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Flashmob: Anti-Konsum-Latschen durch die City

Mit einem Flashmob ist heute Mittag die Aktionswoche "Kaufen mit Köpfchen" gestartet. Grün gekleidete Menschen gingen in Zeitlupe durch die Innenstadt. Was das ganze mit Konsumkritik zu tun haben soll, haben wir erfragt und dazu ein kleines Video gedreht.



Kurz vor zwölf Uhr versammelt sich ein Dutzend grün gekleideter Menschen auf dem Rathausplatz. "Grün soll für Natur und auch ein bisschen für Greenpeace stehen", sagt Julia. Sie wird in den folgenden Minuten den Zeitlupenmarsch anführen.


Um zwölf Uhr soll die Aktion beginnen. Ihr Ziel: Die Menschen dazu zu bewegen, in Zeitlupe zu laufen. „Wir wollen die Menschen auf ihr Konsumverhalten aufmerksam machen“, sagt die 28-Jährige. Aufmerksam darauf, dass wir angeblich in einer Gesellschaft voller Überfluss an materiellen Luxusgütern leben. Dass die Geschwindigkeit, mit der wir uns fortbewegen, der Flüchtigkeit entspricht, mit der wir konsumieren.


Mittlerweile ist es 12.10 Uhr. Knapp 40 Menschen sind dem Aufruf im Internet gefolgt und stehen nun auf dem Rathausplatz. Viele von ihnen sind Greenpeacemitglieder. „Das ist unser erster Flashmob“, sagt Julia. Der Termin für die heutige Aktion sei erst vor zwei Wochen bekannt geworden. Dass nun mehr als 30 Leute gekommen sind, darüber freut sie sich besonders. Denn sie und ihre Kollegen hätten mit weniger gerechnet.


Nach einer kurzen Besprechung steht die Strecke für den Flashmob fest: vom Rathausplatz aus wollen die Teilnehmer in Richtung Schwabentor gehen. Bevor es losgeht, bekommt jeder von ihnen einige Infoblätter, die sie an Passanten verteilen sollen.


Der Marsch beginnt: Unter den neugierigen Blicken anwesender Passanten formt sich die Menge zu einer grünen Schlange. Lena macht auch mit. Die 20-Jährige kommt aus Wangen im Allgäu und studiert an der Freiburger Uni. „Auch wenn ich heute Vorlesung hätte, wäre ich hergekommen“, sagt sie. Auch Lena trägt Grün und achtet stets drauf, umweltbewusst zu konsumieren. „Ich esse kein Fleisch, gehe nach Möglichkeit auf dem Markt einkaufen und habe auch kein Auto“, sagt sie.


Dieselbe Gesinnung hat auch der 70-jährige Hartmut. Er gehört zu den älteren Teilnehmern und trägt ausnahmsweise kein Grün, sondern eine rote Nylonjacke. „Ich verzichte schon seit langem aufs Auto, aufs Fleisch und auf Reisen mit dem Flugzeug“, sagt Hartmut. Außerdem bewohne er zusammen mit mehr als zehn anderen ein energetisches Haus, das selbst mehr Energie produziere, als dass die Bewohner sie nutzen könnten.


„Wir wollen mit dieser Aktion die Leute darauf aufmerksam machen, dass wir nicht mehr so weiter konsumieren können“, sagt Hartmut. Deshalb begleitet er die Menge und verteilt Informationsblätter an Passanten. Einer dieser Passanten ist Hugo. Er nimmt die Infoblätter entgegen und redet kurz mit den Flashmobteilnehmern. Auf die Idee, da mitzulaufen, wäre er aber nie gekommen.


Wieso denn auch. „Ich bin allgemein gegen Demonstrationen“, sagt Hugo. Mit seinen 68 Jahren sei er, wie er sagt, noch nie auf so einer Veranstaltung gewesen. Ob er nachvollziehen könne, was die grünen Leute wollen? Nein. „Ich bin der Meinung, wenn man arbeiten geht, soll man auch normal konsumieren." Punkt, Schluss, Aus. Nach einer Weile sagt er doch noch: „Die Leute können doch machen, was sie wollen“.


