Am Ende der gestrigen Bildungsstreik-Demo mit rund 1500 Teilnehmern besetzte ein kleiner Teil der Demonstranten für rund eineinhalb Stunden das Gleis 1 am Freiburger Hauptbahnhof. Was hat die Aktion gebracht? 5 Antworten von Tom Peters, Mitglied im Vorstand des uSta der PH.




demonstrieren ist ja schön und gut aber sich dann auf die gleise zu setzen nur damit andere in ihrem tagesablauf gestört werden geht über das erforderliche hinaus. hab selten eine unnützere aktion gesehen.
meinung kundgeben ja, andere so in ihren rechten zu verletzen nein.
pfui!
Was mich vor allem sehr stört, dass auf den Bildern an mehren ecken wieder diverse "AntiFa" und "Kommunismus", "Die Linke", "Jusos" oder "Revolution" Fahnen zu sehen sind.
Was hat das bitte auf einer BILDUNGSdemonstration verloren?
Das hat mich schon im Wintersemester, als ich selber noch aktiv an der Demo teilgenommen habe sehr irritiert. Gibt nichts schlimmeres als dass sich (teilweise) linksextreme Gruppen versuchen mit Hilfe der studentischen Protesten zu profilieren meiner Meinung nach. Denn ich bin auch ganz klar auf der Seite der Protestierenden, aber mit diesen extremen linken kann ich mal gar nichts anfangen!
Herzlichen Dank!
Ich bin aus dem Bildungsstreik draußen.
Wie man -sozusagen- als einer der Anführer des Freiburger Bildungsstreik so eine Aktion gutheißen kann ist mir ein Rätsel.
Wenn man oben in Ruhe das zweite Bild anschaut...aber ne, waren sicher keine minderjährigen Schüler da....
Bevor ich als normaler Demonstrierender in den selben Topf geworfen werde, zahle ich in Zukunft lieber freiwillig die 500 € Studiengebühren.
Wenigstens wissen bei der nächsten Demonstration dann wenigstens alle, warum die Polizei Spalier steht. Gründe habt ihr ihr genug geliefert.
- und ich wüsste nicht warum sich jene Gruppierungen nicht mit den Studenten solidarisch zeigen dürfen in dem sie z.B. eine AntiFa oder Piraten Partei Fahne schwingen.
- schade das die Pünktlichkeit des Bahnverkehrs den meisten wohl wichtiger erscheint als ein gerechtes Bildungssystem. Das stimmt mich persönlich sehr traurig...
ich habe mich auch gefragt wieso das gestern eine antifaschistische aktion gewesen ist, und ob die aufmerksamkeit jetzt mehr "auf die Motive der Demonstrierenden gerichtet worden ist" halte ich für fragwürdig..
"Linksextreme Antifas haben da echt nix verloren"
Was zeichnet denn bitte diese "Gruppen" aus? In Deutschland scheint inzwischen alles EXTREM zu sein, was außerhalb der Mainstream Meinung ist. Die Antifa ist zunächst auch nur eine Gruppierung mit höchst heterogenen Ansichten, Meinungen und auch sehr unterschiedlich in ihrer "Aktionsbereitschaft". Was sie alle auszeichnet ist ein entschiedenes Ablehnen von Sexistischen, Rassistischen und Antisemitischen Meinungen und die Motivation diese Tenedenzen aktiv zu bekämpfen- was ja so zunächst nicht unbedingt abzulehnen ist. Aber egal- wieso dürfen diese Personen nicht für ein "gerechteres Bildungsystem eintreten. Ich hab auch einige Probleme mit vielen Meinungen die auf Demos vertreten sind, und viele Aktionen gehen mir zu weit, darum geht es aber nicht. Ich finde viel erscheckender mit welchem Elan und heftigkeit immer wieder versucht wird, Menschen die sich aktiv für die Veränderung offensichtlicher Missstände einzusetzen, niedergemacht und angegriffen werden, über die Aktion von gestern kann man natürlich streiten, ich finde es primär aber begrüßenswert, dass es noch Menschen gibt die nicht nach dem Prinzip "ist doch eh alles zu spät" leben. Obwohl man doch den Eindruck bekommen könnte jeder weiß wies nicht geht. Aber dass wir im Bereich der Bildung wie auch in vielen anderen Bereichen auf eine Katastrophe zusteueren (zwei Klassengesellschaft/entdemokratisierung/schleichender Abbau von Rechtsstaatlichkeit/ Ressourcenknappheit usw) das ist ja egal. ABER DIESE RANDALIERER DIE SOLLTE MAN ENDLICH MAL RICHTIG EINKNASTEN dann herrscht wieder Ordnung und die Bahn fährt pünktlich!
"Wenige sind imstande, von den Vorurteilen der Umgebung abweichende Meinungen gelassen auszusprechen; die Meisten sind sogar unfähig, überhaupt zu solchen Meinungen zu gelangen." Albert Einstein
@Ephiran
Es wäre interessant zu erfahren, woraus du diese Schlussfolgerung ziehst - oder sind es letzten Endes doch nur unhinterfragte Populismen, die du hier wiedergibst?
