359 Euro – so viel Geld hat ein alleinstehender Hartz IV-Empfänger monatlich zur Verfügung. Ganz schön wenig, findet unsere Autorin Nora. Einen Monat lang hat sie getestet, wie es ist, vom Arbeitslosengeld II zu leben. Die Bilanz zum Ende des Selbstversuchs.


hmm... was soll man denn dann essen, wenn man das Geld fast in einem Monat im Kagan verschwendet...
Das nenn ich mal ne Erkenntnis :)
Damit ist es viel einfacher sich über jeden kleineren Luxus zu freuen.
Danke Nora für den Rückblick! Hat mich wieder daran erinnert, mit wie wenig Geld ich mal ausgekommen bin...
Da kann ich nur sagen: Geh heute abend zu Oskar! Rathausplatz 19.30h. Die Veranstaltung ist kostenlos!
"Zu Starbucks bin ich diesen Monat ein einziges Mal gegangen"
also ich geh ja nie zu starbucks. das kann ich nur weiterempfehlen!
Hallo Nora,
schön, dass die harten Zeiten - hoffentlich für immer - vorbei sind.
Der Blog ist spannend, einfühlsam und interessant geschrieben, und nicht zuletzt Dein Gespür für Sprache und Stil haben das Lesen - bei aller Anteilnahme - zum Vergnügen gemacht.
Weiter so!
Danke für diesen interessanten blog! Auch die entstandenen Diskussionen waren sehr lesenswert. Starbucks, Fitnessstudio etc. sind alltägliche Luxusausgaben über die man im allgemeinen nicht weiter nachdenkt die aber tatsächlich nicht nötig sind. Man kann an vielen Ecken sparen (übrigens auch dann, wenn man mehr Geld zur Verfügung hat, dieses aber lieber für andere Dinge ausgeben möchte).
Sehr schwierig finde ich so eine Situation aber vor allem wenn Kinder mit dranhängen. Ihnen wird durch die Beschränkung auf das absolut Notwendige die Teilnahme am normalen gesellschaftlichen Leben fast unmöglich gemacht und sie werden dadurch ins Abseits gedrängt. Damit ist das Scheitern der nächsten Generation dann schon fast vorprogrammiert.
ich finds ehrlich gesagt etwas zu weichgespült, und zu blauäugig. muss da dem momentanen fudder troll nummer eins, auch hier wieder, zustimmen. irgenwie hat er ja recht!
nur ein beispiel - könnte noch mehr anführen.
denke als harz Iv empfänger gibts tatsächlich andere probleme ob man zu Starbucks geht oder nicht.
zum anderen, verstosst diese namensnenunng nicht gegen eure nettiqutte - im aktuellen scf threat hat einer einen fernsehsender genannt - schwups weg war der kommentar - klar ihr habt hausrecht usw... aber nun mal wieder butter bei de' fische!
tja, rum ists.
der blog war gut, der blog war sinnvoll. ob er wirklich 100% hartzIV war, ist zu bezweifeln, die frage, inwieweit dem ganzen ein realistischer touch noch aufgesetzt hätte werden können, ist aber müßig zu diskutieren...
"...ein realistischerer touch..."
hatte heut nen kunden, der auf der lallskala ne 8,0 geschafft hat, was selten ist...
Bei dem Einblick in das Leben eines Hartz IV Empfängers sollte man sich schon überlegen welcher Partei man bei der Bundestagswahl seine Stimme gibt.
Hartz IV sollte keine Strafe sein für Menschen die keinen Job haben und auch nicht für Menschen die nicht arbeiten wollen.
Mich würde jetzt noch die Fortsetzung dieses Blogs über den Folgemonat interessieren. Bin mir sicher, wenn du weiter jede Ausgabe aufschreiben und bewußt registrieren würdest, gäbst du weniger Geld aus. Man sieht erst wie sinnlos Geldausgeben manchmal ist wenn mans schwarz auf weiß hat. Geldausgeben ist oft auch Ersatzbefriedigung, die man vor niemandem, auch nicht vor sich selbst bewußt rechtfertigen will. Hat mir gut gefallen Nora!
Zunächst einmal Respekt vor Deinem Selbstversuch, der Dir - und hoffentlich wieder einigen mehr - einige kleine, aber durchaus wichtige Einblick in den Hartz IV Alltag verschafft hat.
Wenn ich hier nun einige wichtige Details hinzufüge, so soll es Deine Aussagen keineswegs schmälern, sondern lediglich dort ergänzen, wo ein Selbstversuch keine Möglichkeit bietet, etwas darüber zu erfahren.
Dazu gehört zu allererst die Perspektive.
Es läßt sich fast alles aushalten, wenn man weiß, wann es vorbei ist, oder auch nur irgendein Licht am Horizont zu sehen ist.
So besteht der größte Teil des Hartz IV-Dramas in der psychischen Abwärtsspirale (Selbstwert, Ausweglosigkeit, Ausgegrenztheit aus dem Sozi-Kulturellen leben usw.)
Das Resultat dieser Umstände findet man dann in den Statistiken der Mediziner und Psychologen.
Das ganze verschärft sich mit zunehmenden Alter, und ist ab einem bestimmten Punkt kaum mehr revidierbar, weil irgendwann schlicht die Kraft dazu fehlt.
Wie Du es bewerkstelligst, mit 28.-EUR für Strom und Telefon auszukommen... das Geheimnis würde ich gerne kennen! ;ö)
Aber diese Details sind relativ unwichtig, weil in der Summe es auf Dauer ein Auskommen nicht zu schaffen ist, wenn man auch nur eine Ausgabe außerhalb der schlichten (am-)Lebenserhaltung hat (Offene Rechnungen, alte Kredite, Hobby, Krankheit, usw.)
Man kann also im Zweifel damit "überleben" - mit "Leben" im Sinne des Grundgesetzes und eines sozialen Rechtsstaates hat das aber nichts mehr zu tun.
In diesem Sinne laß es Dir gut gehen, und sieh zu, daß es immer bei diesem freiwilligen Selbstversuch bleibt - ich denke, dafür hat der Versuch mindestens gesorgt. ;ö)
Ich lese hier immer nur von Hartz IV Empfängern, habt Ihr mal darüber nachgedacht, dass viele Familien in einer ähnlichen Situation sind??? Und da geht ein Familienmitglied auch noch arbeiten, meistens sogar an mehr als einer Arbeitsstelle. Sicher könnte man hier auch sagen, hätten diese Menschen eine bessere Ausbildung, hätten sie heute mehr Geld. Aber nicht jeder ist in der Schule ein Cleverle und nicht jeder kann studieren. Ist euch klar das ein Familienvater mit zwei Kindern z.B. als LKW-Fahrer grade mal zwischen 1500,- bis 1700,-€ nach Hause bringt! Zieht hier mal Miete, Fahrtkosten, Versicherungen, Haushaltsgeld ... ab und rechnet dann mal nach! Oftmals haben diese Familien weniger Geld als ein Hartz IV Empfänger und zudem haben diese Menschen keine Berechtigung z.B. bei der Tafel kostengünstig einzukaufen!!!
Die Internetseiten der Hartz IV Betroffenen in Freiburg:
http://www.runder-tisch-freiburg.de/
http://www.arge-freiburg.de/