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Die Audimax-Besetzung: Fragen & Antworten

Seit drei Tagen und Nächten ist das Audimax jetzt, je nach Tages- und Nachtzeit, von durchschnittlich bis zu 800 Studierenden besetzt. Trotzdem wissen viele nicht genau, wer eigentlich dahinter steht, wie sie abläuft, was konkret gefordert wird - und was die Unileitung zu dieser Protestform meint. fudder hat die Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die Besetzung.



Wer organisiert die Besetzung?

Die Besetzung des Audimax wurde in der Vollversammlung am vergangenen Montag von mehr als 100 der anwesenden Studierenden beschlossen. Es gibt keine "Organisatoren“ im Sinne einer Führung, die Besetzer sind basisdemokratisch organisiert.

Wo können sich die Studierenden informieren und beteiligen?

Über aktuelle Aktionen und Termine können sich die Studierenden im Foyer des KG II an Stellwänden der verschiedenen Arbeitskreise informieren. Außerdem werden ständig aktualisierte Informationen per Beamer im Audimax zur Verfügung gestellt. "Bei den Arbeitskreisen ist jeder willkommen," betont Clemens Weingart, der schon bei der Rektoratsbesetzung 2005 dabei war.

Wer entscheidet über die Forderungen und wie werden Beschlüsse gefasst?

Die Forderungen werden basisdemokratisch vom Plenum, das im Audimax tagt, von allen teilnehmenden Studierenden formuliert und beschlossen.

Genau das ist allerdings ein Problem: Da es sehr viele verschiedene Vorstellungen gibt, dauert es auch entsprechend lange, bis Formulierungen und Beschlüsse tatsächlich stehen: „Wir diskutieren hier teilweise jede einzelne Klammer, jeder kleine Einwand wird ausdiskutiert. Es dauert einfach zu lange, bis wirklich Inhalte formuliert werden“, meint Physik-Student Fabian während einer Raucherpause.

In der kleinen Gruppe verteidigt nur KFH-Studentin Maritta den zähen Verlauf de Debatte: „Es ist wichtig, dass sich unsere Art der basisdemokratischen Auseinandersetzung von der durchhierarchisierten Diskussionskultur an der Universität unterscheidet, auch wenn dann alles etwas länger dauert.“

Auch der AK-Organisation sieht noch Verbesserungsmöglichkeiten: „Wir arbeiten daran, die Diskussion effizienter zu gestalten und gleichzeitig unsere basisdemokratischen Prinzipien beizubehalten. Wahrscheinlich werden Beschlüsse stärker als bisher in den Arbeitskreisen vorbereitet, um das Plenum zu entlasten.“



Welche Forderungen stellen die Besetzerinnen und Besetzer des Audimax?

Schon am Dienstag hatte das Plenum, die Vollversammlung der Besetzer, beschlossen, die sogenannten Leipziger Forderungen zu übernehmen.

An der Formulierung eigener "Freiburger Forderungen" wird buchstäblich Tag und Nacht gearbeitet, in den frühen Morgenstunden einigten sich etwa 350 Besetzerinnen und Besetzer auf „erste Grundsatzforderungen“, die allerdings, wie im Beschluss formuliert wird, „der Prozesshaftigkeit unterliegen und keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben“.

Darin verlangen die Besetzer
  • gerechte Anerkennung von Studienleistungen
  • eine freiheitliche Gestaltung der Studiengänge,
  • die vollständige Finanzierung der Hochschulen,
  • die Abschaffung von Bildungsgebühren und
  • die Wiedereinführung der Verfassten Studierendenschaft.


 
Wer führt die Verhandlungen?

Wie schon erwähnt gibt es keine Organisatoren. Das erschwert allerdings die Verhandlungen mit der Universitätsleitung. Zur Beilegung des Konflikts um eine Jura-Klausur, die ursprünglich am Dienstag im besetzten Audimax geschrieben werden sollte, wurde daher ein „Dialogteam“ gewählt, um direkt mit dem Rektorat verhandeln zu können.