Analog zu deiner "Argumentationsstruktur" könnte ich behaupten, dass deine destruktive, dialogzerstörende Art der Kommunikation auf ein ebenso kaputtes psychisches Innenleben hindeutet und du nun mit diesen geistigen Absonderungen aus dem von dir selbst geschaffenen geistigen Gefängnis wenigstens für ein paar Sekunden zu entfliehen versuchst.
@Ephrian
"Und die gleichen Leute vermummen sich dann wieder, wenn es ein bisschen kälter geworden ist, zünden Autos an und erschlagen mit irgendwelchen Steinen dann einen Polizisten ... und am Ende feiern sie sich selbst. Hier geht es doch nicht darum etwas zu verändern, sondern um einen Adrenalin-Kick."
Ähm wieviele Autos haben in Freiburg in den letzten 5 Jahren gebrannt? Ich glaube es war eins- Wann wurden jemals Steine gegen Polizisten eingesetzt? Ich will nicht leugnen dass es vereinzelt Personen gibt die tatsächlichen wegen einem Kick oder wegen dem Spaß auf eine Demo gehen. Aber darf eine Demo nicht auch Spaß machen? Zu behaupten dass 300 bzw. 1500 Menschen nur Randale wollen, ist glücklicherweise falsch, sonst würde die statt tatsächlich brennen.
Du scheinst es dir ziemlich einfach zu machen oder du schaust einfach nur zuviel Pro Sieben und Sat 1 die sich wie Asgeier auf jede kleine Gewaltmeldung stürtzen und diese dann wieder und wieder zeigen, Inhalte Argumente und Kritik an den aktuellen Verhältnissen scheinen denen und dir zu kompliziert zu sein. Es lebt sich ja sooo schön auf dem hohen Ross und als draufhauender Forist
PS: Ich war nicht bei der Aktion gestern!
ES war KEINE antifaschistishce Aktion nur weil drei Leute von denen dabei waren und ne Fahne dabei hatten.
Auch nicht von LINKEN, Jusos Piraten oder sonst irgendeiner Gruppe diese Menschen verbindet der Unmut über die Zustände des Bildungssystems. Nicht mehr und nicht weniger.
das war wirklich ne saumäßig unnütze aktion welche eher unbeliebt gemacht hat. wenn ich hier sowas lese:
BadeInsel
"schade das die Pünktlichkeit des Bahnverkehrs den meisten wohl wichtiger erscheint als ein gerechtes Bildungssystem. Das stimmt mich persönlich sehr traurig..."
was hats euch denn gebracht? in anderen ländern wären sie froh wenn sie so ein bildungssystem wie wir in deutschland hätten. mich hat s jedenfalls gewaltig angepisst, da ich statt 1std45min ganze 2 std im stehenden "wohl temperierten" zug verbringen musste.
da bin ich mal gespannt wieviele tage vergehen werden bis diese "erfolgreiche" aktion wieder vergessen ist.
war da nich mal was?
sollte mal ordentlich geld kosten für die demonstranten, sprich die eltern, damit die stöpsel sowas nicht nochmal machen
Stellungnahme des UStA der PH Freiburg zur Gleisbesetzung am Hauptbahnhof Freiburg
Im Anschluss der Bildungsstreik-Demo „Mut zur Wut! Für ein sozialgerechtes und demokratisches Bildungssystem“ am 9. Juni 2010 in der Freiburger Innenstadt, kam es zu einer spontanen Gleisbesetzung am Freiburger Hauptbahnhof durch circa zweihundert Demonstrierende.
Aufgrund des Mangels ernst zu nehmender Reaktionen der Regierenden auf die massiven Bildungsproteste im letzten Jahr, begrüßen wir die Gleisblockade als begrenzte Regelüberschreitung des Zivilen Ungehorsams. Dem UStA der PH Freiburg zeigt diese ungeplante Aktion, dass die Grenze der Toleranz bei vielen Bildungsstreikenden gegenüber dem Versagen der Bildungspolitik erreicht ist.
Strategien des rein symbolischen Protests haben sich in der Vergangenheit als unzureichend erwiesen. In Hessen haben erst Autobahnblockaden zur Abschaffung der Studiengebühren geführt. Der UStA der PH Freiburg möchte keine Eskalation der Proteste herbeiführen und setzt weiterhin auf einen konstruktiven Dialog mit den Regierenden. Wir sprechen aber auch den Gleisblockierern, den Verletzten und den Festgenommen unsere uneingeschränkte Solidarität aus und fordern die Behörden auf, auf eine Strafverfolgung zu verzichten.
Zitat Badeinsel: "- schade dass die Pünktlichkeit des Bahnverkehrs den meisten wohl wichtiger erscheint als ein gerechtes Bildungssystem."
Nun, wenn es so wäre dass unser Bildungssystem umgekehrt proportional zur Pünklichkeit der Bahn wäre, dann würden wir wohl Pisa-mässig ganz vorne mitmischen.
So frage ich mich nur, was das Eine mit dem Anderen zu tun hat und wie dienlich verärgerte Passagiere - die weder einen Einfluss darauf haben noch etwas dafür können - der Sache wohl waren.
So - ich gehe jetzt Nachbarn ärgern - die können zwar auch nichts dafür, aber ich bin meinen Frust los
Was für eine unnötige und unnütze Aktion!!!
