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Dieter Salomon ist der neue und alte Oberbürgermeister von Freiburg

Dieter Salomon bleibt Oberbürgermeister von Freiburg: Er wurde heute mit 50,5% knapp wiedergewählt. Auf Ulrich von Kirchbach entfielen 29,2% der Stimmen. Günter Rausch kam auf 20,1%.



Die Live-Ergebnisse gibt es im Netz bei den Kollegen der Badischen Zeitung:

 









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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 31
Sonntag, 25.04.10 19:49
 

Tja schade das die nichtwähler nicht mitgezählt werden, denn dann hätte jetzt "Herr/Frau kein OB" die Wahl gewonnen und Freiburg müsste eine legislaturperiode ohne OB auskommen...

Sonntag, 25.04.10 19:54
 

minderbemittelte frage, aber was verdient man eigentlich als ob?

jonaaaa
Sonntag, 25.04.10 20:15
 

@girl: kommt auf die Einwohnerzahl an.

Kleiner Tipp: http://www.gidf.de

Sonntag, 25.04.10 20:30
 

zu viel !

Sonntag, 25.04.10 20:34
 

Naja, TrickyTrick, das stimmt so nicht ganz. Es wäre jetzt ein 2. Wahlgang fällig. Nichtwähler kommen auch nicht über 50%.

Was so ein OB verdient ... eine ganze Menge. Ich tippe mal, Jahresgehalt sehr deutlich im 6-stelligen Bereich. Und Pension gibt's dann auch noch, vor allem nach 2. Amtszeit. Aber genau hab ich nich nachgeschaut.
Zitat:
"In der Regel erhält der Bürgermeister als Staatsdiener kein Gehalt, sondern wird besoldet. Die Besoldung richtet sich nach der Tabelle für Besoldung im jeweiligen Bundesland. Es gibt jedoch auch Bürgermeister, gerade in kleinen Städten oder Gemeinden, in denen der Bürgermeister sogar ehrenamtlich tätig ist, weil einfach die Anzahl der Bürger nicht ausreichend ist, um diese Stelle finanziell tragen zu können, und ebenso gibt es kleine Gemeinden, in denen der Bürgermeister diese Tätigkeit nebenberuflich gegen ein kleines Gehalt ausübt."
Quelle: http://www.gehaltsvergleich24.de/berufe/gehalt-buergermeister.htm

Sonntag, 25.04.10 20:48
 

naaaaaaaaaaaain...damn..dann bleibt alles beim alten oder wird noch schlimmer. verdammt. alles nur meiner Meinung nach. Das kann doch so nicht weitergehen.

Wobei...

Eigentlich sollte ich meine Klappe halten. Hab zu wenig Ahnung von Politik.

Sonntag, 25.04.10 21:03
 

@Silberwolf: Doch, die Nichtwähler kommen auf 54,8 Prozent und haben im ersten Wahlgang gewonnen.

Sonntag, 25.04.10 21:20
 

Ich war für den sympathischen Parteilosen! Dem Günther. Aber er hatte sowieso keine Chance, schade eigentlich.
Aber als Gundelfinger habe ich sowieso nichts zu melden. Nun ja. Ist halt so.

Kopf hoch, JosFritz :D Sieh's positiv: Du hast jetzt immer noch jemanden, an dem du deine Wut auslassen kannst.

Sonntag, 25.04.10 21:20
 

jip silberwolf siehste stimmt doch! die BesetzterInnen mit ihrem nichtwählercafe haben die absolute Merheit im 1. Wahlgang errungen, die OB Entscheidungen sollten nun vom BesetzerInnen Plenum getroffen werden...

Sonntag, 25.04.10 21:24
 

Hmm....mir solls recht sein, solange Günni weg bleibt.

Sonntag, 25.04.10 21:34
 

"Wie denn nun die künftige Zusammenarbeit mit dem Kollegen sein würde, der ihn im Wahlkampf hart angegangen hatte, wurde Salomon am Sonntagabend gefragt. Da bekam seine Stimme bei aller Siegesfreude einen schneidenden Ton: ´Von Kirchbach kann jetzt seine beschränkten Möglichkeiten wieder im Dezernentenausschuss einbringen´, sagte Salomon."

