Vor einem Monat hat uns ein Mitglied der Freiburger JNR-Crew über sein Leben als Lackaffe berichtet. Nun kommt der Blick von der anderen Seite: Helmut Fehr ist Ermittler bei der Freiburger Kriminalpolizei und versucht seit 2007, Sprayer auf frischer Tat zu erwischen.






"graffiti zu bekämpfen..." - ich mag diese martialische sprache überhaupt nicht. man könnte meinen, helmut fehr spricht von gefährlichen krankheiten und seuchen wie mks, lungenpest oder influenza typ a/h5n1 oder so.
käme ich - was gänzlich auszuschliessen ist - je in die missliche lage, als provinzstaatsanwalt aufgrund meiner sachlichen zuständigkeit gegen unbekannt bzw. mutmassliche "täter" in sachen graffiti ermittlungen aufnehmen zu müssen, ich müsste den fall abgeben und die akten einem kollegen übergeben, da ich graffiti und sämtliche kunstformen dieser art liebe.
"Nach Fehrs Einschätzung ist Graffiti teilweise Kunst, die ihn in gewisser Weise fasziniert. „Ich könnte mir sogar vorstellen, das Tor meiner Garage von einem Graffiti-Profi spritzen zu lassen.“ Wobei er betont, dass diese Kunst eben nur dann möglich sei, wenn sie vom Eigentümer des besprühten Objekts genehmigt wurde. Selbst die legalen Graffiti-Flächen hält Fehr für problematisch: „In meinen Augen sind das Trainingsmöglichkeiten für eine illegale Tätigkeit."
hier zeigt er sich irgendwie selbst hin und hergerissen zwischen aufrichtiger faszination und - beruflich bedingter - pauschaler ablehnung.
hm...
Wenns gut gemacht ist ist es eine Aufwertung des Stadtbilds, allerdings leider ist aber nicht jeder ein Künstler der sich für einen hält.
Oder was daran ist die "Kunst" mit Silberlack ein Tag mit 3 Buchstaben auf eine Hauswand zu sprühen ?
den ersten genickschuss übernehm ich gerne...daß ihr den scheiß grundsatz einfach nicht kapieren wollt, ist schon ziemlich lächerlich. lange diskussionen und viel gebabbel um nichts und immer wieder den selben mist. mein haus, meine wand oder unsere öffentlichen wände/gebäude, also sprüht gefälligst in euren scheiß schlafzimmern! ja ich steh dazu, ich bevorzuge eine nüchtern graue wand gegenüber einer "gesprayten". ist das wort so richtig? wenn nicht auch egal, grad mal drauf geschissen.
in diesem sinne
@ clownfisch: "daß du den scheiß grundsatz einfach nicht kapieren willst, ist schon ziemlich lächerlich. lange diskussionen und viel gebabbel um nichts und immer wieder den selben mist. reclaim the streets, reclaim the city,..."
so wie du dich hier zum thema (nicht) einlässt, ziehe ich einmal den rückschluss - der durchaus auch falsch sein kann - dass du der erste bist, der sich kunst, die in einem besonderen urbanen kontext entstanden und gewachsen ist, sehr gerne mit weissweinschorle in vernissagen-rahmen betrachtet, jedoch wider besseren wissens beide augen vor der lebenswirklichkeit verschliesst, dass diese kunst nur in einem städtischen raum, in der auseinandersetzung mit dem städtischen raum, geschehen konnte, dass urban art in einem weitesten sinne eine städtische umgebung zu gestalten im stande ist,...
...davon ausgenommen sind einmal kritzeleien wie "murat, du arscloch" an strassenbahn- und bushaltestellen, die möglicherweise zwar ausdruck eines gewissen sozialmilieus sind, jedoch noch nicht einmal einen ästhetischen grundwert aufweisen, der sie in den rang einer geistigen schöpfung mit mindestschöpfungshöhe erhebt.
und wenn "mein haus, meine wand oder unsere öffentlichen wände/gebäude, also sprüht gefälligst in euren scheiß schlafzimmern!" das einzige ist, was du an argumentationsmaterial in den kommentartopf schmeissen kannst, lohnt sich allein aus zeitgründen eine sachliche diskussion mit dir nicht.
"Ich könnte mir sogar vorstellen, das Tor meiner Garage von einem Graffiti-Profi spritzen zu lassen."
"spritzen", lol, wir sind doch hier nich' im colombi-park. obwohl herr fehr sich offenbar tag und nacht mit der materie auseinandersetz, beherrscht er noch nicht mal den szene-internen jargon. was soll man davon halten?
"Selbst die legalen Graffiti-Flächen hält Fehr für problematisch: 'In meinen Augen sind das Trainingsmöglichkeiten für eine illegale Tätigkeit.'
und auch hier zeigt herr fehr seine szene-unkenntnis. da illegale graffiti meist unter misslichen umständen - dunkelheit, zeitdruck, ungünstige lage - entstehen, kann man diesen "ernstfall" unmöglich an legalen wänden üben. das, was an legalen wänden zu sehen ist und das, was illegal gemacht wird, sind zwei komplett andere paar sneakers. illegal wird illegal geübt. darum gibt's auch so viel scheiß an den wänden. legal aber ist legal.
ich finde, dass gerade freiburg tolle legale wände hat. sowas, herr fehr, spricht übrigens FÜR eine stadt und macht sie für die meisten interessanten menschen interessanter.
"Wobei er betont, dass diese Kunst eben nur dann möglich sei, wenn sie vom Eigentümer des besprühten Objekts genehmigt wurde."
wieder unahnung. kunst wird doch nicht erst dann zu kunst, wenn sie legal geschaffen wird ... oh my god!
vll. noch ein wort zum thema "sicheres freiburg e.v.":
der verein schreibt in seiner präambel folgendes: "um die sicherheit der freiburger bevölkerung zu erhöhen und das subjektive sicherheitsgefühl der bürgerinnen und bürger zu stärken..."
ich höre nahezu täglich, dass gegen "die sprayer" vorzugehen sei, weil diese ja a priori böse seien, sich gesetzwidrig verhielten und ausserhalb jeder sozialer wertordnung stünden.
ich sehe und höre jedoch in keiner weise, dass sich dieses aktionsbündnis auch nur ein einziges mal darum gekümmert hat, tatsächliche soziale brennpunkte wie - beispielsweise - die situation an den strassenbahnhaltestellen "runzmattenweg" oder "am lindenwäldle" zu beruhigen. sollte jemand dort einmal abends / nachts, meinetwegen auch spätnachmittags unterwegs sein, und das nicht nur am wochenende, kann er mit sicherheit rechnen, von den dort herumlungernden jugendlichen mit beschimpfungen oder beleidigungen überzogen zu werden.