Wenn diese nichts nützigen Zeckenzüchter morgen wieder auf den Gleisen sitzen, und ich meinen Zug nicht bekomme, dreh ich durch!
@BadeInsel: Mich macht das auch traurig. Als Gott das Hirn vom Himmel warf haben es manche Leute, wie Ralph, eben mit der Mistgabel aufgefangen. Was will man machen. Damit muss man leben. Sie werden den Zusammenhang zwischen einem gerechten Bildungssystem und der gesamten Gesellschaft - aka ihrem eigenen Wohlergehen und dem ihrer Kinder - nie erkennen.
Es ist einfacher sich über zwei Stunden Warten aufzuregen.
Aber, und da bin ich mir sicher: die jetzt hier von der BZ geschürte Empörung trifft sicher nicht auf den Großteil der Freiburger zu.
Rofl...
Mein Nachbar will auch nicht einsehen, wieso ich als gesellschaftspoltisch engagierter Mensch und Atomkraftgegener nun seine Garage blockiert habe.
na ja - ist wahrscheinlich auch ein Egoschweinchen mit zu wenig Gehirnmasse, der das Verhältnis von den wirklich wichtigen Dingen in der Gesellschaft zum eigenen belanglosen Wohlergehen einfach nicht begreifen will ...
Bislang stand er der Atomkraft ja auch eher kritisch gegenüber, aber jetzt meint er, Leute die so reagieren könnten vielleicht doch nicht so ganz Bescheid wissen
...
"Ich selber habe gestern geflyert..."
So viel zur "Bildungsdemonstration" des usta-Vorstands :-)
Schon klar, Biber.
Aber das Blockieren einer einzelnen Garage hat leider nicht die mediale Wirksamkeit wie die oben besprochene Aktion.
Wenn du all deine Kumpels und deren Kumpels anrufst und mit ihnen 200 Garagen blockierst, dann könnten wir anfangen Vergleiche zu ziehen.
Bis dahin dürfen wir weiter brav gegen alles sein, das uns ein Eckchen aus unserer Alltags- Krone bricht.
diskutiert, tauscht meinungen aus, vor allem aber bringt sinnvolle argumente.
nicht sinnvoll: in anderen ländern geht es den leuten viel schlechter, die wären froh. so etwas ist ein simpler abwärtsgerichteter vergleich und komplett sinnfrei. ich kann zur verdeutlichung mal ein paar beispiele ansetzen (obwohl ich eigentlich keine lust habe, fürchte aber es ist nötig). ein dummes beispiel zuerst, kann ich mir nicht verkneifen:
andere länder wären froh wenn sie so eine nationalmanschaft hättten, also was diskutiert ihr über \"unsere\" manschaft?
andere menschen wären froh wenn sie überhaupt digitalkameras hätten, also was beschwert ihr euch, dass euch die polizei vom bahngleis verscheucht hat und das fotografieren verboten hat?
usw.
@cabom
...gähn....dont feed the trolls?
@biber+@ROFL
geile idee - wenn alle tiefgaragen in der stadt besetzt werden, regen sich ähnlich viele leute auf und es kommt zu einer diskussion ;-)
es existiert ja der spruch "es gibt keine schlechte publicity", vielleicht ist ja was drann...
Rofl:
Zitat "Wenn du all deine Kumpels und deren Kumpels anrufst und mit ihnen 200 Garagen blockierst, dann könnten wir anfangen Vergleiche zu ziehen."
Jetzt habe ich die ultimative Idee:
Ihr blockiert euch einfach massenhaft gegenseitig - dann habt ihr
1. die nötige Publicity, und
2. werden keine an der Misere völlig unschuldigen beeinträchtigt (die ja eigentlich durchaus auf eurer Seite wären aber leider auch nichts dran ändern können..)
Zitat "...gegen alles sein, das uns ein Eckchen aus unserer Alltags- Krone bricht."
Ach, weisst du, ich habe schon dank \"liebevoller\" Politiker und anderer Zeitgenossen so viele \"Eckchen aus meiner Alltagskrone\" verloren, dass ich schon ganz rundgeschliffen bin - und so richtig aalglatt mochte ich eigentlich nicht werden !
"aber daraus haben sich Gespräche ergeben, und dann hat man eben über die Ursachen für so eine Blockade geredet. Mit den Leuten, die Lust hatten, sich wirklich damit auseinanderzusetzen und mal darüber nachzudenken, mit denen hat man dann auch Argumente gefunden und den politischen Missstand aufarbeiten können."
OMG, diese Idee. Erst mal themenfremden Krawall machen, hauptsache Aufmerksamkeit, "es gibt keine schlechte Webung" (Zur Erinnerung: Bahn hat nix mit Bildung zu tun!), dann im einzeltherapeutischen Gespraech die Leute ueber den gesamtgesellschaftlichen Kontext aufklaeren, und sich ueber diejenigen freuen die dann (durch Aktion und Missionierung) das richtige revolutionaere Bewusstsein erlangt haben?
Was das gebracht hat? Bekannte sind um 1 Uhr nachts statt um 22 Uhr im Hotel in Hamburg angekommen.