So wollen die Besetzer in ähnlichen Fällen auch weiterhin verfahren. Die Verhandlungen auf Seiten der Universitätsleitung führt Prorektor Heiner Schanz, der heute im Gespräch mit fudder noch einmal die Dialogbereitschaft der Uni betonte. Schanz beklagte aber die unzureichende Kommunikation von Seiten der Studenten: „Von dem Entwurf der Grundsatzforderungen haben wir erst von fudder erfahren und ihn dann auch im Internet gefunden.“

Dabei seien Rektor Hans-Jochen Schiewer er selbst jederzeit gesprächsbereit und würden sich auch einer Podiumsdiskussion stellen.

Was passiert mit Vorlesungen und Veranstaltungen, die im Audimax stattfinden sollten?

Schanz betont noch einmal sein Unverständnis für die Weigerung der Besetzer, auf den angebotenen zweitgrößten Hörsaal direkt gegenüber dem Audimax auszuweichen: „Wir geben dem Protest Raum“.



Die Besetzung gerade des Audimax als größtem Hörsaal der Universität verursache aber große Schwierigkeiten, da täglich eine ganze Reihe von Veranstaltungen verschoben werden müssten. Man könne auch nur tagesaktuell planen, da unklar sei, wie lange die Besetzung noch dauern wird.

Die Raumänderungen werden auf der Website der Universität bekanntgegeben.

Was sagt die Uni zur Besetzung des Audimax?

„Ich verstehe die Symbolkraft, die in der Besetzung des Audimax liegt, aber so wird der Universitätsbetrieb gestört", sagt Heiner Schanz. "Studierende und Unileitung sind aber für die meisten Mißstände, die von den Besetzern beklagt werden, nicht der richtige Adressat. Die Protestform darf sich daher nicht nur an der Symbolik orientieren. Für uns wäre es wichtig, wenn die konkreten Forderungen an die Hochschulleitung möglichst bald auf den Tisch kämen.“

Was sagt die Unileitung zu den vorläufigen Forderungen?

„Wir müssen zunächst wissen, wie die Forderungen der Besetzer an die Universität überhaupt lauten. Viele Forderungen, auch berechtigte, die im Vorfeld laut geworden sind, können wir schon deswegen nicht erfüllen, weil wir als Universität nicht der richtige Adressat sind.“

Klare Worte findet Heiner Schanz aber dennoch bereits für einige Begehren der Besetzer: Den "Master für alle" hält er für eine "ideologische Forderung". Auch die Proteste gegen den engen Zeitrahmen kann der Prorektor nur teilweise nachvollziehen, denn: „Niemand wird gezwungen, 3+2 zu studieren, es handelt sich vielmehr um ein Angebot.“

Auch 500 Euro Studiengebühren pro Semester hält Schanz für "moderat": „Soziale Selektion findet längst vor der Uni statt, Studiengebühren sind in dieser Hinsicht kaum relevant, eine belastbare Studie geht von 3,6 Prozent Abiturienten aus, die wegen der Studiengebühren auf ein Studium verzichten.“

Schanz kritisiert allerdings die zu hohen Zinsen für Studiendarlehen. "Außerdem sind 2 Prozent Stipendien viel zu wenig." Ergänzend verweist er auf die schon veröffentlichten "5 Antworten auf 5 Fragen von Rektor Hans-Jochen Schiewer zur aktuellen Diskussion um Studienbedingungen“.

Wann wird das Audimax geräumt?

Die Universitätsleitung hofft, dass es nicht dazu kommt. Allerdings warnt der Prorektor: „Wir halten aufgrund der Raumproblematik nicht ewig durch.“






 

[Bilder: Martin Neumann; Minh Duc Nguyen]




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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 28
phh
Donnerstag, 19.11.09 23:33
 

ist schon etwas bescheuert druck auf die uni und die mitstudenten zu machen wenn man das land, den bund oder womöglich noch die eu meint. und wenn das stimmt dass die nicht mal mit der uni kommunizieren dann ist das ganze vollends kindergarten.

Donnerstag, 19.11.09 23:43
 

Schöne Zusammenfassung erstmal ein Lob dafür.
Ich denke das die Studenten in den wenigen Tagen oder Wochen Besetzung definitiv mehr lernen als in so manchem Seminar. Grundkurs Basisdemokratie und Selbstverwaltung, sehr schön.

Auch super, dass die Schüler für Freitag die erste Freiburger Schülervollversammlung einberufen haben ( http://www.bildungsstreik2009-freiburg.de/2009/11/schuler_innen-plenum-am-samstag/ )!

