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Playboy Bar 1968: Eine Lady erinnert sich

Man nannte sie Lady oder auch "das Faktotum der Playboybar". Vier Jahre lang, etwa von 1968 bis 1972, arbeitete sie im Nachtlokal in der Moltkestraße. Wie sie wirklich heißt, tut nichts zur Sache. Wir haben die 62-Jährige zum Interview besucht. Es gab Kirschkäsekuchen, Kaffee und Interessantes über Roberto Blanco, Nerzbikinis und Gina, die Wildkatze. Ein Stück Zeitgeschichte aus dem Freiburger Nachtleben.

Gina Wildkatze

Lady

Mein Freund war Türsteher im Pferdestall. Das war Mitte der 1960er Jahre die In-Disco von Freiburg. Durch Schorsch kam ich an den Job in der Playboybar. Dort suchten sie jemanden fürs Buffet: Getränkeausgabe, ich sollte auch Filetsteak und Kaviar anrichten. Meine Stiefeltern wussten natürlich nicht, wo ich schaffe. Zum Schluss schon, auch, wenn sie die genauen Abläufe nicht kannten.

Manche nannten mich „das Faktotum“, mein anderer Spitzname war „Lady“. Es gab damals diese Black Lady Zigaretten, das war meine Marke. Lange, dunkle Glimmstengel mit Goldfilter.

Es kamen immer mehr Gäste, die von mir schwärmten. Die haben dann gleich bei mir am Buffet den Sekt getrunken. Das registrierte die Chefin. So wurde ich Bardame, mit 23. Ziel war es, die Männer zum Kellerbesuch zu animieren.

Außerdem war ich zuständig für die Sicherheitsklingel. Wenn unten einer zudringlich wurde oder irgendwas nicht stimmte, hat eine Kollegin geklingelt. Oft war das auch der Fall, wenn einer drei, vier Flaschen Sekt ausgab. Die kannst du ja nicht allein mit dem Gast trinken. Also bin ich runter und habe gefragt, ob ich Gesellschaft leisten dürfe.

Lady

Gina Wildkatze

Gina Arnold, ursprünglich aus dem Frankfurter Raum, war die Chefin der Bar. 1974 war sie unter dem Namen Gina Wildkatze auch Hauptdarstellerin in einem Film, in dem es um die Bar ging. Passenderweise wohnte die Wildkatze im wahren Leben in Wildtal. In ihrem sexy Outfit ging sie dort einkaufen. Da haben die Leute ganz schön gegafft. Wie alt sie ist, hat sie nie erzählt. Ihr Lebensgefährte hieß Grünwald.

Gina war ein guter Mensch, nur geschäftlich knallhart. Wenn sie Geburtstag hatte, war die Freiburger Prominenz zu Gast. Sie war sogar mit dem Kripochef befreundet. Gina erschien bei uns immer gegen Mitternacht, da kam sie reingeschwebt mit ihrem langen, weißen Nerzmantel. Sie blieb bis zur Abrechnung.

Drogen gab es bei uns nicht, auch keinen Joint. Darauf hat die Gina geachtet. Sie sorgte auch für eine gute Mischung der Mädchen. Blond, braun, rot, dünn, kräftiger, Mulattin, Deutsche, alles. Da war für jeden Geschmack etwas dabei. Der Laden lief gut und Gina war uns Mädchen gegenüber großzügig mit Geburtstagsgeschenken: Schmuck, Gläser, Kerzenleuchter, einen Jugendstil-Spiegel habe ich auch mal von ihr bekommen.

Zu Ginas Begräbnis konnte ich nicht, aus gesundheitlichen Gründen. Das hat mir schon gestunken. Ihr Mann, der inzwischen auch gestorben ist, hat die Geschäftsführung dann übernommen. Davor hatte er mich noch angerufen und mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, den Laden zu schmeißen. Aber ich habe mich nicht getraut. Ich hätte sogar die Wohnung bekommen in Wildtal.