aber "der sprayer" ist ein leichter gegner, und mit der erfassung desselben kann sich eine städtische ordnungsbehörde nach aussen hin schmücken gegenüber der bevölkerung dartun, "etwas für die sicherheit der stadt" getan zu haben.
wenn ich § 1 absatz 2 der vereinssatzung lese =>
"Zweck des Vereins ist insbesondere die Förderung der Kriminalprävention durch
- die Durchführung von für kriminalpräventive Maßnahmen, Projekten und Initiativen, z. B. in den Bereichen
o Familien-, Senioren-, Frauen- und Jugendpolitik,
o Schul- und Ausbildungspolitik,
o Wohn- und Städtebau,
- die Durchführung von Öffentlichkeitsarbeit und kriminalpräventiver Forschungsvorhaben,
- die Zusammenarbeit aller mit Kriminalitätsverhütung befasster Institutionen und gesellschaftlicher Gruppen."
und mir die unter http://www.sicheres-freiburg.de/Aktionen.htm aufgelisteten tätigkeitsfelder anschaue...sehe ich letzten endes nur, dass die gründer und träger des vereins "graffiti" als die wurzel allen übels ausmachen und diese aktiv zu bekämpfen anstrengen; alles andere, was der verein sich so auf seine fahnen geschrieben hat, ist nur schaumschlägerei...
@clownfish
ich denke diese stellungsnahme wurde einfach zusätzlich als diskussionsgrundlage von fudder gepostet um ein allgemeinses feetback durch ein "totalkontra" zu erhalten.
wenn nicht,....
ja, genau, du bist generell gegen veränderung oder? vermutlich wäre es für dich angenehmer überall wo jetzt tags sind einen werbeaufruf von einem konzern zu finden der auf sein neues premiumprodukt hinweist, immer und immer wieder das gleiche. graffiti in einer stadt zeigt individualität, junges leben und abwechslung!!! freiburg braucht farbe, will es doch kulturstadt 2012 werden? "wie?", sollte diskutiert werden, gibt es doch inzwischen einige die regeln brechen, wie z.b. daß das bemalen von alten gebäuden, denkmälern, und kulturgütern tabu ist.
liebe hausbesitzer, sorgt einfach an euren fassaden vor und lasst diese proffessionell verkünsteln, dann malen hier auch keine "schmierfinken" mehr drüber, wenn es euch wirklich wichtig ist. Zusätzlich habt ihr ein tolles kunstwerk an der wand, damit kommt ihr sicher auch mit den all zu scheuen nachbarn ins gespräch. grs
"sicheres freiburg"? alle farben auf einen berg aufhäufen und dann unter deutschen gesängen verbrennen?
50 Millionen Euro schaden durch Sprayer bei der DB.
In den Kommentaren zu den selbstherrlichen Aktivitäten der selbstherrlichen JNR-Crew wurde ja noch behauptet, die Züge ließen sich ratzfatz und kostengünstig abwaschen, jaja.
@keep-it-deep
Deine Aussagen lassen sich darauf runterreduzieren, dass Graffiti, die Dir persönlich gefallen ok sind, wähend Du "Kritzeleien" ebenfalls ablehnst. Dein persönliches ästhetisches Empfinden kann aber kaum Maßstab einer gesetzlichen Regelung sein. Ich persönlich habe auch nichts gegen Graffiti in Unterführungen, an Autobahnbrücken, etc., aber an Gebäuden und vor allem Zügen stören sie mich sehr.
Das kann auch nicht Grundlage einer gesetzlichen Regelung sein ;), aber es muss einfach jedem Eigentümer das Recht zugestanden werden, gegen Graffiti notfalls rechtlich vorzugehen.
"... aber es muss einfach jedem Eigentümer das Recht zugestanden werden, gegen Graffiti notfalls rechtlich vorzugehen."
das macht's für den sprayer ja auch so reizvoll. woher käme sonst das angestrebte adrenalin, der kick, wenn's ganz legal wäre ...
Also die Ablehnung der legalen Fläche finde ich auch geil. Illegal ist verboten und wenn sich die Sprayer an die "Vorschriften" halten ist es auch nicht recht. Fehrs Vergleich ist ungefähr so wie die Argumentation, ein Zigarettenautomat ist die legale Anleitung zum Kiffen. (sorry, fällt mir gerade kein passenderer Vergleich ein). Wozu überhaupt eine zentrale Ermittlungsgruppe? Viel ärgerlicher als eine besprayte Wand finde ich zerstörte Infrastruktur im Sinne von Laternen, Wegweisern, Sitzbänken, Spielplätzen etc - also Gemeingut, von dem wir alle profitieren. Sollen sie doch da mal "zentral ermitteln". Das ist genauso Sachbeschädigung wie ein Graffiti.
Da stimme ich Holzi völlig zu.
Und von der notwendigen Möglichkeit sich kreativ auszuleben mal abgesehen:
Legale Flächen zum Sprayen nehmen den Sprayern außerdem die Ausrede, es ginge ihnen nur um die Kunst.
Aber vor allem auch im JNR Artikel wurde ja deutlich, dass der Nervenkitzel etwas Verbotenes zu tun ein großer Anreiz für die Sprayer ist.
Da wird dann eben (technisch betrachtet) die Beschädigung von Privateigentum zur Befriedigung des eigenen Egos in Kauf genommen.
@ skully: um meine aussage zu präzisieren: es geht nicht um mein persönliches ästhetisches empfinden, sondern darum, ob in einem graffiti ein gewisser eigentümlichkeitsgrad, also eine persönliche und kreative ausdrucksform, eine entsprechend verwendete technik, ein einprägsamer charakter, originalität,... auszumachen ist...
...sofern dies gegeben, wird jeder auch nur ansatzweise umfassend gebildete richter ein graffiti als kunstwerk betrachten müssen und dass es sich dabei um eine besondere kunstform handelt, die nur im öffentlichen raum entstehen und wirken kann, und erst ab diesem zeitpunkt wird's problematisch, denn es stehen sich zwei eigentumspositionen gegenüber. das geistige eigentum des graffiti-künstlers / street artists, und das sacheigentum der haus- / mauer- / zugbesitzer-/eigentümer. und darüber auf zivil(rechtlich)er ebene entscheiden, müsste ich aus gewissensgründen ablehnen, und für die strafverfolgungsgeilen gibt's ja den §303 absatz 2 (=> http://bundesrecht.juris.de/stgb/__303.html )
"sollte jemand dort einmal abends / nachts, meinetwegen auch spätnachmittags unterwegs sein, und das nicht nur am wochenende, kann er mit sicherheit rechnen, von den dort herumlungernden jugendlichen mit beschimpfungen oder beleidigungen überzogen zu werden."
