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Mit Mormonen auf Mission

“Entschuldigung? Darf ich Sie einen kurzen Moment anhalten? Ich würde Sie gern fragen, was Glauben in ihrem Leben bedeutet.” Der Mann, der diese Frage stellt, heißt Jürgen Döring (24). An diesem Nachmittag wird er noch viele Menschen anhalten, die in der Freiburger Fußgängerzone unterwegs sind.

Mormonen

Während Döring die Passanten in ein Gespräch über Gott und die Welt verwickeln will, steht einige Meter entfernt sein 20-jähriger Kollege Ben Richeson und verteilt Flyer über Jesus Christus und den Wert der Familie. Döring und Richeson sind für ihre Kirche auf Mission.

Ihre Kirche hat den sperrigen Namen “Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage”, ihre Anhänger sind besser bekannt als Mormonen. Dieser Spitzname beruht auf dem so genannten Buch Mormon, das die Mormonen neben der Bibel als heilige Schrift verehren. Die Mormonen glauben daran, dass eine Gruppe israelitischer Auswanderer um die Zeit von 600 vor bis 400 nach Christus Amerika besiedelten. Das Buch Mormon schildert ihre Geschichte und die Erscheinung des wiederauferstandenen Jesus in Amerika.

Mormonen

Der 1805 im amerikanischen Vermont geborene Joseph Smith stieß nach eigenen Angaben auf die überlieferte Schrift in Form goldener Platten und übersetzte sie mit Hilfe magischer Steine ins Englische. Daraufhin gründete der selbsternannte Prophet 1830 die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Heute ist die mormonische Kirche mit nach eigenen Angaben über 13 Millionen Mitgliedern eine der am schnellsten wachsenden Glaubensgemeinschaften der Welt. Das liegt vor allem an den über 50.000 Missionaren, die auf der Erde unterwegs sind.

Die Kirche legt großen Wert darauf, dass ihre Missionare einen guten Eindruck machen. Ihnen ist daher ein strenger Dresscode vorgeschrieben. So treten Döring und Richeson auf, wie man sich die perfekten Schwiegersöhne vorstellt: Sie tragen frisch gebügelte Hemden, Anzughosen, feine Lederschuhe und altmodische Krawatten.

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Sie sind ordentlich rasiert und haben gepflegte Haarschnitte. Sie sind äußerst freundlich und zuvorkommend, lächeln derart herzlich und oft, dass man sie in ihrem etwas biederen Dress auch für zwei frisch verliebte Konfirmanden halten könnte. Die Charmeoffensive zeitigt Erfolg: Rund ein Drittel der Menschen, die Döring und Richeson an diesem Nachmittag ansprechen, lässt sich auf ein Gespräch ein.

Döring wirkt dabei eher wie ein professioneller Vertreter als ein Mann des Glaubens: Er strahlt, lächelt, lacht herzlich und ist ausgesprochen höflich. Auf jede kritische Frage des Gegenübers folgt sofort ein begeistertes Kompliment: “Das ist eine wirklich gute Frage!” Der aus der Nähe von München stammende Döring will den Menschen das Gefühl geben, gut aufgehoben zu sein und ernst genommen zu werden.

Richeson hingegen wirkt noch etwas schüchtern im Umgang mit den Passanten. Deutsch, die Sprache, mit der er Menschen für seinen Glauben gewinnen möchte, ist ihm fremd. Der hagere US-Amerikaner kommt aus der kleinen Stadt Ogden im Bundesstaat Utah, in dem ein Großteil der Bevölkerung mormonischen Glaubens ist. Auch Richesons Eltern sind Mormonen, mit acht Jahren ließen sie ihn taufen. Dass er wie viele seiner Bekannten auf Mission gehen möchte, war dem heute 20-jährigen bereits als 16-jährigem Teenager klar.

