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Uni-Protest: Worunter leiden Freiburger Studenten?

Die Slogans auf den Demoplakaten der Bildungsstreikenden sind mitunter genauso abstrakt wie die Formulierungen auf den Plenums-Ausschuss-Papieren im Audimax. Wir wollten von drei Studenten wissen: wo drückt Euch der Uni-Schuh?






"Ohne Arbeiten könnte ich mir Studieren nicht leisten"

Jonathan, 24, studiert im siebten Semester Physik und Mathematik auf Diplom

"Ich gehe auch in den Ferien arbeiten, um mein Studium zu finanzieren. Zwar bekomme ich ein wenig Geld von meinen Eltern, das war jedoch eine zähe Angelegenheit, da sie verstritten sind. Ich habe anderthalb Jahre lang mit meinem Anwalt dafür gekämpft, dass meine Eltern ihre Einkommen offenlegen. Bis heute verweigert mir das BAföG-Amt jede Zahlung wegen der fehlenden Einkommensoffenlegung.
 
Die momentane Situation finde ich unerträglich. Meiner Meinung nach muss Bildung frei sein für alle Menschen. Schließlich möchte ich mehrere Aspekte während des Studiums erforschen und nicht nur Stoff für den späteren Beruf auswendig lernen. Wegen des Bildungskredits: ich habe mich dagegen entschieden, da ich nicht davon ausgehen kann, dass ich nach dem Studium automatisch einen Job finden werde.

Studiengebühren sind unsozial, deswegen bin ich dagegen. Denn dadurch werden überwiegend Leute aus sozial schwachem Milieu benachteiligt. Viele junge Menschen können sich ein Studium aufgrund der Studiengebühren nicht leisten. Und wenn, dann müssen sie nebenher arbeiten gehen, so dass sie am Ende zwei oder drei Semester nachsitzen müssen, um ihren Abschluss zu machen.

Auch die Regelung für die Befreiung von Studiengebühren finde ich unfair: Zwar werden Mütter von Studiengebühren befreit, jedoch nur, wenn das Kind acht Jahre alt ist oder jünger. Sobald es älter ist, müssen diese Mütter bezahlen."



"Ich werde zu oberflächlichem Lernen gezwungen"

Niklas, 22, studiert Politik- und Islamwissenschaften im dritten Semester

"Am vergangenen Semesterende hatte ich in einer Woche fünf Prüfungen. Sprachklausuren in Spanisch und Arabisch, eine Klausur zur Vorlesung über Politische Theorie, eine Klausur zur vergleichenden Regierungslehre und eine Klausur über die politischen Systeme der arabischen Welt.

Am Montag waren zwei, eine um 8 Uhr und eine um 12 Uhr. Am Dienstag kam die nächste Prüfung, am Freitag nochmal zwei. Ich wusste gar nicht mehr, wo ich anfangen und aufhören sollte mit lernen. Ich saß einen Monat lang non stop am Schreibtisch. Alle Noten fließen zum Schluss in meine Bachelornote ein. Diese Note wiederum ist für mich sehr wichtig, um die Chance für einen Masterplatz zu kriegen. Die Masterplätze sind in meinem Fach besonders rar gesät.  Im Normalfall habe ich danach noch drei Wochen Zeit, um eine oder zwei Hausarbeiten zu schreiben. Dass ich die qualitativ nicht mehr so gut schreiben kann, wie es mir möglich wäre, liegt auf der Hand. Mir fehlt einfach die Zeit für eine adäquate Recherche. Und von Freizeit spreche ich gar nicht erst.

Die Ballung der Prüfungen am Semesterende im Bachelor haben System. Ich frage mich, warum dieses System sein muss. Und ich wehre mich jetzt dagegen. Das ist doch ein organisatorisches Problem, das sich entzerren lässt. Auch die Frist für die Hausarbeiten müsste man doch ein wenig nach hinten verlegen können. Du wirst zu oberflächlichem Lernen gezwungen. Es wird dir nicht mehr die Zeit zugestanden, irgendwo in die Tiefe zu gehen. Zum Glück habe ich bislang alle Prüfungen bestanden."



"Es geht nur noch ums Punktesammeln"

Daniel (21), studiert im 3. Semester Kunstgeschichte

„Mein Hauptproblem mit dem Bachelorstudium ist, dass die Prüfungsordnung und der Studienverlaufsplan zu starr geregelt sind. In jedem Semester wird mir genau vorgeschrieben, welche Veranstaltungen ich belegen muss. Wenn man von der Prüfungsordnung irgendwie abweichen möchte, wird es schwierig. Ich begann damit, Germanistik zu studieren, wechselte dann aber auf Kunstgeschichte. Dadurch muss ich jetzt noch eine Pflichtveranstaltung nachholen und darf nicht die Seminare machen, auf die ich eigentlich Lust hätte.

