Am 27. September ist Bundestagswahl. Um die Entscheidung für's Erststimmen-Kreuzchen zu erleichtern, hat fudder es Euch ermöglicht, den fünf Freiburger Direktkandidatinnen und -kandidaten der im Bundestag vertretenen Parteien in Live-Chats direkt Fragen zu stellen. Zum Abschluß unserer Live-Chat-Reihe sitzt Kerstin Andreae, Bündnis 90/Die Grünen, vor der Tastatur. Los geht's um 13:30 Uhr.



Ich möchte noch mal was grundsätzliches zum Thema "Die institutionalisiert ihr Kind im Wahlkampf" sagen: hätte Kerstin Andreae ihre Tochter nicht dabei, würden alle fragen "Und wo ist das Kind?". Und sie danach ganz sicher als "Rabenmutter" bezeichnen.
Wir sind es einfach nicht gewöhnt, öffentlich mitzukriegen, dass eine Mutter mit einem 5 Monate alten Baby arbeiten geht, und genau das ist Wahlkampf für Kerstin Andreae. Zum einen, weil es verdammt schwer ist, das in Deutschland zu tun (ich kenn Leute, bei denen kostet die Kinderbetreuung zwei Drittel des Gehalts der Mutter, da bleibt man lieber zuhause), und zum anderen, weil das Problem Kinderbetreuung/Vereinbarung von Beruf und Familie ein Privates ist, über das nicht so viel gesprochen wird.
Emma ist 5 Monate alt, wird gestillt. Wo sollte sie denn bitte sein, wenn nicht bei ihrer Mutter? Bei einem Babysitter oder der Oma, die mit dem Kind durch die Stadt laufen, während Mutter den Live-Chat macht? Das wäre ziemlich albern.
Und jetzt hier gibt's das Protokoll zum Chat mit Kerstin Andreae.
Und auch noch die Statistik: 53 Kommentare bzw. Fragen von Usern, von denen wir 35 im Chat gestellt haben. Das sind mit Abstand die wenigsten Fragen gewesen. Dafür gab's die höchste Im-Chat-Stellungs-Quote.
Welches? Im-Chat-Stellungs-Quote oder cybersexistisch? Ersteres stammt von Caro, zweiteres ist eine Eigenkreation meinerseits. (:
Die Grünen haben vor einigen Jahren "legalize it" Postkarten verteilt, dabei wollen die das Hasch gar nicht legalisieren. Total gemein.
Schade, dass sich in Freiburg niemand mehr traut, kritische Fragen an die Grünen zu stellen. Z.B. was Frau Andreae von den prognostizierten 50-70 Milliarden (nicht(!) Millionen) Euro Subventionen bis zum Jahre 2013 für die Solarenergie hält
(http://www.welt.de/wirtschaft/article4571017/Der-Verbraucher-finanziert-die-grosse-Solarblase.h[..] dies, obwohl bei uns immer behauptet wird, es sei nicht möglich, die notwendigen 3-5 Milliarden pro Jahr für ne gute Kinderbetreuung zu organisieren.
Ich weiß auch worans liegt: würden davon nicht Frauen profitieren, die "milieutechnisch" und einkommensmäßig unterhalb des grünen Milieus liegen? Um deren Chargon zu benutzen, die sog. Prolos?
PS: Ich musste leider arbeiten, konnte nicht partizipieren.
PS II: @ Redaktion, Ihr könnt nur dass widergeben, was an mails reinkommt, is klar!