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Gestern Tochter, heute Mama

Elena ist 19 und hat eine einjährige Tochter. Helen ist 23. Ihr Sohn ist neun Monate alt, er entstand allerdings ungeplant und der Vater "hat sich gleich verabschiedet." Wie kommen die beiden jungen Frauen mit ihrer Mutterrolle zurecht? Wie reagiert die Umwelt auf das Kind? Reicht die staatliche Unterstützung für den Alltag? Ein Interview.

Junge Mütter

Was ging euch durch den Kopf, als ihr von der Schwangerschaft erfahren habt?


Helen: Ich hab erstmal gedacht: der Test ist kaputt.

Elena: Ich habe mich gefreut, denn ich wollte ja das Kind. Ich habe auch ganz lange mit dem Testen gewartet und erst, als ich schon fünf Wochen überfällig war, habe ich den Test gemacht. Aber ich wusste schon davor, dass ich schwanger bin. Daher war es keine große Überraschung mehr.

Wie haben eure Partner reagiert?


Helen: Sehr schlecht. Er hat sich eigentlich gleich verabschiedet.

Elena: Bei mir war es kein Verhütungsfehler. Wir wollten das Kind schon beide. Er hat die Vaterschaft angenommen und steht dazu.

Und eure Familie?


Helen: Bei mir war es ja ein Unfall. Darum hat meine Familie erstmal besorgt reagiert. Und dann war der Typ auch noch weg. Aber das hat sich dann alles wieder ein bisschen gelegt. Meine Mutter hat mich wahnsinnig unterstützt.

Elena: Mein Vater hat auf die Schwangerschaft sehr schlecht reagiert, weil ich mit ihm immer schon Probleme hatte und daher auch schon so früh ausgezogen bin. Das kriselte weiter, bis der Kontakt total abbrach. Damals war meine Tochter drei Monate alt. Meine Mutter kümmerte sich sowieso kaum um uns. Sie selbst wurde mit 17 schwanger, da bekam sie meine ältere Schwester. Meine Mutter hat erstmal geweint und mich gefragt, ob ich das alles hinkriege, aber wahnsinnig unterstützt hat sie mich nicht. Unterstützung hab ich nie erhalten.

Welche Unannehmlichkeiten brachte eure Schwangerschaft mit sich?


Helen: Ich habe ja damals noch gearbeitet. Da musste ich mir schon anhören: „Ach, die Helen. Und der Typ ist ja sowieso weg. Und ein Unfall war's auch noch.“ Blöd, sowas. Aber es gab auch Leute, die mich unterstützt haben und es toll fanden, dass ich mich für das Kind entschieden habe. Es war, was die Kommentare betraf, doch sehr ausgewogen.

Elena: Ich war ja noch auf einer Mädchenschule und das war ganz furchtbar. Die Mitschülerinnen fragten mich fast täglich: „Wie geht’s dir? Ist dir auch dauernd schlecht? Hast du auch schon Schwangerschaftsyoga ausprobiert?“ Ich war total genervt, denn das waren lauter wildfremde Leute, da ich erst kurz zuvor gewechselt hatte. Von manchen kamen auch doofe Kommentare. Zum Beispiel wurde Geld für mich gesammelt und ein Mädchen meinte: „Werft doch lieber Kondome rein.“ Von den Erwachsenen fühlte ich mich besser verstanden. Viele fanden es gut, dass ich das alles durchziehe.



Bieten sich eure Verwandten als Babysitter an?


Helen: Meine Mutter sehr gern. Mit meinem Vater war es schwierig, denn er hat mir sehr viel vorgehalten: "Wie willst du denn all das alles schaffen?", hat er mich gefragt. Aber das Verhältnis zu meiner Mutter wurde während der Schwangerschaft viel stärker. Sie war immer für mich da.

Elena: Ich habe jetzt auch mehr Kontakt zu meiner Mutter als davor, denn ich will, dass die zwei sich sehen. So alle zwei, drei Wochen gehe ich zu ihr.

Wie haben eure Freunde reagiert?


Helen: Bei drei Freunden habe ich es erlebt, dass der Kontakt durch die Schwangerschaft weggebrochen ist. Recht wenige, zum Glück.

