitag, 05.08.11 09:28
 

@Biber

Das ist/war eine kleine Minderheit die sich dem Willen der Gemeinschaft eben nicht beugen wollte "

Das alleine muß ja nicht per se verkehrt sein. Auch Widerstandskämpfer oder Ghandi wollten das nicht.


Also Ghandi hat gegen eine unterdrückende Kolonialmacht gekämpft, wie leben hier aber in einer Gesellschaft mit einer freiheitlich demokratischen Grundordnung. Das sieht das Kommando Rhino höchstwahrscheinlich anders, sie sind "die Guten" und kämpfen gegen "die anderen", wer immer das sein mag, im Zweifelsfalle der "scheiß Faschostaat" oder sonst was reflexhaftes...

Freitag, 05.08.11 10:36
 

Am Anfang ging es den Rhinos darum, das Green Business Center zu verhindern, am Schluss ging es ihnen darum, ihre eigenen Schäfchen ins Trockene zu bringen. Am Anfang wurde klar festgelegt, dass sie zu Baubeginn das Gelände verlassen müssen, was sie nicht freiwillig taten.
Die Rhinos behaupten, friedliche Leute zu sein, aber sie haben Streit, Enttäuschung und Zorn in die Stadt getragen. Auf subtile Art in die Opferrolle schlüpfend, indem sie darum baten, man möge zur Räumung kommen. Wer gekommen ist, weiss ja nun jeder. Haben die so friedlichen Rhinos ihr Bedauern über das ausgedrückt, was in den Stunden vor der Räumung passierte? Oder sind sie gar klammheimlich schadenfroh? Oder einfach nur naiv?
Werden die Rhinos für die Kosten der Räumung aufkommen oder überlassen sie diese der Gemeinschaft, deren Art zu wohnen und zu leben sie nicht teilen wollen?

Freitag, 05.08.11 13:06
 

Wenigstens gibt es jetzt eine Enscheidungsgrundlage für zukünftige Hausbesetzungen, Wageburgen, Demos etc.

Ich glaube kaum das nach dieser Aktion noch auf Deeskalation Wert gelegt wird.

Freitag, 05.08.11 15:35
 

@yachia

Glückwunsch.
Neben meinem oben geschriebenen Kommentar der beste hier...-)

Jammern und Selbstmitleid ist genauso doof wie Selbstgerechtigkeit.

Und wenn ich so die 2 Pressemitteilungen von den Rhinos lese, zeigt mir dass, da ist keinerlei Ansatz von Unrechtsbewusstsein oder Reflexionsfähigkeit oder Selbstkritik vorhanden.

Schade.

Aus einem vernünftigen Ansatz und einer guten Idee (Green Business Center durch solcherart "Protest" zu verhindern ) ist leider, leider ein großer Kindergarten geworden..

Schade.

Freitag, 05.08.11 15:51
 

yachias kommentar ist auf jeden fall unaufgeregt nüchtern und sachlich analysierend.


Andrés hat den Kommentar am 05.08.2011 um 15:54 bearbeitet
Freitag, 05.08.11 16:24
 

diese ganzen kurzsichtigen, beschränkten, mediengläubigen Kommentare sind ein Zeichen dafür, in was für einer armseligen Stadt, was für einer armseligen Gesellschaft wird leben. Wo selbstständig denken, differenzieren und tolerieren nicht zum Selbstverständnis der meisten gehört, wo alles, was nicht in den eigenen Horizont passt Verächtlichkeit und das Bedürfnis nach Verurteilung hervor ruft. Es ist egal, dass die Rhinos sich von den Drahtseilen, brennenden Barrikaden und Gewalt distanzieren, es ist egal, denn dann müsste man sich ja mit dem Problem an sich, dem Unmöglich-machen, der Inakzeptanz von Wagenleben und alternativen Wohnformen auseinandersetzen. Müsste man sich ja fragen, wer eigentlich das Recht hat, eine Wohnform als die bessere, die einzig richtige, die eine, die rechtens ist, hinzustellen. Wieso spricht niemand über die Tatsache, dass hunderte von Polizisten ein paar dutzend Menschen, die keine Waffen, keine Vermummung und keine Möglichkeit der Verteidigung haben, derart einschüchtern und ihren Lebensraum zerstören kann? Ist das Auftreten der Polizei keine Form von Gewalt? Und NEIN, es gibt keine Alternativvorschläge der Stadt, weil die Stadt keine Wagenburgen will, weil die Stadt vorgibt wie man zu leben hat. Schön für alle, die damit zurecht kommen, Pech für alle, die damit nicht vertreten werden, für alle, die sich ein anderes Leben vorstellen und ja, ach schreck, die sogar auch etwas für staat, das sogenannte Gemeinwohl tun, die, haltet euch fest, auch arbeiten, Steuern zahlen, Teil des Ganzen sind. Aber lest ruhig weiter mit eurer einschränkenden Brille, die alles so schön einfach macht, die alles so toll einzuordnen vermag, die nichts offenbart was es zu hinterfragen gäbe. ach, scheiß doch auf eure Solidarität....

Freitag, 05.08.11 16:39
 

Bei der nächsten Räumung sollte die Polizei einfach irgendwelche Schlägertrupps um Hilfe bitten und diese dann einfach mal machen lassen, um danach behaupten zu können, sie habe ja gar keine Gewalt angewendet...das waren doch andere...

Das ist jetzt natürlich extrem zynisch, aber so haben sich die Rhinos in diesem Fall leider verhalten. Meine Solidarität mit
Rhino ist durch dieses verantwortungslose Handeln entgültig beendet und ich denke, dass ich dabei nicht der einzige bin...schade eigentlich...

Freitag, 05.08.11 17:27
 

Das mit den Schlägertrupps gibt es duchaus. Nicht für die Polizei, aber für private Vermieter kann das ultima ratio zum "Entmieten" sein.
Ja ja so war das nicht gemeint, es ging um die Schuldzuweisung auf andere als man selbst ...

