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Test: Wie kulant ist die VAG gegenüber Kindern?

Wie reagieren VAG-Fahrer, wenn Kinder einsteigen wollen, aber nur einen 50-Euroschein dabeihaben? Lassen sie junge Fahrgäste ohne Geld in der Tasche am Bahnsteig stehen, obwohl sie verletzt sind? Bei unseren Kulanz-Stichproben legten einige VAG-Fahrer ein fragwürdiges Verhalten an den Tag.

VAG Kulanz

Die Fälle häufen sich, in denen Schulkinder aus öffentlichen Verkehrsmitteln herausgeschmissen werden, weil sie ein ungültiges Ticket lösten oder die Monatskarte zu Hause vergessen haben. Zwar schaffen es die Schaffner der Deutschen Bahn mit ihrer übertrieben harten Linie immer noch am zuverlässigsten in die Schlagzeilen, doch auch auf regionaler Ebene sind Nachrichten wie „Heulend auf dem U-Bahnhof“ nichts Besonderes mehr. Jungen Fahrgästen in Deutschland wird es nicht gerade leicht gemacht, sich an Bahn und Bus zu gewöhnen. Wie ist das in Freiburg?

„In der Regel gehen wir gegenüber Kindern mit dem entsprechenden und notwendigen Fingerspitzengefühl vor“, behauptet VAG-Sprecher Andreas Hildebrandt. Ist das wirklich so? Wir haben die Kulanz von Bus- und Straßenbahnfahrern der VAG auf die Probe gestellt. Danach haben wir die VAG mit den teils ernüchternden Ergebnissen konfrontiert.

VAG Kulanz

Das ist unsere Testperson: Chantal Bachmann, 13 Jahre alt und aus Gottenheim. Sie geht in 7. Klasse der Wilhelm-August-Lay-Realschule in Bötzingen. Wir haben den Test vergangene Woche gemacht. Auch, wenn man sich das heute schwer vorstellen kann: Am Mittwoch, den 11. März hatte es mittags zwei Grad unter Null, es schneite und es war sehr glatt auf Straßen und Gehwegen. Nicht ganz unwichtig, um die Reaktionen der VAG-Fahrer zu beurteilen.

Zu wenig Kleingeld

Test 1: Haltestelle Stadttheater, Linie 1 nach Littenweiler, 15 Uhr; Chantal geht zum Fahrer und sagt, sie habe nur einen Euro. Ein Kinderfahrschein kostet 1,30 Euro. Darf sie trotzdem mitfahren? Antwort des Fahrers: „Von mir aus. Aber wenn ein Kontrolleur kommt, hast du ein Problem.“ Der Fahrer lässt sie mitfahren, verkauft Chantal aber weder den Fahrschein, noch verlangt er von ihr den Euro.

Ist das korrekt? VAG-Sprecher Hildebrandt sagt: „Ich finde es erstmal in Ordnung, dass der Fahrer das Mädchen mitgenommen hat. Er hat es auch über die Folgen aufgeklärt und dem Kind somit eine Entscheidungsmöglichkeit gegeben. Wie das Kontrollpersonal darauf reagiert hätte, wäre abzuwarten gewesen.“

Chantal wiederholt den 1-Euro-Test später am Bertoldsbrunnen in der Buslinie 28 Richtung Hornusstraße. Diesmal verweigert ihr der Fahrer die Beförderung: „Das kann ich nicht machen. Geht nicht.“ Mit 50 Cent in der Tasche wird sie bei einem weiteren Versuch ebenso abgewiesen.

Dazu sagt Andreas Hildebrandt: „Wenn ein Kind extra kommt und sich beim Fahrer meldet, weil es eben nicht schwarzfahren möchte, denke ich schon, dass das in irgendeiner Form vom Fahrpersonal honoriert wird. Aber, für ihr Verständnis: Der Fahrer muss in jedem Fall den fehlenden Betrag aus eigener Tasche dazuzahlen.“ Honorierung von Chantals Ehrlichkeit? Fehlanzeige.

VAG Kulanz

50 Euro-Schein

Test 3: Haltestelle Bertoldsbrunnen, Buslinie 28 zur Hornusstraße, 15.15 Uhr; Chantal hält einen 50 Euro-Schein in der Hand. Der Fahrer weist sie ab: „Das geht nicht, ich kann dir den Schein nicht wechseln. Du musst zum Pluspunkt gehen und den Schein wechseln.“ Chantal wiederholt den Test mit dem 50 Euro-Schein später in einem Fahrzeug der Linie1. Wieder verweigert ihr der Fahrer die Mitnahme: „Soviel Geld kann ich nicht wechseln. Mach’ den Schein woanders klein.“

In beiden Fällen haben sich die Fahrer nicht korrekt verhalten, denn sie hätten Chantal anbieten müssen, ihr eine Quittung auszustellen. Das steht in den Beförderungsbestimmungen des Regio-Verkehrsverbundes vom 1.10.2009. Wir zitieren aus Paragraph 6.2: „Soweit das Personal Geldbeträge über 10 Euro nicht wechseln kann, ist dem Fahrgast eine Quittung über den zurückbehaltenen Betrag auszustellen. Das Wechselgeld kann unter Vorlage der Quittung bei den Ausgabestellen vom Verkehrsunternehmen abgeholt werden.“

VAG Kulanz

Armverletzung

Test 4: Haltestelle Johanneskirche, Linie 2 Richtung Siegesdenkmal, 15.20 Uhr; Chantal hat kein Geld dabei und simuliert eine Armverletzung: „Ich bin grad gestürzt, der Gehweg ist spiegelglatt. Mein Arm schmerzt sehr. Ich glaube, er könnte gebrochen sein. Könnte ich bitte mitfahren bis zum Siegesdenkmal? Dort wohnt mein Vater, er bringt mich dann zum Krankenhaus.“ Sie wird abgewiesen. Der Bahnfahrer antwortet in unfreundlichem Tonfall: „Man kann ohne Fahrschein nicht mitfahren.“ Chantal wiederholt den Test eine Bahn später. Diesmal nimmt der Fahrer sie mit: „Du kannst dich hinsetzen.“

Zurückgewiesen ins Schneetreiben trotz Armverletzung – ist dies das Fingerspitzengefühl, das die VAG nach eigener Aussage gegenüber Kindern walten lässt? Andreas Hildebrandt nimmt die Fahrer generell in Schutz und sagt: „Das ist immer ein bisschen situationsabhängig. Wir haben 320 verschiedene Fahrer. Da wird die Reaktion bei jedem einzelnen unterschiedlich sein. Sie können nicht für jeden erdenklichen Fall eine Linie vorgeben. Das geht einfach nicht. Es wird sicher auch stark von der Uhrzeit und vom Wetter abhängen, wie der Fahrer reagiert.“

Ein Fahrer würde nie kontrollieren können, ob die Geschichte, die ihm da erzählt wird, der Wahrheit entspricht. „Deshalb ist es eben eine Ermessensentscheidung, die der Fahrer situationsbedingt fällen muss.“

VAG Kulanz

Fazit

Sieben Mal hat Chantal die Kulanz der VAG auf die Probe gestellt, nur zwei Mal sind ihr die Fahrer entgegengekommen. Dass die 13-jährige Schülerin nicht mitfahren durfte, weil sie zu wenig Geld dabei hatte, ist zumindest nachvollziehbar. Wenn diese Beförderungsbeliebigkeit Schule machen würde, wären die Fahrer mit Verhandlungen und Nachzahlungen langfristig überfordert.