Elena: Das war bei mir auch so. Ich habe davor die Schule gewechselt, deshalb gab es in meiner neuen Klasse sowieso nicht so viel Kontakt. Etwa vier Freunde sind geblieben. Eine Freundin geht sehr cool mit Kindern um und hilft uns auch mit Babysitting. Meine andere Freundin hat da noch ein bisschen Berührungsängste. Aber die baut sie jetzt langsam ab. Die anderen waren zwar ab und zu interessiert, aber im Großen und Ganzen kann ich auch nur bestätigen, dass viele Kontakte sich verlaufen.

Was habt ihr durch eure Kinder gelernt? Was hat sich verändert?


Elena: Das kann man nicht so leicht in Worte fassen. Man wird schneller erwachsen. Man lernt, mehr Verantwortung zu übernehmen, aber auch, zu sich selbst zu stehen. Man muss wissen, was man will und man muss lernen, nein zu sagen. Ich muss als Mutter klare Grenzen ziehen, denn sonst schwätzt einem jeder rein, was das Kind betrifft. Das war für mich am Anfang ganz schwer. Kinder reflektieren dich. Sie zwingen dich, dein Wesen zu überdenken. Denn man gibt ja alles weiter an sein Kind. Die Kleinen bekommen von Früh auf alle Stimmungsschwankungen mit.



Wie schwer ist es, ein Kind aufzuziehen?


Helen: Am Anfang dachte ich: Das ist ja alles gar nicht so wild. Jetzt, nach einem Jahr, finde ich es schon heftig. Aber es ist schon zu schaffen, wenn man nicht gerade ein Schreikind hat.

Elena: Meine Mutter sagte auch, das zweite Jahr sei viel schwieriger als das erste. Und es stimmt. Denn meine Tochter kommt nun überall dran und ständig muss man hinterher sein. Ich dachte eigentlich auch: je größer sie wird, desto leichter wird es. Jetzt glaube ich, dass es noch mal anstrengender wird, wenn die richtige Erzieherei erst anfängt. Es gibt nämlich heutzutage kein festes Erziehungsmodell, woran man sich halten könnte, finde ich. Das der Eltern will ich nicht übernehmen. Ich muss meine eigene Methode finden.

Bekommt ihr Unterstützung vom Staat?


Elena: Ja, Kindergeld.

Helen: Ich bekomme dazu noch Arbeitslosengeld.

Elena: Das will ich jetzt auch noch beantragen.

Was bedeutet das in Zahlen?


Helen: Ich bekomme 600 Euro, ohne Kindergeld.

Elena: Hast du einen Unterhaltsvorschuss beantragt?

Helen: Nein, den Unterhalt zahlt noch der Vater.

Elena: Immerhin.

Helen: Aber das ist schon ein lästiges Behördengerenne. Das sollte man vereinfachen.

Elena: Ich fand die Jugendagentur sehr freundlich.

Helen: Echt? Ich nicht.

Elena: Kann auch sein, dass ich immer Glück mit den Sachbearbeitern hatte.

Helen: Ich finde das alles zu kompliziert. Zum Glück bat mir eine Frau aus meiner Geburtsvorbereitung Hilfe an. Meine Mutter hat mir auch geholfen. Trotzdem finde ich, dass es zu wenig Hilfe in diesem Bereich gibt.

Elena: Ich habe gehört, dass es in Haslach einen Stadtteil-Treff gibt. Dort bekommt man Hilfe bei Behördengängen und beim Ausfüllen von Anträgen.

Helen: Das wusste ich gar nicht.

Elena: Aber ich glaube, dieses Problem betrifft nicht nur junge Mütter. Für jeden Cent, den du kriegst, musst du einen Nachweis bringen. Ich hebe jedenfalls nicht alle Belege auf.

cc flickr.com/photos/27620885@N02/2610196960/


Wie viel Geld geht pro Monat für das Kind drauf?


Helen: Ich habe mir das mal zwei Monate lang aufgeschrieben und das waren immer so 200 Euro. Aber ich muss auch sagen: ich kauf ihm auch immer viele Klamotten.

Elena: 200 Euro? Das ist ja noch relativ wenig. Ich habe mir meine Ausgaben nie aufgeschrieben. Ich koche ja immer selber, auch als sie noch ganz klein war, daher habe ich ein bisschen an der Babynahrung gespart. Klamotten habe ich zum größten Teil gebraucht bekommen, aber ich kaufe auch gerne Sachen. Die Kleidchen und so. 200 Euro könnte hinkommen. Aber es wird ja dann von Jahr zu Jahr mehr.

