zur Startseite
Passwort vergessen?
 

 

Die Süddeutsche und ihre iPhone-App: Darf eine Zeitung Blogartikel einkaufen?

Eine Internetfirma aus Basel hat den Medien-Aufreger der Woche ausgelöst: Um die Markteinführung der eigenen iPhone-App zu unterstützen, hat die Süddeutsche Zeitung bei der Basler Firma Trigami eine Online-Kampagne in Auftrag gegeben. Trigami wiederum beauftragte Blogger, bezahlte Werbeartikel zu schreiben. Die Reaktion: Entsetzen überall. Wir haben bei Trigami-Gründer Remo Uherek nachgefragt, was da genau passiert ist - und warum die Kampagne für viele ein G'schmäckle hat.

 

Remo, in dieser Woche ging ein Aufschrei durch die Blogospähre, nachdem bekannt wurde, dass die Süddeutsche für ihre iPhone-App die Dienste Deiner Firma in Anspruch genommen hatte. Was genau ist passiert?



Im Prinzip habe ich bereits in unserer Stellungnahme unsere Sicht der Dinge dargestellt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir großen Mist gebaut haben. Wir haben viele kleine Fehler gemacht, die in der Summe einen großen ergeben haben.

Das lag an diversen Kommunikationsproblemen, einerseits intern, andererseits mit dem Kunden. Im Gespräch mit dem Kunden hat dieser einmal den Wunsch geäußert, dass im iTunes-Store möglichst viele positive Bewertungen seines Produktes auftauchen. Das war nicht als Handlungsanweisung an uns gemeint, tauchte aber dann im internen Briefing auf. Auch das wäre noch nicht problematisch gewesen, wäre es nicht im öffentlichen Briefing für die Blogger übernommen worden.

Unser Grundprinzip ist die Kennzeichnungspflicht, und eigentlich machen beziehungsweise beauftragen wir keine Schleichwerbung. Falls der Kunde eine Abgabe von Bewertungen auf einer Drittseite wünscht, dann machen wir dies nur, wenn die von uns beauftragten Blogger die Bewertung mit den Worten beginnen „Im Zuge einer Trigami-Kampagne durfte ich das Produkt testen und hier ist meine Meinung."

Jetzt hat sich eine Grundsatzdebatte entwickelt, die sicherlich auch mit der Prominenz des Kunden zu tun hat.

Kannst du bitte kurz erklären, wie genau Euer Konzept funktioniert? Wer sind die typischen Blogger und wer sind die typischen Kunden?



Wir sehen uns generell als Online-Marketing-Spezialist, der bei neuen Produkten, bei neuen Entwicklungen und Trends immer vorne am Ball ist. Wir vermitteln zwischen Kunden und Bloggern, denn natürlich könnten die Kunden auch persönlich an einen Blogger nach dem anderen herantreten, aber wir bieten das eben gebündelt an, was Zeit und Geld spart. Der Kundenkontakt bewegt sich auch immer mehr in Richtung Facebook, Twitter oder YouTube. Wir bieten den Kunden als Medium quasi ein Social-Media-Marketing-Netzwerk, dessen er sich bedienen kann.

Wir haben über 10.000 Blogger in unserem Pool, aus denen wir dann, je nach Kundenwunsch und Kampagne zwischen 25 und 100 auswählen, denen wir den Auftrag und das öffentliche Briefing zukommen lassen. Das geht vom kleinen Hobby-Blogger mit vielleicht 100 bis 200 Lesern pro Monat bis zum quasi professionellen Blogger mit über 100.000 Lesern pro Monat.

Können die Blogger davon leben?



Wir haben seit unserer Gründung 2007 bereits mehr als 300 Kampagnen gefahren. Gerade laufen zehn Stück, was aber an der Weinachtsflaute liegt. Normalerweise sind es zwischen 15 und 25 Kampagnen.

Manche Blogger können vielleicht noch nicht komplett davon leben, haben aber bereits Textagenturen gegründet und arbeiten in ihren Jobs nur noch halbtags. Es hängt natürlich auch immer von den Ansprüchen der Blogger ab. Ausschließlich können die von uns bezahlten Blogger davon derzeit eher nicht leben.

Diese Art der Werbung wird von vielen Bloggern kritisch gesehen. Es ist von Bestechlichkeit die Rede. Wie siehst du das?



Grundsätzlich denke ich, dass jeder seine Meinung äußern darf. Für uns ist wichtig, dass von uns in Auftrag gegebene Posts als solche gekennzeichnet sind. Natürlich werden die Kampagnen immer komplexer, so dass es nicht immer ganz einfach für uns ist, diese Kennzeichnungspflicht 100 Prozent zu überprüfen, insbesondere wenn Twitter, Facebook oder Offline-Mundpropaganda im Spiel sind.