Fragwürdig hingegen ist, dass kein Fahrer Chantal anbot, ihr eine Quittung auszustellen, als sie mit 50 Euro ihren Fahrschein bezahlen wollte. Sie wurde nicht einmal über diese Möglichkeit aufgeklärt. Offenbar müssen sogar Kinder bereits bestens über ihre Fahrgastrechte informiert sein, um in Freiburger Öfis irgendwie weiterzukommen.

Ziemlich befremdlich fanden wir es, als Chantal mit dem verletzten Arm abgewiesen wurde. Zwar war das nur eine Simulation, aber die Reaktion des betreffenden Straßenbahnfahrers hätte deutlich mehr Sensibilität erfordert.

"Unsere Fahrer haben regelmäßige Schulungen, in denen sie mit den Verkehrsmeistern auch solche Fälle besprechen können", sagt VAG-Sprecher Hildebrandt. Dennoch: Eine einheitliche Verhaltenspolitik des VAG-Fahrpersonals war nicht erkennbar. Es scheint Glückssache zu sein, an welchen Fahrer man gerät und wie dieser gerade gelaunt ist. Chantals Laune war am Ende des Versuchs übrigens auch im Keller, aber das lag in erster Linie an der unangenehmen Kälte. Vielen Dank nochmal für deinen Einsatz, Chantal!

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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 61
Freitag, 19.03.10 11:04
 

*Dieser Kommentar wurde wegen Verstoß gegen die fudder-Netiquette entfernt*

Freitag, 19.03.10 11:05
 

und, zwei grad unter null!!! sie hätte, um 15 uhr, bei stockdunkler nacht, erfrieren können!!!

Freitag, 19.03.10 11:12
 

Test bitte nochmal nachts/spät abends und ausserhalb wiederholen, ich bin sicher die fahrer würden anders reagieren.
ich hoffs zumindest!

Freitag, 19.03.10 11:12
 

Ich wollte als Zehnjähriger im Pluspunkt eine Regio-Karte kaufen. Ich war an der Reihe, der Mann am Schalter hat noch irgendein Formular ausgefüllt und vielleicht habe ich ihn einen Moment zu früh angesprochen. Auf meine höflich und schüchtern vorgetragene Frage (Und ich war ein seeehr höflicher und schüchterner Zehnjähriger) "Entschuldigung, ich würde gern eine Regio-Karte kaufen", war seine Antwort:

"Jetz`wartsch Du Aff`mir sin hier ned im Puff wo drängeld wird!"

Vielleicht sollte man Leute einstellen, die nicht von Wölfen aufgezogen wurden.

mittelding0815
Freitag, 19.03.10 11:18
 

mir letzte Woche passiert, an der Haltestelle Römerhof/Littenweiler, Linie 1: Ich zum Fahrer:
"Entschuldigung, ich hab nur einen Schein dabei, könnte ich einen Fahrschein bei Ihnen kaufen?"

Er: "Nein, geht nicht, dafür gibt's einen Automaten."

Ich: "Ich dachte, der nimmt keine Scheine?"

Er: "Stimmt. Dann müssen sie halt Kleingeld reinwerfen."

Ich: "Hab ich aber nicht, ich hab nur den 5 EUR Schein:"

Er: "Dann dürfen Sie bei mir nicht mitfahren."

Genau so geschehen. Ich dachte ich krieg mich nicht mehr ein. Natürlich bin ich dann ein paar Stationen weiter wieder raus und hab beim Bäcker gewechselt. War froh, dass kein Kontrolleur kam, denn die wären wohl auch nicht kulanter gewesen als der Fahrer. Aber der Wille war ja da. Und dass es beim Fahrer keine Karten mehr gibt, hab ich bislang nie mitbekommen. Eine Woche davor hab ich in derselben Bahn noch eine bekommen.

Meint ihr ich hätte Strafe zahlen müssen, wenn ich kontrolliert worden wäre?

Freitag, 19.03.10 11:19
 

Also, die Simulation des Verletztseins durch das Mädel ist für die betreffenden Fahrer schon ein Offenbarungseid. Das gehört sich nicht.
Aber:
Das Ansinnen, einfach mit zu wenig Geld mitfahren zu wollen, war schon vor Jahren frech. Ein 13 jähriges Mädel könnte es dann mal mit zu Fuss gehen probieren. Oder im Zeitalter von Handy und Co: Mami antanzen lassen.
Bei der Sache mit dem 50Euro-Schein bin ich geteilter Meinung. Am Bertoldsbrunnen, wo die VAG direkt nebenan ist, wäre es doch wirklich machbar in den Pluspunkt zu gehen. In Günterstal vielleicht weniger. Ich denke mal, dass es schon machbar sein sollte, in einem Geschäft, bei einem Kiosk etc zu fragen, ob die den Schein vielleicht kleinmachen können, bevor jetzt der Fahrer in seinem Stress einen Quittungsblock da zückt.
Was ist denn, wenn die Kleine dann bei Erhalt der Quittung gesagt hätte, ich brauche aber den Rest des Geldes für was anderes!
Lasst also die Kirche in zwei Fällen im Dorf.

Freitag, 19.03.10 11:22
 

Is doch klasse! Das ist halt badisch. Wärste damit klargekommen, würdeste heut wohl andere Jacken tragen.

Freitag, 19.03.10 11:22
 

"Soweit das Personal Geldbeträge über 10 Euro nicht wechseln kann, ist dem Fahrgast eine Quittung über den zurückbehaltenen Betrag auszustellen."
Wo soll man da geteilter Meinung sein?

Freitag, 19.03.10 11:29
 

ich hatte ebenfalls schon zweimal das zweifelhafte Vergnügen mitzuerleben, dass ein Fahrgast nicht genug Geld hatte und übelst abgewiesen wurde. Ich habe dann in beiden Fällen den Differenzbetrag übernommen.