Rudi Carrell cc dpa

Prominenz

Prominente, die in Freiburg zu Gast waren, pflegte Gina in die Playboybar einzuladen. Die Jacob Sisters, alle vier, waren da und Karel Gott. Der hat der Gina immer einen großen Strauß Baccararosen mitgebracht. Netter Kerl. Was man von Roberto Blanco nicht gerade behaupten kann. Die meisten von uns empfanden ihn als Nervensäge. Ich will das gar nicht erzählen, was der sich alles geleistet hat. Er meinte, es drehe sich alles nur um ihn. Hat sich wahnsinnig produziert, der Mann.

Der Dieter Thomas Heck war auch da, eher so von oben herab. Den kann ich heute noch nicht leiden. Anders dagegen war Rudi Carrell, nämlich echt lustig. Mit dem Carrell haben wir eine Menge Quatsch gemacht, unten, in der Sektbar beim Schwimmbad.

Roberto Blanco cc dpa

Flirten ja, Sex nein

Für uns 15 Mädchen hatte Gina echte, weiße Nerzbikinis nähen lassen. Und unechte vom Ozelot. Unser Ziel war es, mit den Männern ins Gespräch zu kommen und zu fragen, ob sie nicht Lust haben, eine Runde schwimmen zu gehen oder mit uns was zu trinken. Sex war nicht erlaubt. Wir wohnten zwar zu dritt oben im Haus, aber Männer durften wir nicht mit hochnehmen, sonst wären wir rausgeflogen. Da war Gina streng.

Außerdem hatte ich ja einen festen Freund. Rumgeflirtet hat man natürlich schon. Es ging darum, den Männern eine Traumwelt vorzuspielen. Eine Traumwelt mit Grenzen: „Wenn du mehr willst, musst du schon in die Arenabar gehen, tut mir leid.“

Gina Wildkatze

Tagsüber schlief ich. So ein Nachtjob ist anstrengend. Manchmal passiert stundenlang gar nichts, und dann musst du um 1 Uhr total präsent sein, wenn sie plötzlich kommen. Die Flasche Schaumwein, Blanquette de Limoux, gab's für 150 Mark oder 200 Mark. Das war so ein süßer, aber gut. Der war bekömmlich, du musstest ja viel davon trinken.

Du konntest nicht einfach reinkommen und ein Wasser bestellen. Du musstest schon ein Gedeck nehmen, Bier und Cognac etwa. Stammkundschaft bekam vielleicht mal nen Mokka. Nach Feierabend fuhren wir meist noch gemeinsam irgendwohin. Frühstück an der Autobahnraststätte Freiburg-Nord. Da kannten wir eine Abkürzung durch den Wald, war natürlich verboten.

Party mit Doppelplattenspieler

Freitag war Pärchentag. Da war ich für die Musik verantwortlich. Gina gab mir Geld und einmal im Monat ging ich zum Lauber. In diesem Musikgeschäft hörte ich mir stundenlang Platten an und suchte die besten fürs Playboy aus. Die habe ich heute noch. „Butterfly“, „Es geht eine Träne auf Reisen“, Klassiker. Aufgelegt habe ich oben, hinter der Theke. Da war Party, es war knackevoll. Auch den Frauen hat das gefallen.

Gina Wildkatze

Männer

Während meiner Zeit in der Playboybar habe ich sie gut kennengelernt, die Männer. Man kann schon schönes Theater kriegen, wenn sich einer in dich verguckt und du ihm klarmachen musst, dass es keinen Sinn hat. Es gab Eifersuchtsszenen. So mancher wollte mit mir durchbrennen und hat mir was vom Pferd erzählt, von wegen, er hat eine Villa, einen teuren Sportwagen und so.

Ich hatte mal einen Freund von der Sicherungsgruppe Bonn. Das war zur Baader-Meinhof-Zeit. Ich hatte ihn in der Bar kennengelernt und wunderte mich, warum er immer seinen Mantel anließ, einen Trenchcoat, wie der von Humphrey Bogart. Einmal öffnete er den Mantel. Der Halfter mit der Pistole kam zum Vorschein. Er sagte: „Ich musste erstmal testen, ob ich dir vertrauen kann.“ Man erlebt schon einiges. Aber man durfte sich nichts anmerken lassen.