In der Pflichtveranstaltung muss ich noch nicht einmal etwas leisten, sondern sitze da nur meine Zeit ab, um die zwei vorgeschriebenen ECTS-Punkte zu bekommen. Generell geht es mir beim Bachelorstudium viel zu sehr ums bloße Punktesammeln.

Außerdem stören mich die kurzen Fristen. Für die Anmeldung zur Prüfung beträgt die Frist zum Beispiel nur vier Tage. Wer diesen Termin verpasst, kann sich unter Umständen das Seminar nicht mehr anrechnen lassen. Auch für die Abgabe von Hausarbeiten sind die Fristen knapp bemessen. Im letzten Semester war es zum Beispiel so, dass die Lehramtsstudenten, die die gleichen Veranstaltungen besucht haben wie ich, bis Ende September Zeit hatten, um ihre Hausarbeit abzugeben. Wir Bachelor-Studenten mussten schon drei Wochen nach Semesterende damit fertig sein. Die Dozenten hätten uns gerne mehr Zeit gegeben, aber die Prüfungskommission erlaubt das nicht.

Wenn ich den Arbeitsaufwand für meine Pflichtveranstaltungen zusammenrechne, komme ich auf etwa 40 Stunden pro Woche. Da bleibt nicht mehr viel Zeit, um noch andere Sachen zu machen. Selbstbestimmtes Studieren geht verloren, alles wird nur von oben vorgegeben. Im ersten Semester, wenn man sich noch orientieren muss, ist das vielleicht noch ganz praktisch. Aber eigentlich sollte Studieren doch frei sein und nicht so unflexibel und bürokratisch.“








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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 42
Mittwoch, 18.11.09 17:50
 

"Wenn ich den Arbeitsaufwand für meine Pflichtveranstaltungen zusammenrechne, komme ich auf etwa 40 Stunden pro Woche. Da bleibt nicht mehr viel Zeit, um noch andere Sachen zu machen. "

Willkommen in der Arbeitswelt.

"Die momentane Situation finde ich unerträglich. Meiner Meinung nach muss Bildung frei sein für alle Menschen."

Jammern auf hohen Niveau ist angesagt. Was hätte er getan, wenn er in den USA, GB, Australien oder Japan studieren würde? Da kommen einiges mehr an Gebühren zutrage.

Über den tatsächlichen Sinn der Studiengebühr bzw. den tatsächlichen Verwendungszweck, darüber lässt sich streiten.

Mittwoch, 18.11.09 17:56
 

Willkommen in der Arbeitswelt, was sollen denn bspw. die Juristen sagen, oder die die es noch werden wollen?

Meine Nachbarin hat ne 70h Woche!, als Studentin wohlgemerkt.

Mittwoch, 18.11.09 18:23
 

40 h sind hier der Arbeitsaufwand für das reine Studium.
Wie man an das Geld zum Leben oder für die Studiengebühren kommt ist hier noch nicht einbegriffen!

Auch das Argument mit dem Vergleich zu anderen Ländern, in denen Bildung noch teurer ist ist nicht sehr intelligent!
Das ist wie "sei froh dass du nicht in Afrika als Straßenkind geboren wurdest..." Blabla. Nach der Theorie könnten wir auch alle Häuser abreissen und wieder in Wellblechhütten wohnen...

Hier liegt Deutschland im OECD-Vergleich in Sachen Bildungsausgaben: http://www.zeit.de/gesellschaft/2009-09/oecd-studie-bildungsausgaben
Der Soziologieprof von der Uni meinte gestern sogar international wäre Deutschland knapp über Nigeria anzusiedeln..
Traurig aber wahr...

Mittwoch, 18.11.09 18:31
 

sommertag hat recht!

der aufwand für mein studium beträgt auch um die 40 stunden pro woche. dazu kommen dann aber noch 15-20 stunden pro woche arbeiten, um sich das studieren überhaupt leisten zu können. hierbei kommt das freie denken und lernen eindeutig zu kurz, denn zeitlich ist leider nur "auf-die9-multiple-choice-klausuren-am-ende-des-semesters" lernen drin. denn eine klausur im ersten anlauf nicht zu bestehen passt nicht wirklich in das straff strukturierte bachelor studium...

Mittwoch, 18.11.09 19:21
 

Claus Cleber gestern abend im heute-journal mit einem fast historischen Satz:

"Bachelor für die halbfertigen, Master für die fix-und-fertigen."

;)

Gesine Schwan hat es ebenso treffend bemerkt: "Es kann nicht sein, dass sich Bildung einer freien(!) Marktwirtschaft unterordnet, ohne jede Regeln".

...und reinem Profitdenken, nur um ein halbfertige paar Jungfüchse mit einem Schnellbleiche-Studium auf den Markt auszuspucken.

Diese ganze Idiotie mit "schneller studieren" bringt garnix: Am Ende ist ein Bachelor-Absolvent trotz "Uni-Abschluss" mangels Praxiserfahrung weniger gefragt als ein Absolvent eines normalen Lehrberufes, da er zudem noch mehr Geld verlangt!