Zurück zum Flashmob: Die Schlange steht inzwischen kurz vor dem Schwabentor, ihrem eigentlichen Ziel. „Da wir so gutes Feedback von den Passanten bekommen haben, drehen wir noch eine Runde“, sagt Julia. Das allerdings ist nur einer der Gründe. „Es ist wirklich ein schönes Gefühl, so langsam zu laufen.“ Sie sei sonst jemand, der meist schnell laufe.


Nach mehr als einer halben Stunde nähert sich die Schlange ihrem Ausgangspunkt. Die meisten Informationsblätter sind an Passanten weitergegeben worden. Dementsprechend zufrieden äußern sich die Akteure. „Wir werden wahrscheinlich weitere Flashmobs planen“, sagt Julia.


 
         




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von minh, marc | 26.10.09, 19:45 | Kommentare (51)
Weitere Artikel zu: Flashmob, ökologischer Fussabdruck, Konsumkritik, Demo, Greenpeace, Kaufen mit Köpfchen, -minh



Kommentare
Anzahl der Kommentare: 51
Montag, 26.10.09 19:56
 

Krass ich bin denen heute begegnet, in der Schusterstrasse beim Karstadt, hab son Flyer bekommen...mir is aber weder aufgefallen, dass sie unendlich langsam laufen oder dass es eine so enorme Schlange an Leuten war!!! Bin wahrscheinlich extrem konsumverblendet unterwegs gewesen... ;-)

Montag, 26.10.09 19:58
 

die mädels kaufen 100pro alle beim h&m

nikel
Montag, 26.10.09 20:04
 

ARSCHGUT!!!

bitte wiederholen!

Montag, 26.10.09 20:08
 

Also für die Natur wär ich schon mitgelaufen, aber nicht für Greenpeace =)

Montag, 26.10.09 20:39
 

was hat eigentlich der konsum von fleisch mit umweltbewußter ernährung zu tun?

btw. hat zwar nichts mit dem thema zu tun, aber hugo, 68 „Ich bin allgemein gegen Demonstrationen“ ist definitiv ne coole sau

dannybwoy
Montag, 26.10.09 20:48
 

ich kannte bisher nur die OXFAM-Schlange in der Freiburger Fußgängerzone ... super lahmer "Flash Mob" ... das schöne daran ist nur... so schnell wie sie losgehen, sind sie auch wieder zu Ende ;)

Montag, 26.10.09 21:08
 

Scheiß Teilzeithippies geht mal zum Frisör und kauft euch was anständiges zum Anziehen :D

Montag, 26.10.09 21:25
 

was sollte man denn nicht konsumieren? die industrielle massenproduktion von nahrungsmitteln ermöglicht uns wenig eine halbwegs natürliche ernährung, naja, mit gewissen einbußen

Montag, 26.10.09 22:09
 

Mit Flashmob hat aber diese Aktion nichts zu tun...im Vergleich zu den Flashmobs im Hauptbahnhof oder auf dem Augustinerplatz!

Montag, 26.10.09 22:14
 

ach diese unbefleckten klugscheisser,besserwisser und weltverbesserer,wie süß die doch sind!
welch erleuchtung! unser messias ist geboren! sowas kannst aber auch nur in freiburg abziehn...tztztz. denkt die eigentlich, daß wir/die leute total doof und dumm sind. wenn das jemandem neu ist, was die da erzählt und sich dessen nicht bewusst ist, bitte hier melden.
soll lieber ehrenamtlich was gutes tun...

Montag, 26.10.09 22:29
 

Die Menschen haben einfach zu viel Zeit.

Montag, 26.10.09 22:59
 

@ barney: "was hat eigentlich der konsum von fleisch mit umweltbewußter ernährung zu tun?"

Angeblich ist die Produktion von Rindfleisch inkl. Transport bis zu 100 mal so "CO2-intensiv" wie die von frischem Gemüse aus der Gegend. Das ist jetzt aber nur das Ergebnis von 30 Sek. Internetrecherche und dementsprechend mit Vorsicht zu genießen.

