Es entfacht schon einen Funken Komik, wenn die neue Website GaySportFreiburg ihre "Wanderung über die Eichelspitze" bewirbt. Aber Kalauer beiseite: wir haben den Websitebetreiber Thomas Burckhardt gefragt, wie und warum er es schaffen will, schwule und lesbische Sportlerinnen und Sportler in Freiburg noch besser zu vernetzen.





Ich finde ehrlich gesagt, dass eure Kommentare nicht ganz passend zu dem Bericht sind!
Traurig finde ich es, dass es im Sport (auch woanders, aber im Sport besonders) immer Diskriminierung gibt. Man kennt z. B. ja auch keine offen schwule Profi-Fußballer, obwohl es da sicherlich einige gibt.
"Eines will Thomas Burckhardt auf keinen Fall: sich selbst ausgrenzen."
[...]
"Dies bedeutet aber nicht, dass sich dies auf Sportangebote extra für Schwule und Lesben beschränken muss." Schwule, Lesben und Bisexuelle bräuchten aber eben Gleichgesinnte, um sich begegnen und austauschen zu können – "so wie bei den Heterosexuellen auch".
Ich sehe das anders. Faktisch ist es doch so, dass sich in solchen Vereinen dann eben "nur" Gleichorientierte treffen. Ich kann mir keine Heterosexuelle vorstellen, die in einen Sportverein geht, der sich extra "lesbisch" auf die Flagge schreibt. Das führt zu einer Abgrenzung. Würden stattdessen alle Lesben und Schwule in die "normalen" Vereine gehen, gäbe es diese Abgrenzung nicht und über lang oder kurz müssten - ob der Normalität dieser Situation - auch die Diskriminierungen enden.
Ich schließe mich Wuschel an; es erschließt sich mir nicht wirklich, wieso man sich im Sport über seine Sexualität definieren sollte. Eine Sportmannschaft ist ja keine Partnerbörse. (Frauenfußball ausgenommen ^^)
"Schwule, Lesben und Bisexuelle bräuchten aber eben Gleichgesinnte, um sich begegnen und austauschen zu können – "so wie bei den Heterosexuellen auch".
Aber meine Frau und ich sind doch auch "Gleichgesinnte":
Wir lieben BEIDE das andere Geschlecht. Und wir tauschen uns aus - und wie ! :-)))
Aber im Ernst: Für mich ist Nacktsein und FKK etwas völlig normales, deshalb lehne ich FKK-Vereine ab. Erst dadurch wird es ja zu etwas unnormalen, was man nur im geschlossenen Rahmen betreibt. (Ausserdem könnte ich mich immer amüsieren, wie krampfhaft da alles was auch nur in den Verdacht geraten könnte im Geringsten mit Sex und Erotik zu tun haben zu können ausgeklammert wird. Und wie äusserst bemüht man immer vermeidet die "kritischen Stellen auch nur aus Versehen anzuschauen.
Aus dem gleichen Grund gehen mir aber die ganzen schwul/lesbischen Gesangs- und sonstigen Vereine auf den Keks.
Leute, wenn ihr das für normal haltet (und das ist es ja), warum müsst ihr das dauernd so herausstellen ?
Ich betone ja auch nicht ständig, dass ich heterosexueller Elektroniker bin - was hat das eine denn mit dem anderen zu tun ?
Na jeder sucht sich seine Gruppierung die ihm passt. Das ist bei Kleingärtnern, Kegelvereinen, Briefmarkensammlern oder Skatern genau das gleiche wie bei Sportlern, die sich ihre SportkameradInnen (man, was für ein Wort) lieber über die sexuelle Orientierung oder die geistige Toleranz suchen. Na und? Die Hauptzahl der Kommentare hier zeigt doch, wie "entspannt" die breite Masse damit umgeht. Wenn ich abends ein Bier trinken will, will ich ja auch nicht zwischen "Depp" und "Blödmann" sitzen sondern such mir ne Kneipe, in der Leute verkehren, mit denen ich mich irgendwie identifizieren kann. Lasst sie doch im Sinne des Sports zusammenfinden - schliesslich ist Sport gesund und macht Spaß. Das ist doch die Hauptsache.
