Seitdem man Fleischpackungen bequem aus dem Kühlregal des Supermarkts abgreifen kann, ist für uns die Vorstellung des ersten Schritts zum Schnitzel eine abstrakte geworden. Wie geht die Jagd vonstatten? Eine Reportage aus dem Glottertal, mit fünf Rehen und Fotogalerie.












toll dass über so etwas hier auch geschrieben wird, auch wenn es thematisch eher deplaziert ist. war auch ein zwei mal bei einer jagd dabei, ich finde das ist eine tolle erfahrung.
jeder der fleisch isst, sollte (hypothetisch) ein tier umlegen können, wenn es vor ihm steht.
@ichbins:
hypothetisch oder theoretisch oder nicht gar am besten praktisch??
Und wer ein Auto fahren will, sollte eins bauen können...
Wow, David, ich habe selten eine so tolle Reportage gelesen. Ich ziehe meinen Jägerhut vor Dir!
Auch was die Botschaft angeht - Verbindung zum getöteten Tier statt verniedlichender Verpackung - stehe ich voll und ganz hinter Dir.
Ich empfehele
http://www.cinema.de/kino/filmarchiv/film/halali-oder-der-schuss-ins-broetchen ,1307571,[..] er denn wieder mal gezeigt werden sollte
Realsatire vom Feinsten...
@luegemol:
der vergleich mit dem auto hinkt, es geht um schmerzethik. ich wollte mit meinem kommentar lediglich auf eine doppelmoral bei vielen fleischkäufern hinweisen, die zwar den tod eines tieres mitfinanzieren, aber nicht bereit sind verantwortung dafür zu übernehmen.
außerdem sei mal nicht so bissig, du pfeife
warum wurde das jetzt abgeschnitten - im eingabefeld war es noch da ?
http://www.cinema.de/kino/filmarchiv/film/halali-oder-der-schuss-ins-broetchen ,1307571,Applicat[..]
"Merde!!!" wie der Franzose vornehm zu sagen pflegt...
Ich mal jetzt mal eine Leerzeile dazwischen:
http://www.cinema.de/kino/filmarchiv/film/halali-oder-der-
schuss-ins-broetchen,13[..]
Warum???
Ich meine, ich weiß, dass man ein paar Tiere jagen muss, da es sonst zu viele gibt (das hat mir mein Vater erklärt als ich 7 war), aber man muss dafür keine Treibjagd veranstalten! Das ist eines der bescheurtsten Dinge, die es gibt!
Warum gibt es zu viele? Weil die natürlichen Feinde ausgerottet wurden und das jagdbare Wild von den Jägern gefüttert wird.
@ Zebra
danke !
Also:
http://tinyurl.com/yjk9q7a
Aber warum das hier gekürzt wird - und vom WEM - ist mir noch nicht klar :-)
Habe schon einige Treibjagden im Schmallenberger Sauerland und im Eichsfeld bei Duderstadt hinter mir. Eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte.
Die Tiere auszunehmen ist das, was ich nicht so wirklich mag, aber da kommt kein Jäger drum rum.
Wild ist auch nicht jedermanns Sache, wobei ich Rehrücken liebe, und auch Wildschwein. Die Verarbeitung, sprich die Zubereitung das das essbar ist, sollte man auch nicht außer acht lassen.
Dass Jagd die nicht mehr vorhandenen Großräuber ersetzt, wird von manchen Jägern gerne als Argument verwendet, aber damit wird nur nach Ausflüchten gesucht. Man sollte als Jäger schon dazu stehen, dass einem das Erlegen und Töten Freude bereitet - und ich kenne durchaus einige Jäger, die das auch tun.
Mein Beitrag soll sich nun aber nicht gegen die Jagd richten. Denn das erlegte Wild liefert nicht nur Fleisch guter Qualität, sondern hat auch ein denkbar gutes Leben gehabt. Nur ist in den Jagdkreisen leider so, dass sich dort so einige unerträgliche Gestalten herumtreiben, welche dem Ganzen des Öfteren einen faden Beigeschmack geben.
zur Treibjagd im Speziellen: Sicherlich bedeutet diese Jagdform für die Tiere einen ziemlichen Stress und es herrscht auch ein ordentlicher Tumult im Wald. Allerdings - und das möchte ich betonen - kommt bei einer Treibjagd einmal Stress auf und die restliche Zeit hat die Tierwelt ihre Ruhe. Vorausgesetzt es wird nicht zeitgleich der Ansitzjagd (tägliches/wöchentliches Jagen vom Hochsitz aus) nachgegangen, welche sich nämlich zeitlich länger erstreckt und im Gegensatz zur Treibjagd einen dauerhaften Stress für die Tiere bedeutet.