Mittwoch, 18.11.09 19:23
 

grr...

... um ein paar halbfertige.....

muss es natürlich heissen.

phh
Mittwoch, 18.11.09 21:12
 

praxis schmaxis. nenne mir mal einen lehrberuf, der um arbeitsplätze mit islamwissenschaftlern und kunsthistorikern konkurriert. außer fachmann/-frau systemgastronomie jetzt. museen stellen weiter kunsthistoriker ein, auch wenn die ein bißchen elfenbeinturmmäßig unterwegs sind. wen sollen die denn sonst nehmen? stukkateure?

Mittwoch, 18.11.09 21:35
 

"Ich darf nicht die Seminare machen auf die ich eigentlich Lust hätte..."
Im Leben kann man eben nicht das machen was man will. In vielen anderen Ländern funktioniert das Bachelor-Master-System wunderbar und auch die Studiengebühren sind z.B. in den USA wesentlich höher. Ein bischen Druck von oben ist angesagt. Es kann nicht sein, dass hemmungsloses Rumstudieren in Fächern wie Kunstgeschichte oder Islamwissenschaften vom Staat finanziert wird.
Über Gebühren lässt sich streiten, aber es ist doch mehr als offensichtlich das der Fall Mr. Nerd Jonathan ganz oben ein absoluter Einzelfall ist...

Mittwoch, 18.11.09 21:35
 

"Ich darf nicht die Seminare machen auf die ich eigentlich Lust hätte..."
Im Leben kann man eben nicht das machen was man will. In vielen anderen Ländern funktioniert das Bachelor-Master-System wunderbar und auch die Studiengebühren sind z.B. in den USA wesentlich höher. Ein bischen Druck von oben ist angesagt. Es kann nicht sein, dass hemmungsloses Rumstudieren in Fächern wie Kunstgeschichte oder Islamwissenschaften vom Staat finanziert wird.
Über Gebühren lässt sich streiten, aber es ist doch mehr als offensichtlich das der Fall Mr. Nerd Jonathan ganz oben ein absoluter Einzelfall ist...

bakkalaureus
Mittwoch, 18.11.09 22:28
 

Jetzt geht's aber los.

1.) Warum sollten Fächer wie Islamwissenschaft oder Kunstgeschichte weniger wert sein als andere Fächer, was Du, fonkdawold, ja zweifellos mit deinem "hemmungslosen Rumstudieren" zum Ausdruck bringen wolltest?

2.) Im angelsächsischen System sind z.B. starre Prüfungsordnungen im Bachelor einfach unbekannt. Da gibt es eher sowas wie ein Studium Fundamentale in den liberal arts colleges, wo man ganz im Sinne des freien Denkens, sich ausprobieren kann. Diese ökonomistische Argumentation, man solle schnell fertig werden ohne sich entfalten zu können, nervt und sollte nicht immer mit irgendwelchen 16.-Semester-Soziologie-Langzeitstudent konterkariert werden. Das finde ich unverschämt und völlig an den Tatsachen vorbei.
Seminare zu machen, zu denen man Lust hat: Darum geht es doch! Wir sind hier nicht in der Schule, wir sollen lernen, Eigenverantwortung zu übernehmen und unseren eigenen Lernweg zu erkämpfen. Das zu diskreditieren finde ich unreif!

Zu guter letzt möchte ich noch auf einen super Artikel in der ZEIT hinweisen, der die ganze Problematik, ohne Polemik und Pauschalisierung, sehr gut zusammenfasst:

http://www.zeit.de/gesellschaft/generationen/2009-11/bildungsstreik-zivilisation

Mittwoch, 18.11.09 23:13
 

@fonkdaworld: Die Kritik ist hier auch an der UMSETZUNG der Bachelor/Masterstudiengänge in DEUTSCHLAND! bzw. die Forderung Abschaffung von Bachelor/Master in der DERZEITIGEN Form bzw. deren Überarbeitung. Ich denke es hat niemand etwas gegen international vergleichbare Studiengänge, wenn sie wirklich international vergleichbar wären bzw. Studienleistungen aus bspw. Auslandssemestern anerkannt würden- sind sie aber nicht!

"In vielen anderen Ländern..." (Man lese hierzu meinen letzten Kommentar.) Willst du ein Gesundheitssystem wie in den USA? Ich nicht und auch kein solches Bildungssystem. Nur weil das Land mal ne Weltmacht war, heißt es nicht dass alles was die tun als Vorbild dienen sollte.. (Beispiel Bush, Krieg für Öl, das schon genannte Gesundheitssystem, uvm.)

By the way- es gibt auch andere Studienfächer als Kunstgeschichte und Islamwissenschaften.