Mormonen

Nach der Schule studierte er für ein Jahr an der Universität und bereitete sich auf seine Missionszeit vor. Zu dieser Vorbereitung gehört neben dem intensiven Bibelstudium, einem Sprachkurs und einer Missionarsschulung auch, genügend Geld für die zweijährige Missionszeit zu sparen, denn diese wird von der Kirche nicht vergütet. Zudem müssen die Missionare für ihre Reisekosten, den Unterhalt und ihre Uniform selbst aufkommen. Um sich seinen Missionsdienst leisten zu können, verkaufte Richeson sein Auto, zusätzlich wird sein Aufenthalt in Deutschland finanziell von seiner Familie unterstützt.

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Richeson ist das erste Mal in Europa. Dass er nach Deutschland kommen würde, wusste er bei seiner Meldung für den Missionsdienst nicht. Der Einsatzort wird den Missionaren von der Kirche zugewiesen. Allein fühlt sich der Amerikaner im fremden Land nicht, seit seiner Ankunft wird er Tag und Nacht von einem Kollegen begleitet, mit dem er alles gemeinsam unternimmt: Mit ihm teilt er ein Zimmer, steht jeden Tag um 6:30 Uhr auf, studiert die heiligen Schriften der Mormonen und begibt sich anschließend bis 21:30 Uhr auf Missionsarbeit.

Dazu gehören Hausbesuche bei Interessierten, Bücherstände in der Innenstadt, das Klinkenputzen und das Ansprechen von Leuten auf der Straße. Oft haben die Missionare dabei mit Schwierigkeiten zu kämpfen: “Obwohl die meisten Leute sehr freundlich sind, verhalten sich einige uns gegenüber recht ablehnend, oft werden Vorurteile an uns herangetragen. Manche Menschen versuchen auch, uns von unserem Glauben abzubringen”, sagt Döring. Dennoch mache ihm die Missionsarbeit großen Spaß und biete viele Erfolgserlebnisse: “Eben habe ich einer Frau das Buch Mormon geschenkt. Sie war beinahe zu Tränen gerührt. Solche Momente sind es, die einen motivieren.”

Mormonen

Während der Missionszeit sind den Missionaren strenge Regeln vorgeschrieben: Sie dürfen weder rauchen noch Alkohol zu sich nehmen, auch Tee und Kaffee sind ihnen untersagt. Fernsehen ist ebenso wenig erlaubt wie das Lesen von Büchern und Zeitschriften, die von der Kirche nicht freigegeben wurden.

Freizeit haben die Missionare nur einmal in der Woche. In dieser Zeit sind sie angehalten, ihre Hausarbeit zu erledigen, Briefe an Verwandte zu schreiben und ungefährlichen Sport zu treiben. Engere Kontakte mit dem anderen Geschlecht, Flirts und Verabredungen sind tabu.

Auch Telefongespräche in die Heimat sind den Missionaren höchstens zwei Mal im Jahr erlaubt, der Kontakt mit daheim gebliebenen Partnern ist nicht gestattet. Aus diesem Grund ist unter anderem auch die Beziehung Dörings zu seiner Freundin gescheitert. Die beiden trennten sich, während er auf Mission war.







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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 41
Mittwoch, 27.08.08 14:33
 

Erinnert mich etwas an diese Diskussion:
http://fudder.de/artikel/2007/03/14/wie-gefaehrlich-ist-scientology/

Mittwoch, 27.08.08 15:30
 

Hört sich an, als ob man mit den Leuten richtig Spass haben kann. Leider erübrigt sich ja eine Diskussionsrunde im Walfisch bei Bier, Kippen und scheppernder Musik von vornherein. :-)

Mittwoch, 27.08.08 16:11
 

ich frage mich ernsthaft warum das von den junge missionaren verlangt wird und dann noch nicht mal von ihrer kirche unterstützt wird? schließlich ist man doch eine familie!

ich das von anderen glaubensrichtungen, anderen kirchen, die mission groß schreiben und da auch tatkräftig geld fließen lassen.

warum dann in dieser "kirche" auch?

wo bleibt da der zusammenhalt und die unterstütztung wenn man letztendlich alleine da steht?!

Mittwoch, 27.08.08 16:11
 

"warum dann in dieser "kirche" - nicht - (nicht auch :)" sorry!

