Das sind Tonio Schaffert, Lisa Dastolfo und Florian Scheithauer. Sie heilen Multiple Sklerose. Mit Curry. Gut - so einfach und so eindeutig ist es in Wirklichkeit nicht, aber die drei Schüler aus Lörrach haben einen vielversprechenden Ansatz gefunden, der zumindest den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen könnte.

Auch wenn Florian Scheithauer (19) es ganz einfach erklärt, klingt es immer noch kompliziert biochemisch. Dazu muss man zunächst einige Vorgänge erklären, die am vielfältigen Krankheitsbild der Multiplen Sklerose Anteil haben. "Da sind zwei Enzyme, die gibt es viel zu oft bei MS-Patienten", sagt Florian Scheithauer. Die Arginase und die NO-Synthase regeln miteinander den Harnstoffkreislauf. Und wenn es vom einen Enzym zu viel gibt, gibt es auch vom anderen zu viel, und dadurch entstehe Stickstoffmonoxid statt Harnstoff: "Das sind so genannte freie Radikale, die nicht einfach ausgeschieden werden wie der Harnstoff", erklärt Florian Scheithauer weiter. Und diese sorgen für die Entzündungen an den Nervenzellen, was eine der Hauptursachen der MS ist.