Montag, 26.10.09 23:01
 

Wie oft und wie weit darf ich eigentlich als Vegetarier ohne Führerschein fliegen?

phh
Montag, 26.10.09 23:23
 

bei der fleischproduktion wird eine menge mehr co2 produziert und wasser verbraucht als für die herstellung derselben menge kalorien in pflanzenteilen. außerdem werden die tiere heute idr mit sachen gefüttert, die auch menschen essen könnten, ich habe da den wert 7 kalorien gemüseverbrauch um eine kalorie (joule, was ihr wollt) fleisch herzustellen. d.h. der flächenverbrauch ist auch höher, mit allen folgen - co2 durch rodung/trockenlegung, artenvielfalt usw. am aufwendigsten ist die herstellung von rind, gefolgt von schwein, gefolgt von geflügel. ich meine zu erinnern dass schafe zwischen schweinen und geflügeln stehen und dass rind mit riesigem abstand führt in puncto umweltbelastung. ich futtere seitdem halt nur noch geflügel, ökofisch und gelegentlich schaf, aber ich bin kein experte auf dem gebiet und mache das so pi mal daumen.

Montag, 26.10.09 23:26
 

anti-konsum-latschen in konsum-latschen ...

Montag, 26.10.09 23:27
 

Hoffentlich geht es Deinen Biofischen nicht so schlecht wie den Bioschweinen, die man lieber krank sein lässt, als sie anständig mit Antibiotika zu versorgen.

Montag, 26.10.09 23:38
 

Boah, fudder würdet ihr das bitte endlich sein lassen mit dieser Werbefläche, die ohne Vorwarnung und ohne, dass man draufgeklickt hätte Musik spielt?! Jon Bovi stellt man sowieso keinen Platz für Werbung zur Verfügung, von wegen Konsum und Moral und so.

phh
Montag, 26.10.09 23:52
 

ich hab keine ahnung. es steht ökotest drauf und ich verlasse mich dann mal auf die ökotestfritzen, wie ich mich drauf verlasse dass der tüv schon irgendwie seinen job richtig macht und mein arzt mir die richtigen pillen verschreibt. irgendwo stößt man zeitlich an seine grenzen und letztlich muss der gesetzgeber nachhaltige standards festlegen und durchsetzen und nicht der verbraucher.

Dienstag, 27.10.09 00:39
 

Stört eigentlich sonst niemanden der fahrlässige Umgang mit dem Begriff Flashmob? So würden ja alle Demos, Flyer-Verteil-Aktionen oder sonstwie größere Versammlungen als "Flashmobs" durchgehn.

Zitat: "Nach einer kurzen Besprechung steht die Strecke für den Flashmob fest: vom Rathausplatz aus wollen die Teilnehmer in Richtung Schwabentor gehen. Bevor es losgeht, bekommt jeder von ihnen einige Infoblätter, die sie an Passanten verteilen sollen."

Sich erst treffen, dann organisieren, dann Material verteilen nimmt dem Flashmob so ziemlich jeden Flash. Bleibt also nur ein Mob, oder auf Deutsch so schön: eine Meute.

Die grüne Meute...gabs nicht zu irgendeinem Zeitpunkt der Geschichte eine Krankheit mit diesem Namen? Wenn nicht, sollte es spätestens jetzt soweit sein...

Dienstag, 27.10.09 01:00
 

@fudder: muß da Marchlewo Christianopolis voll zustimmen! außerdem ist fudder inzwischen echt übel vollgepflastert mit penetranter werbung.nicht gut sowas!
und wenn ihr auf die finanzspritzen nicht verzichten wollt, dann rüstet wenigstens auf und macht was an euren servern!
das nervt...

Dienstag, 27.10.09 01:31
 

wie wärs mal sich dafür einzusetzen, dass weniger co2 bei der fleischherstellung abgeben wird anstatt einfach kein fleisch zu essen?
ihr tut ja auch nicht keine waschmaschine verwenden, anstatt ne sparsame. oder kein herd verwenden anstatt nen sparsamen.
so sieht man wieder wie man ein problem total falsch anpacken kann ...

phh
Dienstag, 27.10.09 02:09
 

sieh doch einfach hühner als die energiesparversion von kühen

Dienstag, 27.10.09 06:01
 

Hmm... ich hab's wieder verpennt.

