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Warum Partys und Konzerte kosten, was sie kosten

Die Freiburger Konzert- und Partyszene wird zur Zeit heißer diskutiert denn je. Wie ist es, in Freiburg Konzerte zu spielen, Konzerte zu veranstalten oder Partys zu organisieren? Wir möchten Bands, DJs und Veranstalter aus Freiburg und Region zu Wort kommen lassen, um der hiesigen Szene auf den Zahn zu fühlen. Heute: Vier Veranstalter erklären, was für Kosten in einer Party beziehungsweise einem Konzert stecken.

"Partys kosten auch immer mehr!" - "Warum ist das Konzert eigentlich so teuer, die Band kennt doch keiner!" Party- und Konzertbesucher haben oft wenig Verständnis für teure Eintrittspreise. Wir haben vier Veranstalter aus Freiburg und Umgebung gefragt, was es bedeutet, eine Party oder ein Konzert auf die Beine zu stellen und welche Kosten wirklich darin stecken. Außerdem erinnern sie sich, welche ihrer Veranstaltungen ein voller Erfolg war und welche eher nicht.  


Damian Domin vom Universal D.O.G. (Lahr)
 

"Eine Kalkulation sieht ganz grob so aus: Der Künstler XY kostet zum Beispiel 10.000 Euro netto, dazu kommt eine Booking-Gebühr von 0 bis 20 Prozent. Die Reisekosten können 100 Euro betragen, wenn der Künstler aus Frankfurt kommt, aber auch 2500 Euro, wenn er aus den USA kommt und fünf Leute mitbringt.

Dazu kommt der lokale Transport zwischen Hotel und Veranstaltungsort, und der Preis für das Hotel selbst, je nach Klasse und Personenzahl, zwischen 70 und 250 Euro. Das Catering kostet bei zehn Personen zwischen 250 und 400 Euro. Sonderwünsche des Künstlers wie PlayStation, Vaseline oder Kaugummis müssen auch beachtet werden.

Ein wichtiger Punkt ist die Werbung. Ihre Gestaltung kostet zwischen 50 und 180 Euro, der Druck von 5000 Flyern mindestens 50 Euro, von 250 Plakaten mindestens 180 Euro. Das Verteilen der Flyer kostet auch noch mal 250 Euro. Das Plakatieren muss für 150 bis 300 Euro genehmigt werden. Hinzu kommt Radiowerbung für mindestens 300 Euro. Anzeigen in Zeitungen und Magazinen können bis zu 800 Euro kosten.

Dann muss GEMA-Gebühr gezahlt werden: Diese hängt vom Abendkassenpreis und der Quadratmeterzahl ab und kann mehrere hundert Euro betragen. Die Kosten für PA und Technik können zwischen 200 und 4000 Euro betragen. Hohe Kosten entstehen immer dann, wenn Technik gefordert wird, die nicht im Haus ist.

Es kommt auch immer wieder zu Anschaffungen, weil jeder DJ und jede Band die neusten Produkte haben will. Kalkuliert wird immer netto: Manche Künstler rechnen mit 7, andere mit 19 Prozent. Es ist auch so, dass zum Beispiel von 20 Euro Vorverkaufspreis aufgrund von Gebühren nur circa 17 Euro beim Veranstalter bleiben.

Die ganze Kalkulation hat schon oft nicht funktioniert, meistens dann, wenn es das erste Mal nachts sehr warm wurde und fast immer beim ersten Schnee oder Glatteis. Aber Gott sei Dank kam es auch schon vor, dass es besonders gut funktioniert hat. Es ist aber wirklich wie Roulette ... Faktoren sind zum Beispiel Wetter, Künstler, Location, Preis und das Gesamtkonzept."


Christoph Gersch (DJ Funkmessiah)
 
 Christoph Gersch DJ Funkmessiah

"Die Freiburger würden am liebsten einen Superstar-DJ oder Musiker sehen und dafür maximal 3 Euro ausgeben – Freibier wäre auch nicht schlecht. Nee, Spaß beiseite: Mir ist schon klar, dass der Otto Normalpartybesucher nicht weiß, was alles so an Kosten hinter einer Party oder einem Konzert stecken.

