Am Donnerstagabend versammelten sich Vertreter aller Freiburger Hochschulen im Audimax. Die große Mehrheit der 700 anwesenden Studenten stimmte einem erneuten Zahlungsboykott zu. Weitere Aktionen sind in Planung.




kurze frage: wird an der uni freiburg eigentlich die verwendung der semestergebühren offengelegt oder nicht?
"Um die Qualität des Studium zu garantieren und verbessern zu können, gibt es derzeit keine Alternative zu den Studiengebühren."
Haha...das ich nicht lache. Würde gerne mal wissen, was sich denn an der Qualität des Studiums verbessert haben soll. Die Räumlichkeiten sind die gleichen, bessere Tonanlagen in den Hörsäalen gibt es auch nicht. Ein Beamer kostet wohl auch nicht die Welt. Werden erfahrene Pädagogen als Tutoren zur Verfügung gestellt? Nein. Auch die gleichen mit wohl dem gleichen scheiß Lohn und die meisten kann man sich echt schenken, da man nach 2 Min einschläft.
Wo sieht man denn die qualitativen Verbesserungen an der Freiburger Uni?? Also deutlich bitte. An der veralteten und unübersichtlichen Homepage der Uni kann ich z. B. nichts erkennen.
Ich kann nur hoffen, daß endlich mal alle Studis den Arsch hoch kriegen und sich wehren statt sich von Mami und Papi den Arsch pampern zu lassen. Protest statt Party.
Übrigens...wo bleibt denn das Rettungspaket für die Unis, wenn die qualitativ so schlecht dran sind. Frau Merkel, hätten Sie nicht eben mal ne Millarde übrig??? Ach, ich vergaß, die wurde ja schon als Bonuszahlung zu den sowieso schon übertriebenen Managergehältern ausgezahlt.
@ flaminghomer:
http://www.studium.uni-freiburg.de/service_und_beratungsstellen/studiengebuehren/verw[..]
Gab ja schon diverese Zahlungsboykottaktionen, die alle an mangelnder Beteiligung gescheitert sind. Allen geht es ja so gut. Die, die nicht studieren können, weil sie nicht wie andere mal 1200 Euro im Jahr abdrücken können, können beim Boykott nicht mitmachen; diejenigen, die beim Boykott mitmachen, können sich die 1200 offenbar leisten. Ich glaube nicht, daß die Boykottbefürworter dermaßen solidarisch weitdenkend sind. Ein Schelm, wer dahinter eher eine Studentenvertreterbespaßungsaktion vermutet.
SVW: eigne
Genau: eine eigne Meinung zu haben ist nicht schwer, sie durchdacht zu haben, Luxus.
Bei obigen Artikel sollte angemerkt werden, dass die Gegenseite nicht (nur) aus den Rektoren besteht - schließlich richtet sich der Boykott der Studiengebühren nicht gegen die Hochschulen, sondern gegen die Erhebung derselben seitens des Landes.
Beim Thema Studiengebühren bin ich hin- und hergerissen. ... Ich hätte gerne einen noch besseren Überblick beim "Verwendungszweck" ... es steht zwar da, wieviel Geld die jeweiligen Fakultäten bekommen haben, aber warum zum Beispiel bei den Philologen "nur" ~ 60.000 Öken bei 1,7 Mio. Euro laufenden Studiengebühren für die Lehre investiert werden sollen ... das würde ich gerne wissen. Bzw. was genau wird mit dem restlichen Geld finanziert? Leider funktionieren die Seiten mit den ausführlichen Informationen ja nicht *räusper*
Bei "meinem" FrankreichZentrumMaster wissen wir, dass von unseren Studiengebühren HiWiStellen und bestimmte Kurse finanziert werden, die sonst nicht angeboten werden würden.
TAUSEND Euro pro Semester wären angemessen, und wer morgens
auch mal aufsteht, der packt das Studium auch in der Hälfte der Zeit.