Freitag, 05.08.11 17:36
 

und wieder sind wir an dem punkt angelangt, alles was nicht befürwortet ist dumm,unkritisch,blablabla.....
eine extrem gebildete,eloquente,weitsichtige,kreative, minderheit hat recht und der ganze rest ist eben blöd.

Freitag, 05.08.11 17:47
 

liebe Wolke, von Befürwortung war nirgens die rede. Genauso wenig von recht haben. Es ging um was anderes aber wenn es das ist, was bei dir hängen geblieben ist, war es wieder einmal nicht der mühe wert...

Freitag, 05.08.11 18:21
 

ist irgendwie komisch wie wir hier darüber diskutieren, für die meisten von uns hat es ja überhaupt keine auswirkungen was da passiert ist. die betroffenen menschen haben allerdings ihr zuhause verloren (welches zwar von anfang an rechtlich auf tönernen füßen stand..), das ist keine schöne sache. insofern kann ich es nachvollziehen das da die emotionen hochkochen.

trozdem: gewalt ist teenager-scheiße und sollte weiterhin aufs bermuda-dreieck beschränkt bleiben!

Freitag, 05.08.11 18:46
 

ich finds viel schlimmer, dass die schönen schrebergärten neben dem haslacher bad platt gemacht wurden. habe ich heute morgen mit schrecken festgestellt.

muß den jeder grüne fleck für gebäude platt gemacht werden, nur des geldes wegen?

Freitag, 05.08.11 19:44
 

wenn immer mehr Leute in Freiburg wohnen wollen, und jeder im Durchschnitt immer mehr Quadratmeter haben will, dann muss man entweder Neubaugebiete ausweisen, oder Baulücken schliessen, oder höhere Häuser bauen.

Hat mit Geld zunächst nichts (aber später dann natürlich schon) zu tun.


christianhauck hat den Kommentar am 05.08.2011 um 20:14 bearbeitet
Freitag, 05.08.11 20:16
 

So langsam ists auch mal gut.

Die, die hier erpicht auf Rechtsstaatlichkeit krampfen, sollten dies auch auf ihre eigene Argumentation anwenden:

Zu behaupten Rhino wäre für die Gewalt verantwortlich ist jedenfalls nach der momentanen Beweislage schlicht falsch.
Denn sonst hätte Polizeisprecher Schmid längst überglücklich Verhaftungen verkündet...
Ohne Beweise allerdings hat diese Behauptung nun Straftatcharakter in Sinne einer Verleumdung (§187 StGB).

Die Behauptung, daß Rhino Unfrieden in die Stadt gebracht hätte ist ebenso falsch, da sie die Verantwortung des Gemeinderates, der immer wieder versuchte, alternative Lebensformen aus Freiburg hinauszuekeln nicht beachtet:

http://schattenparker.net/spip.php?article165

Wie wärs wenn ihr euch einfach mal informiert statt mit Vorurteilen Barrikaden anzuzünden?

Freitag, 05.08.11 20:21
 

Hast Du noch was von dem Zeug, Wolke?

Entweder Du hast den Diskussionsverlauf nicht verfolgt, den Artikel nicht gelesen, vielleicht gar eine repräsentative Studie zur Freiburger Meinung über Rhino verfasst oder Du willst einfach nur Stunk gegen jene machen, die sich um Humanität gegen Vorurteile und Diskriminierung bemühen.

Freitag, 05.08.11 21:00
 

die rhinos haben sich geweigert den platz zu verlassen, der ihnen nicht gehörte, und damit ein konfrontation herbeigeführt, die sie mit ihren aufrufen und tweets im vorfeld der räumung noch verschärft haben. es ist nicht so als gäbe es in freiburg keine wohnungen, es gibt nur nicht die spezielle sorte wohnungen, die die rhinos sich wünschen, nämlich selbstgezimmerte bretterhütten mit oder ohne räder dran für sehr wenig geld. die gentrifizierungskritik geht ins leere, weil das wohnmodell der rhinos in keiner weise mehrheitsfähig ist. ich hasse dass ich auf dieser seite der debatte stehe, aber ich finde wirklich, wirklich nicht dass die rhinos bei diesem streit sehr gut dastehen. die stadt mag sich nicht kooperativ verhalten haben, aber das muss sie nicht, es ist ihr gelände, und die rhinos waren die bittsteller, die kein sehr gutes angebot gemacht haben.

Freitag, 05.08.11 21:26
 

ich werde jetzt nicht noch mal alle 100 kommentare durchlesen, aber so weit ich mich erinnere hat hier niemand behauptet, dass ein mitglied von rhino mit eigenen händen gezündelt, geprügelt oder ein drahtseil gespannt hat. mit dudes verleumdung ist es deswegen nicht weit her. dass dies angeblich nicht so war, wurde ja nun oft genug betont. keiner hier weiss, wer es war, aber wegen in dubio pro reo müssen wir davon ausgehen, dass keiner von rhino es war. tatsache ist aber, zumindest nach der aktuellen informationslage, dass es diese vorkommnisse gab. wer auch immer dafür verantwortlich ist.

man kann auf grund der ereignisse der meinung sein, dass die rhinos zumindest eine mitverantwortung (nicht im juristischen sinne) haben, muss es aber nicht.
das ist "geschmackssache" und abhängig davon, welchen argumenten man welches gewicht beimisst.
kommt man auf grund von abwägung verschiedener argumente zu dem schluss, dass rhino eine art moralische mitverantwortung trägt, ist das dann aber keinesfalls kurzfristig, beschränkt oder mediengläubig, sondern durchaus differenziert. das mag manchen, die zu einer anderen schlussfolgerung geraten nicht schmecken, aber diese leute, dann pauschal als mediengläubige und obrigkeitshörige ignoranten, reaktionäre oder was auch immer zu bezeichnen ist in wahrheit intolerant und indifferenziert. es kommt immer auf die argumentationskette an.