Eine Party verursacht schon enorme Kosten wie zum Beispiel DJ-Gagen, Hotels, Flüge oder Bahntickets, Werbung (Print und Online), Saalmieten, Technik (Ton und Licht) und so weiter. Für Konzerte muss man außerdem oft noch zusätzliche Technik mieten, die GEMA-Gebühr wird teurer und vor allem bestehen Bands meist aus mehreren Mitgliedern, die alle ein Flug- oder Bahnticket, Zimmer sowie Essen und Trinken brauchen.

Wen ich buche, entscheide ich meistens aus dem Bauch heraus. Die Ideen hierzu habe ich manchmal im Auto, unter der Dusche - ganz unterschiedlich. Im Prinzip sind das dann auch Bookings aus Leidenschaft, weil ich die DJss oder Musiker selber gerne sehen und hören will - wobei es hierbei natürlich schon Grenzen gibt.

Man hat ja oft auch Vorgaben, wie zum Beispiel das Fassungsvermögen eines Clubs, an die man sich halten muss. Je kleiner der Laden, desto mehr Eintritt pro Person muss man für ein teures Booking nehmen, da man die Kosten ja durch weniger Gäste teilen kann. Die Diskussion über die Eintrittspreise habe ich früher oft persönlich genommen. Mittlerweile denke ich, dass man für qualitativ hochwertige Veranstaltungen auch einen angemessenen Eintrittspreis verlangen kann.

Wann meine Kalkulation mal nicht funktioniert hat? Damals, bei DJ Marc Hype aus Berlin im Mon Minou (jetzt Harmonie-Keller). Da war der Laden zwar gut gefüllt, aber wir sind trotzdem mit einem geringen Minus aus der Veranstaltung rausgegangen. Sowas gibt's halt auch mal. Ich denke, das Problem lag daran, dass ich die Location nicht gut genug kannte und somit nicht genau wusste, welche und wie viele Leute da rein gehen.

Gerne erinnere ich mich dagegen an das „4 Jahre Erntefunk“ mit DJ Rick Ski 2008 im E-Werk. Ich denke, dass das damals auch deshalb so gut lief, weil wir erstens die Unterstützung von fudder hatten und zweitens der DJ beziehungsweise dessen Band (LSD) damals gerade auf Spiegel-Online als die Erfinder des Sample basierten Hiphops beschrieben worden waren. Aber es kann auch sein, dass die Leute einfach da waren, weil an dem Abend nicht viel anderes war – man steckt da nie vollkommen drin. Man kann nur sein bestes geben und alles tun, damit es möglichst viele Leute mitbekommen ..."


Deniz Binay von Sinnestäuschung Eventmanagement
 
Sinnestäuschung Eventmanagement

"Zuallererst muss zwischen Fremdveranstaltern und Clubs, die selbst Veranstaltungen durchführen, unterschieden werden. Promoter, die in Clubs Veranstaltungsreihen durchführen, sind auf die Einnahmen an der Eintrittskasse angewiesen, um DJs, Werbung, Grafiker, Kassen- und Sicherheitspersonal, eventuell Technik, Dekoration und so weiter zu bezahlen. Alles, was an der Bar umgesetzt wird, bleibt bei dem Location-Betreiber.

Genau so führen wir auch unsere Partys im Stinnes Areal, Harmonie Gewölbekeller und im Kamikaze durch. Beim Stinnes Areal haben wir neben den Kosten für die Gagen der Headliner, Agenturprovisionen, Hotels, Flüge, Transferfahrten und ähnlichem vor allem hohe Kosten für die Tonanlage. Da wir sehr viel Wert auf Tonqualität legen, werden hier Unsummen verschlungen, und das schlägt sich natürlich auch auf den den Eintrittspreisen nieder. Zusammen mit Werbung, Lokal-Gagen und vielen Kleinigkeiten, die sich summieren, kommt da schnell ein fünfstelliger Betrag zusammen, der ausschließlich über die Eintrittsgelder finanziert werden muss.