Donnerstag, 19.11.09 01:22
 

@ fondaworld
ich weiß nicht ob du selber studierst oder nicht. aber auf jeden fall sollte ein studium nicht ein abarbeiten irgendwelcher sachen sein. ein studium ist auch selbstbildung und brauch zeit. auch freizeit. zeit zum erholen und zum nachdenken. wen jemand 16 semester studiert und danach einen job hat und gut macht, ist das, auch für die gesellschaft sinnvoller (und BILLIGER, wenn es dir darum geht), als wenn er nach 6 semestern bachelor arbeitslos ist.

profit und kostennutzen denken ist zwar nicht mein ding, aber wenn dann bitte auch vollständig. es gibt nichts sinnvolleres als gut ausgebildete leute, die ihren job gerne und gut machen.

gebühren schrecken nur leute ab, die eigentlich gerne studieren wollen. bringt echt gar nichts, das bischen geld das da reinkommt, nützt echt nicht viel. bildung verzinst sich laut wirtschaftswissenschaftlern mit etwa 10% (dadurch das die ausgebildeten leute später gute arbeit machen, steuern zahlen, forschen, ideen entwickeln usw.) - es lohnt sich also wenig so sehr wie in bildung zu investieren.

und MEINE gesellschaft braucht auch träumer und chaoten ;-)

Master Eder
Donnerstag, 19.11.09 09:21
 

Leute wie Fondaworld stehen so ziemlich genau für das, was ich eine verkorkste Gesellschaft nenne, die sich nur am Zweck und Nutzen orientiert. Ich vermute mal, er war beim Bund, wo man lernt, daß man nicht alles machen dürfe, was man im Leben will. Aber jetzt mal von der Theorie zur Praxis: Seit ich selbst Chef bin, weiß ich, daß ich verschiedene Qualifikationen auf verschiedenen Posten brauche. Träumer in die Entscheidungsebene, Fondaworlds zur Funktionsebene wie Lager oder zuverlässige Lieferwagenfahrer :).

Donnerstag, 19.11.09 10:54
 

1. Der deutsche Diplomingenieur war eine Marke auf der ganzen Welt und wurde zum Vorbild für den amerikanischen master of engineering. Inzwischen haben wir in Deutschland aus Coolnessgründen ebenfalls einen master of engineering und die Amis sind in ihrer Einstellungspraxis sehr vorsichtig, weil sie sagen, sie kennen den Abschluss nicht. Dass einen solche Schildbürgerstreiche ärgern können, verstehe ich sehr gut.
2. Die amerikanischen Unis, die hier gerne herbeizitiert werden, haben viel flexiblere Modelle der Finanzierung; Harvard zahlt zB Studenten, die nach dem Studium in einem sozialen Beruf - was auch immer das ist - arbeiten jeden Cent zurück.
3. Ich finde auch, dass Studenten mehr Muße brauchen, aber: Ein Fluggerätemechaniker, der im Idealfall ein paar hunderttausend Teile in zwei Sprachen benennen kann, der weiß wo sie wie angebracht werden, wo man sie bestellen kann und wie sie aussehen sollten und wie nicht, betreibt einen intellektuellen Aufwand, der nicht zu unterschätzen ist und fragt auch nicht nach Freizeit, um darüber nachzudenken.

Donnerstag, 19.11.09 11:48
 

Freiburger Studenten leiden nicht ... SIE MOTZEN AUF GANZ HOHEM NIVEAU !

Donnerstag, 19.11.09 11:58
 

so jetzt ist eine grenze erreicht !

gerade kam ein polizist zu uns in die bank und hat uns mitgeteilt das die studenten symbolische banküberfälle planen...

mit verlaub gesagt, da frag ich mich: haben die den ar... offen?
schon mal in die situation von einem bankmitarbeiter versetzt der überfallen wurde??
oder überlegt das es vielleicht trittbrettfahrer geben könnte ?

protestieren ok, aber dabei mal den kopf einschalten wäre auch nicht schlecht....

so verspielt man sich sympathien

Donnerstag, 19.11.09 12:00
 

Ich könnt grad kotzen wenn ich so manches hier les....

Was glauben manche Studenten eigentlich? Dass das Studium ein Zuckerschlecken ist, bei dem Sie machen können was Sie wollen, wie Sies wollen und wann sie wollen und das am Besten noch kostenlos. Es gibt halt nunmal Regeln an die man sich halten muss. Auch wenn man Student ist.

Jeder der Abi macht kennt doch die Situation, dass man in einer Woche 5 Prüfungen hat. Tja das ist nunmal so. Das gehört dazu.
Dafür macht man Abi. Und genauso bei meinem Ausbildungsabschluß: 4 Tage am Stück je zwei Prüfungen. Morgend und Mittags. Tja das Leben ist hart. Und wenn man was werden will muss man auch mal solchen Druck aus halten.

