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Treibjagd am Kandel (57)

Seitdem man Fleischpackungen bequem aus dem Kühlregal des Supermarkts abgreifen kann, ist für uns die Vorstellung des ersten Schritts zum Schnitzel eine abstrakte geworden. Wie geht die Jagd vonstatten? Eine Reportage aus dem Glottertal, mit fünf Rehen und Fotogalerie.

Treibjagd Glottertal

Versammlung

Frühnebel hängt an diesem Samstag in den Tannen des Glottertals, als sich 19 Schützen, 11 Treiber und sechs Hunde auf dem Parkplatz des örtlichen Schwimmbads versammeln. Man stellt sich im Kreis auf. Die Glocke im Turm von Sankt Blasius schlägt acht Mal.

Karl-Josef Herbstritt, 44, der die Jagd zusammen mit Norbert Kohler leitet, begrüßt die Anwesenden. Er verliest die Regeln zum Jagdablauf („Anschüsse werden vom Gruppenführer verbrochen“), teilt die Jäger in Gruppen auf und schließt mit der flapsigen Bemerkung: „Bitte keine Patienten erschießen!“ Denn man jagt im Bezirk Glotterbad, am Südausläufer des Kandels, unweit der Schwarzwaldklinik. Der Bezirk ist etwa 200 Hektar groß, gejagt wird auf Schwarzwild, Rehe, Hasen, „Raubwild und Raubzeug“.

Wir steigen ein in Herbstritts Geländewagen. Aika und Cora sitzen hinten, zwei Jagdterrier, die goldig aussehen. Was nicht darüber hinwegtäuschen soll, dass sie alles andere vergessen, wenn sie Witterung aufgenommen haben. Instinkt.

Herbstritt schaltet in den ersten Gang und fährt einen steilen Forstweg hinauf. „Wir jagen hier einmal im Jahr, meist Ende November“, sagt der Landwirt. „Man schießt, lässt das Wild dafür aber auch wieder in Ruhe. Der Wildbestand sollte den landschaftlichen Verhältnissen angepasst sein. Denn wir müssen schauen, dass im Wald die Verbissschäden nicht überhand nehmen.“

Treibjagd Glottertal

Die Jagd ist für die Bauern im Glottertal kein Hemingwaysches Abenteuer, sondern Pflichterfüllung. Sie übernehmen den Part von Wolf, Bär und Luchs, von jenen Tieren also, die es im Schwarzwald nicht mehr gibt. Bevor wir aussteigen, führt Herbstritt den Zeigefinger zum geschlossenen Mund. „Ab jetzt nur noch flüstern“, sagt er.

Wir gehen zum Wildwechsel, eine Stelle an einem felsigen Dobel. Da das Gelände steil und unwegsam ist, gibt es einen schmalen Grat, über den das Wild die andere Seite des Dobels zu erreichen pflegt. Auch eine Dickung mit Jungbaumbeständen liegt nicht weit. Dort halten sich Rehe gern auf. Herbstritt zündet sein Feuerzeug an, beobachtet das Flackern der Flamme. Der Wind geht talwärts. „Das Wild riecht so gut, wie wir sehen“, sagt er. „Die riechen uns auf 100 Meter.“

Treibjagd Glottertal

Die Jagd

Herbstritt klappt den Sitzstock aus, lehnt sich gegen eine Eiche. Wenn Cora aufspringt, zieht er sie mit einem sanften „Sssss“ und einem Ruck am Halsband zurück. Erst um 10 Uhr wird er sie schnallen. Der Jäger trägt olivgrüne Gummistiefel, eine grüne Hose mit großen Seitentaschen, ein grünes Fleece und einen Waidmannshut mit Signalband. Sicherheit ist oberstes Gebot, seitdem im Januar der Hornberger Förster Franz-Josef Mayer bei einer Wildschweinjagd versehentlich von einem Schützen getroffen und tödlich verletzt wurde.

Nachdem Herbstritt seinen Hund losgelassen hat, beginnt die Zeit des Wartens. Herbstritt hat das Gewehr auf die Knie gelegt, Kaliber .30-06, Distanz maximal 80 Meter. Er horcht in den Wald hinein. Das Laub ist trocken, jedes Rascheln ist zu vernehmen. Herbstritts Blick streift den Hang. Man hört in der Ferne einen Schuss, etwas näher das Klingeln einer Halsbandglocke. Zwischen den moosbewachsenen Felsen springt ein Reh vorbei. Herbstritt setzt an, aber das Tier ist zu weit entfernt.

