Die Freiburger Konzert- und Partyszene wird zur Zeit heißer diskutiert denn je. Wie ist es, in Freiburg Konzerte zu spielen, Konzerte zu veranstalten oder Partys zu organisieren? Wir möchten Bands, DJs und Veranstalter aus Freiburg und Region zu Wort kommen lassen, um der hiesigen Szene auf den Zahn zu fühlen. Heute: Vier Veranstalter erklären, was für Kosten in einer Party beziehungsweise einem Konzert stecken.






Erntefunk for President! Freu mich schon auf Yum Yum heut im Waldsee, das ist mir den Eintritt wert! War ja letztes mal schon so brutal voll und Hammer!!! ;-)
Die Lebensgefährtin eines alteingesessenen Veranstalters meinte vor nicht all zu langer Zeit zu ihm und mir etwa sinngemäß:
ihr veranstalter seid doch alle adrenalinsüchtig..mehr unbezahlte arbeit und die ständige angst, auf allen kosten sitzen zu bleiben kann man fast in keinem anderen job/berufung haben.
und dennoch macht man immer weiter :-)
Cheeers an Footloose - schön, dass ihr in FR mitmischt :-D
und an die Nörgler: stay home, read a book...
super artikel, fudder! kann diese nörgelei selbst als nichtveranstalterin aber veranstaltungsliebhaberin nicht mehr hören. rede mir da auch schon geraume zeit im freundeskreis den mund fusslig. mein budget jeden monat ist wahrlich eng bemessen, und ich jammer auch manchmal, wieviel moneten nach einem abend wieder weg sind, aber das dann zum eigenrüffel. :)
liebe leute: von nichts kommt nichts. nie.
achso: ausserdem finde ich, dass man mit etwas gesundem menschenverstand auch ohne professionellem hintergrund in dieser richtung in der lage sein sollte, ("normale") eintrittspreise nachzuvollziehen.
Geiz ist nunmal eben nicht immer geil und gute Qualität kostet nunmal auch was.
Worüber ich mich in diesem Artikel sehr ägere ist allerdings der Absatz über das Jazzhaus, der offensichtlich auf Aussagen von Footlose basiert.
1. Zitat:
"Hinzu kommt die unsympathische Hauspolitik, die Gäste nach einem Konzert für die anschließende Party nochmals abzukassieren."
Anmerkung:
Das ist schlichtweg falsch. Jeder der im Jazzhaus ein Konzert besucht hat oder bekommt auch den Stempel für die anschliesende Party und muss nicht nochmal zahlen.
2. Zitat:
"Es ist uns ein Rätsel, warum das Jazzhaus noch subventioniert werden muss bei den Preisen."
Anmerkung:
Wenn jemandem solch ein Umstand ein Rätsel ist, wäre es vielleicht angebracht sich darüber ordentlich zu informieren.
Nicht das Jazzhaus bekommt Subventionen, es ist der Verein (nicht die GmbH).
Genauer geht es hier auch nur um die Jazzkonzerte, die es ohne Subventionierung garnicht gäbe und die ich sehr wohl unter Kultur verbuchen würde.
3. Zitat:
"Dort verdienen aber auch nicht zig Leute mit, wie vermutlich bei den oftmals sehr teuren Konzertläden. wie zum Beispiel dem Jazzhaus. Dort bekommt man für viel Geld meistens nichts Spannendes geboten."
Anmerkung:
Würde diese, vermutlich sehr subjektiv gefärbte Aussage zutreffen, gäbe es das Jazzhaus schon lange nicht mehr.
Und was die Stimmung dort betrifft, ich bin gerne da und das schon seit fast 10 Jahren, gerade wegen der guten Stimmung.
Wenn mir etwas nicht gefällt, dann geh ich da auch nicht hin. Aber ich rede es auch nicht schlecht, denn was mir gefällt müssen andere noch lange nicht gut finden.
Leben und leben lassen
@mikey:
"Worüber ich mich in diesem Artikel sehr ägere ist allerdings der Absatz über das Jazzhaus, der offensichtlich auf Aussagen von Footlose basiert."
geht aus dem aufbau des beitrags nicht hervor, dass hier party- bzw. konzertmacher aus dem nähkästchen plaudern? der absatz über das jazzhaus "basiert" nicht auf aussagen von footlose sonder "ist" eine aussage von footloose.
@Manuel
Ich habe es bewusst sehr zurückhaltend formuliert, da ich ja nicht weiss, ob das abgedruckte auch dem genauen Wortlaut der Aussagen entspricht.
Gerade weil es hier auch um eine falsche Behauptung geht.
danke für den artikel, fudder.
weitere und leider nicht zu unterschätzende kosten bei live-bands sind die beiträge an die künstlersozialkasse und die ausländersteuer. vergisst man diese einzukalkulieren, kann es böse überraschungen geben..
@mikey: ja, entspricht außer beim universal dog, wo wir aus stichwörtern sätze formuliert haben, bei allen dem genauen wortlaut.
Dann entschuldige ich mich für die Formulierung in der Einleitung meines Kommentars. Ich hatte damit auch nicht euch als Redaktion im Visier meines Unmutes.
Von den Umsätzen her ist da ja sicher auch eine grosse Portion Liebhaberei dabei.
Bei 500 zahlenden Gästen und 7 € hat man einen Brutto Umsatz von 3500.
MwsT, Booking, Gema, Pa, Flyer...
Ein fiktives Gehalt von 20 € die Stunde für die Planung
da bleibt ja nichts über.
Wie hoch sind da die Margen im Nachtgeschäft ?