Mittwoch, 27.08.08 16:16
 

verglichen mit scientology klar die unterlegene religion. grund: keine außerirdischen

aber im ernst, das sind arme schweine wenn ich mir das so durchlese. mit der energie sollen sie was sinnvolles machen, so wie ich: internetsurfen und masturbation :)

Mittwoch, 27.08.08 16:26
 

die würden doch viel besser ankommen, wenn sie mal bissel lockerer wären...

Mittwoch, 27.08.08 16:31
 

"Auch Telefongespräche in die Heimat sind den Missionaren höchstens zwei Mal im Jahr erlaubt..."

gilt das auch analog für SMS, instant messaging programme jeglicher art,...? oder ist "telefon" lediglich beispielhaft aufgeführt für ein vollumfängliches verbot der kommunikation mit allen erdenklichen fernkommunikationsmitteln?

"...ungefährlichen Sport..."

welcher sport ist schon ungefährlich...

Mittwoch, 27.08.08 16:41
 

Die beiden wären interessanter in der Rubrik "Was ist dein Stil" gewesen..

Mittwoch, 27.08.08 16:47
 

lol@echt12

hab die mormonen auch mal im wohnzimmer gehabt, mich gepflegt mit ihnen unterhalten, mir das buch mormon schenken lassen, es zu den historischen romanen gestellt und den beiden typen meine tel-nummer mitgegeben, für den fall, dass sie noch fragen haben sollten. haben sich nie mehr gemeldet. schade, hätte ihnen noch soviel zu erzählen gehabt. bin glaub ich nicht die zielgruppe.

den regelkatalog kann ich nicht nachvollziehen. bin aber auch nicht beim bund gewesen. sein leben auf prinzipien zu gründen, scheint mir da noch sinnvoller.

sind mir aber sympathischer als die zeuger jehovas, da gepflegter im auftreten und scheinbar sogar glücklich.

jeder nach seiner "fassong" ...

Mittwoch, 27.08.08 17:36
 

Bienchenlara: Mormonen, die auf Mission gehen möchten, sich den Aufenthalt aber nicht leisten können, können Unterstützung durch einen kircheneigenen Fond beantragen.

lalala: Da liegst du falsch. Laut dem sogenannten "Buch Abraham", das Kirchengründer Joseph Smith angeblich aus dem Ägyptischen übersetzt hat, befindet sich der Thron Gottes in der Nähe des Sterns Kolob.

Mittwoch, 27.08.08 17:46
 

keep-it-deep: "gilt das auch analog für SMS, instant messaging programme jeglicher art,...? oder ist "telefon" lediglich beispielhaft aufgeführt für ein vollumfängliches verbot der kommunikation mit allen erdenklichen fernkommunikationsmitteln?"

Nein. Es wird den Missionaren seitens der Kirche beispielsweise ausdrücklich nahe gelegt, das Fernkommunikationsmittel "Brief" regelmäßig zu benutzen. ;)

Zu SMS und Chatprogrammen habe ich keine Informationen, kann aber gerne mal nachfragen.

Mittwoch, 27.08.08 17:57
 

Lustig lustig, mit denen hätte ich gerne mal geredet.

Mittwoch, 27.08.08 18:01
 

@joseph smith:

würde gott, der als schöpfer von raum und zeit ewig ist und also außerhalb von raum und zeit steht, seinen thron innerhalb dessen positionieren? das hieße, er hätte vorher keinen thron gehabt oder wäre nach schaffung des sterns kolob in dessen nachbarschaft gezogen.

ist gott (in der christlichen tradition) nicht omnipräsent? smiths konstrukt scheint mir verdächtig anthropomorph...

das kommt davon, wenn man von den ägyptern abschreibt!

Mittwoch, 27.08.08 18:03
 

@ruben: wo ist denn laut den mormonen das problem am telefonieren? argumentiert man hier ähnlich den amishen mit einer ablehnung des fortschritts?

Mittwoch, 27.08.08 18:13
 

Blogwork: Es geht grundsätzlich darum, dass sich die Missionare auf ihre Aufgabe konzentrieren und sich nicht ablenken lassen sollen. Daher auch das Kommunikationsverbot für Paare.