Aber die faulen Hosenlotzies wollen eben lieber lange pennen, feiern
, blöd rumlabern und kostenlos „Studieren“
Eigentlich müsste das Semester FÜNFtausend Euro kosten, wenn ich denke
was die hohen Bänker so verdienen ……*lol*
...un Vorlesung ab 6.30 Uhr, dass die faule Sägge au mol früh uffstehe müsse und danach solle se Schaffe und Stroß reinige oder aldi Leut pflege.
Immer nur bschwere un anständige Harz IV Leut uf de Tasche liege!
@exfr: ich komme mit Vorlesungen und Lernen auf eine 60-Stunden-Woche. Wer sein Studium ernst nimmt hat nicht die Gummibärchen-Anforderungen eines 9-to-5-jobs.
An Protestler:
Das Rettungspaket von unserer Bundeskanzlerin an die Banken kannst du damit ueberhaupt nicht vergleichen. BEvor du unwissend so etwas dahin redest solltest du wissen, dass das Geld nicht in die ohnehin schon dicken Geldbeutel der Manager fliesst, sondern allein nur fuer die Rettung der Banken gedacht ist (war), damit der Buerger der sein Geldangelegt hat, dieses nicht verliert (darunter gehoerst du wahrscheinlich nicht, denn du musst ja all die Gebuehren zahlen).
Diese Anti-Studiengebuehrenbewegung macht auf mich einen extrem spaetpubertierenden Eindruck: Hauptsache dagegen sein, es muss ja noch zwischen dem ganzen Feiern und Faulenzen eine sinnvolle Beschaeftigung geben, in der man wenigstens etwas aktiv ist. oder etwa nicht?
http://jetzt.de/texte/anzeigen/453364/1/1 #texttitel
hier wird an manchen Unis sogar was halbwegs sinnvolles mit den Studiengebuehren gemacht....
Warum die Uni Freiburg in dieser Auflistung fehlt?
Bilanz seit Studiengebuehreneinfuehrung:
Mensa: Teurer (ueber Inflation hinaus)
UB: Abgerissen und massiv verkleinert
Fachbibliotheken: ueberfuellt
Semesterticket: Teurer (ueber Inflation hinaus)
Verwaltungsbeitrag: Unveraendert
studentische Moeglichkeiten (Schluesselqualifikationen): unveraendert (Sprachkurse sind sogar ebenfall teurer geworden)
Gebaeude: Unveraendert (ausser der Institutsmensa, aber da seh ich auch keinen Zusammenhang zu den Gebuehren)
Aber tolle neue LCD-Werbemonitore vor den Saelen. Mit Werbung. Wow!
Und ein paar neue Buecher fuer den Praesenzbestand. Ist aber kien Platz um sie zu lesen...
Dieser "Lehre-Preis", ein Witz, interessiert sich kein Prof fuer (ist auch zu schlecht fuers Image gut in der Lehre zu sein)
Einzig ein paar mehr Tutoren und Hiwis ham sie eingestellt. Das macht ja auch Sinn, nur ist das imho immer noch nicht effiziente Verbesserung der Lehre...Naja...aber boykottieren zum jetzigen Zeitpunkt...ich weiss ja nicht, kann mir keinen Erfolg vorstellen...
Gegen die Studiengebühren hätte man vor Jahren standhaft vorgehen müssen. Damals wurden "radikalere" Stimmen nicht gehört oder übergangen. Dann kamen die Gebühren, natürlich, und alles was jetzt passiert ist leider wirklich nur trendige Poppolitkultur, die ich nicht mehr ernst nehmen kann.
Da lohnt sich derzeit ein Blick nach Italien, wo es Schüler, Studenten und Arbeiter zusammen auf die Straße schaffen und nicht nach zwei Demos und drei VVs die Lust verlieren.
Trotz allem wünsch ich den Boykottieren viel Erfolg!