Quelle: taz.de

http://tinyurl.com/36fk8ft

---

Gleicher Tonfall:

BZ-Video - Freiburgs OB Dieter Salomon zur Wiederwahl

http://tinyurl.com/35j72o4


JosFritz hat den Kommentar am 25.04.2010 um 21:36 bearbeitet
Sonntag, 25.04.10 21:38
 

@Lara: Danke für Dein Mitgefühl ;)

Apropos Trost: Wo bleibt mein Waldhaus-Wettgewinn?!

Mit irgendwem hatte ich hier auf fudder um einen Kasten Waldhaus um das Ergebnis von Rausch gewettet - und habe gewonnen!

Von wegen 9 Prozent! Mit zwanzig lag ich ziemlich richtig...

Den hätte ich jetzt gern.

Bitte melden.


JosFritz hat den Kommentar am 25.04.2010 um 21:41 bearbeitet
Sonntag, 25.04.10 21:41
 

Welcher Waldhaus Gewinn?
Kein Problem! Jeder weiß hier, wie sehr du leidest. *tätschel*

Sonntag, 25.04.10 21:43
 

(Hab´s gerade ergänzt. Es gibt zwei OB-Wahl-Threads, im anderen hatte ich es schon erzählt.)

Sonntag, 25.04.10 21:46
 

wenn du deinen kasten hast ist das ergebnis dann ja rausch :)

Sonntag, 25.04.10 22:08
 

eben :)

Sonntag, 25.04.10 22:43
 

@Lara: Grüße aus Gundelfingen nach Gundelfingen

@Jos: Wettschulden sind Ehrenschulden. Ich war das. Also: Wann, wie wo?

Sonntag, 25.04.10 23:36
 

Hallo SM:

Ich muss mich leider korrigieren:

***************************************
"JosFritz
Freitag, 26.03.10 00:59

OK, Stiftler´s Mom: Wette angenommen. Du sagst: Rausch kriegt weniger als 10 Prozent, ich sage - um es spannender zu machen - er kriegt mehr als 30 Prozent.

Wie lautet der Wetteinsatz?

Schlage vor: Ein Kasten Waldhaus."
***************************************

Die 20 Prozent für Rausch hatte ich bei meiner propagandafreien Prognose für das \"Wahlquiz\" getippt.

Das Waldhaus müssen wir also zusammen trinken.

(Danke für den Hinweis, Yachia!)


JosFritz hat den Kommentar am 25.04.2010 um 23:40 bearbeitet
Montag, 26.04.10 09:32
 

@JosFritz + TrickyTrick:
Ihr habt Recht. Ich hatte einen Denkfehler, peinlich peinlich ...

Warum kann ich nun meinen Kommentar oben nicht bearbeiten?


SilberWolf hat den Kommentar am 26.04.2010 um 09:33 bearbeitet
Montag, 26.04.10 09:48
 

@Silberwolf: Kann doch jedem mal passieren...

Die Kommentare können (leider) nur eine halbe Stunde lang bearbeitet werden, wohl um zu gewährleisten, dass nachfolgende Beiträge stringent bleiben.

Montag, 26.04.10 10:22
 

Tja, nun hat er seine Sieg im ersten Wahlgang & seine Pension in der Tasche... mal sehen, ob ihm analog zu Böhme auch noch ein Salomoneum-Projekt einfällt.

Letztlich ein genialer Zug der Bürgerlichen, sich aus der Wahl 'rauszuhalten & so zu bekommen, was ihnen passt. Divide et impera halt... das müssen ihnen Neid & Enttäuschung lassen.

@JosFritz: genau das Zitat mit Kirchbach & seinen beschränkten Möglichkeiten ist mir heute morgen im Radio als typisch für einen kleinkarierten, ehrgeizzerfressenen, nachtretenden & -tragenden, ganz & gar unsymbadischen Schmock ins Ohr gestochen. Hat FR das wirklich verdient?