Das dabei die Uni und manche andere Studenten darunter leiden ist schade, aber vermutlich schwer zu umgehen. Die Unileitung kann sich natürlich auch einfach selber informieren, die Studenten bekommen von der Unileitung auch keine Email oder Flyer zugesteckt, in denen die neusten Entscheidungen des Hochschulrates zusammengefasst sind.

Wen Seminare verschoben werden, selbst wenn mal was ausfällt, so wirklich tragisch ist das alles nicht.

@phh
Hauptsache irgendwas geschrieben? Ne im Ernst - Die Forderungen sind letztendlich durchaus aufgeteilt, in Forderungen an das Land und an die Uni, momentan schieben alle politisch verantwortlichen Seiten die Schuld für die Bildungsmisere von sich und verweisen auf irgendeinen Schwarzen Peter. DAS ist Kindergarten.

Wer mehr will findet alle Infos nach wie vor unter http://www.bildungsstreik-freiburg.de

phh
Donnerstag, 19.11.09 23:54
 

teilt doch eure forderungen auf nach adressaten und besetzt dann nacheinander die uni, dann den landtag oder das MWFK und legt denen die an sie gerichteten forderungen vor. und richtig besetzen, nicht nur symbolisch. ihr übt momentan doch letztlich druck nur auf eure mitstudenten aus, klar werdet ihr ignoriert.

Freitag, 20.11.09 00:22
 

@phh
deine ideen sind (ehrlich) gar nicht so schlecht. nur bräuchte man dafür mehr leute die mitmachen. problem ist halt das es vielen leuten egal ist, weil mami eh zahlt. solidarität? fairness? fremdwörter...
weiter kommen leute hinzu (wie z.b. ich) die zwar immer mal wieder bischen was machen können, aber selber auch nicht viele kapazitäten frei haben. von irgendwas will man ja dann eben doch leben und prüfungen muss man ja bestehen. es gibt keine bessere möglichkeit studenten mundtot zu machen als mit einem stressigen studium.

aaaaaaaber ignoriert werden die proteste diesmal nicht. tagesschau, bz, fudder, süddeutsche, frankfurter rundschau usw. berichten sehr wohlwollend und sehen die aussagen der politiker die verantwortlich sind (schavan usw.) sehr kritisch (ich find das super was ihr macht style ist zu auffällig).

der druck auf mitstudenen ist nicht so groß, ne raumverschiebung ist nichts wildes und kommt auch ohne proteste öfters mal vor, ohne das jemand länger als 20min jammert. das ist wie mitleid mit den geschäftsleuten haben, weil ihnen wegen ner demo eine stunde lang das laufpublikum entgeht. ooooooooooooooooh ;)

phh
Freitag, 20.11.09 01:03
 

ja, ich weiß. das ist der dritte protest dieser art seit ich hier in freiburg bin und es ist immer dasselbe. ich sage mir jetzt immer "wenn sie nicht mitmachen kann es ja so schlimm nicht sein" und denk über erfreulichere sachen nach :/

weiß nicht wie alt du bist aber die proteste wurden von den medien auch schon immer sehr gerne ins programm genommen, vor allem wenn studenten (vorzugsweise weiblicher natur) sich "aus protest" nackig machen. ändern tut das nichts. proteste haben nur erfolg wenn sie druck ausüben, und medienberichte bringen nur was wenn es noch potentiale von mitstreitern gibt die dadurch erschlossen werden könnten, was m.e. hier nicht der fall ist - die studenten wissen bescheid und die restbevölkerung ist mit sich selbst beschäftigt.

möh. :(

Freitag, 20.11.09 01:27
 

es is einfach so, dass 100 studenten mit ziemlich wenig gehirn die entscheidung mit vielleicht 30 pro 20 contra und 50 enthaltungen gefällt haben den audimax zu besetzen. und nun scheinen die anderen diesem blödsinn zu folgen anstatt ihr gehirn nun einzuschalten und diese bescheurte entscheidung zu revidieren und stattdessen was vernünftiges zu machen oder zu besetzen.
wenn ich zeit hät würd ich zum audimax fahrn und von den negativ betroffenen studenten die dorthinlaufen um zur vorlesung zu gehn und da erfahrn, dass die wo anders stattfindet unterschriften für die bestätigung der dummheit dieser aktion zu sammeln. würd mich interessieren wieviele unterschriften man so zusammenbekommen könnte.