Reicht euch das Geld?


Helen: Ja. Aber nur, weil mich meine Mutter finanziell unterstützt. Ohne ihre Hilfe würde es mir nicht reichen, denn ich habe eine relativ große Wohnung und die verbraucht das meiste Geld im Monat.

Elena: Ich bekomme ja noch Elterngeld und mal sehen, wie es dann mit dem Arbeitslosengeld wird. Es war alles ein bisschen durcheinander und ich habe Schulden gemacht.

Wie kann man eurer Meinung nach junge Schwangere am Besten unterstützen?


Helen: Mir hat es am meisten geholfen, wenn Leute da waren, die zugehört und nicht immer nur ihren Senf dazugegeben haben. Auch, wenn man mir Ratschläge erteilt hat, wenn ich sie gebraucht habe. Ich finde es wichtig, dass man sensibel mit jungen Schwangeren umgeht, denn mir ging es zum Beispiel sehr schlecht.

Elena: Man sollte den Mädchen das Gefühl vermitteln, dass man da ist, wenn man gebraucht wird, sich aber nicht so aufdrängen. Beratungsstellen, wie Profamilia, haben mir auch sehr geholfen, auch bei Fragen zur finanziellen Unterstützung. Medizinische Fragen hatte ich kaum, da ich viele jüngere Geschwister habe und das alles schon kenne.

Welche Zukunftspläne habt ihr?


Helen: Ich bin gelernte Frisörin und will später wieder arbeiten gehen. Aber erstmal will ich zwei Jahre zu Hause bleiben. Ob ich danach wieder in meinem Beruf arbeiten möchte oder etwas anderes, das weiß ich noch nicht.

Elena: Ich habe die Schule abgebrochen, nach dem ersten Halbjahr der 13. Klasse. Ein Jahr später wollte ich eigentlich die Schule beenden. Zuerst wollte ich die Schule sofort fertig machen, mit ihr im Tragetuch, aber das war mir dann doch zu stressig. Theoretisch hätte ich jetzt meinen Schulabschluss gemacht, aber ich will sie einfach noch nicht alleine lassen. Daher habe ich das Ganze auf nächstes Jahr verschoben. Oder ich beginne eine Ausbildung, denn das Fachabitur besitze ich bereits.



Chaos im Bauch

Irina Stengel und Angela Fideler leiten in Freiburg den offenen Treff "Chaos im Bauch“, eine Veranstaltung vom Jugendhilfswerk und von Pro Familia: „Wir wollen jungen Müttern die Möglichkeit zum Austausch bieten", sagen sie. Denn oftmals gehen Kontakte während der Schwangerschaft verloren, da die Interessen auseinandergehen.

Der Treff stößt auf Interesse. Zwei Mal im Monat treffen sich in der Fürstenbergstraße 21 junge Frauen zwischen 15 und 24 Jahren, manche schwanger, andere mit ihren Kindern. Angela Fideler sagt: „Jedes Mädchen bekommt eine persönliche Einladung. Wir rufen nach der Geburt an oder holen die Mädels auch von zu Hause ab.“

Ungezwungen spricht man über Themen, die junge Mütter betreffen. Aber es ist den Veranstaltern auch wichtig, dass die Besucherinnen abschalten und für einen Nachmittag die Mutterrolle ein wenig ablegen können. Ob die Geburtenzahl junger Mütter angestiegen sei? „Das können unsere Zahlen nicht bestätigen“, sagt Angela Fideler. „Das wird von den Medien hochgespielt. Aufgrund der wirtschaftlichen Lage fehlt allerdings vielen jungen Frauen eine Zukunftsperspektive. Daher sehen sie das Muttersein als neue Lebensaufgabe. Dieses Motiv hat sich in den letzten Jahren verstärkt.“

Die meisten Mädchen, die zum ersten Mal zu „Chaos im Bauch“ kommen, sind im 5. oder 6. Monat und freuen sich auf ihr Kind. Für viele stand von Anfang an fest, dass sie das Kind behalten wollen. „Es gibt jedoch wenige Mädchen, die sich bewusst für ein Kind entschieden haben“, sagt Stengel. „Bei den meisten war es eine klassische Verhütungspanne.“








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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 21
Mittwoch, 25.03.09 08:57
 

Dass Freundschaften zerbrechen, wenn man im Gegensatz zu den anderen jung schwanger wird, ist irgendwie schon traurig, aber ... es ist auch für Freunde, glaube ich, schwer, die Eltern in die "normalen" Freizeitgewohnheiten zu integrieren.