Gina Wildkatze

Eifersucht meines damaligen Lebensgefährten Schorsch? Na ja, der hat ja selbst im Nachtleben geschafft. Klar habe ich geflirtet, das war nun mal mein Job. Das war manchmal schon grenzwertig, es gibt ja auch viele gutaussehende Männer. Was die Damen im Playboy nach Feierabend abmachten, ging niemanden was an. Aber Gina durfte es nicht mitbekommen.

Ambiente

Im Keller gab es ein toll eingerichtetes Schwimmbad, das Becken war vielleicht 30 Quadratmeter groß. Ledermöbel, rote Vorhänge, Nischen, die Sektbar. Wir hatten auf von 21 Uhr bis um 4 Uhr, später auch bis um 5 Uhr. Oben stand eine normale Bar mit Tischen ringsrum. Da saßen die Mädels an den Barhockern. Später wurde ausgebaut. Im zweiten Stock entstand ein Fernseh- und Aufenthaltsraum. Alles etwas verschnörkelt, wie das eben so ist in solchen Lokalen. Vor der Toilette war der Schminkraum.

Playboy

Das prüde Freiburg

In den 1970er Jahren beurteilte es die Zeitung als Skandal, als wir im Playboy oben ohne auftraten. Das gab einen Aufschrei! Da hast du gemeint, die Welt geht unter. Heute lacht man über so was. Manchmal malte ich uns obenrum auch an. Glimmer und Glitzer. Und der Gilla habe ich jeden Tag mit dem Lockenstab die Haare gemacht und sie geschminkt. Die arbeitet da heute noch und wahrscheinlich schläft sie immer noch so lange. Ich habe nie so lang gepennt. Durch die Stadt bin ich stolziert. Mit schwarzen Haaren, auch mal mit blonden oder roten.

Das freizügige Freiburg

Es gab schöne Nachtlokale in der Stadt: Den Scotchman, oder das Traber, ein Stripteaseschuppen mit Sex. Außerdem die Regina-Bar. Im April war da immer Showtanz mit Thailänderinnen drin. Und unten drin der Würschtlepuff. Das war ein interessanter Treff fürs Freiburger Nachtleben. Und die beste Grill-Wurst der Stadt gabs dort. Egal, wo ich später geschafft habe, ich bin immer in diese Nacht-Lokale reingekommen, ohne angepöbelt zu werden.

Playboy

Austeilen und Einstecken

Es hat mir Spaß gemacht, in der Bar aufzupassen, Verantwortung zu übernehmen. Ich hatte immer alles im Blick. Der Job war auch nicht ohne. Du hattest auch mal ausfallende Gäste, die Theater machten. Wir mussten zum Beispiel mal früher schließen, weil der Grünwald angerufen hat. Der sagte: „Die Zigeuner von Freiburg gehen in die Lokale und machen Selbstbedienung.“ Einmal musste ich auch einer Kollegin ne Backpfeife verpassen, die kam schon stockbesoffen ins Geschäft. Die hatte auch was genommen.

Manchmal ist so ein italienischer Zigeuner zu uns gekommen. Der hat mich immer Hatle genannt, das heißt übersetzt Has. „Dich erwisch ich noch“ hat er als gesagt. Den kriegte keine aus dem Lokal raus. Aber ich schaffte es irgendwie. Ich habe halt auch eine brutale Ader. Das Schaustellergewerbe, in dem ich später war, ist ja auch knallhart. Mich greift niemand an.

Ich habe die Männer um den Finger wickeln können, aber ich habe auch manche Sachen büßen müssen. Ich bin gewürgt worden aus Eifersucht. Auch eine Morddrohung bekam ich.

Playboy

Abschied

Als ich Gina sagte, dass ich gehe, hat sie mich in den Keller geholt und Rotz und Wasser geheult. Das werde ich nie vergessen. Ich war so was wie die gute Seele vom Playboy. Ich bin dann mit einem Mann in die Fremde gegangen, der war Schausteller mit einem großen Festzelt. In diesem Gewerbe verdiente ich von da an mein Geld. Ich war fürs Personal zuständig und schaffte an der Theke, während nebendran die Showband spielte.