Der Markt steckt noch in den Kinderschuhen und es müssen sich erst noch einheitliche Kennzeichnungs-Standards etablieren. Das Einhalten unseres Kennzeichnungs-Prinzips ist uns sehr wichtig, weshalb in diesem Bereich noch zahlreiche Verbesserungen von uns geplant sind.

Die Blogger der ersten Generation sind sicherlich auch ein bisschen als Weltverbesserer angetreten, und dass denen als Early Adopters diese neuen Entwicklungen nicht so ganz passen, ist durchaus verständlich. Rechtlich stehen wir aber einwandfrei da und haben uns nichts vorzuwerfen.

Die Problematik wird wohl auch weniger in der rechtlichen, als in der moralischen Verwerflichkeit gesehen.



Für mich ist das ganz normale Werbung, genauso wie dies bei anderen Medien wie Fernsehen, Zeitschriften oder Radio gang und gäbe ist. Allerdings möchte ich mich hier auch nicht zu der Grundsatzdebatte äußern. Ganz generell denke ich, dass auch Blogger Geld verdienen möchten und hier eine Möglichkeit dazu besteht.

Wie verbreitet sind diese Advertorials? Wie oft kann es mir im Netz passieren, dass ich über so etwas stolpere, ohne es gleich zu merken?



Jeder aufmerksame Leser sollte merken, ob es sich um eine Anzeige oder einen redaktionellen Beitrag, also eine Text-Review, handelt. Unsere Blogger haben eine Kennzeichnungspflicht. Ich denke, diese Art von Werbung wird mit zunehmender Bedeutung der Social Networks und dergleichen immer wichtiger. Ich sehe sie auch nicht vom traditionellen Marketing abgetrennt, sondern das sollte ineinander greifen. Unternehmen sollten schon 20 bis 30 Prozent ihres Marketingbudgets in den Online-Markt investieren.




Du hast mit Trigami sehr schnell die Schuld für die Fehler übernommen. Hast du das nur gemacht, um den Kunden zu schützen?



Auf keinen Fall! Das war kein Marketing-Gag, sondern es handelte sich um unsere Fehler. Der Kunde hat zwar schneller reagiert und kurz vor uns eine Stellungnahme veröffentlicht, als ich im Unternehmen noch dabei war, eine Task Force zusammen zu stellen. Aber wir haben sofort nachgezogen, und das war uns auch wichtig.

Ich sage nicht, dass der Kunde keine Fehler gemacht hat, aber wir sind die Spezialisten, wir haben eigentlich das Know-How und sollten dafür sorgen, das solche Dinge nicht passieren. Wir stehen seit Monaten mit dem Kunden in Kontakt, und sind in den letzten 12 Monaten aber auch beträchtlich gewachsen, von drei auf zehn Mitarbeiter. Wir haben beim ersten Kontakt den Fehler gemacht, kein genügend intensives Beratungsgespräch mit dem Kunden zu führen, um herauszufinden, welche Art von Kampagne für ihn am besten geeignet wäre. Inzwischen passiert das immer.

Wir haben für die Kampagne letztlich 50 Blogger ausgewählt, von denen 25 den verbindlichen Auftrag bekommen haben. Bis zur Einstellung der Kampagne am Montag wurden erst sieben Beiträge veröffentlicht, von denen die meisten bereits wieder gelöscht oder geändert wurden.

Die Kampagne haben wir auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden eingestellt, obwohl wir der Ansicht sind, dass es besser gewesen wäre, die verbliebenen 43 Blogger neu zu briefen und die Kampagne als Text-Review-Kampagne weiterlaufen zu lassen. Dann hätten wir zwar sieben falsche oder schlechte, aber 43 richtige Beiträge bekommen. Wir hatten so ein Szenario schon einmal, und im Sinne des Grundlagenbuches "Naked Conversations" wäre das die richtige Strategie. Allerdings respektieren wir den Kundenwunsch.

Die Süddeutsche ist nicht unbedingt für ihre große Versiertheit im Online-Bereich bekannt. Habt Ihr die SZ darauf hingewiesen, dass es besser wäre, die Kampagne weiterlaufen zu lassen?



Nein, das haben wir nicht, denn der Kunde hat bereits vorher seine Stellungnahme veröffentlicht, in der er von der Einstellung der Kampagne sprach. Wahrscheinlich hätten wir diese Strategie aber auch nicht durch bekommen, weil ich den Eindruck hatte, dass die interne Entscheidung dafür schon definitiv gefallen war. 