Olaf Scholz
Dienstag, 27.10.09 08:50
 

Die Leute haben einfach nichts zu tun, Arbeit würde Abhilfe schaffen.

Dienstag, 27.10.09 08:57
 

"wie wärs mal sich dafür einzusetzen, dass weniger co2 bei der fleischherstellung abgeben wird anstatt einfach kein fleisch zu essen?"
@der chef: Willst Du den Tieren das Pupsen verbieten?

Dienstag, 27.10.09 10:03
 

Bunte Flyer verteilen für die Umwelt.
Zu geil!

Dienstag, 27.10.09 10:15
 

Mich stört an solchen Aktionen gundsätzlich, dass sie zwar von ambitionierten, allerdings auch relativ lebensunerfahrenen Menschen initiert werden, die sich ihre ökologische Überzeugung auch nur deshalb leisten können, weil sie von irgendwo her finanziell unterstützt werden.
Ich lasse mir an dieser Stelle auch nicht den Vorwurf des Schubladendenkens gefallen, denn ich bewege mich selbst teilweise in diesem Umfeld und weis, über wen ich da urteile.

Viel glaubwürdiger finde ich den älteren Herrn der teil genommen hat und dessen Überzeugung aus einer gewissen Lebenserfahrung heraus resultiert.
Dagegen finde ich den Passanten, der Demos grundsätzlich ablehnt sehr egozentrisch. Bei ihm frage ich mich, ob er Kinder und Enkel hat und wenn ja ob er sie wirklich liebt. Denn eins müssen wir alle zugeben:
Wenn wir weiter so machen, fahren wir unsere Zukunft und die unserer Kinder und deren Kinder definitiv gegen die Wand.

Bei mir selbst beobachte ich schon seit einiger Zeit einen Prozess des Umdenkens, weg von dieser absoluten Konsumhaltung, hin zu einem bewussteren Umgang mit der Thematik.
Aber ich muss auch gestehen, dass es mir noch nicht immer so leicht fällt wie ich es gerne hätte.

Dienstag, 27.10.09 11:19
 

also die zukunft werden wir definitiv gegen die wand fahren....

ein grundproblem ist nämlich nicht, das wir zuviel konsumieren, sondern das andere in ihrem konsum aufholen.

übertreibung an :
es ist z.b toll vegetarier zu sein , wenn man es sich aufgrund von überfluss leisten kann.
wenn ich nicht genug zu fressen habe und es läuft eine kuh vorbei dann bin ich ganz schnell kein vegetarier mehr.
übetreibung aus:

das gilt für viele andere dinge auch
und es ist eben schwehr ländern wie china oder indien, dinge zu verbieten die wir in den letzten jahrzehnten für uns in anspruch genommen haben.

Dienstag, 27.10.09 11:19
 

@yachia: z.B. brauch ich nicht unbedingt normales Fleisch, das mir von Südamerika oder sonswoher hierher geflogen wird. Da kauf ich lieber hier irgendwo bei nem Bauer ein. Ist auch viel frischer und leckerer. Wir holn uns als im Herbst nen ganzen Truthahn vom Bauer in der Nähe von Offenburg. Die dürfen 1 Jahr schön leben und viel Auslauf haben und dann schlachtet er die bevor der böse grausame Winter kommt. Geschmack: 1A

Dienstag, 27.10.09 11:27
 

@ hallo Mikey,

zunächst einmal finde ich deine allgemeine Einstellung zum Thema Konsum in Ordnung. "Bei mir selbst beobachte ich schon seit einiger Zeit einen Prozess des Umdenkens, weg von dieser absoluten Konsumhaltung, hin zu einem bewussteren Umgang mit der Thematik."