Ja, Holzi - ich meinte ja nur, dass gerade durch diese ständige Betonung der sexuellen Ausrichtung bei oder zu ganz profanen Anlässen (nicht immer und bei allen) erst der Eindruck von "ungewöhnlich" entsteht
Siehe eben mein Beispiel: Wenn ich Nacktheit für etwas selbstverständliches und natürliches halte, dann brauche ich keinen besonderen Verein dafür zu günden...
Du hast absolut recht, Holzi.
Ich für meinen Teil muss meine Idee davon aber immer anmerken (auch letztes Jahr zum Filmfestival), weil mit dieser Bekanntgabe einer sexuell ausgerichteten Aktion - hier ein Sportverein - immer auch der Vorwurf der Diskriminierung einhergeht. Immer gerichtet an die Heterosexuellen.
So ist es auch hier wieder passiert. Auf die Dauer kann ich mir das nicht mehr anhören. Es ist auch ein Stück weit eine Pauschalisierung von Heterosexuellen, die mich nervt.
Mir scheint es manchmal so, als ob man die "geistige Toleranz", von der du sprichst, ab und an auf beiden Seiten vermisst.
@Wuschel - da magst du durchaus Recht haben, ich frage mich auch warum jemand der einen Espresso bestellt dabei durch die Aussage "Und im übrigen bin ich schwul" dieses unterstreichen muss. Allerdings ist - zumindest lese bzw. empfinde ich das im Artikel so - die Gründung einer Sportgruppe mit sexuellem Anstrich - wenn ich das mal so ausdrücken darf, noch nicht automatisch mit einem Vorwurf verbunden. Es ist sicher auch richtig, dass durch das partizipieren in "normalen" Vereinen ein Stück weit Normalität erreicht wird. Aber wenn man(n), respektive frau, sich so orientieren möchte? Sollen sie ruhig. Wenn ich sehe, mit welcher Sorgfalt und unter welchen Kriterien Fitnessstudios oder Saunen ausgewählt werden - warum nicht auch eine Sportvereinigung? Es gibt in Freiburg auch irgendso eine S/M-Gruppe. Deren Gründung hat ja auch einen Zweck - und das ist wohl nicht der, allen "Blümchensexfreunden" einen Vorwurf zu machen :-).
Ich möchte meine Persönlichkeit eigentlich eher durch Taten unterstreichen als durch sexuelle Orientierung, der Marke meines Autos oder dem Wert meiner Armbanduhr. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.
@Ralph - entschuldige, aber das ist vermutlich so ziemlich genau das Paradebeispiel, warum sich Schwule/Lesben in entsprechenden Gruppen "verstecken" oder zusammenfinden.
Die Sache ist halt die, dass sexuelle Orientierung wirklich nur das eine ist: sexuelle Orientierung.
Wenn ich mir eine neue Gemeinschaft suche, an der ich teilhaben will, dann versuche ich doch darauf zu achten, dass mir die Leute charakterlich / gesinnungstechnisch liegen.
Mit wem die am liebsten schlafen wollen, Männlein oder Weiblein, das ist doch völlig Banane. Stockkonservative können genauso schwul sein wie esoterisch angehauchte Freidenker, oberflächliche Menschen wie tiefgründige etc...
Deswegen finde ich diese Selbstdefinition über die eigene Sexualität eben so sinnlos; weil diese doch überhaupt nichts über einen Menschen aussagt.
Schwule Sportgruppen, lesbische Diskussionsabende, homosexuelle Partys sind genau so lange von Nöten, bis in der Gesellschaft endlich mal die Akzeptanz so groß ist, dass Homosexuelle Menschen nicht mehr diskriminiert werden. Solange braucht es aber Räume, in denen Homosexuelle tun und lassen können, was sie wollen, ohne ständig mit dummen Sprüchen (und davon sind oben ja genügend zu lesen) belästigt zu werden.
Das es die braucht habt ihr mit euren schlechten Pubertätswitzen ja genügend zu Beweis gestellt.
@Ralph: peinlicher Typ du peinlicher Typ. Lesben sind geil und schwule pfui. Oh mensch, hoffentlich staucht dich mal so eine richtige Lesbe zurecht.
Kenne ja auch Schwule, nette sogar. Aber einige kann ich nicht leiden, die sind mir zu primitiv.
Manche Frauen bewundere ich, wie sie zu ihrer Bi Neigung stehen, andere wiederum kotzen mich an.