Montag, 26.04.10 10:31
 

Salomoneum-Projekt.... seine Frau ist Gründungsmitglied des örtlichen Eishockeyclubs. Was liegt näher als den Bau dieses Prestigeobjekts (welches jeder nutzen kann, im Gegensatz zu anderen Profisportstätten *g*). Und weil noch keine Sportarena nach einer Frau bennant wurde, könnte diese dann: Dem Dieter Salomon seiner Frau ihr Stadion heißen.

Montag, 26.04.10 11:37
 

Es war die einzig richtige Entscheidung der Bürgerinitiative "Wechsel im Rathaus", mit Günter Rausch einen weiteren Gegenkandidaten neben Kirchbach aufzustellen:

Nur so konnte das oppositionelle Potential bei der Wahl voll ausgeschöpft werden.

Vier Faktoren haben dennoch letztlich eine mögliche Abwahl Dieter Salomons verhindert:

-> Die taktisch richtige Entscheidung der CDU, keinen eigenen Kandidaten aufzustellen, sondern ihre neoliberale Politik weitere acht Jahre vom Pseudo-Grünen Dieter Salomon exekutieren zu lassen.

-> Die mangelhafte Unterstützung der SPD für ihren eigenen Kandidaten Uli von Kirchbach, der es trotz beachtlicher Formsteigerung im Wahlkampf nicht schaffte, acht Jahre als Sozialbürgermeister unter Salomon abzustreifen.

-> Der massive Kapital-Einsatz der Salomon-Unterstützer "Hodeige & Friends" im Wahlkampf - das kostenlose Web 2.0, wo die Opposition deutlich die Lufthoheit hatte, erreicht mit Inhalten noch längst nicht so viele Wähler wie Wahlplakate, Kugelschreiber und Großanzeigen.

-> Die unterschwellige redaktionelle Unterstützung durch die "Badische Zeitung" als einzige lokale Tageszeitung:
Zwar wurden die Gegenkandidaten nicht mundtot gemacht, sondern kamen mehr oder weniger anteilig zu Wort. Das hinderte aber einige BZ-Redakteure nicht, ihre Sympathien für Dieter Salomon etwa in der Berichterstattung über die Podiumsdiskussionen und Bewertung der Kandidaten auch auf Kosten der Wahrheitsfindung voll auszuleben, wenn es "ihrer" Sache diente.
Ob aus freiem Antrieb oder um dem Arbeitgeber nicht die Frühstückslektüre zu versauen - "Wes Brot ich ess´ des Lied ich sing´" / "Man soll nicht die Hand beißen, die einen füttert" - sei dahin gestellt.

Bei Wegfall auch nur eines dieser Faktoren hätte es mit Sicherheit einen zweiten Wahlgang gegeben, den Salomon vielleicht verloren hätte.

Allein es hat nicht sollen sein.


JosFritz hat den Kommentar am 26.04.2010 um 11:43 bearbeitet
Katigaa
Montag, 26.04.10 11:49
 

@JosFritz: ja,ja, die opportune BZ, die "stets" pro Salomon berichtet hat. Meine Güte: Wie gefärbt ist Dein Blick? Konnte es beim besten Willen nicht sehen, wo in diesen Berichterstattungen die unterstellte Haltung gewesen sein soll. Aber es ist ja immer schön einen "Sündenbock" zu haben, auf den man alles abschieben kann. Denn wo käme man denn hin, wenn es wirklich die Mehrheit der Freiburger waren, die aus freiem Antrieb und politischer Überzeugung Salomon gewählt haben??

Montag, 26.04.10 12:14
 

irgendwie traurig.

in dem ein oder anderen punkt stimme ich ihm sogar zu, was aber wirklich schlimm ist, ist die tatsache das dieser mensch eine unerträgliche arroganz ausstrahlt und es entgegen seiner wahlplakate nur um " für dieter " ging.

es zeigt sich halt wieder , das politiker egal welcher colour ab einem bestimmten punkt den hals nicht voll bekommen.

auch wenn er nicht mehr mit dem rad zur arbeit fährt, sollte ich ihn zufällig doch ma treffen dann hol ich ihn mit einem uups vom bock..

ach ja , wohne nicht in fr. es könnte mir also am arsch vorbeigehen, aber der typ ist schlimm....