übrigens bin ich der meinung, dass die diskussion in diesen thread im vergleich zu anderen bislang doch ziemlich zivilisiert verlaufen ist. wirkliche troll-beiträge oder platte provokationenn sind eigentlich nicht dabei gewesen.


Andrés hat den Kommentar am 05.08.2011 um 21:28 bearbeitet
Freitag, 05.08.11 21:39
 

@Andres
Du musst dir auch nicht alle 100 Kommentare durchlesen, das geht schon klar.
Der Dude bellt nur immer gerne ein bischen bevor er thematisch dann mit Fakten rüber kommt. Du musst das Gepolter ein bischen als "Aufpassen!" verstehen ;-)

@Dude
Dass die Gewalttätigen und die Rhinos zwei verschiedene Paar Stiefel sind und sich der Stadtrat gegensätzlich und stur verhält hatten wir auch schon. Und dass Wagenburgen eigentlich kein Problem darstellen für eine Stadt......
Ich würd gern mal wissen, intern, ob die Rhinos so ichtig sauer sind auf die Krawallis, die ihnen nicht grade nen Gefallen getan haben.

Jetzt helft mir mal wenn jemand kann, denn ich suche nach einem Gemeinderatsbeschluss der sogar die Förderung alternativer Wohnformen befürwortet haben soll. Ich hab gelesen, dass es den wohl auch mal gab ich weiss nur nicht mehr wo ich die Info her hab. Hat da jemand was drüber?

Ich könnte mir vorstellen, dass es sowas mal im Zuge der Vaubanplanung gab.

DAS wäre nämlich ein interessanter Hammer.

Freitag, 05.08.11 22:28
 

Man darf aber auch nicht vergessen, dass wir immer noch in einer Demokratie leben und der Gemeinderat ist ein demokratisch gewähltes Organ. Wenn sich der dafür entscheidet, dass es nicht mehr als drei Wagenburgkolonien in Freiburg geben darf, dann mag das manchen Menschen nicht gefallen, aber sie müssen dennoch damit leben und es akzeptieren.
Ansonsten haben sie immer noch das Recht eine demokratische Mehrheit zu bilden, die daran etwas ändert. Dies mag anstrengender sein, als in seiner Burg zu hocken und gegen "die da oben" zu opponieren, aber so funktioniert Demokratie (glücklicherweise) nun einmal.

Freitag, 05.08.11 23:26
 

Diese Argumentationskette differenzierter Meinungen ist exakt das ich meine:

Zu argumentieren, dass Rhino zumindest die Gewalt stillschweigend durch die Aufrufe provoziert zu haben, ist nicht angemesen.
Schließlich hat auch die BZ keine Kontrolle über die Reaktion ihrer Rezipienten.

Insofern also keine Aufforderung zur Gewalt belegbar ist, bleibt diese Behauptung eine Unterstellung mit Verleumdungscharakter.


Zum real-latenten Gegensatz Kapitalismus (definiert nach Kevin Philiips als Ideologie einer Wirtschaftsweise, deren einziges Kriterium der ökonomische Profit ist):
real-latent bedeutet: außerhalb der Theorie (und schließlich ist jede Ideologie ersteinmal eine Theorie)latent.
Denn in der Theorie (siehe Neoliberalismus) lassen sich Menschenrechte sehr wohl profitisieren (viele Firmen haben mittlerweile die Gewinnsteigerung durch soziale Kriterien erkannt), aber in der Praxis bedeutet das letztlich doch immer, das sich Menschenrechte dem Profit unterzuordnen haben.

Würde man jetzt aber sozialen Profit zum Ziel erklären, wäre diese Ideologie kein Kapitalismus mehr, diese Zuordnung funktioniert also nur im faktischen Abgleich Theorie-Praxis.
Deswegen real-latent ;)

Übrigens /gz @ Mikey für den bislang besten Einfall.

Samstag, 06.08.11 00:03
 

@Mono

Wagenburg hin Rhinos her.

Da geht es noch um was ganz anderes, nämlich dass mir der Gemeinderat der Stadt Freiburg sagt, wie ich leben muss, wenn ich hier leben will. Wenn das ordnungspolitische Angelegenheiten sind, gut. Aber wenn es um die Form des Lebens geht, dass ist ein Eingriff in unser aller Privatestes.
Ich will nicht in einem Wohnwagen leben, das steht ausser Debatte aber ich dürfte nicht wenn ich wollen würde. Und das kanns eigentlich nicht sein.

Wenn Menschen so leben möchten, kommt das auch der ganzen Gemeinschaft zugute:

- Weniger Platzverbrauch pro Bewohner, dadurch weniger Bodenversiegelung, thermische Entlastung des städt. Mikroklimas
- Weniger CO2 Emission, weil weniger zu heizen ist
- Und hässlich sind die Wägen auch nicht. Da sieht manche Schrebergartensiedlung grauenvoller aus.

Samstag, 06.08.11 00:39
 

mein wohnblock hat eine höhere bevölkerungsdichte, ist von mehr grün umgeben UND besser isoliert als eine ansammlung freistehender hundehütten auf einem schotterplatz. vor allem jetzt wo die vermieter die kellerdecke verstyroport haben.

baumhäuser wären nett. schön strickleitern von haus zu haus spannen, essen mit dem flaschenzug hochziehen, in die unten geparkten cabrios kacken... und das mikroklima ist natürlich FANTASTISCH

Samstag, 06.08.11 01:08
 

@Dude
Vergiss die Idee mit dem GR Beschluss.
Mit deinem Link zu den Schattenparkern hast du ne viel interessantere Info gefunden:

Es gibt überhaupt keinen Beschluss der das weitere errichten einer Wagenburgsiedlung verbietet, der vielzitierte Passus den auch Herr Salomon erwähnt regelt lediglich die Anzahl der Wagen auf einem bestimmten Platz im zähringer Westen (und übrigens aus dem Jahr 1997 stammt).

