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Fire Eagle: Sag mir, wo du bist

Fire Eagle ist Yahoo's neuer Service zur mobilen Nutzung verschiedener Webdienste. Erst füttert man den fire-eagle-Server per Handy mit den momentanen Positionsdaten. Auf diese Informationen können dann andere Services zugreifen - natürlich immer vom Nutzer kontrolliert.



Was fire eagle kann


Nach einer Anmeldung können Nutzer ihren derzeitigen Standpunkt an fire eagle schicken. Das funktioniert entweder per Handy (SMS oder automatisiert, beispielsweise mit Navizon), über Zweitanbieter (z.B. Facebook-Applikation) oder direkt auf der Website. Mit den Standortdaten können, vom User kontrolliert, eine Vielzahl von Services bedient werden – sei es ein Widget im Blog, eine Facebook-Applikation oder ein Plazes-Account.

So hält man Freunde und Bekannte über den derzeitigen Aufenthaltsort auf dem Laufenden oder lässt sich Informationen und Tipps zur Umgebung anzeigen. Dazu kann der Nutzer seine Standortdaten, von fire eagle vermittelt, verschiedenen Services wie Outalot.com, eKit.com oder Lightpole.net  zugänglich machen, die dann über die nächstgelegenen Restaurants, Geschäfte und Kinos informieren oder Reisetipps geben.



Auch für mobile oder ortsbezogene soziale Netzwerke bietet sich fire eagle an. Mit Brightkite.com kann man beispielsweise verfolgen, welche User sich an demselben Orte aufhalten, oder welche Freunde sich gerade in der Nähe befinden.

Eine Frage des Datenschutzes


Während sich Marketingstrategen die Hände reiben dürften ("Location-based Services"), schlagen Datenschützer diese wohl eher über dem Kopf zusammen. Yahoo geht offensiv mit den Bedenken um und versucht, diese auf der Website von vornherein auszuräumen. Man wirbt mit einem sicheren Server und absoluter Kontrolle der Nutzer über die persönlichen Daten. So kann man als fire-eagle-Nutzer festlegen, wie detailliert die Daten zu Yahoo übertragen werden sollen: Genauer momentaner Standpunkt, Nachbarschaft, Stadt, Region oder Land. Auch der Zugriff der Drittapplikationen auf die Daten kann leicht ein- und ausgeschaltet werden und muss regelmäßig von neuem bestätigt werden.



Fraglich ist trotzdem, dass die Daten nicht von fire eagle kontrolliert, sondern auch an Drittanbieter weitergegeben werden. Und wie der Datenschutz in deren jeweiligen Geschäftsbedingungen gehandhabt wird – darüber wird sich wohl, trotz kurzem Hinweis von Yahoo, kaum ein User informieren. Vorsichtshalber schließt Yahoo jedenfalls schon mal alle durch Drittanbieter entstehenden Schäden aus.

Hat der Nutzer das automatische Positions-Update auf seinem Handy angestellt und externen Applikationen den Zugriff erlaubt, dann kann man etwa auf dem Blog oder bei Facebook bequem die Route nachverfolgen. Fire eagle speichert zwar momentan nur den jüngsten Standort, kündigt aber schon mal an, dass die Speicherung der Bewegungsdaten bei Interesse der User bald möglich sein könnte.

Weiterentwicklung


Der Service baut auf die Entstehung einer Entwicklergemeinde, die weitere Services anbindet und selbst Nutzungsmöglichkeiten für die Daten entwickelt. Die Entwickler können über eine Schnittstelle auf die Daten zugreifen, müssen sich aber an einen von Yahoo vorgeschriebenen "Code of Conduct" halten. Dieser legt zum Beispiel fest, dass der User über die Verwendung seiner Daten informiert werden muss. Außerdem sind mobile Applikationen verboten, die den Standort des Nutzers zwar übertragen, dies aber auf dem Handy nicht kenntlich machen.







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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 4
Montag, 01.09.08 10:25
 

Muahahahaha... "Man wirbt mit einem sicheren Server und absoluter Kontrolle der Nutzer über die persönlichen Daten."
(außer ein Mitarbeiter der Firma verkauft mal seinen Laptop auf ebay oder lässt einen USB-Stick in der Bahn liegen, etc.).

Manchmal glaube ich, diese ganzen neuen Web 2.0 Dienste und Communities sind alle nur eine Erfindung von irgendwelchen datengeilen Überwachungsstaatfanatikern ins Leben gerufen.