-
Jeder der Gleisbesetzer müsste soviel Strafe zahlen, das keiner das nochmal macht.
@truth
lol...............ich hätte gerne mal deine Meinung zu dieser Gleisbesetzung gehört, wenn du dadurch den Zug verpasst hättest und damit ein Vorstellungsgespräch für einen unbefristeten Arbeitsplatz.
Deswegen bleib ich dabei. Das nächste mal alle wegsperren und saftige Geldstrafen verteilen.
"- schade dass die Pünktlichkeit des Bahnverkehrs den meisten wohl wichtiger erscheint als ein gerechtes Bildungssystem."
Das ist einfach anmaßend. Wer entscheidet denn, wessen Prioritäten wichtiger sind? Derjenige, der anderen die Einschränkungen zumutet? Sorry, aber das ist absolutistisch, egoistisch und undemokratisch. Es haben Leute richtig Geld verloren (Flugticket), mussten umdisponieren (Babysitter) und haben Termine verpasst. Witzigerweise in der Mehrheit Leute, durch deren Steuern das Bildungssystem gestützt wird. Und die Mär, dass dadurch Öffentlichkeit geschaffen wurde ist Quatsch. Das mag zutreffen, wenn man auf der Bismarckallee demonstriert, wogegen ja niemand was hat. Aber wenn Leute zwischen Karlsruhe und Basel plötzlich nicht mehr weiter kommen, dann wird kein Bewusstsein für Bildungspolitik geschaffen, eher Besorgnis um die Bildungsfähigkeit der Protagonisten.
Ich würde von den Studenten witzige öffentlichkeitswirksame Aktionen erwartet. Aber nicht so einen destruktiven Humbug.
Nochmal: Wenn die Unpünklichkeit der Bahn entscheidend für unser Bildungssystem wäre, dann hätten wir doch wahrlich paradiesische Zustände für alle Bildungswilligen.
Ich fürchte aber, da haben ein paar Ursache und Wirkung völlig falsch beurteilt - die Bahn hat NICHTS damit zu tun, ebensowenig wie die Reisenden, die - man glaubt es ja schwer - sicher nicht alle per se Bildungsgegner sind und deshalb auch die falschen Adressaten waren
(Ach, bin ich glücklich über die Editierfunktion, da kann man die wahre Bildung sogar durch mehrfaches (!) Korrigieren von Fehlern mal so richtig ausnutzen. Danke, fudder !)
Das ist so typisch deutsch! Kämpft für eure Ziele, aber bloß nicht die Regeln dabei überschreiten. Die letzten Jahre haben ja gezeigt, dass die Studenten bisher absolut nichts erreicht haben und es die Verantwortlichen einen Scheiß interessiert. Wenn die Bildung leidet, leidet im Endeffekt der sozial Frieden und auch die gesamte Volkswirtschaft. Ich halte dieses Thema deshalb für immens wichtig und etwas Solidarität für angebracht.
Verurteilt ihr eigentlich auch die, die für mehr Lohn streiken, weil sie ausgebeutet werden? Gieriges, unverschämtes Pack! Schließlich führen Streiks auch meist zu Behinderungen und Unannehmlichkeiten (Lokführer, Piloten, etc.).
Ich finde, man sollte sich nicht so aufregen, nur weil der Zug mal Verspätung hatte. Die meisten von euch waren warscheinlich noch nicht mal betroffen. Stattdessen solltet ihr euch vielleicht mal Demos in anderen Ländern anschauen. Da wird meist mit viel härteren Bandagen gekämpft wie und somit auch mit mehr Erfolg
manche leute denken doch einfach nicht nach draüber was sie hier schreiben.
"ich bin ne stunde zu spät gekommen, jetzt will ich das 200 leute jahrelang schulden abzahlen müssen"
hallo?
@Andromedos
Witzige Aktionen wie diese hier
http://www.bildungsstreik2009-freiburg.de/2010/06/flashmob/
Die hat nur leider überhaupt keine Resonanz gebracht.
@ex student: Es drängt sich der Eindruck auf, dass 1500 Leute, die den harten Kern darstellen, immer die Demonstranten darstellen.
Ich würde mir dann halt von der Studierendenschaft wünschen, dass die alle mit Maus und Mann über die Straße ziehen. In Freiburg gibt es 25.000 Studierende und viele Hiwis, die das Recht hätte zu demonstrieren. So und jetzt mal 3-4 Tage hintereinander alle Studierenden auf die Strasse. DAS würde Eindruck machen. Aber solange immer dieselben Rabatz machen, werden die Demonstrationen nicht ernst genommen, weil ja anzunehmen ist, dass dem grössten Teil der Studierendenschaft die Ziele der Demo ja nicht so wichtig ist. Und damit erübrigt sich auch die Frage, ob so eine schwachsinnige Aktion einiger weniger, die die Studierenden anscheinend ja nicht repräsentieren, gerechtfertigt ist. NEIN.
@FB: Naja Aufklärungsliteratur der 70er mit Hesse und Brecht sind ja heutzutage so anziehend wie ausgelatschte Birkenstocks.