Im Orginal nachzulesen:
(Dort Seite 6, "5. Zusammenfassung", Passus 4, der letzte Satz.)
https://freiburg.more-rubin1.de/show_pdf.php

In den beiden Beschlüssen aus dem Jahr vorher gibt es nichts, was regelt, dass keine weiteren Wagensiedlungen mehr errichtet werden dürfen. Wäre dem so, wäre selbiger Beschluss sowieso völliger Nonsens.

Das ist schon wirklich ne interessante Erkenntnis.

Samstag, 06.08.11 01:10
 

Das bislang beste Ergebnis:

- Die unterschiedliche Situation von Menschen in
unterschiedlichen Lebenslagen u.a. durch differenzierte
Angebote für die unterschiedlichen Bedürfnisse,
in Planung und Betrieb berücksichtigen

- Die Gleichstellung von Frauen und Männern als
grundlegende Dimension in allen Planungen /
Strategieentwicklungen berücksichtigen. Dabei
die besonderen Bedürfnisse von Frauen u. Männern
in unterschiedlichen Lebenslagen im Hinblick auf
Gestaltungslösungen, Zugang zu Dienstleistungen,
Kultur, Bildung, Beschäftigung und familiären
Pflichten („Stadt der kurzen Wege“) beachten

Aus der Gender-Mainstreaming-Zielerklärung der Stadt Freiburg:
http://www.freiburg.de/servlet/PB/show/1242130/Leit_Teilziele2011.pdf

Laut der Grünen Alternative gab es 2006 eine Zusage des Gemeinderats zur Einrichtung einer Arbeitsgruppe Alternativ Leben Wohnen, die Rhino allerdings auch im offenen Brief angemahnt hat.

Insofern scheint es also keinen Gemeinderatsbeschluß in der von Dir vermuteten Form gegeben zu haben.


@ strange:

Rhinos leben garantiert ökologischer als jeder andere Vaubananwohner, da ihr Energieverbrauch weitaus geringer ist, als auch der Passivhäuser.

Huch, wo ist da nur der faktische Beleg?
ach, ganz vergessen, die brauchen wir hier ja nicht mehr...

Samstag, 06.08.11 01:17
 

@Mikey

Danke fürs Mitdenken:)
Dachte ich müsste auch noch erklären, wieso sich schreiben läßt, das das Rathaus die Wagenburg aus der Stadt ekeln will...

Ein weiteres Anzeichen dafür die Angst vor Eskalationen, die bereits an sich schon eine Unterstellung sind, wie auch die Angst vor Zuzug, der wiederum die Position der Stadt gegenüber Wagenburgen eindeutig belegt.

Samstag, 06.08.11 09:27
 

Ich frage mich gerade, ob die Stadt wohl auch etwas gegen solche alternative Lebensformen einzuwenden hätte, wenn diese sich ein eigenes Grundstück anmieten oder kaufen würden. Das wäre dann ja ihr eigenes Grundstück und da könnte sie niemand vertreiben...wäre das nicht eine Lösung???

Weil wenn ich mir vorstelle, dass plötzlich zwei wildfremde in meinem Wohnzimmer sitzen und ich dieses dadurch nicht mehr nutzen kann, wäre ich auch bemüht diese Leute nach draussen zu bitten.

Samstag, 06.08.11 10:06
 

@Mikey: Der Gemeinderat sagt dir doch aber nur wie du leben musst, wenn du dadurch die Rechte eines anderen Bürger einschränkst. Es ist den Rhinos weiterhin erlaubt sich einen privaten Platz zu suchen, nur eben nicht einen öffentlichen.
Selbstverständlich sind auch bei einem privaten Platz verwaltungsrechtliche Faktoren zu beachten, die manchmal vielleicht unsinnig erscheinen, aber doch nicht ohne Grund da sind. So ist beispielsweise darauf zu achten, dass das Grundwasser unter einem potentiellen Wagenplatz nicht durch austretende Betriebsstoffe verschmutzt werden kann. Auch wenn der Platz privat ist.
Dass du, wie du angibst, nicht in einem Wohnwagen wohnen dürftest, wenn du das wolltest ist faktisch falsch. Nur müssen eben Richtlinien und Gesetze dabei befolgt werden.

Ordnung muss sein, sie regelt das Zusammenleben in einer Gesellschaft!


P.S: Deine Argumente warum das der Gemeinschaft zugute kommen würde, wenn Menschen so leben, könnte man auch zerpflücken, aber trotzdem vielen Dank für deine sachlichen und unaufgeregten Beiträge.

Samstag, 06.08.11 10:42
 

@ Pedro, es gibt nen flächennutzungsplan und wenn da nicht steht das eine fläche zum wohnen ausgewiesen ist, kann man das untersagen. vor ein paar jahren haben wagenburgler mal eine fläche bei denzlingen angemietet, alles war ganz friedlich und nett, aber dann kam die gemeinde mit eben jenem flächennutzungsplan und aus die maus.

Samstag, 06.08.11 11:08
 

Flächennutzungspläne werden gemacht, sie fallen nicht vom Himmel.
Und die wirkliche Nutzung kann den Plänen um Jahre, Jahrzehnte hinterherhinken.

Aber das interessantere Phänomen ist das Verschinden des öffentlichen Raumes und die Umwandlung in Privateigentum. Es geht eigentlich immer nur in diese Richtung, nicht umgekehrt. Oft merkt man es gar nicht, solange man sich angepasst verhält. Aber im Zweufelsfall, oder wenn ea dem Eigentümer beliebt, ist man unfrei. Ein gelduldeter Gast, aber kein Bürger mit Grundrechten und Freiheit.