Klar, die Fahrer(innen) können nicht andauernd sowas aus der eigenen Tasche zahlen. Aber man sollte auch mal fünf gerade sein lassen. Gerade in der Nacht oder eben bei Kids.

Und über das affige Verhalten des besagten Personals möchte ich mich gar nicht auslassen. Dafür habe ich viel zu gute Laune 8-)

Freitag, 19.03.10 11:34
 

In Griechenland hätte der Fahrer
* Seine Bahn stehen lassen
* Das Kind mitgenommen
* Sämtliche weibliche Verwandte mobilisiert, um Hausmittel gegen Armprellungen zu erfragen
* Mehrere Rosenkränze gebetet
* Auf die scheiß Regierung geschimpft, die nichts gegen Glatteis unternimmt
* Das Kind in die Taverne mitgenommen, um den Schock mit ein paar Freunden zu teilen
* Es nachdem es dort mit Eis, Limo und Mitleid von zwei Dutzend Menschen versorgt wurde beim Vater abgeliefert.
Ich bin dort schonmal böse vom Fahrrad gefallen und weiß wovon ich spreche.

Freitag, 19.03.10 11:42
 

Mich irritieren einige Aussagen von Andreas Hildebrandt:

„Wenn ein Kind extra kommt und sich beim Fahrer meldet, weil es eben nicht schwarzfahren möchte, denke ich schon, dass das in irgendeiner Form vom Fahrpersonal honoriert wird. Aber, für ihr Verständnis: Der Fahrer muss in jedem Fall den fehlenden Betrag aus eigener Tasche dazuzahlen.“

Was ist das denn für eine krude Logik?

Einerseits erwartet die VAG von ihren Fahrerinnen und Fahrer wohl zurecht Kulanz gegenüber den Fahrgästen und verlangt von ihnen offenbar eigenverantwortliche Ermessensentscheidungen im Rahmen der Dienstausübung.

Andererseits sollen aber dann die Fahrerinnen und Fahrer die Kosten der von ihnen erwarteten Ermessensentscheidung selbst tragen?

Wie geht das denn zusammen?

Ähnlich inkonsequent:

„Ich finde es erstmal in Ordnung, dass der Fahrer das Mädchen mitgenommen hat. Er hat es auch über die Folgen aufgeklärt und dem Kind somit eine Entscheidungsmöglichkeit gegeben. Wie das Kontrollpersonal darauf reagiert hätte, wäre abzuwarten gewesen.“

Was soll denn das?

Juristisch gesehen krasser Blödsinn, personalführungstechnisch betrachtet eine Katastrophe!

Wenn der Fahrer als Angestellter der VAG auftritt und einen Fahrgast mitnimmt, dann ist die Angelegenheit damit für den Fahrgast erledigt.

Das Kontrollpersonal kann dieser dann getrost an den Fahrer verweisen.

Und der hätte dann den Schwarzen Peter.

Anscheinend weiß Herr Hildebrandt selbst nicht, wie in einem solchen Fall zu verfahren ist und lässt das Personal ohne entsprechende Richtlinien im Regen stehen.

Da wundert es mich nicht, dass viele VAG-Fahrer ihre Unsicherheit und ihren Frust an den Fahrgästen auslassen und es im Zweifel lieber ablehnen, verantwortlich und menschlich zu entscheiden.

S.B.
Freitag, 19.03.10 11:47
 

Ich bin ja normalweise der Erste, der mit einstimmt wenn es darum geht sich über unfreundliche VAG-Mitarbeiter, die in einem Dienstleistungsberuf nicht das geringste verloren haben, aufzuregen und habe in dieser Hinsicht auch schon einiges erlebt. Aber dieser "Test" ist doch mehr als lächerlich.

1. Das "Kind" ist 13 Jahre alt
2. Es nicht nachts sondern nachmittags um 15 Uhr.
3. Es ist mitten in der Innenstadt und nicht außerhalb, wo keine Leute sind oder nur selten ÖPNV fährt.

Um diese Uhrzeit fährt alle 5 Minuten eine Bahn. Da ist es ja wohl nicht zuviel verlangt 5 Minuten länger zu warten und den 50€ Schein zu wechseln. Das ist weniger Stress als mit der Quittung dann nochmal in den Pluspunkt zu laufen.
Genauso mit dem 1€ Stück, warum sollte der Fahrer aus eigener Tasche, von einem Gehalt, dass wahrscheinlich deutlich unter dem von Chantals Eltern liegt (sie ist auf dem Gym und da gibt es ja schon so Zusammenhänge), draufzahlen. Ein 13-jähriges "Kind" hat im Normal nicht nur eine Schüler-Regio-Karte, was den ganzen Fall etwas unplausibel macht, sondern auch ein Konto. Es ist jede Bank in der Innenstadt vertreten und jede hat um diese Uhrzeit geöffnet. Und im Notfall kann sie mit ihrem Handy immer noch Mama anrufen.

Das mit der Armverletzung: Hier hätte der Fahrer sicherlich kulanter sein müssen. Da stimme ich 100% zu. Trotzdem möchte ich nicht wissen, wie ihre Schauspielleistung aussah :)

Würde man den Test mit anderen Bedingungen, etwa jüngeres Kind, abends, außerhalb etc. wiederholen so hoffe wie NYHC dass die Fahrer anders reagieren würden.

Mal abgesehen davon, müssten nciht wenn überhaupt die Kontrolleure kulant sein? Die Fahrer können ja nichts tun ausser Chantal auf eigene Kosten ein Ticket zu geben, wenn sie zu wenig Geld hat.

Freitag, 19.03.10 12:47
 

Hallo,

also erstma find ich den Kommentar von glider ziemlich Übertrieben zumal dies nur ein Test war.
Dies aber momentan leider viel zu oft vorkommt und dies nicht nur bei Kindern sondern auch Schwangere werden der mitfahrt verwiesen nur weil es keinen Sitzplatz mehr gab und diese sich auf die Treppe zur 1.Klasse setzte (so vor einigen wochen berichtet in einer Abend sendung)

Ein unmögliches Verhalten, habe auch schon des öfteren bei mir in Achern im Bus erlebt Jugendliche auf die höfliche Frage einer Alten dame sagten es sei kein Platz mehr neben ihnen da die Freundin am nächsten Halteort einsteigt, wo hat man denn sowas gesehen???

Da muss man doch den Kopf schütteln,sowas unsoziales.

Zurück zum Thema:
Aber man solle mal dran denken wie es wäre wenn es das eigene Kind ist?!?!

