Vorhang auf! Gestern kamen im Freiburger Jazzhaus die Europawahl-Kandidaten der größten Parteien zusammen, um in Talkshowmanier ein Politik-Theater der besonderen Art zu zelebrieren. Jonas war bei der Podiumsdiskussion „Wir haben die Wahl: Werte und Grenzen der EU“ dabei.





Urs Pötzsch, Organisator und Vorsitzender der Freiburger JEFs (Junge Europäische Förderalisten).
Christoph Meves, 23, FDP-Kandidat
Dinah Aziz, 20
Laura Lots, 21, Politikstudentin


Natürlich ist die EU- Wahl "wichtig". Zumindest nicht unwichtiger als andere Wahlen.
Dass nach so vielen Jahren endlich damit begonnen wird, Europa- Politik an junge Menschen heranzutragen, ist gut. Wenn auch viel, viel, viel zu spät. An meiner Generation z.B. ging das während der Schulzeit komplett vorbei. Ob gewollt oder nicht, kann man nur vermuten.
Lasst Euch doch nicht verarschen. Europa-Politik wird nicht vom Europa-Parlament gemacht. Das erkennt man (u.a.) schon an zwei deutlichen Indizien, die auch im Artikel angesprochen werden: Erstens schicken die Parteien ihre letzten und inkompetentesten Heuler nach Brüssel. (Mit Vorliebe abgehalfterte "von und zus".) Und zweitens sind sie sich eh alle einig (bis auf den Hansel von der Linkspartei, aber der demokratisiert Europa auch nicht).
Das politische System der EU ist abgrundtief undemokratisch, bei keiner Wahl bewirken die Bürger - außer der "Legitimierung" des schein-demokratischen Systems - weniger mit ihrer Stimme.
Natürlich ist Europapolitik wichtig und wird immer wichtiger. Aber sie wird nicht durch Wahlen entschieden.
Wer wissen möchte, wer die Grundsätze der Europapolitik wirklich bestimmt, der google mal "Bilderberger".
So. Und jetzt lasst mal jucken, Wuschel und Kalter Krieger:
Nennt mir bitte - konkret - drei wichtige europäische Fragen oder Probleme, auf deren Entscheidung ihr meint, durch Teilnahme an der Wahl Einfluss nehmen zu können.
Ich bleibe gespannt.
Ich halt mich, was Wahlen angeht, eigentlich immer an Werners Wahltipp:
"Wenn Du drei Haufen Scheiße hast, in welchen beißt Du rein?"
@ Zebra:
Ich fürchte, da gibt es gar keine Lösung, an der wir mitwirken könnten.
Das dauert noch, und ob wir an dieser "Lösung" dann wirklich beteiligt sein wollen und werden?
Ich werde mich - wenn auch ungern - an den nationalen Wahlen beteiligen, auch wenn ich da die "falschen" Leute wählen muss.
Ich steh´ dazu:
Die EU-Verarsche mache ich definitiv nicht mit.
Dazu fehlt mir die Gnade der Ahnungslosigkeit, in der EU- und NATO-besoffene spätgeborene Opfer unseres heruntergekommenen Bildungssystems zehren.
Dazu fehlt mir die Gnade der Ahnungslosigkeit, VON der EU- und NATO-besoffene spätgeborene Opfer unseres heruntergekommenen Bildungssystems zehren.
Ich verstehe das schon und sehe es ähnlich. Aber mit gar nix tun erreicht man naturgemäß am wenigsten.
Sandra Maischberger,
Moderatorin:
„Ich gehe zur Europawahl,
weil Europa unsere Zukunft ist
und die Entscheidungen des
Europaparlaments unser Leben
ebenso bestimmen werden
wie die des Bundestages.“
Toll da macht Junges Freiburg zusammen mit JEFF eine Podi und keiner merkts! Hallo wir waren Mitveranstalter
Sandra Maischberger,
Moderatorin:
"Ich laber jeden Scheißdreck für Geld,
weil eine Europäische GEZ meine Zukunft ist
und mir die Entscheidungen des Europaparlaments
ebenso an meinem öffentlich-rechtrlichen Arsch vorbeigehen
wie die des Bundestages."