Die Stellen für die Lehre aus Studiengebühren kann man ebenfalls vergessen: lausig bezahlt, bei Professoren schlecht angesehen, Überstunden ohne Ende, reine Ausbeuterei!!
Die Dozenten werden mit einem befristeten Arbeitsvertrag, einem Hungerlohn von knapp über 1000 Euro netto und einer mehr als Vollzeitstelle (75% Arbeitszeit auf dem Papier!) abgespeist, eine BODENLOSE FRECHHEIT, besonders für eine "Elite"-Uni!
Wer schon vorher wissen will, wie sich der Uni-Betrieb zum Arbeiten "anfühlt", dem kann ich nur folgendes Buch empfehlen: "Der Zirkel" von Dietrich Schwanitz, dem Autor von "Bildung". Alles die reine Wahrheit!
.... für den Wissenschaftsnachwuchs ebenfalls DRINGEND zum Lesen empfohlen:
http://www.sciencegarden.de/content/2006-02/wenn-wissenschaft-krank-macht
Wenn die Freiburger Uni ihre Leute weiterhin so verheizt, wird die Freiburger Uni nie zur "Elite"-Uni, geschweige denn zu einer gesunden Institution.
Ändert was!
manche Leute können sich hier ihre Stammtischparolen ruhig mal verkneifen... die Studiengebühren sind nur einer der vielen Verfehlungen der Politik in Sachen Bildung. Statistisch durch PISA und Co schon längst bewiesen: das selektive Schulsystem sortiert schon lange nicht mehr nach den Kategorien "fleißig - faul" oder "schlau und doof" aus, was schon schlim genug wäre, nein, die Kriterien heißen "arm und reich" "sozial schwach und sozial stark"- wer welchen Schulzweig besuchen darf, ist ja wohl jedem klar?! Kinder aus Akademikerhaushalten haben eine vielfach höhere Chance, eine Uni zu besuchen, als Kinder aus nicht- Akademiker-Haushalten. Ist das nicht unfair? Und die Fortsetzung? Ein Student mit sozial schwachem und nicht finanziell vermögendem Elternhaus wird es sich zweimal überlegen, ob er eine Ausbildung mit Gehalt absolviert oder mindestens 6 Semester lang für 3000Euro studiert... ob er das Studienfach wechselt und nochmal nach zwei Semestern bei Null startet, da ihm der aktuelle Studiengang nicht zusagt, oder ob er gleich das Studium schmeist... ob er als Germanist, Sozialarbeiter, Förster etc. mit Schulden in sein achso "priviligierten und gut bezahlten" Akademikerberuf mit Schulden starten möchte (siehe erhebliche Zinserhöhungen der KfW-Bank dank Spekulationen der Banker...) oder das mit dem Studium lieber gleich sein lässt. Konsequent wäre nur noch die Einführung des Schulgeldes.
Und da Deutschland sonst keine nennenswerten Vorkommen wie Öl, Gold etc. hat, ist das Land eben auf die Bildung als "Rohstoff" angewiesen, schon allein aus wirtschaftlichen und nicht mal idealistischen Gründen. Doch leider liegt, nach OECD-Studien, Deutschland weit hinten im Vergleich, was die Ausgaben für Bildung betrifft. Und das in einem der reichsten Länder der Erde... darum sind Studiengebühren kein eliteres oder Randgruppenproblem, sondern ein gesellschaftliches. Weil jeder Bürger die freie Wahl und vorallem die CHANCE haben sollte, ein Studium beginnen oder es seinen Kindern ermöglichen zu können! Darum geht es auch ganz Freiburg als Hochschul-Metropole etwas an und alle sind eingeladen, sich an der Gebührenfrei-Kampagne zu beteiligen!
Quellen: http://www.bpb.de/wissen/G4JM72 ,0,0,Bev%F6lkerung_nach_Bildungsabschluss.html
http://www.oecd.org[..]