Samstag, 06.08.11 11:11
 

Oh mein Gott....unfrei.....

Samstag, 06.08.11 12:22
 

@NYHC:
Und wenn die sich in einem Gewerbegebiet ne Fläche anmieten, ein "Campingplatz-Gewerbe" anmelden und dann ihre Wägen dort abstellen...ist dann dem Flächennutzungsplan genüge getan??

Samstag, 06.08.11 14:11
 

ach dude, jetzt lass doch mal die verleumdung weg. erstens wäre es wahrscheinlich keine verleumdung sondern üble nachrede und zweitens kann man idr nicht ein kollektiv verleumden, sondern nur einzelne personen.

bei der zuschreibung einer mitverantwortung für die ereignisse geht es nicht um verantwortung im juristischen sinne, sondern um eine art moralische mitverantwortung. und da können die leute, wie oben erläutert, eben zu einem anderen schluss kommen, als du.

rhino hat gestern übrigens den text, mit dem sie sich von gewalt distanzieren und ihr bedauern über die vorfälle ausdrücken teilweise gestrichen. gestrichen wurden genau die passagen, die bedauern und distanzierung ausdrücken. begründet wird dies damit, dass dies nicht der meinung des gesamten kollektivs entspricht.
http://rhino.blogsport.de/

das lässt einem bei der interpretation einigen freiraum.

Samstag, 06.08.11 16:09
 

Mickey, auf dem Freiburger Campingplatz in der Kartäuserstraße leben 3 Personen in ihren Wohnwägen (war mal ein Bericht in der BZ)... als gemeldeter fester Wohnsitz.
Es ist möglich und die Gesetzeslage läßt es auch zu.

http://www.lebenaufdemcampingplatz.de


Tatoocheck hat den Kommentar am 06.08.2011 um 16:15 bearbeitet
Samstag, 06.08.11 16:13
 

Auf nem Campingplatz müssen die Rhinos sich aber auch an Regeln halten und das ist ja scheinbar nicht gerade deren Stärke...

Samstag, 06.08.11 16:18
 

Tja, so ist es halt wenn es keine Anarchie gibt... *g*

Samstag, 06.08.11 16:58
 

Ja, gesellschaftliche Wagenburgen gibt es überall. Siehe Nord- oder Ostsee. Übrigens läuft da sehr viel bautechnisch unkorrektes ab, dass mittlerweile niemand mehr so genau hin sieht.

Ich denke mal, dass so eine Wagensiedlung wie die Schattenparker oder Eselswinkel sehr gesittet organisiert sind. Klar haben die dort nicht die gleichen regeln wie Dauercamper aber muss denn auch immer alles auf Teufel komm raus mit bundesdeutschem Ordnungssinn belegt sein.
Wenn sich eine alternative Wagensiedlung konstituiert haben die auch ihre Regeln die ein Miteinander ermöglichen und sonst fällt mir nichts ein dass die Gemeinschaft an einer Wagensiedlung stören könnte.

Samstag, 06.08.11 22:53
 

Gut erkannt, Andres.
Moralische Mitverantwortung ist das Stichwort:

Ist es moralisch Soziale Außenseiter in die Alternativlosigkeit abzuschieben?

Die Geschichte der Wagenburgen in Freiburg zeigt doch ziemlich eindeutig, daß sich privaterseits kaum Lebensräume - nicht nur von den Mittellosen - schaffen lassen.

Wie das verläuft ist hier einzusehen:
http://www.schattenparker.net/spip.php?article163

Im Nachhinein augrund einer "qualifizierten Minderheit" wurde die Pachtgenehmigung zurückgezogen durch die Zufügung einer Klausel bezeichnet als "soziale Akzeptanz", obwohl die Mehrheit der Befragten des Bürgervereins St.Georgen pro Wagenburg stimmte.

Deswegen noch einmal - ist es moralisch soziale, und bestimmt nicht nur selbstverschuldete Außenseiter in die Alternativlosigkeit abzuschieben?

Niemand würde es wagen die Bauplatzbesetzung von Wyhl 1974 zu kritisieren, aber wenn sich der letzte Rest der ehemaligen Vauban/SuSi Wagenburg, der nirgends anders unterkam aus frechem Protest mitten in das Vorzeigegleichschaltungsgebiet einnistet ist das natürlich bereits Aufforderung zur Gewalt.

Die Gemeinderatsbeschlüsse belegen doch eindeutig den Unwillen der Stadt (besonders Punkte der Standortbegehung Haid z.B. Wertminderung des Gebiets durch Wagenburg - lächerlich) hier zu HELFEN!

Etwas Großzügigkeit würde dieser Stadt ganz gut stehen...

Samstag, 06.08.11 23:07
 

Aus purer Langeweile erlaube ich mir den Zusatz, daß der Vorwurf. Rhino habe Unfrieden und Gewalt in die Stadt gebracht nicht nur eine moralische Bewertung sein darf, die in diesem Fall auch nicht differenziert ist übrigens (zur Differenzierung bedarf es nämlich der Ausbildung von Unterscheidungen).
Gemäß der hier vertretenen Perspektive wäre folglich die Bundesregierung allen voran Peter Struck für die Vergehen dt.Soldaten in Afghanistan verantwortlich.

Desweiteren orientiert sich die Rechtsprechung übrigens an den juristischen Personen, die die Grundlage eines Kollektivs bilden.
Würde also eine Beleidigung die CDU addressieren, würde sich derjenige sämtlichen Parteimitgliedern gegenüber strafbar machen.

Samstag, 06.08.11 23:56
 

"Ich will nicht in einem Wohnwagen leben, das steht ausser Debatte aber ich dürfte nicht wenn ich wollen würde. "

@Mikey

Das ist so nicht richtig, es gibt Dauercampingplätze.

