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Reisetipps für Berlin

Arm aber sexy - nicht nur dieser Slogan klingt im Ohr, wenn man Berlin hört. Die deutsche Hauptstadt hat weitaus mehr kulturelle Meisterleistungen hervorgebracht, als nur die Currywurst. Warum Berlin einen Besuch wert ist, und wo man dort etwas erleben kann, hat Stefan für euch aufgeschrieben.




Ankommen und unterwegs sein

Berlin ist richtig groß – von seiner Ausdehnung. Die Stadt hat zwar "nur" 3,5 Millionen Einwohner. Doch die haben mächtig Platz, fünfmal mehr als die Pariser auf der gleichen Fläche. Das hat den angenehmen Effekt, dass Berlin auch eine ziemlich grüne Stadt ist. Und damit hängt wohl auch zusammen, dass Berliner meistens in doppelt so großen Wohnungen leben wie die Freiburger fürs gleiche Geld.

In Berlin zu sein, heißt für mich Freunde besuchen. Gute Freunde sind Menschen, die ihre Freunde bei sich aufnehmen. Die besten Freunde wohnen in den coolsten Stadtvierteln. Und die allerbesten Freunde haben auch ein Fahrrad übrig.

Nachteile hat die Größe Berlins auch. Man merkt es, wenn nachts die letzte U-Bahn weg ist. Dann heißt es weite Strecken laufen oder teure Taxis bezahlen. Von Nachtbussen rate ich ab. Das System ist kompliziert und außerdem mit viel Umsteigerei und langen Wartezeiten verbunden.



Einem Irrglauben zufolge, der besonders unter Einheimischen weit verbreitet ist, fahren U-Bahn und S-Bahn die ganze Nacht durch. Ganz falsch! Das tun sie nur am Wochenende.

Tageskarten fürs öffentliche Verkehrsnetz sind mit 6,20 Euro recht günstig. Sehr praktisch finde ich die Fahrradmonatskarte für acht Euro, die mir erlaubt, das Fahrrad in U-Bahn und S-Bahn mitzunehmen. Die langen Strecken mit der Bahn fahren, die kurzen vom U-Bahnhof zum Ziel mit dem Fahrrad – das macht schnell und flexibel.

Ohne Stadtplan bin ich orientierungslos, denn ich war nie bei den Pfadfindern. Für Leute wie mich hat der Verlag von Gerd Gauglitz einen Stadtplan erfunden, der sich zusammengefaltet so klein wie eine Streichholzschachtel macht und doch alle wichtigen Informationen enthält. Den kann man immer dabei haben, ohne gleich als Touri aufzufallen.


Nachtlager

Wer nicht bei Freunden unterkommt, findet reichlich Auswahl an Hostels. Ideal gelegen fürs Partyprogramm ist das Ostel am Ostbahnhof, das trotz des ganzen DDR-Schnickschnacks etwas steril geraten ist (Ostel, Wriezener Karree 5 ).



Nördlich vom Hauptbahnhof, auf dem Gelände eines ehemaligen Freibads, ist die originelle Tent-Station untergebracht. Wer kein Zelt dabei hat, kann sich eins mieten. Der luftige Übernachtungsspaß ist mit elf Euro pro Nase nicht ganz so billig, wie man vermuten möchte (Tent-Station, Seydlitzstraße 6).


Ebenfalls sehr gut gelegen fürs Sightseeing ist das nagelneue Hostel im Gebäude der nordkoreanischen Botschaft in der Mohrenstraße (Glinkastraße 5, Ecke Mohrenstraße), das in den nächsten Tagen eröffnet. Gemütlicher als beim Diktator Kim Yong-Il wohnt man allerdings in Kreuzberg – in den großen Zimmern der Rock'n'Roll Herberge (Rock'n'Roll Herberge, Muskauer Straße 11) oder noch netter über der Bar mit Namen "Hotel" am Paul-Lincke-Ufer (Das Hotel, Mariannenstraße 26a).