Der eventuelle Gewinn steht hier immer im Gegensatz zu dem möglichen Verlust, der natürlich trotzdem getragen werden muss. Eine Veranstaltung kann von verschiedensten Faktoren begünstigt oder gestört werden, das können andere Veranstaltungen, Wetter, Großereignisse oder auch dumme Zufälle sein. Wir buchen immer nach Leidenschaft und versuchen den Spagat zwischen Anspruch, Rentabilität und Innovation zu meistern. Das klappt mal besser, mal weniger gut. Aber den Booking-Prozess von wirtschaftlichen Interessen beeinflussen zu lassen, ist in unseren Augen nicht Sinn der Sache. Wir wollen lieber Qualität liefern."


Footloose
 
Footloose Freiburg

"Je nach Veranstaltungsort unterscheiden sich die Eintrittspreise in Freiburg deutlich. In den meisten Läden (Swamp, Slow Club, White Rabbit, Räng Teng Teng, KTS, My Way) empfinden wir die Preise als gerechtfertigt. Dort verdienen aber auch nicht zig Leute mit, wie vermutlich bei den oftmals sehr teuren Konzertläden. wie zum Beispiel dem Jazzhaus. Dort bekommt man für viel Geld meistens nichts Spannendes geboten.

Es ist uns ein Rätsel, warum das Jazzhaus noch subventioniert werden muss bei den Preisen. Hinzu kommt die unsympathische Hauspolitik, die Gäste nach einem Konzert für die anschließende Party nochmals abzukassieren. Das gibt es so wohl nirgendwo sonst und vermiest vielen Gästen die Laune. Dort hat man nicht das Gefühl es ginge um Kultur (die ja durch die Zuschüsse gefördert werden soll), oder wenigstens darum, den Leuten einen netten Abend zu bieten, sondern um Profit.

So was ärgert uns besonders, da an unseren Konzerten niemand verdient. Abzüglich der Ausgaben geht der Eintritt komplett an die Bands, die damit wiederum ihre Unkosten decken. Und wie wir müssen auch die nicht selten drauflegen. Bus-Miete, eventuell. Miete für Equipment, Flüge nach Europa, Benzin und so weiter. Im Schnitt hat eine US-Band auf Europatour tägliche Ausgaben von etwa 250 Euro.

An Wochenenden kommen die auch rein, aber auf einer Tour gibt's auch Sonntage, Montage, Dienstage und Offdays. Wir veranstalten Konzerte, weil wir die Bands selbst gerne sehen möchten (was vor lauter Arbeit während der Show leider oft gar nicht klappt), weil wir tollen Leute die Chance geben möchten aufzutreten. Und das ist nunmal mit Unkosten verbunden, die wieder rein kommen müssen. Mehr wollen weder wir, noch die meisten Bands.

Meist sind wir gar nicht in der Lage, zu kalkulieren, sondern können einfach nur hoffen, dass genügend Gäste kommen. Die meisten Bands, die wir buchen, kommen wie wir aus einem Do-it-yourself-Umfeld und versuchen, nur ihre Ausgaben zu decken. Meistens klappt das auch, zumindest Spritkohle konnten wir bisher allen geben. Bei anderen Bands ist von vornherein klar, dass man sie nicht mit 100 Euro abspeisen kann. Dann nehmen wir auch mal 10 Euro Eintritt, wie bei Maserati. Das Verhältnis muss einfach stimmen. Und wenn wir wissen, dass eine Band eine höhere Summe benötigt, versuchen wir eben eine möglichst "günstige" zweite Band, am besten aus der Nähe, dazuzupacken.

Wir buchen, was uns selbst gefällt. Also immer nach Leidenschaft, nie nach Geld. Nur manchmal bremst das Geld die Leidenschaft. Eine völlig unbekannte Band an einem Sonntag im Hochsommer ist einfach nicht machbar, da kommt niemand. Vor ein paar Jahren wäre uns das wahrscheinlich noch egal gewesen. Aber man wird älter und realistischer. Und man hat gelernt: Freiburger wissen gute Bands oft nicht zu schätzen. Was der Durchschnitts-Freiburger nicht kennt, schaut er sich auch nicht an. Auch wenn wir damit jetzt vielen Musikinteressierten unrecht tun … Wir würden aber nie ein Konzert veranstalten, weil wir damit Geld verdienen könnten. Haben wir nie und werden wir nie, weil es einfach nicht unser Beweggrund ist.

