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Porto per SMS - Postsendungen mobil frankieren

Passionierte E-Mail- und SMS-Tipper begegnen dem Problem eher selten, um so härter werden sie dann beim Briefe- oder Kartenschreiben von der Realität eingeholt: Nie ist eine Briefmarke in Reichweite, um das mühsame Ergebnis handschriftlicher Schwerstarbeit zu frankieren. Niko testete den Abhilfe schaffenden SMS-Frankierservice der Post.



Briefe und Karten zu bekommen ist viel schöner, als eine E-Mail oder bloß eine schnöde SMS. Doch wer bekommen möchte muss auch schreiben, und da ist der Haken an der Sache. Denn für die spontan verfasste Gratispostkarte aus der Kneipe, den mit frischem Elan gefassten "Heute schreibe ich endlich der Oma zurück"-Plan oder den Liebesbrief von der Parkbank ist nie eine Briefmarke da – Grund genug das Schreiben ganz zu lassen.

Die Post hat sich für die Lösung des Fehlende-Briefmarken-Problems schon einiges einfallen lassen. Sollte sich die Fertigstellung des zu verschickenden Dokuments mal verzögern, kann man auch nachts um drei noch Porto an den vereinzelt aufgestellten Briefmarkenautomaten erwerben. Und für noch faulere Postkunden gibt es einen Online-Frankierservice, mit dem man sich die Briefmarken zu Hause ausdrucken kann.



Auch für den Fall des faulen Kunden ohne Drucker oder unterwegs haben die findigen Postler einen Ausweg gefunden: die Frankierung per SMS. Dazu schreibt man eine SMS mit dem Kennwort "Brief" beziehungsweise "Karte" an die Nummer 22122. Sehr schnell bekommt man eine Rück-SMS mit einer zwölfstelligen Nummer, die man anstatt der Marke handschriftlich auf den Brief oder die Karte überträgt: Frankierung abgeschlossen. Die Kosten betragen 95 Cent für einen Standardbrief und 85 Cent für eine Postkarte, zuzüglich der SMS-Gebühren. Der Service liegt preislich also mehr als 40 Cent über den Kosten für eine herkömmliche Briefmarke und ist damit eher eine Notlösung.

Die Post selbst wirbt, dass man seine Sendungen jetzt überall frankieren kann: "Ob am Strand, im Café oder in der Wildnis". Bei letzterem wird das Fehlende-Briefmarken-Problem allerdings mindestens gleichwertig durch das Fehlender-Briefkasten-Problem ersetzt. Eines bleibt nämlich trotz tollem neuen Service keinem Verfasser erspart: Der Weg zum Briefkasten kann mit den heute aktuellen Technologien leider noch nicht ersetzt werden.








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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 9
Dienstag, 02.09.08 11:10
 

keine Briefmarke? mir doch egal.


Empfänger zahlt. :D

Dienstag, 02.09.08 13:41
 

"Empfänger zahlt" - Wie funktioniert das eigentlich, muss man das dann auch draufschreiben? Und geht das auch mit Postkarten und Briefen? Denn dann müsste man ja zu Hause sein wenn die ankommen, oder schleppt der Postbote die dann tagelang wieder mit zurück und am nächsten Tag wieder hin?

Dienstag, 02.09.08 14:03
 

ich hab keine Ahnung und das war natürlich nur ein Spaß.

Aber du schickst den Brief die Karte ab ohne Absender.

Dann wird er zugestellt. (Soweit ich weis)

Dienstag, 02.09.08 21:13
 

Und? Funktioniert das auch? Die Idee ist cool. Aber teuer ist das Angebot schon

Dienstag, 02.09.08 21:42
 

uiui...wofür soll mein Handy denn noch dienen? Kommt eigentlich noch jemand auf die Idee, damit auch einfach mal zu telefonieren? Oder anders gefragt - schreibt noch irgendwer überhaupt Briefe??

Markus S.
Mittwoch, 03.09.08 01:22
 

Fraglich ist wohl eher, ob mancher Post(mitarbeiter/beamter) etwas mit den zwölf Ziffern anzufangen weiß, nachdem die Mitarbeiterin einer mittlerweile geschlossenen Postfiliale kürzlich nicht einmal wusste, was eine Packstation ist. Ich finde das SMS-Porto übrigens eine ebenso geniale Idee wie Online-Porto und die Packstationen. Aus der alten Post entwickelt sich ein regelrecht moderner Konzern. Prima, weiter so Herr. Dr. Appel

Mittwoch, 03.09.08 08:13
 

"schreibt noch irgendwer überhaupt Briefe??"

ja ... ich ... sogar öfters ... wobei ich das Glück habe, dass neben dem Postkasten meines Vertrauens auch ein Briefmarkenautomat steht.

Doe Kosten für den SMS Service sind aber Hammer ... 95 Cent plus SMS Kosten, macht 1, 14 Euro ... uiuiui ... dann lieber zum Automat latschen und 2 Standardbriefmarken für das Geld ziehen.

P.S.: Die Post ist wenig erfreut, wenn man einen Brief mit den "Wechselgeldmarken" zuballert

Mittwoch, 03.09.08 10:56
 

@Blubbr: werde heute ne Karte mit handschriftlicher Nummernbriefmarke verfassen, berichte dann wie gut das ging.

"Fraglich ist wohl eher, ob mancher Post(mitarbeiter/beamter) etwas mit den zwölf Ziffern anzufangen weiß,..."

Wird glaube ich, genau wie die PLZ, elektronisch erfasst. Außer man haut so ne richtige Sauklaue raus, aber immerhin sind es ja deine 95 cent, deshalb bemüht man sich denke ich von selbst um eine saubere schrift.

Mittwoch, 03.09.08 11:44
 

Ich lese grad bei der Post, dass es ein Pilotprojekt nur für Postkarten und Standardbriefe ist. Erspart mir also die Frage wie man in der SMS angibt, dass es kein Standardbrief ist sondern ein Kompaktbrief oder so, der mehr als 55 Cent kostet ... 20 Gramm hat man ja schnell mal überschritten. Wobei natürlich bei 95 Cent SMS Porto und 90 Cent Kompaktporto ... sollte man mal versuchen ... teste das doch mal LeNick, statt der Postkarte ;-)

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