Einen Imageverlust haben alle Beteiligten erlitten, nicht nur die Süddeutsche und Trigami, sondern auch die beteiligten Blogger. Befürchtest du weitere Konsequenzen, zum Beispiel Schadenersatzforderungen seitens der Süddeutschen gegen Trigami?



Im Augenblick stehen wir in intensivem Kontakt mit dem Kunden, mit Bloggern und der Presse. Zu Spekulationen möchte ich mich deshalb nicht äußern. Ich denke, was wir von Trigami im Sinne von "Naked Conversations" machen können ist, zu kommunizieren und offenzulegen, was passiert ist, was schief gelaufen ist und wie wir es in Zukunft besser machen werden. Das hat gerade oberste Priorität und wird von uns praktiziert.




  • Trigami
    Trigami ist ein Unternehmen, das sich als Online Marketing-Spezialist versteht. Als Mittelsmann zwischen Unternehmen und Bloggern nimmt Trigami die Aufträge der Unternehmen entgegen und entwickelt auf die Kunden abgestimmte Kampagnen. Dabei kann der Kunde zwischen verschiedenen Formen wählen. Advertorials sorgen dafür, dass der Kunde nur positive Bewertungen seines Produktes zu lesen bekommt. Bei Text-Reviews wird den Bloggern das Produkt ohne Handlungsanweisung zur Verfügung gestellt. In der Bewertung darf die eigene Meinung geäußert werden.


  • Süddeutsche.de
    Die Marketingabteilung von Sueddeutsche.de suchte nach einer Möglichkeit, das neue iPhone-App zu bewerben und trat aus diesem Grund an Trigami heran. Diese sollten eine passende Kampagne entwickeln.

  • Das Problem
    Das höchste Gut von Qualitätsmedien wie der Süddeutschen Zeitung ist die Glaubwürdigkeit. Glaubwürdigkeit bedeutet: Ein Journalist tut unabhängig und frei von finanziellen Einflüssen seine Meinung kund.  Im Umkehrschluss kann man argumentieren: Ein Qualitätsmedium wie die Süddeutsche darf die Meinung von Journalisten und Blogger nichtn in ihrem Sinne steuern, indem sie sie finanziell beeinflusst. Das Upload-Magazin deckte diesen Konflikt Anfang der Woche in einem Beitrag auf.

Mehr dazu




Artikel auf Facebook weiterempfehlen Artikel twittern Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen Diesen Artikel bei del.icio.us bookmarken
 



Kommentare
Anzahl der Kommentare: 27
Donnerstag, 21.01.10 09:01
 

Das ist eben die Fortführung der Werbung im Netz, wo ist das Problem. Ich hab gestern meinen PC neu aufgesetzt und nach kurzem Surfen "Augenkrebs" bekommen. Fudder, Spiegel, Heise alles voll mit blinkenden Bannern und Flashwerbung.

Da sich das jeder Depp mit 3 Klicks abschalten kann sucht man eben nach anderen Möglichkeiten Geld einzunehmen.

morgendrei
Donnerstag, 21.01.10 10:10
 

Man sollte sich auch fragen, warum Fudder einen kritischen Bericht über die SZ veröffentlicht. Gehört Fudder nicht zum Badischen Verlag, dessen Badische Zeitung größter Konkurrent zur Süddeutschen Zeitung ist. Gute Möglichkeit die Konkurrenz schlecht zu machen.

vir 2lx
Donnerstag, 21.01.10 13:27
 

"Darf eine Zeitung Blogartikel einkaufen?" Gegenfrage: Kann man bei *trigami auch SZ-Redakteure buchen?

Donnerstag, 21.01.10 14:08
 

"Gehört Fudder nicht zum Badischen Verlag, dessen Badische Zeitung größter Konkurrent zur Süddeutschen Zeitung ist."


Größter Konkurrent der SZ?! So ein Blödsinn.

Die Konkurrenz dürfte gleich Null sein.

Donnerstag, 21.01.10 14:51
 

ich verstehe nie, wer die sz liest. eine sterbenslangweilige zeitung, und häßlich obendrein. der bekloppte münchenteil entlockt mir jedesmal ein solches augenrollen dass ich angst kriege mir ne zerrung zu holen, und dass sie für jetzt.de verantwortlich sind, werde ich ihnen nie verzeihen. eine zeitung für beamte der mittleren hierarchieebene und leute, die es werden wollen.

Donnerstag, 21.01.10 20:44
 

Ach ja, um´s nicht zu vergessen: Richtig interessantes, Thema, das fudder da aufgegriffen hat, und prima Interview von cms.