Was mich an deinem Kommentar stört, ist die unfaire Kritik an Aktionen wie solche, nur weil sie von "lebensunerfahrenen" Menschen initiiert und umgesetzt werden. Ist das nicht so, dass sich junge Menschen ständig anhören müssen, wie (umwelt)politisch verdrosselt sie seien. Und wenn sie mit dieser Aktion die Menschen auf ihre Konsumsucht aufmerksam machen wollen, heißt das dann:" die sich ihre ökologische Überzeugung auch nur deshalb leisten können, weil sie von irgendwo her finanziell unterstützt werden."

Du erwartest doch nicht wirklich, dass eines Tages "lebenserfahrenen" Menschen über 60 auf die Straße gehen und für einen bewussteren Umgang mit Konsum werben würden? Nur damit Menschen wie dich solche Aktionen dann unterstützenswert fänden? Weil diese Menschen ja auf eigenen Beinen stehen und nicht von irgendwo her finanziell unterstützt werden? Ich zumindest nicht.

Ich bin der Meinung, dass man diese jungen Akteure bei ihrer Bemühungen unterstützen soll, statt vor dem Rechner zu sitzen und irgendwelche unkonstruktive Kommentare zu verfassen. Denn, wie du das geschrieben hast: "Wenn wir weiter so machen, fahren wir unsere Zukunft und die unserer Kinder und deren Kinder definitiv gegen die Wand."

Dienstag, 27.10.09 12:20
 

@ minh

Ich sehe meine Kritik alles andere als unfair, denn ich habe ja bereits schon erwähnt dass ich mich selbst teilweise in diesen Kreisen bewege und weis WEN ich da kritisiere.
Um dies deutlicher zu machen:

1) Ich hatte vor Jahren schon das vergnügen mich auf thematischer Ebene mit Menschen auseinander zu setzen, die derartige Veränderungen gefordert haben. Heute begegnen mir die selben Menschen wieder und oh Wunder, höchst angepasst und konsumorientiert unterscheiden sie sich nicht von denen, die sie damals bekehren wollten.
2) Bekehren ist dabei auch das Stichwort. Hier wird mit erhobenem Zeigefinger unter dem Deckmantel aufklärerischer Methoden auf andere gezeigt. Packe ich diese Menschen mit berechtigter Kritik an ihrem Tun bin ich relativ schnell abgestempelt. Das habe ich immer wieder erlebt.
3) EIN Beispiel für berechtigte Kritik wäre hierbei:
Sollte sich der Wunsch der Teilnehmer dieser Aktion erfüllen, und die Gesellschaft bewusster konsumieren auch in dem sie Verzicht üben, würden sich einige plötzlich umschauen. Denn keiner fragt sich woher das Geld für das Bafög kommt.

Und wenn du dich mit diesen Menschen auseinander setzt, ich wiederhole, ich weiß wovon ich hier rede, merkst du ganz schnell. Dass unbequeme Wahrheiten nicht gerne gehört und berechtigte Kritik mit samt der ausübenden Person auf intoleranteste Art und Weise weggebügelt werden.
Wie schon erwähnt ist es für mich eine Frage der Glaubwürdigkeit und ich halte nicht von blindem Aktionismus, dazu konnte ich jahrelang beobachten dass das nichts bringt. Ich setzte auf vorsichtige Thematisierung und Bewusstmachung in der Form, dass ich die Leute da zum nachdenken anrege, wo es sie betrifft und ich sie auch packen kann.

Dienstag, 27.10.09 12:24
 

@minh:

"Heute begegnen mir die selben Menschen wieder und oh Wunder, höchst angepasst und konsumorientiert unterscheiden sie sich nicht von denen, die sie damals bekehren wollten."

Ob die heute 20-Jährige eines Tages auch Auto fährt?

"Die 20-Jährige ... studiert ... habe auch kein Auto"

Dienstag, 27.10.09 12:26
 

auch ich sehe die kritik nicht als unfair an, sie trifft eben nur den punkt !