Wie gesagt, die Jagd (und insbesondere viele der Jäger) ist durchaus kritisch zu bewerten, allerdings zeigt sich wie so oft das Schlachthausparadoxon: Kühe (oder eben Wild) findet man toll, Schnitzel isst man gerne, aber von der Stufe dazwischen möchte niemand etwas wissen.
@lobo
Reh und Knoblauch ?
Wer wissen will , wie es nach dem Jäger weiter geht , darf gerne gucken .
http://www.youtube.com/watch?v=E4zrm_tcGIc
Früher durfte ich immer das Auto eines befreundeten Jägers putzen. Das erste, was mir beim öffnen der Türe entgegen blickte, war der abgetrennte Kopf eines Rehs/Hirsches, welcher in einem Eimer steckte. Und ich hab' ihn immer gestreichelt...^^
Ich war auch schon bei zwei Jagdten dabei und dabei kam für mich auch ganz deutlich der Respekt des Waidmanns vor dem Tier rüber. Nicht nur beim verblasen der Strecke. Für den Jäger besteht der Alltag zu 90 % aus Hege und Pflege und nur zu 10 % aus Schießen. Das sollte man nicht vergessen. Und wenn z.B. jemand ein Tier anfährt und verletzt, muss sich der Jagdpächter darum kümmern, auch das gehört dazu.
Eine Treibjagt hat mir richtig gut gefallen, und was Idee sagt stimmt vollkommen. Am besten ist nach vollendeter Arbeit am Abend dann das Schüsseltreiben.
Eine Treibjagt hat mir richtig gut gefallen, und was Idee sagt stimmt vollkommen. Am besten ist nach vollendeter Arbeit am Abend dann das Schüsseltreiben.
Mir ist mal ein Reh vors Auto gelaufen, ..."das Tier ist völlig unbrauchbar"...."was haben sie denn für ein Auto", war die 2 Frage des Revierförster.
Was unbrauchbar heist, wollte ich wissen. Der Förster:"Kein Stück kann man verwenden, keine Keule, die Wirbelsäule 8 mal gebrochen..............".
Das Auto sah auch "gut" aus:-( 3000,-€ Reparatur.
War ne Erfahrung für sich das ganze, und gut das das Auto versichert war:-)
Wildschweine verursachen schlimmere Schäden. Eine Bekannte hat mal nen Keiler auf der Straße "aufgenommen". Der BMW war schrott.
@ ganz von der hand zu weisen ist das argument mit den grossräubern aber nicht.
jedes gefüge , da der mensch im laufe der gestört oder zerstört hat entwickelt irgendwann eine eigendynamik.
das ist überall auf der welt zu sehen.
wenn man die jagt einfach mal sein lässt dann sind irgendwann, wildschweine rehe und was weiss ich sonst noch im garten zu besichtigen.
könnte zu dem ein oder anderen problem führen.
und meiner meinung nach hat ein "guter " jäger keien freude am töten sondern an der jagd als solches....
aber ausnahmen gibt es bstimmt wie überall
Das ist des Jägers Ehrenschild,
daß er beschützt und hegt sein Wild,
waidmännisch jagt, wie sich's gehört,
den Schöpfer im Geschöpfe ehrt.
@Frittenstern... Menschenfleisch schmeckt süßlich (no joke!)...
Tja, mir wäre es auch lieber, wenn im Schwarzwald wieder die Bären, Luchse und Wölfe unterwegs wären... die würden das Schwarzwild entsprechend reduzieren und den Wildbiss eindämmen... aber dann ists wohl wieder zuviel gefährliche Natur...*g*
euch ist bei der berichterstattung ein kleiner fehler unterlaufen, den metzger den ihr da fotografiert habt, heiss hermann LINDER und nicht reichenbach, das ist die andere grosse metzgerei. und ich glaube den nachnahmen von der konkurenz trägt mann nicht so gerne:-)
vielleicht könnt ihr es ändern!?