Macht ma sich da nicht auch gedanken darüber wo das Kind gerade ist wenn es nicht zur Vereinbarten zeit zuhause ist?
Bitte mal etwas mehr nachdenken!

Hat das Kind viell.kein Handy weil es mit 13 noch nicht unbedingt notwendig ist sich in Jungen jahren von modernen Techniken zu machen.

Selbst bei uns im Verkehrsverbund der TGO sind die Fahrer Kulanter und lassen einen Mitfahren wenn man nur großgeld hat und als Stammfahrer dann das nächste mal seine Kosten begleicht, außer man hat eine monatskarte selbst da sind sie auch nach 2 Tagen wenn der Monat angefangen hat unter der woche versteht sich kulat und drücken ein Auge zu ;)

Und man kann sich im Kundenverkehr nicht erlauben unfreundlich dem Gast gegenüber zu sein immerhin kann auch ich als angehende Einzelhandelskauffrau nich jedem Kunden sagen sie sind scheise auch wenn man das gerne würde ^^

Für nen erneuten Test wäre ich auch sowie NYHC viell.auch mal mit Jugendlichen die Nach ner Party nach hause wollen!?!

Einen Sonnigen tag euch allen

Freitag, 19.03.10 12:51
 

"Aber man sollte auch mal fünf gerade sein lassen"

weiss nicht obs dazu dienstanweisungen gibt, bzw. wenn ja, was da drinsteht. der sprecher sagt ja, dass erwartet wird, dass der fahrer den differenzbetrag selbst bezahlt, wenn ein kind nicht genug kleingeld dabei hat.
wenn ein fahrer das nicht tut und das ticket zu einem geringeren betrag abgibt, muss er damit rechnen, dass die vag sagt, ihr sei ein schaden enstanden und der fahrer muss eventuell mit arbeitsrechtlichen konsequenzen rechnen.

so gesehen muss ein fahrer sich schon überlegen, was er tut.

Freitag, 19.03.10 12:55
 

die meisten menschen mit (pseudo-) authorität sind einfach schlecht.

Freitag, 19.03.10 14:58
 

@ Marchlewo Christianopolis:
Was hätten die Griechen gemacht, wenn sie gemerkt hätten, dass das Ganze nur ein Test war?

Freitag, 19.03.10 15:23
 

und in zukunft werden weinende kinder von den fahrern erst mal gefragt, welche redaktion sie geschickt hat...

Freitag, 19.03.10 15:58
 

"„In der Regel gehen wir gegenüber Kindern mit dem entsprechenden und notwendigen Fingerspitzengefühl vor“, behauptet VAG-Sprecher Andreas Hildebrandt. Ist das wirklich so?"

http://www.badische-zeitung.de/freiburg/siebenjaehriger-fliegt-aus-bus-schwester-muss-bleibe[..]

Freitag, 19.03.10 18:27
 

@ yachia: Sie hätten die verantwortlichen Redakteure auf einen Ouzo nach Dienstschluss eingeladen.

Freitag, 19.03.10 19:06
 

Mit allem gebotenen Respekt:
Der nächste Test: Kaufe für 50 Cent einen Burger bei Golden Arches, beantrage zum Nulltarif ein Darlehen bei der Bundesbank, frage ob dich der OB mit dem Dienstwagen nach Hause fährt und ob deine halbseitige Anzeige in der BZ bitteschön zum halben Preis veröffentlicht wird. Gründe: Dein Goldfisch ist krank, Du bist Vegetarier, oder katholisch, Deine Aktien sind im Keller, oder Du magst Sonnenaufgänge, -beliebig einsetzbar.
Dieser Test ist nix Wert, und sagt nichts über die Fahrer der VAG aus. Ich kenne diese Kundschaft inzwischen genau, die Situation der VAG Fahrer kann man in Eurer Rubrik Blaulicht nachlesen. Die müssen die Fahrscheine, die sie verkaufen, verschenken oder verbrennen, schließlich abrechnen. Müsste ich die Strassenbahn fahren, wäre der Schalter nur einen kleinen Spalt weit geöffnet. Und 50 € wechseln ist nicht mal in jeder Kneipe möglich-dazu, 50 € in der Hand eines Schülers würden mich aus anderen Gründen zumindest einen Augenblick stutzig machen. Verletzte gehören in die Obhut eines Krankentransport und nicht in ein öffentliches Verkehrsmittel es sei denn im Katastrophenfall. Die einzige Katastrophe ist dieser "Versuch", möchte wissen wer sich so was einfallen lässt... . Und, ich arbeite weder für VAG noch SBG. Wem die Tickets zu teuer sind rate ich zu einem Leserbrief an das regionale Blatt, die thematisieren so was sicher gerne in einem Artikel

Freitag, 19.03.10 19:38
 

kauf dir ein Herz :)

Freitag, 19.03.10 19:54
 

@s.b.
1. Lesen bildet!:
"Das ist unsere Testperson: Chantal Bachmann, 13 Jahre alt und aus Gottenheim. Sie geht in 7. Klasse der Wilhelm-August-Lay-Realschule in Bötzingen."

Wo siehst du in diesem Satz das Wort Gymnasium?

2.Befinden wir uns hier im Mittelalter?
"Genauso mit dem 1€ Stück, warum sollte der Fahrer aus eigener Tasche, von einem Gehalt, dass wahrscheinlich deutlich unter dem von Chantals Eltern liegt (sie ist auf dem Gym und da gibt es ja schon so Zusammenhänge).."

Glaubst du, dass es nicht falsch ist,in heutigen Zeiten den Besuch des Gymnasiums vom Gehalt der Eltern abhängig zu machen?
Wüsste nicht, wo darin der Zusammenhang bestehen würde.
Es gibt genug Schüler auf den (städtischen)Gymnasien,deren Eltern nicht viel mehr als ein VAG Mitarbeiter verdienen.
Allgemein über Gehälter möchte ich nicht diskutieren,das würde den Rahmen der Diskussion sprengen..

Und nun zum eigentlichen Thema:

Ich bin abends immer sehr froh, wenn mich der VAG Mitarbeiter kostenlos oder für weniger Geld mitnimmt. Das passiert manchmal im Jahr,da ich nicht mehr in Freiburg wohne und mir daher auch keine Regiokarte mehr kaufe.Da sind die Bahnen etc sowieso leer..

Daher kann man jetzt die Folgen des Tests nicht verallgemeinern.Man sollte das wirklich am späten Abend oder nachts testen. Danach kann man immer noch über das Positive oder Negative einzelner VAG Mitarbeiter diskutieren.
Doch meiner Meinung war die Reaktion richtig..