Museen

Ich besuche gerne auch Museen, deren Thematik mich eher wenig interessiert – zum Fotografieren. Das Bode-Museum auf der Museumsinsel ist so eins – mit vielen Skulpturen in schönen Lichtinszenierungen. Vergleichbar in dieser Hinsicht ist das Naturkundemuseum. Jede Menge ausgestopfter Tiere stehen darin und auch der größte jemals entdeckte Saurier ist dort aufgestellt. Seit der Renovierung des Hauses ist er noch um einen Meter gewachsen und jetzt 16 Meter hoch. Archäologen fanden heraus, dass er in seiner alten Positur zu Lebzeiten sich nicht hätte aufrecht halten können, sondern umgefallen wäre (Naturkundemuseum, Invalidenstraße 43).



Was nicht alle wissen – in den staatlichen Museen Berlins ist donnerstags während der letzten vier Öffnungsstunden der Eintritt frei. Dazu gehört die gesamte Museumsinsel mit Nofretete und Pergamon-Altar. Doch Ausstellungsorte für moderne Kunst wie Hamburger Bahnhof und Neue Nationalgalerie fallen auch darunter und auch das sehenswerte Helmut Newton Foto-Museum am Zoo. (Helmut Newton, Jebenstraße 2)



Baden gehen

Berlin ist eine Stadt mit besonders schönen und vielfältigen Badegelegenheiten. Aufmerksamkeit hat vor allem das Badeschiff in der Spree auf sich gezogen – ganz zu Recht, wie ich finde. Denn auf den Holzplanken zu liegen und unter sich das Flusswasser gluckern zu hören, ist ausgesprochen entspannend (Badeschiff, Eichenstraße 4).

Dem Hipness-Faktor zum Trotze ist es Berlins billigstes Freibad mit nur drei Euro Eintritt. Alle anderen Bäder kosten vier Euro, auch das klassische Strandbad Wannsee, das unter dem Gesichtspunkt "Meet the Locals" einen großen Unterhaltungswert besitzt, aber wenig Badefreuden bietet. Der Wannsee ist so flach, dass man gefühlte 500 Meter hineinlaufen muss, um schwimmen zu können (Strandbad Wannsee, Wannseebadweg 25).



Wer etwas Zeit mitgebracht hat, kann auch zum traumhaft idyllischen Liepnitzsee nördlich von Berlin fahren. Das ist ein See mit einer Insel in der Mitte und einem wunderbaren Sandstrand darauf (Liepnitzinsel). Auch einige der alten Hallenbäder, vor allem die Stadtbäder Neukölln, Charlottenburg und Mitte sind unbedingt einen Besuch Wert – schon wegen der prächtigen Architektur.

Shop 'till you Drop
Sehr gern besuche ich sonntags den Flohmarkt am Mauerpark, einen Markt mit vergleichsweise urspünglichen Charakter und noch vielen Leuten, die privat ihre Sachen verkaufen. Auch die Bars drumherum sind nett und auf der großen Mauerparkwiese nebendran kommen sonntags Hunderte von Leuten zusammen (Flohmarkt Mauerpark, Bernauer Straße 63-64). Auch der Türkenmarkt am Maybachufer dienstags und freitags nachmittags ist ein netter Ort zum Flanieren und Einkaufen.



Zu Thema Mode bietet die Link-Tipp-Sammlung mit Sicherheit erschöpfende Informationen. Deshalb sei hier nur die Garage in der Ahornstraße am Nollendorfplatz erwähnt, wo man in einem riesigen Laden Kleidung zum Kilopreis erstehen kann. (Ahornstraße 2)




Magengrummeln

Berlin ist eine Stadt für preiswertes Essengehen. Berlin ist vor allem die Stadt der Currywurst. Die leckerste Currywurst habe ich bei Detlef Drescher in seinem Imbiss am Elsterplatz gegessen – zusammen mit Pommes für konkurrenzlose 2,20 Euro. (Hohenzollerndamm, Ecke Berkaer Straße, Montag bis Freitag 9:30–18 Uhr, Bus Linie 249 vom Zoo)

Gerne wird die Geschichte erzählt, dass die originale Currywurst keinen Darm hat und die Currywurst mit Darm deshalb nicht Currywurst heißen darf, sondern Dampfwurst heißen muss. Doch weil alle nur Currywurst mit Darm wollen, bekommt man automatisch eine Dampfwurst, wenn man Currywurst bestellt.