An den genannten Haltestellen ist Freiburg eben besonders Urban.
aus der sicht eines polizisten ist "legal ok, illegal nicht" ein völlig nachvollziehbarer standpunkt. wäre fürchterlich, wenn er das nicht so sähe. denke, alle können mit der momentanen situation leben.
Es ist okay, wenn die Polizei sich bemüßigt fühlt einen nüchternen dunkle Haare besitzenden Menschen, der nachts mit einer Tasche auf einer klar beleuchteten Hauptstrasse nach Hause läuft, zu kontrollieren inkl. dem Inhalt seiner Tasche, weil er ja Spraydosen dabeihaben könnte.
Was ich aber überhaupt nicht goutiere ist von den Beamten sofort gedutzt zu werden und dann bzgl. meines mitgeführten Brotes noch die joviale Bevormundung zu bekommen: "Des Brot des musch noch esse." Bürgernähe sieht aders aus.
@Jimbo: Da musst du dem Poizisten sagen " Sind wir bei Ikea dass wir uns duzen ?" dann werden sie erst richtig freundlich :-D
@jimbo
vllt. war die aussage des bollizisten eher zum verständniss für ihn; also fragend formuliert! nach dem motto: und die tasche musst du auch noch tragen?
yep ich würde unbedingt darauf bestehen dass ich so behandelt werde wie mir das als mitbürger und steuerzahler zusteht, die kriegen dann sofort ein schlechtes gewissen. wenns gut läuft nehmen sie dich zur entschuldigung mit auf die wache und du darfst "aus versehen" ein paar mal "die treppe runter fallen".
es würde keinerlei diskussion geben, wenn sprayer sich auf die flächen beschränken würden, die ihnen gehören (eigentum) oder die sie angemietet (besitz) haben.
wir haben mal aus rache einem sprayer alles um seine fenster und wohnungstür (ja- innen!) vollgepinselt. seit dem ist ihm merklich die lust am sprayen vergangen, da er nun weiss- wir wissen wo sein haus wohnt!
sprayer sind einzig aufgrund ihrer anonymität mutig! knackt man die- ziehen sie den "pinsel" ein und man hat ruhe vor ihnen!!!
die überschrift postuliert diesen cop als "lackaffe", hm...
allein die überschrift "..polizei VERSUCHT..." zeigt uns deutlich, das das scheitern schon mitinbegriffen ist.
was soll´s also?
über die blöde bahn steht drinne, das 50 MILLIONEN drauf gehen für´s entfernen der garfitis.
die kohle gehört Meiner bescheidenen meinung nach ganz woanders hin gesteckt - und das denken sich auch sonst viele menschen...
...
und selbst wenn keine grafitti-entfern-kosten entstünden,
es gibt sicher schon eine große anzahl DB-bosse, die schon darauf warten, teile der "gesparten" kohle abzuzweigen... natürlich für sich selbst bzw. "eigenen, neue projekte".
sowas kennt man ja zu genüge in unserem staat.
alberner artikel ohne sinn und zweck !
EINER von zehn wird gefasst - DAS ist das resumee - sonst nichts.
also wirklich,
der kriminalist "könnte sich" konjunktivisch vorstellen seine garage besprühen zu lassen und postuliert gleichzeitig,
"in meinen augen sind das trainingsmöglichkeiten für eine illegale tätigkeit."
also ein cop, der dafür sorgt, das seine lebensgrundlage nicht schwindet..
?!?! was nun !?!?
mein dad sagt immer:
"junge: erst DENKEN - DANN drücken beim kacken!"
albern hoch drei
@fever dream:
"aus der sicht eines polizisten ist 'legal ok, illegal nicht' ein völlig nachvollziehbarer standpunkt. wäre fürchterlich, wenn er das nicht so sähe. denke, alle können mit der momentanen situation leben."
das hat der polizist ja so nicht gesagt. erstens hat er sich gegen legale wände ausgesprochen - also gegen graffiti überhaupt -, zweitens als grundvoraussetzung für die eigenschaft eines graffitis seine legale entstehung genannt. die beiden punkte sind nicht nur in sich selbst unschlüssig, sondern vor allem, wenn man sie gemeinsam liest.
denn: WENN nur legale graffiti kunst sind, DANN müssen diese doch auch möglich sein ... also graffiti an legalen wänden ... gegen diese spricht sich herr fehr aber auch aus.
alter ...
Die Bezeichnung "Kunst" ist bei Graffiti fehl am Platze, da Kunst - sowohl der Konsum als auch die Fabrikation von Kunst - immer auch nach einer gewissen Qualifikation und Qualität verlangt.
Welcher Banause erkennt schon Kandinsky auf den ersten Blick als Kunst??
Indes, Banausen sind die Sprayer zu Hauf, die ihre verquere, ungebildete Randgruppen-Vorstellung von Kunst mit dem Deckmantel "Urban Art" verschleiern, sich unglaublich cool und hip fühlen und zudem privates Eigentum beschädigen.
PS: Die Fernverkehrs-Züge der DB sind eine der ästhetischsten der Welt. Da haben sich Top-Designer jahrelang den Kopf zerbrochen und dann kommt ein skatender, bekiffter Affe und meint, er müsse kreativ sein.
@ fonkdaworld: da hast du aber, den kunstbegriff betreffend, einiges nicht verstanden...
[man kann nur froh sein, dass du nicht die deutungshoheit darüber besitzt.]
"... ein skatender, bekiffter Affe"
lieber fonkdaworld: wieviele sprayer bzw. urban artists (das kann man durchaus unterscheiden) kennst du denn persönlich? ich kenn relativ viele und auf die wenigstens passt deine undifferenzierte charakterisierung.
intellektuell würden dich die meisten - an deinem hiesigen posting gemessen - in der (eben nicht crack-)pfeife rauchen. ich würde dir empfehlen, dein diesbezügliches bild mit der wirklichkeit abzugleichen.
dasselbe gilt für deine kunstauffassung, die man ja eigentlich als eine solche nicht bezeichnen kann. von kunst scheinst du wenig zu verstehen; schick dir lieber während der arbeit mit deinen kollegen pseudo-lustige youtube-videos hin und her. alles andere überlass bitte leuten, die ahnung haben.
@fonkdaworld
...skatender, bekiffter Affe...< das fände ich äußerst zirkusreif und interessant. ...kannst du das arangieren? dann fehlt nur noch der auf der tastatur rumhämmernde, besoffene affe.
finde auch das die züge der bahn extrem ästhetisch geformt sind, aber die farbe? doch, auch toll...jede graue wand sollte damit gestaltet sein, incl. 3. klasse zeichen, damit die gesellschaft weiss wo sie steht.
ich bin gegen sachbeschädigung, aber für farbe in der stadt!