Wir tingelten über die Messen, Mannheim, Heidelberg, später Norddeutschland. Ich war seitdem nicht mehr drin im Playboy. Oft will ich meine Freundin mit reinnehmen, um zu schauen, wie es da drin heute so aussieht. „Da frisst dich niemand“, sag ich dann zu ihr. Aber sie kneift und ich bin auch nicht mehr so gut zu Fuß.

Elfen und Engel

Die sammle ich. Jeder hat einen Schutzengel. Ich habe einen guten. Das hat mit Esoterik nichts zu tun. Ich glaube einfach an Phänomene, die man sich nicht erklären kann. Man sagt ja, Libellen sind Elfen. Ich war schon immer fürs Mystische. Passt eigentlich gar nicht, das eine zum anderen, oder? Na ja, das eine ist sinnlich, das andere übersinnlich.

(Fotos: 1, 2, 5, 6 und 7 von Lady; 2 , 3 cc dpa)  




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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 36
Dienstag, 13.01.09 18:46
 

roberto blanco und rudi carrell in der tittenbar ist ne komische vorstellung. die brd ist lange her.

Dienstag, 13.01.09 19:05
 

schöner Bericht! wie sieht es denn da heute aus?

Dienstag, 13.01.09 19:23
 

Hab als Zivi damals mit Oberarzt und Stationsarzt, einen Run durch die City gemacht. Als wir 3 dort reingehen wollten, hab ich mich auf der Sohle wieder rumgedreht, die Frauen haben einen eher vertrieben, als einladend gewirkt.- Grauenvoll.

Dienstag, 13.01.09 19:27
 

sag mal Ralph, wo warst / bist du nicht zugegen? unglaublich.... ;)

Dienstag, 13.01.09 19:52
 

un schüchtern isser, unser ralph...

aber klasse bericht (wobei meine ehemaligen geschichtsdozenten jetzt die hände übern kopf zusammenschlagen und laut "kritisch mit oral history umgehen!" schreien würden)...wollen wir mal aber heut nich so eng sehen...

aber mehr davon, das städtle hat ja doch schon ne lange vergangenheit...

ach ja, wer findet das torrent-file;-)?

Dienstag, 13.01.09 20:02
 

herrlich, bei der imdb is der film "gina wildkatze" als drama registriert...

http://www.imdb.com/title/tt0795542/

Dienstag, 13.01.09 20:05
 

scheisse, das isn drama. da war ich jetzt wohl zu notgeil unterwegs...ich stell mich ja schon in die ecke und schäme mich...

peinlich peinlich...

Dienstag, 13.01.09 20:06
 

@ Moel:
Hab Freiburg ja auf mehreren Wegen und Etappen kennen-schätzen und lieben gelernt. Über viele Jahre, und bei vielen Ereignissen.

svw: suche

Dienstag, 13.01.09 20:09
 

Rosenmontag 1995 war auch so "ein schöner Tag" ;-)

Dienstag, 13.01.09 22:08
 

Endlich mal wieder ein richtig unterhaltsamer Bericht! Daumen hoch!
Hach das waren noch Zeiten, als es noch Ozelot-Imitat-Bikinis und Würschtlepuffs gab...

Mittwoch, 14.01.09 09:17
 

Toller und interessanter Bericht. Bitte mehr von diesen zeitgeschichtlichen Themen.

Das der kubanische Breitmaulfrosch ein Depp ist überrascht nicht wirklich.

Mittwoch, 14.01.09 09:21
 

danke für diesen bericht, david!!
zu geil: würschtlepuff und herrengedeck :-D :-D :-D

Mittwoch, 14.01.09 09:23
 

...mehr von solchen Berichten alter Freiburger Institutionen.

Mittwoch, 14.01.09 09:29
 

Fand den Laden immer gut - wenn es einen dahin verschlagen hat, war meistens eh schon Land unter, und wo sonst reden in so einem Zustand sonst noch nette Mädels mit einem? ;-)

Mittwoch, 14.01.09 09:35
 

Dieter Thomas Heck lässt sich sein Gepäck vom Bahnpersonal tragen, habs selbst gesehen.

Mittwoch, 14.01.09 12:43
 

Hey cooler Bericht, auch wenn ich den Laden noch nie von innen gesehen habe. Irgendwie wollte meine Damenbegleitung nie mit rein *ggg*. Entweder kenn ich die falschen Frauen oder hab allein zu viel Angst ;-).