Pizza in Super-Qualität kann man in Berlin auch im Straßenverkauf bekommen.  Am stilvollsten bei Pizza Aldemir (Falckensteinstraße 6, U Schlesisches Tor), der gegenüber auch leckerstes Eis verkauft, wie eine lange Warteschlange täglich beweist. Herr Aldemir hätte als Bühnenbildner zum Theater gehen sollen. Seine Läden sind sehr stilsichere Orgien in Farbe und Form – vor allem in Rot. Die sehr frisch und fantasievoll belegten Pizza-Stücke sind ausgesprochen leicht, knusprig und lecker.

Ähnlich gut und noch einfallsreicher beim Belegen ihrer Pizza sind die Jungs von Ron Telesky, dem kanadischen Pizzaladen in der Dieffenbachstraße im Bergmannkiez. Pizza mit Ahornsirup, Süßkartoffeln, Vanille und Schokolade stehen auf der Karte (Ron Telesky, Dieffenbachstraße 62).



Mein Favorit bei den asiatischen Restaurants ist das To Loc in der Wiener Straße in Kreuzberg – wegen der wunderbar frischen Riesensuppen für fünf Euro und den tollen gedämpften Frühlingsrollen (U Görlitzer Bahnhof, Wiener Straße 61, täglich 12.30–24 Uhr).

Und wer's etwas stilvoller haben möchte, sollte das Long-An in der Prager Straße aufsuchen. Man speist sehr edel dort und wird überaus charmant umsorgt. Doch selbst hier übersteigen die Preise für ein Hauptgericht zehn Euro in der Regel nicht (täglich ab 18 Uhr, Prager Straße 2a, U Spichernstraße).



Bartime

Die Mitte-Kneipen der Marke Bergstübl und Schwarzsauer haben sich mittlerweile etwas überlebt. Sehr viele nette Bars haben in letzter Zeit in Kreuzberg aufgemacht. Die netteste vorneweg: Das "Hotel" in der Mariannenstraße von Carsten Zoltan. Jeden Abend ist es rappelvoll, unangestrengte Leute verkehren dort und gelegentlich auch einige bekannte Gesichter aus dem Fernsehen (Das Hotel, Mariannenstraße 26a).

Von hier über die Kanalbrücke spaziert, gelangt man zur bewährten Ankerklause, der das Gerücht nachhängt, dass sie von Ex-Freiburgern betrieben werde – was vom gesamten Personal entschieden und auf schwäbisch dementiert wird (Ankerklause, Kottbuser Damm 104).



Im Görlitzer Park in einem traurigen kleinen Rest des ehemaligen Görlitzer Bahnhofs ist seit gut einem Jahr das Edelweiss untergebracht. Der Name hat nichts mit Alpinistik zu tun, obwohl man von der schönen Sonnenterrasse auf die zerbröselnden Reste der Kreidefelsen des dort errichteten künstlichen Pamukkale blickt. Bei der Namensfindung hatte der Besitzer die NS-Widerstandsgruppe Edelweisspiraten im Sinn (Edelweiss, Görlitzer Straße 1-3).



Ein wunderbarer Platz für den späten Nachmittag ist das Café San Remo an der Falckensteinstraße. Letzte Sonnenstrahlen tauchen hier alles in Gold. Man schaut auf die Oberbaumbrücke und die U-Bahnen die oben darüber fahren.

Jede Menge Menschen laufen oder fahren am Café vorbei, denn es liegt an der Hauptverbindung zwischen Kreuzberg und Friedrichshain. Ein magischer Platz, wohl deshalb auch trank Matt Damon in "The Bourne Identity" seinen Kaffee hier (San Remo, Falckensteinstraße 46).



Nachtschwärmer

Berlin ist die Partymetropole schlechhin mit der höchsten Clubdichte um den Ostbahnhof herum. Dort liegt auch das Berghain, einer meiner Lieblingclubs. Ein Geheimtipp ist das natürlich nicht mehr, spätestens seitdem Klaus Wowereit um halb sechs morgens herausgestolpert sein soll. Trotzdem kann ich den Club wirklich empfehlen, besonders am Freitag (Berghain, Am Wriezener Bahnhof).