@ fonkdaworld: falls du dich einmal gedrungen fühlen solltest, zu lesen: http://tinyurl.com/39t65dl
@fonkdaworld
schwachsinn, für kunst braucht man keinerlei bildung, man muss nur die sinne offen halten und das außergewöhnliche im gewöhnlichen finden und rausholen. wer das nicht kann, weil er zu engstirnig ist, der kann noch so studiert sein, da geht nichts. sarrazin hat in einem interview gesagt, dass er nichts von modernem theater hält, das paßt prima zu ihm.
ich habe keinerlei ahnung von moderner kunst und könnte ungefähr zwei einigermaßen bekannte moderne künstler benennen (banksy und strumbel :) ) aber wenn ich durch ne ausstellung oder die ateliers in der kunstakademie laufe bin ich so glücklich wie kaum irgendwo sonst.
@manuel
naja er lehnt legale wände ab weil er glaubt, dass sie das illegale aufkommen steigern, was aus seiner prioritätensetzung heraus durchaus sinn ergibt - er kann auf kunst zur not verzichten, aber nicht auf die einhaltung von gesetzen. er ist nunmal polizist und nicht feuilletonist. ich denke kunst muss nicht legal sein, dann ist es halt die aufgabe der künstler, gegen das gesetz zu verstoßen, und seine aufgabe, die leute zu jagen. kann ich auch als kunst sehen, dieses inszenierte katz-und mausspiel. wem das zu heiß ist, der kann ja sammeln unter den mitkünstlern und kunstliebhabern für die forderungen gegen die verknackten kollegen. das ist dann der eintrittspreis für straßenkunstliebhaber - man zahlt nicht an der galerietür, sondern auf das solikonto wandreinigung. ich denke dass straßenkunst im bestehenden repressionsrahmen durchaus möglich ist und letztlich auch nicht unwesentlich davon lebt, dass sie diesen rahmen hat.
meine güte jetzt wird das hier auch noch pseudointellektuell. besonders keep-it-deep:
deine aussage von oben könnte man auch in 2 sätze fassen. aber nein, viel drumrum labern, hauptsache es hört sich nach nem uniabsolventen an. ich bin für ein hauptschulfudder, oder wenigstens PH niveau, damit ich auch was verstehe.
ich finde Fehrs einstellung zur sache gut und denke, er wurde nur an manchen stellen missverstanden (bzw. will missverstanden werden).
"Die Fernverkehrs-Züge der DB sind eine der ästhetischsten der Welt."
hihi... Soviel zur intellektuellen/ästhetischen Überlegenheit...
*hauauchnochmaldraufeinfachweilsspaßmacht*
@zebra: klar. denk mal an die bücherverbrennung 1933. oder "entartete kunst". sowas gibt's v.a. in schurkenstaaten. (oh nein! godwin's law!)
@madison:
"ich finde Fehrs einstellung zur sache gut ..."
vielleicht lieber doch mal 'n uni-abschluss machen. manchmal hilft's. kann aber für nichts garantieren ...
Da wurde die Kunst aber später als illegal deklariert und nicht gezielt als solche angefertigt. Das ist schon ein Unterschied. Auch wurde niemand dadurch geschädigt.
@zebra:
was ich mit diesem extrembsp. sagen wollte: sowohl was kunst als auch was legal // illegal ist, liegt im auge des betrachters.
in der sichtweise der nazis wurde durch derartige kunst durchaus jemand geschädigt, nämlich das volk! moralischer verfall etc.
und: ich wüsste nicht, wer durch graffiti geschädigt wird ...
ich habe schon einmal in einem anderen kontext darauf hingewiesen, dass die übernahme des öffentlichen raums durch den kommerz im prinzip auf der selben legalitäts- // illegalitätsstufe steht, wie graffiti. wem gehört den der öffentliche raum? der stadt. und also den bürgern. und warum werde ich also nicht gefragt, ob ich - gar auf sexistische - werbung schauen will, oder nicht? das ist beim fernsehen was anderes. aber die debatte um den öffentlichen raum ist noch nicht beendet. und da spricht street // urban art ein wichtiges wörtchen mit. wobei das natürlich ein wenig von der graffiti-diskussion abweicht, sich aber durchaus mit ihr überschneidet ...
Wenn jemand an meine Hauswand sprayt und ich das Graffiti entfernen lasse, werde ich dadurch finanziell geschädigt, oder nicht? Im übrigen hatten wir diese Diskussion doch neulich erst...
och, madison, sei ma' nich imma jleich so einjeschnappt, wenne wat nich vastehst. ick hab' och keen schulabschluss und dit janze macht och allet keen sinn mea, wa?. aba seit ick die beziakszentralbiblothek am luisenbad im wedding füa mia entdeckt hab', da jeht dit uff einmal mit die sprache. aba wenn de hia noch weiters een uff nölepeta machst, kriegste jleich eklig wat aus de armkasse!
ich bin auch für eine graue welt.
und die schönen roten wohl designten bahnen, sollen auch so einheitlich bleiben, wir sind hier ja in deutschland und nicht im hotentottenland!
hier hat alles seine ordnung, die hecken müssen sauber geschnitten sein, laub darf nicht auf der strasse liegen und und und...
siehe auch:
http://de.wikipedia.org/wiki/Broken-Windows-Theorie
die Zahlen im Bericht oben sind falsch, 50 Millionen Euro, dass ich nicht lache, fragt doch mal bei der Bahn nach, ob evtl. auch Sachbeschädigungen wie: in den zug kozen, vandalismus durch hooligans, kaputte scheiben, müll etc. dazugerechnet werden.
das fällt alles unter diesen betrag(wenn der mal stimmt)
oder wer kennt tutoprom?
http://www.ilovegraffiti.de/jumpthefence/2009/12/21/tutoprom-damit-graffiti-nicht-zum-zug[..] der zeitung wird immer von mehreren tausend euro geschrieben, dabei kostet die reinigung grade mal 150-200€.
Die deutsche bahn und die polizei soll aufhören mit diesen falschen aussagen.
und der fahrpreis wird auch dadurch nicht teurer...
nunja ich persönlich habe nichts gegen bunte wände, klar an häusern ist das ärgerlich, aber es gibt schlimmeres...
@ zebra: ja. auch unabhängig davon, ob die wand dadurch beschädigt wurde oder nicht bzw. unabhängig davon, ob die wand sich wieder sauberwaschen liess oder nicht...du kannst ja die beseitigung verlangen (=> wenn du den anspruchsgegner gefunden hast :) ) und dazu gehören eben auch die im rahmen der reinigung etc. entstandenen kosten.
