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fudder-Debatte: Gehört der Beruf der Eltern in den Lebenslauf?

Mutter: Reinigungsfachkraft, Vater: arbeitssuchend vs. Mutter: Anwältin, Vater: Professor. In Bewerbungen für Ausbildungsplätze machen viele Angaben über den Beruf der Eltern. Wir wollen wissen: Ist das noch zeitgemäß? Und: Ist der Status des Elternhauses entscheidend für die Ausbildungschancen?

Lebenslauf

"Die Angaben im Lebenslauf sind in jedem Fall freiwillig," sagt Karin Riemer, Berufsberaterin bei der Arbeitsagentur Freiburg. Im Musterlebenslauf, der Ausbildungssuchenden auf der von der Bundesagentur betriebenen Online-Jobbörse zur Verfügung steht, ist ein freies Feld für Angaben über Vater und Mutter vorhanden. Trotzdem gelte es, auf den Einzelfall zu achten.

Stehe der Beruf der Eltern in erkennbarem Zusammenhang mit dem Ausbildungswunsch, biete es sich an, diesen zu nennen. Der Bewerber vermittle so den Eindruck bereits Einblicke in das Berufsfeld gewonnen zu haben. Je jünger die Schüler, desto mehr Sinn mache es, denn die Betriebe könnten so besser einschätzen, wie es in den Familien aussieht. Sind Vater oder Mutter arbeitssuchend, rät die Berufsberaterin dazu, den erlernten Beruf zu nennen.

Bei der Sick AG in Waldkirch werden Angaben über das Elternhaus nicht im System festgehalten. Vor einigen Jahren habe sich das geändert, so Ausbildungsleiter Benno Bohn. Dennoch empfiehlt er es, da einige Unternehmen gebe, die es gerne sehen. Ein Nachteil könne dadurch aber nicht entstehen.

Auch von der Personalabteilung der K&U-Bäckerein heißt es, Angaben über die Tätigkeiten der Eltern würde zwar in der Regel gemacht, seien aber für das Bewerbungsverfahren nicht von Bedeutung.

fudder-Debatte:

Was nun also? Beruf und Name der Eltern bei der Bewerbung für den Ausbildungsplatz angeben oder nur mit der eigenen Kompetenz punkten? Regionale Unternehmen geben an im Auswahlverfahren nicht auf den Beruf der Eltern zu achten, raten aber trotzdem nicht von einer solchen Angabe ab, empfehlen sie teilweise sogar. Was meint ihr: Hat das Arbeitsfeld der Eltern Einfluss auf die Ausbildungschancen?

Du bist gefragt!


[Bild: Fotolia]




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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 18
Dienstag, 12.07.11 16:06
 

Wer schreibt denn den Beruf seiner Eltern in den Lebenslauf?!? Wär mir völlig neu...

Dienstag, 12.07.11 16:08
 

Ich habe noch in keinem meiner Lebensläufe den Beruf meiner Eltern erwähnt. Auf die Idee wäre ich auch gar nicht gekommen.

Dienstag, 12.07.11 16:29
 

Also bei mir stand der Beruf der Eltern drin.
Geschadet hats jedenfalls nicht :)

Dienstag, 12.07.11 16:31
 

bevor man "Vater: Pofessor" rein schreibt, sollte man es lieber draussen lassen..

Dienstag, 12.07.11 16:35
 

oder korrigieren, 4 in the morning. denn was professoren als erstes gelernt haben: irren ist menschlich.

Dienstag, 12.07.11 16:45
 

Finde ich bei Schülern die noch so gut wie keine eigene Berufserfahrung haben durchaus wichtig. Wenn Azubi Bewerber dazu keine Angaben machen - dann wird im Gespräch nachgefragt und wenn auch hier nix Schlüssiges rüber gebracht wird - ist das schon ein Punkt der nicht für den Bewerber spricht.

Wie soll sich sonst der Personalverantwortliche ein Bild machen aus welcher Umgebung der Bewerber kommt?

Klar - letztlich entscheidet die Begeisterung, Talent und Engagement vom Bewerber ob er für die Stelle berücksichtigt wird.
Gehört aber ins Gesamtbild vom Bewerber unbedingt mit dazu - bei fehlenden Angaben werde ich persönlich stutzig und bin vorsichtig-abwartend.

Dienstag, 12.07.11 16:51
 

na klar, fand nur die vorstellung lustig dass es so in einer bewerbung steht.

Dienstag, 12.07.11 17:03
 

@4 in the morning: DAS wäre tatsächlich extrem lustig! jedenfalls für denjenigen, der die bewerbung vorgelegt bekommt :)

Dienstag, 12.07.11 18:00
 

Ich dachte, das wär schon vor Jahrzehnten unüblich geworden? Das stand bei mir nur in so ein paar völlig zerfledderten Unterstufenbüchern als 'mögliche Ergänzung', und ist dann kurz darauf verschwunden.
Völlig zurecht, wie ich finde.


skully hat den Kommentar am 12.07.2011 um 18:00 bearbeitet
Dienstag, 12.07.11 18:43
 

Azubi Bewerber schreiben das üblicherweise rein bei den Bewerbungen die wir bekommen.
Kriterium ist im Auswahlverfahren es aber eher nicht.

Dienstag, 12.07.11 20:36
 

klar muss das rein, wie sonst sollen wir das kastensystem aufrechterhalten??

Dienstag, 12.07.11 21:57
 

is schon sehr lange out, denn es bewerben sich nicht die eltern sondern das 'kind' ;)

Mittwoch, 13.07.11 08:57
 

schreibt man nicht (mehr) rein - ist fakt. ausnahme: wenn man sich für einen ausbildungsplatz bewirbt und unter 18 ist, dann schreibt man es rein.

Mittwoch, 13.07.11 09:51
 

so issses als azubi sollte es rein.....

Mittwoch, 13.07.11 11:00
 

Warum? Die Berufe der Eltern sagen nichts über den Azubi und seine Motivation aus....

Mittwoch, 13.07.11 13:41
 

Sehe ich genau so. Passfoto wird ja auch zunehmend unüblich, ich denke, das wird zunehmend in Richtung "anonymer Lebenslauf" gehen, wo sensible Daten (wie auch Geburtsdatum etc.) draußen bleiben.

Mittwoch, 13.07.11 23:59
 

..SICK AG..

ihr Ignoranten, das ist keine "Zweigstelle", das ist die Zentrale !

Donnerstag, 29.09.11 23:46
 

Nein der Beruf der Eltern gehört nicht in den Lebenslauf. Es gibt dafür soweit ich weiß zwar keine Regelung, jedoch bewerbe "ICH" mich um einen Arbeitsplatz und nicht meine Eltern. Also völlig sinnlos den Beruf der Eltern mitreinzuschreiben.

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