Montag, 26.04.10 14:00
 

Zur Klarstellung meines Kommentars:

Meine Kritik an der redaktionellen Wahlkampf-Berichterstattung der BZ bezieht sich konkret auf einzelne Beiträge einzelner Redakteure, in denen "überzeugendere Argumente" oder "Kompetenzen" einseitig und sehr subjektiv Salomon zugeschrieben wurden, und nicht auf die gesamte BZ-Redaktion.

Bewertungen in der Berichterstattung sind natürlich immer subjektiv, und sie sind auch als Meinungsäußerung zulässig, selbst wenn sie nicht den Eindruck der - ebenfalls nur gefühlten - Mehrheit wiedergeben und insofern, wie oben formuliert, nicht unbedingt der "Wahrheitsfindung" dienen.

Das Problem dabei ist zum einen, dass die - bewertenden - redaktionellen Beiträge in der BZ in aller Regel zu Gunsten Salomons ausfielen - das war jedenfalls mein Eindruck. Diesen Eindruck haben viele Leser, wie ein Blick in die Kommentarspalten zeigt, mit mir geteilt. Beschwerden über eine Bevorzugung Rauschs oder Kirchbachs gab es indes keine...

An anderer Stelle habe ich bereits betont, dass ich nicht der Meinung bin, dass die Redakteure privat geschlossen Salomon-Anhänger sind. Mir ist auch klar, dass deutlich getrennt werden muss zwischen der "Privatmeinung" des Verlegers Hodeige und der Privatmeinung der Redakteure - dem BZ-Herausgeber spreche ich eine solche übrigens aufgrund seiner gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Funktion schlicht ab.

Nichtsdestotrotz hat der Verleger den "bösen Schein" einer naheliegenden voreingenommenen Berichterstattung durch sein "Privat"-Engagement selbst gesetzt: "Wes Brot ich ess, des Lied ich sing" ist die freundliche Variante dieses Scheins, "Man beißt nicht die Hand, die einen füttert" wird noch deutlicher.

Auch wenn die Mehrzahl der Redakteure und Berichte sehr honorig zumindest um "anteilige" Ausgewogenheit bemüht war und tatsächlich die meisten Redakteure auch fair blieben:

Die wenigen, aber klaren Ausnahmen könnten bei dem knappen Wahlergebnis von nur 50,5 Prozent für den Amtsinhaber durchaus den Ausschlag gegeben haben.

Montag, 26.04.10 14:15
 

@Katigaa: "Meine Güte: Wie gefärbt ist Dein Blick? Konnte es beim besten Willen nicht sehen, wo in diesen Berichterstattungen die unterstellte Haltung gewesen sein soll."

Zum Beispiel hier:
http://www.badische-zeitung.de/ob-wahlkampf-salomon-schiesst-scharf--27636486.html

Katigaa
Dienstag, 27.04.10 09:34
 


@Jos Fritz:
"Auch wenn die Mehrzahl der Redakteure und Berichte sehr honorig zumindest um "anteilige" Ausgewogenheit bemüht war und tatsächlich die meisten Redakteure auch fair blieben".
Schön, daß Dir das aufgefallen ist! Denn es ist Tatsache! Und da jeder, wie Du es auch erwähnt hast, subjektiv liest, ist es ein mehr als schweres Unterfangen, einen neutralen Artikel zu schreiben, denn, egal wie auch immer, irgendjemand, fühlt sich benachteiligt oder etwas falsch gesehen bzw. dargestellt.
Zeigt sich an dem Artikel, auf den Du mich hingewiesen hast. ich fand ihn auch damals nicht unbedingt vorteilhaft für Salomon. Aber das war "mein" Lesen...;-)

"Salomon war rhetorisch stark, er grinste viel an diesem Abend, anfangs machte er auch einige Scherze, angespannt wirkte er trotzdem. Ulrich von Kirchbach war ernst, konzentriert, gewillt zu kämpfen."
"Grinst" klingt nicht neutral, sondern negativ... "Ernst und konzentriert" dagegen schon....