Schöne neue Welt. :-(

Freitag, 05.09.08 10:50
 

Datemißbrauch ist ganz einfach zu testen.
Man nehme eine gmx Mail Addy und meldet sich auf der fragwürdigen Seite an.
Erster Schritt ist das man einen Fantasie Namen nimmt z.b Miracle Wipp und dann
kommen spätestens paar Tage später plötzlich Spammails die einen mit sehr geehrte Frau Miracle Wipp begrüßen.
Schon ist klar wo mit den Daten Unfug gemacht wurde.
Jetzt kann man diesen fragwürdigen Anbietern mit Klage drohen*g*

Das geilste was mir mal passiert ist, war ein Werbeanruf von AOL.
Meine Tel. ist in keinem Verzeichnis eingetragen und ich gib im Internet nie meine Festnetznummer an. Nun bleibt es nicht aus, wenn man seinen DSL Anbieter wechseln möchte man seine Nummer angeben muß.
Wir holten also ein Angebot bei Versa Tel ein, schlossen aber dann nichts ab weil es atraktivere Angebote gab. Kurz darauf kam der besagte Werbeanruf von AOL.

Guten Tag Frau blablabla, sie haben kürzlich an einer umfrage im Internet zum Thema DSL teilgenomen und angegeben das man mich für Umfragen anrufen darf.
Sagte ich, "ah ist ja interessant" und ließ den netten Mann weiter fragen.
Dann kam nach ein paar auswendig gelernten Infos zum Anbieter die Frage nach der Art meines Internet Anschlusses.

Das war dann mein Stichwort und ich sagte: " Wissen Sie das nicht?"
Worauf er entgegnete: Nein, um das zu klären rufe ich Sie ja an."
Da sagte ich dann," Ach so, ich habe also kürzlich angeblich an einer Umfrage über DSL teilgenommen, worin ich angeblich zugesagt hätte das man mich kontaktieren darf zu Umfragen und in dieser Umfrage über DSL wurde nicht nach meinem Anschluss gefragt??"
Da kam er schon ins wanken, ich ließ ihn aber nicht weiter zeit zum nachdenken und setzte direkt die nächste Frage obendrauf.
"Woher haben Sie denn meine Telefonnummer?"
Da kam es dann wie aus der Pistole geschossen: " Aus der Internet-Umfrage, dort haben Sie ja zugestimmt das man Sie kontaktieren darf."

Da sagte ich: " Sind Sie sicher?, ich habe nämlich weder an einer Umfrage über DSL teilgenommen, noch würde ich meine Telefonummer für so etwas angeben. Die Nummer ist in keinem Telefonverzeichnis. Das einzige wo ich meine Telefonummer angegeben habe, war als ich ein DSL Angebot bei Versa Tel einholte und das passierte nicht übers Internet.
Weiter sagte ich: "Sagen Sie Ihrem Chef einen netten Gruß von mir, der Handel mit privaten Daten ist Gesetzlich verboten und ich kenne nun seine Dateneeinkaufs-Quelle. Sollte ich weitere Werbeanrufe erhalten von Ihrer Firma oder von weiteren Firmen, so werde ich rechtliche Schritte einleiten.
Versa Tel informierte ich mit selbiger Drohung über den klar nachweisbaren Handel mit meinen Daten. Ich erhielt nie wieder solch einen verlogenen Anruf.

Es lässt sich nicht immer vermeiden Daten angeben zu müssen, z.b in Internet - Shops. Wenn man ISDN hat kann man dafür extra eine Nummer belegen die man nur für diese Zwecke benutzt, oder man gibt eine Opfer Handynummer an.

Alles wo die Daten unnötig und unbegründet, oder fadenscheinig abverlangt werden, da sollte man auf eine Anmeldung verzichten, oder Fantasie-Daten (bitte keine Daten eines verhassten Freundes) angeben. Man kann diese aus x-beliebigen Teilen zusammen setzen. In jedem Kaff gibt es eine Haupt oder Friedhofstraße, dazu irgend eine PLZ aus dem Bundes Gebiet und irgend ein Fantasie Name.

Auf Yahoo Sachen würde ich mich nicht anmelden, weil ich den Laden unseriös finde.

Freitag, 05.09.08 12:44
 

wie alt ist denn der hut? ist so was nicht auch schon seit jahren bekannt? wie mit der klimaerwärmung - das predigen manche auch schon seit 20 jahren - und jetzt wissens auf einmal alle und wollen dich missionieren - hallo ich fahre seit 10 jahren ein auto das kaum sprit verbraucht - ich verteile auch nicht einfach so meine daten in der weltgeschichte. auf die idee würde ich gar nicht kommen.

@mutti "opferhandynummer" wer ist denn da dein opfer? das ist übrigens staking! und strafbar!

Freitag, 05.09.08 14:21
 

Opferhandynummer ist eine alte Prepaid - Karten Handynummer die ich nicht mehr benutze. So einfach ist das..

Schäm dich, was du von mir denkst..bekomm ich deine Handynummer??*ggg* (Vorsicht Ironie! )

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