@Andromedos
Ok, dann hier ein zwei weitere Beispiele, die in der Öffentlichkeit leider wenig Resonanz fanden:
http://www.bildungsstreik2009-freiburg.de/2010/05/gegengipfel-am-17-mai/
http://www.bildun[..]
Abgesehen glaube ich kaum, dass es an den Werken selbst lag. Welche Werke hätten denn deiner Meinung nach für die Aktion verwendet werden sollen?
@ex-student: wie ich schon mal geschrieben habe, ist es was völlig anderes, wenn bei arbeitskämpfen der lokführer/piloten/busfahrer der bahnverkehr/luftverkehr/nahverkehr lahmgelegt wird, da der druck dann auf die verantwortlichen ausgeübt wird. in solchen fällen haben auch nicht wenige betroffene kunden verständnis für solche aktionen.
in diesem fall aber wird kein druck auf verantwortliche ausgeübt, sondern auf unbeteiligte. wie c.h. schon oben anmerkte "bahn hat mit bildung nix zu tun".
dein vergleich ist deshalb absolut untauglich!
wenn du mit harten bandagen kämpfen willst, dann tu das, kämpfe aber gegen die richtigen.
Die Frage ist doch: ist das ganze hier im Prinzip (der) Klassenkampf, und Bildung ist nur ein Aspekt davon (wie auch andere: Loehne, oder Steuern, oder Mitbestimmung, oder oder oder). Wenn man das so sieht, ich nenn es mal klassisch-links, dann hat natuerlich alles mit allem zu tun, und die Strategien und Taktiken sind seit ueber 100 Jahren bekannt. Und dann kommen halt solche Aktionen, und auch solche Argumente heraus, wie sie hier von den Befuerwortern dargestellt werden. Mit anderen Worten: mit dieser Weltanschauung ist das eben alles logisch und richtig und konsequent, und man hat es halt kapiert und gehoert zu den Guten, oder zu den anderen. Egal was das Anliegen oder das spezifische Problem ist, die allgemeine Loesung steht bei Marx oder Nachfolgern, das konkrete Anliegen ist nur ein beliebiger Ausloeser fuer die immer gleichen stereotypisierten Argumente. Nochmal: nach dieser Logik ist Bahn und Bildung zu vermischen kein Widerspruch, sondern volkommen richtg und angemessen.
Wenn man dagegen die Dinge anders sieht (nennen wir es mal: spezifischer), dann wird Bildung unter Bildung behandelt, Umwelt unter Umwelt, und Verkehr unter Verkehr. Und dann ist diese Aktion dumm und schaedlich fuer das im Prinzip gute (Bildungs)-Anliegen, weil die Themen vermischt werden und der Einzelaspekt dadurch an Glaubwuerdigkeit verliert.
Es gibt natuerlich noch mehr Sichweisen: Mit den Stammtischparolen mag ich mich nicht auseinandersetzen, und auch nicht mit dem egoistischen "aber ich will meinen Zug kriegen".
Ich finde meine Sichtweise (natuerlich) am besten hier wieder: http://www.piraten-freiburg.de/blog/2010/06/10/piraten-freiburg-fuer-mehr-bildung/
@christianhauck: "und auch nicht mit dem egoistischen aber ich will meinen Zug kriegen".
Das heißt mit anderen Worten: Der finanzielle Schaden, den ich anderen zufüge ist mir scheißegal. Wer ist hier denn der Egoist?
Danke für die sehr erhellende Klarstellung und den ungetrübten Blick auf Ihre gesellschaftliche Einordnung.
Ich bin selbst Pendler, jeden Tag knapp 1 1/2 Stunden im Zug. Ich bezahle im Jahr 2800 Euro, und aergere mich uber "Signalstoerungen", ausgefallene oder gekuerzte Zuege, ich muss stehen etc. Mir tun die verzweifelten aber trotzdem egoistischen Selbstmoerder leid, aber auch die traumatisierten Zugfuehrer oder aergerlichen Reisenden (weshalb ich die Selbstmoerder Egoisten nenne).
Aber es gibt genuegend gesellschaftliche Probleme, und Aktionen, wenn und soweit angemessen (das war es hier nicht), finde ich legitim. Selbst wenn Unbeteiligte leichten finanziellen Schaden erleiden. Gott bewahre uns vor amerikanischen Schadensersatzverhaeltnissen.
Mein Geschreibe ging vor allem gegen den dumpfen Klassenkampf.
rofl:
"die jetzt hier von der BZ geschürte Empörung trifft sicher nicht auf den Großteil der Freiburger zu."
Da stimme ich mit dir vollinhaltlich überein - der Grossteil der Freiburger stand nämlich auch nicht am Bahnhof und wollte dort mit der Bahn fahren...
Christian Hauck
"Aber es gibt genuegend gesellschaftliche Probleme..."
Ja, und wenn wir die alle auf den Gleisen lösen wollen wird es aller Vorraussicht nach künftig ein klein wenig schwierig...
Irgendwo wurde ja hier auch argumentiert, dass das Ganze dazu dienen sollte Bürger zum Nachdenken anzuregen.
Dieses hat bei mir in der Tat auch funktioniert - wenn auch nicht übers Bildungssystem.