Mittwoch, 27.08.08 18:31
 

@ruben: jau, das würd' mich interessieren, vll. in diesem zusammenhang noch die frage, ob denn in dieser zeit auch eine kommunikation über diese ganzen networking portale, facebook, myspace, studivz, xing,... nicht gestattet ist... btw. sollte heissen "elektronische fernkommunikationsmittel" - dass herkömmliche handschriftliche briefe erlaubt sind, hattest du ja in deinem bericht erwähnt...

Thorsten Tresch
Mittwoch, 27.08.08 19:46
 

Ja aber Hallo !! Das sind doch mal fortschritliche Regel um unsere Gesellschaft zu missionieren. Nein im Ernst, daß einzige was mir zu den Jungs einfällt : Arme Schweine ....

hobbes
Mittwoch, 27.08.08 21:20
 

Keep it: Missionare dürfen ein mal der Woche emails und Briefe schrieben. Die sollten kein facebook, Myspace usw. nutzen wärend der Missionszeit. Es einfach um ablenkung zu vermeiden. Niemand wird beobachten ob die solche "elektronische fernkommunikationsmittel" verwenden aber das soll nicht statt finden. Es ist einfach eine zeit für die 2 Jahre oder 18 Monate wo sie sich nur auf ihr "mission" konzentrieren sollten.

Mittwoch, 27.08.08 22:50
 

Es gibt eine ausgezeichnete South-Park Folge zu den Mormonen, in der alles noch genauer erklärt wird. Kann man sich übrigens im Internet anschauen:

http://www.southpark-freaks.de

Guter Artikel übrigens, unaufdringlich, locker und informativ.

Geht doch!

Mittwoch, 27.08.08 22:52
 

Entschuldigung, sowas sollte nicht passieren:

Es handelt sich natürlich um eine "Southpark"-Episode.

Mittwoch, 27.08.08 22:54
 

Facebook, myspace, usw. sind nicht gestattet, doch schreiben manche Missionare wöchentliche Emails. Es kommt nur darauf an, ob eine Internetzugang vorhanden ist, die nicht zu viel kostet. Als ich auf Mission war, gingen wir einmal in der Woche zu einem Bibliothek hin, wo wir ein oder zwei Euro für etwa eine halbe Stunde auf dem Computer bezahlen könnten.
RubenSakowsky hat recht, es geht um Konzentrazion auf die Arbeit. Wenn ihr je mit einem Mitglied der Kirche ernsthaft gesprochen habt, wisst Ihr dass die Familie uns wichtig ist. Der eingeschränkte Kontakt mit Freunde (oder Freundinnen) und Familie, die ein Missionar auf Mission erlebt, wird daher als ein Opfer betrachtet. Doch wenn man freiwillig etwas für Gott opfert, dann gibt Gott ebenso mehr zurück. Jedenfalls ging es mir so.

Mittwoch, 27.08.08 22:55
 

Ach ja:

Dass der Dauergrinser je eine Freundin hatte, halte ich für gelogen.

Mittwoch, 27.08.08 23:00
 

@ ausdenstaaten:

"Doch wenn man freiwillig etwas für Gott opfert, dann gibt Gott ebenso mehr zurück."

Und wenn man krank wird? Prüfung oder Strafe?

Donnerstag, 28.08.08 00:25
 

Wieso soll Gott uns weiter strafen, wenn wir uns selber so viel antun?

Jeder Mensch hat Probleme--auch Mormone. Doch was dieses Artikel beschreibt ist wahr. Über 50.000 Jungs und Mädchen jedes Jahr geben Zeit und Geld um mit anderen über ihren Glauben zu sprechen. Es ist nicht leichte Arbeit, doch tun sie es freiwillig.

Rede mal mit einem ;)

Donnerstag, 28.08.08 01:24
 

“Obwohl die meisten Leute sehr freundlich sind, verhalten sich einige uns gegenüber recht ablehnend, oft werden Vorurteile an uns herangetragen. Manche Menschen versuchen auch, uns von unserem Glauben abzubringen”, sagt Döring.