"Damit nicht genug, bezichtigte der OB seinen Sozialbürgermeister der Lüge: "Ich gehe davon aus, dass Herr von Kirchbach, wenn er OB werden sollte, sich an die Wahrheit hält, was er momentan nicht tut."
Jemanden der Lüge zu bezichtigen, wirft ohne gleichzeitiges Belegen der Aussage sicher auch kein gutes Licht auf den, der es ausspricht...

"Salomon – und das brachte das Publikum gegen ihn auf - konnte es damit aber noch nicht gut sein lassen und stichelte weiter."Positiv?????

"Was von Kirchbach düster skizzierte, lobte der Amtsinhaber denn auch demonstrativ." Siehst Du eine Bevorzugung?

Im gesamten Rest habe ich dann eine recht sachliche Darstellung der jeweiligen Positionen aller Drei gesehen. Insgesamt schien mir der Bericht ganz gut wiederzugeben, wie der Abend tatsächlich lief...






Dienstag, 27.04.10 09:34
 

Oder hier:

http://www.badische-zeitung.de/ob-wahl-freiburg-wer-liegt-in-sachen-kompetenz-vorn

Die Berichterstattung über eine zwangsläufig auf subjektiver Wahrnehmung beruhende repräsentative Umfrage (d.h. welche Aspekte dabei wie hervorgehoben werden bzw. unbeleuchtet bleiben) ist eine erstklassige Möglichkeit für Journalisten, scheinbar Objektivität zu wahren und zugleich subtil zu beeinflussen, die meiner subjektiven Wahrnehmung nach hier gut genutzt wurde.

Ob sich die Berichterstattung der Badischen tatsächlich soweit ausgewirkt hat, dass Salomon die Stichwahl erspart blieb - wer weiß? Ich nicht. Am Ende hätte er sowieso gewonnen.

Trotzdem lohnt es, die Freiburger Entwicklung ursprünglich vor allem ideologisch (weniger jedoch von der Sozialisation her) inkompatibler gesellschaftlicher Gruppen zu einem schwarz-grün-liberalen Daig (baseldütsch für Establishment) mit mehr Gemeinsamkeiten als Unterschieden zu beobachten.

In meinen Augen ein Trend, der weit über Freiburg hinaus in den nächsten 20 Jahren Schule und letztlich Politik machen wird... schlechte Aussichten für sozial Schwache & nach unten wegschmelzende ehemalige Angehörige der Mittelschicht, die trotz der neuen Linken nie eine parlamentarische Mehrheit auf ihrer Seite haben werden.


Honkster hat den Kommentar am 27.04.2010 um 09:44 bearbeitet
Dienstag, 27.04.10 10:14
 

Oder hier:

"Dieter Salomon (Grüne) ist nach Ansicht von 49 Prozent der Wählerinnen und Wähler am besten für das Amt des Oberbürgermeisters geeignet. Dem Amtsinhaber wird auch die höchste Kompetenz zugeschrieben. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Badischen Zeitung im Vorfeld der OB-Wahl am 25. April. Danach halten 21 Prozent der Bürger Ulrich von Kirchbach (SPD) für den besten Oberbürgermeister und 9 Prozent Günter Rausch.

Das Institut für Marktforschung Leipzig hat im Auftrag der BZ 1002 Wahlberechtigte am Telefon interviewt. Sie sollten nicht die Sonntagsfrage beantworten, sondern Kompetenzen bewerten und wichtige Themen benennen, die der neue Oberbürgermeister angehen soll. Das Ergebnis ist ein Stimmungsbild und keine Wahlprognose, obgleich natürlich Schlussfolgerungen möglich sind. Laut Institut liegt die Fehlertoleranz bei plus/minus drei Prozent."

********************************************

Diese Umfrage suggerierte den BZ-Leserinnen und Lesern vor der Wahl, dass es gar keinen Sinn mache, mit Rausch einen Außenseiter zu wählen.

Statt der 9 Prozent, die Rausch lt. Umfrage für den kompetentesten OB hielten, waren es dann satte 20 Prozent, die ihn tatsächlich wählten:

Von wegen "Fehlertoleranz bei plus/minus drei Prozent"...