Freitag, 19.03.10 19:57
 

Woanders geht´s noch ganz anders zur Sache:

http://www.derwesten.de/staedte/meschede/Schueler-aus-Not-in-Erster-Klasse-Bahn-will-40-Eu[..] Zeiten, das welche mit Herz in öffentlichen Verkehrsmitteln oder bei der Bahn arbeiten, die sind vorbei! Eindeutig!

Manche Prüfer hier bei der VAG führen sich auf, grauenhaft.
Eine Studentin aus dem fernsten Ausland, war 2 Tage erst in Freiburg, und der fehlte ein Stempel in der Stammkarte: 40,-€!
Der Prüfer hat die so lange "verbal gedroschen", die im nahen und ferneren Umkreis sitzenden Mitfahrgäste zuckten schon zusammen, vor dem Prüfer. Der zog sein Ding durch, gnadenlos- wie damals zwischen 33 und 45.
Die Studentin war komplett fertig.

Die VAG Freiburg ist auch nur ein Beziehungsverein.
Hier werden eher Kinder oder Anverwandte eingestellt- von Angestellten, Freunden und Bekannten, als welche die sich "auf dem normalen Wege" bewerben, und dann eine Absage bekommen- "....sie sind ja arbeitslos und wenn wir sie einstellen, werden ihnen ja die ganzen Bezüge gekürzt". Stichwort ALG2 Empfänger- da kommt einem die Galle hoch Leute.

Bei der Deutschen Bahn verhält sich das ähnlich.
Siehe oben in dem Link.
Was ich mit dem Prüfdienst (Gestapo) der Bahn erlebt habe,
schreibe ich gerne auf Anfrage hier nieder.

Einige Fahrer der VAG sind jedoch auch sehr nett, das muss faierweise auch gesagt werden. Marina, Alwin und Alexander seien an dieser Stelle mal gegrüßt.

Freitag, 19.03.10 20:00
 

@Onkel Ralph

Ein Lächeln huscht mir über die Lippen..

Freitag, 19.03.10 20:50
 

@ onkel ralph
was sollen denn die 3. Reich vergleiche hier?
findest du das angebracht? willst du fahrscheinkontrolle mit Massenmord gleichsetzten?
das ist einfach nur widerlich.

Freitag, 19.03.10 20:53
 

Also ich hab auch so meine Momente mit der VAG erlebt.
Einmal, es war so 23 Uhr, wollte ich ganz normal nach Hause fahren, mit dem gewohnten Bus.
Ich zeige meine Regiokarte, die frisch gekauft war, und der Busfahrer KEIFT mich dermaßen UNFREUNDLICH an, dass ich sofort die Nummer eintragen solle, sonst dürfe ich nicht mit fahren.

Natürlich sollte ich mich beeilen, der Bus fährt in 3 Minuten.
Ich musste also raus und irgendwo einen Stift auftreiben, den er mir natürlich nicht zur Verfügung stellte (KLAR, hab immer mein Feddermäpchen dabei, und eine Mikrowelle noch mit dazu!)
Gut, dass noch meine Freunde da waren, sonst hätte ich noch eine weitere Stunde auf den nächsten warten dürfen (in der Kälte.)

Aber ich hatte auch manch positives Ereignis mit der VAG. Jedoch nicht sehr zahlreiche.

Zugegeben, der Test ist etwas fragwürdig... mit 13 ist man eigentlich schon etwas selbständiger und man besitzt ein Hand (Zumindest grob geschätzte 80 % - ich hatte mein erstes bereits mit 10, und das war vor 7 Jahren.)

Nun, was ich noch anmerken wollte:
@Fabsen:
"Glaubst du, dass es nicht falsch ist,in heutigen Zeiten den Besuch des Gymnasiums vom Gehalt der Eltern abhängig zu machen?
Wüsste nicht, wo darin der Zusammenhang bestehen würde.
Es gibt genug Schüler auf den (städtischen)Gymnasien,deren Eltern nicht viel mehr als ein VAG Mitarbeiter verdienen."

- Wie erklärst du dir dann bitte schön diese Preise? :
Eine Regiokarte für Hauptschüler: 14 Euro.
Eine Regiokarte für Realschüler: 28 Euro
Eine Regiokarte für Gymnasiasten: 30 (+?) Euro.

Ich zweifle stark an deiner Theorie. Aber das mal nur so am Rande...


Freitag, 19.03.10 21:01
 

@Lara ♥

Wenn du mir beweist,dass diese Preise wirklich existieren,werde ich da gerne dazu Stellung beziehen.

Aber es wird sowieso zu einer links/mitte/rechts Diskussion ausarten..

Freitag, 19.03.10 21:06
 

@Lara ♥

Habe selbst nachgeschaut und muss dir in diesem Punkt rechtgeben.Diese Preise existieren wirklich.
Aber man kann bei der VAG Zuschüsse beantragen,egal von welcher Schule man kommt.
Je nach schule beträgt der Eigenanteil 11 Euro bzw. 3 Euro mehr.

Doch zu meiner Schulzeit existierten diese Preise nicht und die ist noch nicht mal ein Jahr her..

Trotzdem bleibe ich bei meiner Theorie.

Freitag, 19.03.10 21:08
 

mehr vorne / hinten / oben / unten / innen / aussen - Disussionen bitte. Und das ganze gegendert - Y oder doppel-X ist ja auch wichtig.

Freitag, 19.03.10 22:06
 

@Fabsen:

Aber für die Allgemeinheit der Schülerschaft der jeweiligen Schulart existieren genau diese Preise, ich weiß das selber, da ich Schüler bin.
Ich finde das irgendwie diskriminierend, nun ja. Ansichtssache.

Aber okay, das ist hier nicht das Thema, also vertiefe ich das jetzt nicht weiter.

Freitag, 19.03.10 22:13
 

NYHC:

Die von Dir genannte Zahl und das Hauptwort dazu, kommen von Dir.
Wenn Du das miterlebt hättest, den Prüfdienst der Deutschen Bahn, dann würdest Du mir sofort und ungeteilt die Zustimmung geben.

Ende der Durchsage.

Ralph, 39, Bahncard100 1.Klasse Fahrer

Freitag, 19.03.10 22:36
 

@ ralph
ohh was könnntest du denn wohl mit "zwischen 33 und 45" und "Prüfdienst (Gestapo)" gemeint haben...? Kinderkacke!
hat der Prüfdienst 6 Millionen Juden umgebracht? Hat der Prüfdienst die Welt in den Krieg gestürzt? Ja? Wenn das so ist stimm ich dir wirklich voll und ganz zu.
hör bitte auf die Opfer des Nationalsozialismus mit solchen lächerlichen Vergleichen zu Beleidigen.