Am Freitag öffnet nur der kleinere Floor, die Panorama-Bar. Man kann dort für einen 10er Eintritt Megastars der Elektronikszene wie Ricardo Villalobos erleben bei unglaublich gutem Sound. Warteschlangen habe ich am Freitag noch nie erlebt. Ähnlich ist das Maria an der Schllingsbrücke (Maria, Stralauer Platz  34–35) mit mehr Konzerten. Das Maria ist auch die Homebase des renommierten Transmediale Festivals.

Für kleine oder gar leere Geldbeutel sind die Spree-Strandclubs an der Holzmarktstraße die Alternative. In der Bar 25 (Bar25, Holzmarkstraße 25) wird elektronische Musik gespielt – sie hat sogar eine kleines Hüttendorf zum Übernachten. Im Yaam, ein paar Schritte weiter, wird Reggae und Drum 'n' Bass gespielt. Und gegenüber auf der Kreuzberger Seite in der Köpenicker Straße befindet sich der schwarze Kanal, der kein Kanal ist, sondern eine Wagenburg, auf deren Gelände ebenfalls sehr viele Parties stattfinden (Schwarzer Kanal, Michaelkirchstraße 20).



Wenn man schon mal in der Köpenicker Straße ist, kann man gleich in der "Köpi 137" (Köpi137, Köpenicker Straße 137,) vorbeischauen. Das ist ein besetzter Gebäudekomplex, in dem sich auch viel tut, vergleichbar mit der KTS, aber dreimal so groß. Ebenfalls auf der Köpenicker Straße liegt der der Tresor. (Tresor, Köpenicker Straße 70). In der Mutter der Techno-Clubs ist gut aufgehoben, wer sich's richtig hart geben will mit Blitzlicht, Trockeneis und gnadenloser Beschallung.

Kleiner und familiärer geht es im Mädcheninternat in der Prenzlauer Allee zu, das jetzt gerade seit letzter Woche wieder geöffnet ist. Der Club befindet sich einem ehemaligen Kindergarten. Drinnen ist er ausgestattet mit Teppichboden mit Bärchen-Dekor, draußen steht eine Sandkiste zur Verfügung. Feines Booking zwischen Elektro und Minimal. (Mädcheninternat, Prenzlauer Allee 246, gegenüber Ibis Hotel)


Unter dem Himmel Berlins

... kann es sehr romantisch werden. Das Licht in den frühen Abendstunden ist unglaublich rotgolden und intensiv. Diese Stimmung erlebt man am besten dort, wo sich der Sonne nichts in den Weg stellt. Viele Plätze an der Spree erfüllen diese Voraussetzung. Doch auch das breite Bündel von Bahnlinien, die von West nach Ost verlaufen, bildet eine Schneise für die Abendsonne. Auf der Modersohn-Brücke in Friedrichshain treffen sich bei schönem Wetter an jedem Abend viele Leute, um nach Westen zu schauen, die Bahngleise entlang in die untergehende Sonne.

Der Tippgeber

Stephan Elsemann lebt seit vielen Jahren in Freiburg. Er gibt sich Mühe, so viel Zeit wie möglich in Berlin zu verbringen, was ihm so einigermaßen gelingt.

Weitere Großstadtgeheimtipps:

Foto-Galerie


Tipp: Wartet einen Augenblick, bis die Galerie komplett geladen ist. Ihr könnt euch dann ganz bequem jeweils das nächste Foto anzeigen lassen, indem ihr auf eurer Tastatur die Taste "N" (für "next") drückt.





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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 31
Lord Helmchen
Freitag, 23.05.08 18:32
 

Die Tipps hätte ich vor einer Woche gut gebrauchen können, da war ich in Berlin.
Und ich muss sagen, es ist wirklich eine geile Stadt. Habe mich ein bisschen in die Stadt verschossen.