Treibjagd Glottertal

Um 10.35 Uhr hört man das Rufen der Treiber: „Hobobobo…“. Erneut tritt ein Reh ins Sichtfeld. Diesmal nähert es sich langsam dem Jäger. Schritt für Schritt, dem Ende entgegen. Zwei Minuten dauert das. Es fühlt sich länger an. Herbstritt nimmt die Beute ins Visier. Er zielt aufs Schulterblatt, dahinter sitzen Herz und Leber.

Als das Tier knapp zehn Meter vor ihm steht, drückt er ab. Es knallt. Kammerschuss. Das Reh erstarrt in der Laufbewegung und stirbt im selben Moment. Dann fällt es, sich überschlagend, zwölf Meter den Hang hinab. Herbstritt hebt leicht die Schultern. Sein Gesichtsausdruck sagt: „Es musste eben sein.“

Fünf Minuten später ruft ein Treiber: „Achtung, Sau!“ Stattdessen wieder ein Reh. Es bewegt sich rasch zwischen den Birkenstämmen. Herbstritt will nicht das Risiko eingehen, es zu verschießen, lässt das Gewehr wieder sinken. Dann passiert lange Zeit nichts.

Man hört den Specht, das Singen des Rotkehlchens. Den Blättern kann man beim Fallen zuschauen, Käfer beim Krabbeln inspizieren. Ein Esoteriker würde das vielleicht als „Forstrale Meditation“ ansehen. Herbstritt gähnt. Jagen heißt Ausharren. Gegen Mittag wird es stiller im Glotterbad. Kein Wind, kein Wild. „Säue sind schlau“, hatte Herbstritt gesagt. Scheint was dran zu sein.

Treibjagd Glottertal

Um 13 Uhr ist die Jagd vorbei. Wir gehen zur Beute. Herbstritt schaut sie sich an, ein Schmalreh. "Eine Geiß schießt man nicht." Er zeigt aufs Einschussloch: „Wir benutzen Deformationspatronen. Das Projektil hat eine Bleispitze und zerlegt sich beim Aufprall in viele Teile, wie ein Pilz, um den sofortigen Tod des Tiers zu erreichen.“ Wir packen an, einer nimmt die Vorderbeine, der andere die Hinterbeine. Knapp 20 Kilo wiegt das Reh. Das Fleisch will Herbstritt an den Sonnenwirt verkaufen, etwa 6,50 € das Kilo.

Oben, am Forstweg, trifft er die anderen. Unter ihnen Tobias, 28. Er ist Doktorand bei den Forstwissenschaftlern an der Freiburger Uni und hatte heute kein Glück. „Es war zu trocken, die Hunde haben schlecht gejagt“, sagt er. Die Hunde haben bei trockener Witterung Probleme, eine Fährte aufzunehmen. Und überhaupt, wo ist Cora? Später stellt sich heraus, dass sie sich nach Wegelbach verirrt hat. Ein anderer Jäger findet sie und ruft Herbstritts Nummer an, die Cora um den Hals trägt. „Kasperletheater“, sagt Herbstritt, als er von diesem Umweg zurückkommt, Cora im Kofferraum.

Zur Strecke gebracht

Jäger und Treiber treffen sich wieder am Scharbachhof, auf dem Herbstritt mit Frau und fünf Töchtern wohnt. Sein Vater war früher Bürgermeister von Glottertal und nahm seinen Sohn Karl-Josef zur Jagd mit, als dieser 16 Jahre alt war.

Treibjagd Glottertal

Herbstritt Senior lebt nicht mehr, aber es sind nun einige seiner Generation zugegen. Die älteren Jäger fachsimpeln über ihre Büchsen: „Ich hab e Suhler, siebedriissig Johr alt, aber schießt wie Gift.“ Währenddessen bricht Hermann Reichenbach in der Kühlkammer das erlegte Wild auf. Er trennt den guten vom ungenießbaren Inhalt. Das ist nichts für schwache Nasen: Der grüne Panseninhalt ist das Halbverdaute vom Reh und riecht auch so. Das kleine Jagdrecht hingegen ist begehrt. Es besteht aus Leber, Herz und Nieren des Tieres, der Erleger erhält es zum Verzehr. Der Rest gehört dem Revierinhaber.