Sven Zimmermann
Samstag, 20.03.10 04:24
 

Liebes Fudder-Team, genau mit diesen Reaktionen
der Fahrer habe ich gerechnet. 90% Prozent der Kontakte
welche ich mit Fahrern der VAG hatte waren von Arroganz,
Unfreundlichkeit und Selbstherrlichkeit geprägt. Endlich zeigt
Ihr mal was viele schon am eigenen Leib erlebt haben.
Mittlerweile sind die Mitarbeiter auf den Ämtern ja freundlicher.
Und das soll was heißen....

Samstag, 20.03.10 08:04
 

Mein 9jähriger Sohn ist letztes Jahr im Schneeregen Linie 3 nicht mitgenommen worden, weil ihm 10 ct fehlten! Ich habe mich heftig bei der VAG beschwert, die das sehr ernst nahm und den Fahrer ermitteln wollte - und wir haben als Entschädigung eine Freikarte für die Schauinsland-Bahn bekommen.
Den Test finde ich voll daneben, billiger Pseudo-Journalismus,
vernünftiger wäre sich mit dem Fahrgastbeirat der VAG zu beschäftigen, Ideen zu entwickeln, z.B. "Notfall-Tickets", denn
dass die Fahrer für Fehlbeträge aufkommen müssen geht gar nicht!!

Samstag, 20.03.10 11:10
 

müssen die fahrer auch prozentual einen anteil ihres gehalts für die eventuellen schwarzfahren abdrücken, müsse sie am ende noch geld bringen das sie fahren dürfen - warum sind dann die tickets so teuer? 2.10€ hallo? sonst gehts noch! woanders gäbs nen generalstreik! REVOLUTION!!!!

;-)

Samstag, 20.03.10 17:45
 

beim teaserbild dachte ich erst, es handelte sich um eine neuerliche folge "was ist dein stil ..."

mit der VAG habe ich trotz musterbürgerlichem verhalten bislang nur negative erfahrungen gemacht.

Samstag, 20.03.10 18:29
 

Die unterschiedlichen Preise für die verschiedenen Schularten finde ich viel interessanter bzw. skandalöser als diesen Versuch. Ich wusste das bisher nicht. Gibt es dafür eine offizielle Rechtfertigung der VAG?

Zum Thema: man kann sich ja wirklich über jeden Berufsstand aufregen. Ich persönlich würde am liebsten über Makler schimpfen, fluchen, schreien, kotzen.
Am Ende ist es, bis auf die Makler (!), aber doch so, dass es überall solche und solche gibt.

Ich finds z.B. sehr angenehm und nett von den meisten VAG- Fahrern, dass sie fast immer warten, wenn ein Verspäteter noch zur Tram eilt.

Samstag, 20.03.10 19:03
 

Die unterschiedlichen Preise der Schülerregiokarten müssen an einer Förderung durch die Stadt Freiburg liegen. Bei uns aufm Land kosten alle Schülerregios 34 Euro wenn ich nicht irre.

Samstag, 20.03.10 19:08
 

warum kann man bei der vag eigentlich keine fahrräder mitnehmen?? ich wollte mal meinen heimweg mit der bahn bestreiten wg. platzregen und wurde vom fahrer direkt wieder rausgeschmissen. das hat mich ziemlich angepißt.

Samstag, 20.03.10 19:19
 

Danke, Zebra.
Das würde dann ja bedeuten, dass die Stadt Freiburg bzw. irgendein Beamter "denkt" den Eltern von Gymi- Schülern pauschal höhere Preise zumuten zu können.
Es hat also jeder Bio- LKler einen Arzt zum Vater. Und die Eltern der Haupis arbeiten aufm Bau. Klar. Man, die Welt ist so einfach. (:


Samstag, 20.03.10 20:25
 

Vielleicht kann Fudder das mal recherchieren?

Samstag, 20.03.10 21:20
 

Hallo,

stimmt, die Möglichkeit, das Fahrrad mitzunehmen, wäre eine gute Idee. Zumindest dann, wenn der Bus/die Tram nicht so voll ist. Wie oft hat man eine Panne und will das gute Stück nicht nachts in der Stadt zurücklassen wo es Gefahr läuft, trotz platten Reifens o.ä. geklaut zu werden? Oder man hat kein Auto, um es nachhause oder zum Zweiradmechaniker zu bringen. Oder es hat einen Platzregen, Blitzeis etc.

Das wäre echt mal eine Sache, über die die VAG nachdenken sollte.

Desweiteren sollte man mal eine Reportage über die Arbeit der VAG-Fahrer/Innen machen, wer weiß, warum diese manchmal so reagieren.

(Nicht dass hier jetzt einer denkt, ich hätte Connections zur VAG und wolle verteidigen, dem ist nicht so. Aber ich denke, die erleben einiges, bis sie Feierabend haben.)

Samstag, 20.03.10 22:07
 

Ich würde mich auch für das Interessieren, was die Preise nach Schulart angeht.
Weil falls ein vernünftiger Grund dahinter stecken sollten (mal wage angenommen), dann muss ich den wissen

Fudder, ihr seid gefragt!

Sonntag, 21.03.10 00:25
 

das mit Preise nach Schulart liegt aber nicht an der VAG sondern an den Zuschüssen die das Land bezahlt, dafür kann die VAG nichts ! Da müsst ihr euch beim Land beschweren.

Wobei ich ehrlich gesagt eh lieber mein Auto nehme, ist billiger als die VAG :)

Sonntag, 21.03.10 11:23
 

Ein etwas reisserischer Bericht, hm? Verletzt, halbnackt und angeschossen, lässt die VAG das Mädchen liegen,
ne mal im Ernst wenn ich eine Dienstleistung will und dafür bezahlen kann, soll der dämliche Zugmann das annehmen. Kann ja nicht sein, dass die VAG einen 50 Eu Schein nicht annimmt. Die restlichen Punkte hab ich nicht anders erwartet.
Schlimmer find ich eher, dass die VAG ungefähr ne Stunde für 5 km durch FR braucht und dafür noch 2,10 kassiert, schreibt darüber mal!

Gast
Sonntag, 21.03.10 16:34
 

Ich bin der Meinung, dass die Bahnfahrer in Norddeutschland viel freundlicher sind... evtl erklärt sich ja jmd bereit, diesen Test mal in Hamburg oder Bremen durchzuführen.
Ich finde, dass die Norddeutschen netter sind als die Süddeutschen!

Kamaeleon
Sonntag, 21.03.10 21:15
 

Da sich hier eine kleine Einkommen/Bildung-Diskussion entwickelt:
Ich möchte nur ergänzen, denn das hatte ich mal in der Statistik-Vorlesung, dass tatsächlich deutliche Zusammenhänge zwischen dem Einkommen der Eltern und der vom Kind besuchten Schulform existieren.