Nur aus einem einfachen Grund kommt das für die Wägler nicht in Frage. Dort kann man nicht so schön das Schwein raus lassen. Sonst fliegt man raus.

"Rhinos leben garantiert ökologischer als jeder andere Vaubananwohner, da ihr Energieverbrauch weitaus geringer ist, als auch der Passivhäuser."

Inem sie in Ihren Kachelöfen lackiertes Holz verbrennen? Anders ist dieser beissende Geruch nicht zu erklären.

Sonntag, 07.08.11 03:48
 

Die Eskalation der Unterstellungen wird ja immer surrealer..da würde selbst Bunuel neidisch.

Wie bitteschön haben die Rhinos während der 2 Jahre "das Schwein" rausgelassen?

Bislang bestand eigentlich der Eindruck, daß sie sich friedlich und größtenteils einvernehmlich und ebenso konstruktiv in das auch politische Umfeld eingefügt hatten. (siehe Green Business Center, Cafe Rhino etc).

Auch das sich ähnliche Lebensentwürfe lokal zu solidarisieren wünschen ist doch nichts verurteilbares, sondern eher im Sinne der politischen Pädagogik wünschenswert, weil...(na, kommt wer drauf).

Übrigens ist es genau jene Schrebergartenmentalität vor der die Rhino bestimmt nicht in Dauercampingplätze - mobile Schrebergärten - flüchten werden.

p.s.
lieber lackiertes Schwarzwaldholz im Ofen als kriegserbeutetes Öl im Tank...

Sonntag, 07.08.11 07:58
 

Den einzigen Punkt, wo Rhino wirklich eine klaffende Lücke hinterlässt, hat ja noch gar keiner angesprochen: Die Umsatzbücher des benachbarten REWE-Supermarktes. Dort werden jetzt einige Einkaufswagen voll mit Oettinger-Bierkisten weniger pro Woche verkauft!

Sonntag, 07.08.11 09:18
 

hatte sich Häschen Hoppel anfänglich noch um eingermassen objektive Berichterstattung bemüht und nur die Geschehnisse aus seiner Blockwartsicht geschildert,wird es von posting zu posting stammtischlastiger,gehässiger und dummunddümmer.

Gesoffen wird übrigens überall.Von Dir anscheinend auch und das erheblich zu viel.

Er war es bestimmt auch,der der Polizei einen Blumenstrauss nach der Räumung geschickt hat. Siehe Interview mit dem Pressesprecher (beinahe hätte ich Propaga...geschrieben) Schmid im heutigen "Sonntag". Dieses Interview ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten.


KeithMoon hat den Kommentar am 07.08.2011 um 09:19 bearbeitet
Sonntag, 07.08.11 14:08
 

Diese stinkende und siffende Barckensiedlung ist nun endlich verschwunden. Was soll man von solchen Leuten auch halten, die "Angst" haben, 3 h eher aufstehen zu müssen, damit sie rechtzeitg in der UNI sind, falls das Plätzchen wo sie vaganbundieren, ausserhalb der Freiburger Gemarkung (Umkirch) liegen sollte. Ist ja auch eine Zumutung mit dem Bus nach Landwasser oder in die Stadt zu fahren. Wie denn bitte, habens denn, wenn überhaupt, diejenigen gemacht, als sie noch am M1 Gelände1 hausten? Zu Fuß? Mit dem Rad? Mit dem Hobel?
Wie kommen denn die posttraumatischen, intelektuell reichaltigst überernährten überhaupt dazu zu sagen, sie müssten 3 h eher aufstehen um rechtzeitg an der Uni zu sein? Kriechen die zur Uni?

Sonntag, 07.08.11 14:37
 

darauf einen Dujardin.

Montag, 08.08.11 00:20
 

Pff, "Welle der Gewalt" SO sieht ne Welle der Gewalt aus http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0 ,1518,778840,00.html Die Kleinstadtpolizisten sollen halt mal weinen gehen.

Montag, 08.08.11 09:17
 

Immerhin hat die Polizei nicht von der Schußwaffe gebrauch gemacht, siehe London... oder setzt Gummigeschosse ein, Frankreich. Polizeigewalt sieht anders aus.

Montag, 08.08.11 09:39
 

bullshit @ tatoocheck
schon wenn der polizist sagt "halt stehenbleiben, polizei" übt er (polizei-)gewalt aus.
und die gewalt die hier passiert (ohne position zur verhältnismäígkeit oder grund zu beziehen!) wird kein stück besser dadurch dass wo anders noch viel schlimmere sachen passieren.
wenn jemand verkloppt und ausgeraubt wird, sagst du doch auch nich zu dem "heul nicht rum, in afghanistan wurde heute jemand erschossen"

Montag, 08.08.11 09:50
 

ich kann mit "halt stehenbleiben, polizei" besser leben als mit ner Kugel im bauch.

Ja ja ist nur ein gradueller unterschied aber es macht schon was aus.

Montag, 08.08.11 10:14
 

wenn einem was in diesem land nicht passt: sollte man dann abhauen oder versuchen, den missstand zu verändern?

Montag, 08.08.11 11:06
 

NYHC, nein wenn jemand verkloppt und ausgeraubt wird, verweise ich an die gewaltbereite Polizei....
Supermanuel, wohin willst Du denn auswandern?
Bei den gewünschten Vorgaben was die Polizei angeht, ist es besser in Deutschland zu bleiben...


Tatoocheck hat den Kommentar am 08.08.2011 um 11:08 bearbeitet
Montag, 08.08.11 11:08
 

"bei der zuschreibung einer mitverantwortung für die ereignisse geht es nicht um verantwortung im juristischen sinne, sondern um eine art moralische mitverantwortung"


mmh - sind Fussballvereine mitverantwortlich für Hooligans und deren Exzesse ?

Sind Päpste mitverantwortlich für ihre "Lasset-die-Kindlein-zu-mir-kommen"-Priester ?