Die Schwester meines Freundes zum Beispiel ist mit 21 schwanger geworden (zwar nicht wirklich geplant, aber da sie schon seit dem 18. Lebensjahr gefaselt hat sie will bald ein Kind, hat sie die Pille sehr schludrig genommen ...), ist auch verheiratet und das Kind ist jetzt 1 Jahr alt.

Sie haben mir gesagt, dass sie kaum noch Kontakt mit ihren alten Freunden haben, weil sie nichts mehr mit ihnen unternehmen können. Ab und zu kommen welche vorbei, aber das wars dann auch.
Wenn man sich abends bei ihnen zuhause treffen will (DVD schauen, etwas spielen, etc.) ist das unmöglich, weil dann entweder das Kind aufgedreht ist, da Leute da sind, rumschreit (man also kein Fernsehen schauen kann) und alles umwirft (man kann nur bedingt etwas spielen).
Ins Bett vor 23 Uhr geht es dann auch nicht und bis es einschläft, was 30 Minuten dauern kann, darf man nur flüstern und muss den Film unterbrechen, da der Fernseher nicht laufen darf.

Ich will damit nicht sagen, dass das bei allen so ist.
Aber wenn man jung Kinder bekommt und der restliche Freundeskreis aber keine hat, dann kann diese "Entfremdung" passieren ...

Mittwoch, 25.03.09 09:21
 

na ha... wenns an dem hängt, dann sind das alles keine freunde sondern höchstens bekannte...

Mittwoch, 25.03.09 09:29
 

@Saralein
Da läuft aber was gehörig schief bei Deiner Schwägerin! Ein einjähriges Kind sollte i.d.R. um 23.00 h kein Rambazamba mehr veranstalten. Und zum Einschlafen die Geräuschkulisse auf 0 zu fahren, ist auch eher kontraproduktiv.

Mittwoch, 25.03.09 09:34
 

@saralein

Echte Freundschaften sollten nicht daran scheitern ob man abends noch zusammen in die "Disco" gehen kann.

Mittwoch, 25.03.09 09:41
 

@ Marks: Ja, das ist richtig. Aber es erklärt eben in diesem Fall, warum sich beide Elternteile isoliert vorkommen.
Trotzdem kann ich auch verstehen, dass ihre Freunde nicht mehr viel mit ihnen unternehmen können.
Die Freizeitgestaltung ist nicht leicht und ich finde nicht, dass man alle Freunde dann unbedingt als "Rabenfreunde" bezeichnen kann.
Oder?

Mittwoch, 25.03.09 09:51
 

@Saralein
völlig d´accord. Vielleicht könnten oder sollten die Freunde aber genau diese Dinge ansprechen (Stichwort "zu-Bett-geh Rituale"). Ansonsten wird es immer schwerer, den Hebel nochmals umzulegen.

Mittwoch, 25.03.09 09:58
 

Außerdem sprechen wir hier ja auch von JUNGEN Eltern um die 20. In dem Alter besteht das Leben ja schon zu großen Teilen aus Weggehen, zusammen abhängen, etc. und man hat neben den "besten" Freunden auch einen großen Bekanntenkreis, der im Leben eine große Rolle spielt.
Je älter man wird, desto mehr verliert sich dieser Bekanntenkreis und man "konzentriert" sich auf die besten bzw. wahren Freunde.

Und darum glaube ich, dass es für junge Eltern hart ist, mit dem Wegfall dieses Bekanntenkreises klarzukommen.
Auch wenn einem die besten Freunde bleiben, ist es eine große Umstellung und man fühlt sich halt ausgeschlossen.