Die jeweiligen Kosten kommen sehr auf die Band und den Veranstaltungsort an. Im Idealfall, wie zum Beispiel in der KTS, hat man nur Ausgaben für Werbung (Plakate, Flyer) und Essen für die Bands. Je nach Anzahl der Beteiligten sind das etwa zwischen 60 und 200 Euro. Der Rest geht komplett an die Band. Daher kann man es dort auch mal riskieren eine unbekannte Band zu veranstalten. In anderen Läden, oder wenn die Band GEMA-Mitglied ist, kommen Ausgaben für die Anlage, den Mischer, die GEMA und ein Anteil für den Laden hinzu. Oftmals müssen wir dann ganz schön schlucken, wie wenig am Ende noch für die Band übrig bleibt.

Die Nörgeleien an der Kasse über zu hohe Eintrittspreise sind teilweise sehr nervig. "Was? 7 Euro für drei Bands?" - "Aber wir sind zu dritt, da gibt's doch sicher 'nen Gruppenpreis!" - "Wann wird's denn billiger, die ham doch schon 'nen Song gespielt?" - "Soviel? Auch für Studenten?" - "Lasst mich halt für 3 Euro rein. Sonst geh' ich wieder, dann habt ihr gar nichts." Es folgen die ewig gleichen Erklärungen, dass wir nun mal die Bands nicht ohne Geld heimschicken können, Ausgaben hatten, nichts daran verdienen und so weiter.

Natürlich sind nicht alle Konzertbesucher so. Viele bezahlen ohne mit der Wimper zu zucken, freuen sich auf die Band und bedanken sich für einen tollen Abend. Aber es gibt eben so Kandidaten, die einem echt die Laune verderben können. Die angeblich keine 6 Euro für den Eintritt haben, dann aber sicher 20 Euro für Bier, Schnaps und Kippen ausgeben. Oder am nächsten Tag für die coole Studi-Party im angesagten Club mit lokalem DJ locker die besagten 6 Euro hinlegen.

Der traurigste Reinfall war bisher wohl Little Gold in der KTS an einem Sonntag. Sonntage sind eh kritisch, und die Band war recht unbekannt. Aber mit etwas mehr als den drei zahlenden Gästen hätten wir dann doch gerechnet. Im positiven Sinne hat die Kalkulation bei Des Ark und Les Trucs im vergangenen Herbst in der KTS nicht funktioniert. Wir haben zwar mit einem gut besuchten Konzert gerechnet, aber die 300 Leute die uns innerhalb kürzester Zeit die Bude eingerannt haben, waren nicht eingeplant. Aber nach schnellem Umzug in den großen Raum war auch das ein zwar sehr, sehr stressiger, aber auch toller Abend.

Es gibt auch Veranstaltungen, bei denen klar ist, dass genug Leute kommen werden. So war es zum Beispiel bei Maserati. Solche Abende sind entspannt, da einem nicht die Angst im Nacken sitzt, aus der eigenen Tasche drauf zahlen zu müssen. Wir haben ja keine Rücklagen oder so was, wie Veranstalter, die schlecht besuchte Shows mit gut laufenden ausgleichen können.

Ein Problem ist, dass man Konzerte nicht zu früh am Abend beginnen lassen kann. Es ist uns ein ganz großen Anliegen, die Konzerte früher anfangen zu lassen, besonders unter der Woche. Aber eine Show kann nun mal erst starten, wenn auch Publikum da ist. Wir haben verschiedene "Erziehungsmaßnahmen" versucht. Billigerer Eintritt vor 22 Uhr, die ersten Gäste bekommen ein Freigetränk und natürlich fett gedruckte und mit Ausrufezeichen versehene Anfangszeiten auf Flyern und Plakaten. Aber keine Chance. Der typische Freiburger Konzertgänger taucht einfach nicht vor halb elf auf. Und man will natürlich keine Band verheizen und vor fünf Nasen auftreten lassen. Also ein Teufelskreis … Uns selbst ärgert das auch, da wir nicht direkt nach der Show ins Bett können, meist muss noch abgebaut, weggefahren und aufgeräumt werden. Und auch die Bands müssen am nächsten Tag oft früh raus und los in die nächste Stadt."






