Kommenden Dienstag wählen Freiburgs Studierende den Senat, den AStA und die Fakultätsräte. Im vergangenen Jahr gaben nur 13,8 Prozent der Studierenden bei den Uniwahlen ihre Stimme ab, immerhin ein minimaler Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Lisa hat auf dem Campus nachgefragt, ob sich Studierende in diesem Jahr für die Wahl interessieren.








Ich halte die Uni-Wahl für ausgemachten Blödsinn. Dass wie oben beschrieben fast niemand Effekte der studentischen Mitsprache bemerkt, liegt ganz einfach daran, dass Studenten nunmal nur minmalen Einfluss auf die Innenpolitik der Uni haben. Großspurige Vorhaben wie die Abschaffung der Studiengebühren oder ähnlcihes sind halt einfach ein paar Nummer zu groß für u-asta, asta, buf und den ganzen Quatsch (von dem ich zugegebenermaßen wenig Peil hab, weil das ganze unipolitische System völlig unübersichtlich ist)
Leider wird die Wahl total überbewertet, während sämtliche Kandidaten sich einbilden, die Welt retten zu können.
Aufgepasst!
Die BLAUE LISTE kommt!! Es is zwar schon zu spät, aber da diese Gruppierungen eh nix bewirken wird es demnächst noch weitere Plakate geben und zwar in blau. Engagierte Menschen werden sagen: doch aber die machen was und man muss doch jede Chance ergreifen, ABER nen neuen Kaffeeautomat oder eine transparentere Glasfront vor dem imaginären Gebilde der Uni brauch ich nich...
Also Augen auf, denn die BLAUE LISTE kommt und wir machen nichts! Versprochen!!!
svm: kehrt... genau und zwar vor eurer eigenen
wer bei der Uniwahl mitmacht, macht auch bei der Sozialwahl mit.
da kann man nur sagen Richtig. Wichtig. :D
"Leider wird die Wahl total überbewertet, während sämtliche Kandidaten sich einbilden, die Welt retten zu können."
Glaube ich kaum. Dass es keine demokratische "Studierendenvertretung" gibt, die wirklich relevante Entscheidungen auch nur für den Hochschulbereich beeinflussen könnte, weiß schließlich jeder Erstsemester-Student.
Aber viele bilden sich - zu recht - ein, durch "Studierendenvertretung" nachhaltig die spätere (Partei-)Karriere fördern zu können. Egal, ob es sich um RCDS, Jusos, Grüne, Liberale handelt.
Wer vernünftig ist, geht NICHT hin.
Also so ziemlich alles, was von Interviewten und vor allem Kommentaren von sich gegeben wurden, zwingt zum Kopfschütteln:
1) wird die Studierendenvertretung sicher nicht dadurch wichtiger, dass viele weiterhin nicht zur Wahl gehen. Eher wird umgekehrt ein Schuh draus: je mehr Leute das Ganze so ernst nehmen, wie die Wahl es verdient, auf desto mehr Rückhelt können sich die Studivertretungen berufen und daher auch mehr Druck machen
2) @gigahans: "von dem ich zugegebenermaßen wenig Peil hab, weil das ganze unipolitische System völlig unübersichtlich ist" - dann halt dich doch auch bitte mit deiner Meinung zurück. Auf den Seiten des u-asta gibt es meiner Ansicht nach genügend Infos, wie das ganze aufgebaut ist, sogar mit anschaulicher Grafik. Und natürlich können die nicht alle großen Ziele erreichen, aber immerhin bieten sie extrem viele Serviceleistungen an (oder sind zumindest für das Angebot verantwortlich), die es ohne sie nicht oder nur extrem eingeschränkt geben würde, etwa Rechtsberatung, Betreuung oder das Semesterticket. Und wenn du dagegen bist, kannst du gerne die u-asta-gegnerischen Gruppen wählen - aber wähl wenigstens.
3)@ cui bono: genau deshalb wären eigentlich die KandidatInnen auf der buf-Liste, die sich keine parteipolitischen Hoffnungen machen können und sich aus den oft politisch neutralen Fachschaften rekrutieren, die richtige Wahl für Dich.