Nein, wie, was?! Missionieren etwa Nichtmormonen auch? Das ist ja ein Ding. :D

Donnerstag, 28.08.08 02:04
 

Hmmm Kontaktverbot zur Familie bzw. Partner...
Bei über 50000 Missionaren, Tendenz steigend???
und wie lange im Einsatz??

Wirds wohl nix mit dem hauseigenen Nachwuchs, ohne Kontakt kein Sex, ohne Sex keine Babys...

Donnerstag, 28.08.08 12:53
 

keep-it-deep: Die Frage hat ausdenstaten ja schon beantwortet. :)

Mutti: Die Missionsarbeit dauert für Männer zwei, für Frauen anderthalb Jahre.
Übrigens: Sex außerhalb der Ehe geht für die Mormonen sowieso nicht in Ordnung.

Donnerstag, 28.08.08 13:14
 

religion ist doch nur da um macht über menschen zu erlangen und auszuüben.

ersthaft: jeder soll den glauben haben den er möchte! nur sollte er nicht versuchen mich davon zu überzeugen das sein weg der einzig richtige und einzige ist. diesen weg gibt es nicht!

Amen

Donnerstag, 28.08.08 14:23
 

Damit kannst du aber niemanden überzeugen, Ringo

Donnerstag, 28.08.08 14:42
 

was geht eigentlich so in einem mormonen-tempel ab?

und: da ich über ein großes sendungsbewusstsein verfüge, fühle auch ich mich als missionar. agiere allerdings eher guerilla-mäßig. wenn ich beim bäcker meine brötchen bestelle, auf ner party mit menschen ins gespräch komme etc. - also ungezwungen. v.a. wenn es um metaphysik geht, lässt man sich doch von weltfremden leuten nichts bzw. wenig sagen, oder? mission würde mir sinnvoller erscheinen, wenn man im alltag, im leben seinen - metaphysischen oder welchen-auch-immer - standpunkt zum ausdruck bringt. nicht gezielt, in der fußgängerzone stehend. das wirkt auf mich - trotz all american smile - unecht. ich sehe die herrschaften nur in ihrer makellosen kleidung, mit akuratem haarschnitt etc. ...das kriegen viele hin. aber wenn ich sehen will, wie derjenige lebt, bin ich bei mormonen-missionaren an der falschen adresse.

oder?

Donnerstag, 28.08.08 15:07
 

@ ausdenstaten:

"Facebook, myspace, usw. sind nicht gestattet, doch schreiben manche Missionare wöchentliche Emails..."

=> ob ich e-mails schreibe oder über facebook / myspace /... in kontakt zu anderen menschen trete...wo ist da der unterschied? oder bergen diese networking / freundschaftsportale die gefahr, vom missionsauftrag abgelenkt zu werden? kann man sich doch dort so schön in virtuelle welten verlieren... :)

Donnerstag, 28.08.08 15:39
 

@echt12

ich will gar niemanden 'überzeugen', im gegenteil, meinungsäusserung ist ungleich mit missionieren!

ich hab ja auch in keinster weise ein argument zur überzeugungsföderung angebracht! will ich jetzt auch nicht!

drauf kommen kann man von selbst oder auch nicht. mir ist das egal!

kannst du noch folgen ;-)


Donnerstag, 28.08.08 16:08
 

Ihre Regeln lesen sich so ein bischen wie die von anderen Religongemeinschaften : Zeugen J. oder die Dumpfnasen rund um Tom Cruise. zu den Jungs hier in Freiburg ( aus dem Artikel ) kann man nur ein zaghaftes " Arme Scheine " hauchen und gut ist....

bsm
Donnerstag, 28.08.08 16:24
 

Habt Ihr mit ihm das Thema Frauenrechte und Homophobie mal andiskutiert? Über die Mormonen kann man ja reichlich nachlesen über deren Famileinbild, die Stellung der Frau und was für Morlavorstellungen dort basieren.