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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 28
+om
Freitag, 20.05.11 12:05
 

Erntefunk for President! Freu mich schon auf Yum Yum heut im Waldsee, das ist mir den Eintritt wert! War ja letztes mal schon so brutal voll und Hammer!!! ;-)

Freitag, 20.05.11 12:08
 

Die Lebensgefährtin eines alteingesessenen Veranstalters meinte vor nicht all zu langer Zeit zu ihm und mir etwa sinngemäß:

ihr veranstalter seid doch alle adrenalinsüchtig..mehr unbezahlte arbeit und die ständige angst, auf allen kosten sitzen zu bleiben kann man fast in keinem anderen job/berufung haben.

und dennoch macht man immer weiter :-)

Freitag, 20.05.11 12:26
 

Cheeers an Footloose - schön, dass ihr in FR mitmischt :-D

und an die Nörgler: stay home, read a book...

Freitag, 20.05.11 12:48
 

super artikel, fudder! kann diese nörgelei selbst als nichtveranstalterin aber veranstaltungsliebhaberin nicht mehr hören. rede mir da auch schon geraume zeit im freundeskreis den mund fusslig. mein budget jeden monat ist wahrlich eng bemessen, und ich jammer auch manchmal, wieviel moneten nach einem abend wieder weg sind, aber das dann zum eigenrüffel. :)

liebe leute: von nichts kommt nichts. nie.


achso: ausserdem finde ich, dass man mit etwas gesundem menschenverstand auch ohne professionellem hintergrund in dieser richtung in der lage sein sollte, ("normale") eintrittspreise nachzuvollziehen.


miss_amused hat den Kommentar am 20.05.2011 um 12:54 bearbeitet
Freitag, 20.05.11 13:58
 

Geiz ist nunmal eben nicht immer geil und gute Qualität kostet nunmal auch was.

Worüber ich mich in diesem Artikel sehr ägere ist allerdings der Absatz über das Jazzhaus, der offensichtlich auf Aussagen von Footlose basiert.

1. Zitat:
"Hinzu kommt die unsympathische Hauspolitik, die Gäste nach einem Konzert für die anschließende Party nochmals abzukassieren."

Anmerkung:
Das ist schlichtweg falsch. Jeder der im Jazzhaus ein Konzert besucht hat oder bekommt auch den Stempel für die anschliesende Party und muss nicht nochmal zahlen.

2. Zitat:
"Es ist uns ein Rätsel, warum das Jazzhaus noch subventioniert werden muss bei den Preisen."

Anmerkung:
Wenn jemandem solch ein Umstand ein Rätsel ist, wäre es vielleicht angebracht sich darüber ordentlich zu informieren.
Nicht das Jazzhaus bekommt Subventionen, es ist der Verein (nicht die GmbH).
Genauer geht es hier auch nur um die Jazzkonzerte, die es ohne Subventionierung garnicht gäbe und die ich sehr wohl unter Kultur verbuchen würde.

3. Zitat:
"Dort verdienen aber auch nicht zig Leute mit, wie vermutlich bei den oftmals sehr teuren Konzertläden. wie zum Beispiel dem Jazzhaus. Dort bekommt man für viel Geld meistens nichts Spannendes geboten."

Anmerkung:
Würde diese, vermutlich sehr subjektiv gefärbte Aussage zutreffen, gäbe es das Jazzhaus schon lange nicht mehr.
Und was die Stimmung dort betrifft, ich bin gerne da und das schon seit fast 10 Jahren, gerade wegen der guten Stimmung.


Wenn mir etwas nicht gefällt, dann geh ich da auch nicht hin. Aber ich rede es auch nicht schlecht, denn was mir gefällt müssen andere noch lange nicht gut finden.

Leben und leben lassen








Mikey hat den Kommentar am 20.05.2011 um 14:03 bearbeitet
Freitag, 20.05.11 14:23
 

@mikey:

"Worüber ich mich in diesem Artikel sehr ägere ist allerdings der Absatz über das Jazzhaus, der offensichtlich auf Aussagen von Footlose basiert."

geht aus dem aufbau des beitrags nicht hervor, dass hier party- bzw. konzertmacher aus dem nähkästchen plaudern? der absatz über das jazzhaus "basiert" nicht auf aussagen von footlose sonder "ist" eine aussage von footloose.