4) @Volker, 24: "Gerade habe ich aber auch Sorgen mit meiner Diplomarbeit und keine Zeit dafür" - au Mann...
daß das alles doch etwas bringt kann man sich übrigens heute abend angucken:
Am Dienstag sind Uniwahlen! Davor möchten wir euch die Möglichkeit geben, euch noch einmal darüber zu informieren, womit sich die Studierenden in den Unigremien eigentlich beschäftigen und welche Entscheidungen auf welcher Ebene gefällt werden. Hauptsächlich wird es um den Universitätsrat gehen; das höchste beschlussfassende Gremium der universitären Selbstverwaltung, das mehrheitlich mit Externen besetzt ist. Clemens zieht acht Jahre nach Einführung des Universitätsrates eine Bilanz aus Studierendensicht.
Vorher gibt es aber auch noch Informationen zum Fakultätsrat, zum Senat und zum AStA.
Also kommen! Am Donnerstag, 19.6., 18 Uhr c.t., HS 3043 (Aquarium)
"1) wird die Studierendenvertretung sicher nicht dadurch wichtiger, dass viele weiterhin nicht zur Wahl gehen. Eher wird umgekehrt ein Schuh draus: je mehr Leute das Ganze so ernst nehmen, wie die Wahl es verdient, auf desto mehr Rückhelt können sich die Studivertretungen berufen und daher auch mehr Druck machen"
Nicht schlüssig. Dann hätte es bei der 99%igen Wahlbeteiligung in der DDR ja das demokratische Paradies auf Erden gegeben.
Wer diese Farce nicht durch seine Stimmabgabe legitimieren will, sollte NICHT wählen.
"AStA in Baden-Württemberg
Einen Sonderfall stellt der „Allgemeine Studentenausschuss“ nach dem Hochschulrecht Baden-Württembergs dar. Dieser ist kein Organ einer verfassten Studierendenschaft, sondern ein besonderer Ausschuss des jeweiligen Hochschulsenates und diesem rechenschaftspflichtig. Diese Form des AStA (oft als „Kastra“ verspottet) wird daher von einigen Studierenden nicht als studentische Interessenvertretung akzeptiert. An den meisten Hochschulen existieren daher parallel zum offiziellen AStA sogenannte Unabhängige Studierendenschaften [...]"
Ich war selbst immer so eine, die ihre Freunde dazu überreden wollte, wählen zu gehen, aber mittlerweile kommen mir doch meine Zweifel: Der AStA könnte auch dann nichts bewegen, wenn es eine Wahlbeteiligung von 90% hätte (in Wahrheit gehen immer ca. 13% zur Wahl). Seit den 70er Jahren dürfen sich die ASten in BaWü und Bayern (sonst überall in Deutschland) nicht politisch äußern, sondern nur zu solchen Heideidei-Sachen wir kulturellen, sportlichen oder musischen Belangen.
Insofern: was bringts? Es ist lediglich Augenwischerei und eine reine Scheindemokratie. Traurig, aber wahr.
(Im Übrigen ist da doppelt grotesk, dass sich manche linke Kandidaten dann gegen den Krieg und für einen Mindestlohn äußern...)
Die Uni-Wahl halte ich mittlerweile auch für eine Farce. Hut ab vor dem Engagement der U-Asta- und buf-Leuten, aber ich halte es für vergebene Liebesmüh, Kampf gegen Windräder, Schreie in den Wind etc.
Achso, aber ich halte die ganze Bildungspolitik für eine Farce, von dem her...
Ja, die Wahlen habe ich während meines Studiums in NRW auch immer ignoriert. Das einzige was der Asta sichtbar gebracht hat, war das die Mitglieder des Asta eine Befreiung von den Langzeitstudiengebühren für sich ausgehandelt haben. Gut für die Asta Jungs, schlecht für die restlichen Studierenden.
Passt irgendwie zu den Landes- bzw. Bundespolitikern...
Uniwahl.. kann man die auch abwählen.. dann würd ich das tun.. vorbei die Zeiten des Studentenschnitzels, keine Erstsemester-Kinderfasching-Zonen mehr, viel weniger nervige Radfahrer und und und....
ich bin nichts, ich kann nix, wo gehts zum Asta?
Wenn ich schon die Geldverschwendung und die vielen Umweltkillerplakate sehe hab ich kein Bock...
ich bin nichts, ich kann nix, wo gehts zum Asta?
Wenn ich schon die Geldverschwendung und die vielen Umweltkillerplakate sehe hab ich kein Bock...
@Fets:
Der AStA verschwendet also Geld? Das sind sicher enorme Summen, da sollte fudder investigativ journalieren... ^^
ich wuerde ja gerne wählen. aber wen? ich bin gegen studiengebühren für mehr demos und druck von unten. damit fällt buf ja aus da sich die FSK ja von allen demos und sozialen kämpfen dieser stadt distanziert.
ich wähle als nicht. aber nur weil ich nicht weiß wen.
