Mit seinem Projekt "Google Street View" will Google die ganze Welt fotografieren und virtuell begehbar machen. Nun sind die unheimlichen, schwarzen Kamerawagen auch in Deutschland angekommen, um deutsche Städte abzufotografieren. Im Internet bildet sich eine Protestgruppe - und will einen Flashmob starten.

Der Bundesdatenschutzbeauftragte spricht aus, was viele denken. Mit Google Street View "werden persönliche Lebensumstände noch intensiver ausgeleuchtet", so Peter Schaar (links) gegenüber der Frankfurter Rundschau.
Während viele Datenschützer also Google Street View sehr skeptisch gegenüberstehen, scheinen nicht alle User abgeneigt, auf den Bildern zu erscheinen. Allerdings beruhe das, so Gerald Reischl, in der Regel auf Unwissenheit.


Funktioniert niemals.
und sensoren von der sick ag aus waldkirch :) hach herlich
Na ja, eine Protestgruppe ist es nicht gerade, hatte die Idee einfach zu spät, als das Googlemobil schon einige Tage in München unterwegs war. Sonst hätte man via Blogs, Twitter und Radioaufrufe schon eine Bewegung daraus machen können. Wir stehen jedenfalls Fahrrad bei Fuß, falls wir die Karre doch noch erwischen sollten.
Tja, das Netz hat kein Gedächtnis. Wer ein Gedächtnis hat, würde sich erinnern, daß schon vor Jahren (um 2000 rum) eine Firma viele deutsche Städte auf selbem Wege abgefilmt hat, darunter auch Freiburg, nur kostenlos veröffentlicht wurden die Aufnahmen nicht. Proteste dagegen? Nö. So funktioniert Ihr Massen: Bissle Spaß mit Flashmobs reingewürzt und schon ist es Baggerframe für die Party am Abend. Ihr seid alls so berechenbar!
sehr guter arikel.
Im Jahr 1998/1999 hatte das Unternehmen Tele-Info Straßen und Häuserfassaden fotografiert.
Der Spiegel 46/1998
Der Landesbeauftragte für den Datenschutz Schleswig-Holstein informiert
Diese Straßenaufnahmen waren als WMV-Videos mit sehr geringer Auflösung auf irgendeinem Immobilienportal zumindest vor ca. zwei Jahren noch kostenlos abrufbar.
Das Insolvenzverfahren über die Tele-Info AG wurde 12/2004 eröffnet, Teile des Unternehmens wurden anschließend von Klicktel übernommen.
Der Tele-Info-Verlag war anscheinend ein ausgesprochen freundlicher Laden:
"Die Widersprüche und die Auskunftsersuchen der betroffenen Bürgerinnen und Bürger führten bei der Firma bislang zu keinen erkennbaren Reaktionen. (...) Kündigten Betroffene gerichtliche Schritte an, so drohte der Verlag mit Gegenklagen und Prozeßkosten 'von über 100.000,00 DM'."
Quelle: Landesbeauftragter für den Datenschutz Schleswig-Holstein"
@polizei... mich wunderts feur was die die LMS200 brauchen ^^
Eine Frage, die Fudder vielleicht beantworten kann. Wie schlägt Google Profit aus Street View? Aus Spaß machen die die Aktion sicherlich nicht.
@ fragender:
Das ist tatsächlich eine gute Frage. Aber wenn man sich die Google Produktpalette anschaut, so ist sie gar nicht so schwer zu beantworten. Street View ist eines der vielen Produkte, die nicht auf den ersten Blick Gewinn abwerfen für Google. YouTube tut das auch nicht, Google Maps tut das nicht, Lively, die neuen 3D-Chat-Räume tun das auch nicht. Aber alles zusammen genommen führt dazu, dass der Name "Google" präsent ist, dass das Unternehmen überall mit Produkten vertreten ist. Street View wird bereits in Maps integriert und verbessert den Dienst so. YouTube, Lively und Maps lassen sich einfach in andere Seiten und Blogs integrieren. In Maps wiederum kann man Anzeigen schalten. Alles zusammen genommen macht Street View Google noch attraktiver, vervollständigt die Produktpalette und steigert so den Unternehmenswert.
So jedenfalls reime ich mir das zusammen. Hat jemand weitere Antworten auf die Frage?
Google Street View gibt es bald auch fürs Handy: click
Dann kann man sich von seinem Mobilgunkgerät den Weg zeigen lassen.
Hat jemand die Google-Knipser inzwischen in Freiburg gesichtet? ^^
UPDATE: Wie die SZ heute berichtet, soll Street View im kommenden Frühjahr in Deutschland an den Start gehen.
http://www.sueddeutsche.de/ ,ra12m1/
computer/954/314850/text/
Also ich finde Google StreetView toll, man kann sich alle Orte nochmal wie in echt ansehen, wo man schonmal war. Es gibt sogar schon eine Community (annoknips.com), wo StreetView fest eingebaut ist und Leute auch noch selbst tausende von Fotos zu Adressen hochgeladen haben. Warum soll man sowas bekämpfen? Ist doch nett, wenn man sich andere Regionen am PC ansehen kann?!
UPDATE: Die Tagesschau berichtet, das in Großbritannien der Protest gegen Google Street View wächst:
http://www.tagesschau.de/ausland/googlestreetview102.html
Heute morgen fuhr ein Kamera-Fahrzeug (von Google?
) mit französischem Kennzeichen durch das Rieselfeld (zwischen 7h und 7.30h)