Aber, da meine folgenden dadurch ausgelösten kleinen Überlegungen zum einen von der Bahn handeln, zum anderen doch sehr philosophisch-logisch-semantische Betrachtungen sind, ist der Bezug - auch zur Bildung - doch wieder hergestellt und somit keineswegs ein-gleisig :
:-))
Ja, fiel mir doch kürzlich gerade an Gleis 1 folgender Hinweis auf:
"DIESER ZUG HÄLT NICHT ÜBERALL"
Welch eine allumfassende und zugleich überaus mystische Aussage !
Ein Zug, der nicht "überall" hält ?
Und wie sieht denn dann ein Zug aus, der "überall" hält ?
Haben wir hier ein Raum-Zeit-Kontinuum ?
War es gar Vorraussicht auf die kommende Aktion ?
Würde mich ein solcher Zug an JEDEN Ort bringen, da er ja ÜBERALL hält ?
Ein Paradoxon, denn wenn er überall HÄLT kann er ja wiederum nicht in Bewegung sein.
Zumindest SEHR nachdenklich zurückgeblieben - Dank an euch, liebe Demonstranten
Biber
die vermischung der bildungsanliegen, für die man immer eine breite mehrheit begeistern kann, mit klassenkampfrhetorik, mit der man - siehe linkspartei - im südwesten schwierigkeiten mit der fünfprozenthürde bekommt, ist eine art freiwillige selbstmarginalisierung der demonstranten und drängt den schluß auf, dass da entweder nur die linke demonstriert, oder aber eine menge der demonstranten honks sind, die nicht kapieren, wie wichtig message-hygiene in so einer situation ist.
@christianhauck: Es geht darum, dass ich von zwei Fällen weiß, wo Leute nach Frankfurt zum Flughafen wollten, den Flug verpasst haben und auf den Ticketkosten sitzengeblieben sind. Desweiteren Stornokosten für Hotel.
Es geht nicht nur um eine Verspätung von ein paar Stunden, sondern um verpasste Reisen und enorme (vierstellige) Kosten hierfür. Ich finde die Herabwürdigen legitimer Interessen anderer hier egoistisch und rücksichtslos. Es gibt genug Studenten und Mitmenschen, die für ihre Reise lange sparen müssen und für die ein verpasster Flug eine Katastrophe ist. Versetze Dich mal in deren Lage.
Es ist einfach zu sagen: "Ich habe so ein hehres Ziel, das ist für unsere Gesellschaft enorm wichtig." Aber ganz ehrlich: Es geht um Geld, oder? Geld für Bildung. Jawoll, unterschreibe ich sofort. Das sollte ich aber im Einvernehmen mit denen tun, die mir das Geld zur Verfügung stellen (Steuern) und möglichst nicht durch meine Aktionen Leuten Schaden zufügen.
Und ich frage nochmal: Wo ist denn die große Unterstützung der Freiburger Studierendenschaft. Ein solches Thema muss doch alle hinter dem Ofen hervorlocken? Solange es immer nur ein paar Hansel sind, bleibt der Protest da, wo er ist: In der Schmuddelecke gesellschaftlicher Randthemen. Und das ist die Verantwortung der Studierenden das zu ändern. Solange es aussieht, als würden nur notorische Querulanten auf der Straße demonstrieren, wird das in Stuttgart und Berlin nicht gehört.
christian
danke, aber da vermisse ich doch eine angemessene Menge Esoterik und Marx (nicht der mit den Indianern !) bei der Beleuchtung des Problems
;-))
sorry, aber ich will mich nicht zum Fuersprecher der Gleisbesetzer machen. Ich haette es legitim gefunden in den erfundenen extremen Faellen: illegaler gefaehrlicher Castortransport durch Freiburg, oder Privatisierung und Verkauf der Bahn an einen rusischen Mafiosi-investor, der dann die Preise verdoppelt. Und das sind so grosse Dinge, dass ein verpasstes Flugzeug, und vierstellige Kosten im Vergleich dazu klein erscheint.
q christian
entschuldige, wenn ich jetzt pingelig werde...
"gefährlich" ist ein Castortransport immer, "illegal" dürfte schwierig werden ("legal" ist ja per se ohnehin alles, was der Staat tut),
und im Falle des Verkaufs der Bahn an russische Mafiosi dürfte die Einschränkung beim Bahnfahren hinterher deutlich grösser sein als beim Protest...
Aber ich weiss, was du meinst - selbstverständlich gibt es Gründe für eine Gleisbesetzung - aber in diesem Falle war es schwachsinniig, da nun wirklich keinerlei Bezug zu den Betroffenen bestand
@christianhauck: Dann sind wir uns ja weitgehend einig. Bei den von Dir geschilderten Beispielen ist die Ausgangslage eine andere.
Ist nicht alles legal was der Staat tut. "Gewalttaeter Sport" Datensammlung war jahrelange Praxis, illegalerweise, und wurde gerade erst kuerzlich im Hau-Ruck-Verfahren legalisiert (BKA-Ermaechtigungsgesetz).
@offtopic
also einen castortransport als "gefährlich" zu bezeichnen ist wirklich gewagt. was soll mit dem ding passieren, ein ufo fällt drauf? das ist der stabilste behälter, der auf diesem planeten je existiert hat, da ist ein leo2 eine tupperschüssel gegen. und es ist ja nicht so, als wären da die apokalyptischen reiter drin, wenn er aufgeht kommen ein paar roboter und sammeln den scheiß wieder ein.