comment
Freitag, 20.11.09 03:15
 

Es haben _wesentlich_ mehr als 100 Studenten die Besetzung des Audimax beschlossen. Das war bei genannter Vollversamlung doch ganz gut gefüllt.

waldo
Freitag, 20.11.09 09:23
 

also im großen und ganzen bin ich ein absoluter befürworter dieses streiks. was meiner meinung nach jedoch ein bisschen abhanden geht ist der bezug zur realität! studiengebühren sind definitiv nicht zwingend notwendig für ein land, siehe saarland. doch muss etwas zwingend sein, damit wir endlich unseren arsch aus dem sofa hiefen um schon früh zu unserem sozialstaatsprinzip etwas beizutragen? spätestens seit 89 wenn nicht schon früher ist dieses denken "ach, das sollte umsonst sein und das und das... zahlen? ich? ne, aber rente will ich haben" über dem jordan verschwunden sein! ihr wollt mehr bildung für weniger geld? das ist für unser land eine verlust-verlust rechnung. wieso nicht mit mehr bildung für das geld was wir zahlen müssen verlangen? jedenfalls scheint das nicht im interesse der masse und der sds etc zu liegen. wen kümmerts, man wird ja ernst genommen... haha.. eine tolerierte besetzung ist eine besetzung ohne druck bzw ein besserer kindergeburtstag. das kann man mit allem bier der welt nicht verschleiern ;) jedenfalls euch noch ne "coole zeit" im audimax, rudi dutschke dreht sich im grabe um.

Freitag, 20.11.09 10:42
 

@ chef: "es is einfach so, dass 100 studenten mit ziemlich wenig gehirn die entscheidung mit vielleicht 30 pro 20 contra und 50 enthaltungen gefällt haben den audimax zu besetzen. und nun scheinen die anderen diesem blödsinn zu folgen anstatt ihr gehirn nun einzuschalten und diese bescheurte entscheidung zu revidieren und stattdessen was vernünftiges zu machen oder zu besetzen."

erinnert mich irgendwie an die bundestagswahl, da gab es zwar eine wahlbeteiligung von 70%; davon haben 48,8% die regierung gewählt (erststimmen). d.h. schlussendlich haben 33,97% aller wahlberechtigten cdu/csu & fdp gewählt; also unwesentlich mehr als in deinem obigen beispiel. aber mehr noch als die zahlenverhältnisse legen ausdrücke wie "mit wenig gehirn" "blödsinn zu folgen" "stattdessen was vernünftiges zu machen" die analogie nahe.

denke mal du stimmst mir zu?!

zum nachrechnen: http://www.bundeswahlleiter.de/de/bundestagswahlen/BTW_BUND_09/ergebnisse/bundesergebnisse/index.htm[..]

Freitag, 20.11.09 10:53
 

Zum Argument: "Schanz beklagte aber die unzureichende Kommunikation von Seiten der Studenten: „Von dem Entwurf der Grundsatzforderungen haben wir erst von fudder erfahren und ihn dann auch im Internet gefunden.“

1. Informiertsein ist auch eine Holschuld - ich war gestern abend dort zu Besuch, das koennte jeder machen der/die (/ insidergag ) wissen will was passiert.
2. Kompliment an fudder fuer die erfolgreiche Information der Hochschulleitung.
3. Nichtzustaendigkeit ist zwar wahr, aber natuerlich auch ein Ausdruck struktureller Gewalt. Eine bewaehrte Verhandlungs/Kampf-Taktik ist es, potentielle Forderungen des Gegners prinzipiell zu verunmoeglichen (triviales Beispiel: Zeitschloss in Banken fuer Geldbestaende, die auch von bedrohten Kassierern nicht geoeffnet werden KOENNEN). Hier: ich vesrteh ja einen guten Teil der Forderungen/Wuensche/Ideen, aber mir sind die Haende gebunden, dafuer sind andere zustaendig.