Man bekommt doch auch was dafür. Wenn man sich mal am Riemen reisst und mal auf Freizeit verzichtet für ein paar Wochen hat man einen Abschluss mit dem man erheblich mehr Geld vedienen kann, als jeder der ne Lehre gemacht hat.
Warum sollte das ohne erhöhten Aufwand, Opfer und kostenlos zur Verfügung stehen?

Wo ist das Problem sich das Studium über Nebenjobs zu finanzieren und dafür halt zwei Semester mehr zu machen? Machen viele so. Klar sind das dann 5 oder 6 harte Jahre. Man muss halt mal den Finger ausm Po nehmen und nicht immer nur kostenlos nehmen wollen! Was sind schon 5 Jahre? Man bekommt doch was dafür!

Ich könnt mich Tage lang aufregen!

Donnerstag, 19.11.09 12:14
 

nur zum relativieren:
früher bedeutete ein studium mehr geld verdienen.
das ist heute nicht mehr so, bis auf ein paar ausnahmen.

man nehme einen 16 jährigen, der macht ne lehre, den meister und arbeitet dabei ja schon, also verdient geld.
lasst ihn mla 5 jahre vorsprung haben, in denen er dann im schnitt 20000,- euronen verdient.
das wären dann 100000,-
dann kommt der student, wenn der dann im schnitt 1000 ,- eur mtl mehr verdient ( was nicht sicher ist ) , rennt er die ersten 10 jahre hinterher...

also so einfach ist das nicht mit studium = mehr geld.......

Donnerstag, 19.11.09 12:27
 

@sallii
es ist ne Weile her, aber ich hab studiert was mich interessiert hat, hatte einige Pflichtvorlesungen, viele freie Angebote, viel Praxis (Chemie), und hab in meinem ganzen Studium nur etwa 5 schriftliche Klausuren geschrieben (!). Ich hatte eine mehr als 40-Stunden Woche, und warum ? Weil die Angebote gut waren, und es mich wirklich interessiert hat - es ist das Leben, 24 Stunden pro Tag, 168 Stunden pro Woche. Es gab nur ganz ganz wenig wo ich dachte: O.K. muss wohl sein, Augen zu und durch. Pruefungen sind nicht der Sinn des Studiums, Bullimielernen erst recht nicht.
Und der andere Aspekt: Nach meiner Meinung sollte man studieren weil man das will, interessant gut und richtig findet, und nicht weil man unbedingt erwartet hinterher mehr Geld zu verdienen. Die Idee dass das Studium eine private Investition ist, die man notfalls auf Schuldenbasis finanziert, und die sich dann spaeter "lohnt", mag in anderen Kulturen akzeptiert sein (USA, F.D.P.), hat aber nichts mit dem Europaeischen Bildungsideal zu tun. Genausowenig wie "erst die Arbeit, dann das Vergnuegen", oder "jetzt Unsinn pauken, dafuer spaeter nen guten Job".
Ich habe Kollegen die sich bitterlich beklagen, dass sie fuer eine 6-Setllige Summe einen MBA gemacht haben, und durch die Wirtschaftskrise jetzt nicht so viel verdienen wie geplant. Ich kann das tolerieren, hab aber ueberhaupt kein Mitleid. Studieren zu koennen - wenn man das intrinsisch will - sollte jedem moeglich sein, aber Belohnung genug, ohne Anspruch auf automatische Privilegien, IMNSHO. Man lernt viel dabei (durch das selbstorganisierte Studium, nicht durch die Pruefungen), und das wird spaeter in der Gesellschaft gebraucht.

Donnerstag, 19.11.09 12:52
 

christianhauck sagt es sollte jeder studieren können, wenn er das will.

Meine Meinung ist: Das ist auch so. Jeder kann studieren wenn er das will. Ob er nun deshalb später mehr verdient oder nicht ist ne andere Sache. Das stimmt.

Jeder kann studieren
Jeder kann sich einen Job suchen um das zu finanzieren.
Jeder kann kann 5 Prüfungen in einer Woche schreiben.
Jeder kann sich seine Freizeit so einteilen, dass genügend Zeit ist zu lernen.

Das mag alles nicht angenehm sein. Aber so sind die Regeln. Wems nicht passt der lässt es sein.

Mich nervt nur diese ständige Rumnörglerei an allem und jedem, nur weils nicht so ist wies einem grad in den Kram passt. Wenn jemandem eine 70 Stunden Woch für ein Medizinstudium nicht passt....soll er es halt sein lassen! Und nicht ständig protestieren, dass die Welt so furchtbar ungerecht ist.

Ein Studium ist harte Arbeit, genau wie jeder andere Abschluss auch. Arbeit, Schweiß, Entbehrungen usw. Wem das nicht passt, der hats auch nicht verdient! Wär ja noch schöner wenn jeder den Master hinterher geschmissen bekäme.