Ware X auf Rechnung zu kaufen mit der Hoffnung das es innerhalb des Zahlungsziels auf Ebay umgeschlagen ist hört sich da weitaus realistischer an.
...ja endlich wird das mal geklärt...
auch bei nem eintritt von 3€ für 4 regional bekannte djs sind manchen leuten einfach zuviel.
Versteh das nicht, aber der Artikel triffts!!!
Danke fudder!
lg
Allergrößten RESPEKT !!!!!
für jeden Veranstalter der es weiterhin wagen will: neue, gute, geniale oder-wie-auch-immer genannte Acts nach Freiburg zu holen!
Bei den Aussichten würde jeder klar kalkulierende Bänker sich schnellstens zurückziehen und drauf wetten das der hoffnungsvolle "Nachfolger" baden gehen wird....
Große Portion Liebhaberei, Begeisterung und Vorliebe für ne gute Party ist bei den meisten Veranstaltern Main Antrieb für neue Sachen - ich würde es nicht machen wollen!
Deshalb werde ich nicht mal dran denken den Eintrittspreis in Frage zu stellen....Bewunderung für Vielfalt und Mut der Organisatoren!
Wer auch nur den funken Ahnung hat, weiß gute Veranstaltungen zu schätzen.
Das Genörgel übers jazzhaus kann ich auch nicht so ganz verstehen. Ich habe dort schon unzählige gute Konzerte besucht. Von überteuert kann man da höchstens bei den getränkepreisen sprechen, die nicht der Veranstalter festlegt.
ZMF finde ich, seit koko mitmischt, ziemlich teuer, weiß jemand da was Genaueres?
@Mikey
ich habe aber genau diese Situation im Jazzhaus schon erlebt: nach nem Busters Konzert wurden alle Leute mit dem Hinweis, hier ist im Anschluss noch ne Party, rauskomplimentiert, und wer die mitmachen will, muss zahlen. Wir sind dann kopfschüttelnd ins Crash umgezogen. Ist aber schon zig Jahre her, wie das heute gehandhabt wird, weiß ich nicht wirklich....
Zustimmung @vdp
Das Jazzhaus hat für mich ordentlichen Sound und eine gute Organisation bei "professionellen" Konzerten. Außerdem ein echtes Rauchverbot!
Allerdings mag man bei 5€ nicht so gerne mal kurz jemanden treffen, vorbeischauen, geschweige denn einen absichtlichen Bummel durch die Läden machen...
@Marks
Ich habs, nach mittlerweile einigen Konzerten, noch nie erlebt aber mich vorsichtshalber heute nochmal rückversichert.
Gehört zum Standart dass Konzertbesuche die Party danach mit einschließen.
Vielleicht wars mal anders, vielleicht war mal ne Ausnahme, keine Ahnung warum euch das passiert ist. Aber geärgert hätt ich mich in dem Fall auch.
Das ist ganz einfach zu erklären.. Wenn Veranstalter A im Jazzhaus z.B. ein Konzert anbietet und am gleichen Abend Veranstalter B eine Party geplant hat ist es doch nachvollziehbar, dass er Geld verdienen möchte.
Das ganze nennt sich dann Fremdveranstaltung.. Da hat Veranstalter B nichts davon, wenn Gast Y 20 Weizen trinkt.
Ich denke/hoffe nicht das diese Regelung bei Party´s zutrifft die vom gleichen Veranstalter geplant wurden bzw. anschliessend an ein Konzert durchgeführt werden.
Sollte dem so sein ist das natürlich nicht gerechtfertigt.
es gibt aber immernoch partys mit regionalen "djs" wo bis zu 8eu an der ak verlangt werden...das kann ich dann eben nicht mehr nachvollziehen...nervig ist auch das um 5uhr schon schicht ist, vor 12 geht doch keiner weg..und dann für 4-5 stunden feiern je nach booking noch 10-20eu hinblaettern...lohnt sich kaum...klar kann der veranstalter da nix für...da is die stadt dann im weg mit sperrzeitregelung und afterhourverbot...
@Pritt
Ja die Kiste mit der Sperrzeit ist ein echtes Freiburger Phänomen, denn nicht mal die realtiv konservative Beamtenstadt Karlsruhe hat solche krassen Sperrzeiten. Die haste ja noch nicht mal in Ulm oder Mannheim.
Ich bin mir nicht sicher ob das stimmt, aber ich habe mal gehört, dass das mit der Anweseheit des Freiburger Erzbistums zu tun haben soll, eine andere, logische Erklärung dafür fällt mir auch nicht ein.
also ich muß wirklich nicht bis nach 5 uhr auf ne party und kanns auch nicht verstehen, dass zu der zeit noch jemand lust hat party zu machen. ich will da immer nur ins bett oder noch was essen.
das ist ein Gesetz des Landes Baden-Württemberg :)
zwischen 05-06 ist ruhe. Überall...
eigentlich ;-)
Beim ZMF würde mich auch mal interessieren, wie die Preise zustande kommen. Hab jetzt schon öfters gesehn, dass ein Künstler vor oder nach dem ZMF in Freiburg aufgetreten ist und der Eintritt dann bis zu 10€ günstiger war...
im gegensatz zum zmf müssen andere locations weder zelte noch anlage mieten und müssen kein heer von hilfskräften bezahlen die am ende auf der gesamten fläche JEDE zigarettenkippe aufsammeln (auflage vom mundenhof).
unter kostenersparnisgründen schreit das ja förmlich nach einem nichtraucherfestival.
alternativ könnte man hernn sander als kippenordnungsdienst einstellen, um das wegwerfen selbiger zu verhinden,mit mindestlohn natürlcih...