Ist auch relativ logisch: Wenn jemand gut in der Schule ist, studiert er wahrscheinlich danach. Dieser jemand ist jetzt auch noch gut im Studium und bekommt nach seinem Top-Abschluss einen gut bezahlten Job. Weil man meistens seinen Partner auch "unter Seinesgleichen" sucht, haben solche Leute auch oft Akademiker zur Frau/ zum Mann. Kinder die aus diesen bildungsbürgerlichen, gutbetuchten Ehen entstehen, haben von Haus aus eine gute Allgemeinbildung und eine größere Leistungsorientierung. Dadurch sind sie meistens auch besser in der Schule und kommen häufiger aufs Gymnasium.
Arme Menschen zeugen also keine Kinder zweiter Klasse. Die Ansprüche der Eltern, die Förderung durch die Eltern und die Konfrontation der Kids mit "akademischen" Themen fallen nur geringer aus.
Man kommt demnach nicht aufs Gymnasium, allein weil die Eltern Kohle haben, sondern weil die Eltern wahrscheinlich selbst eine gute Bildung genießen durften und dadurch als Nebeneffekt Kohle haben.

Ein kleiner Neunmalklug

Theo
Montag, 22.03.10 11:22
 

Ich selbst bin mit mit dem Kinderwagen am Friedrich-Ebert-Platz einer StraBa zugestiegen. Diese war gerammelt voll. Viele ältere Damen mit Gehilfen und auch 3 weitere KiWa's. Meine Kleine hatte gezettert und ich nahm sie direkt in der StraBa auf den Arm. Ich hatte mein Geld in der Hand (damals kostete das noch 2 EUR) und wollte nachdem ich den KiWa zur Seite gestellt habe am Automat zahlen.
Da "stürmen" 2 Herren durchs Abteil, der erste drückt mich mit Kind weg vom Automat zur Seite, dass ich nicht mehr direkt zum Automaten konnte und der zweite schreit mich an, dass ich schwarz fahren würde. Die Bahn hätte sich bereits "bewegt" (Klar, musste ja auch KiWa noch versorgen). Wann sollte ich denn das Ticket lösen. Die nächste Haltestelle hatten wir noch nicht mal in Sichtweite, das war alles noch auf Höhe der Uni-Kliniken... Ende vom Lied war, dass ich Geld für Schwarzfahren abdrücken konnte und noch 3 hämische Kommentare anhören musste.
"Beschweren Sie sich doch", "Wir sind im Recht, die Bahn hat sich bewegt" "Wir müssen ein Exempel statuieren.
Selbst mein Einspruch per Email und Brief wurde bei der VAG abgewiesen.

Danke VAG. Den Brief habe ich noch irgendwo zuhause...

Achja...
meine Kleine hatte während dem "Verhör" nur noch wie am Spies gebrüllt... dies alles war unbeidruckt von den beiden .... (denkt Euch das passende Wort)

Montag, 22.03.10 15:16
 

Dreistes und oberlehrerhaftes Verhalten der Kontrolletis war nicht das Thema des Tests, so berechtigt hier die Äusserungen dagegen auch sein mögen.

Die Situation des Tests war auch nicht abends im letzten Zug zwischen Hinterzarten und Seebrugg, sondern mittags im Stadtzentrum. Die Testperson war auch nicht mehr als so unbedarft zu betrachten.

Somit bleibe ich bei meiner Meinung:
Mit zuwenig Geld mitfahren zu dürfen, kann man vom Fahrer nicht verlangen.
Mit einem zugrossen Schein mitfahren zu wollen, wäre es gerade am Betoldsbrunnen sicher machbar gewesen, den Schein "kleinzukriegen". Aber gut, es gibt da ja auch noch die Möglichkeit mit der Quittung, wobei ich mich wirklich frage, ob dann nicht gleichfalls ein Geschrei der Entrüstung kommen würde, wenn man dann tatsächlich mit der Quittung bewaffnet zum PLuspunkt nochmal gehen müsste.
Wenn man sich als verletzt bezeichnet, wäre die Hilfe in der Tat angesagt gewesen.

Es ist in der Stadt vielleicht wirklich nicht mehr so, dass ich - weil Fahrer und Fahrgast sich persönlich kennen - am nächsten Tag einfach das Geld bringe. Und ich denke, dass eine aufgeweckte Schülerin dies eigentlich auch so verinnerlicht haben sollte. Wenn nicht, dann sollten sich die jeweiligen Eltern mal fragen, ob sie ihr Kind entsprechend gut vorbereitet haben für derartige Ausflüge.

Montag, 22.03.10 20:40
 

Ich find das mit dem 50 € schein ja noch eiiiiiinigermaßen verständlich ich mein mittags, hauptlinienverkerh und lauter leute die schnellstmöglich weiterfahren wollen, da will sicher nich jeder fahrer mal eben noch 48,70 € rausgeben müssen oder ne Quittung ausfüllen. Ich denk mal dass die einfach auch nich damit rechnen dass n 13-jöhriges Mädchen sich über ihre Rechte im klaren ist.
Vllt hättet ihr den Versuch wiederholen und den Fahrer auf diese Anordnung aufmerksam machen sollen ?
Aber gut.
Unglaublciher find ich die Sache mit der Armverletzung.Ich kann die Schaulspielkünste der jungen Dame zwar nicht beurteilen, aber sowas sollte der Fahrer normalerweise schon ernst nehmen !
:/

Montag, 22.03.10 23:16
 

"Unglaublciher find ich die Sache mit der Armverletzung.Ich kann die Schaulspielkünste der jungen Dame zwar nicht beurteilen, aber sowas sollte der Fahrer normalerweise schon ernst nehmen !" - Und nen Krankenwagen bestellen!
Vielleicht gut so, dass er es nicht tat, bzw. die Testperson hätte sich da sehr schnell outen müssen!

Klaus H.
Dienstag, 23.03.10 15:00
 

ich hatte mal nachts in st. georgen eine fahrradpanne, und der busfahrer wollte nicht nur kein rad in seinem ansonsten leeren bus richtung innenstadt mitnehmen, sondern wäre auch beinahe handgreiflich geworden, als ich darüber mit ihm anfing zu diskutieren. abgesehen von dem unding, dass man in freiburg nicht - wie in normalen städten - fahrräder einfach mitnehmen kann, ggf. außerhalb der stoßzeiten, wurde auch da ohne jedes mitgefühl stur eine (unsinnige) regel befolgt. mehr noch: der mann hätte sich für ihre einhaltung bzw. zur strafe für widerworte am liebsten noch gekloppt.