Mittwoch, 25.03.09 10:04
 

@ Marks: Sorry, hab deinen Eintrag erst nach meinem entdeckt.
Ja, das wäre sinnvoll. Auf jeden Fall. Hab das auch schonmal angesprochen.
Aber ich glaube was die beiden am meisten nervt, ist die Tatsache, dass sie nicht mehr "weggehen", d.h. immer nur in ihrer Wohnung sind und nicht mehr mit den Freunden ins Kino, Kneipe, Disco, zu anderen auf den Geburtstag, etc. können.

Bei anderen siehts vielleicht auch anders aus; ich wollte halt nur mal erzählen, wie das bei denen so ist. Das sind halt die einzigen jungen Eltern die ich kenne. :)


Mittwoch, 25.03.09 10:35
 

Mit 19 schon Kinderwunsch? Naja... die Geschmäcker sind verschieden. Vielleicht sollte sie erstmal einen gescheiten Abschluss machen, dann gibts auch mehr Geld. Dann kann man vielleicht über ein Kind nachdenken!

Mittwoch, 25.03.09 10:38
 

Die Freundschaften ändern sich, wenn man eine Familie gründet.

Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass es in Deutschland sehr schwer ist die "Freundschaften" am Leben zu erhalten, weil die oft auf Ausgehen und rumhängen beschränkt sind. Es geht weniger um Kommunikation und die Beziehung selbst.

Wenn die Kommunikation und intensives Miteinander im Mittelpunkt einer Freundschaft stehen, dann sind Kinder kein Problem. Weil man sich auch damit begnügen kann zusammen ein Nachmittag zu verbringen. Es muss dann nicht immer intensives Nachtleben sein.

Ich glaube auch, dass das oft verwechselt wird, nur wenn man miteinander gut feiern kann, hat man noch lange keine Freundschaft.

Ich finde es sehr schade, dass viele Leute sich zurück ziehen, wenn sie mit Schwangerschaft im Freundeskreis konfrontiert werden. Den für die jungen Eltern sind die Freundschaften in der Zeit sehr wichtig!

Mittwoch, 25.03.09 11:08
 

naja... lasst ihnen doch die Freude

solang die dummen die Arbeiten gehen ihren Kinderwunsch mit Kindergeld und Arbeitslosengeld bezahlen.

Mittwoch, 25.03.09 11:12
 

Hallo,

also, ich finde den Artikel wirklich interessant. Ich bin selbst mit 20 Mutter geworden, nicht geplant. Trotzdem war es die beste Entscheidung meines Lebens das Baby zu behalten. Das Baby, mein Sohn, ist heute 16 Monate alt und er erfüllt mich jeden Tag!
Womit ich aber nicht sagen will, dass es einfach ist, ich bin oft an meine Grenzen gekommen, ob das am Alter liegt kann ich nicht beurteilen. Ich war auch die erste in meinem Freundeskreis die ein Kind bekommen hat und es hat sich auf jeden Fall herauskristallisiert, wer die echten Freunde sind. Und das sind nicht viele. Anfangs hat mich das traurig gemacht, aber mittlerweile hat sich so viel verändert und es wird immer leichter, ich finde neue Freunde, teilweise eben auch junge Eltern, die verstehen wie man sich in so einer Situation fühlt.

Trotzdem ist es doch nett zu lesen, dass hier die meisten Leute eine echt positive Meinung zu jungen Eltern haben. Schön!


Mittwoch, 25.03.09 15:11
 

Kondome schützen.

?
Mittwoch, 25.03.09 17:00
 

@Peter_Silie:
Kondome schützen nicht 100%ig - s. Pearl-Index.
Man kann sein Leben nicht komplett planen.

Mittwoch, 25.03.09 17:06
 

@ peter_silie
(ironie)Vielen Dank für diese wertvolle Information(/ironie)

Mittwoch, 25.03.09 17:56
 

@Lara

"Ich glaube auch, dass das oft verwechselt wird, nur wenn man miteinander gut feiern kann, hat man noch lange keine Freundschaft.

Ich finde es sehr schade, dass viele Leute sich zurück ziehen, wenn sie mit Schwangerschaft im Freundeskreis konfrontiert werden. Den für die jungen Eltern sind die Freundschaften in der Zeit sehr wichtig!"

Da hast Du vollkommen recht.