Original von Anonymus, veröffentlicht auf bildungsstreik-freiburg.de
"Es ist unglaublich was für eine egozentrische Ignoranz hier und in anderen Foren die Oberhand gewinnt.
Bildungsstreikende dürfen soviel protestieren wie sie wollen, solange es niemand ernsthaft tangiert, am besten im Keller des Studentenwohnheim. Proteste sind geduldet solange sie nicht unbequem werden. Genau das macht es ja für die Politiker so einfach diese Menschen und ihre Anliegen zu ignorieren und mit Augenwischerei die Öffentlichkeit zu täuschen.
Alle sprechen immer davon, dass die Ziele des Bildungsstreik ja schon toll seien, aber wenn man selbst von den Protesten betroffen ist, ist es auf einmal so viel wichtiger pünktlich anzukommen. Dieses warten am Bahnhof ist eine unzumutbare Einschränkung. Komisch wie da die Prioritätensetzung angelegt wird. Das ist für mich unverständlich!
In diesem Sinne, Selbstbestimmung wird erkämpft, die Erfahrung hat gezeigt, dass sie nicht erbettelt werden kann!"
\"...als wären da die apokalyptischen reiter drin, wenn er aufgeht kommen ein paar roboter und sammeln den scheiß wieder ein.\"
So wie gerade in Asse ?
Ach ja, und ist bei den Atomkraftwerken ja auch nicht anders - nur der Radius ist ein klein wenig grösser.
- und ist ja auch nur Stromabfall drin...
@FB "Genau das macht es ja für die Politiker so einfach diese Menschen und ihre Anliegen zu ignorieren und mit Augenwischerei die Öffentlichkeit zu täuschen".
Verschwoerungs-"Wir sind die Guten" - Denke in Reinkultur. Als ob es "die Politiker" gaebe. Und als ob jeder, der die Unsinnsaktionen ablehnt das wegen der Zugverspaetungen so sehen wuerde.
Bildungstipp:
1. Manichäismus z.B. auf http://is.gd/cLza7
2. erkenne Dich selbst.
@christianhauck
Der Beitrag von Anonymus bezieht sich meiner Meinung nach ziemlich eindeutig
1.) nicht auf alle Kommentare, sondern nur auf einen großen Teil der Kommentierenden. Und ich habe auch hier auf fudder schon sehr viele Beiträge gelesen, in welchen die Verspätung als wesentlicher Kritikpunkt genannt wird.
2.) nicht auf "die Politiker" als verschwörende Gruppe, sondern fasst "die Politiker" als Stellvertretung für die Menschen auf, die politische Entscheidungen maßgeblich beeinflussen können. Dies kann meiner Meinung nach durchaus eine etwas größere Gruppe sein, die formal betrachtet nicht mit dem Berufsstatus "Politiker" übereinstimmen muss. Wesentlich in dem Beitrag von Anonymus ist, dass es in der Vergangenheit sehr leicht gewesen ist, die Forderungen der Bildungsstreikenden zu ignorieren, da sie zwar von einer großen Menge getragen wurden (wenn meiner Meinung nach auch häufig nicht klar war, was eigentlich unter den Forderungen verstanden wurde), aber das weitestgehende Ignorieren meistens der bequemste Weg war. Dies lässt sich aus meiner Sicht sowohl auf Bundesebene, siehe z.B. den Bologona-Gipfel von Schavan, als auch auf lokaler Ebene - in diesem Fall kann auf die Trägheit des Rektorats der Uni Freiburg verwiesen werden - beobachten.
ich war bisher auch immer im bildungsstreik aktiv,halte es auch weiterhin für essentiell,aber dann bitte konstruktiv!man sollte meinen,dass bildung wirklich zum luxusgut geworden ist,wenn man sieht wie wie die aktion verlaufen ist.zeichen setzen kann man auch anders!
zwei punkte gibts für mich besonders zu kritisieren:erstens ists ja grundsätzlich in ordnung wenn auch leute mitlaufen deren intention eher auf der unzufriedenstellenden gesamtgesell.lage liegt.meines erachtens muss das aber auch in nem gewissen zsh.zur bildungspolitik stehn (..denn wenn dann noch die rede vom sparpaket und afghanistan ist (siehe artikel in der bz),stellt sich für mich die frage ob damit das eigentliche ziel der demo nicht verwässert wird und unbewusst ne plattform für linksextreme aktionen geschaffen wird).
zweitens hab ich sehr wohl leute aus der primar- und mittelstufe gesehn (das foto oben bestätigt das auch).gerade die leute von der ph (zu denen ich auch gehöre) sollten als angehende lehrer auch ne gewisse verantwortung an den tag legen..dass demos inzwischen schon zu ner art mainstream werden,weils einfach gut rüber kommt,ist wenig effektiv.