Treibjagd Glottertal

Mit der Qualität der Beute ist man zufrieden: Fünf Rehe und ein Fuchs, sauber geschossen. Bevor Herr Reichenbach die Rehe für zwei Tage in die Kühlkammer hängt (so wird das Fleisch zarter), erweisen ihnen die Jäger die letzte Ehre.

Sie bringen die Rehe zur Strecke, das heißt, sie betten die Tiere auf Tannenzweige. Alle stehen jetzt in einem großen Kreis um die Beute. Ein feierlicher Moment. Jagdleiter Norbert Kohler ehrt die Schützen: Mit einem Fichtenzweig berührt er die Wunde des zugehörigen Rehs und gibt diesen Schützenbruch dem Erleger. Der wiederum steckt sich den Bruch an die rechte Hutseite. „Waidmannsheil“, sagt Kohler, „Waidmannsdank“, antwortet der Schütze.

Treibjagd Glottertal

Dann verblasen Herbstritt und ein Kollege die Strecke. Auf dem Horn spielen sie für jede erlegte Wildart ein Jagdsignal. Die Hunde winseln. „Wie ging noch gleich der Fuchstod?“, fragt Herbstritt, aber rasch fällt ihm die Tonfolge wieder ein. Das letzte Signal gilt den knurrenden Bäuchen: Schüsseltreiben. Die Rindfleischsuppe von Frau Herbstritt dampft schon.

Mehr dazu



Foto-Galerie: David Weigend





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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 50
Montag, 30.11.09 18:00
 

armes bambi :(

ichbins
Montag, 30.11.09 18:09
 

toll dass über so etwas hier auch geschrieben wird, auch wenn es thematisch eher deplaziert ist. war auch ein zwei mal bei einer jagd dabei, ich finde das ist eine tolle erfahrung.

jeder der fleisch isst, sollte (hypothetisch) ein tier umlegen können, wenn es vor ihm steht.

Montag, 30.11.09 18:09
 

Postkartenidyll??

:-D

Montag, 30.11.09 18:22
 

@ichbins:
hypothetisch oder theoretisch oder nicht gar am besten praktisch??

Und wer ein Auto fahren will, sollte eins bauen können...

Montag, 30.11.09 18:24
 

Wow, David, ich habe selten eine so tolle Reportage gelesen. Ich ziehe meinen Jägerhut vor Dir!
Auch was die Botschaft angeht - Verbindung zum getöteten Tier statt verniedlichender Verpackung - stehe ich voll und ganz hinter Dir.

Montag, 30.11.09 18:36
 

Ich empfehele

http://www.cinema.de/kino/filmarchiv/film/halali-oder-der-schuss-ins-broetchen ,1307571,[..] er denn wieder mal gezeigt werden sollte

Realsatire vom Feinsten...

ichbins
Montag, 30.11.09 18:56
 

@luegemol:
der vergleich mit dem auto hinkt, es geht um schmerzethik. ich wollte mit meinem kommentar lediglich auf eine doppelmoral bei vielen fleischkäufern hinweisen, die zwar den tod eines tieres mitfinanzieren, aber nicht bereit sind verantwortung dafür zu übernehmen.
außerdem sei mal nicht so bissig, du pfeife

Montag, 30.11.09 19:11
 

Ich bevorzuge Menschenkinder.

Montag, 30.11.09 19:13
 

warum wurde das jetzt abgeschnitten - im eingabefeld war es noch da ?

http://www.cinema.de/kino/filmarchiv/film/halali-oder-der-schuss-ins-broetchen ,1307571,Applicat[..]

Montag, 30.11.09 19:15
 

"Merde!!!" wie der Franzose vornehm zu sagen pflegt...

Ich mal jetzt mal eine Leerzeile dazwischen:

http://www.cinema.de/kino/filmarchiv/film/halali-oder-der-

schuss-ins-broetchen,13[..]

Montag, 30.11.09 19:16
 

F U D D E R ! ! !

Montag, 30.11.09 19:20
 

@Biber: ich empfehle in solchen Fällen http://tinyurl.com/

Montag, 30.11.09 19:30
 

mmmh, Knoblauch dazu, mir Rosmarin mariniert... Da jucken doch gleich die kochen wollenden Finger.

Montag, 30.11.09 19:34
 

Warum???

Ich meine, ich weiß, dass man ein paar Tiere jagen muss, da es sonst zu viele gibt (das hat mir mein Vater erklärt als ich 7 war), aber man muss dafür keine Treibjagd veranstalten! Das ist eines der bescheurtsten Dinge, die es gibt!