Dienstag, 27.10.09 12:34
 

@Minh

Noch ein Nachtrag zu deinem Zitat:
"Ich bin der Meinung, dass man diese jungen Akteure bei ihrer Bemühungen unterstützen soll, statt vor dem Rechner zu sitzen und irgendwelche unkonstruktive Kommentare zu verfassen. "

Ich sitze nicht den ganzen Tag vorm Rechner und übe unkonstruktive Kritik.
Beruflich (sozialer Sektor) wühle ich den ganzen Tag mit beiden Händen so tief in der "Sch...", da würden die meisten der 40 Demoteilnehmer vermutlich ganz schnell eine Sinnkrise bekommen müssten sie das machen.
Und ich habe früher auch auf Demos und bei Aktionen mitgeholfen. Bis ich es mal wagte Kritik an der Kritik zu üben.

Dienstag, 27.10.09 12:37
 

sell out des flashmobs.

Rachengold
Dienstag, 27.10.09 13:02
 

Und die Converse Chucks die bei dieser Aktion abgelatscht werden, sind von zarten Kinderhänden in Nike Sweatshops in Asien hergestellt worden. Aber Auto fahren? Nein, das kommt nicht in die Tüte.

Dienstag, 27.10.09 13:05
 

@mikey

gut möglich, dass du sich in diesen Kreisen besser auskennst als viele anderen. Was ist mit meinem Kommentar lediglich zum Ausdruck bringen wollte, ist, dass aus Resignationen heraus nichts verändert werden kann. Kann sein, dass die ganze Aktion von den Leuten purer Aktionismus war. Aber immerhin sind diese Leute auf die Straße gegangen und haben, so hoffe ich, den einen oder anderen nachdenklich gemacht.

Ob sie sich persönlich, abseits der Öffentlichkeit, für einen bewussteren Umgang mit Konsum einsetzen, kann ich nicht nachforschen. Fakt ist, mit dieser Aktion haben sie die Menschen einen Augenblick lang mit diesem oft nicht ernstgenommenen Thema konfrontiert.

Und das ist doch lobenswert oder nicht?

Ob die Botschaft bei dem einzelnen angekommen ist, ist eine andere Frage.

Was deinen Job betrifft: Ich kann mir durchaus vorstellen, dass viele Menschen - auch im jungen Alter - den ganzen Tag mit beiden Händen so tief in der "Sch..." wühlen müssen. Auf ihrer Art und Weise.

Dienstag, 27.10.09 14:05
 

unbewusste heuchelei

Dienstag, 27.10.09 14:07
 

@der chef:
"Wir holn uns als im Herbst nen ganzen Truthahn vom Bauer in der Nähe von Offenburg."
Mit was und wie weit fahrt Ihr für den einen Truthahn?

Dienstag, 27.10.09 18:41
 

@yachia:
mit dem auto natürlich.
-> es gibt auch sparsame autos
und weist du wie riesig des teil ist. des reicht für fast n halbes jahr ^^
was man sich demnach also wieder an fleischfahrten erspart ^^

Dienstag, 27.10.09 19:11
 

ich finds schade, dass die aktion so negativ debattiert wird. vor allem dieser "absolutheitsanspruch" stört mich gewaltig. die leute machen sich gedanken, gehn auf die straße um sich mitzuteilen und gut ist. ich denke kritischer konsum hat auch einfach viel mit kompromissbereitschaft zu tun. vielleicht denkt sich der eine oder andere: ich verzichte auf burger king&co, nutze die öffentlichen, esse kein fleisch...und dafür kauf ich mir halt maln h&m t-shirt. wer kann schon immer 100% geben? das zu fordern ist einfach unrealistisch und den leuten aufgrund einiger photos ihre glaubwürdigkeit/ernsthaftigkeit abzusprechen ist oberflächlich...

Dienstag, 27.10.09 19:24
 

Ich schmeiße mittlerweile die von mir erworbenen Artikel bereits vor dem Kauf weg!