\"Alle sprechen immer davon, dass die Ziele des Bildungsstreik ja schon toll seien, aber wenn man selbst von den Protesten betroffen ist, ist es auf einmal so viel wichtiger pünktlich anzukommen. Dieses warten am Bahnhof ist eine unzumutbare Einschränkung. Komisch wie da die Prioritätensetzung angelegt wird. Das ist für mich unverständlich!"\
Zitat von FB (Original von Anonymus, veröffentlicht auf bildungsstreik-freiburg.de) / Freitag, 11.06.10 15:51
Drehen wir den Spieß mal um - bitte mal kurz über folgendes (zugegebenermaßen etwas realitätsferne) Szenario nachdenken:
Alle (!) an der Gleisbesetzung beteiligten Personen möchten zeitgleich an den gleichen Urlaubsort fliegen und nutzen die Möglichkeit mit dem Zug zum Flughafen Frankfurt zu kommen. Der Urlaub kostet pro Person (wir sprechen hier meist von Studenten/Schülern mit geringem bis gar keinen Einkommen) 800,- Euro. Diese Summe musste von jedem mühsam zusammengespart werden (Geldgeschenke zum Geburtstag von Omi/Opi, etc) Und nun das Unglaubliche - auf dem Weg zum Flughafen kann der Zug in Karlsruhe leider nicht weiter fahren weil die Gleise besetzt sind. Die Gleisbesetzer dort sind Rentner, die keine weiteren Rentenkürzungen mehr in Kauf nehmen wollen. (Die Renten und die Deutsche Bahn haben auch hier nichts miteinander zu tun - es geht bei der Aktion lediglich darum Aufmerksamkeit in den Medien und bei der Bevölkerung zu erlangen)
Das traurige Ende: Keiner der Gleisbesetzer aus Freiburg kann seinen zu Recht wohlverdienten Urlaub antreten weil der Flieger verpasst wurde...
Ich bezweifle, dass einer der Gleisbesetzer aus Freiburg reinen Gewissens sagen kann, dass er diese fiktive Aktion vor dem Hintergrund des eigenen verpassten Urlaubs gutheißt. Und deshalb kann ich verstehen, dass sich betroffene Bahnreisende über die Aktion am vergangenen Mittwoch aufregen...
Was ich allerdings nicht verstehen kann, ist die "Unverständlichkeit bzw. die veränderte Prioritätensetzung" wie sie von Anonymus auf bildungsstreik-freiburg.de angeprangert wird - wie ich oben bereits geschrieben habe kann ich mir nicht vorstellen, dass Sie und auch andere Personen, welche kein Verständnis für betroffene Bahnreisende haben, selbst Verständnis in dem von mir erfundenen Vorfalls aufbringen könnten.
Ich will mit diesem Beitrag niemandem zu Nahe treten. Wenn ich jemandem etwas zu Unrecht unterstelle dann möchte ich mich dafür entschuldigen. Unser Bildungssystem wag wohl in seiner derzeitigen Situation nicht das Optimum sein. Und meine Hochachtung vor Leute die sich dafür auf die Straße begeben. Aber bitte dann nicht wunder wenn einem plötzlich Unverständnis, fehlende Unterstützung u. ä. entgegenschlägt. Erst Recht nicht wenn man selbst auch kein Verständnis für (a)Andere (Meinungen) aufbringen kann...
Bye Alcas
Dass jemand seinen Urlaubsflieger verpasst, weil die Bahn Verspätung hat, ist ziemlich unrealistisch. Man kalkuliert als verständiger Mensch, der schon mal Zug gefahren ist, Verspätungen mit ein, die regelmäßig vorkommen, und man ist auch regelmäßig nicht zwei bis drei Minuten vor Abflug am Flughafen, sondern zwei bis drei Stunden.
Das einzige, was ich an der Aktion kritisiere, ist die Selbstgefährdung der Gleisbesetzer.
Proteste, die nicht spürbar sind, haben bisher zu nichts geführt.
Sollen die berechtigten Forderungen durchgesetzt werden, dann müssen sich die Protestformen ändern - und sie werden sich ändern, selbst wenn Dirty-Harry und RCDS über den "Vertrauensbruch" echt empört sind.
Denn das Vertrauen der Gesellschaft in die Politik ist bereits zerstört.
sind wir mal froh dass wir keine amerikanischen Verhaeltnisse haben. Dann muesste nur ein Urlaubsflieger gegen die Demo-Verantwortlichen auf "entgangene Lebensfreude" klagen, einen passenden Richter finden, und waere mit etwas Glueck um hunderttausende oder Millionen reicher.
Ja ja, ist uebertrieben, aber nicht viel.
Zitat: "Denn das Vertrauen der Gesellschaft in die Politik ist bereits zerstört."
Wann war das denn noch nicht der Fall ? Grübel grübel ... hilf mir mal ... ! Muss seeehr lange her sein !
Zitat: "Proteste, die nicht spürbar sind, haben bisher zu nichts geführt."
Gut. Ist bei mir angekommen!
Also, ihr habt mich überzeugt !!!
Nur - ihr habt mir nicht gesagt was ich jetzt machen soll, damit ihr endlich ganz schnell zu eurer Bildung kommt !
Fühle mich - trotz der erdrückenden Menschenansammlung -mit dem nun an mich delegierten Problem (das ja ursprünglich mal eures war) etwas alleingelassen...