Freitag, 20.05.11 14:29
 

@Manuel

Ich habe es bewusst sehr zurückhaltend formuliert, da ich ja nicht weiss, ob das abgedruckte auch dem genauen Wortlaut der Aussagen entspricht.
Gerade weil es hier auch um eine falsche Behauptung geht.


Mikey hat den Kommentar am 20.05.2011 um 14:30 bearbeitet
Freitag, 20.05.11 14:30
 

danke für den artikel, fudder.
weitere und leider nicht zu unterschätzende kosten bei live-bands sind die beiträge an die künstlersozialkasse und die ausländersteuer. vergisst man diese einzukalkulieren, kann es böse überraschungen geben..

Freitag, 20.05.11 14:32
 

@mikey: ja, entspricht außer beim universal dog, wo wir aus stichwörtern sätze formuliert haben, bei allen dem genauen wortlaut.

Freitag, 20.05.11 14:37
 

Dann entschuldige ich mich für die Formulierung in der Einleitung meines Kommentars. Ich hatte damit auch nicht euch als Redaktion im Visier meines Unmutes.

Freitag, 20.05.11 14:53
 

nee. kein ding. wollte das nur noch mal deutlich machen :)

Freitag, 20.05.11 15:43
 

Von den Umsätzen her ist da ja sicher auch eine grosse Portion Liebhaberei dabei.

Bei 500 zahlenden Gästen und 7 € hat man einen Brutto Umsatz von 3500.
MwsT, Booking, Gema, Pa, Flyer...

Ein fiktives Gehalt von 20 € die Stunde für die Planung
da bleibt ja nichts über.

Wie hoch sind da die Margen im Nachtgeschäft ?

Ware X auf Rechnung zu kaufen mit der Hoffnung das es innerhalb des Zahlungsziels auf Ebay umgeschlagen ist hört sich da weitaus realistischer an.

Freitag, 20.05.11 15:59
 

...ja endlich wird das mal geklärt...

auch bei nem eintritt von 3€ für 4 regional bekannte djs sind manchen leuten einfach zuviel.

Versteh das nicht, aber der Artikel triffts!!!

Danke fudder!

lg

Freitag, 20.05.11 16:45
 

Allergrößten RESPEKT !!!!!

für jeden Veranstalter der es weiterhin wagen will: neue, gute, geniale oder-wie-auch-immer genannte Acts nach Freiburg zu holen!

Bei den Aussichten würde jeder klar kalkulierende Bänker sich schnellstens zurückziehen und drauf wetten das der hoffnungsvolle "Nachfolger" baden gehen wird....

Große Portion Liebhaberei, Begeisterung und Vorliebe für ne gute Party ist bei den meisten Veranstaltern Main Antrieb für neue Sachen - ich würde es nicht machen wollen!

Deshalb werde ich nicht mal dran denken den Eintrittspreis in Frage zu stellen....Bewunderung für Vielfalt und Mut der Organisatoren!

Freitag, 20.05.11 18:17
 

Wer auch nur den funken Ahnung hat, weiß gute Veranstaltungen zu schätzen.

Das Genörgel übers jazzhaus kann ich auch nicht so ganz verstehen. Ich habe dort schon unzählige gute Konzerte besucht. Von überteuert kann man da höchstens bei den getränkepreisen sprechen, die nicht der Veranstalter festlegt.

ZMF finde ich, seit koko mitmischt, ziemlich teuer, weiß jemand da was Genaueres?

Freitag, 20.05.11 20:03
 

@Mikey
ich habe aber genau diese Situation im Jazzhaus schon erlebt: nach nem Busters Konzert wurden alle Leute mit dem Hinweis, hier ist im Anschluss noch ne Party, rauskomplimentiert, und wer die mitmachen will, muss zahlen. Wir sind dann kopfschüttelnd ins Crash umgezogen. Ist aber schon zig Jahre her, wie das heute gehandhabt wird, weiß ich nicht wirklich....


Marks hat den Kommentar am 20.05.2011 um 20:04 bearbeitet
Freitag, 20.05.11 22:08
 

Zustimmung @vdp

Das Jazzhaus hat für mich ordentlichen Sound und eine gute Organisation bei "professionellen" Konzerten. Außerdem ein echtes Rauchverbot!