Mittwoch, 14.01.09 12:51
 

Schön zu lesen, finde ich auch. Wurde aber auch Zeit nach der Weihnachts- und Silvester-Flaute!

Mittwoch, 14.01.09 13:34
 

Was mich mal interessieren würde: Gibts die legendäre Pool-Landschaft der Playboybar, die es 1968 sogar samt Gina in eine Fotostrecke in den "Stern" schaffte, eigentlich noch? Nein, ich will nicht reingehen, um es selbst festzustellen.

fudder-fan
Mittwoch, 14.01.09 15:40
 

Klasse David, super Artikel !!!

kus
Mittwoch, 14.01.09 15:49
 

stimmt! :)

Mittwoch, 14.01.09 17:56
 

Genau so war sie die Gina, eine Power-Geschäftsfrau mit Stil, Verstand aber dem Herz am rechten Platz.

Das die Gilla noch immer da ist wundert mich nicht, sie ist mit dem Playboy schon immer eins gewesen.

Mittwoch, 14.01.09 18:00
 

@Kapitän Bromf die Pool - Landschaft gibt es mit Sicherheit auch heute noch. Es hatte sich in all den Jahren nichts geändert ausser der Umbau oben und das ist mit Sicherheit auch heute noch so. Es ist ja auch ein Stück Gina was in dieser Bar weiter lebt ;)

Mittwoch, 14.01.09 20:39
 

Muss wirklich eine Institution gewesen sein, mein Opa erzählt noch heute von der Gina-Bar und bekommt einen ganz verklärten Blick...

Donnerstag, 15.01.09 07:20
 

Jetzt weiß ich endlich was drinnen ist. Also kein Puff. Wenn ich im Cinemaxx rüber geschaut habe und gefragt habe, was da genau drinnen ist, wollte keiner etwas wissen.

Na, kann ich als Frau meine Badesachen da auch mitnehmen? :-D

Donnerstag, 15.01.09 09:20
 

Huren haben lt. Gesetz mehr Rechte als der Kassenarzt, Sittenwiderigkeit gibt es nicht

Bürgerliches Gesetzbuch

Buch 1 Allgemeiner Teil(§§1-240) Abschnitt 3-Rechtsgeschäfte (§§ 104-185) Titel 2-Willenserklärung (§§ 116-144)

Sittenwideriges Rechtsgeschäft; Wucher

(1) Ein Rechtsgeschäft, das gegen die guten Sitten verstößt, ist nichtig.

(2) Nichtig ist insbesondere ein Rechtsgeschäft, durch das jemand unter Ausbeutung der Zwangslage, der Unerfahrenheit, des Mangels an Urteilsvermögen oder der erheblichen Willensschwäche eines anderen sich oder einem Dritten für eine Leistung Vermögensvorteile versprechen oder gewähren lässt, die in einem auffälligen Missverhältnis zu der Leistung stehen.

Hinweis:
Beachtet das Gesetz zur Regelung der Rechtsverhältnisse der Prostituierten (Prostitutionsgesetz- ProstG) vom 20.12.01 (BGBI I.S 3983), in Kraft getreten am 01.01.02 mit folgendem Wortlaut:

§1

Sind sexuelle Handlungen gegen ein vorher vereinbartes Entgeld vorgenommen worden, so begründet diese Vereinbarung eine rechtswirksame Forderung

(Lt. BSG können "Vertragsärzte" dieses Recht nicht für sich beanspruchen, bezogen natürlich auf "ärztliche" Handlungen. Sie können gegenüber dem Patienten keine rechtswirksame Forderung geltend machen, SIE DÜRFEN NICHT:
Das Gleiche gilt, wenn sich eine Person, insbesondere im Rahmen eines Beschäftigungsverhältnisses, für die Erbringung derartiger Handlungen gegen ein vorher vereinbartes Entgelt für eine bestimmte Zeitdauer bereithält.