Übrigens wer eine sehr gute Pizza und einen sehr symphatischen Verkäufer. Der futtert was im Imbiss am S-Bahnhof in Pankow.

hm
Freitag, 23.05.08 19:18
 

und wie siehts aus mit theater?

kus
Freitag, 23.05.08 19:25
 

sehr informativ - habe viele neue Tipps bekommen!

moell
Freitag, 23.05.08 19:51
 

Berlin ist immer eine Reise wert... !!!

btw: der Türkenmarkt heißt offiziell Orientalischer Markt ;)

stephan
Freitag, 23.05.08 20:18
 

hmm,

das habe ich leider weglassen müssen. genau wie eine menge anderer sehenswürdigkeiten und eben auch tanz und theater. teilweise sind sie in der fotogalerie noch präsent, wie der treptower park. auch der absatz ex-freiburger szenegrößen und ihr neues leben in berlin musste leider wegfallen. der artikel wurde immer länger. freut mich, dass jemand theater vermisst. bin begeisterer theatergänger.....

schlattrick
Samstag, 24.05.08 21:37
 

Curry 36 hat die beste Currywurst überhaupt, auch die Tatortkomissare Berlin essen dort immer.
Hat 24h offen und ist immer viel los...(am Mehringdamm)

Kreuzburger - herrliche Hamburger mit allem möglichen drauf
sehr zu empfehlen. Ist in der nähe cottbusser tor.

alle guten dinge sind drei:

Die beste Pizza die ich jemals gegessen habe gibt es am Bergmannkiez. Son kleiner Laden wo die großen Pizzen immer zur Straße hin zur auswahl stehen. War so gut ich bin immer wieder zurückgelaufen nachdem ich ein stück gegesssen hatte und habe mir noch eins geholt.


Für Kunst: Hamburger Bahnhof
Zum liegen: Kanal in Kreuzberg

b25
Sonntag, 25.05.08 11:12
 

Watergate ist auch nice!!!

b25
Sonntag, 25.05.08 18:22
 

Zur allgemeinen Information, das Juni-Programm vom Berghain/Panoramabar:

06.06.2008
Berghain - Berlin
Audio Werner, James Dean Brown, Zip, Thomas Melchior

07.06.2008
Berghain - Berlin
Shed (live), Marcel Dettmann, Norman Nodge, Samuli Kemppi, Tobias (live), Cassy, Maragaret Dygas, Ewan Pearson, John Daly

14.06.2008
Berghain - Berlin
Mathew Jonson (live), Len Faki, Marcel Fengler, Jesse Rose, Chris Duckenfield, Sebo K, Sascha Dive, Andre Galluzzi

20.06.2008
Berghain - Berlin
Roman Flügel, Rhadoo, Benjamin Fehr

21.06.2008
Berghain - Berlin
Shonky, Prosumer, Margaret Dygas, Steffi, Dinky, Kyle Geiger, Ben Klock, Nick Höppner

27.06.2008
Berghain - Berlin
Tiga, Oliver Deutschmann, Boris

28.06.2008
Berghain - Berlin
Shinedoe, Tomboy, Sasse, Tama Sumo, 2000 and one (live), Rndm, ND_Baumecker, Fiedel, Steffi, Boris

Eine Fahrt nach Berlin lohnt
Sonntag, 25.05.08 20:13
 

Denn dann weiß man was in zwei Jahren in Freiburg in sein wird und bei Fudder als neuster Trend bejubelt wird.

kus
Montag, 26.05.08 01:04
 

ich war enttäuscht von Curry36 - die Currywurst hat ziemlich latschert geschmeckt. Kultig ist der Laden trotzdem. Da ist wirklich rund um die Uhr Full-House, sie verkaufen sogar eigene Merchandising-Artikel

Martin
Dienstag, 27.05.08 23:26
 

Au weia, da hab ich bei meinem letzten Berlin-Besuch ja voll in der Tourifalle gesteckt, thanx, werd mir die Anregungen zu Herzen nehmen...

elias
Mittwoch, 28.05.08 01:42
 

Was nicht alle wissen – in den staatlichen Museen Berlins ist donnerstags während der letzten vier Öffnungsstunden der Eintritt frei. Dazu gehört die gesamte Museumsinsel mit Nofretete und Pergamon-Altar. Doch Ausstellungsorte für moderne Kunst wie Hamburger Bahnhof und Neue Nationalgalerie fallen auch darunter und auch das sehenswerte Helmut Newton Foto-Museum am Zoo.