Freitag, 20.11.09 11:23
 

Die Kölner Polizei hat die Uni geräumt:

http://www.derwesten.de/nachrichten/2009/11/20/news-141435911/detail.html

Freitag, 20.11.09 11:37
 

Absurder Aspekt der Koelner Raeumung (Dank an Ralph, war gut fuer einen traurigen Lacher am spaeten Vormittag): "Außerdem schlug die Verwaltung vor, ein Internetforum einzurichten, in dem Studenten ihre Probleme schildern könnten." Vorschlagskasten statt Mitbestimmung.

Freitag, 20.11.09 11:48
 

ziviler ungehorsam ist eine zT notwendige und zu befürwortende art politischer willensäußerung.

letzten endes wird man die meisten forderungen aber nur umsetzen können, wenn man den leuten, die cdu oder fdp wählen, klar macht, was sie anrichten.

Freitag, 20.11.09 11:56
 

#koelnbrennt Raeumung , und besonders der absurde Vorschlag mit dem Intenetforum als Ersatz erinnert mich an ein Erlebnis in meinem ersten Job. Es gab da ein monatliches "Akademikertreffen", wo das Geschaeft und auch wissenschaftliche Dinge ernsthaft besprochen und diskutiert wurden.
Und dann kam ein neuer Chef und hat die Veranstaltung umbenannt in "Die Geschaeftsleitung informiert".
Und hat nicht verstanden warum alle empoert waren.

Ich hoffe dass die Freiburger Unileitung kompetenter ist als mein damalisger ChefChef, und als die Koelner.

Freitag, 20.11.09 12:14
 

Scheißkooperative Nichtraucherrevolution.

Freitag, 20.11.09 12:21
 

zu den 100 stimmen :
es hätten ja auch welche dagegen stimmen können, oder war das bei todesstafe verboten ?
sowas nennt man eben demokratie, obs mir passt oder nicht....

@ truth: wen ich auf der einen seite verständnis für meine sache erwarte, dann sollte ich mich auf der anderen seite nicht über z.b die freiburger geschäftsleute lustig machen.
das mag zwar nur nen stunde sein, kann in dem ein oder anderen fall trotzdem zu einbußen führen und bei den mieten in freiburgs innenstadt...., kann man sich selber denken.

es geht hier nicht um " mir hat jemand mein förmchen geklaut , dann nehm ich einem anderen seins ", sondern augenscheinlich um ein wichtigere sache.



Freitag, 20.11.09 12:59
 

@peter4: ich rechnes mal nicht nach und stimm dir einfach zu
@JosFritz: hier findet man auch ohne hauptschulabschluss leute die zuhören ^^

@all: wenn die freiburger polizei net bald das audiomaxx räumt, dann tu ichs in second life ^^

Freitag, 20.11.09 13:02
 

Zur Klarstellung: Bei den weit über 100 Initiatoren handelt es sich um diejenigen, die die Besetzung beschlossen, logischerweise einstimmig. Im Laufe des Montagabends füllte sich das Audimax mit knapp 1000 Besetzern, von denen weit über 300 dann die erste Nacht im Audimax verbrachten. Mittlerweile übernachten noch ca. 350 Studenten im Audimax, die sich alle auch an der Debatte beteiligen und in Arbeitskreise einbringen. Tagsüber wächst die Zahl der Besetzer bisher noch immer auf 800. Weil das Audimax bis auf den letzten der 768 Plätze gefüllt ist, stehen und sitzen die Leute auch noch auf den Treppen und hinter dem Podium.

Wer versucht, den Protest kleinzurechnen, irrt und kann sich jederzeit durch eigenen Augenschein eines Besseren belehren lassen.

Der Protest hat allein von der Quantität der Teilnehmer her ein vielfaches an Potential und Sprengkraft verglichen etwa mit der Rektoratsbesetzung 2005.

Auch die Qualität der Proteste ist durch die Finanzkrise und durch die Schwarzgelbe Regierung gestiegen. Es sind nicht nur viel, viel mehr Studenten, tatsächlich erfahren Streik und Besetzung auch eine große Solidarität in der übrigen Bevölkerung, ganz zu schweigen von Eltern und Schülern.

Das wissen auch die Verantwortlichen Politiker. Die Universitätsleitung täte gut daran, sich nicht auf den Standpunkt der Nichtzuständigkeit zurückzuziehen. Sie muss sich mit berechtigten Forderungen der Studierenden auch dann solidarisieren, wenn es sich um Konflikte mit Stuttgart handelt, die nicht in ihren Kompetenzbereich fallen.