Naja die Landburschen gehen schießen und die Oberschicht geht Golf spielen..irgendwo muß die mangelnde sexuelle kompensiert werden...
@Ralph ist ja auch logisch , ein ausgewachsenes Reh bringt so 25 kg auf die Waage , ein ausgewachsene Wildsau ca. 50kg ( von einem Keiler ganz zu schweigen )
Und klar , das der Jäger auch am finanziellen Aspekt interessiert ist , das Kilo bringt so um die 7€ (okay bei Unfall wird meist Gewicht abgezogen)
Wichtig bei Wild , sind immer die Keulen und der Rücken , der Rest wandert ins Ragout .
Die Teile kann man am teuersten verkaufen , das Kilo Hirschrücken (pures Fleisch) liegt zur Zeit bei ca.25€ .
"die mangelnde sexuelle kompensiert werden " ?
entweder da fehlt was oder jemand hatte zu viel sex
:-)
@ nur mal so
Das ist kein Fehler. Der Mann, der die Rehe aufbricht, ist Hermann Reichenbach und nicht "Hermann Linder".
@lobo
reh und knoblauch?
wunderst mich ebenso...
zur thematik an sich..
ich denk auch, daß wenn jeder der totes tier isst, den gleichen respekt dem tier gegenüber bringen würde wie ein jäger, die ernährung von vielen menschen ganz ganz anderst aussehen würde...
ich sage gern und häufig:"dafür musst ein tier sterben, also behandelt das stück fleisch/fisch ordentlich!"
my 26 cent...
Das eigentliche Problem ist ja dass der Fleischkonsum so pervers hoch angestiegen ist. Ursel und Peter brauchen jeden Tag zum Frühstück ihr Wurstbrot, mittags ne Currywurst und abends Schnitzel. "Ich brauch mein Fleisch."
So proklamiert es die Fleischindustrie ja auch. So soll Fleisch ein wichtiger, unersetzbarer Eisenlieferant sein. Fakt ist: Vegetarier haben nicht zwangsläufig Eisenmangel und wenn man sich nicht nur von Pudding und Pizza ernährt und ein wenig auf Nährwerte achtet hat man kein unüberwindbares Problem. (Es gibt so viele Gründe es sein zu lassen...aber ich will die Ursels und Peters unter uns nicht belästigen.)
Aber wie wärs damit: Vielleicht sollten die Fleischfresser es wieder zu einem sonntäglichen Ritual werden lassen. Das würde so manch ein Problem eindämmen. Das fände ich ganz schön. Damit kann man sich arrangieren. Diesen übermäßigen Konsum von Leichenteilen verabscheue ich jedoch.
@muffty: Ich rede ja nicht von einer Knolle, sondern einem Zehchen fürs Rehchen. Und wenns nur im Sud mitschmort..
Gute Reportage. Bin selbst oft genug auf Jagden. Aber es ist schon so, dass neben der Notwendigkeit und den Vorschriften auch schlicht und ergreifend der dem Menschen innewohnende Jagdtrieb eine große Rolle spielt. Aber die Kommentare sind ja recht ausgewogen, hätte Schlimmeres erwartet.
Macht doch mal ne „Ich-steh-dazu-ich-bin-Jäger-Story“. Die Reaktionen wären sicherlich interessant. Ich erkläre mich dafür aber nicht bereit, soviel vorweg ;-)
"Das Fleisch will Herbstritt an den Sonnenwirt verkaufen, etwa 6,50 € das Kilo."
Oh mann, von solchen Preisen kann man in der Stadt nur träumen.. (:
Was die natürlichen Räuber angeht: zumindest der Luchs kommt vielleicht einmal wieder in den Schwarzwald. Dann ist es auch an den Jägern und Landwirten diesen Konkurrenten zuzulassen. Sonst hat er keine Chance.
Über Wolf oder Bär braucht man leider nicht zu spekulieren. Das würden sie niemals zulassen, was ja z.B. Bruno in Bayern beweisen musste.
@wuschel
ich denk die meinen den preis ausgeweidet und in der decke...
wir reden da net von einem ausgelösten rehrücken oder rehschnitzelchen ;-)