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Bilingi.de: Wenn der Babysitter Dänisch sprechen soll

Das Internetportal bilingi.de will Eltern helfen, eine fremdsprachige Kinderbetreuung zu finden - und ermöglicht mehrsprachigen Studierenden so die Suche nach einem Babysitter-Job.

bilingi Bilingi LogoAls vor zwei Jahren  Peggy Blocks Tochter geboren wurde, war eins für die junge Mutter von vornherein klar: „Ich will mein Kind zweisprachig aufwachsen lassen.“

Sie machte sich auf die Suche nach einem englischsprachigen Babysitter und verzweifelte dabei. Internetportale, so stellte sie fest, schien es für alles zu geben – nicht aber für Eltern, die nach einer fremdsprachlichen Kinderbetreuung suchen. Kita- und Schulplätze in bilingualen Schulen sind zudem rar oder privat und deshalb teuer.

Und Peggy Block (Bild unten) ahnte, dass es unzählige Eltern geben musste, denen es ähnlich ging wie ihr. Also entwarf sie bilingi.de, eine Webseite, auf der Eltern nach Babysittern und Kindermädchen suchen können, die eine Fremdsprache sprechen.
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„Ich konnte gar nicht glauben, dass es so etwas noch nicht gab“, sagt Peggy Block. Nicht nur, weil es mittlerweile ein Trend geworden zu sein scheint, Kinder mehrsprachig aufwachsen zu lassen

Viele Studiengänge sind mittlerweile auch in Deutschland auf Englisch, wer in ein paar Jahren einen Job finden will, der muss global denken und  sprachlich fit fürs  Arbeiten im Ausland sein.  Eltern wollen ihre Kinder auf diese Welt vorbereiten.

Auf Peggy Blocks Portal können sie nun Kinderbetreuer finden, die mit den Kleinen in der Muttersprache sprechen können, die in deutschen Kitas zu kurz kommt. Zu einem Babysitter mit dem gleichen sprachlichen und damit auch kulturellen Hintergrund haben viele Eltern außerdem mehr Vertrauen.

5000 Nutzer hat bilingi.de, 3000 davon, so Peggy Block, seien Betreuer, darunter viele Studierende, aber auch Erzieherinnen und ältere Damen mit viel Freizeit, die einfach mal Lust hätten, wieder auf Kinder aufzupassen.

Die Preise für die Betreuung werden zwischen Betreuern und Eltern ausgehandelt. Von Französisch, Russisch, Chinesisch und Türkisch bis hin zu Dänisch und Hebräisch – das Sprachangebot auf bilingi.de ist groß. Trotzdem: „Es sind noch viel zu wenige“, sagt Peggy Block. Auch in Freiburg und der Region sind die eingetragenen Babysitter und Betreuer bisher noch an zwei Händen abzuzählen – aber das Portal steckt ja noch in den Kinderschuhen.

UPDATE (17.11.2010): Bilingi.de hat gestern den Wettbewerb "Brandenburger Familienpreis 2010" des
Ministeriums für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie gewonnen.




  [Bild 1: Fotolia, Bild 2: Bilingi]




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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 2
Mittwoch, 17.11.10 13:19
 

Ich kann das ja verstehen, wenn Leute im Ausland leben und eine muttersprachliche Kinderbetreuung für ihr Kind wünschen. Dafür finde ich das eine super Idee.
Aber dieses ganze Tratra von wegen "Wenn mein Kind nicht mindestens zweisprachig aufwächst, hat es gleich mal schlechtere Chancen" kann ich nicht nachvollziehen.
Interkulturelle Kompetenz ist ja viel mehr als nur die Sprache zu können, und dadurch, dass man als Baby ein bisschen Heideidei mit der chinesischen Nanny gemacht hat, ist man nicht automatisch fit für eine Karriere im Ausland.
Zumal ich das ein wenig gruselig finde, schon kleine Kinder so offensichtlich auf Karriere zu trimmen. Wenn man sein Kind vielseitig fördert und ihm Anreize bietet, dann wird es sich schon gut entwickeln - ob es dann auch irgendwann Karriere machen will, kann es dann ja wohl selbst entscheiden.


j.u.l.e.s. hat den Kommentar am 17.11.2010 um 13:21 bearbeitet
Donnerstag, 25.11.10 15:14
 

Mir gefällt der Artikel. Ich denke auch, dass es gut ist, die Kinder zweisprachig aufwachsen zu lassen. Auch fürs spätere Berufsleben kann es nur von Vorteil sein. Ich bin nicht der Meinung, dass diese Eltern ihre Kinder "trimmen" sondern sie einfach in jungen Jahren schon fördern. - Kann ja nicht schaden. Außerdem lernen Kinder Sprachen meist leichter als Erwachsene (ich vertrete keine Klischees ist nur meine eigene Erfahrung). Und mit dem Babysitter spielerisch die Sprache zu lernen ist einfacher, als sich dröge Vokabeln ins Hirn zu hämmern.
Ich finds ne tolle Idee!


honey hat den Kommentar am 25.11.2010 um 15:17 bearbeitet
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