[man mag mich korrigieren, wenn das nicht der aktuellen rechtslage entspricht]
@zebra: du musst es ja nicht entfernen lassen. (und: hab ja selbst darauf hingewiesen, dass wir die diskussion schon mal hatten.)
es ist wahrscheinlich aber auch einfach so 'n gewohnheitsding. es gibt leute, die es nicht lange in großen städten aushalten, die unbedingt in die natur müssen etc. - es gibt aber auch leute, die sagen: "ich hasse diese sauberen, monochromen kleinen und mittelgroßen deutschen städte. da fühle ich mich gar nicht wohl drinnen. ich mag das, wenn hie und da ein tag ist, ein graffiti, street bzw. urban art. ich mag das, wenn eine wand, die eh niemanden interessiert, vollkommen zugeschmiert ist." und wir sprechen hier ja nicht vom freiburger münster oder einfamilienhäusern in gundelfingen. ersteres ist pietätlos, was viele sprüher übrigens auch so sehen, zweiteres interessiert keinen, weil gundelfingen (und co.) einfach nicht von interesse ist. ich kenne also viele menschen, die so denken, und das sind menschen, die zum großteil gebildeter sind, als die stellt-die-sprüher-an-die-wand-fraktion - nur wenn man wieder mit dem bildungs- und barbarenargument kommen will, stichwort: skatende, bekiffte affen. diese menschen, menschen also, die sowohl graffiti als auch urban art befürworten, sind promoviert, teils sogar professoren an renommierten deutschen universitäten, und denken trotzdem so. und vielleicht nicht trotzdem, sondern: gerade deswegen.
ich schreibe das alles nur deswegen, weil subkulturen, und auch illegae bestandteile bestimmter subkulturen, oft mit unbildung, unzivilisiertheit, barbarei etc. gleichgesetzt werden. vielleicht war das ja sogar irgendwann mal so, - heute ist das aber längst passé.
kann man sich also - wie wir das hier tun - durchaus drüber streiten ...
@ pivo: die zahl mag durchaus richtig sein...nur kann ich mir kaum vorstellen, dass dieser betrag nur und ausschliesslich auf den angefallenen reinigungsaufwand für graffiti & co. zurückzuführen ist. in den allgemeinen reinigungs-/instandhaltungskosten der deutschen bahn sind nämlich regelmässig auch die kosten enthalten, die die deutsche bahn selbst aufwendet, um die arbeitskleidung ihrer angestellten zu reinigen...
(allein, dass hier immer wenn's um graffiti geht, so dermaßen heftig diskutiert wird, zeigt, wie umstritten und UNeindeutig das thema ist. und hier schreiben nicht nur studis und andere tunichtgute sondern auch "im leben angekommene")
Man könnte doch die Grafittiwände mit Sensoren bestücken, die im "Spritzeinsatz" dann Sprühbeton oder Expresskleber auf die Spritzer spritzen/sprühen,schießen.
Wurde bei Nackte Kanone 2 1/2 mal gezigt ;-)
@k-i-d&supermanuel: Bei all eurer Kunst-Befürworterei muss doch eindeutig unterschieden werden zwischen einem 2x5m-Bild mit verschiedensten phantasievollen Männchen, die um einen sylishen FUNK-Schriftzug herumfliegen (=Kunst) und einfachen Tags (=Schmiererei).
Letzteres ist nichts anderes als Reviermarkiererei, an jeden Baum das Beinchen hebenden Hunden nicht unähnlich, allerdings von "coolen" Typen, die sich stolz nen gaaanz dicken Edding geleistet haben. Solches Urban-Balzverhalten ist unnötig. Wie Hunde*.
(*Versuch, die Diskussion auf ein anderes Pro-Kontra-Thema zu heben ;-P)
@ralph: das wäre mal geil! oder es fährt eine axt aus, welche die sprühhand des "täters" augenblicklich von dessen körper trennt.
so klingt das nämlich immer, wenn militante graffiti-gegner sprechen. und darin zeigt sich dann auch die große neurose dieser menschen.
der fehr kann ja eigentlich gar nichts dafür. das is' sein job. der wird dafür bezahlt. genauso wie ein soldat halt dafür bezahlt wird, zu töten.
@ lobo: tag ist nicht gleich tag.
[und jeder graffiti-gegner, der hundehalter ist, mit seinem tierchen spazieren geht, das an zig stellen - aus reinem naturinstinkt heraus - sein bein hebt, mögen den zu werfen beabsichtigten stein in der hand halten. der durchschnittsbürger, der sich an graffiti und tags stört, stört sich mit sicherheit auch am kotklecks auf dem bürgersteig, schweigt allerdings darüber, weil es inzwischen ein sozialadäquates verhalten ist, seinen hund an den strassenrand kacken und pissen zu lassen, ohne diesen dreck zu beseitigen...]
@lobo:
grob gesagt: ja. ich befürchte aber, dass es - aus meinem wissen und meiner erfahrung heraus - so einfach nicht ist, da das kompliziertere "piece" ja auf den simplen "tag" zurückgeht, nicht von ihm getrennt gedacht werden kann. im anfang war der tag. und das "piece" ist dann erst einmal ja nur ein vergrößerter tag, der genauso "nur" das revier markieren will. außerdem gibt es dann wieder "pieces", die der laie wahrscheinlich als "toll" bezeichnen würde, die aber einfach nur schlecht sind. und tags, die der kenner als "toll" bezeichnen würde, der laie aber als schmiererei abtut.
ich würde sagen, dass darin auch der vorteil von street // urban art liegt, also so banksy-mäßige geschichten: damit kann der laie mehr anfangen, das kann er auch dann verstehen, das löst auch dann emotionen bei ihm aus, wenn er nicht eingeweiht ist. diese ganze graffiti-sache ist dann doch sehr viel geheimwissen. wer gehört zu welcher crew? was bedeuten welche crew-zeichen? usw. usf.
was meinst du?
Natürlich ist Tag nicht gleich Tag - gestern wars schlimm, heute geht's wieder (sorry, der musste sein)
Und natürlich gibt's da Übergangsformen wie besagte pieces. Aber wie Supi-Manni schon schrieb, sind wir in dieser geheimen Welt wohl alle Muggels.
Was ich mit dem Hundereviergleichnis meinte, waren die unheimlich gehäuft an jeder Ecke auftauchenden 3-4-Buchstabenkombis, denen man ansieht, dass da eine Gruppe mit ihren dicken eddings langgelaufen ist und jeder seine Marke an dieselbe Hauswand machen musste. Siehe etwa die Säulen vom Landgericht-Hintereingang in der Schusterstraße, zwischen dem taschen- und dem Schirmladen.