Sind Nichtwähler mitverantwortlich für Frau Merkel ?

Fragen über Fragen ...

Montag, 08.08.11 11:27
 

Sich auf diese "moralisch - juristische" Gleichsetzung (oder zumindest Ähnlichsetzung) einzulassen ist riskant. Ein klassischer Kategorienfehler, der das Denken und Handeln verdunkeln kann.

Ein einigermassen passendes und aktuelles Beispiel dafür ist die Anfrage der CDU "Gibt es Freiräume für linke Gewalt in Freiburg?" http://is.gd/6vkXtn

Montag, 08.08.11 11:33
 

@ thisstrageplan...

"die gentrifizierungskritik geht ins leere, weil das wohnmodell der rhinos in keiner weise mehrheitsfähig ist."


Ach was ?

Muß sie das sein ?

Mein Barfüßer-Leben ist z. B. auch nicht "mehrheitsfähig" - TROTZDEM nehme ich mir das Recht MEIN Leben zu leben, so lange ich anderen damit nicht schade - der Anblick alleine ist kein Schaden, da sind weitaus mehr Leute mit Schuhen eine Zumutung.

@schnoog

"Also Ghandi hat gegen eine unterdrückende Kolonialmacht gekämpft, wie leben hier aber in einer Gesellschaft mit einer freiheitlich demokratischen Grundordnung"


Die Dimensionen sind zwar andere, aber wenn eine Demokratie Mängel hat, - oder besser: die demokratischen Vorgaben ad absurdum geführt oder gar vergewaltigt werden muß man durchaus nicht "in die DDR gehen", sondern kann sich angemessen (!) wehren.

Ist es im Sinne der Demokratie, der Freiheit, wenn wegen ein paar Idioten die große Mehrheit sanktioniert oder pauschalverdächtigt wird ? (Wenn wir hier schon bei dem Argument "Mehrheit" sind)

Wenn eine Stadt bzw. einer ihrer Vertreter - wohl wissend, daß ihr Vorgehen äusserst fragwürdig ist, weil zuvor bereits zwei anderslautende Urteile ergangen sind, breit grinsend erklärt "sie können ja dagegen klagen - so funktioniert halt Demokratie !" In meinen Augen ein sehr fragwürdiges Demokratieverständnis...

Montag, 08.08.11 23:22
 

Sach mal, kann man da nicht endlich mal ne gescheite Lösung finden! Bisher ist des ganze nicht gerade konstruktiv.

Natürlich kann die Stadt das Grundstück verkaufen, da braucht sich keiner zu beklagen der dort mietfrei wohnen konnte. Aber die armen Leuts so durch die Gegend zu scheuchen macht doch auch kein Sinn.

Warum gibt man nicht einfach nach und errichtet einen freien "Rhino-Camplingplatz" mit Mülleimer samt Abfuhr, Zu- und Abwasser und fertig ist der Laden. Des kann dann auf irgendeiner Wiese am Rand von Freiburg sein und alle sind zufrieden. Versteh' zwar nicht warum die dann da für umme wohnen können, aber ehrlich gesagt würde ich trotzdem nicht tauschen wollen.
Und billiger für alle wärs obendrein, wenn man des mal mit den Kosten für Polizei Einsätze bei Räumung, Demo etc. vergleicht.
Kann man sowas nicht mal anleiern, anstatt nur rumzuzicken. Weiß jemand wo man sowas initiieren könnte?

Montag, 08.08.11 23:32
 

@Macke

Ohne den Gemeinderat und die Stadtverwaltung geht da garnix mehr.
Im Grunde bräuchten die Wagenburgler jetzt ne Charmeoffensive und möglichst viele Menschen in der Stadt die unseren Stadträten zeigen, dass sie das akzeptieren würden.

Das ist mittlerweile ein ziemlich politische Kiste geworden und kann auch nur noch auf dem Feld gelöst werden.

Aber eins können wir hier schonmal machen:
Dafür sorgen, dass ein möglichst guter Kommentar von hier (Fudder) zum Kommentar der Woche gewählt und dadurch in der BZ-Print abgedruckt wird.


Mikey hat den Kommentar am 08.08.2011 um 23:34 bearbeitet
Dienstag, 09.08.11 12:29
 

@Mikey

Naja, theoretisch müsste nur irgendjemand nen Landwirt kennen, der seine Wiese verkauft oder vermietet. Das Geld könnte bei ner Spendenaktion online und/oder live gesammelt werden. Da können die Wagenburgler mal gleich auch noch ihr Image aufbessern und zeigen was sie so draufhaben. Jonglieren, Musizieren und wat die da halt so alles in ihrem alternativen Leben gelernt haben.

Um das ganze in die bestehende Zivilisation einzubetten, ohne diese zu belasten, muss halt noch ne ordentliche Müllbeseitigung her samt Zu- und Abwasser. Für die Müllkosten+Wasser können die ja dann auch zusammenlegen und des wie jeder nichtalternativ lebender Mensch bezahlen.

Bei den Stadträten wird man sicher Fürsprecher finden, denn wie gesagt, es kostet wohl mehr wenn des in der bisherigen Weise weitergemacht wird.

Man sollte auch bedenken, dass diese Rhinos ja nicht mal das Recht in Anspruch nehmen eine Wohnung ala Hartz4 zu beziehen, oder? Die Rhinos auf der Camping-Wiese wären also auch für die Volkswirtschaft betrachtet billiger als der durchschnittliche Erwerbslose. (Wobei ich mir nicht sicher bin, ob die alle arbeitslos sind! Will da keine Hetze machen)

Wenn man das Hartz4-Geld von allen zusammenlegt und was die sonst noch so verdienen, müsste das doch zu stemmen sein!