danke für den tip - wusste ich bisher nicht.

stephan
Dienstag, 03.06.08 12:47
 

Berliner Currywurst und Pommes. Ein kleiner Nachtrag:

Das Curry 36 am Mehringdamm ist mir nicht sehr in Erinnerung geblieben. Mehr schon, dass der andere gepriesene Laden, Konnopke an der Eberswalder Straße eine Enttäuschung war. Wässerige und zu saure Curry-Sauce.

Ganz ordentlich fand ich Bier's Curry in der Kanststraße am Zoo (Foto in der Galerie oben), vor allem auch wegen der Berliner Atmosphäre unter der Eisenbahnbrücke und direkt neben dem trashigen Ullrich-Supermarkt. (eine ähnliche Soundkulisse besitzt übrigens die Freiburger Mensa drei, wenn die Burschis obendrüber eines ihrer Gelage abhalten). Geschmeckt hat's mir auch im Curry 66 in der Grünberger Straße in Friedrichshain (nett, presiwert), die ihre Curry-Pommes in venezianischen Porzellan-Gondeln anrichten - total gaga.

Bei den Dreschers (s.o.) finde ich so angenehm, dass sie immer selbst vor Ort sind. Wechselndes Personal, wie bei großen Buden, führt fast immer zu Qualitätsschwankungen.

Weniger geschmeckt hat's mir im Frittiersalon in der Boxhagener Straße in Friedrichshain (Pommes weich, Bude riecht nach Fett) obwohl sie dort ihre Pommes selber machen und außerdem südbadischen Ursprungs sind.

Für eine gute Currywurst braucht's doch gar nicht so viel. Gute Würste zu erst einmal. Die Wurst sollte knackig im Biss sein, etwas Röstaromen haben, drinnen zart sein, aber nicht ganz glatt.

Der Budenbesitzer kann sein Talent hauptsächlich bei den Saucen beweisen. Da gehts um das richtige Verhältnis zwischen sauer und süß, Tomate und Currymischung, dickflüssig und wässrig. In der letzten Samstags-BZ hat Wolfgang Abel erzählt, wie er sich eine Currywurst vorstellt. So oder ähnlich könnte es gehen. Und das bekommmen eigentlich viele Büdchen auf unterschiedliche Art ganz gut hin.

Groß ist der Notstand bei den Pommes Frites. Kaum ein Berliner Budenbesitzer (und meines Wissens kein einziger Freiburger - bitte melden, falls doch!!), macht sich die Mühe, selbst die Kartoffeln zu schneiden und zu fritieren. Alle nehmen vorfritierte TK-Ware.

Das Ergebnis ist mal mehr, mal weniger gelungen, vermutlich abhängig vom Zustand des Fritierfetts - aber niemals richtig gut. Wie richtig gute selbstgemachte Pommes schmecken, durfte ich vor ein paar Wochen mal auf dem Hamburger Dom erleben. Das sind andere Welten.

Noch schlimmer sieht es bei der Mayo aus. Eine Mayonaise, die den Namen verdient, besteht aus ca. 80 Prozent Öl. Der Rest ist Eigelb, und etwas Zitrone oder Essig. Die in den Würstchenbuden in der Regel verabreichten Salat-Mayonaisen haben 50 Prozent Fett und bestehen zur Hauptsache aus Wasser und Bindemtteln. Geschmacklich ein Desaster.

Dabei gibt es gute Industrie-Qualitäten zu vernünftigen Preisen. Aber der Kunde will es angeblich so. Ist das nicht reichlich pervers, in eine Wurstbude zu gehen und ausgerechnet dort die Kalorien zu zählen.