Das ist definitiv keine Kunst. Nur ein "ich war hier", wie in den Münsterturminnenwänden.
@pivo: höchstgeiles Video!
@skully und all die anderen die mehr oder minder derselben meinung sind ("Ich persönlich habe auch nichts gegen Graffiti in Unterführungen, an Autobahnbrücken, etc., aber an Gebäuden und vor allem Zügen stören sie mich sehr.")
An Unterführungen und Autobrücken - vielleicht auch noch im Atommüllendlager oder dem Braunkohletagebau in Cottbus-Nord wo sie gar niemand sieht! Aber ich weiß auch warum Dich die Graffitis an Gebäuden und Zügen stören, da Sie die Gegend, wo Dein Papa Wohnungen gekauft hat mit deren Mieteinnahmen Du Dein Studium finanzierst, gegen-gentrifizieren und sich somit der Wert der Immobilien in den nächsten 10 Jahren nicht verdoppelt.
@pivos video: da kommt auch freiburg zu kulturellen ehren.
wer kennt die frisch gestrichen wand bei min 2:25 ? foto davon ist aus freiburg ;)
Hab ich vor einigen Stunden im Forum entwickelt das Konzept. Dort allerdings als " Bewusste Degentrifizierung".
@björn: die vereinigung badischer immobilienmakler ist auch wegen deiner "konzeptentwicklung" seit "einigen Stunden" latend aufgeregt und hat bereits alle lobbyistischen hebel und sämtliches vitamin-b in die bw-landesregierung ausgespielt... buahhhh
um sicherzugehen dass die mieten nicht noch weiter steigen pisse ich jetzt auch immer überall hin. ich habe auch einen sack einwegspritzen organisiert, die ich strategisch verteilen werde.
und wenn mir dabei jemand begegnet rufe ich "allahu akbar". ich halte die technik jetzt zwei wochen durch und dann rufe ich beim "sonntag" an. die machen nen artikel drüber und den schicke ich dann dem vermieter und fordere mietminderung :)
oder was auch cool wäre: mit nem freund in den supermarkt gehen, ne packung tictac kaufen und untereinander aufteilen. dann: jedesmal wenn jemand vorbeigeht drückt man dem anderen ein pfefferminzstückchen so in die hand, als ob man pillen vertickt (mit konspirative-blicke-umsichwerfen usw)
mann mann mann was fürn spaß :-D
ich werd ab jetzt wöchentlich zur polizei gehen und behaupten, ich wäre überfallen worden. oder vllt. den ein oder anderen mord vortäuschen, das könnte auch hilfreich sein...
Also Leute, Ihr seid zu schnell für mich,
trotzdem noch kurz:
@k.i.d. "du kannst ja die beseitigung verlangen (=> wenn du den anspruchsgegner gefunden hast :)"
Richtig, deshalb ists ja auch illegal. Leider ist das Finden nicht gerade einfach, wie wir alle wissen.
@supermanuel "du musst es ja nicht entfernen lassen."
Ich denke doch, dass jeder ein Recht haben sollte, sein Eigentum so zu gestalten wie es ihm gefällt. Wenn er Graffiti auf seiner Hauswand mag, kann er sie draufsprayen lassen.
Hast Du ein Auto? Wie fändest Du es wenn Du morgens aufstehst und jemand hat rosa Blümchen und lila Streifen draufgepinselt weil er das "kunstvoll" findet? Vielleicht magst Du aber gar keine rosa Blümchen und willst so nicht rumfahren. Ja, und dann?
Bei so mancher abgerockter Hauswand sollte sich der Eigentümer eigentlich über Verschönerungen freuen.
Zum Bleispiel hier:
http://yfrog.com/n9treehouse7j
Kleines, "Wo ist das?"- Ratespiel!
(:
achso @topic: ich mag "ansprechende", also meine augen erfreuende, graffiti. ich mag street art, also sticker, paste-ups, alles was kreativ ist. ich mag nicht wildes rumgebombe und getagge oder scheibengekratze. aber man wird das eine wohl nicht ohne das andere haben können. daher bin ich eindeutig für graffiti, für sachbeschädigung und gegen monetäres rumgeheule und spießertum.
@rofl die hässlige katz
gegenüber vom e-werk eschholzstr.
von wem bekomme ich jetzt die fudderpunkte?
Ganz richtig, pivo!
Die fudderpunkte kannst du dir bei david abholen, der weiss Bescheid! :rumlueg:
Ne, es gibt keine.
@Doppelhorst: ich bin zu faul noch viel zu schreiben, deshalb kopiere ich meinen Kommentar aus dem anderen Thread nochmal hierhin:
"Ich finde graue Betonwände (Unterführungen, Autobahnbrücken) die bespüht wurden auch schöner als nackt. Auch Züge meinetwegen. Allerdings sollten private Hauswände tabu sein. Da muss schon jeder selber entscheiden wie die auszusehen haben. Ganz zu schweigen von den Kosten der Entfernung. Das kann für einen hochverschuldeten Hausbesitzer und seine Familie ziemlich heftig sein. Dass die Mehrheit der Kommentatoren das anders sieht, liegt vermutlich am Alter.
Ich würde die Sprayer gerne nochmal in 20 Jahren sprechen, wie sie dann dazu stehen. Könnte mir vorstellen, dass das dann auch anders bewertet wird."
So und jetzt darfst Du mich wieder Spießer nennen mit meinem "monetären Rumgeheule".
@andres: berufskrankheit.
@zebra: das beispiel wirkt zwar arg konstruiert, aber im grunde bewerte ich das dann auch anders. trotzdem komme ich bei meiner(!) kosten-nutzen-rechnung auf ein pro graffiti.
Zebra hat recht. Ich mag übrigens keine Züge, die mit Graffiti besprüht sind. Mir scheißegal, ob das Kunst ist oder nicht. Und Schnauzbärte und karierte Hemden kann ich nicht leiden. Auch nicht, wenn sie Graffiti auf ihrer VW-Passat-Garage anbringen lassen wollen.
So.
Echt geil.
Ich schreibe, dass ich der Ansicht bin, dass Leute das Recht haben sollten, sich gegen unerwünschte "Verschönerungen" ihres Eigentums zu wehren und dass ich persönlich quietschbunte Initialien auf Zügen doof finde—
und auf einmal ist mein Papa ein reicher Immobilienbesitzer und wirft mir Geld hinterher. Schön wärs. Die Knete würd ich dann natürlich in meine Gartenzwergsammlung investieren...
