Jede Woche inserieren Schweizer Unternehmen in Freiburger Anzeigenblättern und locken mit dem schnellen Geld. Auf der Suche nach Probanden für Medikamententests werden sie auf diese Weise fündig. fudder-Autor Jonas hat sich auf solch eine Anzeige hin gemeldet und ist in die Nähe von Basel gefahren, um sich einer Tauglichkeitsprüfung zu unterziehen. Auf die Frage, wie riskant solche Tests sind, bekam er bei der Recherche nicht immer einheitliche Antworten.









was steht denn in deinem vertrag drin was passiert wenn du z.b. dauerhafte schäden erleidest?
musst du dann nachweisen das die davon kommen?
das würde mich mal intressieren.
Hallo Lennsch,
Damit die Versicherug zahlt, muss klar sein (wie bei jeder Versicherung, denke ich) was den Schaden ausgelöst hat. Sonst könnte man ja bei jeder Krankheit Geld von Pharma Contract fordern. Das zu beweisen, ist bei neuen Wirkstoffen offenbar besonders schwierig weil über deren Wirkungsweise meist noch nicht viel bekannt ist. Mehr Infos dazu:
http://www.arznei-telegramm.de/html/1990_09/9009077_01.html
„Stoffe, von denen man weiß, dass sie ein hohes toxisches Potential haben, wie zum Beispiel Krebsmittel, werden in der Regel an kranken Patienten getestet. Diese Stoffe, also monoklonale Antikörper, haben oft ein hohes toxisches Potential.“
Die Aussage stimmt so leider nicht. Ein Antikörper hat im Gegensatz zu klassischen Zytostatika wie Cisplatin, Doxorubicin oder Paclitaxel gar kein toxisches Potential. Bei Antikörpern besteht normalerweise höchstens die Gefahr eines anaphylaktischen Schocks, außer man macht so komische Experimente wie in London.
was sie wohl der ersten versuchsperson zahlen mußten
"sooo, wir geben das jetzt erstmal nur ihnen damit im fall der fälle die zahl der toten nicht so hoch ist, gell. wenn sie irgendwas ungewöhnliches fühlen klingeln sie einfach. guts nächtle!"
interessantes thema, auch nett geschrieben. ich hätt gern noch mehr gelesen.
habt ihr vorher beschied gesagt, dass darüber geschrieben wird? (wenn ich das richtig lese: ja)
wundert mich fast, dass die nichts dagegen hatten.
aber richtig interessant wärs ja auch erst in den 9 tagen des versuchs geworden. schade, dass darüber keiner berichtet.
und ja: die eine person der kohorte 1...ist ja ganz schön...lebensmüde?/in geldnot?/forschungsbegeistert?
wüsste auch gern mal, wie ft sowas schief geht und was das für konsequenzen hat.
(das ist nicht der erste artikel, zu dem ich gern ne fortsetzung hätte. darum mein vorschlag: artikel wie dieser für die, die es nur bisschen interessiert oder die keine zeit haben. nach jedem abschnitt kann man dann klicken für mehr, so dass sich der artkel für die neugierigen etwa verdoppelt. ka wie machbar das ist, aber ich sag es hier mal, weil ich es schon häufiger gedacht hab.)
schreibe gerade ein kleines protokoll zu meiner behandlung im studentenkurs "zahnwiederaufbereitung" die letzes jahr im märz begonnen hat. auch hier wundert es mich das das gesetzlich vertretbar ist. naja, der eine zahn ist ja leider immer noch nicht fertig prepariert, sonst hätte ich schon mal mehr erzählen können.
heftig heftig heftig was mir da wiederfahren ist.
Da sich der Artikel lediglich auf die Voruntersuchung bezieht, find ich ihn sachlich mangelhaft. Ich komme gerade von einer einwöchigen Pharmastudie bei Pharmacontract zurück und kann nichts Negatives berichten. Vielleicht sollte sich der Autor genau informieren, bevor er ohne Hintergrundinformationen (Studienteilnahme!) einen Artikel schreibt...