Dagmar von Cramm ist eine der erfolgreichsten Ernährungswissenschaftlerinnen in Deutschland. Zweimal wurde die Freiburgerin mit dem Journalistenpreis der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ausgezeichnet. Hannah hat sich mit der Kochbuchautorin getroffen und eine Frau kennengelernt, die ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht hat. Und die sagt: "Jeder Mensch kann kochen."


Manchmal sind Mengenangaben ganz einfach. „Ein echtes ungarisches Gulasch besteht zum Beispiel aus einer Hälfte Fleisch und einer Hälfte Zwiebeln“, sagt Dagmar von Cramm über ihr Lieblingsessen als Kind. „Wenn meine Mutter nicht in der Küche war, wollte ich immer mal schnell naschen und habe mir am Gulasch die Zunge verbrannt.“ Mit zwölf Jahren nahm sie an ihrem ersten Kochkurs teil; mit 15 kochte sie für die ganze Familie. „Als meine Mutter an Brustkrebs erkrankte und im Krankenhaus lag, hatte ich die Verantwortung für die Mahlzeiten“, erinnert sich Dagmar von Cramm. Mittags nach der Schule kochte sie Suppen und Eintöpfe, die ihr Vater sich abends aufwärmte.




schöner Bericht!
was die Mengenangaben angeht, beschlich mich beim Nachkochen mancher Rezepte schon öfters der Verdacht, dass die das doch nie und nimmer selbst ausprobiert haben können. gut, dass man jetzt einen Namen an der Hand hat, wo man davon ausgehen kann, dass das alles stimmt.
gu verlag ist genial. der legt inhaltlich ein und dieselben kochbücher alle drei, vier jahre in neuem layout, neuem format,... auf - und die leute kaufen die bücher dennoch, in der hoffnung, DAS ultimative feuchtelauwarmeschokoladenkuchenmitcranberrykompottrezept etc. zu finden...
ich freu' mich schon auf die kladde meiner omma...was da drin steht, kann mir der ganze backkatalog sämtlicher kochbuchverlage nicht bieten.
anyway. schöner bericht.
äh...noch etwas: wie brät man bauchspeck in apfelsaft an? kann ich mir jetzt beim besten willen nicht vorstellen, auch wenn ich jeglicher experimentalküche nicht a priori abgeneigt gegenüber stehe. vielleicht mit apfelsaft ablöschen, aber anbraten... da hätt' ich gerne das rezpet sowie die anleitung dazu...
Bis jetzt habe ich nur ein Kochbuch für wirklich Einsteigerfreundlich empfunden. "Ich helf Dir kochen"
War für mich als Kochidiot ziemlich hilfreich, da ich keine Geduld fürs kochen habe ging das Buch in meiner Familie rum. Das Buch kam gut an, und ich glaube 3 haben sich das Buch selbst gekauft. Mein Buch ist nach wie vor auf Wanderschaft, mal schauen wann ich es zurückbekomme.
Ansonsten sieht das leider auf den Fotos immer besser aus, als wenn ich das selbst koche :D
Standardkochbuch zum lernen war für mich das Schulkochbuch von Dr. Oetker. Erklärt ganz banale Sachen sehr ordentlich, allerdings sehr fleischlastig und deswegen heute für mich nicht mehr zu gebrauchen.
Lieblingskochbuch gerade: Super Natural Cooking, von der Autorin meines Lieblings-Essens-Blogs 101 Cookbooks.
Was empfehlt ihr so? :)
meine favoriten sind die culinaria bücher... die erzählen jeweils die spezialitäten vom jeweiligen land mit rezepten weinen käse usw
@ caro: klassisches schweizer (schul-)kochbuch ist "tip topf", gibbet seit 1986 und hat im jahr seines erscheinens auch den "worlddidac golden award" bekommen. hat (fast) jeder schweizer primar-, sekundar- und was weiss ich nicht-schüler wenigstens einmal in seiner pflichtschulzeit in der hand gehabt und danach gekocht. der einfachheit halber check: http://www.tiptopf.ch.
oder in Italien der silberlöffel
Der Silberlöffel", in Italien erstmals 1950 herausgegeben, ist eine einzigartige Sammlung von mehr als 2.000 traditionellen italienischen Rezepten aus allen Regionen des Landes. Es ist jenes Kochbuch, das die Italiener ihren Kindern vermachen, um ihnen die Augen für die authentische italienische Küche zu öffnen. "Der Silberlöffel" ist zudem auch heute noch das meist verschenkte Hochzeitspräsent des Landes.
Die Culinaria-Bücher find ich so semi-gut: sehen zwar toll aus, wirken aber doch manchmal zusammengestückelt. Der Silberlöffel ist allerdings großartig. Hab ich leider noch nicht selbst aber mein Vater kocht da leidenschaftlich gern draus.
ja irgenwie sind die eher nen reiseführer als n' kochbuch, aber hüpsch.
ps. caro schau doch bitte mal in deine fudder nachrichten, danke.
Ich persönlich bin ja mittlerweile ein Fan von Jamie Oliver geworden und hab da mehr oder weniger jedes Buch.
Natürlich finde ich da auch nicht alle Rezepte gut, aber die meisten seiner Bücher sind für mich vollkommen alltagstauglich und gut umzusetzen...
Der "Silberlöffel" ist aber auch bei mir die nächste geplante Investition...
Ach, noch was: Hab letztens ein Freiburger Buch geschenkt bekommen, "Einfach gut gekocht" von Hans-Albert Stechl und muss sagen, das ist auch nicht übel... Vor allem sein Schokokuchen kam bisher bei allen Gelegenheiten sehr gut an...
Zorro, ich mag die Jamie-Kochbücher auch alle sehr gern. Schon mal seinen Pizzateig gemacht? Absoluter Favorit.
@ Caro: Klar, ist für mich auch in meinen Top 10, genauso wie seine Knoblauchcremesuppe...
Momentan gibts ja auch wieder frische Feigen, da kann ich Dir den Salat mit Feige, Mozzarella und Parmaschinken nur empfehlen...
Dagmar von Cramm war gestern bei 'Menschen bei Maischberger', Thema: "Die Ernährungshysterie - Esst doch, was ihr wollt" (Link zur ARD-Mediathek)