Allerdings mag man bei 5€ nicht so gerne mal kurz jemanden treffen, vorbeischauen, geschweige denn einen absichtlichen Bummel durch die Läden machen...

Freitag, 20.05.11 23:20
 

@Marks

Ich habs, nach mittlerweile einigen Konzerten, noch nie erlebt aber mich vorsichtshalber heute nochmal rückversichert.
Gehört zum Standart dass Konzertbesuche die Party danach mit einschließen.
Vielleicht wars mal anders, vielleicht war mal ne Ausnahme, keine Ahnung warum euch das passiert ist. Aber geärgert hätt ich mich in dem Fall auch.

Samstag, 21.05.11 19:10
 

Das ist ganz einfach zu erklären.. Wenn Veranstalter A im Jazzhaus z.B. ein Konzert anbietet und am gleichen Abend Veranstalter B eine Party geplant hat ist es doch nachvollziehbar, dass er Geld verdienen möchte.

Das ganze nennt sich dann Fremdveranstaltung.. Da hat Veranstalter B nichts davon, wenn Gast Y 20 Weizen trinkt.

Ich denke/hoffe nicht das diese Regelung bei Party´s zutrifft die vom gleichen Veranstalter geplant wurden bzw. anschliessend an ein Konzert durchgeführt werden.

Sollte dem so sein ist das natürlich nicht gerechtfertigt.

Samstag, 21.05.11 21:20
 

es gibt aber immernoch partys mit regionalen "djs" wo bis zu 8eu an der ak verlangt werden...das kann ich dann eben nicht mehr nachvollziehen...nervig ist auch das um 5uhr schon schicht ist, vor 12 geht doch keiner weg..und dann für 4-5 stunden feiern je nach booking noch 10-20eu hinblaettern...lohnt sich kaum...klar kann der veranstalter da nix für...da is die stadt dann im weg mit sperrzeitregelung und afterhourverbot...

Samstag, 21.05.11 22:46
 

@Pritt

Ja die Kiste mit der Sperrzeit ist ein echtes Freiburger Phänomen, denn nicht mal die realtiv konservative Beamtenstadt Karlsruhe hat solche krassen Sperrzeiten. Die haste ja noch nicht mal in Ulm oder Mannheim.
Ich bin mir nicht sicher ob das stimmt, aber ich habe mal gehört, dass das mit der Anweseheit des Freiburger Erzbistums zu tun haben soll, eine andere, logische Erklärung dafür fällt mir auch nicht ein.

Sonntag, 22.05.11 16:09
 

also ich muß wirklich nicht bis nach 5 uhr auf ne party und kanns auch nicht verstehen, dass zu der zeit noch jemand lust hat party zu machen. ich will da immer nur ins bett oder noch was essen.

Sonntag, 22.05.11 18:07
 

das ist ein Gesetz des Landes Baden-Württemberg :)
zwischen 05-06 ist ruhe. Überall...

eigentlich ;-)


Def
Sonntag, 22.05.11 21:46
 

und jetzt bitte noch ein club mit einer wirklich guten anlage.

Montag, 23.05.11 08:27
 

Beim ZMF würde mich auch mal interessieren, wie die Preise zustande kommen. Hab jetzt schon öfters gesehn, dass ein Künstler vor oder nach dem ZMF in Freiburg aufgetreten ist und der Eintritt dann bis zu 10€ günstiger war...

Montag, 23.05.11 09:13
 

im gegensatz zum zmf müssen andere locations weder zelte noch anlage mieten und müssen kein heer von hilfskräften bezahlen die am ende auf der gesamten fläche JEDE zigarettenkippe aufsammeln (auflage vom mundenhof).

Montag, 23.05.11 10:39
 

unter kostenersparnisgründen schreit das ja förmlich nach einem nichtraucherfestival.
alternativ könnte man hernn sander als kippenordnungsdienst einstellen, um das wegwerfen selbiger zu verhinden,mit mindestlohn natürlcih...

Montag, 23.05.11 10:52
 

@def: "club mit einer wirklich guter anlage" fehlt definitiv. am WE im robert johnson in offenbach gewesen. offenbarung.

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