Montag, 30.11.09 19:48
 

Warum gibt es zu viele? Weil die natürlichen Feinde ausgerottet wurden und das jagdbare Wild von den Jägern gefüttert wird.

Montag, 30.11.09 19:49
 

@ Zebra
danke !

Also:
http://tinyurl.com/yjk9q7a

Aber warum das hier gekürzt wird - und vom WEM - ist mir noch nicht klar :-)

Montag, 30.11.09 20:05
 

Ist auf jeden Fall ein herrlicher Film, Biber :)

Montag, 30.11.09 20:39
 

die welt ist grausam

Montag, 30.11.09 20:57
 

Habe schon einige Treibjagden im Schmallenberger Sauerland und im Eichsfeld bei Duderstadt hinter mir. Eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte.
Die Tiere auszunehmen ist das, was ich nicht so wirklich mag, aber da kommt kein Jäger drum rum.
Wild ist auch nicht jedermanns Sache, wobei ich Rehrücken liebe, und auch Wildschwein. Die Verarbeitung, sprich die Zubereitung das das essbar ist, sollte man auch nicht außer acht lassen.

Montag, 30.11.09 21:58
 

mhh Hirschgulasch :)

Montag, 30.11.09 22:19
 

Dass Jagd die nicht mehr vorhandenen Großräuber ersetzt, wird von manchen Jägern gerne als Argument verwendet, aber damit wird nur nach Ausflüchten gesucht. Man sollte als Jäger schon dazu stehen, dass einem das Erlegen und Töten Freude bereitet - und ich kenne durchaus einige Jäger, die das auch tun.

Mein Beitrag soll sich nun aber nicht gegen die Jagd richten. Denn das erlegte Wild liefert nicht nur Fleisch guter Qualität, sondern hat auch ein denkbar gutes Leben gehabt. Nur ist in den Jagdkreisen leider so, dass sich dort so einige unerträgliche Gestalten herumtreiben, welche dem Ganzen des Öfteren einen faden Beigeschmack geben.

zur Treibjagd im Speziellen: Sicherlich bedeutet diese Jagdform für die Tiere einen ziemlichen Stress und es herrscht auch ein ordentlicher Tumult im Wald. Allerdings - und das möchte ich betonen - kommt bei einer Treibjagd einmal Stress auf und die restliche Zeit hat die Tierwelt ihre Ruhe. Vorausgesetzt es wird nicht zeitgleich der Ansitzjagd (tägliches/wöchentliches Jagen vom Hochsitz aus) nachgegangen, welche sich nämlich zeitlich länger erstreckt und im Gegensatz zur Treibjagd einen dauerhaften Stress für die Tiere bedeutet.

Wie gesagt, die Jagd (und insbesondere viele der Jäger) ist durchaus kritisch zu bewerten, allerdings zeigt sich wie so oft das Schlachthausparadoxon: Kühe (oder eben Wild) findet man toll, Schnitzel isst man gerne, aber von der Stufe dazwischen möchte niemand etwas wissen.

Montag, 30.11.09 23:21
 

@lobo

Reh und Knoblauch ?

Wer wissen will , wie es nach dem Jäger weiter geht , darf gerne gucken .

http://www.youtube.com/watch?v=E4zrm_tcGIc

Montag, 30.11.09 23:33
 

Früher durfte ich immer das Auto eines befreundeten Jägers putzen. Das erste, was mir beim öffnen der Türe entgegen blickte, war der abgetrennte Kopf eines Rehs/Hirsches, welcher in einem Eimer steckte. Und ich hab' ihn immer gestreichelt...^^

Dienstag, 01.12.09 03:57
 

tier tot,fleisch,lecker.

Dienstag, 01.12.09 08:28
 

Ich war auch schon bei zwei Jagdten dabei und dabei kam für mich auch ganz deutlich der Respekt des Waidmanns vor dem Tier rüber. Nicht nur beim verblasen der Strecke. Für den Jäger besteht der Alltag zu 90 % aus Hege und Pflege und nur zu 10 % aus Schießen. Das sollte man nicht vergessen. Und wenn z.B. jemand ein Tier anfährt und verletzt, muss sich der Jagdpächter darum kümmern, auch das gehört dazu.