Dienstag, 23.03.10 21:16
 

@Klaus H.

Auch ein kaputtes Fahrrad ist ein Fahrrad. Auch wenn es regnet, ist es ein Fahrrad. Und solche sind nun mal von der Beförderung ausgeschlossen.

Beschäftigen Sie sich mal mit den Beförderungsbedingungen.

PS: Ja, ich oute mich als einer der unfreundlichen, arroganten, kinderfressenden und ebenfalls keine Fahrräder mitnehmenden VAG-Fahrer.

Kommt mal alle wieder runter. Was soll man denn noch alles machen? Jeder der kein Geld hat soll vom Fahrer eingeladen werden. "Verletzte" wollen mitfahren anstatt einen Rettungswagen. Und mittags am Bertoldsbrunnen kann man nicht in einem der Hundert Geschäfte oder einer der zehm Bäckereien oder fünf Banken vorher einen Fünfzig Euro Schein kleiner machen, weil der Wechselgeldvorrat eines Fahrers auch Grenzen hat.

Im übrigen, zum Thema Unfreundlichkeit, so wie man in einen Wald hineinschreit so schallt es auch wieder raus. Wer in einem normalen Tonfall mit einem spricht, der erreicht sein Ziel etwas einfacher. Einige scheinen zu denken, für 2,10 hat man nicht nur die Bahn gekauft, sondern gleich noch einen Leibeigenen dazu der als seelische Müllhalde dienen kann. Entsprechend ist dann auch der Ton.

Dienstag, 23.03.10 21:37
 

die bemerkung mit dem fahrrad war von mir nicht gegen den fahrer, sondern gegen die beförderungsbedingungen gerichtet.

was das wechselgeld betrifft finde ich schon dass ein dienstleister einen 50-euro-schein, dessen verwendung im alltag wirklich nicht unüblich ist, wechseln können sollte und nicht versuchen darf, die last auf andere dienstleister abwälzen. in einem laden wächst das wechselgeld ja auch nicht am baum, und ich bin mir sicher dass die apotheke am bertoldsbrunnen z.b. sich bedanken würde wenn alle 5 minuten jemand reinkäme um sich geld für die bahn zu wechseln.

natürlich sollten bei alledem beide seiten gleichermaßen höflich bleiben.

weiterhin gute fahrt

Mittwoch, 24.03.10 09:57
 

Hallo Stonecutter,

Stonecutter: "Im übrigen, zum Thema Unfreundlichkeit, so wie man in einen Wald hineinschreit so schallt es auch wieder raus."
yachia:"Desweiteren sollte man mal eine Reportage über die Arbeit der VAG-Fahrer/Innen machen, wer weiß, warum diese manchmal so reagieren." (s.o.)

Aber vielleicht kann man das Thema Rad-Mitnahme doch mal einbringen? Damit es eine Möglichkeit gibt, samt Rad nach Hause zu kommen, wenn man eine Panne hat? Wenigstens ausserhalb der Stosszeiten? Wenn der Bus/die Tram so gut wie leer ist? Wäre das ein Denkanstoss wert?

Freiburgerle
Donnerstag, 25.03.10 19:51
 

Tach

ich stimme Stonecutter voll und ganz zu klasse beitrag :-)

ich bekomme es auch täglich am Bertoldsbrunnen Live mit ^^

Donnerstag, 25.03.10 20:00
 

"wechseln können sollte und nicht versuchen darf, die last auf andere dienstleister abwälzen. "

Ich vergass zu erwähnen, dass sich der Pluspunkt direkt am Bertoldsbrunnen befindet. Also nicht wirklich was mit abwälzen.

"Aber vielleicht kann man das Thema Rad-Mitnahme doch mal einbringen? Damit es eine Möglichkeit gibt, samt Rad nach Hause zu kommen, wenn man eine Panne hat?"

Tja, da bleibt nur der Weg über den Fahrgastbeirat. Ich meine mich aber zu erinnern, dass das Mitnahmeverbot auf dessen hinwirken eingeführt wurde. Da nagelt man mich aber bitte nicht drauf fest.

Nebenbei, kloppen würde ich mich deswegen auch nicht. Aber die Bahn bleibt dann eben stehen.

"natürlich sollten bei alledem beide seiten gleichermaßen höflich bleiben."

Da könnte ich einige schöne Geschichten zum Besten geben. Verbale Entgleisungen mancher Fahrgäste von Leuten von denen man das eigentlich nicht erwarten würde.

Samstag, 22.09.12 16:08
 

VAG lässt 17-jähriges Mädchen nachts am Bert stehen, weil sie mit zehn 2-Cent-Münzen zahlen wollte

http://mehr.bz/b8gy

Samstag, 22.09.12 18:30
 

Selbst wenn der Testversuch aufgrund von bereits erwähnten Mängeln nicht umbedingt represantiv ist, so finde ich sieht man bereits an den Reaktionen hier das es sich um ein alltägliches Problem handelt was so nicht bestehen dürfte.

Ich wurde erst letztens an einem kleinen Bahnhof (Auggen) vom Zugfahrer aus der Lock angepöpelt ob ich den mitfahren wolle nachdem er direkt bevor ich einsteigen konnte die Türen verriegelt hat. Der Grund: Ich solle mich gefälligst beeilen mit dem einsteigen. (der zug hatte da keine 30 sekunden gehalten)
Da frage ich mich: Muss ich mich wenn ich 5,40€(!) bezahle um nach Freiburg zu kommen dann auch noch mies behandeln lassen?
Ich finde es eine Frechheit wie hier mit zahlenden Kunden umgegangen wird vorallem bei den Preisen.

In Berlin wurde ich schon aus dem Bus geschmissen weil ich nur einen 20€ Schein hatte (ungemein unfreundlich).

In komplett überfüllten Zügen wird die erste Klasse nicht freigegeben aber man wird zur Sau gemacht wenn man auf der Treppe die "Fluchtwege blockiert"

Man erkundigt sich in einem Zug danach wie das mit den Bedarfshaltestellen funktioniert da man das nicht kennt(gibt es tatsächlich noch) und wird dafür das man gerne seine Haltestelle erwischen möchte auch behandelt als wär man schwer von Begriff.

Ich gehe immer freundlich auf Leute zu und oft wird das auch erwiedert aber die Fälle in denen ich mich unzumutbar behandeln lassen muss mehren sich und da frage ich mich warum bezahle ich da überhaupt Geld für? Den Verkehrsunternehmen geht es offenbar zu gut/ sie haben zu viele Kunden wenn sie sich das leisten können.

Samstag, 22.09.12 21:55
 

Ich werd auch unzumutbar behandelt. Andauernd!

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