Donnerstag, 19.11.09 13:12
 

@alle, die sich so über den satz "ich [...] darf nicht die Seminare machen, auf die ich eigentlich Lust hätte." aufregen:
ihr habt da offensichtlich etwas nicht so recht verstanden. möglicherweise, liegt es daran, dass ihr selbst nicht studiert habt.

zur erläuterung:
diese aussage drückt NICHT aus, dass der oben zitierte student plan- und sinnlos rumstudieren möchte und tun und lassen will, was ihm gerade in den kram passt.
das bedeutet nur, dass er an einem breiten, vertiefendem und fundiertem studium interessiert ist.
früher war es so, dass es bei einem studiengang ein paar feste pflichtveranstaltungen gab und der rest konnte aus einem breiten angebot ausgewählt werden. selbstverständlich war auch hier die belegung/absolvierung einer bestimmten anzahl von seminaren/vorlesungen verpflichtend. aber man konnte sehr viele seminare nach interesse auswählen. selbstverständlich fachbezogen. der student hat sich so auf einen bereich spezialisieren können. ausserdem konnte man innerhalb eines bestimmten zeitrahmens selbst entscheiden, wann welche leistung in welcher reihenfolge erbracht wird.

sprich früher konnte man sein studium innerhalb eines bestimmten vorgegebenen rahmens eigenverantwortlich organisieren und sich ggf auf einen bestimmten bereich spezialisieren, gleichzeitig aber auch ein breitgefächertes wissen aneignen.

wie weiter oben erwähnt scheint dies auch bei den us bachelor studiengängen noch einigermassen ähnlich zu sein.

jetzt ist es bei uns aber nicht mehr so. es ist alles in einem starren korsett vorgegeben. abweichungen gibt es keine. alle machen exakt das gleiche. eigeninitiative, eigenverantwortung und erweiterung bzw aneignung eines breitgefächerten und fundierten wissens ist oft nicht mehr möglich/gewünscht.

so besteht nun allerdings kein unterschied mehr zwischen einem studium und einer fachausbildung

Donnerstag, 19.11.09 13:18
 

"Aber so sind die Regeln. Wems nicht passt der lässt es sein."

schön und gut. das ist ja zum teil auch richtig. aber regeln sind ja nicht unabänderlich vom himmel gefallen. regeln können geändert werden und regeln werden auch immer wieder geändert. deswegen ist es doch auch legitim, dass diejenigen, die von den regeln betroffen sind und mit ihenen nicht einverstanden sind, für deren änderung eintreten.

Donnerstag, 19.11.09 13:40
 

So sind die Regeln, Andrés. Die Regeln.

Daniel (der Interviewte)
Donnerstag, 19.11.09 13:49
 

Zur 40-Stunden-Woche:
Mir ging es darum zu zeigen, dass der Bachelor-Master Studiengang, so aufgebaut ist wie die Arbeitswelt, wodurch das Studium also ganz deutlich bürokratisiert wurde. Es geht nicht so sehr um die 40 Stunden, denn jeder der studiert verbringt sicher viel mehr Zeit mit seinem Studium, als nur 40 Stunden, eben weil es ihn INTERESSIERT, wie christianhauck angemerkt hat, sondern vielmehr darum, dass eine freie Gestaltung des Studiums vorweggenommen wird (wie auch im Interview erwähnt!).
Der Satz: "Da bleibt nicht mehr viel Zeit, um noch andere Sachen zu machen. ", ist sehr unglücklich. Ich weiß nicht mehr ob ich das genau so gesagt habe, wenn ja, nehme ich ihn zurück, denn wie gesagt ging es mir darum zu zeigen, dass das Studium vorgegenommen, sprich bürokratisiert wird. Einer der nebenbei noch arbeiten muss (was ja auch schon hier gesagt wurde), muss die Planung der Finanzierung seines Studiums irgentwie versuchen in den fest geregelte Bachelor-Studienplan zu quetschen, weil er eben wenig Freiräume zulässt zum selber gestalten (wenig Freiräume, nicht überhaupt keine!).
Und noch zu diesem Satz: ""Ich darf nicht die Seminare machen auf die ich eigentlich Lust hätte..." , heißt eigentlich, dass ich überhaupt kein Seminar belegen darf. Ob das Seminar mir gefällt oder nicht, steht überhaupt nicht zur Debatte. Die Prüfungsordung erlaubt mir es nicht ein Seminar zu belegen, überhaupt kein Seminar, weil mir eben diese 2 ECTS-Punkte fehlen, die der Studienverlaufsplan vorschreibt. Wenn jetzt jemand denkt: " dann hättest du diese Studienleistung im Semester davor machen sollen", dann kann ich antworten, dass ich meine Entscheidung zum Wechsel nicht voraussehen konnte, zumindest nicht am Anfang des Semesters, und später im Semseter ist es nicht mehr möglich die Veranstaltung aufzuarbeiten, weil es nicht erlaubt ist, unangemeldete Veranstaltungen aufzuarbeiten. Dazu kommt noch, dass die Anwesenheitspflicht vorschreibt nur zweimal unentschuldigt zu fehlen, ansonsten darf man sich die Veranstaltung auch nicht anrechnen lassen. Und es ist sicher der Fall, dass man mehr als zweimal fehlt, wenn man am Anfang des Semesters die Veranstaltung nicht besucht, da die Anmeldung für die Veranstaltungen in der dritten Semesterwoche stattfindet.
Danke fürs Lesen.