Dienstag, 27.10.09 23:46
 

Was, wie, wo, wann und vorallem wieviel ich konsumiere ist und bleibt MEINE Sache!!
Ob diese Menschen in ein paar Jahren, wenn sie im Berufsleben sind und (gutes?)Geld verdienen z.B. wirklich noch mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren wage ich sehr zu bezweifeln....
Solange ich konsumieren kann mach ich`s - ganz ohne schlechtes Gewissen.

ptrck
Mittwoch, 28.10.09 00:15
 

gute aktion, auch wenn sie auf den ersten blick etwas unkreativ wirken mag.

ich freue mich auf die weiteren veranstaltungen in den nächsten tagen und würde den verfassern so mancher kommentare hier ebenfalls empfehlen hinzugehn: http://fudder.de/artikel/2009/10/26/aktionswoche-konsumkritik/ vielleicht erweitert das ein kleinwenig den beschränkten horizont.

Mittwoch, 28.10.09 09:47
 

Volltrottelclub :-D

Mittwoch, 28.10.09 11:17
 

ohh h&m ist kein konsum??

asche auf mein haupt...

Mittwoch, 28.10.09 11:52
 

mich kotzt dieses nach aussen zur schau gestellte gutmenschen- und weltverbesserungsgetue an. zumal - erfahrungsgemäss - eine grosse vielzahl dieser one day wonder-artig auftretenden menschen sich zwar nach aussen hin für fair angebaute und gehandelte produkte einsetzt, für einen nachhaltigen umgang mit den ressourcen steht, aber - vor allem im studentischen milieu - ohne mit der wimper zu zucken semesterferienweise zum lama-trekking in die anden, zu wildwasserkanu-expeditionen nach nepal oder nach neuseeland fliegt, weil's dort ja "voll schön ist". in diskussionen, weshalb sie dies unbedingt machen müssen / wollen, wo man doch um den co2-ausstoss der flugzeuge bescheid wisse, habe ich regelmässig die antwort bekommen: "das flugzeug fliegt sowieso, da kann ich nichts daran ändern..." von solchen tendenziösen aktionen halte ich gar nichts.

Mittwoch, 28.10.09 12:09
 

„Ich bin allgemein gegen Demonstrationen“

Was für ein Spaten :D

"die mädels kaufen 100pro alle beim h&m"

Uniformiert sich mittlerweile nicht jedes Mädchen zwischen 14 und 22+/- dort?

Donnerstag, 29.10.09 10:10
 

Ganz genau @ keep-it-deep!

vegetarischer Besserwisser
Donnerstag, 29.10.09 17:25
 

Hallo zusammen!

Mir ist ja schon bekannt, dass Fudderkommentatoren im Allgemeinen nicht die hellsten Botschaften rüberbringen.
Aber mit eurem Halbwissen über Fleischproduktion schießt ihr wieder mal den Vogel ab.

Was an Fleischproduktion umweltschädlich ist?
Zu allererst einmal: Methan.
Bei der Massentierhaltung entsteht so viel von dem Gas, dass die Tauben ersticken und vom Himmel fallen könnten.
Im Ernst: Methan ist ein giftiges Gas und ein (viel) schädlicheres Treibhausgas als das öfters genannte CO2.

Neben diesem Aspekt sind natürlich auch die restlichen umweltschädlichen Faktoren zu beachten, wie das Verfüttern von (mancherorts) überlebensnotwendigem Getreide, die Rodung von Wäldern um Platz für neue Mastanlagen oder Rinderfarmen zu schaffen, Zerstörung der Artenvielfalt durch "Monokultur" von Nutztieren, etc. etc.

Aber lieber nicht das eigene (Konsum-)Verhalten kritisch beleuchten, denn das würde manche vielleicht aus dem Alltagstrott herauswerfen und dazu führen, dass man die Verhältnisse anzweifelt. Und das wollen wir ja alle nicht.
Denn was wäre das schon für ein Leben, wenn man Kritik an Selbstverständlichkeiten wie zB. Fleisch übt. Es ist ja schon genug nachgedacht, ob man Ketchup zu seinem Schnitzel will, oder nicht.

Was hat Brecht nochmal gesagt?

Erst das Fressen und dann.... was war das nochmal?!

Donnerstag, 29.10.09 22:54
 

Siehste, bin schon von Geburt an Veggie:-)
Is kein Scherz, die einzigsten Schnitzel die ich esse sind von glücklichen Tofukühen;-)

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