Was das Erhalten der Freundschaften mit jungen Eltern angeht: Das ist - wenn man keine Kinder hat - allerdings auch eine Herausforderung. Weil deren Leben, Gedanken, Gespräche sich nun mal (richtigerweise) erstmal um das Baby (und um Stillprobleme, Windeln, Schlafverhalten) drehen. Mir persönlich macht das absolut nix aus, ich find es eher spannend, an Freunden diese Veränderung zu Mutter/Vater zu erleben, aber ich kann mir vorstellen, dass das total nervt, wenn man in keinster Weise darüber nachdenkt, selbst ein Baby zu haben, und sich fragt, wo zur Hölle die beste Freundin, die vorhin noch mit einem im Agar war, plötzlich hin ist.

Gute Freundschaften sollten das aber eigentlich aushalten, klar.

Mittwoch, 25.03.09 18:01
 

kinder kinder kinder, hat fudder kinder woche?

Mittwoch, 25.03.09 18:09
 

@blechle

"naja... lasst ihnen doch die Freude

solang die dummen die Arbeiten gehen ihren Kinderwunsch mit Kindergeld und Arbeitslosengeld bezahlen"


Was bist du denn für ein schwachmatischer Stammtischprolet!?

Mittwoch, 25.03.09 20:43
 

Welche Art von schwachmatiger Stammtischprolet genau er ist - keine Ahnung. Dass er einer ist, beweist er aber gerne und häufig... einfach ignorieren, würd ich sagen.

Ich finde es gut, dass die Mädels sich für ihre Kinder entschieden haben, und das durchziehen. Aber es überrascht mich dch zu lesen, dass die meisten der Schwangerschaften bei den erwähnten Treffen durch Unfälle zustande gekommen sind. Habe ich die Sicherheit von Kondomen bzw. der Pille immer überschätzt? *schluck**panik* ;)

Donnerstag, 26.03.09 09:46
 

@skully

Die Sicherheit von Verhütungsmethoden wird mit dem Pearl Index beschrieben. Der Pearl-Index gibt an, wieviele Schwangerschaften eintreten, wenn 100 sexuell aktive Frauen ein Jahr lang eine bestimmte Verhütungsmethode nutzen. Je niedriger der Pearl-Index ist, desto sicherer ist also die Methode.

Die Pille hat einen Pearl Index von um die 1, Kondome je nach Studie von 2 bis 12.

Das Problem ist halt, dass es ja auf die korrekte Anwendung ankommt. Und die fällt jüngeren Nutzern von Verhütungsmitteln oft schwer. Also, die richtige, regelmäßige Einnahme der Pille (und das Verwenden einer weiteren Verhütungsmethode bei Magen-Darm-Erkrankungen, dem Vergessen der Einnahme oder der Einnahme von Antibiotika), oder das rechtzeitige, regelmäßige und konsequente Verwenden eines Kondoms.

Donnerstag, 26.03.09 13:11
 

ich bin ja auch vor einem jahr vater geworden und kann auch mit 33 jahren sagen, dass es das selbe problem mit den freundschafte gibt. singels und kinderlose halten sich meist fern, weil wie bereits gesagt die freundschaften durch gemeinsames weggehen disco, konzerte etc. gepflegt werden. trotzdem gehts uns gut, da sich auch neue bekanntschaften aufgetan haben eben durch das kind.
viele blicken auch nciht das man nicht mehr so doll party machen kann und wundern sich wenn man früher nach hause geht und nciht so viel trinkt. meine kleine will halt am sonntagmorgen um halb acht versorgt sein, die frägt nciht nach ob ich ein hang over habe oder nciht.

zwecks schlafen gehen kann ich auch nur dem tipp des rituales empfehlen: unsere kleine kommt punkt halb acht abends ins bett, das ist sie gewöhnt und wenn sie nciht gerade zahnt oder nen pups in der windel hat, der noch entfernt werden muss, klappt das auch super und nach 15 minuten schläft sie.

das mit den behördengängen kann ich auch bestätigen, sogar zu zweit, mit vater ist das ein riesen act bis alles beantragt ist und wenn man nciht hinterher ist, z.B. beim elterngeld ist der staat auch nicht nachgiebig und streicht wo er kann. gerade für allein erziehende stell ich mir das noch schwieriger vor.
trotzallem: nix schöneres wie ein kind! die verantwortung tragen wir gerne.

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