Donnerstag, 19.11.09 14:21
 

@Daniel - ojeoje. "So sind die Regeln" ist ja dann eher Realsatire. Ich kann dazu nur sagen: so ist die Arbeitswelt nicht. Weil es da am Ende naemlich darauf ankommt, dass die Dinge funktionieren, und nicht, dass irgendwelche exotischen Unsinnsregeln befolgt werden. Zumindest in meinem Umfeld. Und wenn man merkt dass die Regeln Unsinn sind, dann werden sie geaendert.

Donnerstag, 19.11.09 14:24
 


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Donnerstag, 19.11.09 14:29
 

@fudder - Judy7 ist spam, am besten loeschen, plus diesen post hier auch.

Donnerstag, 19.11.09 15:48
 

Mag ja sein das dem einen oder anderen eine bestehende Regelung n bissl blöd rein läuft. Aber da kommt wieder die Tatsache ins Spiel, dass man es nie allen Recht machen kann, bzw. eine allgemeingültige Lösung finden kann die auf alle Studierenden und deren Situation passt. Trotzdem muss man Regel aufstellen.

Ich versuche meinen Standpunkt mal so auszudrücken:

Ich kann doch nicht ein Fußballspiel bestreiten und in der Halbzeit sagen, dass mir die Abseitsregel gar nicht passt. Und dass ich erst weiter Spiel und das Spielfeld solange blockiere bis die Regeln geändert sind.

Wenn ich ein Fussballspiel beginne muss ich vorher die Regeln kennen. Tue ich das nicht, sollte ich mich nicht im Nachhinein über die Regeln beschweren weil sie mir zum Nachteil gereichen. Denn dann hätte ich es gar nicht anfangen dürfen.

Und es mag sein, dass es früher die Abseitsregel nicht gab. Aber jetzt gibt es Sie. Man kann nach dem Spiel anregen diese Regel zu überdenken. Aber die jenigen die die Regel eingeführt haben haben sich dabei auch was gedacht.

Donnerstag, 19.11.09 16:08
 

@Salliii: Hast du überhaupt Ahnung vom Studieren? Also aus eigener Erfahrung?
Für mich klingst du wie jemand, der (um dein Beispiel vom Fußball aufzugreifen) das erste Mal nen Fußball sieht aber schon ne "Menge" Ahnung hat...

Donnerstag, 19.11.09 16:25
 

solange der feine herr jeder sachlichen diskussion aus dem weg geht und sein 1. posting mit zitat: "Ich könnt grad kotzen wenn ich so manches hier les...." beginnt, schlage ich eine gute und alt bewährte methode vor: don´t feed the troll!

Donnerstag, 19.11.09 16:35
 

wir sind hier aber nicht beim fussball, deswegen können sich die leute auch während des "spiels" für die änderung der regeln einsetzen. warum auch nicht?
vor allem wenn sich zeigt, dass die neuerungen vielleicht doch nicht so toll sind, wie sich diejenigen, die sie sich ausgedacht haben, erhofft haben.
diejenigen, die sich was dabei gedacht haben, haben halt vielleicht falsch oder zu kurz gedacht. soll ja öfter mal vorkommen.

Daniel (der Interviewte)
Donnerstag, 19.11.09 17:52
 

@ christianhauck: Danke zur Verbesserung meiner Aussage über die Arbeitswelt. Es war vielleicht etwas überstürzt es so zu nennen, würde ja wirklich keinen Sinn ergeben, wenn die Arbeitswelt so funktionieren würde.

Macht es also einen Sinn, dass die Uni so funktioniert?

Donnerstag, 19.11.09 18:43
 

also ich hab ja von nichts ne ahnung...
...und fürs abi war ich schon immer zu plöt...

...deshalb muss ich mal ganz naiv fragen...

...wieso muss so ein studium eigentlich in rekordzeit absolviert werden...?


also ich stelle ja auch hin und wieder mal jemanden ein...
...es ist zwar irl noch nicht vorgekommen, aber hätte ich die wahl zwischen zwei bewerbern mit gleichem abschluss und gleicher note...

...der eine mit rekordabschluss und zahnspange...
...der andere mit, sagen wir 4-6 semestern mehr, der mir aber im bewerbungsgespräch ganz selbstbewusst und locker sagt: "ich wollt's gründlich machen, darum hats länger gedauert."


...was denkt ihr, wer die stelle bekommt...?



forschung und industrialisierung haben unzählige dinge unendlich viel schneller, effizienter, effektiver gemacht und immer weiter optimiert...
...immer öfter eröffnen technologien möglichkeiten, die den menschen an seine grenzen bringen...
...und ab und zu gehen manche dinge eben ein wenig zu weit...

