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Neon trifft Kuttner: Das Glück liegt irgendwo in der Mitte

Studium, Praktikum, Beziehungsstress: Sarah Kuttner und die NEON-Chefredaktion lieferten gestern Abend in der Jackson Pollock Bar zwar kein Patentrezept für den perfekten Lebensplan, aber zumindest eine Annäherung.



Eines stellt Timm Klotzeck, einer der beiden NEON-Chefredakteure gestern Abend in der gemütlich vollen Jackson Pollock Bar, gleich zu Beginn klar: „Es gibt kein komplett richtig, aber auch kein komplett falsch.“ Der Weg zum eigenen Glück scheint also irgendwo in der Mitte zu liegen, Planer seien jedenfalls nicht immer im Vorteil. Mit Michael Ebert liest er kurze Passagen aus ihrem gemeinsamen Buch „Planen oder treiben lassen?“, Sarah Kuttner erzählt dazu immer wieder Erfahrungen aus ihrem eigenen Leben.

Die Berlinerin wirkt fast ein bisschen schüchtern, als sie von den beiden Journalisten auf die Bühne gebeten wird. Mit grauer Strickmütze und Minikleid sitzt sie auf einem Barhocker und erzählt. Von ihrer Pubertät, der Suche nach dem richtigen Beruf, Beziehungsstress mit ihrem Freund Sebastian. Sie redet immer noch viel und gerne. „Ich kann so anstrengend sein, wie die Leute sich das vorstellen“, sagt sie und muss selbst ein bisschen grinsen.

Die drei arbeiten einen Punkt nach dem anderen ab, sprechen über die Suche nach dem richtigen Beruf, Liebe, Freunde und Familie. Denn auch im Hause Kuttner läuft nicht immer alles reibungslos, erzählt Sarah: „Es ist schwierig, wenn die Eltern einen immer noch als Kind und nicht auf Augenhöhe sehen, man fällt doch immer wieder schnell in diese Eltern-Kind-Beziehung zurück.“



Mittlerweile 30 Jahre alt, scheint sie fast schon ein Zwischenfazit zu ziehen und lässt die vergangenen Jahre Revue passieren: Abitur, ein Jahr in London, Praktikum beim „Spiegel“ und Radio Fritz in Berlin, Moderatorin bei VIVA und MTV – ihre Karriere verlief steil, bis zum Aus der eigenen Sendung 2006. Es folgten kleinere TV-Projekte, Sarah Kuttner schrieb drei Bücher, ging auf Lesereise und genießt ihren neues Leben in vollen Zügen.

„Das Tolle derzeit ist, dass ich nicht unbedingt regelmäßig arbeiten muss und trotzdem meine Miete bezahlen kann.“ Ein Prototyp der Generation Praktikum, wie sie Michael Ebert nennt, ist sie deswegen wohl eher nicht. Die Erkenntnis des Abends ist aber: Ganz ähnliche Probleme hat sie trotzdem.





     
Foto-Galerie: Martin Neumann

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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 3
Donnerstag, 19.11.09 13:19
 

In ner Fudder-Fotogalerie zu sein, schaff ich heute auch zum ersten mal :)

Donnerstag, 19.11.09 19:23
 

hab mir das leider nicht live anschauen können, aber dann später in voller länge.
ich war sehr enttäuscht. wäre ich an diesem tag in freibur gewesen, ich hätte bereut die 8 € oder auch die ermäßigten 6 € dafür zu zahlen.
für so viel geld wurde ziemlich viel um den heißen brei geredet..
man ging genauso raus wie zuvor ohne was vernünftiges mitgenommen zu haben. tipps waren zwar da - aber letztendlich kommt es doch auf das eigene leben an..
die moderatoren wussten ja auch nie was sie antworten sollten, wenn kuttner sie fragte.. und sie sagte selber, man kann das so und anders machen..
das ende fand ich auch ziemlich schnell abgeschnitten "na gut, dann hören wir hier mal auf"...
--> hätte mir ehrlich viel mehr erwartet...

phh
Donnerstag, 19.11.09 19:46
 

was hättest du denn mehr erwartet?? wir haben eine frau, deren hartnäckige unreife und mangel an reflektionsfähigkeit sowohl auf video wie auf papier gut dokumentiert sind und die eher durch zufall in eine absolute berufliche ausnahmeposition gefallen ist, flankiert von zwei redakteuren einer zeitschrift, deren inhalt sich in wohlfeiler, aufgewärmter emosoße erschöpft und deren raison d'etre und mission statement gerade in der ausweitung der kindheit ins vierte und gerne auch fünfte lebensjahrzehnt besteht. ich würde sagen albern- und plattheiten sind genau was zu erwarten war.

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