Oje, genau solche Denkweisen zusammen mit den niedrigen Wahlbeteiligungen werden von der Landesregierung gern als Beweis dafür angeführt, wie unglaublich "zufrieden die Studierenden doch sind". Mit Studiengebühren, mit Bachelor/Master, mit fehlender Mitbestimmung etc. Und dann gibts da noch dieses bizarre und dreißig Jahre alte "Anti-Terror-Gesetz", wonach sich die politische Vertretung der Studierenden nach ihrer Wahl nicht politisch betätigen darf, und auch das wird nur achselzuckend zur Kenntnis genommen.
Setzt euch dafür ein dass ihr noch weniger Rechte habt, dass euch alles noch viel egaler ist, und geht nicht wählen. Danke.
@florian:
Willkommen in der Resig-Nation. :)
@florian:
Der Studentenstatus ist im Regelfall zeitlich begrenzt. Und allein schon in den paar Jahren versiegt der Enthusiasmus, während die Frustration steigt, was sich wohl auch an die Nachfolgenden vererbt. Irgendwann ist man dann auch kein Student mehr (habe ich gehört).
Und gerade jetzt, wo die Studenten immer mehr zu Schülern und Businessleuten "verkommen", denkst Du wirklich, dass sich das politische Engagement ändern wird? Naja, Utopie leben...
@wähler:
"ich bin gegen studiengebühren für mehr demos und druck von unten. damit fällt buf ja aus da sich die FSK ja von allen demos und sozialen kämpfen dieser stadt distanziert."
Hast Du Belege? Oder ist Deine Aussage genau so wannabee wie Dein Nick?
Hab mich gerade in das Bild von Birte verliebt.
Unglaublich hübsch das Mädchen.
"Wow
Donnerstag, 19.06.08 18:39
Hab mich gerade in das Bild von Birte verliebt.
Unglaublich hübsch das Mädchen."
Eben. Noch ein Grund, nicht zu wählen...
"florian
Donnerstag, 19.06.08 16:56
Oje, genau solche Denkweisen zusammen mit den niedrigen Wahlbeteiligungen werden von der Landesregierung gern als Beweis dafür angeführt, wie unglaublich "zufrieden die Studierenden doch sind"."
Was schert mich die Argumentation der Landesregierung?
"Mit Studiengebühren, mit Bachelor/Master, mit fehlender Mitbestimmung etc. Und dann gibts da noch dieses bizarre und dreißig Jahre alte "Anti-Terror-Gesetz", wonach sich die politische Vertretung der Studierenden nach ihrer Wahl nicht politisch betätigen darf, und auch das wird nur achselzuckend zur Kenntnis genommen."
Achselzuckend zur Kenntnis nehmen hieße: Achselzuckend durch Wahlbeteiligung bestätigen, dass all die von Dir aufgezählten Missstände nicht verhindert werden konnten - weil der AStA eben impotent ist.
"Setzt euch dafür ein dass ihr noch weniger Rechte habt, dass euch alles noch viel egaler ist, und geht nicht wählen. Danke."
Wie kommst Du auf die Idee, dass Du durch Wahlbeteiligung etwas ändern kannst? Das wäre systemwidrig.
cui bono
Donnerstag, 19.06.08 20:38
"Was schert mich die Argumentation der Landesregierung?"
Die find ich mittlerweile schlüssig, und das is ja teilweise absurd. Je näher wir an der verfassten Studierendenschaft dran sind, desto weniger Interesse scheint daran zu bestehen. Wenn wir eines morgens politische Grundrechte erlangen, würden das wahrscheinlich ziemlich wenige bemerken :-)
"Achselzuckend zur Kenntnis nehmen hieße: Achselzuckend durch Wahlbeteiligung bestätigen, dass all die von Dir aufgezählten Missstände nicht verhindert werden konnten - weil der AStA eben impotent ist. Wie kommst Du auf die Idee, dass Du durch Wahlbeteiligung etwas ändern kannst? Das wäre systemwidrig."
Für mich heißt wählen gehen eher politische Teilhabe verlangen. Irgendwann hat doch jede/r mal davon gehört oder gelesen, dass wir als "Keimzelle des Terrorismus" mundtot sind, und eigentlich könnte einem das merkwürdig vorkommen, wenn nich sogar falsch. Aber tatsächlich gibt es ja noch schönere und effektivere Formen demokratischen Widerstands als einfach nur Kreuzchen hinzumalen. Trotzdem wäre das ein Anfang.