Bewegtbilder live übertragen, egal wo man ist! Das Freiburger Unternehmen Zaplive bietet einen Dienst an, mit dem ihr über das eigene Handy Fernsehbilder ins Netz streamen könnt. Wie das funktioniert, erklärt Nikolai.

Nun ist auch die letzte exklusive Bastion der "traditionellen" Medienhäuser gefallen: Die mobile Live-Berichterstattung in Bild und Ton benötigte bis vor wenigen Jahren noch mindestens einen gut ausgestatteten Übertragungswagen. Unternehmen wie das Freiburger Zaplive, mitverantwortlich auch für die erste Eishockey-Übertragung auf fudder, macht die Live-Sendung vom Handy aus möglich. "Obwohl wir mit Datenraten von unter 100 Kilobit pro Sekunde arbeiten, lassen sich da, zumindest aus unserer technischen Sichtweise, schon ziemlich erstaunliche Ergebnisse erreichen", findet Christian Steiger, Geschäftsführer von Zaplive. "Das gilt natürlich vor allem für die Übertragung per WLAN, aber auch die Qualität bei UMTS-Übertragung ist überraschend gut."
Die Nutzung des kostenlosen Services funktioniert momentan allerdings nur mit einer beschränkten Auswahl an aktuellen Modellen, vor allem von Nokia, Panasonic, Samsung, Sony Ericsson, LG, Lenovo und Motorola. Zur Installation der von Zaplive bereitgestellten Streaming-Software muss das Gerät außerdem mit dem Betriebssystem Symbian OS laufen.
"Etwa ein Sechstel aller Übertragungen auf Zaplive kommen derzeit vom Handy, Tendenz steigend", so Christian Steiger. "Dabei wird momentan noch viel ausprobiert, viele Übertragungen sind Testvideos aus den eigenen vier Wänden. Auch aus dem Ausland wird der Service genutzt, wir haben Streams aus Indien, Venezuela, Spanien oder Peru."


Markus Huendgen von der WAZ hat kürztlich mit dem Handy von einer NPD-Demo gestreamt: click
@Andrés: Natürlich hast du Recht, mobile Broadcasting birgt viele rechtliche Konflikte. Aber das ist ja eigentlich bei allen neuen digitalen Technologien der Fall