Morgen gehen Freiburger Studenten im Bildungsstreik auf die Straße. Vergangenes Jahr waren es 5000, heuer erwartet u-asta Vorstandsmitglied Manuel Frick etwa genauso viele. Mit ihm haben wir gesprochen: Was hat der Protest im vergangenen Jahr gebracht? Haben sich die Forderungen inzwischen geändert?

Der Bildungsstreik folgt keinem hierarchischen System. Es gibt daher viele verschiedene Forderungen, welche die Teilnehmer artikulieren. Jeder gewichtet dabei anders. Ich trete besonders für die Demokratisierung des Bildungswesens ein. Also für mehr Mitspracherecht in Schulen und Hochschulen. Auch bin ich der Meinung, dass die Bachelor-Master-Umstellung total verfehlt wurde. Es ist eine Verschulung eingetreten, die wenig Freiraum lässt für ein selbstständiges System nach eigenen Interessen. Daran muss etwas geändert werden. Der dritte Punkt, der mir am Herzen liegt, ist die Ökonomisierung des Bildungssystems. Besonders der Hochschulrat steht dabei in der Kritik. Denn im Rat in Baden-Württemberg müssen immer mehr Externe als Interne vertreten sein. Damit besteht eigentlich schon ein Vetorecht von Wirtschaftsvertretern, wie Beispielsweise bei Fragen nach dem Budget der Universitäten.



Man könnte die Demo Ausweiten und zum massiven Widerstand gegen die geplante Sozialkürzungen von Mutti und ihrem misslungenen unehelichen Zieh-Stiefsohn ausweiten... Das wär mal ne Sache...
Alle Familien, Rentner, Kinder, (bzw. die ganze Bevölkerung) auf die Straße...
Die Lobbygeldmänner können ja zu Hause bleiben, sie sind ja nicht betroffen.... Was wären wir nur ohne Sie?
Die Luft ist raus, und wenn schon die Organisatoren von einer geringen Beteiligung ausgehen, dann sollten sie es lieber lassen.
Der Herbst wird heiß, dann ist der richtige Zeitpunkt, nicht nur Bildungsstreiks, sondern für solidarische Massenproteste gegen den von Schwarz-Gelb angekündigten Kahlschlag.
@JosFritz: Wenn jeder gleich aufgeben würde, sobald es etwas anstrengender wird, dann wäre vieles nicht erreicht worden...
@hacker
leider ist diese Streichungsliste mal wieder ein Lackmustest dafür, wer hierzulande ne einflußreiche Interessensvertretung hat und wer nicht! Einzig konkret sind ja wohl derzeit nur die Einsparungen im sozialen Bereich, alles andere steht nur auf dem Papier (Brennelementesteuer, Transaktionssteuer) und muss bis zur tatsächlichen Umsetzung wohl noch so manche Klippe umschiffen oder aber - was ich befürchte - auf halber Strecke Schiffbruch erleiden.
ich bin innerhalb der letzten stunden zur erkenntnis gelangt, dass die bildungsstreik-demo - komisches wortkonstrukt - sinnvoll ist.
bitte morgen alle die straße fluten!
(wer sind "alle"?)
Tja, uns Deutschen hat man nie das Demonstrieren beigebracht bzw es wurde uns nach den Massenprotesten Anfang der 80er (Natodoppelbeschluß, Startbahn-West, Wackersdorf) langsam "verlernt"....
Wo ist der Aufschrei der Masse und die allgemeine Mobilmachung des Volkes, wenn es doch so sehr geknechtet wird? Da verkündet Mutti und ihr Wendehals, daß es ein ausgewogenes Sparpaket mit Einschnitten für alle ist... Die üblichen Zuckungen von Opposition und Gewerkschaften, aber das Volk schaut kurz auf wie eine wiederkäuende Kuh, sagt Schei... und akzeptiert, nichts passiert.
Ich könnte wetten, sollte es mal zu einem Generalstreik kommen, fährt die Hälfte der Bevölkerung ins benachbarte Ausland um shoppen zu gehen, Hauptsache ein "Freier" Tag. Die andere Hälfte wirdvor dem PC hocken und sich darüber austauschen, warum nicht doch ein Cafe hätte offen sein können, RTL doch hätte senden sollen...
Ein Volk von Duckmäusern!
Ich bin gewiss kein Linker und mir träumt es nicht von einer Räterepublik, aber mir graut davor, daß sich doch mal einer findet und mit ein paar wenigen diese lethargische Masse manipulieren kann.
Andres, ich berufe mich auf das Widerstandsrecht Artikel 20 des Grundgesetztes... *g* Der erlaubt gegen jene Vorzugehen, die die Ordnung erschüttern. Wir haben halt das Pech, daß diese gerade in der Regierung sitzen...*g*
Es gibt kein grundsätzliches Verbot eines Generalstreikes in Deutschland, zumindest wird er laut Verfassung nicht untersagt, sondern nur durch Gerichtsentscheidungen ausgeschlossen. An diesen Entscheidungen war Hans Carl Nipperdey masgeblich beteiligt. Kurz ein guter Kumpel vom Filbinger, der sich im Nachkriegsdeutschland um seine Vergangeheit keine Sorgen machen brauchte, obwohl er zum erweiterten Kreis der Elite zählte....
Zum Artikel 20
http://de.wikipedia.org/wiki/Artikel_20_des_Grundgesetzes_f %C3%BCr_die_Bundesrepublik_Deutschland
[..] würde sogar u. U. Mord zur Wiederherstellung der Ordnung dulden.... wir haben eine wahnsinns Verfassung *g*
dieser artikel 20 is ne komische sache. ich glaub der ist bloss für die theorie. oder damit was schönes drin steht im gg. oder falls deutschland von den sowjets besetzt wird und in eine sowjetrepublik umgewandelt werden soll.
egal wer gegen wen vorgeht und sich darauf beruht, er wird immer im knast landen.
oder erschossen werden.
denn entweder ist die regierung das problem, dann wird sie so ein verhalten nicht dulden. oder jemand anderes ist das problem, dann wird der staat das verhalten nicht dulden, weil er ja dann zuständig ist.
auf jeden fall bist du sofort dran wegen bildung einer terroristischen vereinigung, bildung einer bewaffneten gruppe (früher auch bewaffneter haufen hohohohoho :-D), störung des öffentlichen friedens durch androhung von straftaten, besonders schwerer oder normaler landfriedensbruch, mord, etc etc etc