Moe
Dienstag, 01.12.09 09:30
 

Eine Treibjagt hat mir richtig gut gefallen, und was Idee sagt stimmt vollkommen. Am besten ist nach vollendeter Arbeit am Abend dann das Schüsseltreiben.

Moe
Dienstag, 01.12.09 09:30
 

Eine Treibjagt hat mir richtig gut gefallen, und was Idee sagt stimmt vollkommen. Am besten ist nach vollendeter Arbeit am Abend dann das Schüsseltreiben.

Dienstag, 01.12.09 09:51
 

Ach, ich bevorzuge Pferdesteak - das ist zudem schon weichgeritten

Dienstag, 01.12.09 10:13
 

Mir ist mal ein Reh vors Auto gelaufen, ..."das Tier ist völlig unbrauchbar"...."was haben sie denn für ein Auto", war die 2 Frage des Revierförster.
Was unbrauchbar heist, wollte ich wissen. Der Förster:"Kein Stück kann man verwenden, keine Keule, die Wirbelsäule 8 mal gebrochen..............".
Das Auto sah auch "gut" aus:-( 3000,-€ Reparatur.
War ne Erfahrung für sich das ganze, und gut das das Auto versichert war:-)
Wildschweine verursachen schlimmere Schäden. Eine Bekannte hat mal nen Keiler auf der Straße "aufgenommen". Der BMW war schrott.

Dienstag, 01.12.09 10:43
 

@ ganz von der hand zu weisen ist das argument mit den grossräubern aber nicht.

jedes gefüge , da der mensch im laufe der gestört oder zerstört hat entwickelt irgendwann eine eigendynamik.
das ist überall auf der welt zu sehen.

wenn man die jagt einfach mal sein lässt dann sind irgendwann, wildschweine rehe und was weiss ich sonst noch im garten zu besichtigen.
könnte zu dem ein oder anderen problem führen.

und meiner meinung nach hat ein "guter " jäger keien freude am töten sondern an der jagd als solches....

aber ausnahmen gibt es bstimmt wie überall

Dienstag, 01.12.09 10:49
 

Das ist des Jägers Ehrenschild,
daß er beschützt und hegt sein Wild,
waidmännisch jagt, wie sich's gehört,
den Schöpfer im Geschöpfe ehrt.

Dienstag, 01.12.09 10:53
 

@Frittenstern... Menschenfleisch schmeckt süßlich (no joke!)...
Tja, mir wäre es auch lieber, wenn im Schwarzwald wieder die Bären, Luchse und Wölfe unterwegs wären... die würden das Schwarzwild entsprechend reduzieren und den Wildbiss eindämmen... aber dann ists wohl wieder zuviel gefährliche Natur...*g*

nur mal so
Dienstag, 01.12.09 10:58
 

euch ist bei der berichterstattung ein kleiner fehler unterlaufen, den metzger den ihr da fotografiert habt, heiss hermann LINDER und nicht reichenbach, das ist die andere grosse metzgerei. und ich glaube den nachnahmen von der konkurenz trägt mann nicht so gerne:-)
vielleicht könnt ihr es ändern!?

Dienstag, 01.12.09 11:12
 

Naja die Landburschen gehen schießen und die Oberschicht geht Golf spielen..irgendwo muß die mangelnde sexuelle kompensiert werden...

Dienstag, 01.12.09 11:31
 

@Ralph ist ja auch logisch , ein ausgewachsenes Reh bringt so 25 kg auf die Waage , ein ausgewachsene Wildsau ca. 50kg ( von einem Keiler ganz zu schweigen )

Und klar , das der Jäger auch am finanziellen Aspekt interessiert ist , das Kilo bringt so um die 7€ (okay bei Unfall wird meist Gewicht abgezogen)

Wichtig bei Wild , sind immer die Keulen und der Rücken , der Rest wandert ins Ragout .

Die Teile kann man am teuersten verkaufen , das Kilo Hirschrücken (pures Fleisch) liegt zur Zeit bei ca.25€ .

Dienstag, 01.12.09 11:58
 

"die mangelnde sexuelle kompensiert werden " ?

entweder da fehlt was oder jemand hatte zu viel sex
:-)

Dienstag, 01.12.09 13:04
 

@ nur mal so

Das ist kein Fehler. Der Mann, der die Rehe aufbricht, ist Hermann Reichenbach und nicht "Hermann Linder".