LG
bsm

Mike
Donnerstag, 28.08.08 18:04
 

Tag! Ich komme aus Arizona in den USA, und war mal Missionar der mormonischen Kirche. Mir war der Beruf gegeben als Missionar in Hamburg zu sein. Die zwei Jahre waren die besten und schwerigen meines Lebens.

BSM: Diskutieren wir! Es geht nicht um Homophobie sondern nur dass wir daran glauben dass die Ehe nur zwischen ein Mann und eine Frau zu praktizieren ist.

Die Ehe zwischen Mann und Frau war von Anfang an ein wesentlicher Teil des göttlichen Plans. Gott lehrte Adam: "Es ist nicht gut, dass der Mensch allein bleibt" (Genesis 2:18), und so wurde Eva Adams Frau. Ein grundlegender Zweck der Ehe liegt in der Gemeinsamkeit.

Gott gebot außerdem, dass Mann und Frau sich mehren und die Erde bevölkern sollen (Genesis 1:28), dass sie also Kinder bekommen sollen. Ein weiterer Hauptzweck der Ehe besteht darin, Kinder auf die Erde in eine Familie zu bringen.

Die Ehe und die Familie sind zentrale Schwerpunkte im Plan Gottes für die ewige Bestimmung seiner Kinder. Unser himmlischer Vater wünscht sich, dass wir uns in diesem Erdenleben bestmöglich darauf vorbereiten, mit unseren Kindern in einer ewigen Familie zu leben.

http://www.mormonen.de/learn/0 ,8672,1452-4,00.html

Donnerstag, 28.08.08 21:26
 

Wenn Ihr mehr über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage erfahren möchtet, schau mal hierhin: http://www.kirche-jesu-christi.org/ , oder http://www.mormon.de/.

Meine Mission für die Kirche hat mich viel gelehrt. Darunter lernte ich, dass Überzeugung erst dann kommt, wenn der Untersucher bereit ist, selber zu studieren und sein Leben nach den Geboten Gottes einzurichten. In diesem Sinne überzeugen die Missionare selbst keiner, sondern sie geben jeden die Möglichkeit, sich intesiver mit unserer Geschicte und mit dem Plan Gottes auseinanderzusetzen. Es liegt an die einzelne Person herauszufinden, ob dass was wir erklären wahr ist oder nicht.

Heute ist es gar nicht üblich, dass Leute an Christus glauben und versuchen, ihm zu folgen. Ich bin dankbar für das Buch Mormon und für lebendigen Propheten, die die Wahrhaftigkeit der Bibel und die Gottheit Jesu Christi bestätigen. Für mich geht es um Jesus Christus. Ich bin überzeugt, dass er sich für uns hingelegt hat, dass er auferstanden ist, und dass er lebt.
LG
ausdenstaten

Freitag, 29.08.08 00:16
 

@mike

gemeinschaftlichkeit gibts in der ehe unanhängig vom geschlecht der partner, und homosexuelle paare bekommen oft kinder durch adoption oder künstliche befruchtung und ziehen die auch ganz gut groß

insofern doch alles kein problem, oder?

Abt
Freitag, 29.08.08 11:32
 

ausdenstaten: "In diesem Sinne überzeugen die Missionare selbst keiner, sondern sie geben jeden die Möglichkeit, sich intesiver mit unserer Geschicte und mit dem Plan Gottes auseinanderzusetzen. Es liegt an die einzelne Person herauszufinden, ob dass was wir erklären wahr ist oder nicht."

Aber eure Kinder erzieht ihr doch auch von klein auf zu christen oder? Die bekommen dann die Idee von Jesus Christus und Gott in einem Alter beigebracht, in welchem sie ihren Eltern ohnehin bereitwillig alles glauben. Es ist wohl davon auszugehen, dass eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem "Plan Gottes" kaum möglich sein wird, wenn man von jeher beigebracht bekam an einen selbigen von vornherein glauben zu müssen. Eine vermeindliche Auseinandersetzung ist dann wohl viel eher eine Suche nach selbstbefriedigenden Argumenten den Glauben trotz etwaiger Ungereimtheiten und offener Fragen gegen den eigenen Verstand verteidigen zu können.
A propos Selbstbefriedigung; Stimmt es, dass Mormonen nicht masturbieren dürfen?