§2

Die Forderung kann nicht abgetereten und nur im eigenen Namen geltend gemacht werden
(der "Vertragsarzt" MUSS mit der Zulassung alle Forderungen an die KV abtreten) Gegen eine Forderung gemäß §1 Satz1 kann nur die vollständige, gegen eine Forderung nach § 1 Satz 2 auch die teilweise Nichterfüllung, soweit sie die vereinbarte Zeitdauer betrifft, eingewendet werden. Mit Ausnahme der Erfüllungseinwandes gemäß des § 362 des BGB und der Einrede des Verjährung sind weitere Einwendungen und Einreden ausgeschlossen.

§3

Bei Prostituierten steht das eingeschränkte Weisungsrecht im Rahmen einer Tätigkeit der Annahme einer Beschäftigung im Sinne des Sozialversicherungsrechts nicht entgegen.
(der "Vertragsarzt" ist abhängiger von der KV als jeder Angestellter in diesem Land von seinem Arbeitgeber.


Donnerstag, 15.01.09 09:27
 

@ Ralph

bist du aus der Branche ?

(ich meine natürlich "Kassenarzt" !!!)

Donnerstag, 15.01.09 09:36
 

äpfel und birnen...

Donnerstag, 15.01.09 09:37
 

Ralph, 38, Huren- und Kassenarztexperte ;-)

Donnerstag, 15.01.09 11:12
 

...wann wurde die letzte Hexe im Sauerland verbrannt?

Donnerstag, 15.01.09 11:45
 

als sich Ostwig und Nuttlar gegenseitig die Osterfeuer ansteckten

Donnerstag, 15.01.09 11:49
 

...wo die Mädchen wilder als die Kühe sind, gell? ;-)

Donnerstag, 15.01.09 12:22
 

Jau! :-)))))))))))

Freitag, 16.01.09 12:35
 

Folgendes wäre für Freiburg auch eine Sensation:

Ulla Schmidt arbeitete im Mileu, in Aachen.

Im Mai 2003 stellt sie die Eckpunkte einer Gesundheitsreform vor, die das Ziel hat, die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen zu senken. Auf Kritik ist besonders die Anfang 2004 eingeführte Praxisgebühr gestoßen. Obwohl von Ministerin Schmidt verkündet worden war, dass im Gegenzug zur Einführung der Praxisgebühr die Beiträge zur Krankenversicherung sinken würden sind diese seither im Gegenteil mehrfach erhöht worden. Schmidt hat auch den Gesundheitsfonds in der großen Koalition mit ausgehandelt, der ab 2009 mit einem einheitlichen Beitragssatz von geschätzten 15,5 % für die gesetzlich Versicherten zu einer Mehrbelastung führen dürfte.[2]

In der Ausgabe vom 13. März 1995 berichtete das Magazin Stern, dass Schmidt in ihrer Studentenzeit als Aushilfe in der Aachener Bar ‚Barbarina‘, die ihrer Schwester Doris Zöller gehörte, arbeitete. Bei einer Razzia in der Bar wurden 14 Pornofilme mit z. T. gewalttätigen Szenen sichergestellt. Schmidt äußerte sich dazu wie folgt: „Ich war Studentin und allein erziehende Mutter und musste Geld verdienen. Da war ich froh, dass ich einmal in der Woche bei meiner Schwester kellnern konnte.[3]“

Freitag, 16.01.09 12:50
 

HAHAHAHA geil, der klassiker "ich war jung und brauchte das geld"

wenn das stimmt, find ich die ulla gleich viel cooler.

Mittwoch, 21.01.09 09:34
 

"Endlich mal wieder ein richtig unterhaltsamer Bericht!"

jetzt steht heute also offiziell in der zeitung, dass es auf fudder wohl schon lange keinen gescheiten artikel mehr gab.

gratulation! :-D

taxidriver58
Sonntag, 01.02.09 15:21
 

Ja so war sie, die alte gemütliche Freiburger Nachtwelt, als die Huren noch im Opel Rekord an der Unterführung standen, es im Playboy nur Sekt und keinen Sex gab und trotzdem selbst Schweizer Gäste wegen des Nachtlebens hierherkamen. Da konnten dann auch das verdiente Stadtoberhaupt Stammgast im Pool bei Uta oder Gila sein - man stelle sich das mal vom heutigen OB vor !

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