DaFlow
Dienstag, 03.06.08 16:32
 

Toller Artikel, macht Lust auf Berlin. Was mich noch interessieren würde ist das Türverhalten der Türsteher...ist die Türpolitik in den von dir beschriebenen Clubs eher streng oder locker? Ich kenn da nur die Freiburger, und das is ja doch eher verhalten hier.


stephan
Dienstag, 03.06.08 21:32
 

Berliner Clubs Türsteher
@DaFlow
Kann nicht klagen. Bin überall reingekommen. - Sven Marquard, der Türsteher vom Berghain sieht besonders furchterregend aus mit seinen Gesichtstätowierungen und Piercings. Der Eindruck mildert sich allerdinsg, sobald man ihn reden hört.

Im Berghain folgt eine gründliche Leibesvisitation. Fotografieren ist absolut tabu. Da kennen sie keinen Spaß. Maria ist ähnlich. Tresor strenger, wie auch die Klientel. Die anderen Clubs haben gar keine Türsteher.

Hier ein Link zur sehr lesenswerten Nächte-Reihe der Berliner Zeitung:
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/spezial/dossiers/clubs/index.php

Doro
Montag, 07.07.08 10:12
 

Hallo,
ich würde gerne mit M. Dygas in Kontakt treten. Sie hat aber keine eigene Hompage. So wie ich gelesen habe, lebt sie jetzt in Berlin? Ich suche sie schon seit Jahren, nachdem sie mit 14 Jahren in die USA geflogen ist. Wir waren sehr gute Freundinnen. Jetzt lese ich im Internet, dass sie ein DJ ist und das sie in Deutschland lebt. Das wäre doch die Gelegenheit sie nach fast 16 Jahren wiederzusehen. Wer von euch könnte mir mehr sagen?

keep-it-deep
Montag, 07.07.08 10:29
 

@ Doro:

1. Künstler-/Booking-Agentur von M.Dygas: http://www.geist-agency.com/

2. MySpace-Seite von M.Dygas: http://www.myspace.com/margaretdygas

Doro
Montag, 07.07.08 10:56
 

Vielen Dank keep-it-deep :-)))))

keep-it-deep
Montag, 07.07.08 10:59
 

@ Doro: immer wieder gerne :)

Doro
Montag, 07.07.08 11:58
 

keep-it-deep: ich hab sie gefunden! juhuuu
Danke

Berlinetta
Dienstag, 15.07.08 11:34
 

Noch ein paar Tipps für Friedrichshain:

* Sonntag Flohmarkt auf dem Boxhagener Platz (doch immer wieder nett)
* Viele nette Klamottenläden in der Wühlischstr.

* Und der beste Kaffee-Laden der Stadt: Kaffee und Brot in der Gärtnerstraße (auf dem Stück zwischen Frankfurter Alle und Boxhagener Str.) Der Besitzer macht super Kaffee, tolle belegete Brote, Suppen, Smoothies, Kuchen... ein echter Insidertreff.

Christian Heep
Mittwoch, 17.09.08 04:33
 

wenn mal wieder alle hotels voll oder zu teuer sind und bei den freunden auf dem sofa auch kein platz mehr frei ist.. dann versuchs doch mal hier: http://www.room4you-berlin.com
berlin kreuzberg. zum einschlafen..
lieben gruss . christian

Dienstag, 16.12.08 14:09
 

offener brief der betreiber der bar25:
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Offener Brief
es ist soweit: Wir brauchen Unterstützung!

Unser Vermieter, die stadteigene BSR, will, dass wir am Jahresende die Bar25 abgebaut und besenrein übergeben haben. Damit würde eine neue Brache, eine kahle Betonwiese wie am alten Yaam oder eine triste und öde Fläche wie am Palast der Republik entstehen.

Wir sind die Zwischennutzer, die gern als Aushängeschild für das besondere Berlin von diversen Politikern gebraucht werden. Wir stehen dafür, wie wahnsinnig bunt und aufregend, unkonventionell, hip, liberal, kreativ und offen für das Ungewöhnliche unsere schöne Hauptstadt doch sei. Wir stehen für das in den Medien gepriesene Berlin und reißen daher unser Maul weit auf! Die Bar25 steht für die bunten Berliner und all die Freidenker, die vielen Menschen, die aus den erstaunlichsten Regionen des Landes und der Welt ausgerechnet in diese Metropole gekommen sind, um sich zu entwickeln, auszuprobieren, um zu feiern, sich auszuleben und so lange wie notwendig das Gefühl haben zu dürfen, nicht genau zu wissen was man will oder muss. Wir sind stolz darauf, etwas Eigenes erschaffen zu haben und sind dankbar dies in dieser Stadt tun zu dürfen, wo es möglich war, mitten in der City ein kleines sensationelles Dorf zu bauen.