In den Köpfen mancher Menschen scheint es echt nur so ca. 3 bis 4 Stereotype zu geben.
Naja, ich hätte es besser wissen sollen, als in die Fudder Comments zu posten. Guts Nächtle.
@fankdaworld: ich bin absolut deiner meinung....habe mich köstlich über deinen beitrag (affe und so) amüsiert.
@kriminellekicksüchtigepseudograffitikünstlerwannabees:
ja ja, mit der bescheuerten kunstkeule um sich schwingen, etwas für legitim erklären, aber den unterschied zwischen legitim und legal nicht verstehen...
mehr hast du nicht drauf, clownfisch, als lediglich zwei schlagworte einbringen. diese - da du den "kriminellekicksüchtigepseudograffitikünstlerwannabees" unvermögen hinsichtlich der auseinanderhaltung der begriffe "legitim" und "legal" unterstellst - erläuterst du noch nicht einmal und wendest sie auf die bisher erfolgte diskussion an. heb' dir deine plakatmalerischen phrasen für die audi a1-präsentationsveranstaltung auf, da erzielen diese möglicherweise die gewollte wirkung.
abgesehen davon: den begriff "legitim" scheinst auch du nicht wirklich verstanden zu haben. fraglich ist, ob du empirische oder normative legitimität meinst, die beiden begriffe können leicht verwechselt werden - auch von mir - aber wenn man legitim einmal mit "den allgemein gültigen gesellschaftlichen normen entsprechend" umschreibt, und ebendiese "allgemein gültigen gesellschaftlichen normen" als bewertungsmassstab in sachen graffiti anwendet...wirst du sehr schnell feststellen können, dass eine vielzahl graffitikünstler und street // urban artists gerade keiner gesellschaftlichen norm entsprechen wollen, sich geradezu gegen eine mehrheitsnorm auflehnen, gegen normkonventionen und autoritäten, ja, rebellieren...
you got me?!
@pivo: danke für den link. sehr geiles Video!
@clownfisch: ich wollt mich hier ja raushalten, aber ich glaube, Du hast den Unterschied nicht begriffen.
Und auch im Umkehrschluss ist m.E. vieles Legale wohl kaum legitim.
Nichts ist starr, Leben heißt bewegen. Auch die Gesetze wandeln sich permanent. Und Du entscheidest, wie rum Du dich wohin bewegst.
Und wenn das die bescheuerte Kunstkeule war, wasn dann deins: die beschränkte Kuschkeule?
und mit der "kunstkeule" schwingt hier niemand, und an street art // urban art kommt auch nicht vorbei, wer freitag- oder samstagabend sich in seine ach so tollen ed hardy casual clothing klamotten stürzt, denn selbst ein massivkommerzunternehmen bedient sich - wenn auch auf einer höchst miserablen ebene - einer motivik-thematik der urban art // street art, und lehnt damit an all den kunstformen und ausdrucksweisen, die du als "illegal" bezeichnest...
"Und wenn das die bescheuerte Kunstkeule war, wasn dann deins: die beschränkte Kuschkeule?"
made my day! :)
[url=http://www.youtube.com/watch?v=FDONq6VW96A&feature=related]
@Keep-it-deep:
Ed Hardy, Audi Präsentation... am Anfang wars die Weißweinschorle.
Echt praktisch so ne, ähem, Diskussion im Inet, da kann man schön die eigenen Vorstellungen über die "Gesprächspartner" legen, wa? Dein Bild von Gegnern illegaler Graffiti scheint ja ziemlich gefestigt zu sein. Wer nicht der eigenen Meinung ist, wird automatisch einem Feindbild zugeordnet.
Manchmal würde etwas mehr RL echt gut tun.
weissweinschorle, kfz-präsentationen und ed hardy-t-shirts zeichnen ein in sich stimmiges gesamtbild. kein kommentar erfolgt ohne bezug zur gesamtheit meiner kommentare. die verwendeten begriffe dienen lediglich zur exemplarischen aufzählung und veranschaulichung. sich einer nüchternen sprache zu bedienen wie beispielsweise ein ferdinand von schirach ist aber auch kein problem. vielleicht beim nächste man. nur für dich. das malen von feindbildern überlasse ich hingegen gerne dir.
p.s. ein wenig "rl" solltest du dir gönnen, möglicherweise aber auch "ml". :P
Dem keep-it-deep ist es ernst mit der Fassadenmalerei! Wird er es schaffen und diese künstlerischen Umtriebe in Freiburg legalisieren? Wird er die Gegner derselben dem Höllenfeuer zuführen können?
Weiss er vielleicht mehr als wir?
Zum Beispiel, dass von Kirchbach selbst des nachts maskiert um die Häuser streicht, um mit seinen Tags "UvK" die Streets zum bomben? Woher dieses ständige "DS" in grün- schwarzen aufdringlichen Lettern, vorzugsweise in der Altstadt an markanten Stellen platziert?
Erst die Geschichte wird zeigen, ob sich die Kulturrevolution durchsetzte, denn die wird ja bekanntlich von den Siegern geschrieben.
hahhahaha und nicht nur der herr von und zu kirchbach, graffiti ist elitären sport!!!
hab gestern rofl tags gesehen!!!
Wenn ihr bis Dezember warten könnt, könnt ihr`s mit ner Schneeballschlacht klären. Ansonsten tut`s auch immer ne Runde Schnipp-Schnapp
lachen ermöglicht es, sich einer welt zu entziehen. und weil ich in einer welt der skullys, rofls, madisons und clownfischs, sprich in einer vergraulichten, glattbetonierten und totgentrifizierten nicht leben mag, in der es nur gedachte abwechlsung unter den genormten einheitsfassaden gibt, verabschiede ich mich von euch und dieser diskussionsrunde mit einem aufrichtigen lachen, welches stark von mitleidvoller anteilnahme an eurem weltanschauungs-monochromismus geprägt ist.
peace!
Haha, immer mit der Ruhe, keeper. Ich bin auf deiner Seite. Du nimmst das ganze schon ziemlich ernst. ;)
was für ne schwachsinnige argumentation, dass man ja auch von werbeplakaten gegen den willen geistig penetriert wird. man kann sich ja auch diese werbeflächen mieten, die man in der stadt zu hauf vorfindet, dann könnt ihr dort soviel "kunst" betreiben wie ihr wollt? ich schüttel mal die wahrsagerkugel...es wird keinen menschen interessieren und die welt keinen deut besser machen. mittags im lidl die tiefkühllasagne kaufen und dann nachts schmierereien veranstalten, oh man...das ist nichts weiter, als die verkappte gesellschaft zu einer anschauung zu vergewaltigen.
noch viel geiler oder lächerlicher finde ich es, wenn diese selbsternannten rebellen atemschutzmasken tragen, wenn sie sprühen...