Mike: "Diskutieren wir! Es geht nicht um Homophobie sondern nur dass wir daran glauben dass die Ehe nur zwischen ein Mann und eine Frau zu praktizieren ist.

Die Ehe zwischen Mann und Frau war von Anfang an ein wesentlicher Teil des göttlichen Plans. Gott lehrte Adam: "Es ist nicht gut, dass der Mensch allein bleibt" (Genesis 2:18), und so wurde Eva Adams Frau. Ein grundlegender Zweck der Ehe liegt in der Gemeinsamkeit."

Aha es geht also nicht um Homophobie. Wenn ich Mormone und Schwul wäre dann ginge es aber sehr wohl um Homophobie. Reden wir doch nicht um den heissen Brei herum hier: Ein homosexueller Mormone wird mit Gemeinschaftsentzug bestraft. Ich kann nur erahnen, was es für einen jeher streng gläubig erzogenen Menschen bedeuten muss, dem während des Heranwachsens bewußt wird, dass er sich nunmal zum gleichen Geschlecht herangezogen fühlt.
Nun die Jugend wird wohl kaum annähernd glücklich verlaufen, wenn man sich selbst mit Schuldgefühlen zerfrisst. Zugegeben - ich kann nicht behaupten, zu wissen ob alle Mormonengemeinschaften in dieser Hinsicht gleich verfahren, aber mir ist ein Fall bekannt, in dem ein Mormone stets sehr engagiert für seine Gemeinschaft war und seit dem Tag, an dem er sich entschloß über seine Homosexualität zu sprechen lange Zeit nur noch an Selbstmord denken konnte, weil seine Gemeinschaft ihn alleine aus diesem Grund begann mehr und mehr auszugrenzen.
Davon abgesehen ist es eine recht schwache argumentationsweise, sich gegen den Vorwurf der Homophobie wehren zu wollen, indem man aus der Bibel zitiert. Was soll das bringen? Also ich komme besser klar mit jemandem der einfach sagt etwas gegen bestimmte Minderheiten zu haben, als mit jemandem der gleichermaßen bereit ist bestimmte Gruppen zu diskriminieren aber dafür einen Schrifttext vorschiebt und sich so glaubt einer rationalen Diskussion entziehen zu können.
Es freut mich ja für Euch, wenn ihr mit Eurem Glauben glücklich seid. Ehrlich! Aber bitte denkt mal darüber nach, ob ihr euren Mitmenschen nicht vielleicht zugestehen wollt, dass sie sich auch ihre eigenen Gedanken machen, über die sie keine bestimmten heiligen Schriften stellen wollen.

Samstag, 06.09.08 18:30
 

Die haben sich zwar mir Ihrer derangierten Psyche arangiert, aber warum lassen sie dieses nervige Missionieren für ihren 'Glauben' nicht ??? Ich renne auch nicht in Freiburgs Innenstadt rum und versuche den Leuten klar zu machen, dass es ihnen besser geht und sie nur zu wahrem Seelenheil finden, wenn sie als Heiden leben und sich von keiner 'Kirche' mehr finanziell ausnehmen und verarschen lassen !

Sonntag, 14.09.08 17:03
 

@Mike

und wie erklärst Du Dir dann, dass es von der Natur (d.h. von Gott) so eingerichtet wurde, dass es immer einen gewissen Prozentsatz homosexuell eingestellter Menschen gibt? Das ist keine Krankheit, sondern so gewollt. Denen den gesellschaftlichen Stand der "Ehe" zu verweigern ist also genauso falsch wie rückständig und eine Anmaßung.

Mit solch widersinnigen religiösen Ansichten versuchen manche Menschen mal wieder einmal mehr mit ihrem schwachen Verstand über die Natur (und damit über Gott!) zu urteilen.

simeo
Montag, 03.01.11 12:27
 

Gott...Mormon und Propheten, und noch dazu darf mann kein alkhohol und Cig. konsumeren.....bla bla bla
Sie sind doch CREAZY.....

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