Wir gehen erst wenn ein Investor das Gelände gekauft hat. Wir als funktionierender wirtschaftlicher Betrieb sind bereit zum Gespräch mit unserem Vermieter und haben deshalb ein Recht darauf, dass die BSR sich mit uns auseinandersetzt!

Wenn Du das genauso siehst dann unterschreib den offenen Brief.
Dann hörst Du uns auch im nächsten Jahr wieder laut und bunt und schräg durch die Stadt rufen!

Ja, ich unterstütze den Offenen Brief mit meinem Namen!

(quelle: http://www.bar25.de/ )
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zu[..] online petition zur unterstützung der bar25 geht's hier lang:

http://www.petitiononline.com/bar25pet/petition.html

kus
Mittwoch, 17.12.08 00:04
 

das ist ein Trauerspiel, wie Berlin die Bar25 mit Füßen tritt.

Solche Locations sind wirklich das wahre Berlin und nicht die O2-Tralala-Kathedralen

kus
Mittwoch, 17.12.08 00:09
 

diesen Sommer hat die Bar25 übrigens auf jeden Fall noch geöffnet.

Wen es nach Berlin verschlägt: Unbedingt hingehen!

Freitag, 16.01.09 16:28
 

Das System mit den Nachtbussen funktioniert im Gegensatz zur Meinung des Autors ganz wunderbar. Nur muss man sich ein wenig in Berlin auskennen und einigermaßen wissen, wo die ZIele der Buslinien liegen - dann kommt man recht fix die ganze Nacht überall hin. Wer absolut nicht den allerwinzigsten Gedanken an die Bezirksgeografie verschwenden will, wird dann eben mit langen Fahrzeiten bestraft. Übrigens gibt es zu fast jeder U-Bahnlinie auch einen parallelen Nachtbus - dessen Strecke müsste eigentlich jeder verstehen.

Warum diese Rubrik aber "GroßstadtGEHEIMtipps" heißt, ist mir bei den Aufzählungen von Klassikern weiter ein Rätsel.

kus
Samstag, 02.05.09 23:17
 

Freeguide Berlin --> Gratis-Aktivitäten in der Hauptstadt --> click


Empfehlenswertes Happy-Hour-Shushi beim Rosenthaler Platz: Aiko (Brunnenstraße) --> click

kus
Dienstag, 11.08.09 19:29
 

In Berlin öffnet am 15.8. das Deutsches Currywurstmuseum

kus
Freitag, 07.05.10 16:50
 

Ritter Sport hat kürzlich einen Flagship-Store beim Gendarmenmarkt eröffnet

http://www.best-practice-business.de/blog/?p=14635

kus
Sonntag, 16.05.10 13:40
 

Im Prenzlauer Berg kann man sich von der größten (und noch dazu begehbaren!) Kamera der Welt fotografieren lassen

http://camera-imago.de/

Bericht Berliner Zeitung: http://bit.ly/aFFI7X

Freitag, 18.11.11 11:33
 

Allgemein: Nachtbusse sind der Ersatz für einige Linien der BVG (UBahn, Tram & Busse) nicht für die S-Bahn. U-Bahnen fahren am Wochenende durch. Nur unter der Woche muss man sich über Nachtbusse Gedanken machen.

Zum Thema Nachtbusse... Wenige wissen wo die Haltestellen der Nachtbusse sind. Wer sich jedoch vorher informiert kommt einwandfrei mit dem Nachtbus zurecht.

U5 (Alex nach Hönow) beispielsweise: fährt bis kurz nach Mitternacht (unter der Woche). Danach besteht die Möglichkeit mit dem N5 (Nachtbus 5) weiterzufahren. Er hält an nahezu jeder Station an der auch der U5 Halt macht.

IST KEIN HEXENWERK :-)

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