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Umfrage: Was bedeutet Dir der Welt-AIDS-Tag?

Heute ist Welt-AIDS-Tag. Virtuell ist der Tag sehr präsent: Google und Twitter haben sich Schleifen angepinnt und rot gefärbt; und die (red) Kampagne auf Facebook hat mehr als 300.000 Fans. Wir haben im tatsächlichen Leben bei zehn Freiburgern nachgefragt, welche Bedeutung der Tag für sie hat und ob sie sich selber aufgeklärt fühlen.


Michael
Michael, 23


"AIDS ist zwar eine weit verbreitete Krankheit, aber mich persönlich betrifft sie nicht. Deswegen hat der heutige Tag für mich keine große Bedeutung. Ehrlich gesagt, ich wusste bis vor zwei Minuten nichts davon. Trotzdem fühle ich mich durch die Schule und Medien gut aufgeklärt, was nicht heißt, dass es keinen Aufklärungsbedarf mehr gibt. Im Gegenteil. "


Anne

Anne, 19


"Ich finde es gut, dass es so einen Tag gibt, an dem das Thema wieder publik gemacht wird, denn AIDS ist nach wie vor eine aktuelle Gefahr. Ich selber fühle mich eigentlich gut aufgeklärt, vor allem durch die Familie und die Schule. Ob wir hierzulande genug Aufklärungsarbeit geleistet wird, kann ich nicht beurteilen."


Lenny
Lenny, 21

"Ich finde es auch richtig, dass es so einen Tag gibt. Ich selber fühle mich zwar gut aufgeklärt, aber die Mehrheit der Bevölkerung ist das wahrscheinlich nicht. Deshalb ist es nach wie vor sinnvoll, weitere Aufklärungsarbeit zu leisten."


Anna-Maria

Anna-Maria, 20


"Ich finde es gut, dass das Thema einmal im Jahr behandelt wird. Ich selber fühle mich zwar gut aufgeklärt, allerdings nur durch eigene Initiative. Von daher bin ich der Meinung, dass von der Gesellschaft und den Medien mehr Aufklärungsarbeit geleistet werden muss."


Christina
Christina, 18


"Der heutige Tag hat für mich eine große Bedeutung: denn mein Exfreund hat vor zwei Monaten erfahren, dass er HIV-positiv ist. Und das belastet mich sehr. Ich fühle mich selber gut aufgeklärt, und versuche mich jederzeit zu schützen. Wenn es mehr Aufklärungsarbeit geben würde, dann würden sich nicht so viele Menschen mit dieser Krankheit anstecken. Ich selbst brauche nach meiner Erfahrung wahrscheinlich keine weitere Aufklärungsarbeit mehr."


Sarah
Sarah, 24

"Ich wusste gar nicht, dass heute der Welt-Aids-Tag ist. Trotzdem finde ich es gut, dass das Thema angesprochen wird. Ein guter Bekannter von mir hat AIDS, deshalb fühle ich mich auch persönlich betroffen. Ich halte mich zwar für gut aufgeklärt, allerdings erlebe ich immer wieder neue Situationen, von denen man mir in der Schule nicht erzählt hat. Die Aufklärungsarbeit halte ich für sehr notwendig, denn vieles scheint immer noch nicht ganz klar zu sein."


Steffen
Steffen, 27

"So einen Tag finde ich immer gut. Denn die Menschen werden wieder darauf aufmerksam. Ich fühle mich unter anderem gut aufgeklärt durch die vielen Plakate und Ständer, die hier rumhängen. Weitere Aufklärungsarbeit speziell in Freiburg halte ich nicht für notwendig."


Raban

Raban, 27


"Für mich ist der heutige Tag ein wichtiger. Ich habe mir heute Morgen extra einen Beitrag im Radio angehört, weil er so interessant war. Was die Aufklärung betrifft: ich hoffe, ich bin durch die Schule und die Familie gut aufgeklärt worden. Weitere Aufklärungsarbeit in den Medien halte ich für absolut notwenig, da jede Generation von Neuem aufgeklärt werden und man neue Ansätze finden muss."


Kolja
Kolja, 27

"Da ich selber kein AIDS habe und auch hoffe, dass es so bleibt, messe ich dem heutigen Tag nicht so viel bei. Ich habe bis jetzt auch kaum mitbekommen, dass irgendwelche Kampagnen gestartet sind. Ich selbst fühle mich sehr gut aufgeklärt, da wir hier viele Möglichkeiten haben, irgendwelche Tests zu machen. Deshalb finde ich weitere Aufklärungsarbeit, speziell hier in Deutschland, nicht notwendig."