Clownfisch, Du bist Dir hoffentlich dessen bewusst, dass kommerzielle Werbung (oder: kommerzieller Spam) ohne Rücksprache und stets per Push aufgedrängt wird? Schwachsinnig ist allein Deine Argumentation.
"das ist nichts weiter, als die verkappte gesellschaft zu einer anschauung zu vergewaltigen."
Das ist kein deutscher Satz.
woher nehmt ihr euch eigentlich das scheiß recht raus, eine gesprayte wand als schöner/geistreicher oder wie auch immer für die menschheit zu erklären?! bei soviel ego bekomm ich das kotzen! ich mag den klaren minimalismus und graue wände...
Insgeheim wünschst Du, Clownfisch, Dir, dass Künstler wie Banksy in Deinem Hauseingang ein Kritzelkratzel hinterlassen.
lieber herb, les erst mal meinen beitrag und danach deinen....so und jetzt ein klein bissl nachdenken bitte! dir ist schon klar, dass das eine gleichsetzung in bezug "unfreiwillig" der beiden dinge war?
nein herb, nicht wirklich, nur wenn ich eine rauhfasertapete anschaue, erkenne ich mehr kunst als in jedem graffiti, obwohl sie oftmals wider willens in vielen mietwohnungen "vorherrscht", in die man demnächst einziehen möchte...
"was für ne schwachsinnige argumentation, dass man ja auch von werbeplakaten gegen den willen geistig penetriert wird."
Dieser Satz kann doch nur dahingehend verstanden werden, daß sich eine Gleichsetzung von "aufgedrängter kommerzieller Werbung" und "aufgedrängter (urbaner) Kunst" verbietet. Ersteres ist gut, da gestattete Außenwerbung, zweiteres ist böse, da "illegal". So. Und nun? Ändert nichts daran, daß mich kommerzielle Werbung im öffentlichen Raum auf Schritt und Tritt verfolgt. Fängt bei Lidl an, um bei Deinem Discounter zu bleiben. Hört bei Parteiwerbung auf.
"nein herb, nicht wirklich, nur wenn ich eine rauhfasertapete anschaue, erkenne ich mehr kunst als in jedem graffiti,"
Ein wahrer Freund des Monochromismus.
@herb:
deine worte:
´Dieser Satz kann doch nur dahingehend verstanden werden, daß sich eine Gleichsetzung von "aufgedrängter kommerzieller Werbung" und "aufgedrängter (urbaner) Kunst" verbietet.´ usw.
jetzt wirst du aber sehr polemisch...
ich halte weder das eine noch das andere für gut. aber eine argumentation, dass ja das andere noch viel "schlechter" sei, mache es ja mein ding legitim, halte ich für schwachsinnig und fadenscheinig.
nein, über einen banksy freut der clownfisch nicht, der fände ein mercedes stencil an der toilettentür oder einen dolce & gabana sticker unabgezogen in seiner schreibtisch ablage liiegend obergeil! Heute gibts wieder Guerillamarketing von Media-Markt, geil oder?
Heute um 23.00h kommt auf Arte "Bomb It" - im Film wird die Begeisterung fürs sprayen gezeigt.... Viel Spass beim gucken ;-)
Andrés: "wieso haben typen von der kripo eigentlich immer kurzärmelige karierte hemden an?"
Bitte auch den obligatorischen Oberlippenbart nicht unterschlagen!
alles wird angesprüht, nur wenn ich jemanden suche der mir meine Gartenhütte kostenlos lackiert, ist keiner da.
@pivo:
während du gegen den strom schwimmst, merkst noch nicht einmal, dass du doch in die stromrichtung geschwommen wirst.
und banksy ist cool...
Banksy "cool" finden, aber in einer Rauhfasertapete mehr Kunst als in Graffiti im Allgemeinen erkennen können, Graffiti weder für "legal" noch für "legitim" erklären können, und Graffiti als Kunst erachten mit "Kunstkeule schwingen" gleichsetzen - Du weisst auch nie, was Du willst, Clownfisch! Aber Hauptsache, Banksy ist "cool" und so...!
@herb:
"Banksy "cool" finden, aber in einer Rauhfasertapete mehr Kunst als in Graffiti im Allgemeinen erkennen können...."
deine gedanken und schlussfolgerungen basieren nicht auf einer logik. was hat cool finden mit kunstempfinden zu tun?
ich hab graffiti an sich in keinem satz für illegal oder nicht legitim erklärt. wie kommst du auf diese schlussfolgerung?
ich bin in der lage, die arten der street art zu differenzieren.
Man muss die 50 mille auf das gesamte netz der DB verteilt sehen. ausserdem stimmt es nicht das die reinigung eines zuges, selbst wenn es ein wholecar wäre, enorm teuer ist. der russe der die panels am sonntag in der freiburger abstellanlage säubert nimmt einen schrubber, weicht die farbe mit einem speziellen reinigungsmittel ein und spült das ganze mit dem gartenschlauch ab und rubbelt die fenstergummis nach. dafür braucht er mit zigarettenpause maximal eine stunde. das ausrangieren geht in 15 minuten von statten, ebenso das wiedereinsetzen des wagons. das ist das tägliche brot der rangierer und des 400 euro reinigers.
clownfish:"noch viel geiler oder lächerlicher finde ich es, wenn diese selbsternannten rebellen atemschutzmasken tragen, wenn sie sprühen..."
eine atemschutzmaske garantiert mir eine längere lebenszeit, um soviele graffitis wie möglich zu erschaffen.
okay kidpone, dann verrat mir wo du wohnst, und ich werd dir persönlich nen schönen kackhaufen vor die tür setzen. der kackhaufen und dessen aroma ist ja schnell mit ner schippe und bissl febreze beseitigt. oder du willst es nicht so plump, sondern eher künstlerisch-kreativ, dann mußt du aber warten, bis ich flitzekacke am start hab.
kannste denn deinen namen kacken? nimmste für den sprühsch... dann ne schablone.? bist eher n vogel als n fisch. ich denke du hast mit der materie graffiti mehr am hut als du hier schreibst. ;-)
@ clownbitch: ich wohne in der sehr urbanen hochhaussiedlung in umkirch und würde mich sehr über ein paar deiner exkremente vor meiner tür freuen. um die richtige adresse zu erfahren musst du mir allerdings eine pn schicken. danke im voraus. jnr 4 ever!!!
@tsch clownfish...
solange es triste wände gibt, gibt es farbe.
manche leute sehen ihr komplettes leben nur in grau-weiss.
nicht aber nemo