Dienstag, 01.12.09 13:06
 

@Wolke: man füge "Betätigung", wahlweise auch "Bestätigung" ein ;-)

Dienstag, 01.12.09 13:08
 

vielleicht ist seine freundin mangelnd sexuell und er muss kompensieren ;-))

Dienstag, 01.12.09 14:54
 

@lobo
reh und knoblauch?
wunderst mich ebenso...

zur thematik an sich..
ich denk auch, daß wenn jeder der totes tier isst, den gleichen respekt dem tier gegenüber bringen würde wie ein jäger, die ernährung von vielen menschen ganz ganz anderst aussehen würde...

ich sage gern und häufig:"dafür musst ein tier sterben, also behandelt das stück fleisch/fisch ordentlich!"

my 26 cent...

Dienstag, 01.12.09 16:59
 

wieso? Ein bisschen Knoblauch schadet in keinem Essen - na gut, vielleicht im Vanillepudding.

Dienstag, 01.12.09 20:24
 

Das eigentliche Problem ist ja dass der Fleischkonsum so pervers hoch angestiegen ist. Ursel und Peter brauchen jeden Tag zum Frühstück ihr Wurstbrot, mittags ne Currywurst und abends Schnitzel. "Ich brauch mein Fleisch."
So proklamiert es die Fleischindustrie ja auch. So soll Fleisch ein wichtiger, unersetzbarer Eisenlieferant sein. Fakt ist: Vegetarier haben nicht zwangsläufig Eisenmangel und wenn man sich nicht nur von Pudding und Pizza ernährt und ein wenig auf Nährwerte achtet hat man kein unüberwindbares Problem. (Es gibt so viele Gründe es sein zu lassen...aber ich will die Ursels und Peters unter uns nicht belästigen.)

Aber wie wärs damit: Vielleicht sollten die Fleischfresser es wieder zu einem sonntäglichen Ritual werden lassen. Das würde so manch ein Problem eindämmen. Das fände ich ganz schön. Damit kann man sich arrangieren. Diesen übermäßigen Konsum von Leichenteilen verabscheue ich jedoch.

Dienstag, 01.12.09 21:11
 

@lobo

reh hat so nen feinen und zarten geschmack...
aber der wird vom knofi gnadenlos gebügelt :-)

Dienstag, 01.12.09 21:11
 

@lobo

reh hat so nen feinen und zarten geschmack...
aber der wird vom knofi gnadenlos gebügelt :-)

Dienstag, 01.12.09 21:14
 

@muffty: Ich rede ja nicht von einer Knolle, sondern einem Zehchen fürs Rehchen. Und wenns nur im Sud mitschmort..

Dienstag, 01.12.09 21:19
 

Gute Reportage. Bin selbst oft genug auf Jagden. Aber es ist schon so, dass neben der Notwendigkeit und den Vorschriften auch schlicht und ergreifend der dem Menschen innewohnende Jagdtrieb eine große Rolle spielt. Aber die Kommentare sind ja recht ausgewogen, hätte Schlimmeres erwartet.

Macht doch mal ne „Ich-steh-dazu-ich-bin-Jäger-Story“. Die Reaktionen wären sicherlich interessant. Ich erkläre mich dafür aber nicht bereit, soviel vorweg ;-)

Dienstag, 01.12.09 23:16
 

"Das Fleisch will Herbstritt an den Sonnenwirt verkaufen, etwa 6,50 € das Kilo."

Oh mann, von solchen Preisen kann man in der Stadt nur träumen.. (:

Was die natürlichen Räuber angeht: zumindest der Luchs kommt vielleicht einmal wieder in den Schwarzwald. Dann ist es auch an den Jägern und Landwirten diesen Konkurrenten zuzulassen. Sonst hat er keine Chance.
Über Wolf oder Bär braucht man leider nicht zu spekulieren. Das würden sie niemals zulassen, was ja z.B. Bruno in Bayern beweisen musste.

Dienstag, 01.12.09 23:16
 

Achja, die Reportage wollte ich auch noch loben: hat mir sehr gut gefallen, david!

Mittwoch, 02.12.09 13:33
 

@wuschel
ich denk die meinen den preis ausgeweidet und in der decke...

wir reden da net von einem ausgelösten rehrücken oder rehschnitzelchen ;-)

Sonntag, 06.12.09 00:38
 

Im Schwarzwald gibt es inzwischen wieder Luchse. Man kann nur hoffen, dass sie nicht gleich wieder vergrämt oder ausgerottet werden.

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