...der mensch ist keine maschine.


mal utopisch gedacht: was wäre, wenn die studierenden, anstatt das system zu bekämpfen, einfach nicht mit machen...?


...ich denke unser bildungssystem hat die grenze der menschlichen belastbarkeit überschritten.

...das sieht man an wirklich ausgebrannten studierenden...
...an den abiturienten, denen man ein ganzes jahr gestohlen hat...
...an den hauptschülern, die von den meisten bereits abgeschrieben wurden (an manchen hauptschulen kann man teilnehmen an einer arbeitsgruppe: "harz4 - wie fülle ich den antrag richtig aus" - ernsthaft!!!)
...und an vielen anderen beispielen, angefangen bei der kitabetreuung...


imho ist dieses system am ende und die studierenden haben recht, wenn sie auf die barrikaden gehen - wenn nicht sie, wer dann...?!?


aber man muss auch nicht immer alles so verbissen sehen...
...manche stimmen hören sich ja echt so an als ginge die welt bald unter (tut sie ja auch, aber nur weil die studenten bei ihren massenbesetzungen alle mit der schweinegrippe infizieren werden...;)

also kämpft weiter für die gute sache, aber nehmt es nicht so schwer und macht euch für nichts und niemanden kaputt...



gut ding will weile haben...


my 2ct...

Donnerstag, 19.11.09 18:48
 

"die studenten werden SICH alle mit der schweinegrippe infinzieren..." muss es natürlich heißen...

Nixweiß
Donnerstag, 19.11.09 19:09
 

Gab es eigentlich vor zehn Jahren Studentendemos, auf denen für die Einführung von Gebühren und B/M-Abschlüssen demonstriert wurde? Nein? Seltsam!

Freitag, 20.11.09 09:33
 

ja gabs.

Freitag, 20.11.09 09:34
 

auch streik und besetzung.

Freitag, 20.11.09 09:40
 

@Sommertag
Ja ich habe Ahnung von Studieren, aus eigener Erfahrung. Und gerade deshalb regt es mich ja so auf. Weil schon im meinen Zeiten als Student dieses Rumgenörgel am System an der Tages Ordnung war. Und da war noch einiges anderes als es heute zu sein scheint.

Es gibt immer irgendwelche Gruppen, die meinen an Dingen mitbestimmen zu wollen, an denen Sie nix mitzubestimmen haben.

Basta!

Freitag, 20.11.09 12:02
 

"Es gibt immer irgendwelche Gruppen, die meinen an Dingen mitbestimmen zu wollen, an denen Sie nix mitzubestimmen haben."

das trifft hier nicht zu. und auch wenn du noch dreimal "basta" sagst und dazu noch mit dem fuss austampfst, wird sich daran nichts ändern, rumpelstilzchen.

Freitag, 20.11.09 12:19
 

So, du Vogel, dann erklär mir mal, wo steht, dass die Studenten entscheiden dürfen wie Ihr Studiengang geregelt sein muss.
Wo steht, dass die Studenten zu entscheiden haben ob es Studiengebühren gibt oder nicht.

Wo steht das? Würde es gerne lesen!

Freitag, 20.11.09 12:49
 

...denn ihnen ist das Himmelreich!

Freitag, 20.11.09 12:55
 

auch studenten sind in deutschland an der politischen willensbildung beteiligt.

die politische willensbilung ist ein prozess, bei dem die meinungen und wünsche vieler durch dazu beauftragte (z.B. parteien) oder SELBSTERNANNTE EINRICHTUNGEN (z.B. verbände, INITIATIVEN) zum ausdruck gebracht werden (z.B. MITTELS ÖFFENTLICHER ÄUSSERUNGEN, FORDERUNGEN, programmen etc.: artikulationsfunktion) und von politischen einrichtungen (parteien, parlamenten) ganz oder teilweise aufgenommen und mit anderen interessen und zielen zusammengefasst werden (aggregationsfunktion), um schließlich zur politischen entscheidung zu kommen.

ein weiteres mittel der politischen willensbildung sind im übrigen der protest und die demonstration.
in unserem politischen system ist nicht nur jeder berechtigt seine meinung und seine wünsche zu äussern, sondern sogar dazu aufgerufen.
zwar entscheiden in einer parlamentarischen demokratie immer nur die volksvertreter, aber der souverän ist immer der wähler und der ist legitimiert und dazu angehalten den vertretern klar zu machen, was gewünscht ist. die mitbestimmung funktioniert so zwar nur indirekt, aber über die politische willensbildung kann jeder seinen teil dazu beitragen mit zu bestimmen.

deswegen ist der studentenprotest, so wie jeder andere protest legitim, genauso wie das anliegen dinge ändern zu wollen und dies auch zu verlangen.

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