Tut sie das aber nicht, sollte sie zumindest Zurückhaltung bei der Beurteilung von politischen Forderungen üben, die sie ja - angeblich - nichts angehen. Den "Master für alle" als ideologische Forderung zu bezeichnen, ist erstens falsch und zweitens scheppert´s im Glashaus.

Freitag, 20.11.09 13:15
 

Vielen Dank für den informativen Bericht!
Finde die Berichterstattung von fudder sehr engagiert und vielseitig! Großes Lob!
Zu den vielen Diskussionen, die immer wieder im Plenum ausgetragen werden: Sie sind tatsächlich mühsam und die Idee, diese auf AK's zu verteilen ist sinnvoll. Jedoch zeigt dies, dass dieser Protest, dass die Besetzung nicht einfach eine unüberlegte Aktion von einer handvoll radikaler, linker Hobbydemonstranten ist, sondern dass es den Studenten ernst ist mit den Forderungen! Und jeder, der in den letzten Tagen bei der Besetzungen ein paar Stunden dabei war, vorallem bei einem Plenum, wird schnell merken, dass dies nicht einfach eine lustige Partyveranstaltung ist, sondern ein ernst zunehmendes Signal an die Verantwortlichen dieser Misere!
Und dass das Audimax der richtige Ort ist, zeigt das Interview mit dem Rektor... Bei aller Liebe, aber seien Äußerungen sind dermaßen ignorant, dass es weh tut!
Zum einen die Studiengebühren als "moderat" zu bezeichnen, zeigt, wie wenig er die Studenten und deren Lebensbedingungen ernst nimmt! Auch die Idee, dass jeder einen Anspruch auf einen Master hat, als "ideologisch" zu bezeichnen, is blanker Hohn!!! Und zu guter Letzt der Vorschlag, die Besetzung räumlich zu verlegen... ich war bei der Abstimmung über diesen Punkt dabei, das schallende Gelächter sagte alles. Warum besetzen wir nicht gleich den Keller, damit der Uniablauf nicht gestört wird und die Öffentlichkeit nichts davon bemerkt?
Bevor sich der Rektor mit solchen Äußerungen weiter zur elitären Witzfigur degradiert, sollte er sich ernsthaft und solidarisch mit den Belangen der Studenten auseinandersetzen!

Freitag, 20.11.09 13:25
 

hallo, könnt ihr bitteschön dem rektor sein büro + die ganzen flure und büros drum rum besetzen? danke

Freitag, 20.11.09 13:29
 

oder organisiert euch ne mfg nach stuttgart und belagert die zuständigen

Freitag, 20.11.09 15:07
 

oder verbrennt bücher auf der wartburg

Heinz
Freitag, 20.11.09 15:29
 

Wie wird die Besetzung organisiert?

"Es gibt keine "Organisatoren“ im Sinne einer Führung, die Besetzer sind basisdemokratisch organisiert."

Na, dann kann das ja nichts werden.

geeeenau
Freitag, 20.11.09 17:07
 

@ chef und die ganzen menschen, die den protest nach stuttgart, brüssel oder sonstwo verlagern wollen:

natürlich muss der protest VOR ORT artikuliert werden!

ich renne ja auch nicht nach Berlin, um mich dort über den verspäteten zug in villingen zu beschweren, gebe nicht dem koch eine aufs maul, wenns essen scheisse ist, sondern trage meine kritik dem service vor.

Freitag, 20.11.09 17:40
 

du besetzt doch nich ein bahnhof der db um gegen die hohen preise zu demonstrieren ... du muss zur db zentrale hin ...

Freitag, 20.11.09 17:45
 

wenn es so einfach waere dass das Problem an einer Stelle kompetent geloest werden koennte waere es schon keins mehr.

Freitag, 20.11.09 21:56
 

es waere keins mehr, wenn die in stuttgart den forderungen der studenten zustimmen würden, was die ja jedoch nicht machen. also wird das alles mit einer räumung durch die polizei enden und gut is

Mittwoch, 25.11.09 14:38
 

Genauso wird es -wie immer- enden:
http://preview.tinyurl.com/ycxmx7z

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