Susanne

Susanne, 29

"Ehrlich gesagt, wusste ich nicht, dass heute Welt-AIDS-Tag ist. Was die Aufklärung betrifft: ich denke, ich könnte besser aufgeklärt sein. Deshalb finde ich, dass weitere Aufklärungsarbeit, vor allem bei jungen Menschen, absolut notwendig sind."









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von minh | 01.12.09, 19:33 | Kommentare (8)
Weitere Artikel zu: Umfrage, Welt-AIDS-Tag, Welt-AIDS-Tag 2009, -minh, Freiburg, Aufklärung



Kommentare
Anzahl der Kommentare: 8
Dienstag, 01.12.09 20:33
 

Also die Beiträge von Michael und Kolja sind doch ein klares Zeichen, dass die Aufklärungsarbeit noch viel zu wenig ist. Wenn ich schon lese "Aids ist zwar eine weit verbreitete Krankheit, aber mich persönlich betrifft sie nicht." Da ist immer noch nicht angekommen, das er den Mädels weder am Dekollte noch am Hinterteil ansieht, ob sie infiziert sind. Was nützen die schönsten Tests danach? Nichts. Denken und schützen vorher aber eine Menge.

Volker Racho
Dienstag, 01.12.09 20:56
 

...warum müssen Frauen bei ihrem Alter immer so dreist lügen?

Dienstag, 01.12.09 21:50
 

Ich persönlich finde die Aufklärung wichtig , und das eine tödliche Krankheit nicht in Vergessenheit gerät auch .

Aber ich finde , diesen "Hype" am 1.12 . übertrieben .

Es gibt so viele "Welt-Tage" für alle möglichen Krankheiten ,aber um keinen wird so ein Aufhebens gemacht .

Dienstag, 01.12.09 22:56
 

Du darfst solche Statements, die auf der Strasse und aus dem Stehgreif entstehen, auch nicht unbedingt überbewerten, Holzi. Ich denke, dass die meisten nach ausreichender Nachdenkzeit anders geantwortet hätten. Besonders was die Aufklärung und die eigene Betroffenheit angeht.
Ich hab heut morgen auch einen Radiobeitrag gehört, in dem Leute auf der Strasse zu ihren Kenntnissen befragt wurden. Ist schon erschreckend, dass Manche z.B. wirklich denken, man könne sich durch einen Händedruck oder wenn man aus dem selben Glas trinkt, infizieren.
"Zuviel" Aufklärung kann es also scheinbar gar nicht geben.

?
Dienstag, 01.12.09 23:06
 

Ich frage mich, was die Befragten unter aufgeklärt verstehen. Ich halte mich auch nicht für uninformiert, aber dennoch würde ich bei einer festen Beziehung keinen AIDS-Test verlangen oder Lecktücher verwenden … es ist ja nicht nur eine Frage von Aufklärung, sondern auch vom eigenen Verhalten.
Ich denke schon, dass man auch auf Letzteres durch Kampagnen gesundheitsfördernd einwirken kann.

@Mike:
HIV/AIDS ist nicht heilbar, dafür ansteckend und letztlich tödlich.

Wenn die Neuinfektionen nicht von Jahr zu Jahr steigen würden (ja, auch bei uns, wenn auch nur gering), dann bräucht’s vielleicht auch keinen "Hype". Aber Menschen sind nunmal kurzsichtig, vergesslich, faul und egoistisch.

Mittwoch, 02.12.09 02:09
 

@ Wuschel: Das Nichtwissen über Aids und den Schutz davor ist trotzdem erschreckend. Selbst nach längerem Überlegen meinen manche Mädels noch, dass sie sich mit der Pille vor Aids schützen würden und solchen Blödsinn ...

In dem Zusammenhang fand ich auch den Nightlive-Guru von der Extasia in Basel interessant. Ein verwaister Infostand über Aids spricht doch irgendwie auch für sich.

fredel
Mittwoch, 02.12.09 13:46
 

Tatsache ist, dass es nur als erwiesen gilt, HIV sei der Auslöser für AIDS. Wissenschaftliche Beweise gibt dafür nicht.

axel-f
Mittwoch, 02.12.09 14:14
 

@fredel:
Das gilt nicht nur für HIV, sondern auch für Hepatitis C, welches man klonen konnte. Die geklonten Viren sind nicht infektiös.
Merkwürdig, oder ?

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