
"Du läufst durch die Stadt und an jeder Ecke grinst dich irgendein austauschbares ,Wähl mich'-Gesicht an", sagt Andreas Ernst, 35. "Wir wollten das ironisch aufgreifen, so ist unsere Wahlalternative Freiburg zu verstehen."
Für das Bild haben Zoolo und sein Kollege
York (aka Manuel) zwei Tage lang gebraucht. "In der knalligen Sonne, da bist du abends komplett am Arsch."

Andreas ist nicht nur
Realschullehrer, sondern auch Mitglied der
Writercrew WAF, bestehend aus Graffitikünstlern, die mittlerweile in ganz Europa verstreut sind. WAF steht eigentlich für "Wicked and Fresh", neuerdings aber auch für Wahlalternative Freiburg. "Das hat ganz gut gepasst", sagt Andreas.

Den
Hintergrund haben die beiden komplett gestrichen, mit Lack, Dispersionsfarbe und Abtönfarbe, dazu wurden knapp
zehn Sprühdosen verbraucht, für diese Fläche ist das recht wenig. "Mir ist es wichtig, dass die Fläche bis oben hin vollgemalt wird. So wird deutlich, was man mit Graffiti machen kann. Weg von den kleinen Schmierereien, hin zur Kunst."
Das Bild ist noch
nicht ganz fertig, auf einer Seite muss noch der Hintergrund ausgebessert werden.

Angrenzend zur Wahlalternative von Zoolo und York findet sich ein Bild, das Zoolo allein gemalt hat. Es zeigt ein
Ensemble von Zahnrädern, man fühlt sich an ein Uhrwerk erinnert. "Das soll so ein wenig symbolisieren, wie die Zeit vergeht, während man das gar nicht richtig mitbekommt."

Foto-Galerie: David Weigend
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