P.S.: Das war jetzt gratis ;)

?
Donnerstag, 21.01.10 21:22
 

@kinky sh!t:
"ich verstehe nie, wer die sz liest. eine sterbenslangweilige zeitung, und […]"

Welche überregionale Tageszeitung würdest Du denn empfehlen?

derChefredakteur
Donnerstag, 21.01.10 21:28
 

Und hier findet man das medienhandbuch.de-Interview mit Jan Tißler, dem Online-Journalisten, der diesen "Werbe-Unfall" aufgedeckt hat: http://tinyurl.com/yerwdhm

kus
Donnerstag, 21.01.10 23:14
 

habe während meines Studiums viele Jahre die Süddeutsche gelesen. Irgendwann wurde mir die aber zu "hmmm..."

Heute ist mein Favorit die ftd

Donnerstag, 21.01.10 23:44
 

@?
welche dir am besten gefällt ehrlich gesagt, ist nunmal geschmackssache. einfach rumsuchen.

Donnerstag, 21.01.10 23:47
 

@kus: ftd? Erklär´s mir!

@Süddeutsche: Stimmt, die hatten wir auch als Minimalkonsens in der WG. Ich fand damals noch die FAZ besser. Aber mittlerweile politisch unerträglich. So kann´s gehen...

kus
Donnerstag, 21.01.10 23:50
 

ich interessiere mich im Überregionalen insbesondere für die Wirtschatfsberichterstattung, da ist die ftd kompetent und kommt auf den Punkt. Ich finde auch das Layout modern und leserfreundlich.

Ansonsten lese ich die Berliner Zeitung und natürlich die BZ

Freitag, 22.01.10 00:14
 

Ach so... Siehste, ich kann ganz schön beschränkt sein. Da habe ich jetzt echt nicht dran gedacht, dass es ja auch Wirtschaftszeitungen gibt...

Ich kann ganz ehrlich sagen, dass die Badische Zeitung von den mir bekannten Lokalzeitungen, die ich in den letzten Jahren mehr als einmal in der Hand hatte, mit Abstand die beste ist. Richtig schlimm finde ich die Rheinische Pest, mit der ich aufwachsen musste *würg*

Die Berliner Zeitung habe ich seit 9 Jahren nicht mehr gelesen.

cms
Freitag, 22.01.10 15:33
 

@ JosFritz: Danke!:-)

Die Rheinische Post ist schlimm? Kennst Du das Offenburger Tageblatt? Wenn ja, welche Zeitung ist schlimmer, denn die RP kenne ich nicht.

Ich hab die letzten Jahre die Frankfurter Rundschau gelesen und durfte ihren Niedergang erleben - die wurde immer schlechter. In Zukunft wird es aber sowieso eher La Tercera aus Santiago de Chile sein, wenn ich eine Zeitung in die Hand nehmen will.

Freitag, 22.01.10 17:04
 

Ich möchte hier mal die chauvinistische UND eurozentristische Behauptung aufstellen, dass es nirgendwo auf der Welt so gute Zeitungen gibt wie in Deutschland.
Immer wieder näher angeschaut habe ich mir: Die NZZ (Die zugegenermaßen einen sehr guten Politikteil hat), den Standard, die NY-Times, die Washington Post, die Los Angeles Times, Le Figaro, Le Monde, die Jerusalem Post, die Times aus London, den Guardian. Das waren hauptsächlich sehr, sehr schlechte Witze. Dass die Times aus London als Maßstab für Qualitätszeitungen gilt, ist mir unbegreiflich; ich würde die überhaupt nicht als Qualitätsblatt einstufen, sondern als astreines tabloid. Da hat mir kürzlich eine Kolumnistin in schlechtem Englisch zu erklären versucht, dass man Kinderschänder töten muss, weil sie einen so wütend machen und Buchrezensionen lesen sich etwa so "It`s funny but also sometimes sad. And there`s so much in it. It`s a thrill. I like it." Schon möglich, dass es in Georgien eine Zeitung gibt, mehr zu bieten hat, als etwa die ZEIT, aber ich glaube nicht so recht dran.

Freitag, 22.01.10 17:06
 

"Herald Tribune" war noch dabei. NA-JA.

Freitag, 22.01.10 17:30
 

du willst mich ja wohl verarschen

Freitag, 22.01.10 19:06
 

@cms: Hm, das Offenburger Tagblatt kenne ich nun wiederum nicht. Fürchte, die Frage, was schlimmer ist, muss offen bleiben :(

@MC: Respeeeeeekt ;)

Freitag, 22.01.10 19:48
 

Weil?