@Ralph: Du hast deine Einstellung gegenüber verschiedenen Sexualitäten nur aus Pornos, oder?
Ralph, 38, Pornogucker
Onkel, so wie bei Wikipedia beschrieben, isses nun nicht.
creation, den Kommentar der Woche habe ich mit einem einzigen Wort erhalten, keine langen Sätze, nur ein einziges Wort.
Fakt ist aber, lieber Ralph, dass Du Dir so manchen Deiner Kommentare besser dreimal überlegen solltest, bevor Du ihn postest.
Bei aller Liebe, da sind grenzwertige Dinger dabei, mit denen Du in freier Wildbahn mächtig am Ohrfeigenbaum schütteln würdest...
Und nicht alles, was so durchs Hirnkastl rauscht, muss 1 zu 1 weitergegeben werden, weißt Du? ;-)
Ralph, nochmal gaaanz langsam zum mitdenken:es ging nicht um Deinen Kommentar, der zum Kommentar der Woche führte, sondern um die homophobe Grütze, die Du in diesem thread gepostet hast.
"Kenne ja auch Schwule, nette sogar. Aber einige kann ich nicht leiden, die sind mir zu primitiv.
Manche Frauen bewundere ich, wie sie zu ihrer Bi Neigung stehen, andere wiederum kotzen mich an."
Ralph, 38, offen für alles: Wer Schwuchtel ist, bestimmen wir!
So isser halt ...
Ralph, 38, Geht-mir-schon-seit-Wochen-mit-seinen-unüberlegten-Kommentaren-auf-den-Sack
da fällt mir nur noch ein luther burbank zugeschriebener ausspruch ein:
"wer nicht gerne denkt, sollte wenigstens von zeit zu zeit seine vorurteile neu gruppieren."
So, eine dikriminierungsdiskussion und dann ist mein Kontrollwort jude...was soll`s, mein in Schubladengehirn reagiert wieder über. Ralph: Homophober Streifenmungo!
(KEIN Verstoss, Streifenmungos sind niedlich!)
Schwulesbische Sportvereine: Falscher Ansatz, aber wenn Abgrenzung gefällt...so, ich geh jetzt und gründe einen Schachclub für alle die finden, dass Ma Baker der bessere Boney M Song ist als Daddy Cool. Demnächst unter http://www.ma-baker-smashing-daddy-cool.de
Deswegen finde ich diese Selbstdefinition über die eigene Sexualität eben so sinnlos; weil diese doch überhaupt nichts über einen Menschen aussagt.
genauso isses!
aber bitte lasst das schlechte gelaber über (rand)gruppenwitze, die gehören dazu wie die butter aufs brot, oder etwa nciht? wer gut drauf ist, verkraftet auch mal einen witz der ihn womöglich selbst betrifft. was wäre die welt ohne ostfriesen, schwaben, schotten oder sonst was für witze?
Ein Witz ist eine sache.
Homophobes Geschwafel eine andere.
Ansonsten stimm ich Dir voll und ganz zu.
Wie sagte Harald Schmidt so schön: Auch Behinderte haben ein Recht darauf, verhöhnt zu werden! ;-)
@ DerOnkel
Exakt so isses. Wer eine Gruppe von Witzen ausschließt, der grenzt sie aus und diskriminiert sie somit.
A propos Randgruppenwitze:
"TITANIC-Leser stellen sich vor
Heute: Pfarrer Ellmann aus Teisendorf
Sehr geehrte Damen und Herren,
in Ihrer Ausgabe März 2009, Nr. 3, haben Sie jegliches Maß für Satire überschritten und mit Ihren Gemeinheiten über den Papst Benedikt XVI., Ihren bösen Machenschaften "Reuelos im Sündenstuhl", und mit Ihren infamen Verleumdungen "Die Gnade der Schweinepriester" meine religiösen Gefühle zutiefst verletzt und jeden journalistischen Anstand verloren.
Das ist nicht Satire, sondern übelste Boshaftigkeit.
Ich verlange eine angemessene Entschuldigung und protestiere gegen solche Gemeinheiten und gegen eine solch infame Verletzung der religiösen Gefühle und Überzeugungen aufs Energischste!
Karl Ellmann, Pfarrer"
Muhaha.