Kritik an der Methode des Instituts wurde redaktionell schon im Vorfeld abgebügelt: Nein, dass in der Studentenstadt noch weniger Menschen über einen Festnetz-Anschluss erreichbar seien, auch, dass potentielle Rausch-Wähler eher aus sozial schwachen Verhältnissen kommen, die ebenfalls immer seltener über einen Festnetzanschluss verfügen, dass alles spiele lt. Nachfrage der BZ beim "IM Leipzig" nur eine marginale Rolle.

Auch das Fehlen einer Frage, welchem Kandidaten die Wählerinnen und Wähler am ehesten ihr Vertrauen schenken würden, geht in die gleiche Richtung.


Kurz und gut:

Das Institut hat ein Ergebnis geliefert, von dem es annehmen durfte, dass es dem Auftraggeber in den Kram passen würde, und dieses Ergebnis hat dem erklärten Salomon-Spendensammler Hodeige (auch IM Leipzig kann googlen), der letztlich dafür bezahlt hat, mit Sicherheit gefallen - ich spreche jetzt ausdrücklich nicht von der BZ-Redaktion und erst recht nicht von einzelnen Redakteuren, auch wenn von dieser Seite die "eigene" Umfrage in keiner Weise kritisch gesehen wurde, zu lesen war davon jedenfalls nichts.

Dienstag, 27.04.10 10:28
 

@Katigaa: "Salomon war rhetorisch stark, er grinste viel an diesem Abend, anfangs machte er auch einige Scherze, angespannt wirkte er trotzdem."

Nimm´s mir nicht übel, aber - zumindest - dieser Satz wurde von der Redaktion offensichtlich nachträglich umgeschrieben. Ich habe ihn nämlich damals in einem Kommentar wörtlich zitiert, weil ich auf der Veranstaltung selbst anwesend war.

Beleg:

******************************************
"Joseph Friedrich 27. Februar 2010 - 16:54 Uhr

Nein, verehrter Frank Zimmermann,

da haben wir wohl mal wieder zwei unterschiedliche Veranstaltungen erlebt, aber das hatten wir ja bei Ihren Audimax-Besetzungs-Berichten schon mal ;)

"Salomon war rhetorisch der Stärkste"?

Wohl kaum. Bringen Sie doch noch ein Beispiel für diese Rhetorik, um sie etwas anschaulicher zu machen.

Das Echo auf Salomon war, bis auf relativ wenige Ausnahmen im Publikum, ausgesprochen negativ, Salomons "Witze" kamen nicht an, die Sympathien des Saals lagen klar bei Rausch.

Dass die "Rausch"-Anhänger "lautstärker" im Sinne von undisziplinierter gewesen wären als die Salomon-Claqueure, ist ein sehr subjektiver Eindruck, der vielleicht auf zwei Rabauken unter den vielen Dutzenden Rausch-Sympathisanten zurückzuführen ist, die ein bisschen krakeelt haben.

Das liegt aber daran, dass die Pro-Rausch-Bürgerbewegung "WiR" auch solche sozial schwachen und mithin auffälligen Menschen in ihre Reihen integriert, deren Manieren vielleicht ähnlich schlecht sind, wie es sich bei den Schwarzgrünen nur der Chef persönlich glaubt herausnehmen zu können - die aber im Gegensatz zum promovierten Noch-Rathauschef nur begrenzt eigene Verantwortung für schlechtes Benehmen übernehmen können.

Rausch hat eindrucksvoll bewiesen, dass er genau das schaffen kann, woran Salomon ständig aufs Neue gescheitert ist:

Alle Freiburgerinnen und Freiburger mitzunehmen und niemanden auszugrenzen und zu diskriminieren, auch dann nicht, wenn man es dann selbst geschafft hat und als OB arriviert und saturiert ist.

Beste Grüße
Joseph Friedrich"

*****************************************

Falls Du mir nicht glauben möchtest, dass der Satz - wann und von wem auch immer - im Nachhinein "korrigiert" wurde, dann frage in der BZ-Redaktion nach. Die werden das kaum bestreiten.

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