Dienstag, 09.08.11 12:41
 

"Um das ganze in die bestehende Zivilisation einzubetten, ohne diese zu belasten, muss halt noch ne ordentliche Müllbeseitigung her samt Zu- und Abwasser."

Ich hab' da so 'ne Vorstellung, daß deren Müll- und Ähnliches-Beseitigung als Obdachlose auch nicht unbedingt im Sinne von "Zu Friburg in der Stadt, sufer ists und glatt" gelöst wäre ...

Dienstag, 09.08.11 13:30
 

@Macke

Es gab wohl schon in der Vergangenheit Bemühungen ein privates Gelände zu finden die aber scheiterten. In einem Falle ist bekannt, dass die Gemeinde dies abgelehnt hat weil die Flächennutzung dieses Geländes eine solche Besiedlung nicht zulässt und der Stadtrat nicht willens ist, die Flächennutzung so zu ändern dass eine Wagenburg möglich wäre.
Am Ende wird sich auch kein privates Gelände finden solange von Seiten der Stadtverwaltung und des Gemeinderats immer irgendwelche ordungspolitische Geschichten vorgeschoben werden um zu verbergen, dass sie eigentlich nur nicht willens sind.

Dienstag, 09.08.11 13:36
 

@ mikey, oder die stadt schlägt mal wieder ein gelände von nem freiburger rüstungskonzern vor, wissentlich das die betroffenen dieses ablehnen werden..

Dienstag, 09.08.11 13:53
 

das hauptproblem auch das die meisten " Bürger" Angst vor fremden Lebensformen haben.
Was wurde 1967 und folgende über sogenannte Kommunen hergezogen. Es war für die meisten unfassbar das unverheiratete Männer und Frauen in einer Wohngemeinschaft zusammen wohnen. Wer da mal die Zeitungsberichte von damals liest findet viele ähnliche Argumente wie jetzt gegen Wagenburgen. Das zweite Problem ist natürlich das der Staat nicht zulassen will das man sich als wertvolles zahlendes Bindeglied der Gesellschaft ausklinkt und eine Lebensform wählt in der man nicht so abkassiert werden kann.....
Das Hamsterrad muss rollen

Dienstag, 09.08.11 15:15
 

fremde lebensformen hatten es auf unsere erde noch nie einfach, das wissen wir doch spätestens seit et.
spass beiseite: die ansätze von macke sind grundsätzlich nicht schlecht, es müssen aber beide seiten auch wirklich wollen und abstriche machen.

und wenn sich jemand aus der gesellschaft ausklinken will, ist das grundsätzlich auch ok, aber er darf dann nicht erwarten oder verlangen das er von der gesellschaft aus der er sich ausklinkt mitgetragen wird.

Dienstag, 09.08.11 15:33
 

Mich nervt das Trara und Gezetere um die Rhinos. Von der CDU bis zur Antifa sondert jeder seine Meinung ab und versucht sich bestmöglich zu positionieren und Kapital daraus zu schlagen.
Ich weigere mich, eine Meinung zu diesem für mich abseitigen Thema zu entwickeln.

Worüber ich mich aber richtig ärgere, ist das - wahrscheinlich nicht einmal bewusste, sondern grob fahrlässige - Zusammenspiel von Polizei und "Teilen" der Presse.
Kampagnenjournalismus ist schlechter Journalismus.
Ich finde es schon unangenehm, wenn z.B. der SPIEGEL mal wieder gegen die katholische Kirche schießt, aber die ist wenigstens ein ernstzunehmender Gegner.
Wenn aber eine Lokalzeitung wie die Badische aus allen Rohren auf ein paar Wohnwagen-Fuzzis ballert und sich dabei munter von der Presseabteilung der Polizei zumindest munitionieren lässt, finde ich das peinlich.


josfritz hat den Kommentar am 09.08.2011 um 15:50 bearbeitet
Dienstag, 09.08.11 15:42
 

die BZ war zu Schwarzwaldhof, Mariengrab und AZ Zeiten so und wirds wohl auch immer bleiben.....

Dienstag, 09.08.11 15:58
 

Also ich habe nicht das Gefühl, dass alternativ lebende Menschen Angst auslösen beim typischen Spießbürger.
Wenn aber Sachen demoliert werden, Barikaden angezündet werden und Polizei Hundertschaften auflaufen, dann geht (zurecht) ein wenig Angst um.
Ein abseitiges Thema ist es für mich nicht mehr, da ich bei Demonstrationen keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen kann und nicht mit dem Fahrrad gegen Stahlseile fahren will. Die Polizeiaktionen möchte ich auch nicht einfach so mitfinanzieren, muss ich aber.
Mir ist es egal, was die Presse (linksaußen oder mittelrechts) oder die Polizei darüber denkt, ich will ne Lösung. Wer die BZ liest und dem Glauben schenkt ist selbst schuld. Als ich noch im Kino gearbeitet hab' gabs ständig Leuts die wegen falscher Angaben in der BZ zum falschen Fim kamen.

Ich sympatisiere sicher nicht mit den "alternativen Lebensformen", aber hier einen Krieg anzufangen und die Alternativen zu jagen macht einfach keinen Sinn.
Wenn man denen eine Chance gibt sich einzugliedern und sei es nur mit einem anarchisch geführtem Campingplatz für umme, erreicht man sicher mehr als mit einer Hetzjagd.

Also, wo gibts denn nun ne Wiese ohne Landschaftsschutz, die da geeignet wäre? Kennt nicht irgendjemand irgendein möglichen Anbieter?

Dienstag, 09.08.11 19:35
 

ich kanns auch nicht mehr hören und wäre auch sehr dafür dass jetzt endlich ein mittelgroßer acker irgendwo ausgewiesen wird damit das thema dann hoffentlich gegessen ist. wie viel zahlt man so miete für so nen wagenstellplatz? das müßte doch einigermaßen lukrativ sein so viele von denen wie man da unterkriegt.

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