Freitag, 22.01.10 19:52
 

@ JF: Naja, ich lese die fast nur im Internet und für die genannten Blätter braucht man ja nur 2 Fremdsprachen.

Freitag, 22.01.10 20:43
 

Wo wir bei JF sind, die Junge Freiheit ist unverzichtbar wenn man wissen will wie das nationalkonservative Lager in Deutschland tickt, ich surfe regelmäßig rüber. Faustregel: sollten die JF-Kommentatoren eines Tages aufhören, sich über die deutsche Politik aufzuregen, wird es Zeit zu emigrieren, bevor man ins Arbeitslager kommt :)

Und die FAS ist sehr schön fürs Wochenende und finde ich gar nicht besonders rechts; kürzlich war was pro Drogenliberalisierung drin, eine wohlwollende Darstellung von Drogentestern für Partygänger in der Schweiz und ein Artikel, der sich damit beschäftigt hat warum Leute wie Broder Trottel sind. Das ist eine Zeitung, mit der ich leben kann. Der Spiegel ist alles in allem auch ok, solange man selektiv rübersurft und ihn nicht kauft und sich dann über den ganzen Promi-Schrott ärgert den man mitgekauft hat. Und, @Marchlewo, die NYT ist eine astreine Zeitung und Steve Bell vom Guardian der beste Künstler der Welt in sämtlichen Disziplinen.

Warum gibt es eigentlich in Deutschland keine (aus meiner Sicht) anständigen Zeitschriften? Sachen wie das NY Review of Books oder Harper's? Alles was wir haben ist "Literaturen" und "Cicero", na danke. Kennt jemand "Novo Argumente"? Das ist auch furchtba pubetä. Scheiße, ich kann den Buchstaben nicht meh tippen de zwischen "q" und "s" kommt. Oh, jetzt gehts wieder.

Freitag, 22.01.10 22:38
 

Der SPIEGEL war früher deutlich besser. Inzwischen ist er die BILDzeitung für Intellektuelle.

Freitag, 22.01.10 23:35
 

Das Widerwärtigste ist aber SPON.

Ich habe es nach Jahren aber jetzt geschafft, diese neoliberale Dreckschleuder nur noch ein- bis zweimal pro Woche aufzusuchen.

Freitag, 22.01.10 23:36
 

@phh: "Faustregel: sollten die JF-Kommentatoren eines Tages aufhören, sich über die deutsche Politik aufzuregen, wird es Zeit zu emigrieren, bevor man ins Arbeitslager kommt"

:))))))))))))

Freitag, 22.01.10 23:39
 

Ich aboniere die JF jedes Jahr einmal für zwei Wochen gratis.

Kann ich schon aus den von Läuschen genannten Gründen nur jedem empfehlen.

Außerdem wären die ganz schnell am Arsch, wenn das jeder machen würde :))

cms
Samstag, 23.01.10 12:20
 

Hier ein interessantes Interview mit Tyler Brulé über die Zukunft des Journalismus. Tenor: Twittern war gestern, Qualitätsjournalismus ist die Zukunft.

http://www.zeit.de/2010/02/WOS-Tyler-Brule-Interview

cms
Samstag, 23.01.10 12:21
 

Er heißt natürlich Tyler Brûlé, nicht Brulé.

Um einen Kommentar zu verfassen, benötigst du ein fudder-Profil. Registriere dich kostenlos oben rechts auf fudder.






Diese Funktion steht nur für eingeloggte fudder-User zur Verfügung.

» fudder-Netiquette





» Lieselotte

re: re: Was hört ihr gerade?
Oh, den find' ich auc...

» Lieselotte

re: re: re: Schuhe zum Ausgehen: Angesagte "Allrounder"?
Da kann ich absolut ...

» Lieselotte

Geschenkidee für Mutti
Hola ihr Lieben, ich suc...

» Lieselotte

re: Suche Kellerraum o.ä. für analogen Fotolabor
Hey Kilian! Vielleicht se...

» Lieselotte

re: Fusion Festival 2014: Live & DJ-Sets
Also ich bin ebenfalls au...

» Lieselotte

re: Sojaprodukte - gesunde Ernährung?
@Bella92, ja, da hast du ...

» Lieselotte

re: re: Lieblingsserie
Orange is the New Bla...

» Lieselotte

re: re: Lieblingsserie
Orange is the New Bla...

» Bella92

re: Sojaprodukte - gesunde Ernährung?
@Layana: Das ist so aber ...

» Bella92

re: re: re: Lieblingsbuch
Also ich lese ja total ge...